Nachbarin will Katzenhaltung wohl verbieten

Diskutiere Nachbarin will Katzenhaltung wohl verbieten im Recht und Versicherungen Forum im Bereich Katzen; Hallöchen, ich brauche ganz dringend Euren Rat. Wir wohnen hier seit zwei Jahren in einer Mietswohnung, Vermieter ist eine...
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malijome

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Hallöchen,

ich brauche ganz dringend Euren Rat.

Wir wohnen hier seit zwei Jahren in einer Mietswohnung, Vermieter ist eine Wohnungsbaugesellschaft. Von Anfang an gab es Schwierigkeiten mit unserer Nachbarin die unter uns wohnt. Direkt von Anfang an gab es Streitpunkte wg. unseren Kindern. Diese Beschwerden wurden allerdings vom Vermieter abgewiesen. Nun versucht sie es wohl auf anderen Wege. Sie will versuchen uns die Katzenhaltung zu verbieten, weil es ihr zu laut ist und in der Nacht kann sie nicht mehr schlafen, weil die Katzen so laut wären. Im Mietvertrag selber steht aber, das grundsätzlich Tierhaltung erlaubt ist, wenn andere Mieter sich nicht belästigt fühlen.

Was soll ich machen? Der Vermieter hat schon durchblicken lassen, das bei einer Beschwerde die Katzen weg müssten.

Ich brauche Euren Rat.

Danke!

LG; malijome
 
31.01.2008
#1
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Schau mal hier: Nachbarin will Katzenhaltung wohl verbieten . Dort wird jeder fündig!
Doreen76

Doreen76

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Hallo,

Nichts leichter als das.

Die Wohnungsbaugesellschaft kann euch die Katzenhaltung aufgrund einer Beschwerde nicht einfach verbieten.......ich sage nicht einfach weil:

Die Gesellschaft steht dann in der Beweispflicht das die Katzen eure Nachbarin stören belästigen wie auch immer, solange sie das nicht können kommen sie bei einer eventuellen Gerichtsverhandlung nicht damit durch.

Desweiteren können sie es auch nicht verbieten wenn es anderen Mitbewohnern in der Anlage erlaubt ist Katzen zu halten.

Gehen wir das Szenario einmal durch:

Die Nachbarin beschwert sich bei der WBG, die schreiben dich an (müssen 3 mal abmahnen als erstes), du kannst ja dann dagegen halten und jemanden von der WBG einladen um sie schauen zu lassen das es nicht so schlimm bei dir ist, wie die Nachbarin sagt!
Sollten sie dennoch dagegen klagen wollen, dann trifft das oben gesagte ein, denn die Nachbarin muss dann mit der WBG zusammenarbeiten und beweisen können das es störend ist.

Was also in den allermeisten Fällen nicht funktioniert.

Hoffe dir damit ein wenig geholfen zu haben.

LG Doreen
 
Yvie-Chan

Yvie-Chan

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ich bin ja der meinung der vermieter wird auch das risiko das ihr wegen der katzen dann auszieht nicht eingeht...

er müsste sich ja dann schnell um nachmieter kümmern, ist das nicht der fall fährt er ja mehr verluste...
 
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malijome

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Danke Euch!

Allerdings wohnen wir in einer sehr beliebten Wohngegend wo sehr schnell die Wohnungen vermietet werden.

Die Katzen sollen ja in der Nacht sehr laut sein. Nur wenn ich morgens um halb 5 aufstehe, da schlafen beide noch bei mir am Fussende.

Also kann ich ganz beruhigt sein. Sehe ich das richtig, das dann meine liebe Nachbarin mich dann verklagen muss?

Falls dann wirklich sie Situation eintrifft, kann mir dann der Mieterschutzverein helfen?

LG; malijome
 
Doreen76

Doreen76

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Hallo,

Wenn du Mitglied dort bist in dem Verein ganz sicher.
Beruhigter schon aber wenn sie es drauf anlegt wirst du schon den einen oder anderen Nerv lassen müssen. Was ja nicht immer so angenehm ist.

Also ich würd mir im Moment nicht solche Gedanken machen wenn die Ausführungen der Nachbarin haltlos sind.

Bitte bitte gern geschehen

LG Doreen
 
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malijome

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Die Nachbarin hat halt einen Hass auf uns wg. der Kinder. Da sie da nicht ´weiter gekommen ist, muss sie sich ja was anderes suchen.

Ich habe übrigens noch ein Urteil gefunden:

Gute Nachrichten für Katzenliebhaber, die zur Miete wohnen: Der Vermieter einer Vier-Zimmer-Wohnung im Stadtteil Rotherbaum wurde verurteilt, eine Katze im Haus zu dulden. Zwei Instanzen hatten sich zuvor zwei Jahre lang mit der Klage der Mieter beschäftigt, die das Tier anschaffen wollten. Das erstinstanzliche Urteil wurde schließlich vom Landgericht bestätigt: Die Katze darf rein. Ein Sieg auch für den 14jährigen Jakob, den Sohn der Familie, der sich das Haustier gewünscht hatte. Der Rechtsanwalt Dr. Jürgen Schacht, der für die Katze focht: "Das Urteil ist rechtskräftig und hat in Hamburg grundsätzliche Bedeutung." Das Amtsgericht hatte in erster Instanz bereits vor einem Jahr im Namen des Volkes geurteilt: "Katzen verursachen keine störenden Geräusche (z.B. durch Bellen). Sie müssen nicht ausgeführt werden, weil sie in der Regel eine in der Wohnung befindliche Katzentoilette benutzen." Dadurch, so der Amtsrichter, sei eine Verunreinigung oder "eine unerwünschte Begegnung mit anderen Bewohnern" des Mietshauses auszuschließen. Nach Ansicht des Amtsgerichts dürfe der "Vermieter nicht ohne triftigen Grund dem Mieter Einrichtungen versagen, die ihm das Leben in der Wohnung erheblich angenehmer gestalten". Und dazu gehöre eine Katze, wenn sie sich nur in der Wohnung aufhalte und nicht draußen frei herumlaufe. Gleichwohl gehen bundesweit die Meinungen über die Frage der Haustierhaltung in Mietwohnungen bei Rechtswissenschaftlern erheblich auseinander, wie viele unterschiedliche Urteile beweisen. Um dem Thema genauer auf den Grund zu gehen, zog das Landgericht im Streit um die Katze aus Rotherbaum in zweiter Instanz sogar einen Sachverständigen zu Rate. Für Professor Harald Schliemann vom Zoologischen Institut sprach nichts gegen den vierbeinigen Untermieter. "Die natürlichen Lebensbedürfnisse einer oder von zwei Katzen lassen sich ohne weiteres innerhalb einer solchen Wohnung befriedigen", heißt es in seinem Gutachten. Bei artgerechter Haltung sei nicht davon auszugehen, daß eine Katze störe. So kam die Zivilkammer sieben des Landgerichts zu dem Schluß, daß "das Halten einer Katze als zum Wohnen gehörend angesehen werden muß. Nicht alle, aber viele Menschen gewinnen an Lebensfreude durch das Leben mit Katzen". Und: "Es kann als pädagogisch sinnvoll angesehen werden, Kinder mit einem Haustier aufwachsen zu lassen".
Als einzige Einschränkung fordert die Kammer, daß die Katze entsprechend der Empfehlung des Sachverständigen sterilisiert werden sollte, da sie dann problemloser und lenkbarer sei.
Amtsgericht Hamburg und Landgericht Hamburg, Urteil (LG) aus ‘96
 
Doreen76

Doreen76

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Siehst du dann ist doch alles in Butter, mach dir also nicht solch einen großen Kopp drum.

Als ich noch nicht in einem Eigenheim wohnte, hatte ich auch so nette nachbarn wie die deinen, sie schafften es nicht über meine Kinder mich raus zu bekommen, versuchten sie es über meine Tiere, ohne Erfolg!!!


LG Doreen
 
Bonsaischweinchen

Bonsaischweinchen

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Hallo,
nun wenn Dein Vermieter ärger macht kannst Du dich ja auf das Urteil berufen. Hier ist übrigens noch eins:

Die Haltung einer Katze in der Mietwohnung kann vom Vermieter nicht grundsätzlich verboten werden. Das Amtsgericht Hamburg entschied, dass von dieser Tierart keine Belästigung ausginge und man die Haltung dulden müsse. Aber auch die Wohnungsgröße ist entscheidend: Ein bis zwei Katzen sind in der Regel zumutbar. Nicht mehr zumutbar, entschied das AG Berlin-Lichtenberg (Az.: 8 C 185/96), sind sieben Katzen in einer 3-Zimmer-Wohnung.

_______

Es kommt aber darauf an was im Mietvertrag steht sonnst kann leider auch das passieren:

Widerruf der Erlaubnis zum Halten einer Hauskatze
AG Hamburg-Bergedorf, Urteil vom 9. 3. 1990

Sieht ein Mietvertrag über eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus vor, dass die Erlaubnis zum Halten einer Katze widerrufen werden kann, dann ist der Halter bei einem Widerruf der Erlaubnis durch den Vermieter, der sich auf die von einem Mitmieter behauptete Geruchsbelästigung stützt, verpflichtet, die Katze abzuschaffen. Ob sich der Mitmieter zu Recht beschwert, ist unbeachtlich. Unbeachtlich ist ferner, ob die schriftliche Beschwerde weiterer Mitmieter von dem Vermieter veranlasst worden ist und von diesen Mitmietern noch aufrecht erhalten wird.

Die Beklagten sind Mieter einer Wohnung im Mietshaus der Kläger, die die Abschaffung der von den Beklagten gehaltenen Hauskatze fordern. Zur Tierhaltung heißt es in § 23 des zwischen den Parteien geschlossen Vertrags: "Haustiere dürfen nur mit vorheriger schriftlicher Einwilligung des Vermieters gehalten werden. ... Die einmal erteilte Einwilligung kann bei Eintritt von Unzuträglichkeiten widerrufen werden." Die einmal unter Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs erteilte Genehmigung zum Halten einer Katze wurde von den Klägern am 15. 11. 1989 widerrufen. Die Klage auf Abschaffung der Hauskatze hatte Erfolg.

____


Wie kommt Ihr den mit den anderen Mietern klar? Evtl könntest Du von denen Unterschriften sammeln, das sie sich durch die Katzen nicht belästigt fühlen. Bist Du im Rechtsschutz? Wenn kannst Du der Sache erst mal gelassen gegenüber stehen:) Der Vermieter muss Dir erst mal beweisen, das die Katzen einen solchen Lärm verursachen .

Hier findest Du auch noch einiges über Tierhaltung in Mietwohnungen: Link
 
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malijome

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Mit den anderen Mietern kommen wir eigentlich ganz gut klar, wir wollen sie allerdings da raushalten. Sie sind schon genug genervt.

Ich bin ja mal gespannt, wie die ganze Story weitergeht. Wir sind nicht im Rechtschutz, aber wenn es so weit ist, werden wir zum Mieterschutzverein gehen.

LG; malijome
 
Bonsaischweinchen

Bonsaischweinchen

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Hallo,

das schafft Ihr schon, drücke Euch die Daumen!
 
Doreen76

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Hallo,

ich drück se euch auch!!!!
Und wieeeeeeeeee!!!!
Hoffentlich sind die nachher nicht platt wenns länger dauert gg

LG Doreen
 
Zicklein

Zicklein

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Wenn du Mitglied im Mieterverein bist, bist du auch Rechtschutzversichert (Zumindestens ist das in Hamburg so). Das ist in diesem Mitgliedsbeitrag enthalten ;-)
Aber wie gut oder schlecht diese Versicherung ist, weiß ich nicht, weil ich die bisher nicht genutzt habe.
Bei den meisten Vermietern und Vermietungsgesellschaften reicht schon ein gutes Schreiben vom Mieterbund, weil das ja Experten in solchen Dingen sind.

Aber ich drück die Daumen dass ihr das auch ohne großen Aufwand geklärt bekommt.
 
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Nobi

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puuh...
einer gegen alle, do wie ich das hier lese... und wenn ich als Vermieter einmal gestattet hab, Hautiere zu halten, dann ist dran zu rütteln... puuh...
einer gegen alle, do wie ich das hier lese... und wenn ich als Vermieter einmal gestattet hab, Hautiere zu halten, dann ist dran zu rütteln...
leider sieht Praxis etwas anders aus, als was die Rechsprechung sagt...
z.B. hab ich meiner Mieterin gesagt, nachdem ich ihr die Erlaubnis auf Tierhaltung gegeben hab, sie möge den Balkon auf meine Kosten Katzen sicher gestalten dies ablehnte...wenn der Katze etwas durch den Absturz vom Balkon was passiert.. das dann jegliche Tierhaltung untersagt ist, und zwar schriftlich....
Der Gang zum Mietschutzverein wird euch nicht wirklich helfen. denn je nachdem wie eure Lobby ist, könnt ihr auch von den anderen raus gemobt werden...
in dem Fall ist’s immer besser, sich gleich ne neue Wohnung zu suchen, wo Tierhaltung mit allen Konsequenzen erlaubt ist.
Liebe Grüße
Norbert
 
desti_nys

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ärger im haus wegen der fellnasen ist natürlich wirklich doof..
über den mieterverein solltet ihr tatsächlich abgesichert sein und rechtsanspruch haben.
wieviel eindruck so ein schreiben hervorbringt, ist aber wohl auch immer sache, an welchen anwalt beim mieterverein man gerät (und welche motivation dieser hat ;o)).

vielleicht lohnt sich auch eine absicherung über eine vernünftige rechtschutzversicherung (ohne selbstbeteiligung) eher - so die welt kostet sowas ja heutzutage auch net mehr.
ich glaube, wir zahlen zu zweit irgendwas bei 24euro im monat, haben dafür aber miet-, vertrags-, arbeits- und verkehrsrechtschutz.

ich wünsch euch starke nerven und drück euch die daumen!!!
 
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malijome

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Huhu,

ich mache mir jetzt mal keine Sorgen mehr. Meine Nachbarin wird damit nicht weit kommen. Außerdem habe ich eine Menge Urteile aus dem Netz ziehen können.

Hier im Haus wohnt übrigens noch eine Familie mit 5 Katzen. Allerdings im Erdgeschoß.

LG; malijome
 
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Nobi

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dann brauchstdu dir keine Sorgen machen
Liebe grüße
Norbert
 
sho76

sho76

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Hallo,

da Angriff bekanntlich die beste Verteidigung ist, versuche doch einfach mal eine Unterlassungsverfügung wegen Defamierung o.ä. gegen die Nachbarin zu erwirken.
In den meisten Fällen schüchtert das solche Denonzianten ein, so daß sie sich ein leichteres Opfer suchen.
 
Perlentaucher

Perlentaucher

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Das wäre mir neu, daß die Katzen Krach machen. In welcher Hinsicht denn? Ich hatte vor 8 Jahren auch mal Nachbarn, die meinten, meine Katzen würden in der Nacht rumtoben. Das waren auch reine Wohnungskatzen. Da dies damals Dienstwohnungen waren, unterstanden die Beschwerden dem PSB. Der hat sich auch kundig gemacht und vom Tierarzt erfahren, daß Katzen dank ihrer Samtpfoten keinen Lärm machen. Also, wenn Euer VM damals bei Eurem Enzug die KAtzen erlaubt hat, kann er sie jetzt nicht mehr verbieten. Das ist albern und nicht rechtens. Wenn grundsätzlich Tierhaltung erlaubt ist, gibt es keinerlei Rechthabe, sie plötzlich zu verbieten. Seid Ihr im Mieterbund? MAcht Euch doch mal kundig.
 
Perlentaucher

Perlentaucher

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Ach, unten wohnen auch noch Katzen und dazu 5 an der Zahl Na wie seltsam, daß der lieben Nachbarin diese nicht störend ins Auge fallen und der VM diese aber duldet. Also denke ich mal, daß Du im Falle dessen auf diese Katzen verweisen kannst und der VM schön dumm aus der Wäsche guckt. Da kannst Du Dich ja noch freuen, daß Deine ehrenwerte Nachbarin nicht darauf besteht, daß Du Deine Kinder ebenfalls abgeben mußt. Solche Nachbarn können einem das LEben so richtig versüßen, nicht wahr? Ich wünsche Dir jedenfalls, daß Du die KAtzen behalten kannst. Liebe Grüße Caren
 
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