Erfahrungsbericht: Kaiserschnitt bei einer Katze

Diskutiere Erfahrungsbericht: Kaiserschnitt bei einer Katze im Trächtigkeit Forum im Bereich Katzenzucht; Katzen haben normalerweise eine Tragezeit von ca. 63-71 Tagen. In besonderen Fällen kann es dazu kommen, dass bei einer Katze ein Kaiserschnitt...
Nessi

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Katzen haben normalerweise eine Tragezeit von ca. 63-71 Tagen.
In besonderen Fällen kann es dazu kommen, dass bei einer Katze ein Kaiserschnitt durchgeführt werden muss.
Ursachen dafür können u. a. sein:
- es besteht akute Lebensgefahr für Mutter und/oder Kitten
- ein Kitten steckt im Geburtskanal fest
- die Mutter kann aufgrund eines zu engen Beckens die Kitten nicht auf natürlichem Weg zur Welt bringen
- die Mutter hat eine Wehenschwäche
- der Geburtstermin ist sehr weit überschritten
- die Kitten sind zu groß für eine normale Geburt
Es gibt noch etliche weitere Gründe.


Grundsätzlich gilt, dass es wichtig ist, beim Auftreten von Geburtsschwierigkeiten oder wenn man Bedenken hat, mit der Katze zum Tierarzt zu gehen, der dann durch eine Untersuchung abklärt, ob bei der Katze ein Kaiserschnitt durchgeführt werden soll/muss oder nicht.



Untersuchungsmethoden dafür sind: Ultraschall, Röntgen, Abtasten (wobei man sagen muss, dass sehr wenige TÄ in der Lage sind, die Kitten im Mutterleib richtig abzutasten, ohne ihnen dabei Schaden zuzufügen).



Wenn der TA die Entscheidung trifft, dass ein Kaiserschnitt notwendig ist, sollte die Katze ca. 12 Stunden vorher nichts gefressen haben (wie bei jeder anderen OP auch), Wasser trinken allerdings ist erlaubt.




Die Dosi sollte sich auf lange Nächte und wenig Schlaf in den ersten Tagen einstellen und alles notwendige für eine Erstversorgung der Kitten parat haben, wie z. B.:
Wärmekissen oder Wärmflasche
Aufzuchtsmilch
Saugflasche



Für die OP sollte eine ausreichend große Transportbox mitgenommen werden, die mit einer oder mehreren Wärmflaschen warmgehalten wird, mit weichen Tüchern ausgelegt ist und es sollten ausreichend Tücher zum Abdecken und Wärmen der Kitten mitgenommen werden.



(Als wir in die Praxis kamen, war dort das ganze Team schon voll auf uns eingestellt. D. h. ein Inkubator - quasi ein Wärmebrutkasten - war vorbereitet und aufgeheizt, genügend Handtücher lagen bereit und wir waren die letzten Patienten mit Termin und so konnten sich alle auf uns konzentrieren. Ebenso war eine Notfalltierärztin alarmbereit, sollte in der Praxis ein Notfall ankommen, der kurzfristiger Behandlung bedarf.)



Die Katze wird vor dem KS nochmals gründlich untersucht.
(Vor der Gabe des Narkosemittels hat meine TÄ uns - also ihre zwei TA-Helferinen und mich darüber aufgeklärt, wie die OP verlaufen wird, da wir sehr schnell die Kleinen aus der Mama rausholen wollten, damit sie nicht so viel Narkosemittel abbekommen. Ebenfalls wurden wir darüber aufgeklärt, was wir zu tun haben, wenn die Kleinen auf der Welt sind, wo im Notfall was liegt, welche Erste Hilfe Maßnahmen durchzuführen sind. Dazu aber weiter unten mehr)
Danach bekommt sie eine leichte Narkosedosis gespritzt.
(Meine TÄ hat Lilly nach und nach während der OP mit Narkosemittel versorgt, damit die Kleinen keine allzugroße Menge des Narkosemittels abbekommen.)
Danach wird die Katze am Bauch rassiert.
Wenn sie vollkommen narkotisiert ist, wird die Katze auf dem OP-Tisch ausgebunden, d. h. sie wird an allen Pfoten fixiert, so dass sie frei ausgebreitet auf dem OP-Tisch lag.
Ihr Bauch wird mit einem OP-Tuch abgedeckt, durch das nur der Eingriffsbereich freigelegt ist.
Danach wird der Bauch desinfiziert.
Es liegen Handtücher bereit, Klemmen für die Nabelschnur, Kreislauftropfen und der aufgeheizte Inkubator stehen bereit.
Die Helfer bewaffnen sich mit Handtüchern.
Die OP beginnt:
Die Bauchdecke der Katze wird vorsichtig mit dem Skalpell geöffnet und der Bauchraum der Katze freigelegt.
Die Gebärmutter der Katze ist kein ballonartiges Gebilde, sonderm man kann es sich als zwei Schläuche vorstellen, die rechts und links entlang der Flanken der Katze verlaufen (die Gebärmutter verläuft quasi als "V" von hinten im Körper der Katze).
Die Gebärmutter wird an einer Stelle vorsichtig mit dem Skalpell angeritzt.
Eine Blase mit einem Kitten ist zu erkennen.
Diese Fruchtblase wird herausgenommen und mit den Finger leicht aufgeknubbelt. Man kann erkennen, dass in die Blase eine Nabelschnur mündet, die dann im inneren am Kitten endet.
Dem Kitten wird die Fruchthülle komplett entfernt, schonmal vorsichtig der erste Schleim und das Fruchtwasser vom Näschen und Mäulchen gewischt.
Die Nabelschnur wird mit zwei Klemmen abgeklemmt und in der Mitte durchtrennt.
Danach bekommt einer der Helfer das Kleine ins Handtuch gelegt und beginnt sofort, mit dem Handtuch das Baby trocken zu rubbeln.
Dabei ist darauf zu achten, ob das Näschen und da Mäulchen frei von Fruchtwasser sind.
Ist dies nicht der Fall, so muss man vorsichtig versuchen es abzuwischen bzw. man setzt den eigene Mund auf Nase und Mäulchen und saugt leicht daran, um das Fruchtwasser rauszusaugen.
(Das hört sich bestimmt jetzt für viel ganz fürchterlich eklig an, auch für mich hat das in dem OP-Vorgespräch so geklungen, aber ehrlich gesagt, ist das alles schlimmer gesagt, als es eigentlich ist. Das Fruchtwasser schmeckt etwas salzig, aber ist weiter nichts schlimmes. In dem Moment, wo man diesen kleinen Wurm in der Hand hat, will man nichts weiter, als dass das Baby beginnt zu atmen und man denkt nicht weiter darüber nach, ob das eklig ist oder sonst irgendwas. Ich habe in dem Moment überhaupt nicht darüber nachgedacht.)
Man reibt mit dem Handtuch in leicht kreisenden Bewegungen über den Körper des Kleinen. Dadurch wird das Fell getrocknet und diese Reiben ahmt das Lecken der Mama nach, was widerum dazu dient, das der Kreislauf der Kleinen angeregt wird und die Atmung einsetzt.
Dieses kann durchaus etwas dauern.
Falls nach ca. 1-2 Min rubbeln noch keine Reaktion des Kleinen da sind, träupfelt man ihm einen Tropfen Kreislauftropfen ins Mäulchen. Diese Tropfen bewirken, dass der Kreislauf angetrieben wird und die Atmung einsetzt.
Dieses kann durchaus noch weitere Male von Nöten sein.
Beginnt ein Kitten zu atmen, setzt aber danach wieder aus, wird wieder ein Kreislauftropfen eingegeben.


Wenn unerwarteter Weise das Herz aufhört zu schlagen, kann man durch leichtes regelmäßiges Zusammendrücken des Brustkorbes eine Herzmassage durchführen. Falls man beatmen muss, so umschließt man mit dem Mund die Nase und das Mäulchen und pustet leicht hineinen, aber nur ganz wenig, denn die Zwerge haben ja nur ne Minilunge. Danach wird wieder das Herzchen kurz massiert.
Diesen Vorgang erklärt im Notfall aber der TA vor der OP genau.



Ausgehend davon, dass die Kleinen nach einiger Zeit des Rubbelns normal beginnen zu atmen, kann man meist zwischendurch auch schon ein paar erste Quietscher hören.
Die Kleinen sollten solange gerubbelt werden, bis sie ein halbwegs trockenes Fell haben und regelmäßig atmen.
Die Kleinen beginnen dann auch schon mit den ersten Bewegungen und strampeln etwas.
(Wir konnten bemerken, dass unser Erstgeborener Rocky sehr schnell aktiv war und geatmet hat. Die anderen hatten eine etwas höhere Dosis des Narkosemittels abbekommen und somit dauerte es etwas länger, bis sie aktiv am atmen waren. Um das zu vermeiden, hat unsere TÄ das Narkosemittel, wie schon gesagt, sehr milde dosiert und während der OP immer etwas nachgespritzt).



Nachdem das Baby regelmäßig atmet, wird es für einige Zeit in den Inkubator gesetzt, damit es nicht auskühlt, während die Mama weiter versorgt wird.



Die Kitten werden meist gleichzeitig von mehreren Personen betreut, da sie nach dem Rausholen aus der Mama, sofort behandelt werden müssen.



Wenn eine Kastration gewünscht wird, ist es empfehlenswert, dass man die Katze in dem selben Zuge gleich kastrieren lässt. So erspart man ihr eine zweite OP und eine weitere Narkose.



Nachdem alle Kitten auf der Welt sind, die Innereien der Katze versorgt sind, wird die Bauchdecke wieder vernäht. Damit die Wunde etwas geschützt ist, wird dort ein Pflaster aufgeklebt.



Viele Katzen haben vor dem Kaiserschnitt noch keine Milch eingeschossen.
Um das Einschießen der Milch zu unterstützen, wird meist ein Hormon eingegeben. (Lilly hat Oxitocyn bekommen.)
Da die Kleinen dadurch keine Kolostralmilch erhalten, kann der Mutterkatze vor der OP etwas Blut entnommen werden, aus dem ein Serum entwickelt wird, das dem Kolostrat sehr nahe kommt. Dadurch erhält das Kitten die notwendigen ersten Abwehrstoffe, die es auch über die Kolostralmilch erhalten würde.


Nachdem die Mama versorgt wurde, wird sie in die bereitgestellte Transportbox gelegt und die Kleinen zu ihr gesetzt.


Nun gehts auf dem schnellsten Weg nach Hause.
Dabei sollte drauf geachtet werden, dass die Kleinen nicht zu sehr auf der Mama herumkrabbeln, wegen der frischen Wunde.



Zuhause angekommen empfielt es sich, die Kleinen aus der Box herauszuholen und in der bereitgestellten Wurfkiste, die mit einem Heizkissen oder Wärmflaschen unter Tüchern gewärmt wird, zu wärmen.
Die Mama sollte solange in der Box bleiben, bis sie fast vollständig wach ist. Auch um ihre Verletzungsgefahr zu mindern.
Auch sie sollte im Auge behalten werden, um evlt. zu erkennen, ob sie Narkosenebenwirkungen wir Erbrechen o. ä. hat, um ihr da hilfreich zur Seite zu stehen, nicht dass sie durch Erbrochenes erstickt. Oder aber sich beim Wachwerden an der Wunde verletzt.


Die Kitten müssen, während die Mutter aus der Narkose erwacht, alle 2 Stunden mit Aufzuchtsmilch gefüttert werden.
Bitte dabei darauf achten, dass die Kleinen nicht auf dem Rücken liegen beim Füttern, weil dabei die Gefahr besteht, dass sie sich verschlucken und dabei ersticken.
(Ich hab sie vor mir gehalten, die Hand unter ihr Bäuchlein gelegt. Ihr Popo war direkt vor meinem Bauch, so dass sie nicht nach hinten wegrutschen konnten. Anfangs haben sie noch Probleme mit dem Saugreflex. Ich habe dann etwas Milch am Sauger herauströpfeln lassen, so dass sie auf den Geschmack kommen und den Sauger in ihrem Mäulchen leicht bewegt - leicht rausgezogen und wieder hineingeschoben, so dass sie einen Saugreflex entwickeln.)

Nach dem Füttern muss den Kleinen der Bauch massiert werden. Empfehlenswert dafür ist es, ein etwas rauheres Handtuch um die Fingerspitze zu legen, welches die Zunge der Mama nachahmt.
Man massiert solange, bis das Baby Urin absetzt. Anfangs wird meist noch kein Kot abgesetzt, aber das Baby sollte mindestens urinieren.
So verfährt man mit den anderen Babys auch.
)Da die Aufzuchtsmilch immer frisch zubereitet und warm gegeben werden soll, habe ich nur Minimengen zubereitet, dieses gleich verfüttert und die zweite Flasche für das nächste Kitten in einer Schale mit heißem Wasser warmgehalten.)


Wenn die Mama vollständig aus der Narkose wach ist, sollte man versuchen, die Kleinen an der Zitze anzulegen, falls die Milch bereits eingeschossen ist. Falls dies nicht der Fall ist, müssen die Kleinen für die nächsten Tagen weiterhin von Hand gefüttert werden. Aber man sollte die Kleinen immer wieder versuchen lassen zu saugen, denn meist unterstützt das noch den Milcheinschuss.
Dabei kann es aber durchaus vorkommen, dass die Mama die Kleinen anfangs abstösst, weil sie die Geburt nicht mitbekommen hat und die Babys als Fremde sieht, d. h. sie knurrt und faucht sie an.
(Ich persönlich habe dann die Kleinen und die Mama mit Feliway Friend eingerieben, so dass sie nicht so fremd riechen. Nachdem Lilly gezickt hat und die Kleinen nicht wollte, hat Dosi Vanessa ihren Sturkopf durchgesetzt. Die Kleinen und die Mama nochmals mit Feliway eingerieben und sie alle zusammen in die Wurfbox gesteckt. Frauchchen hat sich vor das Loch der Wurfkiste gelegt, so dass sie nicht rauskamen, ich aber alles im Auge hatte, nicht das Lilly den Kleinen etwas tut. Und man sehe und staune, nach ca. 15 Min. und nachdem die kleinen hartnäckigen Würmchen als nach Zitzen gesucht haben, hat Lilly begonnen sie zu lecken. Legte sich dann hin und die Kleinen begannen zu zutzeln.)
Es muss nicht bei jedem so schnell gehen, aber die Quote ist sehr hoch, dass die Mama die Kleinen doch säugt und sich um sie kümmert.
Sollte die Mama in den nächsten Tagen noch wenig Milch haben, müssen die Kleinen weiterhin zugefüttert werden.


Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass die Babys nicht zu wild auf Mamas Bauch herumtoben, damit die Wunde verheilen kann. Die können doch schon sehr wild sein.
Nach 1 oder 2 Tagen wird eine Wundkontrolle beim TA gemacht, damit sich der Bauch nicht entzündet hat.
Meistens ist ein Fädenziehen nicht notwendig, weil viele TÄ mittlerweile Fäden benutzen, die sich nach 4-5 Wochen selbst auflösen. Nur wenn sich die Wunde entzündet, kann es sein, dass der TA die Fäden zieht.
Bitte beachten, dass die Kleinen bei allen Besuchen beim TA mit der Mama mitreisen müssen.


Tja, ein Kaiserschnitt ist eine komplizierte Sache, aber ich muss sagen, es war ein wundervolles Erlebnis, das ich in meinem Leben nie vergessen werden. Mir geht es da sicher so wie den meisten Dosis, deren Katzen Kitten bekommen haben, sei es auf natürlichem Wege oder durch einen Kaiserschnitt, wie ich ihn erlebt habe.

Verfasser und Copyrightrechte: Vanessa Brettschneider (www.nessis-tierwelt.de.tl)
 
02.07.2007
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Schau mal hier: Erfahrungsbericht: Kaiserschnitt bei einer Katze . Dort wird jeder fündig!
Yvie-Chan

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also mein kleiner süsser ist auch eine kaiserschnittgeburt...
er hatte ursprünglich noch ein kleines geschwissterchen, das aber leider in der nacht noch an einem zu schwachen herzen gestorben ist! v___v

nach aussage meines tierarztes ist er aber auch völlig gesund und ich muss mir keine sorgen machen...


hattet ihr auch schon mal kleine kaiserschnittgeburten???
 
Loreley1

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Also bei meinen Katzen und den fremden scheuen Katzen in unserer Gegend war zum Glück noch nie eine Kaiserschnittgeburt notwendig.
 
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Frühlein

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Hab für einen Kaiserschnitt 400€ bezahlt, nur mal so nebenbei!
 
Chanel1

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ich 600,- und leider hat das Baby nicht überlebt!
LG Chanel
 
Yvie-Chan

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hm...
heisst das ich kann von glück reden das mein kleiner durchgekommen ist??? Ö___ö
 
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Frühlein

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Bei meiner letzten haben es alle überlebt aber auch nur deshalb weil wir schnell gehandelt haben.
 
Yvie-Chan

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Gut zu wissen...
dann freu ich mich das meiner gut durchgekommen ist! ^^
 
Nessi

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Weil Ihr die Kosten gerade einwerft:

Ich habe für den KS inkl. Direktversorgung der Kitten während der Geburt, Blutabnahme, Serumgewinnung aus dem Blut, Wundkontrolle, Kastration sage und schreibe 160€ bezahlt...

Nenn ich nen fairen Preis und das, obwohl mit Ärztin auch zwei Arzthelferinen mit Zugange waren.

Und GsD haben unsere vier Kitten und die Mama den Kaiserschnitt gut überstanden und erfreuen sich bester Gesundheit.

LG Vanessa
 
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luna-nera

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Meine Zuchtkätzin hatte direkt beim 1.Wurf einen Kaiserschnitt. Es waren 2 Kitten und die Mama hatte ein zu enges Becken. Ich habe sie daraufhin sofort kastrieren lassen.

Mama und Babys sind danach schnell fit gewesen. Ich musste die Kitten nicht versorgen , hat alles gleich die Mama übernommen

LG Kristin
 
Bohemia

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Guten Morgen,

Habe eine Frage zum Thema Sectio. Ist es bei Katzen zwingend eine Kastration nach Sc. vorzunehmen? Bei uns 2 Beinern muß das ja nicht zwingend sein. Es gibt ja viel Ursachen dafür, also nicht nur Katzinnen bedingt, gibt's hier dazu Erfahrungen?
Hatte GsD noch keine ...

LG. Und einen schönen Tag

Kerstin
 
T

taralinchen

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@Kerstin: Die Katze muss nicht zwingend kastriert werden. Vor allem macht man das bei einer Zuchtkatze nicht.
Als bei meiner Naomi die Geburt nicht voran ging, weil sie eine Wehenschwäche hatte, hätte der TA nicht gleich kastriert. Und ich hätte es auch nicht gewollt.
Ich habe von erfahrenen Züchtern gehört, dass Katzen, die einen Kaiserschnitt hatten, auch die nächsten Würfe problemlos auf natürlichem Wege zur Welt gebracht haben.

Ist natürlich abhängig von, warum ein Kaiserschnitt gemacht werden muss.
 
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Memo

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Hallo
Eine Geburt mit Kaiserschnitt weil es auf normalen Weg nicht geht, wird von mir aus immer auch gleich mit kastriert. Ausnahme eventuell wenn Kitten quer gelegen hat und alle anderen normal liegen. Bei Wehschwäche mache ich keine Ausnahme.
Diese Entscheidung liegt bei jedem selber.
LG
Memo
 
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Tigermouse40

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Danke Nessi für diese super Zusammenfassung. Zum Glück ist es mir bisher erspart geblieben und ich hoffe es bleibt auch in der Zukunft so.

Liebe Grüße
Sandra
 
S

Silky

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Hallo
meine Katze hatte vor 6Wochen einen Kaiserschnitt. Ich bin Züchterin, aber bisher blieb mir diese Erfahrung espart, deshalb ging ich automatisch davon aus, dass sie gleich mit-kastriert wird.
Nun hat mir der TA gesagt, dass er sie nicht kastriert hat und man sollte sie baldmöglichst wieder decken....
Grund für die Kastration war eine Querlage. Es ist ihr 2. Wurf ( der 1. Verlief ohne Probleme) und sie ist eine fantastische Mutter, deshalb wäre ich natürlich glücklich wenn ich sie in der Zucht behalten könnte. In der Humanmedizin hat man die Sorge, dass unter der Geburt, die Naht reissen könnte, deshalb soll einer guten Vernarbung viel Zeit gelassen werden. Die Aussage meines TA ( der nicht viel Erfahrung mit Kaiserschnitt bei Katzen hat) hat mich deshalb sehr erstaunt.... Nun habe ich etwas recherchiert und musste feststellen, dass zu diesem Thema 2 unterschiedliche Meinungen vertreten werden.... Bald wieder decken, bzw. Ein Jahr warten... ( was mir viel lieber wäre....)
meine Bitte deswegen an Diejenigen, welche auf eigene Erfahrungen zurück greifen können, wie habt ihr das gemacht und wie ging es aus....
Danke schon mal....
 
CzaCza

CzaCza

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Natürlich kann und darf ein TA ohne Rücksprache oder dem Auftrag des Patientenbesitzers nicht einfach bei einem KS eine Katze kastrieren, das wäre Sachbeschädigung. Außerdem entstehen bei einer zusätzlichen Kastration auch zusätzliche Kosten. Einfach mal in die GOT gucken. Hat er denn vor dem KS nicht mir Dir darüber gesprochen?

Bei der Betrachtung, ob eine Katze bei einem KS gleich kastriert wird, sollte man zunächst einmal bei den Gründen für einen KS unterscheiden. Zum Einen gibt es genetische Veranlagungen/Dispositionen (dazu muss man Linienkenntnisse haben), zum Anderen gibt es Fälle, wie Kitten liegt quer, oder ist zu groß, die zufällig auftreten können.

Ich habe bei meinem ersten KS den TA gebeten, die Katze gleich kastrieren zu lassen, er hat das abgelehnt, mit der Begründung, dass die Katze beim zweiten Wurf durchaus normal Kitten zur Welt bringen kann. Die Wartezeit bis zur erneuten Eindeckung wurde von diesen, der auf dem Gebiet eine Koriphäe ist, mit mindestens einem halben Jahr angegeben, damit die Narben gut verheilen können.
 
M

MausCat

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Also, wenn ich das so lese, bereits 2. Wurf, Kaiserschnitt, ich würde der Katze zuliebe sie nun kastrieren lassen.
 
CzaCza

CzaCza

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Sorry, sehe ich nicht so. 1. Wissen wir nicht über die Kstze, weder Rasse, noch Alter, noch
Den Abstand zwischen den beiden Würfen. 2. Bedeutet es nicht zwingend "Einmal KS = immer KS". 3. Angenommen, die
Katze ist erst 2 Jahre alt und hatte nun ihren 2 Wurf ohne Ks bekommen,
Dann würde sie auch nicht aus der Zucht genommen werden, wenn si eine
Optimale Zuchtkatze ist, was an dieser Stelle nur die
Besitzerin beurteilen kann.

Auf der anderen Seite werden Züchter als Durchgangslager betitelt, die nur
2 Würfe oder weniger mit einem Zuchttier machen.

Ohne weitere Informationen und Linienkenntnisse ist die Lage schwer zu beurteilen.
 
S

Silky

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Danke für die Antworten und In-Puts.... Eigentlich hatte ich ja gehofft, von direkt Betroffenen etwas zu ihren Erfahrungen zu hören. Ob sich die Katze grundsätzlich dazu eignet, normal zu gebären etc. waren natürlich meine ersten Überlegungen ( dazu habe ich selbstverständlich auch ihre Vorfahren berücksichtigt). Wäre hierzu ein Nein, müsste ich mir die Frage nach dem besten Zeitpunkt für eine nächste Trächtigkeit nicht mehr überlegen, dann würde sie kastriert und dürfte trotzdem bei uns bleiben.
Die Antwort von CzaCza, mit der Empfehlung des erfahrenen TA, mindestens ein halbes Jahr zu warten ist mir aber schon eine riesige Hilfe DANKE. Dies bestärkt mich darin ihr auch die nötige Erholungszeit zu geben und dann kann ich mir auch in aller Ruhe überlegen, ob ich sie letztlich nicht doch noch kastrieren lasse, wenn die Kitten dann mal ausgezogen sind...
 
CzaCza

CzaCza

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Ich hatte eine Katze, die nach einem KS einen zweiten Wurf 1 Jahr später bekommen hat, leider auch wieder mit KS. Hier waren eindeutig Wehenschwäche der Grund. Da ihre Tochter aus dem ersten Wurf auch eine Wehenschwäche bei ihrem 1 Wurf hatte und ich in der Zwischenzeit erfahren hatte, dass andere weibliche Verwandte ebenfalls Wehenschwächen zeigten, habe ich bei mir die gesamte Linie aus der Zucht genommen, inkl. aller Kater, die sicherlich keine Wehenschwäche bekommen können, aber ich eben davon ausgehen muss, dass es eine genetische Disposition ist, die ein Kater an seine weiblichen Nachkommen vereben kann.
 
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