Streitereien bei Böcken und Verhalten

Diskutiere Streitereien bei Böcken und Verhalten im Krankheiten und Kastration Forum im Bereich Meerschweinchen; Ich halte 4 Böcke in einem großen Käfig, sie haben immer Heu und 1-3 mal Wöchentlich auslauf. Seit einem Monat kommt es immer wieder zu...
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carlii

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Ich halte 4 Böcke in einem großen Käfig, sie haben immer Heu und 1-3 mal Wöchentlich auslauf. Seit einem Monat kommt es immer wieder zu streitereien. Heute haben sich 2 gestritten und das eine hat jetzt einen 1 cm langen riss im Ohr. Auch scharrt es seit heute im Boden und auf Handtüchern (im Auslauf vorhanden) und beißt in dem UNtergrund.
Soll ich jetzt zum TA?
Es wäre gut wenn ich heute eine ANtwort bekommen würde weil ja morgen keiner offen hat.
Soll ich sie jetzt in 2er Gruppen Aufteilen?
 
02.03.2018
#1
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Schau mal hier: Streitereien bei Böcken und Verhalten . Dort wird jeder fündig!
rosinante

rosinante

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Mit diesen Informationen kann dir keiner was hilfreiches sagen. Aber wenn du dir Sorgen machst, dass gesundheitlich etwas im Argen liegt, solltest du sie immer einem meerschweinkundigen Tierarzt vorstellen.

Die wichtigsten Dinge, die man noch wissen müsste, um die Situation grob einschätzen zu können:

*Wie groß ist der Käfig? Man rechnet bei der Bockhaltung mindestens 1m² pro Tier.

*Wie alt sind die Tiere? Wie lange sitzen sie schon zusammen?
 
Hexle

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Scharren und beissen kenne ich eindeutig von einem Böckchen, das Schmerzen hatte und Tage drauf einen Abszess entwickelte. Checke ihn genau! Ich sage da ist oder kommt was....
 
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Flora_sk

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Ich halte 4 Böcke in einem großen Käfig, sie haben immer Heu und 1-3 mal Wöchentlich auslauf. Seit einem Monat kommt es immer wieder zu streitereien. Heute haben sich 2 gestritten und das eine hat jetzt einen 1 cm langen riss im Ohr. Auch scharrt es seit heute im Boden und auf Handtüchern (im Auslauf vorhanden) und beißt in dem UNtergrund.
Soll ich jetzt zum TA?
Es wäre gut wenn ich heute eine ANtwort bekommen würde weil ja morgen keiner offen hat.
Soll ich sie jetzt in 2er Gruppen Aufteilen?
Wenn ich die Stichworte "4 Böcke" (unkastriert, nehme ich an:eek2:) und "Käfig" lese, stehen bei mir sämtliche Alarmanlagen auf Rot! :eek:

Wie Rosinante schon schrieb, müsstest Du aber etwas mehr Angaben machen zu den Details.
Bitte lass zumindest denjenigen, der scharrt und in den Untergrund beisst, vom TA untersuchen. Ich würde als ersten Verdacht mal auf Milben tippen (häufig bei Gruppen-Stress mit 4 Böcken).
Ein Grabmilben-Befall ist sehr schmerzhaft und quälend (nein, die Grabmilben sieht man nicht, die leben in der Haut) und einer der häufigsten Folgen von unkastrierter Bockhaltung auf zu engem(?) Raum.

Es ist richtig, dass Du Dich hier gemeldet hast, um mehr Informationen zu erhalten. Den Böcken muss so rasch wie möglich geholfen werden.
Alles Gute!
 
C

carlii

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Also ein Bock ist 3 Jahre alt und im Alter von knapp über einem Jahr kastriert worden weil er zu einem Weibchenrudel sollte.
Der Käfig ist ca. 3 qm groß. (ohne Etage). Die anderen sind ca. 11 Monate und zwei mal 10 Monat. Sie Jungen Böcke sitzen zussammen seitdem sie von ihren Müttern weg sind. Der große kam im OKtober dazu. Die Rappelphase hatten sie eigentlich schon durch.
Zum Thema Milben, müsste man da nicht eigentlich Kratzwunden sehen?
Flora, Wo hältst du denn deine Tiere wenn nicht im Käfig?
Sie bekommen doch auch Auslauf.
Das das Gruppenleben für sie Anstrengent ist kann ich mir gut vorstellen un ich kann ohne Probleme trennen, da ich noch einen Käfig überhabe. Könnten sie dan Zeitlich versetzt in den selben Auslauf?
 
A

Angelika

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Scharren und in den Boden beißen bzw. Einstreu fressen ist immer ein Zeichen von Stress, psychisch oder physisch infolge von Krankheiten.
Kein Käfig kann groß genug für 4 Meerschweinchen, geschweige denn vier unkastrierte Böcke, sein. Meiner Erfahrung nach brauchen MS sehr viel Laufstrecke (in gerader Richtung und auf einer Ebene), mindestens 2 m, um bei einer Auseinandersetzung ausweichen zu können (weiter wurde hier jedenfalls ein Widersacher noch nie verfolgt).
Erste Maßnahme also könnte sein, den Tieren mehr Platz zu verschaffen, bzw. die Strecken zu verlängern.
Zweites würde ich mit dem gestressten Tier, wie auch die anderen geraten haben, zum Tierarzt gehen - denn es kann sein, dass eine Erkrankung die Ursache ist. Erkrankt ein Tier, merken das die anderen, und es tut sich was in der Rangordnung, bis hin zu blutigen Kämpfen.
Drittens: Bei MS gibt es nicht nur eine Rappelphase. Ich halte seit 22 Jahren Böcke und Kastraten, und bemerke drei Altersstufen, in denen die Jungs der Hafer sticht: Mit drei Monaten, mit 6-7 Monaten, und noch einmal so ab dem 10. Monat. Das würde für deine Jungs auch gerade passen. Charakterlich und rangmäßig gefestigt habe ich sie immer so ab 1,5 Jahren erlebt.
Und es kann immer sein, dass es irgendwann nicht mehr harmoniert ... irgendwann hatte ich statt einer Gruppe mit drei, vier Tieren erst zwei und dann sogar drei Gruppen mit 10 Tieren (und die waren alle kastriert bzw. frühkastriert!) ... und so gut wie kein Wohnzimmer mehr.
 
rosinante

rosinante

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Flora, Wo hältst du denn deine Tiere wenn nicht im Käfig?

Nur mal zur Definition des Wortes Käfig: Damit wird in der Regel das bezeichnet, was im Zooladen rumsteht: 100 bis 160 cm lang, mit Kunststoffwanne und einem Gitteroberteil. Selbst die größten Käfige sind für Meeris zu klein, wenn nicht ein frei zugänglicher Dauerauslauf angeschlossen ist.

Alles andere wird hier im Forum als Gehege oder Eigenbau bezeichnet und wenn du von 3m² Grundfläche schreibst, wirst du vermutlich einen solchen meinen.

Magst du mal ein Foto einstellen? Dann kann man dir evtl. Tipps geben, ob es an deinem Gehege etwas zu verbessern gibt.
 
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carlii

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Ja, Gebe ich dann rein, er ist aus Verschiedenen Käfigen und deren Bestandteilen zusammengebastelt
 
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Schokofuchs

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Wie rosinante doch schon gesagt hat: Die allgemeine Definition von "Käfig" ist ein zu kleiner Gitterkäfig aus dem Zoohandel. Eigenbauten mit gewisser Größe, also das, was "dein Käfig" wäre, fallen in die Kategorie "Gehege" - weil die meisten hier Käfig mit dem verbinden, was ein Gittergefängnis für die Wusels ist.
 
Flora_sk

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Flora, Wo hältst du denn deine Tiere wenn nicht im Käfig?
Wie die andern schon erklärten, verstehen wir alle unter "Käfig" die gekauften Gitterdinge aus dem Zooladen, welche generell alle viel zu klein sind für eine artgerechte Schweinchenhaltung, für vier Böcke natürlich schon grad gar nicht.
Du findest sehr viele Erklärungen und Anleitungen zu Gehegen hier im Forum. Ausserdem könntest Du Dich auf Nager-Infos Gehege informieren, wie man ganz einfach ein Gehege baut (in Kurzform: Bretter hochstellen und verkleben oder verschrauben, Bodenschutz hinlegen, einstreuen, Einrichtung ohne Engstellen, keine Häuser, sondern Unterstände oder Tunnels, mehrere Heuberge, fertig).

Ja, Gebe ich dann rein, er ist aus Verschiedenen Käfigen und deren Bestandteilen zusammengebastelt
Ja, mach das bitte mal. Du kannst einfach ein Bild hochladen direkt beim Schreiben Deines Beitrags, s. unten rechts.

PS. Ach ja, noch vergessen... "Auslauf" kann niemals ein grosses, gut strukturiertes Gehege ersetzen. 4 Böcke brauchen dauerhaft, 24 Std. pro Tag, 7 Tage die Woche ein sehr, sehr grosses Gehege (4 m2 mindestens, mehr wäre besser).
 
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Picasso

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Hallo,
danke für die Bilder. Man kann einen ersten Eindruck bekommen, und vielleicht helfen ein paar Tipps ja weiter, Deinen Jungs den Platz optimaler zu gestalten.

Ich bin seit Jahren überzeugter Jungs-Gruppenhalter, und habe bisher Erfahrung mit 4er Kastratengruppe und aktuell eine Sechser-WG mit kastrierten Jungs unterschiedlichen Alters.
Ich schreibe mal, was mir so auf- und einfällt.

Gehege:
Dein Gehege ist zusammengesetzt aus verschiedenen Einzelteilen. Du erreichst damit warscheinlich die genannte Grundfläche, allerdings steht diese Deinen Jungs nicht optimal zur Verfügung, da sie keine durchgehend nutzbare Fläche haben.
Ideal:
- mind. 1 qm/ Tier wie schon geschrieben
- Diese Fläche sollte den Tieren weitestgehend als eine Fläche zur Verfügung stehen
- Struktur reinbringen mit Häuschen (mit zwei Eingängen, damit sie sich aus dem Weg gehen können), Unterständen, Weidenbrücken, Tunneln, ...
- aufpassen, dass keine Sackgassen entstehen, die Tiere sollten immer einen Fluchtweg haben

Ich habe einzelne Gitterelemente gesehen. Vielleicht hast Du die Möglichkeit damit eine größere Fläche abzutrennen und als Gehege einzurichten. Mach doch noch mal eine Gesamtaufnahme. Wo steht Dein Gehege?

Futterstellen:
- ich biete hin und wieder Futter in Näpfen an, meist Kräuter, oder getreidefreies Futter, allerdings nur wenig. Da ich die Tiere in Außenhaltung habe, eigentlich nur im Herbst/ Winter
- stell so viele Näpfe auf, das jeder einen hat
- Frischfutter verteile ich über eine größere Fläche, so dass sich alle in Ruhe was aussuchen können
- nicht auf einen Haufen, oder in einem Napf anbieten
- Heu gebe ich auch in einem großen Haufen, und an zwei Stellen (sie fressen gerne zusammen, aber mit Abstand ... )
- Wasser habe ich in zwei Näpfen

Gruppenzusammensetzung:
Ein Tier bei Dir ist älter, die anderen drei gleichalt. Nicht ganz glücklich. Hatte ich in meiner ersten Gruppe auch. Mit der Zeit hat sich eine Rangordnung eingestellt.
Kannst Du eine Rangordnung erkennen, oder zumindestens den Chef?
Beobachte Deine Tiere. Sie haben alle eigene Charakter. Du wirst schnell merken, wer der Chef ist, oder sein will. er sich aus allem raushält, wer frech ist und rumstänkert.
Ob es einen Unterschied macht, wenn alle kastriert sind kann ich nicht eurteilen. Ich habe immer nur Kastrate gehalten. Aus den verschiedensten Gründen und kann es Dir auch nur raten alle kastrieren zu lassen. Das macht nicht zwingend einen Unterschied aus was das Verhalten angeht, aber es vereinfacht es, falls die Gruppe in der Form nicht bestehen bleibt.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es nicht nur eine "Rappelphase" gibt. Hier kommt sie jährlich wieder. Klar, je älter sie werden, desto ruhiger sind sie meiner Meinung nach, aber es wird immer wieder geschaut, wie denn der Stand in der Gruppe so ist.

Wichtig ist sie zu beobachten. Ein bischen gezanke ist OK. Es dürfen aber keine ernsten Kämpfe entstehen. Du kannst am Besten einschätzen wie sie untereinander sind.

Wenn Du ein wenig Lust auf Infos hast, kannst Du in meinem Jungs-WG Report nachlesen. Da steht noch einiges drin was vielleicht hilft.
Eine Jungs-WG erzählt
 
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Angelika

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Wie es aussieht, fehlen freie Rennstrecken (die ein richtites Ausweichen möglich machen) völlig. Der Regalbau ist leider völlig ungeeignet, die Strecken sind zu kurz, und durch die Fallgruben (Übergänge zwischen den Etagen) auch nicht voll nutzbar.
Meerschweinen flitzen sehr gerne, sie schlagen Haken, hüpfen, dazu brauchen sie freie Fläche. Wie Picasso schrieb: Dieses Nebeneinander mehrerer Käfigoberteile etc. schafft nur theoretisch Platz, real stehen die Tiere wie es aussieht immer nach max. einem Meter vor einer Wand.
Ein großes, abwechslungsreiches Bodengehege könnte viel zur Entspannung beitragen.
 
Flora_sk

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Ich schliesse mich den andern an, das Gehege ist leider vollkommen ungeeignet für Meerschweinchen-Haltung, für Böcke(!) schon gar nicht. Kein Wunder, dass sie Stress haben und offenbar auch bereits Krankheiten ausbrechen wie Milbenbefall.

Meerschweinen flitzen sehr gerne, sie schlagen Haken, hüpfen, dazu brauchen sie freie Fläche.
Ich möchte das sogar noch etwas "verschärft" formulieren... sie flitzen nicht nur sehr gerne, sondern grad bei Streitereien sind sie darauf angewiesen, dass der Rangtiefere flüchten kann. Eine Fluchtstrecke ist je nach Konflikt 1.5 - 2 m lang... eine völlige Unmöglichkeit in der jetzigen Haltung.:aehm:

Ich würde Dir einen kompletten Neu-Beginn raten:
- alle noch unkastrierten gleichzeitig(!) kastrieren lassen
- ein völlig neues, ebenerdiges Gehege bauen aus Gitter-Elementen oder hochgestellten Brettern. Das Schöne bei Meerschweinchen ist, dass sie im Normalfall weder klettern noch springen (deshalb ist auch der Regalbau völlig ungeeignet, sogar gefährlich). Das heisst, sie brauchen keine hohen Wände.
- wenn alle kastriert sind und das neue Gehege bereit steht, alle miteinander in dieses neue, grossflächige Gehege setzen. Dann sind sie erst mal beschäftigt, keiner hat einen Heimvorteil und es kehrt möglicherweise Ruhe ein.

Ganz wichtig: Wo steht dieses Gehege? Drinnen, draussen, in einer Scheune? Kannst Du das noch näher bezeichnen?

Falls es frei zugänglich wäre, also draussen irgendwo, dann wäre die Sache etwas schwieriger, weil Du dann raubtiersicher bauen müsstest. Denk an Nachbars-Katzen, Hunde, Füchse und Marder, die überall sind. Aber auch das ist lösbar, nur ist der Aufwand bedeutend höher.

Warst Du schon beim Tierarzt mit dem "Scharrer?"
 
Quano

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Meersäulioldie
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Ich schliesse mich den andern an, das Gehege ist leider vollkommen ungeeignet für Meerschweinchen-Haltung, für Böcke(!) schon gar nicht. Kein Wunder, dass sie Stress haben und offenbar auch bereits Krankheiten ausbrechen wie Milbenbefall.


Ich möchte das sogar noch etwas "verschärft" formulieren... sie flitzen nicht nur sehr gerne, sondern grad bei Streitereien sind sie darauf angewiesen, dass der Rangtiefere flüchten kann. Eine Fluchtstrecke ist je nach Konflikt 1.5 - 2 m lang... eine völlige Unmöglichkeit in der jetzigen Haltung.:aehm:

- alle noch unkastrierten gleichzeitig(!) kastrieren lassen
"
Da sprech ich aus jahrelanger Erfahrung. Meine Kastraten haben 2,50m x 2,00m Platz und auch die streiten manchmal. Da kann ich zuschauen, wie der eine abflitzt, der ander hinterher, aber in kürzester Zeit kehrt wieder Ruhe ein, weil das gut strukturierte Gehege genug Platz zum Rennen bietet aber auch genug Unterstände, wo abgebogen werden kann und es dem "streitsüchtigen" Bube entweder zu blöd wird hinterher zu rennen oder aber der beanspruchte Platz ihm nun zur Verfügung steht. Deshalb ist flache, grosse Ebene so wichtig!
 
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carlii

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Also, sie stehen Nachts, im Winter und wenn es zu heiß ist in einem Schuppenm in dem es nie kälter als 10° wird.
Sie alle zu kastrieren bringt in meinen Augen nichts, weil ich ab einem gewissen Alter doch sowieso keine Enderung zeigen wird.
Der Schuppen ist im Haus integriert, jedoch führt die Tür nach außen. Ich kenne die Schweine schon lange und halte seit 5 Jahren welche.
Beim Füttern gebe ich an Verschiedenen stellen Heu und 400g Frischfutter. Ausserdem ab und zu Getreidefreies TRockenfutter und im Sommer viel Gras.
Mit dem Scharrer war ich nicht beim TA, weil ich jetzt erstmal versuche umzubauen und dannsehe wie es läuft.
Die zwei Rangniedrigsten Tiere sind gute Freunde, sie teilen sich sogar manchmal das Futter und streiten eigentlich nie. Die anderen beiden Tiere sind da ganz anders. Ich erkenne keinen Anführer. Der Scharrer ist einer der beidewn. Er ist selbst für ein Meerschweinchen etwas dümmer und scheint keine Angst zu kennen.
 
rosinante

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Kastration bringt insofern immer was, als dass jedes deiner Tiere die Chance hat, mit Weibchen vergesellschaftet zu werden, wenn seine Partnertiere verstorben sind. Denn das ist ja oft das Problem bei Tieren in Bockgruppen: eines bleibt am Ende übrig, ist dann vielleicht auch schon 6 Jahre und dann findet man nicht mal eben so ein neues männliches Partnertier.

Und ich denke schon, dass bei einjährigen Tieren eine Kastration noch viel Ruhe reinbringen kann. Überleg dir das also nochmal.


Vielleicht entspannt sich die Situation ja wirklich, wenn du das Gehege umbaust. Aber halte den "Scharrer" gut im Auge, wiege ihn regelmäßig (sollte man ja ohnehin tun, weil das ein guter Krankheits- und Stressindikator ist), falls sich doch noch gesundheitliche Probleme einstellen.

Vielleicht zeigst du dann auch Fotos nach dem Umbau, das kann ja auch für andere User interessant sein.
 
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carlii

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rosinante

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Och, Baufortschritte sind doch auch interessant zu sehen.:nuts:

Und denk dran, wenn es jetzt schon kriselt, kann das jederzeit eskalieren. Und dann nützt auch eine Gehege-Verbesserung nichts mehr! Also lieber erstmal provisorisch mehr Raum schaffen, auch wenns nicht so dekorativ ist, als auf das perfekte Gehege zu sparen und den großen Knall zu risikieren.
 
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OhLaLa

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Kastration ist immer sinnvoll, umso früher umso besser.

Zum einen nehmen die Hormone ab. Das Aggressionspotenzial sinkt, die Wahrscheinlichkeit auf dauerhafte Verträglichkeit steigt. Natürlich macht eine Kastra aus einem Macho keinen Softie, aber die geringere Hormonmenge fördert ein friedliches Zusammenleben.

Zum anderen ist Kastration Vorsorge. Gerade bei Bubengruppen besteht immer das Risiko, dass es irgendwann doch nicht mehr klappt und man den ein oder anderen aus der Gruppe nehmen muss. Oder irgendwann bleibt einer alleine übrig. Für unkastrierte Böcke, die ggf. keine Fans (mehr) von anderen Jungs sind, ist es schwer, eine Lösung zu finden, insb. wenn sie schon ins Alter gekommen sind. Möchte man dann erst kastrieren, hat man ggf. ein erhöhtes Narkoserisiko aufgrund des Alters oder erster Wehwehchen. Zudem muss der arme erstmal 6 Wochen in Einzelhaft leben, bis er zu Weibchen darf. Für ein hochsoziales Rudeltier sind 6 Wochen alleine sehr lange und sehr einsam.
Kastrate haben es da wesentlich einfacher im Leben.

Solltest du irgendwann neue Schweinchen zukaufen, wäre mein Rat, gleich schon fertige Kastrate zu kaufen. Die meisten Züchter lassen auf Wunsch (früh)kastrieren. Einige geben sogar grundsätzlich nur kastrierte Jungs ab, auch in Bubengruppen. Von Notstationen erhält man ebenfalls fertige Kastrate.
 
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