Ovarialzysten–OP oder andere Alternativen

Diskutiere Ovarialzysten–OP oder andere Alternativen im Krankheiten und Kastration Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo, ich war heute mit unserer Snoopy (geb. März 2014) in der Tierklinik. Es wurden Zysten bei ihr festgestellt (per Ultraschall). Links 1,39...
Susel

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Hallo,

ich war heute mit unserer Snoopy (geb. März 2014) in der Tierklinik. Es wurden Zysten bei ihr festgestellt (per Ultraschall). Links 1,39 cm und rechts konnte man nicht so gut erkennen, aber da ist auch etwas vorhanden.
Die Tierärztin (hat selbst drei Schweinchen) rät zu einer Operation.
Alle anderen Mittel würden nichts bringen bzw. die Nebenwirkungen sind zu beachten. Auch eine Punktion führt sie nicht durch.

Eigentlich wäre eine Op unsere letzte Alternative gewesen, weil alle Schweinchen die wir operiert lassen haben, sind danach verstorben, trotz päppeln usw.
Wir hängen sehr an diesem kleinen Schweinchen.

Sie ist momentan in einem guten Allgemeinzustand. Sie gehört eher zu der Sorte Kleinschwein mit einem Gewicht von 850g.
Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter und einem Kastraten.

Was für Erfahrungen habt ihr gemacht?

Liebe Grüße
Susann
 
02.11.2017
#1
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ujann1967

ujann1967

Meerschweinchen-Chef
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Hallo Susann,
das ist tatsächlich ein schwieriges Thema. Unser Gretchen hatte auch Ovarialzysten, die relativ groß waren aber keine Verhaltensauffälligkeiten hervorgerufen haben. Prinzipiell haben sie das Schweinchen wohl nicht gestört. Behandelt wurde mit Homöopathie und auch mit Hormonspritzen. Es war ein auf und ab. Die Zysten sind mal etwas geschrumpft, dann wurden sie wieder größer. Homöopathie hat nur anfangs gewirkt, genauso wie die Hormone. Eine Heilung war damit nicht möglich. Es ist natürlich ein Rieseneingriff die Zysten zu entfernen und dann auch die Gebärmutter. Nach unserer Erfahrung würde ich das Schweinchen konventionell behandeln. Über eine OP würde ich erst nachdenken, wenn die Lebensqualität stark eingeschränkt ist. Viel Erfolg. LG Uli
 
Susel

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Vielen Dank für Deine Antwort.

Sie zeigt soweit auch keine Auffälligkeiten. Wir würden es auch gern erst mit Homöopathie versuchen. Aber das macht halt die Tierklinik nicht mit bzw. bekomme ich keine Medikamente.

Natürlich soll auch die Op nicht zu spät stattfinden. Aber die Tierklinik räumte uns auch Bedenkzeit ein und meint, dass es noch nicht ganz so dringend ist.
 
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Bobnzorro

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Wenn das Schweinchen jung und fit ist würde ich operieren UND ich würde nicht zu lange damit warten.

Warum? Ich habe es aus verschiedenen Gründen bei meiner IO nicht gemacht sie letztlich verloren. Hinterher ist man leider immer schlauer.

Mein Schweinchen war ein Herzschweichen, gut eingestellt mit Medies. Darum haben wir eine OP immer ausgeschlossen. Sie bekam sowohl homöopathische Mittel wie auch Hormonspritzen und das ging auch eine Weile gut.

Ein gutes Jahr nach der ersten Hormonspritze kam aber was immer zu befürchten ist, aus den Zysten wurde Krebs. Jetzt war die OP die letzte Hoffnung und kam leider zu spät. Der Tumor war zu groß und verwachsen, der Eingriff zu heftig. Kreislaufmäßig hat IO die OP sogar gut überstanden, aber ca 24h nach OP waren Schmerzen und Komplikationen so heftig, dass die TÄ sie erlösen mußte.

Heute denke ich, dass wenn ich IO gleich nach der Diagnose hätte kastrieren lassen wäre sie heute wahrscheinlich noch am leben. Darum wird MEIN nächstes Zystenschweinchen, sollte es noch jung und fit sein, sofort kastriert.
 
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Traudl

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Nur würde ich auch nicht zu lange warten. Mit dem Alter steigt das OP Risiko. Umsomehr da Hormonstörungen Blutbildveränderungen machen können.
 
flauschi

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Flauschifan
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Ich würde sie nicht operieten,solche OP's sind sehr schwer und die meisten werden nicht überlebt.Ich stehe,wie viele wissen,solchen OP's sehr kritisch gegenüber.Ich würde ihr eine schöne Zeit geben.Ich hatte auch mal ein Zystenflauschi,meine Tierärztin hat nicht zu einer OP geraten.
Du kannst es mit Mönchspfeffer versuchen.Das ist das top Kraut bei Hormongeschichten.Leider weiß ich keine Dosierung.Wenn es das als Globoli gibt würde ich eine D1 Potenz wählen.
Alles Gute.
 
Susel

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Vielen Dank für eure ehrlichen Meinungen.

Laut der Ärtztin sollen wir die nächste Brünstigkeit abwarten und schauen, wie sie so drauf ist. Wir können danach gern nochmal kommen und schauen wie schnell und ob die Zysten wachsen. Vielleicht sollten wir in der Zwischenzeit eine Alternative probieren.

Sie meinte, es wäre auch kein großer Schnitt der durchgeführt wird. Jeweils links und rechts ein Schnitt und da werden die Eierstöcke entfernt. Snoopy hat aber große Probleme aus der Narkose aufzuwachen. Wir haben sie schon fast einmal verloren als sie an einem Atherom operiert wurde. Deshalb sind wir sehr vorsichtig bei ihr.
 
hoppla

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Gebrauchtschweinbesitzer
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Ich würde so eine Op nur machen, wenn die Tierärztin darin erfahren ist und auch gute Chancen hat, das Tier durchzubringen. Sprich sie doch mal gezielt darauf an, wie die Überlebensrate nach einer Op bei ihr so ist.
Meine Tä behandelt ausschließlich kleine Heimtiere ( also keine Hunde, Katzen und so) und da stehen die Chancen so eine Op zu überleben sehr gut, sofern die Tiere noch fit sind.
Je länger man aber wartet - bis es eben nicht mehr geht - desto höher ist das Risiko, dass das Tier die OP nicht überlebt.

Hier haben auch schon 5-jährige Tiere größere OPs überlebt. Allerdings haben die Mädels bei Kastras immer vorher Ovogest bekommen...

Schau mal hier, da gibt's auch nochmal Infos:
Ovarialzysten – Meerschweinchenwiese
 
Susel

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Also die Tierklinik ist auf Klein- und Heimtiere spezialisiert. Die Tierärztin selbst hat auch drei Schweinchen und ein weibliches hat sie selbst dreimal operiert und es ist immer gut gegangen.

Ich habe sie auf die Überlebenschancen angesprochen und sie meinte, manche schaffen es und manche halt nicht. Eine Garantie kann man nie geben.

Die verlinkte Seite schaue ich mir an, vielen Dank dafür.

Das hatten wir zu dem Thema gefunden:

https://www.tierarztpraxis-zinke.de...ng+von+Ovarialzysten+beim+Meerschweinchen.pdf
 
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Zergo

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Des Teufels Zahnweh
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Hallo !

Schwierige Frage mit der OP Ja/Nein. Wie ist denn das Tier allgemein vom Verhalten. Habt ihr denn gemerkt, dass sie sich anders verhält ? Nur weil die Zysten da sind, heisst ja nicht dass sie auch Probleme bereiten. Zysten kommen ja häufiger vor. Wir haben hier bei uns auch schon Tiere mit Hormeel und Ovarium behandelt und die haben meist recht gut drauf angesprochen. Ich glaube wenn es unser Tier wäre, würden wir den Eingriff nicht sofort durchführen lassen und erst mal Alternativen eine Chance geben und beobachten und ggf. dann entscheiden.

VG
Holger
 
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Paperhearts

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Wir haben hier bei uns auch schon Tiere mit Hormeel und Ovarium behandelt und die haben meist recht gut drauf angesprochen. Ich glaube wenn es unser Tier wäre, würden wir den Eingriff nicht sofort durchführen lassen und erst mal Alternativen eine Chance geben und beobachten und ggf. dann entscheiden.
Dem schließe ich mich an.
Ich habe bei einem älteren Schwein, dessen Allgemeinzustand durch die Zysten stark angeschlagen war, alles soweit mit Ovarium im Griff, dass sie gut damit leben kann. Es gibt Phasen, da hat sie hormonell bedingt etwas zu kämpfen, ist dann seeehr empfindlich (ich würde fast schon sagen: melodramatisch :aehm:), wenn andere Schweinchen sie anzicken, aber sonst hat sich ihr Zustand, seit ich Ovarium gebe, deutlich verbessert. Die Zysten sind noch da – manchmal kleiner, manchmal größer –, beeinträchtigen sie aber nicht – bis auf dass sie zwischendurch eben manchmal etwas „melodramatisch“ ist.
Bei einem 6 1/2-jährigen Schweinchen ist mir das OP-Risiko einfach viel zu hoch.Zum Glück bin ich an eine TÄ geraten, die das auch so sieht und von sich aus erst mal eine homöopathische Behandlung vorgeschlagen hat.
 
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NotschweinchenHalterin
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Hallo Susann,
aus heutiger Sicht wäre eine OP für mich nur die allerletzte Möglichkeit.
Alles Gute für euch!
 
Traudl

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Ich denke, das OP Risiko steht und fällt mit der Erfahrung des TA. Deshalb würde ich auch erst mal fragen, wie oft der TA es macht.
 
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Susel

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Snoopy war wie immer brünstig und diesmal dauerte die die Brommseligkeit ein paar Tage länger und Rufus hatte keine Ruhe vor ihr. Deswegen bin ich zum Tierarzt. Ich hatte Mittwoch angerufen und war Donnerstag dort, da war aber Snoopy wieder wie immer und es herrschte Frieden im Stall.

Auch jetzt, alles ruhig. Sie hat keinen Fellverlust und auch keine Gewichtsabnahme.

Wäre die etwas länger dauernde Bromselligkeit nicht gewesen, wäre nichts aufgefallen.
 
L

lydiredangel

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Meine Coco hatte schon in relativ jungen Jahren immer wieder Zysten mit einigen Symptomen (ua starker Haarausfall an Flanken). Homöopathie half nicht viel. Sie wurde alle paar Monate, immer wenn die Symptome wieder aufflammten, mit Hormonen behandelt und so ging es recht gut.
Mit 6 (oder fast 6 Jahren) war es mal wieder soweit, dachten wir jedenfalls. Beim Ultraschall zeigte sich aber eine größere Zuwachsung an/in der Gebärmutter. Was es genau War, haben wir nicht mehr erfahren (Langzeitfolge der Hormone??). Auch nicht, ob es mit ihrem Tod zu tun hatte. Wenige Tage später lag sie morgens tot im Eigenbau.

Bei unserer Emma zeigten sich letztes Jahr erstmals Zysten im Alter von 6 Jahren. Sie hatte Haarausfall an den Flanken, der aber wohl nachher doch eher auf Milben zurückzuführen war. Wir behandelten mit Ovaria Comp, was gut half. Aber nach einigen Wochen waren die Zysten wieder da . Machten allerdings sonst auch keine Probleme.
Sir ist kurze Zeit später an anderen Problemen gestorben.

Vor einer OP hätte ich zu viel Angst. Es wäre meine letzte Wahl, wenn das Tier mit den Zysten zu kämpfen hat und die anderen Sachen nicht helfen.

Viele Grüße
Lydia

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Enkidu

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Beim Ultraschall zeigte sich aber eine größere Zuwachsung an/in der Gebärmutter. Was es genau War, haben wir nicht mehr erfahren (Langzeitfolge der Hormone??). Auch nicht, ob es mit ihrem Tod zu tun hatte. Wenige Tage später lag sie morgens tot im Eigenbau.
Das ist eben das Problem, wenn man zu lange wartet. Dann kann sich auch ein Tumor entwickeln. Das wäre nicht passiert, wenn sie sofort operiert worden wäre.

Wenn Leute berichten, ihre Tiere hätten die OP nicht überlebt, dann liegt das sehr oft daran, dass sie zu lange gewartet haben, und das Tier schon sehr geschwächt und krank war. Macht man das früher, und hat der Tierarzt auch ein bisschen Erfahrung und stellt sich nicht total blöd an, dann sind die Überlebenschancen sehr gut, und hinterher sind die Tiere gesundheitlich wesentlich besser dran.

Homöopathie hilft definitiv nicht. Dass man trotzdem manchmal denkt, sie würde helfen, liegt daran, dass Zysten ja auch Schwankungen unterliegen. Mal ist das Tier zwei Wochen ständig brommselig, und dann wird das auch mal wieder besser, und wenn man zufällig genau da was gegeben hat, denkt man leicht, es käme von dem "Medikament" (in Anführungszeichen, denn Homöopathie ist ja keine Medizin). Das hält aber nicht an, und wenige Wochen später hat man das gleiche Problem wieder.

Mit Hormonspritzen ist es ähnlich, die wirken auch nur zeitlich befristet (aber wenigstens wirken sie manchmal wirklich).
 
Meelimama

Meelimama

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habe hier auch kandidaten eines hat große zysten eins ist hormonell aktiv. das brommsel dauert länger als normal aber hier wurde abgeraten weil ich op risiko patienten habe, wie sich bei einer blasenop auch bestätigte. sie sins jetzt 4 und leben sehr gut damit. lieber so als risiko.
 
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