Igelfamilie im Garten (und manch anderes Getier)

Diskutiere Igelfamilie im Garten (und manch anderes Getier) im Igel Forum im Bereich Wildtiere; Ein Jäger darf weder im umfriedeten Gebiet (= Ortschaft) noch in unmittelbarer Nähe schießen. Er darf überhaupt nur schießen, wenn er ersichtlich...
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Angelika

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Ein Jäger darf weder im umfriedeten Gebiet (= Ortschaft) noch in unmittelbarer Nähe schießen.
Er darf überhaupt nur schießen, wenn er ersichtlich niemanden gefährdet und Kugelfang gegeben ist - was ich 5 m von einem Hausgarten entfernt für zweifelhaft halten würde, selbst wenn bei dieser Entfernung zum umfriedeten Gebiet die Jagd erlaubt wäre, was sie definitiv nicht ist. Auch Füchse oder andere Wildtiere, die in den Siedlungen leben suchen, werden dort nicht geschossen - dafür gibt es entsprechende Fallen (nein, nicht die Schlagfallen, die Gliedmaßen zertrümmern, die sind verboten). Diese Tiere müssen gar nicht räudig sein, und sie finden neben Hausmüll bei uns genug Futter. Einmal sah ich einen gegen 17:00 Uhr am Berliner Hauptbahnhof, der war keineswegs scheu, weil er aus Erfahrung wusste, dass ihm nichts passiert -außer, dass ihm jemand ein Wurstbrötchen zuwirft (was auch passierte).
 
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jackie

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Lustig, ich hatte diesen Sommer den hiesigen Jagdaufseher im Garten, um unseren (leider eben räudigen) Fuchs zu schiessen. Und nein, wir wohnen nicht 200 Meter vom nächsten Haus entfernt :nut: (schade eigentlich, würde mir gefallen).
 
Hexle

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Ich komme aus einer Jägerfamilie. Und habe viele dadurch kennengelernt[zwangsläufig] . Viele sind fanatisch. Was vor die Flinte kommt fehlt, so habe ich das empfunden. Ich würde nicht drauf vertrauen, dass Regeln eingehalten werden
 
Marshmallow

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Lustig, ich hatte diesen Sommer den hiesigen Jagdaufseher im Garten, um unseren (leider eben räudigen) Fuchs zu schiessen. Und nein, wir wohnen nicht 200 Meter vom nächsten Haus entfernt :nut: (schade eigentlich, würde mir gefallen).

Anfang des Jahres hat sich ein Fuchs in die Siedlung verirrt, in welcher meine Mutter wohnt. Da klingelte es plötzlich an ihrer Tür. Ein Jäger, der für ein ganz anderes Gebiet zuständig war (und schon gar nicht für die Siedlung) hat den Fuchs in ihrem Garten erschossen. Über den Zaun gezielt. Mit der Ausrede, dass er Tollwut haben würde. Besoffen war der Jäger auch noch. Ich war mit meiner Mutter dann bei der Polizei. Die konnte oder wollte nichts tun obwohl uns erklärt wurde, dass es nicht erlaubt ist. Anzeige gegen unbekannt ging angeblich nicht. Dabei wäre es ein leichtes gewesen, den Keel auszuforschen, wurde nicht gemacht. Wir haben dann nur mal erfahren, dass der Fuchs keine Tollwut hatte.
 
Elvira B.

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Was soll denn das für eine Regelung sein :gruebel: ? Auch und gerade in Siedlungsnähe müssen Tiere doch geschossen werden, wenn das Risiko besteht, dass sie Menschen gefährlich werden, oder aber wenn sie krank sind. Man denke nur an Füchse, die an der Räude leiden und verzweifelt im Müll nach Nahrung suchen... logisch werden die dann geschossen.
...in der Nähe von Wohnsiedlungen darf auch kein Jäger einfach so drauf los ballern, wie schnell könnte da ein Mensch getroffen werden.

Nicht mal die vielen Wildschweine die die Vorgärten der Menschen umackern, dürfen da geschossen werden und das ist auch aus Sicherheistgründen okay.
 
Fini

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Mir sträuben sich die Nackenhaare, was ihr hier erzählt. Sicher gib es ein paar Spinner, aber grundsätzlich ist die Jagd extrem streng geregelt, da darf keiner in Menschenballungsräumen umherballern. Kranke Tiere, zb Füchse mit Räude, werden eingefangen und vom Tierarzt erlöst, so kenne ich das!
Wir haben hier Tierärzte die sich solcher Fälle annehmen.
 
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trauermantelsalmler

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Kranke Tiere, zb Füchse mit Räude, werden eingefangen und vom Tierarzt erlöst, so kenne ich das!
Ich habe das mal mit einem kranken Wildschwein in meiner Schulzeit erlebt, das lag bei einer Schulfreundin im Garten. Damals ist eine Seuche grassiert unter den Wildschweinen. Das wurde vom Förster dann dort erschossen, allerdings nicht einfach so, sondern alle möglichen Leute aus dem umliegenden Häusern mussten diese aus Sicherheitsgründen vorher verlassen.
Also da war nix mit einfach so über den Zaun schießen, das war ein ziemlicher Aufwand. Das war auch gut so, das war mitten in der Siedlung.

Einfangen und zum Tierarzt transportieren kenne ich nicht bei Wildtieren, höchstens bei sehr kleinen Tieren wie Igel oder Vögel. Ich finde das auch sehr stressig für ein Wildtier, zumal ich mich auch frage wie das bei größeren Tiere ohne Gefahr zu bewerkstelligen sein soll. Warum das Tier erst noch zu Tode ängstigen, bevor man es erlöst.

Beim Wildunfall wird ein verletztes Tier auch meist vom Förster oder Jagdpächter erschossen. Deswegen soll man einen Wildunfall ja auch sofort dem Revierförster melden, selbst wenn das Tier nach dem Unfall weg ist, damit der Jäger eine Nachsuche machen kann und das Tier erlösen kann. Ansonsten verendet es nämlich einfach über Tage elend im Wald.
 
jackie

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Also ich persönlich habe weder von „einfach über den Zaun ballern“ noch von „schiesswütigem Jäger“ etwas geschrieben. Es war der Jagdaufseher, der auf meine Bitte hergekommen ist, um das verhungernde und elendiglich leidende Jungtier zu erlösen. Er hat in unserem Garten sorgfältig eine Position gesucht, in der er gefahrlos schiessen kann. Dafür musste auch niemand evakuiert werden.
 
trauermantelsalmler

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Nein, du nicht, aber Marshmallow hat das doch geschrieben, das bei ihr jemand über den Zaun geschossen hat.
Ich habe ja niemanden persönlich hier angesprochen, das war einfach meine Antwort auf den Thread hier.
 
Schweinchenfan

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vor zwei Wochen waren hier 2 Waldmäuschen zu Gast an der Vogelfutterstelle im Garten. Täglich waren sie emsig dabei, Futterkerne zu sammeln, die sie dann in einer der beiden Nisthöhlen im Dach der Futterstelle gehortet haben. Inzwischen ist es wieder still geworden, beide sind wieder verschwunden, nur der Berg Sonnenblumenkerne in der Nisthöhle ist noch da.

DSC07507b Fofo.jpg
 
jackie

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Nein, du nicht, aber Marshmallow hat das doch geschrieben, das bei ihr jemand über den Zaun geschossen hat.
Ich habe ja niemanden persönlich hier angesprochen, das war einfach meine Antwort auf den Thread hier.
Elvira B. hat mich zitiert und etwas von „herumballern“ geschrieben ;), ebenso wie Fini.

Ist jetzt aber auch gut für mich, es darf ja hier jeder glauben, was er will, auch wenn es nicht stimmt :nut:.
 
Fini

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Nein, natürlich werden die Tiere nicht in die Praxis gebracht. Es kann aber auch sein, dass das wirklich nur bei uns in der Region so ist. Wir haben einen Tierarzt (ein Landtierarzt, der eh viel auf den Höfen unterwegs ist), der dann hinfährt. Grade bei Tieren die schon halb Tod im Garten liegen.
Bei Wildunfällen ruft man für gewöhnlich die Polizei und die informiert den Revierjäger.

Und nein Jackie es ging nicht um deine Geschichte, sondern um Isabellas, aber es kann natürlich auch sein, dass das ganze Prozedere in Österreich anders geregelt ist. Schwarze Schafe gibt es schließlich überall... Betrunken mit einer Waffe rumfuchteln und Tiere abschießen...unglaublich!
Tante Edit: Hab ich dich zitiert? Echt? - War auf jeden Fall keine Absicht!
 
Marshmallow

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Wie genau es in Österreich geregelt ist, weiß ich leider selbst nicht. Fakt ist, er hätte nicht über den Zaun ballern dürfen. Und schon gar nicht, wenn der Fuchs eindeutig gesund war und der Jäger nicht mal aus dem Gebiet kam. Aber da haben alle Jäger bei uns zusammengehalten und niemand den Kerl verpfiffen. Man stelle sich vor, der hätte einen Hund oder ein Kind erwischt. Und sich dann noch beschweren, dass er nicht gut treffen konnte, weil das Auto im Weg stand. Aber Hallo, das stand im Garten am Abstellplatz... War echt ein Trottel...
 
Tasha_01

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Idioten hast du leider überall :ohnmacht:
In Deutschland ist es aber tatsächlich sehr streng geregelt. Von wer darf was bis hin zu wo muss wie die Waffe und die Munition gelagert werden. Ich hab mal die Prüfungsunterlagen für den großen (?) Jagdschein gesehen, holla die Waldfee. Da ist wirklich viel Lernen angesagt ...

Aber mal eine andere Frage, würdet ihr in einem Mehrparteien-Haus auf dem Balkon ein Futterhäuschen aufhängen ? Wir wohnen zwar in der Stadt, aber ich würde schon gerne eine ganzjährige Fütterung anbieten. Die Wildtiere finden ja kaum noch was bei den ganzen zugebauten Gebieten :runzl:
 
Marshmallow

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Geregelt ist es bei uns auch streng, aber wie genau weiß ich nicht. Und wie man sieht, hält man sich auch teilweise nicht daran :rolleyes:
Ich hab aber bei meiner TÄ mal mitbekommen, dass dort wegen einem verletzten Reh angerufen wurde. Meine TÄ hat gleich Psnik bekommen, dass sie dort hin muss und einem anderen Kollegen in der Praxis Bescheid gegeben. Ist allerdings ein anderes Bundesland als mein Wohnort. Gut möglich, dass das unterschiedlich behandelt wird.


Bezüglich Futterhaus: ich wohne auch in einem Mehrparteienhaus (1. Stock) und habe ein Häuschen. Aber kein Vögelchen kommt :mist: die setzen sich mal aufs Balkongeländer, fliegen aber gleich wieder davon :wein:
 
jackie

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Aber mal eine andere Frage, würdet ihr in einem Mehrparteien-Haus auf dem Balkon ein Futterhäuschen aufhängen ? Wir wohnen zwar in der Stadt, aber ich würde schon gerne eine ganzjährige Fütterung anbieten. Die Wildtiere finden ja kaum noch was bei den ganzen zugebauten Gebieten :runzl:
Warum nicht? Probier doch einfach aus, ob deine Futterstelle angenommen wird. Und biete vielleicht Futter ohne (Sonnenblumenkern-)Schalen an, dann ist die Sauerei nicht ganz so gross ;) .
 
trauermantelsalmler

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Naja, manchmal muss es eben leider schon sein, siehe meinen Post. Was willst du machen wenn ein verendendes Wildschwein oder Fuchs in deinem Garten liegt :hmm:.
Man kann es ja nicht einfach langsam sterben lassen. Und direkt drangehen und ein Spritze geben wäre für den TA doch zu gefährlich, wer weiss ob es in Panik nicht doch noch mal alle Kräfte aufbringt und aufspringt und sich verteidigen will. Damals hatten wir Kinder es ja entdeckt, also war nicht auszuschließen dass irgend ein anderes Kind hingeht und es anfasst und dann verletzt wird oder krank wird.
Ist traurig, aber hilft eben nicht.
 
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