Eigenbau III. - Baubericht

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Helga

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Wie lange bist du jetzt schon dran🤔?
 
Shizu

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Hi.

Der erste Post hier war für KW 48/49 in 2019, also...
Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon :
  • die Rückwand und den Boden aus den Einzelteile
  • die Seitenwände
  • Einsätze für und in die Seitenwände ausgesägt (mit Rahmenleisten)
  • den Korpus zusammen
  • die Ausschnitte für die Rampen bei OG2 und DG
  • die verwinkelte Kante vom DG
  • das Holzgeländer vom OG2 zugesägt
  • die Holzteile für das Geländer vom DG zugesägt
  • Rückwände und Fronten für EG, OG und DG vom Seitenbereich zugesägt

Planung läuft noch länger. 2017/2018 waren die 5 Jahre für den EB II. rum aber wegen Krankheit hab ich erst 2018 langsam damit beginnen können. Jetzt schleppt es sich eben auch weil ich einfach nicht mehr ordentlich belastbar bin... :(

Ein Trost ist, dass die Tiere nicht leiden weil sie nicht im EB III. sind; der Leidensdruck liegt glaube ich mehr auf mir und der ist nicht so groß. Da gibt es andere Faktoren die das Leben schwer machen...

Ich versuch einfach daran festzuhalten "Auch geringer Fortschritt ist Fortschritt"!

Grüße,
Shizu
 
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Wow, so lange schon👍🏻. Bin echt neugierig, wies fertig aussieht🙂.
 
Shizu

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Hi...
Ich schreibe mal einfach weiter...

KW 47/48

An der Wendeltreppe zwischen EG und OG1 konnten jetzt ja die Geländerteile befestigt werden. Das habe ich dann auch gemacht und die Stufen abschnittsweise wieder verbunden.
hb_wendeltreppe_gelaender_montiert_01.jpghb_wendeltreppe_gelaender_montiert_02.jpg
Schön ist jetzt ja, dass die Tiefe mit der Breite des Geländers übereinstimmen muss. Also entfällt zukünftig das Gemesse und Gefummel für die richtige Stufen positioniert - einfach die Geländer aneinander drücken.

Dass die Treppe abgebaut war habe ich genutzt um den Boden zu lackieren. Auch das Podest bekam seinen ersten Anstrich und auch dem Podestdeckel habe ich lackiert. Insgesamt zwei mal.
hb_wendeltreppe_podest _lackiert-1.jpghb_wendeltreppe_podest _lackiert-2.jpg

Um das Geländer an die Decke zu hängen hatte ich ca. 4 cm lange Simplexhaken aus Stahl gekauft. Es gab sie nur mit einem Wirbel dran, der noch weg musste. Ich möchte möglichst wenig potentielle Bruchstellen haben und durch den Wirbel kömnte auch was in den Weg auf der Treppe ragen. Das soll nicht sein.
Mein Versuch den Wirbel einfach aus dem Haken zu schieben scheiterte - die Engstelle war zu eng und ließ sich nicht erweitern. Erhitzen und Hebelwirkung mit einem Schraubenzieher funktionierten nicht. Auch den Wirbel selbst konnte ich kein Stück erweichen um den Haken dort herauszubekommen...
Deshalb kam dann Plan B: sägen. Ich wollte den Wirbel mit der Stichsäge an einer Stelle aufsägen um dann den Simplexhaken zu befreien.
hb_wendeltreppe_haken_simplexhaken.jpg
Der Aufbau war schon unmöglich. Es war alles so klein und der Fuß der Säge so groß und alles bewegte sich und festhalten ging auch nicht und so musste die Säge kapitulieren.

In Ermangelung weiterer Ideen hatte ich dann wieder zu Feuerzeug und Zange gegriffen und verzweifelt versucht den Haken, aber doch lieber den Wirbel, zu verbiegen. Es dauerte ewig und brauchte doch viel Kraft an der richtigen Stelle, aber ich bekam einen Wirbel auf!
hb_wendeltreppe_haken_vorbereitung_01.jpg
Die anderen beiden Wirbel folgten dann auch zügig. Und schließlich hatte ich meine wirbellosen Simplexhaken.
hb_wendeltreppe_haken_vorbereitung_02.jpghb_wendeltreppe_haken_vorbereitung_03.jpg

Um die Simplexhaken mit den Haken in den Leisten an der Decke zu verbinden, hatte ich eine Kette gekauft. Ich habe nicht nachgesehen was die Zeichen bedeuten, aber da die Belastung von Treppe und 2 Schweinchen vielleicht 4 kg wird, im Idealfall niemand darauf pinkelt oder es annagt und die Glieder nur 0,5 cm groß sind und somit recht kleinteilig Anpassung ermöglichen habe ich mich zum Kauf entschieden.
hb_wendeltreppe_haken_kette-material.png

Meine großzügige Berechnungen für die Kettenlänge waren wie folgt:
Strecke EG bis OG2: 46 cm

Abzüglich:
Plattform: 6 cm
Stufen 1 - 3: 5 cm
Unterseite Stufe bis Kette: 15 cm

Strecke für Ketten:
Stufe 4: 46 - 26 = 20 cm
Stufe 7: 46 - 26 - (3 × 1,2) = 16,4 cm
Stufe 10: 46 - 26 - (6 × 1,2) = 12,8 cm

10 % Puffer:
Stufe 4: 22 cm
Stufe 7: 19 cm
Stufe 10: 15 cm
Also kamen Ketten mit 15, 22 und 19 cm Länge raus (wenn man sie spannt und richtig anlegt stimmt es...).
hb_wendeltreppe_haken_kettenlaengen.jpg

Für den Zusammenbau musste ich die drei Geländerteile wieder von den Stufen abnehmen. Glas und Holz musste ich einzeln auf den Haken stecken. Zuerst kam die Kette, dann das Glas und dann das Holz. Die Öffnung musste ich mit einer Zange auf halten weil der Stahl einfach zu stramm ist... Der Verschluss vom Haken zeigt jetzt nach außen sodass sich innen niemand verletzen kann.
hb_wendeltreppe_haken_verbindung-montiert_01.jpg

Mit den Ketten an den Geländern konnte ich das ganze auch wieder an die Stufen schrauben. Die lange Kette unten, die kurze Kette oben.
hb_wendeltreppe_haken_verbindung-montiert_02.jpg

Das war das Tagewerk der Arbeitswoche.

Grüße,
Shizu
 
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Hallo zusammen.

Ich habe jetzt noch etwas Zeit und möchte euch noch den Stand der Arbeitswoche 48/49 mitteilen.

KW 48/49

Die Wendeltreppe war bereit an die Decke gehangen zu werden! Also hab ich den Boden, das Podest und die Stufen zusammengebaut und bin zum Korpus gezogen. Der Aufbau von Boden und Podest war unverändert einfach; das Aufsetzen der Stufen nicht.
Bisher habe ich die Stufen als gerade Treppe auf das Podest gesteckt und dann unter das OG1 gedreht; das ging jetzt nicht mehr, weil die Biegung durch das Geländer nicht begradigt werden kann. Einfach nach hinten lehnen und von der Rückwand aus nach vorne klappen und dabei einstecken ging auch nicht - die oberen Stufen machen dann ja einen Bogen/Sprung und passen nicht unter das OG1...
hb_wendeltreppe_aufbau-gelaender_01.jpg
Ich brauchte etwas, bis ich auf eine Lösung kam. Im echten Aufbau kann ich zwar auch neben der Treppe hantieren, weil dort der Seitenbereich aufgebaut wird und es somit keine Wand gibt, aber mit dem Platz unter dem OG1 half mir das nicht. Das OG1 erst danach aufzubauen war auch raus; es muss ja mit den Pfeilern verbunden werden und die Befestigung der tragenden Konsolen an der Rückwand bzw. dem OG1 wenn da ne Treppe steht, wird auch nicht einfacher. Außerdem sollte die Treppe nicht frei stehen sondern muss immer gestützt oder gehalten werden, weil sie schwer ist. (Jetzt stütze ich noch immer die oberen Stufen und habe die Treppe nicht am OG1 angeschraubt um die Bohrlöcher zu schonen...)
Schließlich habe ich die oberen Stufen verrückt und ich weiß jetzt, dass ich für die Stufen dringend andere Schrauben brauche. Die Schrauben sollten am Kopf ohne Gewinde sein sodass ich die obere Stufe drehen kann ohne dass die Verbindung mit der aktuellen Stufe gelockert oder gefestigt wird. Ich dachte eigentlich dass es schon gehen wird aber je mehr ich damit arbeite, desto mehr leier ich die Bohrlöcher in den Stufen aus... Also mit verrückten Stufen ging es dann wieder dass ich die Wendeltreppe an ihren Platz bekomme.
hb_wendeltreppe_aufbau-gelaender_02.jpg hb_wendeltreppe_aufbau-gelaender_03.jpg

Die Aufhängung war vom Geländer aus ja bereits gegeben: Simplexhaken im Geländer und eine Kette zur Decke. Die Leisten für die Halterung waren auch bereits an der Decke montiert.
Um die endgültigen Plätze für die Haken, an denen die Ketten aufgehangen werden sollen, endlich zu finden, habe ich wieder mein Lot hervorgeholt. Die Nadel habe ich an den Leisten entlang geführt und die Schnur sollte an der Öffnung für den Simplexhaken vom Geländer anliegen. Markiert wurde dann mit Permanentmarker auf das angeklebte Kreppband auf den Leisten.
hb_wendeltreppe_haken-markierung-gelaender.jpg
Für das Foto von seitlich neben dem Hauptbereich habe ich die Nadel festgeklebt - sonst hätte das Foto nicht geklappt (ich habs versucht...)

Die Markierungen stimmten soweit mit meinen Erwartungen überein und mit dem 2 mm dicken Metallbohrer hatte ich die Löcher für die Haken auch schnell gebohrt.
hb_wendeltreppe_haken-markierung_angezeichnet.jpghb_wendeltreppe_haken.jpghb_wendeltreppe_haken_montiert.jpg

Auch wenn die Leisten nicht zu 100 Prozent die Biegung und Position der Wendeltreppe abbilden, funktioniert es. Die Ketten sind frontal gesehen (ausreichend) gerade und die Haken können gedreht werden, sodass die Kette nicht abrutschen kann.
ABER. Die Haken sind besc****** klein und ich kann sie kaum richtig greifen und drehen sodass die (stramme) Kette nicht rausrutscht. Die Montage für die Stufe 4 ist auch nahezu unmöglich. Weil ich gerade den vorderen Teil vom OG2 nicht an Ort und Stelle habe, konnte ich von oben mit Kette und Haken arbeiten, aber richtig geklappt hat es auch nicht. Ich habs soweit zusammengefummelt um das Foto zu machen, aber eine Nanosekunde später haben sich auch zwei Ketten wieder verabschiedet... Nicht für den echten Einsatz geeignet.
hb_wendeltreppe_haken_aufgebaut.jpg

Kurzum: funktioniert nicht, denk dir was Neues aus!
Große Freude. -___-

Grüße,
Shizu
 
Wassn

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So ist es immer mal, aber du wirst das hinbekommen! Auf jeden Fall werde ich deinen Berichten weiter mit viel Interesse verfolgen!
 
Schweinchen's Omi

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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Ich habe eventuell den Grund überlesen - aber hast du dich gezielt gegen eine Spindeltreppe und für eine Wendeltreppe entschieden? Ich denke, dass es mit Spindel einfacher zu bauen wäre und eine andere Stabilität hätte. Vielleicht müsstest du die Stufen neu zuschneiden, aber das Geländer sollte gehen.
Wobei ich selbst immer gerade Treppe mit Podest vorziehen würde. Und mit Teppichboden belegt. Aber ich weiß ja nicht, was du noch alles in Planung hast.
 
Helga

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Ich glaube, Dir fällt was ein! Wahnsinn, was Du da machst!!
Nicht aufgeben, weitermachen!
 
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Hallo.

@Helga und @Wassn, ich werde wohl die Befestigung an der Decke verändern und die Befestigung am Geländer anders lösen. Eine Idee habe ich, aber gerade kein Material...

@Schweinchen's Omi, eine Spindeltreppe ist ja ein Stab auf den die Stufen gesteckt und in die richtige Position gedreht werden. Das klappt in diesem Fall nicht, weil der Stab in dem Pfeiler liegen müsste. Die Stufen am Anfang und Ende der Treppe haben auch ein anderen Winkel als die restlichen, weil die Treppe den 4 cm breiten Pfeiler umläuft und einige Stufen gerade bzw. sogar nach außen gedreht sind. In der Mitte der Treppe könnten ein paar Stufen wohl auf einen gemeinsamen Stab gesteckt werden (die Stufen mit Geländer), aber das würde auch nicht wirklich weiterhelfen.
Vor einigen Jahren habe ich für die Meerschweinchen eine Spindeltreppe gebaut, um auf der kurzen Seite eines 120er Gitterkäfigs eine Zwischenebene zu erreichen.
Ich hatte Dreiecke aus Rohspan als Stufen, Ösen um den Stab durchzustecken, einen Gewindestab und eine großzügige Bodenplatte.
Die Treppe startete unter der Zwischenebene an der kurzen Wand und ging dann Richtung Käfigmitte nach oben, sodass sie sich um 270 oder 360 ° zur Ebene drehte. Ich weiß es jetzt nicht mehr genau.
Die Stufen waren zu Dreiecken bzw. der Form die es für das Anschließen an die Wand brauchte gesägt. Die Spitzen für die Mitte wurden mit Ösen ersetzt, durch die der Gewindestab passte. Um die Treppe besser verstauen zu können, hatte ich kleine Rechteckleisten an Anfang und Ende der Trittflächen geklebt - unter bzw. auf der Stufe. Dadurch konnte man die obere Stufe ziehen und die unteren wurden dann wie ein Fächer aufgeklappt; und zu verstauen war nur ein dreieckiger Stapel.
Wie die Stufen oben an der Etage befestigt waren weiß ich nicht mehr. Aber der Stab der Spindeltreppe ging unten durch ein dickes Holz und oben durch die Ebene. Ich glaube mit Muttern hatte ich das die Etage dann festgeklemmt.
Die Stufen waren auch nicht breiter als 20 cm - wahrscheinlich eher 15 cm. Aber es war alles sehr instabil. Obwohl die Dicke der Stufen gerade so unter die Etage passte, wackelte es wenn jemand darauf ging - weil es eben eher außen auf den Stufen war und nicht direkt um den Stab. Auch gab es für den Stab innerhalb der Ösen eben minimal Spiel. Ich weiß nicht mehr ob die Ösen aus dem Rohspan der Stufen gebrochen sind, aber ich erinnere mich gut dass es sehr gefedert haben muss denn nicht alle Schweine sind da lang gelaufen. Wenn man den Platz zwischen den Ösen vielleicht mit Muttern aufgefüllt, und so jede einzelne Stufe festgezogen hätte, hätte das vielleicht geklappt. Der Aufbau wäre dann eben recht zeitaufwändig gewesen. Das ganze war aber nicht lange in Benutzung und da ich keine Muttern hier rumfliegen habe, habe ich das wohl nicht versucht. :)
Bei einer Spindeltreppe würde es aber auch notwendig sein, dass die Außenseite zusätzlich stabilisiert wird. Somit bliebe auch das Halterungsproblem. Hängen tue ich das Ganze ja, weil der Raum unter der Treppe frei sein soll damit im EG viel Lauffläche ist. Ziel ist da eben keine Stützen oder so zu haben.

Und ich habe mich für die Treppe, mit mittig gesetzten Stufenverbindungen entschieden, weil der Seitenwechsel in diesem EB sehr wichtig ist. Bei meinem Umzug in diese Wohnung hätte ich den EB II., der die selbe Grundstruktur hat wie dieser EB (Hauptbereich mit Zugriff von vorne und seitlichen Fenstern, plus Seitenbereich neben dem Hauptbereich mit Fensterfront und Zugriff von der Seite - weil er links vom HB ist, eben auch Zugriff von links), vielleicht gerne gespiegelt aufgebaut (Seitenbereich rechts und Zugriff von rechts).
Darum muss auch die Treppe zwischen EG und OG1 sowohl nach links als auch nach rechts gebeugt funktionieren. Jetzt baue ich sie gerade rechts auf, weil ich da jetzt besser arbeiten kann. Wenn der Seitenbereich des EB aber auf die linke Seite des Hauptbereiches kommt, was auf den Skizzen zu sehen und der aktuelle Plan für den finalen Aufbau ist, muss die Treppe nach links.
Wegen dieser Notwendigkeit musste ich auch davon Abstand nehmen, die Treppe aus Styropor und Fliesenkleber zu modellieren. Das wäre eine feste Form gewesen und die Stufen wären nicht auf beiden Seiten nutzbar gewesen. Den oberen Teil nach unten zu drehen, wenn die Seiten gewechselt werden, würde glaube ich bei menschlichen Stufen klappen, aber für die Meerschweinchen müssen die Trittflächen länger sein als die Höhe der Stufe (nehme ich zumindest an anhand meiner Beobachtungen wie die Tiere laufen...).

Also dadurch dass die Stufen in der Mitte der Breite verbunden sind, kann ich die Treppe (ohne Geländer...) drehen wie ich will: links, rechts, gerade, Kurve von 90 oder 40 Grad alles geht.

Warum keine Rampe mit Podest...
Für die Höhe von 23 cm habe ich einen Bereich von knapp 30 x 30 cm Platz. Das ist das Stück neben der Ziel-Etage OG1 (= Breite) und der Bereich zwischen dem Durchgang von OG1 zum Seitenbereich (hinten an der Rückwand) bis zum vorderen Ende des Pfeilers der OG2 stützt (=Tiefe).
Mir war es wichtig, nicht weiter nach vorne zu kommen als der Pfeiler. Vor dem Pfeiler sind extra rund 25 cm Platz damit genug Platz zum rennen ist. Würde die Treppe oder Rampe weiter vor kommen, wäre der Platz geringer, vielleicht sogar etwas zu eng (wenn man 20 cm als normale Breite für Durchgänge und Rampen nimmt) und es wäre eine schöne Kante an der man sich stoßen kann. Ist jetzt die Frage wie sehr Meerschweinchen Gefahr laufen sich den kleinen Zeh zu stoßen, aber ich wollte da keine Gefahrenquelle einbauen.

Also insgesamt recht wenig Platz für die Überbrückung des Höhenunterschieds. Da der EB auch seniorengerecht sein soll wollte ich eben an der Stelle eine Möglichkeit bieten, ohne zu springen zwischen EG und OG1 zu wechseln (Anmerkung: im Seitenbereich gibt es ebenfalls Rampen, die den Wechsel ermöglichen, aber man ist ja gerne bequem...). Rechne ich jetzt damit, dass ein Schweinchen eine Fläche von 20 x 20 cm zum stehen braucht, bleiben noch 10 cm sowohl bei der Breite als auch bei der Tiefe für Rampen. Je 10 cm Platz, gut 10 cm Höhe zu überwinden, um von OG1 auf die Plattform und dann mit 90-Grad-Drehung zum EG zu kommen. 45 ° Steigung. Nicht seniorenfreundlich.
Auch bei der Plattform hätte ich kein Ständerwerk benutzen wollen um den Platz zum Laufen zu lassen. Gegen die hohe Steigung hätte ich auch das Podest schräg setzen müssen - auch mit Möglichkeit für den Seitenwechsel. Ich habe überlegt eine Rampe mit der passenden Steigung und Biegung zu bauen, aber konnte mir das nicht ausrechnen/ausdenken. Da waren Stufen doch einfacher. Mit dem Geländer und dem Seitenwechsel wäre auch ein Brett, aus dem ich die Biegung und Lauffläche der Treppe aussäge wohl nicht so simpel gewesen.
Mit den Stufen habe ich nun eine Steigung von deutlich weniger als 45 °. Ich glaube, dass es was zwischen 20 und 30 ° ist... Habe ich jetzt nicht im Kopf und mag grad nicht messen ^^".

Treppe ist natürlich schwieriger als Rampe. Gerade die Hinterbeine sind glaube ich da schwer zu koordinieren; habe ich zumindest bei Hunden mitbekommen. Ich gehe auch stark davon aus, dass die Treppe von den 6 vielleicht zwei Mal in einem Monat benutzt wird. Springen ist schneller, aber es ist mir wichtig dass alles auch für gehbehinderte Tiere erreichbar ist. Und das bekomme ich mit der Treppe zumindest hin, wenn man ich mehr springen kann. Treppengehen kann man lernen und die Stufenhöhe von 1,2 bis 1,6 cm mit der Schrittlänge von 2 cm und mehr ist hoffentlich für Senioren zu bewältigen. Da konnte mir leider keiner Erfahrungsberichte liefern. ;)
Und wie gesagt: auch wenn die Treppe nichts für den Senior ist, gibt es 40 cm weiter eine Rampe über knapp 90 cm Länge, die ca. 15 cm Höhe überbrückt. Für die restlichen Zentimeter ist der Durchgang zwischen Hauptbereich und Seitenbereich hinter der Wendeltreppe verantwortlich. UND es wird fast auf jeder Etage Heu und Wasser geben, sodass Senior sich auch eine Etage als Wohnsitz aussuchen und da einfach bleiben kann. :)

So. Viel geschrieben, keine Bilder. Ich hoffe es war trotzdem verständlich und wenn nicht, leg ich gerne noch visuell nach, damit verständlich ist was die Gedanken bei den Entscheidungen waren... :)

Grüße,
Shizu
 
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Schön, dass du so behinderten- und altenschweintauglich baust, ich bewundere ja deine Geduld und wünsche weiterhin gutes Gelingen. (y)
 
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