Eigenbau III. - Baubericht

Diskutiere Eigenbau III. - Baubericht im Käfig, Gehege und Selbstgebasteltes Forum im Bereich Meerschweinchen; Hi... Ich überlege immer wieder warum der Bau so lange dauert. Auch wenn ich nicht 24/7 gearbeitet habe, haben die anderen Bauten nicht Monate...
Shizu

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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Hi...

Ich überlege immer wieder warum der Bau so lange dauert. Auch wenn ich nicht 24/7 gearbeitet habe, haben die anderen Bauten nicht Monate gebraucht...
Es liegt vielleicht an der Spiegelung. Für den Rampenausschnitt brauchte ich ne gebastelte Lösung, damit der links/rechts abgedeckt werden kann, die Seiten mussten offen/geschlossen sein. Aber diese Problematik mit der Geländerhalterung hat ja damit gar nichts zu tun... Ich weiß nicht warum hier kein Schwung rein kommt...

Bevor das Wochenende beginnt noch schnell der Bericht:
KW 29/30

Ich wollte mich, wie versprochen an das Dachgeschoss und sein Geländer machen. Die Holzteile, die zugeschnitten, probemontiert, lackiert und für die Glasteile vorbereitet sind, sollten jetzt an die Etage gebaut werden damit das Glas endlich ran kann. Was mich aber seit Wochen hämisch von der Seite angrinste ist die rechte Seite, an der noch ein Geländerteil montiert war:
hb_dg_gelaender-ueberstand.jpg
Das Holzgeländer sollte mit der Seitenwand abschließen. Von der Seite sollte nichts vom DG zu sehen sein.
Auch auf der linken Seite sah der Raum vor der Etage für das 13-mm-Geländer nicht ausreichend aus:
hb_dg_gelaender-platz-links.jpg

Dann einmal nachgemessen. Erst rechts:
hb_dg_etagentiefe-rechts_01.jpghb_dg_etagentiefe-rechts_02.jpg
Dann links:
hb_dg_etagentiefe-links_02.jpghb_dg_etagentiefe-links_01.jpg

Einmal auch die Rechnung geprüft:
  • die Seitenwände sind 78,8 cm tief
  • die Rückwand ist 1,5 cm dick
  • hinter der Rückwand ist 1 cm Luft, der von der Seitenwand verdeckt wird
  • das Geländer des DG ist 1,3 cm dick
Also 78,8 - 1,5 - 1 - 1,3 = 75 cm als maximale Tiefe des DG
  • das hintere Brett für das DG ist 35 cm tief
  • das vordere Brett habe ich auf 40 cm Tiefe gesägt
  • 35 + 40 = 75 = erlaubte Tiefe für das DG
Man sieht aber, dass der hintere Teil nicht 35 sondern 35,2 cm tief ist und insgesamt so 75,5 cm vom DG beansprucht werden. Das vordere Brett vom DG misst außen 40,1 cm - wo die anderen 2 mm herkommen weiß ich nicht...

Okay. Sch****. Ich habe dann noch einmal gemessen ("Messen kannst du hundert mal, aber schneiden nur ein mal")
hb_dg_gelaendertiefe-rechts.jpghb_dg_gelaendertiefe-links.jpg
Mathe hin, Mathe her, das Geländer hat zu wenig Platz!

Und als Bonus-Abf***: da ist ein Spalt; UND der HB ist nicht 140 cm breit...
hb_dg_spalt.jpghb_breite.jpg

Es nervt ungemein. Aber ich habe nach viel Rechnerei schließlich ein Teil vom Geländer genommen, es auf das DG gestellt, es an den Rand der Seitenwand angelegt und den benötigten Platz markiert. Oben und unten. Rechts und links. Auf Kreppband. Mit einer Markierung oben 2 cm vom Rand der Seitenwand entfernt - nur zur Sicherheit.
hb_dg_tiefenmarkierung-links.jpghb_dg_tiefenmarkierung-rechts.jpg

Dort muss wohl abgeschnitten werden. Geschnitten habe ich noch immer nichts, weil ich es nicht verstehe wieso es mit der Rechnung nicht passt. Und warum es einen Spalt im DG gibt wo die Bretter doch gleich zugeschnitten sind... Der Kopf raucht.

Grüße,
die dampfende Shizu
 

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Hiho. Weiter geht's.

KW 30/31

Ich blieb noch am Dachgeschoss und der Problematik dass das Geländer an den Seiten übersteht. Die Breiten habe ich mehrfach gemessen und kam trotzdem zu keinem eindeutigen Ergebnis. Schließlich habe ich die Bretter, die das DG bilden, raus geholt, aneinander gelegt und den Überstand markiert.
hg_dg_breitenanpassung_messung.jpg
Links der hintere Teil, rechts der vordere Teil des DG
Dass der Überstand auf der linken Seite des vorderen DG ist, ergibt sich durch die schon lange angezeichneten Scharniere für die Verbindung der beiden Teile.

Kurzum, Mut gefasst und absägt.
hg_dg_breitenanpassung_kuerzen_01.jpghg_dg_breitenanpassung_kuerzen_02.jpg
Anschließend konnte ich das PVC gut mit nem Teppichmesser abschneiden.
Irgendwie zuviel abgesägt...
hg_dg_breitenanpassung_gekuerzt.jpg

Weil jetzt ja was an der Seite fehlt habe ich auch das Loch für den Dübel (den Stopper) etwas nach innen erweitert mit dem Fräsbohrer (4 mm).
hg_dg_breitenanpassung_stopper.jpg

Letztendlich ist der Spalt ist nun nicht mehr rechts hinten sondern links vorne...
hg_dg_breitenanpassung_ansicht-links.jpghg_dg_breitenanpassung_ansicht-rechts.jpg

Okay... Weiter im Geländer...
Ich wollte die zwei schrägen Teile später machen und mit den drei geraden zuerst arbeiten. Begonnen hab ich mit dem Finden der Mitte der Etage und des langen Geländerteils.
hb_dg_tiefenanpassung_mass-mitte.jpg
Hilfe durch Kreppband beim Anzeichnen

Beim Fummeln wie das passt und wie ich die Länge genau mache, musste ich feststellen dass die Teile nicht gerade geschnitten wurden. Offenbar war die Säge falsch eingestellt. Mit dem Metallwinkel habe ich mal geschaut wie ungerade die Teile sind...
hb_dg_gelaender-im-rechten-winkel.jpg
Schnittführung: sehr schräg. Setzen, 5.

Zumindest habe ich mir ein Herz gefasst und angezeichnet, wo das DG abgeschnitten werden muss damit das Geländer bündig mit der Seitenwand ist.
hb_dg_tiefenanpassung_markierung-vorne.jpg
Den Schnitt für den mittleren Teil habe ich zwar grob markiert, aber da ich noch nicht weiß wie lang das Teil mit geraden Kanten wird, und der ganze Winkel-Sch**** auch von den anderen Längen der Teile abhängt, hab ich nichts weiter geschnitten.

Bei all den Problemen habe ich mich gefragt wie ich es im EB II. gemacht habe - da hatte ich noch nicht all die Werkzeuge, die ich jetzt habe. Und auch da ist die Maserung des Geländers durchgängig über drei Teile (der EB II. hat auch einen Vorsprung, wie das DG von EB III.). Antwort: Irgendwie praktischer.
eb-2_hb_dg_gelaender-winkel.jpg
Das PVC ersetzt zu einem guten Teil das Holz, weil ich mich offenbar beim Erstellen vermessen oder umentschieden habe. Aber man sieht, das bei jedem Winkel eine Seite gerade ist. Jetzt habe ich beide Seiten gewinkelt geschnitten. Ob das jetzt besser oder schlechter war weiß ich noch nicht...

Der K.O.-Schlag kam jetzt, als klar wurde, dass alle Bretter schief sind. Ohne Foto... Aber die Mitte JEDES Geländerteils ragt mehr zur Etage als die oberen und unteren Ränder des Teils. Darum stehen die kürzen Teile jetzt in den Zwingen jetzt im Badezimmer und ich hoffe darauf dass Wasserdampf und Druck es richten werden. Die Innenseite ist ja bereits lackiert und die Außenseite habe ich mehrmals mit Wasser benetzt und wieder Eingezwungen. Sehr viel Ärger! Was das für die Stecker bedeutet will ich noch gar nicht überlegen!
hb_dg_gelaender-plaetten.jpg

Schnell weg!

Als alternative Beschäftigung habe ich mich mal mit den Rampen von OG1 zu OG2 und OG2 und DG gekümmert. Nicht die Rampen selbst - Holzzuschnitt und so... Aber die Rampen können ja nicht einfach so an die obere Etage angelehnt werden - die Rampe würde weg rutschen. Es braucht Stopper.
Die Stopper bisher für meine Rampen waren zwei Dübel im Boden gegen die die Rampe bei Belastung drückt. Weil aber an den Stellen auch gerne und viel gepinkelt wurde, und durch die Möglichkeit eines Seitenwechsels es doppelt so viele Löcher gäbe, wollte ich es anders machen.
Nach dem Debakel mit dem Halter für OG1 habe ich mich direkt für die aufwändige Lösung entschieden. Die Idee ist es zwei "Bögen" zu machen, diese auf eine Bodenplatte zu schrauben und zwischen den Bogen einen Stab zu setzen, der als Stopper für die Rampe dient.
hb_rampenstopper_konzept.jpg
Gekürztes Konzept für die Rampenstopper

Die Befestigung wird in OG1 und OG2 unterschiedlich gelöst:
Im OG1 werde ich einen Arm basteln, der in der Rückwand angeschraubt wird. Die Befestigung ist in der Mitte der Rückwand und kann somit einen Seitenwechsel mit nur einem Bohrloch realisieren.
Der Rampenstopper im OG2 bekommt eine größere Bodenplatte, die sich unter der Rampe ausstrecken wird. Für die Befestigung werde ich die Löcher auf der Rampenabdeckung nutzen und darin die Bodenplatte anschrauben. Somit brauche ich im OG2 keine weitere Abdeckung für die Löcher von der Schnittkantenabdeckung. Und auch keine weiteren Löcher für den Rampenstopper!

Begonnen habe ich mit den Bögen. Zuerst brauchte ich eine Höhe. Die Rampe soll so 1 cm dick sein. Die 75 cm lange Rampe generiert eine Rampe mit ca. 20 Grad Steigung und das war auch meine Annahme bei der Messung.
hb_rampenstopper_hoehen-findung.jpg

Entschieden habe ich mich dann dafür das Bohrloch für die Strebe in 2 cm Höhe zu setzen. Als Vorlage gab es wieder Teelichter und die Breite der Bögen ist nun bei 3,8 cm. Gesägt wurde mit Kreissäge für den geraden Fuß und der guten, alten Stichsäge.
hb_rampenstopper_angezeichnet.jpghb_rampenstopper_zuschnitt.jpg

Dann habe ich eine Leiste als Strebe gesucht und einen Viertelrundstab gefunden. 14 mm ist er breit und hat - wie gewünscht - eine gerade Seite. Gegen böse Kanten habe ich dann den Deltaschleifer und 40er Schmirgelpapier bemüht. Das war leider alles schwerer als gedacht, sodass ich mich mit einer Abrundung der Ecke zufrieden gebe und jetzt nicht weiter versuche einen dicken Halbrundstab zu schmirgeln...
hb_rampenstopper_strebe-vorher.jpghb_rampenstopper_strebe-nachher.jpg

Die Streben wurden dann auch zugeschnitten. Die Rampen werden 20 cm breit sein und die Bögen links und rechts haben eine Dicke von 1,2 cm. Somit ergibt sich eine Länge von 17,6 cm für jede Strebe.
hb_rampenstopper_streben-gesaegt.jpg
Die Streben verlaufen über der Rampe und verhindern auch, dass ein Kopfstoß von einem Schwein, das dadrunter krabbelt, die Rampe verrutschen lässt. Entfernen kann man sie dann nur, wenn man sie nach oben in 20 Grad raus zieht. Sehr schweinesicher!

Dann wurden die Löcher für die Schrauben gebohrt. An den Bögen hatte ich es schon vor dem Ausschneiden angezeichnet und das war super! Bei den Streben habe ich die Mitte auf der geraden Seite gesucht und 4 mm von der geraden Seite aus, gebohrt.
hb_rampenstopper_gebohrt.jpg

Bei den Bogen habe ich dann geschaut welche Seiten schön sind und welche ich außen, also der Rampe abgewandt, haben möchte. Auch erfolgte die Zuordnung welcher Bogen zu welcher Rampe kommt. An der Rampe vom OG1 zum OG2 wird immer der selbe Bogen sichtbar sein, bei der Rampe vom OG2 zum DG wird das bei einem Seitenwechsel geändert. Dann wurden die Bohrlöcher an der Außenseite vertieft damit die Schrauben versenkt werden können.
hb_rampenstopper_boegen-vertieft.jpg

Dann habe ich Maß für die Bodenplatten der Rampenstopper genommen. Im OG1 wird es nur die Breite der Bögen sein, aber im OG2 ist es ein anderer. Weil ich ohne die Rampen das nicht final bauen wollte, habe ich einfach 6 cm veranschlagt und kann es später auch noch kürzen...
hb_rampenstopper_platte-mass.jpg
Grober Aufbau des Rampenstoppers im OG2

Für die Platzierung des Stoppers im OG1 wollte ich einen Arm verwenden. Dazu muss der hintere Bogen um die Tiefe des Arms ausgehöhlt werden. Es begann mit dem Anzeichnen (mit etwas Luft nach oben um einen kleinen Spielraum für ungenaues Bohren an der Rückwand zu haben) und endete mit dem Einsatz von Säge (Innere Kanten bilden), Meißel (?) (Herausstemmen der Schichten und Optimierung der inneren Kanten) und Deltaschleifer (Begradigung der Aushöhlung).
hb_rampenstopper-og1_aushoehlung-angezeichnet.jpghb_rampenstopper-og1_ausgehoehlt_01.jpghb_rampenstopper-og1_ausgehoehlt_02.jpghb_rampenstopper-og1_arm-anpassung.jpg

So. Wundervoll. Der Arm ist eine ca. 20 cm lange Leiste von ca. 15 mm Höhe und 2 mm Dicke. Hier werde ich auch kürzen, wenn die Rampen da sind und ihn auch dann erst an die Rückwand anbringen. Zuerst habe ich aber die Mitte angezeichnet, eine Rundung markiert (dann brauche ich beim Seitenwechsel den Arm nicht abschrauben sondern kann die Schraube lockern und den Arm drehen) und anschließend gesägt, gebohrt und vertieft.
hb_rampenstopper-og1_arm_rundung-angezeichnet.jpghb_rampenstopper-og1_arm-platzierung.jpg

Montiert sehen die Bögen und Streben mit dem Arm für OG1 dann so aus:
hb_rampenstopper_montage-grundlage.jpg

Aus 2 mm dicken MDF-Platten habe ich dann die Böden gesägt, die montierten Bögen-mit-Streben aufgesetzt und die Bohrlöcher markiert.
hb_rampenstopper_platten_bohrloecher-angezeichnet.jpg
Nach dem Bohren, übertragen auf die Bögen und Vertiefen zur Versenkung der Schrauben in den Bodenplatten ist alles fertig zum Lackieren.
hb_rampenstopper_platte_bohrloecher-gebohrt.jpg

Lackiert wurde bisher nicht.

Aaaaber ich habe mit etwas lustigem begonnen: der Wendeltreppe!

Bei der Wendeltreppe handelt es sich um die Verbindung von EG und OG1 (auf dem angehängten Bild ist oben das EG und unten das OG1).
Um den EB seniorenfreundlich zu machen will ich einen Aufgang zu OG1 im Hauptbereich bereitstellen. Es gilt knapp 25 cm zu überwinden und ich musste im EB II. feststellen dass die Lösung zwar etwas weniger Raum als eine klassische Rampe braucht, aber man auch an das Tier auf der Treppe denken muss. Im EB II. wurde die Wendeltreppe entfernt weil 3 cm keine gute Höhe in der Kurve sind - ein Treppenhaus vom Seitenbereich war sehr im Weg... Das ist im EB III. alles besser. Der gesamte Luftraum bis zum OG2 ist frei!
Eigentlich wollte ich, inspiriert von tollen Terrarien und Aquarien, mit Styropor eine Wendelrampe oder natürliche -treppe schnitzen und sie mit Fliesenkleber und Sand verkleiden. Würde sicher toll aussehen! ABER der Eigenbau muss ja die Seiten wechseln können und das bedeutet die Rampe muss sich mal nach rechts und mal nach links beugen. Der Gedanke, dass der Fuß, wenn die Treppe links vom OG1 montiert ist, zum Kopf auf der rechten Seite wird lief gegen eine Wand. Für die Schweine kann ich keine quadratischen Stufen machen und somit wäre mal die Trittfläche und mal die Stufenhöhe breit bzw. hoch.
Als Richtwert für eine Stufe habe ich mich für 2 cm Tiefe entschieden. Eine Idee das umzusetzen fand ich in einem Hamsterkäfig (oder Maus, Ratte, Rennmaus, ... irgendetwas kleines kletterndes...) - vielen Dank an die Person, die wo auch immer im Internet ihre baulichen Errungenschaft geteilt hat! Sie wollte eine variable Treppe haben um im Gehege mal was verändern zu können. Die Lösung waren Holzklötzchen die mit einer Schraube in der Mitte verbunden waren und so zu einer Treppe wurden.

Gut. Plan steht. Die Treppe soll sich an den Pfeiler anlehnen der auch schon das OG1 und OG2 hält und stützt. Die Treppe beginnt neben dem Pfeiler und reicht bis zur Seitenwand - ca. 25 cm. Oben am OG1 soll sie vom Pfeiler bis zu 25 cm Richtung Rückwand ragen. In der Mitte jeder Stufe sollen 2 cm Trittfläche verfügbar sein.
Mit den Daten habe ich aus Pappe, die ich dafür gehortet habe, 16 25 cm breite Teile ausgeschnitten. Ich war mir unsicher wie die Stufen sich um den Pfeiler schmiegen und wie ich da was abschneiden muss. Darum der Papp-Dummy. Die Tiefen variieren zwischen 10 und 8 cm wegen Materialmangel... Angezeichnet habe ich mit Metallwinkel, Geodreieck und einem harten Bleistift. Und natürlich mit einem scharfen Teppichmesser und einer Führungsschiene. Die Mitte der Stufe wurde direkt auch markiert.
hb_og1_wendeltreppe-konzept_zuschnitt.jpg
Danach habe ich die 2 cm von der geradesten Längsseite abgemessen. Bevor ich aber die Stufen verband, habe ich mal einen Testlauf gemacht um sicher zu gehen, dass mit der Position der späteren Schrauben das auch möglich ist, was ich erreichen will. Jede Verbindung sollte 1 cm vom vorderen Stufenrand und 1 cm hinter der Tritttiefe (also 3 cm vom vorderen Rand) in der Stufenmitte gesetzt werden.
hb_og1_wendeltreppe-konzept_testlauf.jpg
Der Test zeigt: das funktioniert!

Mit einem Boden, der die Verhältnisse im EB simuliert kann ich jetzt schauen, wie ich die Treppe baue, wie viele Stufen es braucht und wo ich etwas für den Pfeiler ausschneiden muss. Supertoll!
hb_og1_wendeltreppe-konzept_aufbau_01.jpghb_og1_wendeltreppe-konzept_aufbau_02.jpg

Das war die vergangene Arbeitswoche. Wer Ideen für ein Geländer für die Wendeltreppe hat, das auch für einen Seitenwechsel funktioniert, bitte gerne her damit...

Grüße,
Shizu
 

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mit einer tollen Meerschweinerei
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Lieber Himmel, welch detaillierte Anleitung!! Danke Dir!!
 
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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Hi.

Wieder viel zu spät aber da ich hier noch lüfte schreib ich es zumindest jetzt noch! :)

KW 31/32

Weiter mit der Wendeltreppe die EG und OG1 verbinden soll. Was mich an dem Dummy gestört hat war, dass ich nicht an die Musterklemmen kam. Jede Klemme wurde von der Pappe der unteren Stufe verdeckt. Da auch in der realen Umsetzung ich solche Hindernisse vermeiden will, habe ich 4 cm vom Stufenrand ein grobes Loch von 2 x 2 cm in jede Stufe gemacht. So komme ich an alle Musterklemmen ohne erst die ganze Treppe auseinander zu nehmen.
Um Material und Gewicht zu sparen, will ich die Stufen auch nicht in den 8 bis 10 oder 12 cm Tiefe lassen, sondern möglichst wenig Holz einsetzen. So spare ich dann beim Holzzuschnitt auch Geld. Außerdem sollen die Stufen auch keine Rechtecke bleiben, sondern das Material, was nicht gebraucht wird, soll weg. Weniger Material, weniger Gewicht. Ich weiß eh noch nicht wie ich ein Durchhängen der Treppe verhindern soll...
So habe ich entschieden, dass die meisten Stufen 5 cm tief werden. Ganz unten haben Stufen 1, 2 und 3 Tiefen von 10, 8 und 6 cm, Stufen 12 und 13 werden 6 und 8 cm. Obwohl die Stufen in der Mitte der Treppe die meiste Trittfläche haben, sollen die eher schmaleren Stufen tiefer sein - warum? Weil ich unten mehr Gewicht haben will und das Podest, auf das ich die Treppe zur Überbrückung der ganze Höhe zum OG1 stellen muss, 12 cm tief sein soll (und auch eine Stufe bildet). Oben möchte ich etwas Luft für die Verbindung zum OG1 haben und das nicht auf 3 cm fummeln müssen. Die 6-cm-Stufen sind für einen optisch schönen Übergang der Tiefen... Wird sicher niemand außer den Schweinen je sehen aber auch egal... Mal schauen. Und in der Mitte reichen offenbar die 5 cm. :)
hb_og1_wendeltreppe-konzept_zuschnitt.jpg
Beschnitt der Stufen: Aussparung für die Musterklammern, Tiefe anpassen und ein schräger Schnitt zeigt, wo Material wohl auch noch weg kann

Clever, wie ich bin, habe ich kein Foto von der montierten Treppe von unten gemacht, aber dafür ein paar von oben. Die 5 cm als Tiefe sind manchmal etwas knapp, aber es liegen noch immer 0,5 cm auf und auf der anderen Seite der Mitte ja noch mehr. Ich hoffe bei einer fest angezogenen Schraube reicht das für eine solide Konstruktion.
hb_og1_wendeltreppe-konzept-schmal_ansicht_01.jpghb_og1_wendeltreppe-konzept-schmal_ansicht_02.jpghb_og1_wendeltreppe-konzept-schmal_ansicht_03.jpg

Ich hadere immer noch etwas, ob es eine 14. Stufe braucht. Das werde ich wohl erst bei dem Zusammenbau der Stufen besser einschätzen können. Stufe 13 bietet nämlich wahrscheinlich so 2,5 cm Trittfläche und ich weiß nicht ob das gut oder schlecht ist. Allgemein weiß ich nicht, wie die ideale Stufe für Meerschweinchen aussieht, weil ich die Schrittlänge und die Berechnungen für Menschen-Stufen nicht kenne.
2 cm schienen für mich der Mindestwert für eine brauchbare Stufe. Die Schweine haben dann 12 cm um größere Trittflächen zu nutzen - das müsste doch passen!

Die Höhe der Stufen war ein großes Thema in dieser Arbeitswoche. Seniorenfreundlich soll es sein und trotzdem ist ja klar dass mit einem 90 Grad Winkel und einer 42 Grad Steigung die Treppe nicht für jedes Tier was ist. Trotzdem will ich das beste daraus machen.

Anhand der Holzdicken habe ich zwei Versionen für die Höhen von Podest und Stufen entwickelt:
  • 6,7 + (4 * 1,5) + (9 * 1,2) = 23,5
  • 6 + (3 * 1,5) + (10 * 1,3) = 23,5

1,5 ist eine OSB-Dicke die ich noch da hatte und den Großteil der Stufen wollte ich mit Rohspanplatten umsetzen weil da sicher deutlich weniger Splittergefahr besteht als bei OSB. Rohspan ist verglichen mit Pappelsperrholz zwar schwerer, aber sehr viel günstiger und darum hab ich nun das als vorrangiges Material genommen.
Gut. Die durchschnittliche Höhe einer Stufe ist in Version 1 1,29 cm, bei Version 2 1,35 cm. Gerade beim Hinuntergehen sind wohl die größten Schwierigkeiten und da ist eine geringe Stufenhöhe wohl besser für das Setzen der Hinterpfoten. Aber als Mensch finde ich sehr niedrige Stufen auch unabhängig genehm... Warum gibt's da keine Studien zu Meerschweinchentreppen???
Letztendlich habe ich mich für Version 2 entschieden. Zwar hat sie im Durchschnitt höhere Stufen, aber die Differenz zwischen den Stufen sind nur 2 mm und nicht 3 mm wie in Version 1. Und es gibt mehr niedrige Stufen als in Version 1. Und das Podest ist auch niedriger!

Als ich dann endlich im Baumarkt war um mir die Stufen schneiden zu lassen, gab es eine böse Überraschung: der Baumarkt hatte sein Angebot geändert.
baumarkt_rohspan-liste.jpg
Angebot vor einigen Monaten und das Angebot diese Woche....

Auch in zwei weiteren Baumärkten gab es kein 13-mm-Rohspan. Also musste ich nochmal nachdenken. Schnellschüsse will ich nicht mehr machen.

Viel nachgedacht und gerechte und letztendlich kam eine reine Rohspan-Treppe raus:
  • 6,7 + (3 * 1,6) + (10 * 1,2) = 23,5
Weil der Zuschnitt im Baumarkt auch ein Minimum von 10 x 10 cm hat, musste ich etwas Kombinieren und werde es selbst Schneiden müssen. Für möglichst viele gerade Kanten habe ich immer 2 Stufen kombiniert und 2 mm für das Sägeblatt veranschlagt.
hb_wendeltreppe_material_01.jpghb_wendeltreppe_material_02.jpg

Der Tropf am Holzschnitt machte seinen Job auch nicht richtig und schnitt falsch. Es fehlt z. T. 1 mm in der Breite und 1 - 2 mm in der Tiefe. Ich hasse es!
Gemessen habe ich somit von außen von beiden Seiten und werde da dann irgendwie schneiden müssen. Zudem möchte ich eine Art Krallenstopper haben; eine Kerbe, in die die Krallen rutschen bevor sie beim Abstieg von der Stufe rutschen. Also alles mal anzeichnen.
hb_og1_wendeltreppe_stufen_schnitte-angezeichnet.jpg

Die Linien für die Kerbe habe ich mal mit 0,5 und 0,7 cm vom Rand angesetzt. Dort werde ich die Säge lang führen. Das wollte ich auch vor dem Zuschnitt der Stufen machen, weil so ein 10-cm-Brett mehr Platz für Klemmzwingen bietet als ein Brett von 5 cm... Der Aufbau sah dann so aus:
hb_wendeltreppe_stufen_kerben-aufbau_01.jpghb_wendeltreppe_stufen_kerben-aufbau_02.jpg

Für die 4 mm breite Kerbe musste ich die Handkreissäge zwei mal pro Stufe anwenden und hatte sie auf so 2 mm Tiefe gestellt. Nach dem ersten Durchgang an der Linie Richtung Kante sah es dann so aus:
hb_wendeltreppe_stufen_kerben_schnitt.jpg

Der Rohspan ist bei der ersten Stufe etwas abgebrochen weil ich sehr nah an der Kante war (2 mm). Darum bin ich danach mit der Säge irgendwie mehr nach hinten gewichen und nun ist die Kerbe wirklich 4 mm breit und 4 mm vom Rand weg... Richtig gefallen tut mir das nicht... Was meint ihr?
hb_wendeltreppe_stufen_kerben.jpg

Mehr hab ich in der Woche nicht auf die Reihe bekommen... Mal sehen was man bei 30 °C schafft...

Grüße,
Shizu

PS: Doch 1,5 h getippt... 😵
 

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Carlina

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mit der Triple A Grasvernichtertruppe ;)
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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Ich bin echt geplättet, was eine Arbeit
und vielen Dank die die Berichte!
:love:
 
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Meeri

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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Ich auch und diese akkurate Berichterstattung, wow. (y)
 
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Hey,

ihr seid ja vollkommen abgeschlagen! Dann versuche ich mal nach und nach nachzuliefern... (Als ich den Bericht schreiben wollte gab es Probleme im Forum und danach mit meinem Internet. So hat sich das alles verschleppt...)

KW 32/33

Leider habe ich kein Feedback von Meerschweinchenhaltern zu der Kerbe in den Stufen als Abrutsch-Verhinderer bekommen, aber entfernen konnte ich sie ja auch nicht mehr.

Es ging weiter mit der Verbindung der Stufen. Das wird durch Schrauben in der Stufenmitte gemacht und darum hieß es: ausmessen, anzeichnen, senkrecht durch bohren.
hb_wendeltreppe_stufen-verbindung_markiert.jpghb_wendeltreppe_stufen-verbindung_gebohrt.jpg
Info: Eine kleine Leiste habe ich benutzt um den Bohrer daran anzulegen sodass ich senkrecht bohre. Während des Bohren habe ich die Leiste etwas um den Bohrer bewegt damit ich in allen Richtungen senkrecht bin.
Jede Stufe bekam so zwei Löcher. Eines, 3 cm von dem Stufenrand entfernt, von oben durch gebohrt. Das zweite 1 cm vom Stufenrand aus von unten nur rein gebohrt. So sollten die Bohrlöcher sicher passgenau sein, wenn eine Schraube durch das hintere Loch der unteren Stufe in das vordere Loch der oben Stufe geführt wird.
hb_wendeltreppe_stufen-verbindung_konzept.jpg

Für den nächsten Schritt brauchte ich die Kapp-Kreis-Gehrungssäge, die mir immer wieder Ärger mit dem falschen Winkel macht. Darum musste ich erst das Werkzeug korrigieren indem ich die Anlegefläche so ausrichten, dass der eingestellte Winkel auch gesägt wird. Das hieß Restholz nehmen, ein Rechteck sägen (also rundherum mit 0 ° sägen) und den Winkel prüfen. Es reichten schließlich auch zwei Seiten als ich merkte dass es doch langwieriger wird. Sonnencreme, ein sonniger Arbeitsplatz, 34 °C im Schatten, 2 Stunden Arbeit und viel Sägemehl durch Kreissäge und Rohspan. Ich war paniert und hab an dem Tag mehrmals geduscht...
werkzeug_winkelkorrektur-kreissaege.jpg
Das Ende vom Einstellen der Säge - irgendwann habe ich die Ecke, deren Winkel ich prüfen musste, mit einem Buchstaben markiert (weil falsche Ecke geprüft und so...); am Ende war es ein "O"...

Nicht mit der Kapp-Kreis-Gehrungssäge, sondern mit der kleinen Einhandkreissäge habe ich nach einer großen Feg-Aktion die Stufen zugeschnitten und die hinteren Bohrlöcher von unten vertieft, damit die Schrauben versenkt werden können.
hb_wendeltreppe_stufen_zuschitt_aufbau.jpghb_wendeltreppe_stufen_zugeschnitten.jpghb_wendeltreppe_podest_deckel_vertiefung.jpg

Dann ging es an das Podest, dass die fehlende Höhe zwischen den Stufen und dem OG1 ausgleichen muss. Das Podest ist ein Kasten und es sollen keine Schnittkanten zu sehen sein.
Zuerst habe ich den Deckel auch bei 3 cm von der Kante gebohrt, um die erste Stufe dort montieren zu können. Dann wurden drei Seiten in einem 45-Grad-Winkel abgeschnitten. Mit Hilfe der großen Säge habe ich die Seitenteil für das Podest gesägt und auch dort 45-Grad-Winkel gesetzt.
hb_wendeltreppe_podest_deckel-schraegen.jpghb_wendeltreppe_podest_zugeschnitten.jpg

Aufmerksamen Beobachtern wird aufgefallen sein, dass das Bohrloch im Deckel nicht auf der richtigen Seite ist. Da habe ich beim abschrägen nicht aufgepasst und schließlich noch ein Bohrloch an die schräge Seite gesetzt. Jetzt kann die erste Stufe vollkommen auf dem Podest aufliegen. Die Rückwand des Podestes sollte fest mit dem Deckel verbunden werden, sodass ich die Stufen mit Deckel und Rückwand an Front und Seitenwände setze.
hb_wendeltreppe_podest_aufbau.jpg
Ansicht des Inneren vom Podest (Front oben, Rücken unten)

Weil Front und Rücken auf dem Boden stehen, aber die Seiten auf der Bodenplatte des ganzen Treppenkonstrukts aufliegen, sind die Seiten kleiner. Das Podest soll insgesamt 25 x 12 x 6,7 cm haben.
Für die Montage habe ich mich für Winkel entschieden. Ich habe bisher nie auf Gehrung gearbeitet und immer einfach durch- und angeschraubt; das geht hier nun nicht... Die Bretter auf den Kopf zu stellen und Front und Seiten dann zu verbinden hat gut geklappt. Und vorsorglich habe ich dann auch das Bohrloch im Deckel vertieft.
hb_wendeltreppe_podest_rand-montage.jpghb_wendeltreppe_podest_aufgestellt.jpghb_wendeltreppe_podest_werkzeug.jpghb_wendeltreppe_podest_deckel_vertiefung.jpg

Auch wenn die Rückwand vom Podest noch nicht montiert war, habe ich mich wieder an die Stufen gemacht. 4 cm von der Stufen Kante aus, habe ich mittig eine Gerade von 3 cm gezogen und sie mit Markierungen am hinteren Stufenrand, 3 cm von außen aus, verbunden. So sind die Schrauben der folgenden Stufen erreichbar und durch das sägen spare ich unkompliziert etwas Gewicht. Je nach Stufentiefe ist der entstandene "Schwung" natürlich verschieden.
hb_wendeltreppe_stufen-form_angezeichnet.jpghb_wendeltreppe_stufen-form_zugesaegt.jpg

Spaßeshalber mal das Podest auf die Bodenplatte gestellt, ein paar Stufen drauf drapiert und ein paar Stufen davor die das Einstreu simulieren. Gefällt mir.
hb_wendeltreppe_podest-und-stufen.jpg

Bei den Stufen habe ich dann den Stechbeitel (so heißt das Teil offenbar!) benutzt um die Kerben zu begradigen. Das heißt jede Erhöhung in der Kerbe entfernt. Das war nur in einer Stufe so krass wie auf dem Bild aber sonst seht ihr ja nichts ;)
hb_wendeltreppe_stufen_kerben-bereinigen.jpg

Im Anschluss habe ich die hinteren Ränder noch geschmirgelt, sodass es einen weichen Übergang gibt. Weil ich die Bögen von links und dann von rechts gesägt habe, habe ich in der Mitte manchmal 1 mm Versatz... Dann wurden alle Stufen mit 80er Schleifpapier einmal schnell oben geschmirgelt und anschließend mit klarem Spielzeuglack lackiert. Die Rampenstopper (KW 30/31) haben dann auch gleich noch einen Anstrich erhalten. Ich weiß nicht wie ich ohne den Styropor jemals lackiert habe!
hb_wendeltreppe_stufen_geschliffen.jpghb_wendeltreppe_stufen_lackieren.jpghb_rampenstopper_lackiert.jpg

Weiter ging es mit dem Boden der Wendeltreppe. Die Bodenplatte sollte 30 x 10 cm messen, wurde wegen Restholzrestriktionen aber nur so 27 cm breit. An der Platte wird das Podest befestigt bzw. aufgesteckt. Zudem soll die Platte hinter dem Pfeiler, der an OG1 liegt und OG2 stützt, und der Seitenwand stecken und großes Rutschen der Treppe verhindern. Zudem soll ein U vor dem Boden die Kräfte auch an die Front des EG leiten und sich auch an der Seitenwand abstützen.
hb_wendeltreppe_boden_konzept.jpg
Konzept von Bodenstützen (links) und Bodenplatte mit Befestigung vom Podest (rechts) - Nicht erschrecken: das X als Pfeiler hat die Seite gewechselt und die Maße sind auch nicht einheitlich...

Für das U vor der Bodenplatte brauchte ich hartes stabiles Holz. OSB oder Rohspan sind mir in 1 x 1,2 cm doch zu zerbrechlich. Ich habe eine Rampe aus dem EB I. gefunden und die Multiplexplatte für die Streben vom U benutzt (die auch etwas breiter als 1 cm wurden...). Die Querstrebe wollte ich, um Verschnitt zu vermeiden, aus mehreren Teilen zusammenfügen. Die Strebe ist ja nur da, damit die belasteten Streben mehr Halt haben.
Somit habe ich schön rechtwinklig zwei Ls angezeichnet und mit der Kapp-Kreis-Gehrungssäge soweit gesägt wie ich konnte. Damit werden die Schnitte einfach gerade. Die Handkreissäge habe ich dann für die kleineren Geraden verwendet und letztendlich mit der Stichsäge die Ls wirklich ausgesägt - da brauchte ich dann immer zwei Schnitte weil das Sägeblatt schmaler ist. Zwischen den Ls habe ich zwei Streben erstellt, mit denen dann die Querstrebe gebaut werden kann.
hb_wendeltreppe_boden_streben-angezeichnet.jpghb_wendeltreppe_boden_streben-saegen_01.jpghb_wendeltreppe_boden_streben-saegen_02.jpghb_wendeltreppe_boden_streben-saegen_03.jpghb_wendeltreppe_boden_streben-gesaegt.jpg

Einzelteile da, dann kann montiert werden! :)

Grüße,
Shizu
 

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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Beeindruckend!
 
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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Moin.

KW 36/37 ist vorbei und hier ist man noch immer bei unter 35... Nicht gut!

KW 33/34

Es geht weiter an der Wendeltreppe vom EG zum OG1 auf der Seite, an der der Seitenbereich aufgebaut wird (in der Skizze sitzt die Treppe links, ich baue aber rechts weil ich da jetzt gerade besser ran komme, also nicht verwirren lassen! :))
Nachdem die Streben für den Boden der Treppe gebaut waren, habe ich die Bodenplatte bearbeitet. Die Platte war schon zugeschnitten - etwas schmaler als ich eigentlich wollte, aber das jetzige Maß gab das Restholz her. Die Bodenplatte soll verhindern dass die Treppe nach vorne oder zur Seite rutscht. Aus diesem Grund richtet sich der vordere Rand an der Höhe des nahegelegenen Pfeilers aus. Für den Pfeiler wird ein Ausschnitt in die Platte gesägt, damit der hintere Abschnitt der Bodenplatte an dem Pfeiler liegt und somit das ganze nicht nach vorne rutscht. Richtung Außenseite vom Hauptbereich bzw. Richtung Seitenbereich liegt der noch vorhandene Bodenteil an der Seitenwand an. Weil ein Seitenwechsel möglich sein soll, sind die Aussparugen für Pfeiler auf beiden Seiten der Bodenplatte.
hb_wendeltreppe_boden_zuschnitt-anzeichnen.jpg
Anlegen und mit Bleistift markieren (ich habe es hingestellt und an den Pfeiler gelehnt, aber das ist blöd zu fotografieren...), sowohl für die horizontale als auch die vertikale Tiefe
hb_wendeltreppe_boden_zugeschnitten.jpg

Um die Streben zu montieren habe ich sie angelegt und an dem vorderen Rand der Bodenplatte die Platzierung der Strebe markiert. Wieder auf beiden Seiten. Auf den Bildern sieht man an der linken Strebe, wie ich es mir gedacht habe, aber weil die Bodenplatte nicht über die ganze Breite des Pfeilers reicht, sitzen die Streben tatsächlich weiter innen und nicht auf einer Linie mit dem Pfeiler. Die Streben müssen an der Seitenwand anliegen.
hb_wendeltreppe_boden_streben-position_01.jpghb_wendeltreppe_boden_streben-positon_02.jpg

Mit dem Wissen wie weit die Strebe die Bodenplatte überlappt, habe ich einen Platz für die Schraube ausgesucht und angezeichnet. Weil ich Richtung Seitenwand eine Aussparung brauche, habe ich die Streben zusammengeklebt mit Kreppband. Mit dem Aufbau konnte ich gut die Löcher für die Schrauben Richtung Bodenplatte bohren und vertiefen.
hb_wendeltreppe_boden_streben-bohrloecher_01.jpghb_wendeltreppe_boden_streben-bohrloecher_02.jpg

Die besagte Aussparung hatte ich bereits markiert und dann mit dem 20-mm-Forstnerbohrer erstellt. Auf dem Foto sieht man nur ein Drittel des entstandenen Sägestaubs... Mithilfe der Stichsäge habe ich dann die Aussparung noch begradigt damit da nichts so einfach splittert.
hb_wendeltreppe_boden_streben-aussparung-gebohrt.jpghb_wendeltreppe_boden_streben-aussparung-gesaegt.jpg

Die Schrauben zur Befestigung von Bodenplatte und Streben habe ich wieder in 3,5 gewählt. Sie sitzen halb in der Platte und halb in der Strebe. Mit der Schraube in der Strebe, habe ich sie an die Markierung der Bodenplatte gelegt und die Schraube etwas weiter gedreht, sodass das Bohrloch an der Bodenplatte gebohrt werden konnte.
hb_wendeltreppe_boden_montage_01.jpghb_wendeltreppe_boden_montage_02.jpg

Der Boden sieht somit schon sehr gut aus! Ich habe dann noch den Rand vom EG-Boden übertragen und die Streben entsprechend gekürzt.
hb_wendeltreppe_boden_streben-gekuerzt_01.jpghb_wendeltreppe_boden_streben-gekuerzt_02.jpg

Ein kurzer Ausflug zu den Rampenstoppern, die gesägt, geschmirgelt und lackiert waren. Ich habe mir 3,5 x 12 Schrauben und schmalere Schrauben für die Montage ausgesucht. Die 2,5 x 16 Schrauben sind die vertikalen Schrauben, die die Bögen mit der Bodenplatte verbinden, weil trotz Vorbohren Schrauben mit 3,5 mm Dicke die Bögen gespreizt und schließlich wohl zerbrochen hätten.
hb_rampenstopper_montage_01.jpghb_rampenstopper_montage_02.jpg
Damit sind die Rampenstopper schon einmal zusammengebaut.

Zurück zur Wendeltreppe:
Das Podest der Treppe soll über der Bodenplatte sitzen und dort quasi aufgesteckt werden. Auch ist es wichtig, dass das Podest auf der Höhe des Pfeilers sitzt. Wenn es weiter zur Front des Eigenbaus ragen würde, stände es im Laufweg. Schon einmal den Zeh am vorstehenden Möbel gestoßen? ;) Weiter nach hinten soll es auch nicht weil der Platz für die Treppe gebraucht wird. Das Podest sitzt also direkt neben dem Pfeiler - auch beim Seitenwechsel.
Um die Front des Podestes möglichst fest einzustecken habe ich erstmal markiert wo die Streben sitzen und dann überlegt welche Teile ich in der Front und welche in der Bodenplatte entfernt werden.
hb_wendeltreppe_podest-front_streben-markierung.jpghb_wendeltreppe_podest_bodenverbindung-findung_01.jpghb_wendeltreppe_podest_bodenverbindung-findung_02.jpg

Was ich schon lange mal probieren wollte, war das Anspitzer von Bleistiften mit dem Bohrer. Hab das jetzt endlich mal mit dem Bleistiftstummeln ausprobiert. Geht. :)
werkzeug_bleistift-angespitzt.jpg

So. Dann habe ich mit frisch gespitztem Bleistift die Aussparungen angezeichnet. Immer wieder hin und her gewechselt weil ja der Seitenwechsel möglich sein soll.
hb_wendeltreppe_podest_bodenverbindung-markiert.jpg
Am Ende war es anders als geplant und rückblickend auch alles anders als ich mir gedacht habe, aber beim bauen sah es gut aus und hat sich richtig angefühlt.
hb_wendeltreppe_podest_bodenverbindung-gesaegt_01.jpghb_wendeltreppe_podest_bodenverbindung-gesaegt_02.jpg
Platzierung der Podestfront auf der Bodenplatte, mit Pfeiler auf der rechten bzw. der linken Seite

Für den Rücken habe ich entschieden, dass er von hinten an den Deckel geschraubt wird. So kann man die Rückwand auch abnehmen, wenn die Stufen auf dem Deckel montiert sind. Dazu musste ich aber den Deckel vom Podest um die Dicke der Rückwand kürzen.
hb_wendeltreppe_podest_deckel-gekuerzt.jpg
Dann wurden Rückwand und Deckel im rechten Winkel verschraubt. Ich war etwas zu zuversichtlich was die Haltbarkeit von Rohspan angeht und hatte wohl auch zu kurze Schrauben... Der Deckel ist beim Belastungstest ausgebrochen.
hb_wendeltreppe_podest_ausgebrochen.jpg
Kaputt...

Egal!!! (Erstmal...)
Nur mit dem Aufstecken des Podestes würde es nicht halten und durch die Kanten im 45 Grad Winkel gab es auch keine richtige feste Verbindung. Ich arbeitete die ganz Zeit mit Kreppband, weil ich die Winkel innen einfach nicht korrekt setzen konnte.
Ich arbeitete erstmal daran einen Kasten mit rechten Winkeln zu machen. Die Seitenwände sollten mit Dübeln jetzt auch Halt auf der Bodenplatte finden. Dazu muss man wissen wo die Wände sind (auch beim Seitenwechsel).
hb_wendeltreppe_podest_platzierung_01.jpg
Aufstellen der Seiten im rechten Winkel zur Front vom Podest
hb_wendeltreppe_podest_platzierung_02.jpg
Hilfestellung zur Platzierung der Seiten

Die vier Positionen der Seitenwände von dem Podest habe ich mit Bleistift auf der Bodenplatte markiert. Dann habe ich auf der Platte an zwei Stellen (eine links, eine rechts) markiert, in welchem Abstand vom hinteren Rand der Dübel in der Seitenwand sitzen soll. Die Markierung wurde auf die Seiten übertragen. Dann wurde das Podest umgesetzt (Seitenwechsel!) und die Markierung von Seite auf die Bodenplatte übertragen. So sollte es auch beim Seitenwechsel passen (Weisheit: "Lieber übertragen, als messen")
hb_wendeltreppe_podest-seiten_duebelmarkierung_01.jpg

Mit Hilfe des Zentrierers habe ich an der entsprechenden Stelle an der Seitenwand dann die Mitte markiert und das Loch für den Dübel gebohrt. Nicht tief, weil es nicht so viel halten muss. Durch die Zentrierspitzen und dem angezeichneten Platz der Seitenwände wurden dann die Dübellöcher auf die Bodenplatte übertragen und anschließend gebohrt.
hb_wendeltreppe_podest-seiten_duebelmarkierung_02.jpghb_wendeltreppe_podest-seiten_duebelmarkierung_03.jpghb_wendeltreppe_podest-seiten_duebelbohrung.jpg

Mit zwei Dritteln von einem 3-cm-Dübel und etwas Kleber steckte schließlich ein Dübel in jeder Seitenwand und konnte in die Bodenplatte gesteckt werden. So saßen Front und Seiten vom Podest fest. (Wenn die Teile zusammen auchfest gewesen wären und nicht nur durch Kreppband zusammen gehalten worden wären...)
hb_wendeltreppe_podest-seiten_duebelerstellung.jpghb_wendeltreppe_podest-seiten_duebel-geklebt.jpg

Rückwand. Weil die Bohrlöcher im Deckel nun ausgerissen waren brauchte ich neue. Um es außen hübsch zu haben, drehte ich die Rückwand um. Die Bohrlöcher für den Deckel waren nun unten und sollten Kerben für die Befestigung an der Bodenplatte werden. Oben gab es neue Bohrlöcher weiter außen. Angezeichnet von Innen damit die Bohrlöcher mit den Löchern im Deckel passen, auch wenn ich schräg bohren sollte.
hb_wendeltreppe_podest-ruecken_neue-bohrungen.jpg

Mit Rücken und Deckel montiert war das Podest gut zu erkennen.
hb_wendeltreppe_podest_deckelplatzierung.jpg

Bei der Bodenansicht konnte ich mir aber den Spalt zwischen Rücken und Bodenplatte nicht erklären...
hb_wendeltreppe_podest-boden-ansicht.jpg
Während des Schreibens kam ich jetzt darauf, dass es eigentlich geplant war, dass das Podest VOR dem Boden beginnt und nicht durch Aussparungen eingearbeitet wird. Mir Wackeleien und Ungenauigkeiten lässt sich der Spalt von 0,5 statt 1,2 cm für mich erklären.

Nichtsdestotrotz war das Podest 12 cm tief wie erwartet und ich habe weiter gemacht. Der Rücken sollte auch aufgesteckt werden, aber da es keine feste Verbindung zwischen Rücken und Deckel mit Front und Seiten gibt und geben wird, musste ein Einsteck-Mechanismus her.
Dazu habe die alten Bohrlöcher in Kerben verwandelt in die Schraubhaken passen. Die Schraubhaken wurden in die Bodenplatte geschraubt und können sich dem Spalt bzw. der Position der Rückwand anpassen. Ich habe die Haken so weit eingedreht bis der Rücken gut einsteckbar war, aber doch fest saß. Die Kerben für den Seitenwechsel wurden dann auch noch ergänzt.
hb_wendeltreppe_podest-boden_haken-markierung.jpghb_wendeltreppe_podest-ruecken_platziert.jpg

Kurzer Ausflug zum Geländer von Dachgeschoss:
Ich kämpfe noch immer mit dem gebogenen Geländer. Icb hatte mir ein Herz gefasst und die kurzen Teile in kochendes Wasser gelegt und anschließend festgeklemmt. Mit der Hoffnung dass das das Holz gerade macht. Ein langwieriger Prozess...
hb_dg_gelaender_biegen-bad.jpghb_dg_gelaender_biegen-pressen.jpg

Zurück zur Wendeltreppe ...
Wegen des Halters vom OG1, der am Pfeiler sitzt, können die oberen Stufen keine gerade Außenkante haben. Für den Halter muss eine Aussparung her.
Dazu habe ich ein Vierkantholz wie das, aus dem der Halter ist, genommen und die Größe auf die oberste Stufe, Stufe 13, übertragen. Und ausgesägt.
hb_wendeltreppe_anpassung_massfindung-13.jpghb_wendeltreppe_anpassung_angezeichnet-13.jpghb_wendeltreppe_anpassung_gesaegt-13.jpg

Und weil Stufe 12 ebenfalls gerade von der Etage abgeht und somit auch auf jeden Fall mit dem Halter kollidiert, gab es das selbe Spiel mit Stufe 12:
hb_wendeltreppe_anpassung_massfindung-12.jpghb_wendeltreppe_anpassung_gesaegt-12-13.jpg

Bezüglich des Podestes hatte ich noch Bedenken dazu, wie ich den Rücken mit Deckel und Stufen vond er Bodenplatte lösen kann. Auch wenn die Schraubhaken variabel sind, kann man sie nicht drehen wenn alles an seinem Platz ist. Bodenplatte, Podest und Treppe lassen sich auch nicht kombiniert entnehmen sondern müssen nacheinander auf- und abgebaut werden.
Ich nutze den Forstnerbohrer um zwei Kuhlen in den Rücken zu bohren. Damit wollte ich probieren die Stufen mit Deckel und Rückwand zu entfernen, wenn es soweit ist. Sonst gab es keinen Ansatz wo ich hätte greifen und heben können.
hb_wendeltreppe_podest_hebehilfe_angezeichnet.jpghb_wendeltreppe_podest_hebehilfe_gebohrt.jpg
Gebohrte Hebehilfe und die neuen Schrauben zwischen Rücken und Deckel

Das war das. Und ich kann euch sagen: Die Wendeltreppe ist noch nicht vorbei! 😱

Grüße,
Shizu
 

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Helga

mit einer tollen Meerschweinerei
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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Du schaffst mich mit Deiner Handwerkskunst, echt :eek::love:

Mein Mann ist ja auch Hobbyschreiner und hat u.a. den jetzigen EB gemacht, aber der Aufwand, den DUUU hier umsetzt, der nötigt mir noch mehr Respekt ab!!!
 
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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Danke sehr, @Helga. Ich motivieren mich mit dem Bericht hier selbst und das Fummeln mit dem Holz und Probleme lösen macht viel Spaß. Und ich hoffe durch meine Dokumentation hier vielleicht auch dem ein oder anderen eine Idee oder Hilfestellung geben zu können. Probleme lösen sich ja nicht von alleine :)

Judddi.

KW 34/35

Zum Auftakt der Arbeitswoche hatte ich zunächst mal die Aussparung für den OG1-Halter an den Stufen 12 und 13 nochmal erweitert. Der Halter steht 0,5 cm vor und muss von der Trittfläche abgezogen werden. Soll Stufe 13 also 2 cm tief sein, muss ich bis 1,5 cm von der Kante aus die Aussparung für den Halter machen. Etwas mulmig war mit ja schon, aber hilft ja nichts. Zur Not eben nochmal neu kaufen...
hb_wendeltreppe_anpassung_erweitert.jpg

Nach viel gedanklichem Hin und Her habe ich beschlossen, die Treppe möglichst simpel an dem OG1 zu befestigen. Schrauben. Eine Einschub-Vorrichtung braucht Platz in der Höhe wo Schwein sich den Kopf stoßen könnte und weil ich Schaf die Stufe 13 auch so ausgesägt habe, als käme noch eine Stufe danach, ist auch viel Material weg, was auf so einem Halter hätte aufliegen können.
So habe ich mir, auf Höhe des unnützen Lochs für die darauffolgende, nicht existente Stufe 14, links und rechts außen zwei Bohrlöcher markiert. Dort zwei Schrauben durch sollten die Stufe auch gut am OG1 halten.
hb_wendeltreppe_befestigung_angezeichnet.jpg

Bei der Montage der Stufen habe ich dann gemerkt, dass ich doch nicht so frei in meiner Entscheidung bin - Stufe 12 überlagert die Löcher.
hb_wendeltreppe_befestigung_verdeckt.jpg

Also habe ich neue Löcher gemacht. 4 cm von der Stufenkante weg und 10 cm auseinander. Ich finde, Stufe 13 sieht etwas aus, wie eine überraschte Alienkatze...
hb_wendeltreppe_befestigung_neu-angezeichnet.jpghb_wendeltreppe_befestigung_vertieft.jpg

Dann kam endlich der Moment: Montage! Mit zwei verschiedenen Schrauben habe ich die Stufen verbunden. Für die 16-mm-Stufen 20-mm-Schrauben und für die 12er Stufen 16 mm.
hb_wendeltreppe_stufen-montiert.jpg

Info: Vielleicht bin ich als einziger Mensch so blind, aber mir ist erst vor ein paar Monaten aufgegangen, dass auf den Verpackungen der Schrauben der benötigte Bit steht. Kein Ausprobieren mehr, was passt sondern einfach nur Lesen und Benutzen! :D
werkzeug_bit-bezeichnung.jpg


Einer Eingebung folgend habe ich die 13 Rohspan-Stufen mit Schrauben mal auf die Waage gestellt...
hb_wendeltreppe_stufen-gewicht.jpg
Ui! Mit einem dicken Schwein drauf verdoppelt sich das Gewicht dann direkt...

Bevor ich die Wendeltreppe aufbauen, ja die Stufen auch nur zum Anwendungsort bringen konnte, brachen mehrere Schrauben aus den Stufen.
hb_wendeltreppe_stufen_ausbruch.jpg

Mit längeren Schrauben konnte ich es aber wieder flicken und wenn man nun die Stufen von unten betrachtet sieht man auch, wie wunderschön ich gerade Linien mit der Stichsäge umspielen kann - eigentlich sollte es eine gerade Linie Richtung Mitte sein, die mit einer Biegung in die Parallele zur Stufenkante geht, die Stufenmitte passieren und mit einer Biegung wieder in einer Geraden zur Außenseite geht... Aber die Schweine nehmen es mir bestimmt nicht so übel... Gut das ich es nicht seh! xD
hb_wendeltreppe_stufen_ansicht-von-unten.jpg

Endlich am Korpus angekommen, habe ich Deckel und Rücken in das Podest gesteckt. Die Stufen waren schon an den Deckel geschraubt und machen sich - abgestützt - optisch schon sehr gut.
hb_wendeltreppe_platzierung-gerade.jpg

Das Drehen der Stufen mach riesigen Spaß, aber leider stieß ich wieder auf ein Hindernis namens "OG1-Halter", das mir nicht erlaubte die obersten vier Stufen auszurichten...
hb_wendeltreppe_platzierung-gebogen_01.jpghb_wendeltreppe_platzierung-gebogen_02.jpghb_wendeltreppe_problemstelle.jpg

Gut...
Ich nahm die obersten vier Stufen ab. Und versuchte zu markieren, wo der Halter an die Stufen kommt um dann den Teil aus der Stufe zu sägen. Um die Wendeltreppe aber nach hinten ziehen, und so Stufen markieren zu können, musste ich eine Strebe vom Boden entfernen.
hb_wendeltreppe_platz-anpassung_markierungs-aufbau.jpg
Dazu gehörte natürlich auch, dass alle Stufen richtig ausgerichtet sind. An dem äußeren Rand sollten die Stufen 4 cm lang sein...
hb_wendeltreppe_platz-anpassung_draufsicht_01.jpghb_wendeltreppe_platz-anpassung_draufsicht_02.jpghb_wendeltreppe_platz-anpassung_draufsicht_03.jpg

Weil mir immer mehr Stufen trotz Stützen ausbrachen, einfach weil das Eigengewicht so enorm war, hatte ich mich schon entschieden, dass ich die Stufen neu machen würde. Also auch, wenn die Form der oberen Stufen noch nicht klar war, hab ich bereits Stufen aus Pappelsperrholz ins Auge gefasst.
Natürlich gab es kein Pappelsperrholz mit einer Dicke von 16 mm in der ganzen Welt und ich musste improvisieren. Zwei mal 8 mm sollten es werden und weil ich dachte, dass etwas mehr Gewicht am Boden und mehr Geld im Portemonnaie nicht schaden, habe ich entschieden, die 16-mm-Stufen aus Pappelsperrholz und Rohspan zu machen.
Der Deckel war noch intakt, sodass die Einkaufsliste nur ähnlich und nicht identisch zum Initialen Einkauf war.
hb_wendeltreppe_ii_einkaufsliste.jpg
Im Anschluss habe ich dann die dünnen Pappelsperrholz-Teile auf die Rohspan-Teile geklebt und es festgeklemmt trocknen lassen.
hb_wendeltreppe_ii_grosse-stufen_geklebt.jpg

Als dann die Stufen bereit waren, habe ich das Prozedere von den Rohspan-Stufen wiederholt und Schnittkanten, Bohrlöcher und die Fugen angezeichnet.
hb_wendeltreppe_ii_stufen_markierungen.jpg

Damit es nicht langweilig wird, hat ein freundlicher Mensch beim Zuschnitt einfach etwas beim Zuschneiden geschlampt, sodass die 8-mm-Platten nicht bündig aufeinander passen... 1/2 oder 1 mm Unterschied.
hb_wendeltreppe_ii_grosse-stufen_ueberstand.jpg

Ich habe es an den Seiten mit der Handkreissäge angepasst und mich (glaube ich... Zu lange her und keine Fotos...) entschieden, das Risiko, einer nicht absolut geraden Stufenkante bei einer der drei dicken Stufen, in kauf zu nehmen.

Es folgte das Bohren...
hb_wendeltreppe_ii_stufen_gebohrt.jpg
... Der Aufbau für das Fräsen der Nuten...
hb_wendeltreppe_ii_stufen-kerben_masse.jpghb_wendeltreppe_ii_stufen-kerben_aufbau.jpg
Bin jetzt knallhart von 7 bzw. 7,2 cm vom Stufenrand ausgegangen für die Führungsschiene; die Säge kommt ja 6,5-und-ein-kleines-Bisschen + 2 mm wieder zurück...
Das war dann erstmal schön! Und weil ich so selten mit Pappelsperrholz arbeite und das letzte mal hier alles der graue Rohspan war, hatte ich das Gefühl einen Einhornbabypopo zu fräsen. *hach* 😍
hb_wendeltreppe_ii_stufern_kerben.jpg

Einhorn hin, Einhorn her, die Stufen wurden dann wieder mit der Handkreissäge in solche verwandelt.
hb_wendeltreppe_ii_stufen-zuschnitt_aufbau.jpghb_wendeltreppe_ii_stufen_zugeschnitten.jpg

Im Anschluss habe ich dann wieder die Bögen angezeichnet, die ich ja brauche um die Schraube der oberhalb liegenden Stufen zu erreichen.
hb_wendeltreppe_ii_stufen_bogen-angezeichnet.jpg
Und dann wurde ausgesägt. Da hatte ich auch gemerkt, dass ich wieder an Gehirnzellenaktivität gespart habe und Stufe 13 WIEDER genauso behandelt habe wie alle anderen Stufen... Naja...
hb_wendeltreppe_ii_stufen_bogen-gesaegt.jpg

Stufe 13 und Stufe 12 haben dann wieder ihre charakteristischen Aussparungen für den Halter von OG1 bekommen. Und Stufe 13 ist nun nur noch eine normale Wunder-mich-Katze.
hb_wendeltreppe_ii_stufen-12-13_oben.jpghb_wendeltreppe_ii_stufen-12-13_unten.jpg

Eine neue Gewichtskontrolle brachte ein positives Ergebnis: 25 % weniger Gewicht (aber ohne Schrauben...).
hb_wendeltreppe_ii_stufen-gewicht.jpg

Jedoch musste ich etwas Masse noch nachträglich einbringen, weil ich vom Einhorn verzaubert bei Stufe 12 beide Bohrlöcher durchgebogen hatte... Mit einem Zahnstocher, einer Schere, Kleber und dem Ende eines Pinsels konnte ich das Loch stopfen. Hässlich, aber nun sehen die Schweine wo die Mitte ist...
hb_wendeltreppe_ii_stufe-geflickt.jpg

Weiter!
Es ging ans Lackieren. Wie auch die Rohspan-Stufen bekamen die neuen Stufen einen Anstrich mit klarem Spielzeuglack. Und auch die neu gekauften Bretter für die Rampen im HB habe ich gleich einseitig (also Kanten und die Oberseite) mitlackiert.
hb_wendeltreppe_ii_stufen_lackieren.jpghb_rampen_lackiert.jpg

Immer nebenher läuft noch das Projekt "Besch*****es DG-Geländer begradigen". Dazu wird das Holz in kochendes Wasser gelegt und dann eingespannt damit es gerade wird und getrocknet. Nach mehreren Tagen prüfe ich dann. Es geht ... schleppend...
hb_dg_gelaender_biegung.jpg
Fast unveränderte Biegung eines Geländerteils

Okay. Kommen wir dann zu was geradlinigerem: Rampenstopper. Die waren zwar gebaut und lackiert und zusammengebaut, aber noch nicht einsatzbereit.
Ich begann im OG2. Dort soll der Stopper die Rampe zum DG halten. Befestigt wird er mit Schrauben im Boden. Die Rampenabdeckung hat Löcher für Abdeckleisten, die ich für den Stopper benutzen kann. Also habe ich den Stopper an die Rückwand des HB und dir Öffnung der Rampe zwischen OG2 und OG1 angelegt und eine Schraube von unten durch den Boden geschraubt.
Nur eine, weil die Position unglaublich ungünstig liegt und ich das nicht geschafft habe das nochmal zu tun. Auch für den Seitenwechsel werde ich da noch was an Arbeit nachholen müssen. Jetzt also nur die Arbeit mit einer Schraube statt mit zwei...
hb_og2_rampenstopper_markierung.jpg
Druckloch von einer Schraube in der Bodenplatte des Rampenstoppers

Zur Montage habe ich dann eine Schraube (wohl so 3,5 x 12) von oben durch den Rampenstopper in die Etage (bzw. die Rampenabdeckung) gebracht - nach dem Bohren versteht sich.
hb_og2_rampenstopper_gebohrt.jpghb_og2_rampenstopper_befestigt.jpghb_og2_rampenstopper_ansicht.jpg

Das war die Montage im OG2. Im OG1 ist es ohne eine Rampenöffnung etwas schwieriger. Hier will ich in der Mitte eine Schraube setzten, die den Rampenstopper an einem Arm hält. Beim Seitenwechsel will ich den Arm einfach drehen.
Zuerst musste ich die genaue Position des Stoppers im OG2 ermitteln - wenn alles auf einer Linie ist, ist es hübscher! Dazu habe ich den Abstand des Rampenstoppers zu der Stoßkante der Rückenplatten gemessen. Der Rücken vom HB besteht aus drei Platten (1-2-1), von denen die größte in der Mitte sitzt.
hb_og2_rampenstopper_abstand-messung.jpg
Diese 12,1 cm habe ich dann im OG1 auf von der Stoßkante aus gemessen und auf Bodenhöhe im OG1 markiert.
hb_og1_rampenstopper_abstand-markierung_01.jpghb_og1_rampenstopper_abstand-markierung_02.jpg

Um nun die Länge des Arms zu bestimmen, legte ich den montierten Rampenstopper für das OG1 an die markierte Stelle. Die Mitte des ganzen HB war noch auf der Rückwand markiert und musste auf den Arm übertragen werden.
hb_og1_rampenstopper_platzierung.jpg

Mit der Markierung auf dem Arm konnte ich die Mitte durchbohren und vertiefen. Der Arm wurde gekürzt.
hb_og1_rampenstopper_arm_bohrung-markierung.jpg

Anschließend habe ich das Bohrloch auf die Rückwand übertragen eine MDF-Platte mit der selben Dicke wie die Bodenplatte des Rampenstoppers hat als Abstandshalter zum Boden gedient. Und eine rote Taschenlampe für die Beleuchtung...
hb_og1_rampenstopper_arm_bohrung-uebertrag.jpghb_og1_rampenstopper_arm_gebohrt.jpg

Den Arm noch abgerundet und alles an den Rücken geschraubt. Dass das blöde Ding nun so sehr von der Wand absteht liegt wohl an ungerader Auflagefläche auf dem Bogen wo der Arm angebracht ist. Ich riskiere es aber jetzt so!
hb_og1_rampenstopper_montiert.jpg

Um jetzt die Rampen zu platzieren, müssen kleine Aussparungen gemacht werden. Sie haben die Breite der Bögen der Rampenstopper (12 mm) und die Länge habe ich ausprobiert... Bis die Rampe an dem Querbalken lag. Dort soll auch viel Kraft hin und nicht nur auf die Bögen. Zudem will ich keinen Spalt wo die Krallen stecken bleiben könnten. Für den Arm im OG1 brauchte es aber noch eine zusätzliche Aussparung...
hb_rampenstopper_rampen-aussparung.jpg

Aufgebaut sieht das ganze sehr hübsch aus, wie ich finde.
hb_og1_rampenstopper_einsatz.jpghb_og2_rampenstopper_einsatz.jpg
hb_og1_rampen-ansicht.jpghb_og2_rampen-ansicht.jpg
hb_rampen-ansicht.jpg

Beim Bauen habe ich auch in den Plänen gesehen, dass ich eine Wand im OG2 geplant habe. Sie soll einen Ruheplatz von dem Durchgangsverkehr an der Rampe trennen. Ich habe mal den verfügbaren Platz für 1 kg Schwein testen lassen:
hb_rampenstopper_platz-test.jpg
Zu wenig...
Da reden wir später nochmal drüber...

Die Wendeltreppe wurde auch nur mit einem skeptischen Blick und der kalten Schulter bedacht (betreten eh verboten, aber trotzdem!!! TT__TT)
hb_wendeltreppe_groessen-test.jpg
Die Höhe vom Podest sollte aber zumindest kein Hindernis sein *freu*

Die neue Wendeltreppe habe ich dann auch wieder zusammengeschraubt. Jetzt mit längeren Schrauben - 20 mm für kleine und 25 mm für große Stufen. Statt 4 mm gehen die Schrauben jetzt ca. 8 mm in die obere Stufe und da auch nicht mehr in Rohspan sondern in Sperrholz.
hb_wendeltreppe_ii_stufen.jpg

Jedoch habe ich die obersten Stufen noch ausgelassen, um mit den Rohspan-Stufen erst einmal die Form heraus zu bekommen. Die äußere Trittfläche soll ja nicht plötzlich ein Loch sein...
hb_wendeltreppe_aufbau.jpg

Da muss noch einiges passieren...

Grüße,
Shizu
 

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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Alle Achtung, bei diesem Bauvorhaben hätte ich wohl schon 3x in der Ecke gelegen und geheult...😭
mal davon abgesehen, dass ich nie soweit gekommen wäre...
also meinen vollsten Respekt hast du (y)(y)
 
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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Danke, @Meeri. Aber glaub mir, das habe ich. Mehrmals. Da habe ich heult und geschrien und wollte alles kaputt schlagen. Wollte alles aufgeben und einfach nie wieder was machen.
Aber ich hab keine Wahl. Ich will nicht für immer das halbe Wohnzimmer als eingestreutes Bodengehege haben und mir fehlen die Mittel, komplett neues Material für drei große Kästen als Ebenen zu besorgen. Die Bauzeit ist unverschämt lang und jede Deadline habe ich schon schamvoll verpasst und das was ich täglich/wöchentlich schaffe ist zu wenig, aber ich kann nunmal nur weiter machen. Ne andere Option habe ich nicht.
Es ist aber gut, dass die Schweine nicht leiden weil der EB nicht fertig ist, sondern nur ich mit weniger Platz in der großen Wohnung auskommen muss. Das machts leichter. :) Ich muss einfach schaffen, dass ich weiter mache.
Ein Handschlag nach dem anderen... Dann werde ich irgendwann fertig...

Grüße,
Shizu
 
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mit der Triple A Grasvernichtertruppe ;)
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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Ich finde es einfach genial, ich könnte das so und so nicht, bin immer ganz platt
wiie Du das alles baust.
Ich freue mich sehr und drücke die Daumen,
dass es so wird, wie Du es willst, aber Du schaffst das,
besonders süß finde ich ja immer Deine Tester,
wie alles beäugt wird.
:love:
 
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hanninanni

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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Die Testerin oder der Tester 😂. Sehr süss.
 
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rosetten-emma

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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Wow, da hast du ja ein großartiges Projekt!
Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und, dass es so wird, wie du es dir vorstellst.
Ich überlege auch, selber zu bauen und konnte mir von dir jetzt schon einiges an Inspiration holen. :);)
Mir haben bereits die Tipps auf dieser Seite für einen ersten Überblick gut geholfen: https://www.petmeister.de/meerschweinchen-kaefig-test/
 
A

Angelika

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AW: Eigenbau III. - Baubericht

@rosetten-emma: Der Link zu einem Einkaufsführer für Käfige ist ja wohl nicht dein Ernst? Keiner, der nur etwas Ahnung hat, wird einen Käfig für sein Tier kaufen.
 
Shizu

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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Hallo zusammen.
Getestet wurde von Mama Nonumi - 1 Jahr, 1 kg; ein super Normaloschwein, wie ich finde ;)

Ich mache mal direkt mit der nächsten, kleinen Woche weiter:
KW 35/36

Wendeltreppe zwischen EG und OG1. Die Aussparung der Stufen passte ja nicht so ganz und ich musste feststellen, dass die Stufe 13 auch gar nicht passte - von der Trittfläche her. Stufe 12 gelang mit ca. 2,5 cm an das OG1. Die dreizehnte Stufe hätte so gerade mal 0,5 cm Fläche geboten und für einen Meerschweinchenfuß definitiv zu wenig. 2 cm hatte ich als absolutes Minimum festgelegt.

Also habe ich die Drehung der Stufen nochmal geändert. Stufe 12 musste jetzt 4 cm von OG1 beginnen damit Stufe 13 zumindest die 2 cm Fläche haben kann. Dass Stufe 12 und 13 gerade und parallel zum Pfeiler und OG1 verlaufen war dabei schon klar. Zudem liegen Podest und Stufe 1 auch gerade und im rechten Winkel zum Pfeiler. Die Drehung der Stufen 2 bis 11 musste ich somit herausfinden.
Mathe ist nicht so meins und darum habe ich viele Stunden mit Drehen und Messen verbracht. Es kam heraus, dass die Treppe nicht direkt neben dem Pfeiler an das OG1 stoßen kann. Sonst wäre die Trittfläche für Stufe 13 bzw. die Überbrückung der Höhe mit den 12 Stufen nicht gegeben. Eine Stufe - bzw. die erste, wenn man runter geht - plötzlich mit 2 cm Höhenunterschied ist sicher auch für Schweine nicht sicher. Die 16-mm-Stufen habe ich auch nur guten Gewissens, weil sie sich farblich deutlich abheben und unten man beim Runtergehen noch in das weiche Einstreu springen kann (was mit Sicherheit 90 % der Zeit passieren wird...). Beim Hochgehen ist es noch sicherer, wenn man da wo gegen stößt - da passiert nicht viel. Und mit der Zeit gewöhnt man sich ja auch an die Eigenheiten einer Treppe, nicht wahr? ;)

Okay. Also die Treppe nicht direkt am Pfeiler entlang. Schade! Aber! Hinter der Wendeltreppe soll es auch noch einen Durchgang zum Seitenbereich des Eigenbaus geben. Der wird 20 cm breit und braucht auch Platz. Und die Wendeltreppe braucht auch ein Außengeländer! Das Nachmessen hat sehr geholfen denn von den gut 5 cm Platz auf dem Papier blieb mit dem gekürzten OG1 und der Luft hinter der Rückwand nichts mehr übrig. Das habe ich früh genug gemerkt und letztendlich doch soweit die Treppe eingestellt dass die 13 Stufen passen.
hb_wendeltreppe_position-13-stufen_01.jpghb_wendeltreppe_position-13-stufen_02.jpg
Aufbau mit 12 Stufen (9 neuen und 3 oberen, aufgelegten alten - wegen der unklaren Form)

Allerdings stimmte die Höhe nicht. Ich habe erstmal das Podest geprüft. 23,5 cm vom Boden bis zur Unterkante von OG1. Das Podest sollte 6,7 cm hoch sein.
Auf dem Fußboden konnte ich direkt sehen, dass die Rückwand nicht ganz runter geht. Darum habe ich die Kerben für die Schraubhaken verlängert.
hb_wendeltreppe_podest-hoehe_ruecken-stecker.jpg

Das Ergebnis war nicht wie erwartet.
hb_wendeltreppe_podest-hoehe_hoehe.jpg

Ich wollte die Rückwand kürzen, aber die hatte perfekte 6,7 cm und der Deckel stand im rechten Winkel. Also daher kam die falsche Höhe nicht.
Also habe ich die Seiten und Front geprüft. Die Schrägen, auf denen der Deckel aufliegt, habe ich mit dem Winkel geprüft und die Schnittflächen angepasst und so weit abgetragen dass der Deckel tief genug rutschen kann, dass auch vorne das Podest 6,7 cm hoch ist.
hb_wendeltreppe_podest-hoehe_winkel-anpassung_01.jpghb_wendeltreppe_podest-hoehe_winkel-anpassung_02.jpg
Gesucht mit der Auflage des Winkels, markiert mit dem Bleistift und dann abgeschmirgelt - so kam der Deckel auch vorne runter auf 6,7 cm

Dass hinten der Rücken vom Podest nun weiter runter rutschen kann ist egal - da ist dann ja Boden! Wahrscheinlich war das Problem beim Rücken eher mein schräges Laminat...
hb_wendeltreppe_podest-hoehe_ruecken-ueberstand.jpg
Montiert konnte ich den Deckel vom Podest nochmal genau prüfen und er war durchweg auf 6,7 cm - wunderbar.
hb_wendeltreppe_podest-hoehe_angepasst.jpg
Podesthöhe 6,7 cm (oder zumindest nah genug dran für mich Laie); und die verklebten hohen Stufen aus Pappelsperrholz und Rohspan

Auf der Suche nach dem ungewollten Höhenzugewinn prüfte ich die Stufen. Schon bei vier verbleibenden Stufen sah man, dass es nicht passte. 4,3 cm reichen nicht für vier Stufen a 1,2 cm.
hb_wendeltreppe_platz-fuer-vier-stufen.jpg

Also die Stufen. Eine Messung ergab, dass die hohen Stufen etwas höher als die 16 mm sind. Okay, Kleber, nicht ganz fest zusammengedrückt... Aber das kann nicht das enorme Problem verursachen!
Nun kommt der Witz: die Stufen aus 12 mm Pappelsperrholz, die ich brauchte weil es die 13 mm dicken Platten aus dem Ursprungsplan nicht mehr gab, sind eher 12,5 mm hoch. (Die Rohspan-Stufen sind genau 12 mm!) Mit dieser Rechnung und der Podesthöhe von 6,7 cm stimmte die berechnete Höhe für Stufe 13 mit der gemessenen überein...
hb_wendeltreppe_platz-stufe-13.jpg

Eine Stufe mit 0,5 cm Höhe zwischen Stufen von 1,2 cm (Stufe 12) und 1,5 + x cm (Dicke OG1 + Belag) macht keinen Sinn! Also was tun? Podest neu berechnen...
  • 23,5 - (10 × 1,2) - (3 × 1,6) = 6,7 cm
  • 23,5 - (10 × 1,25) - (3 × 1,6) = 6,2 cm
  • 23,5 - (10 × 1,25) - (3 × 1,65) = 6,05 cm
Das waren doofe Werte zum Kürzen. 1 cm kürzt sich leichter als 1 mm...
Aufgrund der Messung von 0,45 cm habe ich auch nochmal gerechnet. Wenn Stufe 13 1,25 cm dick ist und nur 0,45 cm unter OG1 passen, sind 0,8 cm in der Höhe zuviel. Nehme ich die vom Podest weg reduziert sich die Höhe vom Podest von 6,7 auf 5,9 cm.
Nur wo kürzen? Die Seiten waren schon an die Front geklebt. Von oben absägen ging also nicht mehr. Den Deckel ab fräsen um die erste Stufe einzulassen ... viel Aufwand und eigentlich will ich lieber das Podest für Senioren niedriger machen. Front und Seiten vom Podest vom Boden aus kürzen ... die Dübel waren auch schon eingeklebt und die Aussparungen in der Front zu vertiefen ist auch aufwändig. Die Bodenplatte stattdessen abfräsen damit das Kürzen nicht so millimetergenau sein muss ... Alles aufwändig und ungenau...

Ich habe mich für einen anderen Ansatz entschieden: oben kürzen. Die 8 mm sollten von Stufe 13 abgenommen werden. So können noch 0,5 cm unter das OG1 geschoben und da angeschraubt werden. Hoffentlich hält das dann auch ... Zum Heruntergehen vielleicht auch nicht blöd, denn wenn da 0,5 cm Nagerteppich liegt, geht es mit dieser Stufe nur ... 1,2 cm (1,5 Etagendicke + 0,5 Nagerteppich - 0,8 Überstand von Stufe 13) in die Tiefe. Und zu Stufe 12 sind es auch nur 1,2 cm. Perfekt!
Also habe ich die (neuen!) oberen Stufen gestapelt und Stufe 13 aufgelegt und dort von oben und unten den Übergang markiert.
hb_wendeltreppe_stufe-13_hoehenmarkierung_01.jpghb_wendeltreppe_stufe-13_hoehenmarkierung_02.jpghb_wendeltreppe_stufe-13_hoehenmarkierung_03.jpg

Abgemessen sieht es auch absolut richtig aus und deckt sich mit der Berechnung. Oben 0,8 cm weg und unten bleiben 0,45 dran.
hb_wendeltreppe_stufe-13_hoehenmarkierung_04.jpg

Also viel Hirnschmalz in der Woche verbraten. Zum Abschluss habe ich dann noch die Rampen vom HB ein weiteres Mal lackiert. Dieses Mal die Unterseite. Die kurzen Seiten habe ich auch mit lackiert. Da pinkeln Schweine auch gerne hin...
hb_rampen_lackieren_ii.jpg
Dabei kam noch raus, dass ich die Rampen alle nach oben hin raus nehmen muss. Alles muss durch das DG gehen. Das wird lustig, wenn der Korpus nicht mehr auf dem Boden steht und dann größer ist als ich... Durch die mittigen hinteren Pfeiler in OG2 und OG1 kann ich die 80-cm-Bretter nicht auf den Ebenen aus dem 140-cm-EB holen... Das hab ich bei der Planung nicht bedacht :S

Aber gut. Wie oft holt man schon die Rampen raus? ...

Grüße,
Shizu
 

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AW: Eigenbau III. - Baubericht

Halloooo...
Ich kämpfe mal weiter:

KW 36/37

Um jetzt tatsächlich die Stufe 13 unter die Etage zu bekommen mussten als 0,8 cm von einem Großteil der Stufe weg. Dazu habe ich, ähnlich wie beim Halter von OG1, die Handkreissäge benutzt. Die Stufe wurde mit Restholz festgeklemmt und mit einer alten Rohspan Stufe habe ich eine Führungsschiene für die Säge gehabt. Mit Hilfe des Geodreiecks habe ich die Führungsschiene immer wieder versetzt, damit ich das Holz in den oberen 8 mm in Streifen sägen konnte. Anschließend habe ich weitere Schnitte rechtwinklig dazu über die Breite der Stufe verteilt.
hb_wendeltreppe_stufe-13_hoehenanpassung_aufbau.jpghb_wendeltreppe_13-hoehe_einschnitte_01.jpghb_wendeltreppe_13-hoehe_einschnitte_02.jpghb_wendeltreppe_13-hoehe_einschnitte_03.jpghb_wendeltreppe_13-hoehe_einschnitte_04.jpg

Die dünnen Streifen die noch stehen blieben habe ich mit dem Stechbeitel entfernt. Dabei war der Schichtaufbau des Holzes sehr hilfreich und hat eine ziemlich gerade Oberfläche ermöglicht. Anschließend habe ich es auch noch mit Schmirgelpapier etwas "entschärft".
hb_wendeltreppe_13-hoehe_abgenommen.jpg

Damit die Stufe eine Trittfläche von 2 cm hat und direkt an der Etage anliegt, muss sie AUF dem Halter von OG1 liegen. Der ragt ca. 0,5 cm von der Etage vor. Dazu habe ich die Tiefe des Halters gemessen, angezeichnet und wieder mit dem Stechbeitel abgenommen. Das ging auch ganz einfach, wenn man zuerst an der Bleistiftlinie das Werkzeug von oben rein drückt um die Holzfasern zu zerteilen und danach die obere Schicht des Sperrholzes langsam abstemmt indem man dann von der Seite zwischen die Schichten geht. Das mehrmals gemacht und ich hatte meine Aussparung für den OG1-Halter.
hb_wendeltreppe_13_aussparung-halter_angezeichnet.jpghb_wendeltreppe_13_aussparung-halter_entfernt.jpghb_wendeltreppe_13_form.jpg

Wegen des Halters musste ich auch Stufe 12 und 11 etwas kürzen. Entgegen der eigentlichen Idee habe ich letztendlich mehr an den Seiten von Stufe 12, und einfach die ganze Länge von Stufe 11 (jetzt noch 4,5 cm tief) abgenommen. Auch bei Stufe 13 habe ich die Aussparung für den Halter nochmal weiter zu Mitte ausgedehnt.
hb_wendeltreppe_11-12_aussparung-halter.jpghb_wendeltreppe_obere-stufen.jpg

Als nun auch die oberen Stufen fertig waren, konnte ich die Befestigung am OG1 in Angriff nehmen. Dazu mussten alle Stufen verschraubt und die Treppe an ihren Platz gebracht werden (immer durch Kartons gestützt!).
hb_wendeltreppe_13-stufen-aufbau_01.jpghb_wendeltreppe_13-stufen-aufbau_02.jpghb_wendeltreppe_13-stufen-aufbau_03.jpg

Dann ging es unter das OG1, wo die Löcher für die Schrauben übertragen werden mussten. Das Kreppband auf dem OSB war sehr hilfreich um die markierten Stellen danach auch wiederzufinden.
hb_wendeltreppe_befestigung-og1.jpg

Um die Bohrungen auch auf der anderen Seite zu haben, habe ich die Wendeltreppe auch links aufgebaut. Die Stufen konnte ich nicht richtig drehen auf die Schnelle, aber da ich ja rechts gemessen hatte, wo die Treppe am OG1 ankommt, habe ich es links mit der Stufe 13 genauso gemacht.
hb_wendeltreppe_aufbau-links_01.jpghb_wendeltreppe_aufbau-links_02.jpghb_wendeltreppe_aufbau-links_03.jpg
Das Kreppband harte ich vergessen und konnte dann auch die Druckstellen der Schrauben nicht ausmachen, die die Bohrlöcher markierten. Also nochmal mit Kreppband...
bohr-markierungen-ohne-kreppband.jpg
Info: Mit Kreppband auf dem OSB hätte man die beiden Druckstellen der Schrauben viel besser auf dem unruhigen, unebenen Untergrund erkennen können... Immer Kreppband nutzen!

Weil auf der Treppe richtig Spannung war und ich mir das nicht erklären konnte, habe ich nach dem Bohren der Löcher mal die Höhe von OG1 auf der linken Seite gemessen. Für den Bewohner sicher egal und auch auf der Wasserwaage nicht der Rede wert, aber für die Treppe sind 2 mm weniger Höhe ein echtes Problem!
hb_wendeltreppe_verfuegbare-hoehe-links.jpg
Kurzum habe ich von Stufe 13 eine weitere Schicht Pappelsperrholz entfernt. Wenn es dann rechts Probleme gibt weil die Stufen nach oben gezogen werden, wenn Stufe 13 fest an die Etage geschraubt wird, muss ich eben was dazwischen legen...
hb_wendeltreppe_13-hoehe_reduzierung.jpg

Die Wendeltreppe steht jetzt also theoretisch; sowohl links als auch rechts. Gut.
Aber Kurven und Gefälle sind für Schweine auch gefährlich und darum geht auch bei dieser Treppe es nicht ohne ein Geländer. Wie soll es aussehen? Ich habe mich schließlich dafür entschieden kleine Platten von 4 cm Breite außen an die Stufen 4 bis 10 zu schrauben. Die bleibende Lücke oben wird noch gefüllt und unten liegt Stufe 4 10 cm über dem PVC. Wenn eingestreut ist, ist es also niedriger und die Stufen 1 bis 3 sind relativ gerade. Ich glaube ein Sturz oder Sprung wäre nicht gefährlich. Außerdem werden die Schweine sicher gerne die paar Zentimeter Abkürzung nehmen anstatt im rechten Winkel von der Treppe zu gehen.
Das Material sollte 2 mm dickes Plexiglas und 3 mm Pappelsperrholz sein. Das Glas, um Licht durch zu lassen. Der HB ist dem Fenster zugewandt und der Seitenbereich, der neben der Treppe liegen wird, ist dann eher dunkel. Das Holz ist für die Sicherheit. Ich will nicht, dass sie glauben da sei nichts und dann gegen das Glas springen. Beim Laufen soll zudem das Holz über dem Boden aufragen sodass sie keine Angst haben, dass die Füße abrutschen. Innen liegt das durchgängige Glas, außen das Holz. Jedes Geländerteil soll 10 cm aufragen. Das ist so ca. Schulterhöhe und der Dicke Onkel könnte dann auch zügig runter laufen und an der Leitplanke entlang ... rutschen. Ich glaube die Höhe ist gut für Meerschweinchen zum anlehnen. So.
Um die Treppe, die doch ein bisschen was wiegt, zu stützen, werde ich an drei Geländerteilen einen Simplexhaken anbringen und das Geländer an die Decke hängen. Ich hoffe, dass das Geländer und die zwei Schrauben in der Stufe das halten. Stützen auf dem Boden möchte ich ja vermeiden damit Lauffläche gegeben ist. Dadurch, dass nur drei Teile aufgehängt werden, kann ich auch die Rampe hinter der Wendeltreppe (Durchgang zwischen OG1 und Seitenbereich) noch etwas erreichen und Schweine, die nicht eingefangen werden wollen, anstoßen. Erfahrungsgemäß passiert das.
hb_wendeltreppe_gelaender-konzept.jpg

Holz hatte ich nicht da und somit habe ich erst einmal mit Papier Vorlagen erstellt und konnte so auch einen Eindruck von den Holzteile bekommen. Mit sieben dieser Papiervorlagen habe ich dann gepuzzlet, um möglichst wenig Verschnitt bei meinem Holzzuschnitt zu haben. War erfolgreich.
hb_wendeltreppe_gelaender_vorlage.jpghb_wendeltreppe_gelaender_material.jpg

Runde und abgerundete Formen wirken doch sehr viel heimeliger und darum wollte ich auch die oberen Teile vom Geländer abrunden. Und weil ich beim Seitenwechsel nicht die Schrauben aus jedem Glas und Holz holen will, weil eine Kante "vorne" ist, ist jeden Geländerteil symmetrisch. Nicht die schönste Lösung, weil jetzt jedes Teil wirklich alleine Steht und sich das Geländer optisch nicht verbindet, aber sehr zielorientiert. Ich habe verschiedene Rundungen probiert und es wurde der Bohrstopper für die oberen Rundungen und die Garnspule als Orientierung für die inneren.
hb_wendeltreppe_gelaender_rundungsfindung.jpghb_wendeltreppe_gelaender_holz-angezeichnet.jpg
Einmal hatte ich mich aber auch noch umentschieden und nicht jede Kante abgerundet...
hb_wendeltreppe_gelaender_angezeichnet_ii.jpg

Das Sägen war dann ziemlich schwierig. Wenig Verschnitt heißt auch wenig Platz und das Holz ist so biegsam, dass ich sehr langsam sägen musste. Das Sägeblatt war auch zu groß und unbeweglich für die kleinen Kurven, sodass ich die dann später mit Schmirgelpapier gemacht habe. Die Bögen innen sind nicht symmetrisch. Das kommt wohl daher, dass ich mit der Säge mal von oben und mal von unten kam. In ihrer Nicht-Symmetrie sind die Geländerteile sehr einheitlich... Schmirgeln hatte nicht wirklich geholfen sodass ich nun damit leben werde. Stört es mich aufgebaut noch immer, werde ich es bei Zeiten ersetzen.
hb_wendeltreppe_gelaender_holz-saegen.jpghb_wendeltreppe_gelaender_holz-gesaegt.jpghb_wendeltreppe_gelaender_holz-geschmirgelt.jpg

Dann ging es ans Glas. Ich habe auf Reststücke Plexiglas, wo noch Folie drauf war, die Formen gezeichnet. Weil Rundungen schwer sind und ich nicht fast, aber doch nicht gleiche Rundungen haben wollte, habe ich extra eine andere Rundung genommen: 1 Cent.
hb_wendeltreppe_gelaender_glas-angezeichnet.jpg

Um die Gefahr zu verringern, dass das Glas beim Sägen reißt habe ich alle geraden Linien auf beiden Seiten des Glases mit einem scharfen Teppichmesser nachgezogen und dann mit Kreppband wieder verklebt. So soll die Schutzfolie auch weiter schützen und sich nicht so leicht davon machen.
hb_wendeltreppe_gelaender_glas-geritzt.jpg
Die Schnitte habe ich an der Linie so ausgerichtet, dass es die tatsächliche Kante des Geländerteils sein wird. Ziel war es, dass die Säge genau auf der Linie läuft und der Innenraum der Linien erhalten bleibt und zum Geländer wird.
(Aufmerksamen Beobachtern fällt sicher auf, dass es sieben Teile Holz und sechs Teile Glas sind. Vor dem Sägen habe ich auch gemerkt, dass sechs ungleich sieben ist und nicht ein weiteres Glasteil vorbereitet. 😬)

Auf den Holzteilen hatte ich dann auch noch die Bohrlöcher für die Befestigung an einer Stufe markiert.
hb_wendeltreppe_gelaender_holz-bohrloecher_markier.jpg

UND! Weil es wichtig ist und man es nicht vergessen darf: die Rampen nochmal lackiert. :)
hb_rampen_lackieren_iii.jpg

Das wars soweit.

Grüße,
Shizu
 

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