Eigenbau III. - Baubericht

Diskutiere Eigenbau III. - Baubericht im Käfig, Gehege und Selbstgebasteltes Forum im Bereich Meerschweinchen; Moin zusammen. KW 05/06 Ich war weiter am Halter für den Verschluss des Geländers aktiv. Zwar bin ich bezüglich der Löcher noch nicht zu einer...
Shizu

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Moin zusammen.

KW 05/06

Ich war weiter am Halter für den Verschluss des Geländers aktiv. Zwar bin ich bezüglich der Löcher noch nicht zu einer Entscheidung gekommen, aber die sind letztendlich irrelevant.
Also, zuerst habe ich die Form mit Kohlepapier auf Holz übertragen (zwei auf 12 mm, vier auf 15 mm) und dann ausgeschnitten.
og2_verschluss-halter_angezeichnet.jpg

Um den Verschluss für das Geländer anzubringen habe ich 2 cm von oben aus eine Markierung gesetzt. Da das 12-mm-Holz in die Mitte kommt, kamen die Markierungen dort mittig hin. Die Löcher waren schnell gebohrt sodass der Schlagladenüberwurf schon an den Halter angebracht werden kann.
og2_halter-verschluss_markierung-bohrung.jpgog2_halter-verschluss_platzierung.jpgog2_verschluss-halter_markiert.jpg

Die Idee mit dem Schlagladenüberwurf ist nicht neu. Genau wie im EB II. besteht das Geländer von OG2 aus Holz und Glas und kann nach vorne geklappt werden. Auch da kam schon Scharnierband und zwei Schlagladenüberwürfe zum Einsatz.
eb-2_og2_halterung.jpg
Verschluss für das Geländer im EB II. - Vorlage für EB III.


Etwas ins Grübeln kam ich, weil der schöne Pfeiler jetzt größtenteils von dem doofen OSB verdeckt wird. Wenn ich am Ende Lust habe werde ich das nach dem Einzug schöner gestalten - jetzt muss ich es zum Funktionieren kriegen!
Die Verjüngung nach unten harte auch den Sinn dass genug Platz für die Schweine ist, die von der Hängematte im OG1 ins EG springen möchten. Bei genauerer Hinsicht hat sich gezeigt, dass der Platz wohl reicht - und dass der Sprung aus der Hängematte nach vorne und nicht vorne am Pfeiler vorbei führt...
og1_einrichtung.jpg
Grundriss vom OG1 (mit Hängematte auf Bodenhöhe rechts)
og1_freiraum.jpg
Mikari (900 g) zeigt dass der Platz zwischen Pfeiler und Front (als Papier) ausreicht; auch auf Bodenhöhe von OG1 (Geodreieck) würde der Halter nicht sehr stören


Somit lasse ich den Verschlusshalter erstmal unverklebt und nicht gelöchert bis ich genauer weiß was ich da an Löchern möchte.

Weiter habe ich mich dem OG2 zugewandt. Als erstes habe ich die Löcher für die Druckknöpfe im OG2-Boden neu gebohrt. Das ist notwendig gewesen weil OG1 ja um 3,5 cm gekürzt wurde. Leider hab ich es geschafft das zu verhauen und die Knöpfe alle nicht auf der selben Stelle gebohrt wie vorher. Da die Knöpfe für Futterhalter gedacht sind wird das lediglich die Symmetrie stören. Vielleicht merke ich es ja nicht. >.<
og2_druckknoepfe_bohrung-verschoben.jpg
Fies vermessen und versetzt!


Weiter im Text:
Zum OG2 gehört ein Streuschutz. Weil das Geländer nach vorne geklappt wird fällt gerne Streu zwischen Boden und Geländer. Dann kann man es nicht mehr richtig zuklappen. Darum kommt eine Plastikleiste vor das Holzgeländer.
20200201_225358.jpg
Zanjo zeigt den Aufbau des Geländers an OG2 (ohne Glas)


Gehalten wird die Leiste durch Schrauben. Weil ich die Möglichkeit haben möchte die Leiste zum Ausmisten raus zu nehmen, wird die Leiste nicht angeschraubt sondern an die Shraquben gesteckt. Dann kann man die Leiste nach vorne weg ziehen.
og2_streuschutz_markierungen.jpg
Bohrlochmarkierung alle 10 bis 14 cm; mit 3 cm Abstand nach außen
og2_streuschutz_gebohrt.jpg
Bohrlöcher und gesägte Aussparung zum Einschieben
og2_streuschutz_markierung.jpg
Bohrmarkierung auf der Etage für die Schraube
og2_streuschutz_gesetzt.jpg
Leiste eingeschoben mit nur leicht eingedrehten Schrauben

Ich musste die Aussparung noch einige Male anpassen. Wichtig ist, dass die Leiste nicht vorne über den Boden ragt und nicht zu locker sitzt. Die Schrauben werden in der Praxis auch nicht komplett angezogen sondern werden 1 - 2 mm herausstehen. Damit kann man die Leiste abziehen wenn das Geländer vorne umgeklappt ist. Als Schrauben verwende ich Linsenkopfschrauben (3,5 x 12 oder so...), die abgerundet und nicht so spitz sind wie die Schrauben, die versenkt werden können.

Um beim Geländer zu bleiben habe ich das Scharnierband bearbeitet. Auf 1,4 m verteile ich die 90 cm Scharnierband. Das Band wurde in drei Teile gesägt und wird später unten an das Holzgeländer und die Etage geschraubt. Mit diesem Aufbau kann ich das Geländer dann so klappen dass es horizontal die Etage verlängert und beim ausmisten nicht weiter stört.
og2_scharnierband.jpg
og2_scharnierband_gesaegt.jpg
Das Sägen war eine schwere Geburt, aber mit Schleifpapier und einem Hammer wird das schon...

Das für diese Woche von mir.

Grüße,
Shizu
 
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Hexle

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Shizu, das ist echt toll, was Du hier zeigst. So viele Ideen, soviel handwerkliches Geschick. Chapeau.
 
Carlina

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mit der Triple A Grasvernichtertruppe ;)
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Ganz toll und Deine Bauinspektoren sind klasse.:love:
 
Quano

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Moin zusammen.

KW 05/06

Ich war weiter am Halter für den Verschluss des Geländers aktiv. Zwar bin ich bezüglich der Löcher noch nicht zu einer Entscheidung gekommen, aber die sind letztendlich irrelevant.
Also, zuerst habe ich die Form mit Kohlepapier auf Holz übertragen (zwei auf 12 mm, vier auf 15 mm) und dann ausgeschnitten.
Anhang 268026 betrachten

Um den Verschluss für das Geländer anzubringen habe ich 2 cm von oben aus eine Markierung gesetzt. Da das 12-mm-Holz in die Mitte kommt, kamen die Markierungen dort mittig hin. Die Löcher waren schnell gebohrt sodass der Schlagladenüberwurf schon an den Halter angebracht werden kann.
Anhang 268028 betrachtenAnhang 268029 betrachtenAnhang 268030 betrachten

Die Idee mit dem Schlagladenüberwurf ist nicht neu. Genau wie im EB II. besteht das Geländer von OG2 aus Holz und Glas und kann nach vorne geklappt werden. Auch da kam schon Scharnierband und zwei Schlagladenüberwürfe zum Einsatz.
Anhang 268032 betrachten
Verschluss für das Geländer im EB II. - Vorlage für EB III.


Etwas ins Grübeln kam ich, weil der schöne Pfeiler jetzt größtenteils von dem doofen OSB verdeckt wird. Wenn ich am Ende Lust habe werde ich das nach dem Einzug schöner gestalten - jetzt muss ich es zum Funktionieren kriegen!
Die Verjüngung nach unten harte auch den Sinn dass genug Platz für die Schweine ist, die von der Hängematte im OG1 ins EG springen möchten. Bei genauerer Hinsicht hat sich gezeigt, dass der Platz wohl reicht - und dass der Sprung aus der Hängematte nach vorne und nicht vorne am Pfeiler vorbei führt...
Anhang 268034 betrachten
Grundriss vom OG1 (mit Hängematte auf Bodenhöhe rechts)
Anhang 268033 betrachten
Mikari (900 g) zeigt dass der Platz zwischen Pfeiler und Front (als Papier) ausreicht; auch auf Bodenhöhe von OG1 (Geodreieck) würde der Halter nicht sehr stören


Somit lasse ich den Verschlusshalter erstmal unverklebt und nicht gelöchert bis ich genauer weiß was ich da an Löchern möchte.

Weiter habe ich mich dem OG2 zugewandt. Als erstes habe ich die Löcher für die Druckknöpfe im OG2-Boden neu gebohrt. Das ist notwendig gewesen weil OG1 ja um 3,5 cm gekürzt wurde. Leider hab ich es geschafft das zu verhauen und die Knöpfe alle nicht auf der selben Stelle gebohrt wie vorher. Da die Knöpfe für Futterhalter gedacht sind wird das lediglich die Symmetrie stören. Vielleicht merke ich es ja nicht. >.<
Anhang 268035 betrachten
Fies vermessen und versetzt!


Weiter im Text:
Zum OG2 gehört ein Streuschutz. Weil das Geländer nach vorne geklappt wird fällt gerne Streu zwischen Boden und Geländer. Dann kann man es nicht mehr richtig zuklappen. Darum kommt eine Plastikleiste vor das Holzgeländer.
Anhang 268036 betrachten
Zanjo zeigt den Aufbau des Geländers an OG2 (ohne Glas)


Gehalten wird die Leiste durch Schrauben. Weil ich die Möglichkeit haben möchte die Leiste zum Ausmisten raus zu nehmen, wird die Leiste nicht angeschraubt sondern an die Shraquben gesteckt. Dann kann man die Leiste nach vorne weg ziehen.
Anhang 268037 betrachten
Bohrlochmarkierung alle 10 bis 14 cm; mit 3 cm Abstand nach außen
Anhang 268038 betrachten
Bohrlöcher und gesägte Aussparung zum Einschieben
Anhang 268040 betrachten
Bohrmarkierung auf der Etage für die Schraube
Anhang 268041 betrachten
Leiste eingeschoben mit nur leicht eingedrehten Schrauben

Ich musste die Aussparung noch einige Male anpassen. Wichtig ist, dass die Leiste nicht vorne über den Boden ragt und nicht zu locker sitzt. Die Schrauben werden in der Praxis auch nicht komplett angezogen sondern werden 1 - 2 mm herausstehen. Damit kann man die Leiste abziehen wenn das Geländer vorne umgeklappt ist. Als Schrauben verwende ich Linsenkopfschrauben (3,5 x 12 oder so...), die abgerundet und nicht so spitz sind wie die Schrauben, die versenkt werden können.

Um beim Geländer zu bleiben habe ich das Scharnierband bearbeitet. Auf 1,4 m verteile ich die 90 cm Scharnierband. Das Band wurde in drei Teile gesägt und wird später unten an das Holzgeländer und die Etage geschraubt. Mit diesem Aufbau kann ich das Geländer dann so klappen dass es horizontal die Etage verlängert und beim ausmisten nicht weiter stört.
Anhang 268042 betrachten
Anhang 268043 betrachten
Das Sägen war eine schwere Geburt, aber mit Schleifpapier und einem Hammer wird das schon...

Das für diese Woche von mir.

Grüße,
Shizu
Mikari ♥ und Zanjo ♥ helfen ja tatkräftig mit. 👍

Zwei Schnuggel 🐹 🐹
 
*Silvia*

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hei ei ei du bist aber voll die Handwerkerin (y) freue mich schon wenn alles fertig ist :)
 
Helga

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mit einer tollen Meerschweinerei
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Einfach toll, was Du hier zeigst (y)(y)(y) Die Dokumentation alleine ist ja schon Klasse, das Ergebnis erst Recht (y)
 
Shizu

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Danke, ihr Lieben! Das Feedback freut mich wirklich sehr!
Mir gefällt der Thread auch - endlich kann ich meine Erfahrungen und das Hirnschmalz was in den Bauten steckt mal wo abladen - in meinem Umfeld will da keiner was von wissen. 😅🤣:(
Und durch die wöchentlichen Berichte tret ich mir selbst auch öfter mal in den Hintern um was zu machen. :) Danke, @Angelika dass du den Baubericht damals angefragt hast.

Ich bin auch sehr gespannt wie das am Ende aussieht und es so funktioniert wie ich mir das denke. Ganz sicher bin ich dann erst, wenn ich die Möbel neu arrangieren muss und den Eigenbau spiegeln will 😐

Grüße,
Shizu
 
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Meeri

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Ich finde den Baubericht auch super, und die Models dazu natürlich auch.
 
Shizu

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Hallo.

Ich bin ärgerlich und frustriert, aber damit ihr im Bilde seid:

KW 06/07

Um mich vor der schwierigen Arbeit an den Geländern von OG2 und DG abzulenken, habe ich weiter an den Auschnitten im DG gearbeitet. Als Verbindung zum SB müssen zwei Türen vorne und hinten gesägt werden. An der dem SB angewandten Seite gibt es eine Plattform. Zwischen den Türen soll es Fenster geben. Wie und wo wusste ich lange, lange Zeit nicht. Die Trennwände auf und unter der Plattform sollten nicht durch die Fenster zu sehen sein und doch sollte der ganze Aufbau der Ausschnitte im DG von außen symmetrisch sein...

hbdg_konzeptfindung.jpg
Letztendlich konzipierte ich direkt an der Wand...
hbdg_seiten-konzept.jpg.jpg
Das geschriebe Konzept wurde dann upgedatet


Der hintere Auschhnitten für die Tür wird etwas schmaler als der vorne. Grund dafür ist die Rückwand und der 1 cm Luft, den die Seitenwand hinter dem Rücken abdeckt (Luftzirkulation hinter EB und zur Schonung der Wand bzgl. der Scharniere vom Rücken); beide Auschnitte gehen bis 18,5 cm vom Rand zur Mitte und bietet Durchgänge von 15,5 bzw. 16,5 cm Breite. Die Ausschnitte beginnen 1,5 cm über dem Boden - mal sehen ob das ein guter Kompromiss zwischen Streu-drinne-halten zum SB und Nicht-gut-von-Pipi-zu-erreichen-wegen-viel-Einstreu ist...

Für die Wände der Plattform passen die Fenster nun so. Von innen ist es nicht symmetrisch, aber das ist klar, weil der hintere Teil der Plattform 30 und der vordere 25 cm lang sein soll.
hbdg_durchgaenge-und-fenster_angezeichnet.jpg
Schnitte sind auf beiden Seitenteilen angezeichet
hbdg_plattform-trennwaende.jpg
Angezeichete Ausschnitte und die geplante Plattform und deren Wände


Um die Bohrlöcher in den Geländern zu machen brauche ich die Mitte. Bei 13 mm dickem Holz und einem Bohrloch von 10 mm sehr wichtig!
Ich habe die Anleitung für ein tolles Zentrierwerkzeug gefunden und es mit Hilfe eines Kreisbohrers, Restholz, einer Schraube und einem halbierten Dübel gebaut.
diy_zentrierer.jpg
Man lehnt die Dübel links und rechts an die Holzseiten und da die Schraube mittig zwischen den Dübeln sitzt, markiert sie die Mitte des Holzes.
Weil ich den Kreisbohrer verwendet habe passt es echt gut, auch wenn ich sicher nicht auf den Zehntelmillimeter genau arbeiten konnte. Es funktioniert!

So. Die Geländer. Ich habe eine Weile überlegt wie und wo ich das Glas einsetzen soll. Für OG2 und DG habe ich mich für die Basis aus Holz entschieden und Glas von mindestens 6 cm Höhe darauf. Anschrauben am Holz habe ich im EB II. gemacht und das Glas begann zu brechen. Die Schweine machten Männchen darauf und das 2-mm-Glas hatte an den Schraubstellen irgendwann Risse. Darum habe ich mich nun für Halter in Form von Halbrundstäben an den Rändern des Glases entschieden.
hb_gelaender-konzept.jpg

Im EB I. hatte ich eine hohe Plexiglasplatte die sehr lang und total instabil war. Das Glas soll also kürzer sein. Um die Halter nicht so massiv sichtbar zu machen, möchte ich sie im OG2 vor die Pfeiler stellen. Die Verteilung im DG ist etwas anders, weil es an den Seiten ja einen Vorsprung gibt. Den Mittelteil könnte ich beliebig einteilen, wollte aber keine vorhandenen Linien aufgreifen weil dann Fehler schnell ins Auge fallen. Also keine durchgehenden vertikalen Linien (bis auf die Pfeiler...).
hb_gelaender-ansicht.jpg
Frontale Ansicht des Hauptbereiches


Gut. Also die Halbrundstäbe messen 10 x 5 mm und für das OG2 sind 6 cm Glas geplant und die Stäbe sollen 4 cm in das Holz kommen. Für 4 Glasteile brauche ich je 8 Teile für die gesamte Höhe (10 cm) und für den Teil im Holz (4 cm). Mit dem Zentrierer und etwas Geschick habe ich die Bohrlöcher für das Glas angezeichnet.
hb_halbrundstaebe-material.jpg
og2_gelaender-staebe_bohrmarkierungen.jpg

Info: Um das Ausbrechen beim Sägen der Leisten zu verhindern säge ich erst von der anderen Seite ein kleines Stück rein - dann bricht es IM Holz ab und nimmt nicht die halbe Oberfläche der Leiste oder des Stabes mit.
og2_staebe-saegen.jpg


Dann ging es an die Nächte Horroraufgabe: das Geländer bohren. 1,5 mm auf jeder Seite lässt kein Platz für Fehler.
Zuerst habe ich die Tiefe von 4 cm im 10-mm-Bohrer mit Malerkrepp markiert. Das Geländer habe ich in die Werkbank eingespannt. Weil ich mich doch zur konventionellen Anwendung der Dübellehre entschieden habe, brauchte ich mehr Platz um die Löcher und lief Gefahr, dass die Holzleiste links nach unten rutscht, wenn ich rechts bohre. Deshalb habe ich eine Klemme links unter die Werkbank ans Werkstück gemacht sodass es nicht weg rutscht. Das Papier schützt das Holz vor Abdrücken der Klemme.
behelfsmaessiger-tiefenstopp.jpg
materialschutz.jpg

Die Markierung der Mitte erfolgte mit dem Zentrierer. Nur die Endstücke sind kniffelig weil die Dübel auf beiden Seiten anliegen müssen...
og2_gelaender_markierung-glas.jpg

Es lief ganz gut. Die konventionelle Anwendung der Dübellehre war hier zwingend notwendig; nur mit dem Stein hätte ich es nicht geschafft.
og2_gelaender_loecher-glashalter.jpg

Dann folgten die Markierungen an der Innenseite des Geländers. Sie liegen 4 cm unter der oberen Holzkante genau an den Löchern für die Glashalter. Durch das Loch soll Schmutz, der vielleicht in das Loch fällt, unten raus fallen. Als ich bei dem ersten Loch nicht auf das schon gebohrte Loch traf, merkte ich dass ich beim Wechsel zur Dübellehre die Tiefe nicht angepaßt habe und die Löcher 2 cm zu kurz waren. Ich bohrte noch alle Abfalllöcher und machte mich an das Vertiefen der Steckerlöcher. Ich fing außen an. Als ich die Bohrung für den Abfall traf, rutschte der ganze Bohrer und verkantete sich. Das Holz brach.
og2_gelaender_ausgebrochen.jpg

Ich war gestern noch unterwegs um ein neues Geländer zu besorgen (Rechteckleiste Kiefer 13 x 60 x 1400 mm) - gibt es nicht. Der einzige Baumarkt der das Format führt hat es nicht mehr und ich muss sicher 2 Wochen warten. AAAARRRRRRGGGGGG

So. Bin grummelig und muss mal schauen, wie ich weiter mache. Das Geländer vom DG liegt auch auf Eis, weil es durch die Winkel deutlich komplizierter ist als das OG2...

Frustrierte Grüße,
Shizu
 
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Helga

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Verstehe, dass Du grummelig bist! Klappt ja auch nicht alles, wie das soll. Aber Du machst das gaaaanz toll!! Hab Geduld :troest:
 
A

Angelika

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Ich bin tief beeindruckt - ich selbst habe weder Händchen noch Geduld für derartige Präzissionsarbeit und handwerkliche Finessen.
 
Maya&Coco

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Ich bin echt schon auf den fertigen Eigenbau gespannt 👍 sieht auf jeden Fall sehr ausgeklügelt aus. Präzesionsarbeit trifft es wohl perfekt!
 
Wassn

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Ich bin auf das Endergebnis gespannt. Ich blicke im Moment nicht durch und kann mir das fertige Gehege nicht vorstellen. Ich warte daher einfach mal ab und gucke dann. ;)
 
Maya&Coco

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Das sieht ja interessant aus!
Da bist du aber ganz schön beschäftigt, wenn du sauber machst, oder? Stelle es mir schwierig vor, in jeder Ecke die Böhnchen und das Streu zusammen zu fegen. Aber du hast damit sicher schon Erfahrung, wenn du immer diese Art Eigenbau nutzt.
 
Shizu

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Hallo!

Besser spät als nie...
@Maya&Coco, es dauert tatsächlich etwas, aber mit dem aktuellen Bodengehege bin ich genauso beschäftigt. Ganz sauber wird es nie gemacht und ich nehme immer nur großzügig die Einstreu raus. Der Seitenbereich hat links Türen und das Dach kann man hochklappen. Erst habe ich das HB DG mit Trittleiter gemistet, weil ich nicht gut übers Glas kam - irgendwann wars egal aber das Glas hat doch gelitten. OG2 ist mit ca. 20 cm sehr niedrig, aber der Bau ist nur 80 cm tief und ich komm da gut hinten ran. Im HB EG rechts war es in der hinteren Ecke wegen der Hängematte schwer. Im EB III. soll alles einfacher werden :)
Schwierig ist es eher die Schweine raus zu fangen, weil die immer genau wissen wo und wie ich greifen kann und sie dann gerne drei Schritte zur Seite gehen und ich dann einmal um den SB muss um sie dann wieder drei Schritte zurück gehen zu sehen... :)

KW 07/08

Viel ist nicht passiert. Ich habe mich nochmal an das Scharnierband für das Geländer von OG2 gesetzt. Anbringen kann ich es noch nicht, weil es mit dem Geländer bündig sein soll und da ich ja kein Geländer mehr hier habe werd ich nun nicht auf Verdacht basteln. Was ich tun konnte war aber das Band gerade zu klopfen und abzufeilen. Durch das sägen mit der Stichsäge ist es verbogen und die Schnittkanten sind echt fies.
Also ein Restholz, Band geöffnet drauf gelegt und gehämmert. Dann mit Schleifpapier (180) für Metall bearbeitet.
og2_gelaender-scharnier_begradigt-gefeilt.jpg
Sichere Schnittkanten am Scharnierband


Außerdem hab ich mal das Glas raus geholt, mit dem ich eigentlich die Front im EG machen wollte. Mit ein paar Dummies aus Prospektpapier hab ich gepuzzelt um die Geländerteile für OG2 und DG möglichst verschnittarm erstellen zu können. Ein Glas brauche ich auf jeden Fall noch... :S
hb_gelaender_glas-aufteilung.jpg
Puzzeln für wenig Verschnitt


Das Glas für OG2 hab ich angezeichnet und angeklebt. Vorne und hinten klebt neben der Schutzfolie auch Kreppband, was etwas gegen ausreißen hilft.
og2_gelaender_glas-angezeichnet.jpg

Mehr hab ich nicht geschafft. Ich hoffe auf bessere Wochen :/

Grüße,
Shizu
 
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Helga

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mit einer tollen Meerschweinerei
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Ich bewundere Deinen Eifer und Dein Können, echt :top:
 
Shizu

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Danke ihr beiden. Jedoch ist es wohl eher weniger Eifer sondern eher Leidensdruck - ich plane den EB seit Monaten und seit über einem Jahr habe ich das Material hier liegen und damit ist die Hälfte meiner Wohnung Lagerfläche...

Aber egal, Hauptsache es geht jetzt weiter! >.<

KW 08/09

Die letzte Woche stand ganz im Zeichen des Dachgeschosses. Die Durchgänge zum Seitenbereich werden zwar im ersten Schritt nicht gebraucht, aber der SB ist unverzichtbar und die Durchgänge im Nachhinein zu machen wäre echt blöde.

Die Arbeiten begannen damit, die Schnitte auf der Außenseite abzukleben. Angezeichnet waren die Schnitte auf der Innenseite.
hb_dg_schnitte-aussen-abgeklebt.jpg
Durch das Abkleben reduziert sich die Wahrscheinlichkeit dass das Holz ausreißt.


Um die Durchgänge und Fenster auszusägen habe ich eine kleine Tauchsäge. Weil ich Probleme damit habe, das Gerät auszurichten, die Sicherung zu lösen, den Motor zu starten und dann da abzusenken und somit zu sägen, wo ich sägen möchte, habe ich eine Art Führungsschiene gebaut. Ein dünnes MDF-Brett mit einer geraden Leiste aufgeklebt, dann das MDF abgesägt. Mit dieser Hilfe könnte ich ganz gut die Plätze anpeilen, die ich sägen wollte. Jedes Fenster bekam nur einen Schnitt - zudem waren die Fenster auch zu klein um die Säge zu bewegen (85 mm Sägeblattdurchmesser). Die Durchgänge habe ich nur unten zum Teil mit der Kreissäge gesägt.
hb_dg_aufbau-schnitt-an-fenster.jpghb_dg_aufbau-schnitt-an-durchgang.jpghb_dg_anschnitte.jpg
Anschnitt mit der Tauchsäge


Anschließend kam die Stichsäge zum Einsatz. Zwar hätte ich mit der Kreissäge bestimmt eher gerade Schnitte für die Durchgänge machen können, aber hey - ich bin jahrelang mit der Stichsäge gut klar gekommen und hab ausreichend gerade Schnitte gemacht. Außerdem wollte ich jetzt doch mal die Führungsschiene der Stichsäge nutzen... Jedoch ist die Schiene schließlich doch irgendwie verrutscht und auch der Versuch ein Brett als Führung zu nutzen hat nicht geklappt. Ich bin sehr enttäuscht und verlasse mich nun nur noch auf mich selbst!
hb_dg_durchgang_verrutschte-schiene.jpg
Rechts habe ich mich auf die Führungsschiene verlassen; links hab ichs wieder selbst gemacht...


Insgesamt geht das Ergebnis. Die Durchgänge sollen auf der Seite zum SB offen sein und der angewandten Seite werden die Durchgänge mit den ausgeschnittenen Einschüben verschlossen. Bei den Fenstern harte ich etwas Probleme weil die drei Fenster in jeder Seite gleich sind. Ein Fehler beim Sägen fällt da schnell auf und ich musste da noch etwas nachbessern.
Wie im EG und OG1 hätte ich die Einschübe mit Einem Rahmen Einfassung können. Jedoch hätte das wieder Leisten außen und innen benötigt. Weil die Durchgänge nicht gleich breit sind (15,5 und 16,5 cm) wäre es schwer den oberen Teil symmetrisch zu machen. Ich wollte es gerne symmetrisch... Auch die Plattform hätte u. U. Probleme bekommen mit den Rahmen...
Damit die Maserung des Holzes durchgängig bleibt und man die Ausschnitte nicht sieht kam die Tauchsäge zum Einsatz. Nur mit der Stichsäge hätte ich einen Bogen sägen oder an dem unteren horizontalen Schnitt ein Loch bohren müssen.
Jetzt könnte ich alles aussägen und kann die Einschübe mit den ausgeschnittenen Stücken umsetzen und die Struktur des Holzes bleibt durchgängig. Lediglich die Breite des Sägeblatts stört die Maserung.
hb_dg_durchgaenge-geschlossen.jpghb_dg_durchgaenge-halboffen.jpg
Ausschnitte für das DG - Durchgänge zum SB geschlossen und halboffene


Info: Für die Rundungen der Fenster habe ich wieder Teelichter als Vorlage verwendet. Zum Schleifen der geraden Flächen konnte ich den Deltaschleifer einsetzen um Ungenauigkeiten beim sägen auszugleichen. Das ging für die Rundungen nicht. Um alles einigermaßen gleich zu bekommen habe ich eine Papprolle von Alufolie genommen, mit 80-er Schleifpapier umwickelt und damit die Rundungen bearbeitet. Das hat super geklappt und die Rundungen sind jetzt nahezu identisch! :D
hilfsmittel_fuehrungsschiene-papprolle.jpg
Hilfsmittel für die DG-Seitenwand


Der hintere Durchgang wirkte mit 15,5 cm doch sehr schmal, sodass ich noch einmal einen Test machen musste.
dg_durchgang_mass.jpg20200222_211922-2.jpg20200222_211915-2.jpg
Für ein mittelbreites Schwein reicht die Breite des Durchgangs - auch im Schleudergang


So.

Weiter ging es dann damit, die Einschübe der Durchgänge zu befestigen. Ich habe mich für je zwei Dübel und zwei Dübel oben entschieden. Die Dübel unten sollen das Holz unten an Ort und Stelle halten und werden an den Einschub geklebt. Oben soll der Einschub eingehangen werden.
Die Position der Dübel habe ich bei 4 cm von außen gesetzt und zuerst in die Wand gebohrt.
Info: Ich lege Bohrlöcher und Dübellöcher meistens so fest, dass ich entscheide, wie viele ich setzten möchte (2); dann teile ich die Breite durch die Anzahl (15,5/2 bzw. 16,5 /2) und teile das Ergebnis nochmal durch zwei (7,25/2 bzw. 8,25/2) und bestimme damit den Abstand der äußeren Löcher. Der Einfachheit halber habe ich hier für alle Durchgänge 4 cm von außen abgemessen :)

Als die Löcher in der Wand waren, kamen wieder Zentrierspitzen zum Einsatz. Damit ich den Einschub nicht schief setze, habe ich zwei Hölzer vorn und hinten mit Zwingen befestigt. Jetzt hatte ich eine Führung für den Einschub.
hb_dg_fuehrung-fuer-bohrmarkierung.jpg
hb_dg_einschub-in-fuehrung.jpg
Übertragung der Bohrlöcher in den Einschub mit Hilfe von Führungsschienen


Um die Löcher der Zentrierspitzen besser sehen zu können, habe ich vorher Kreppband auf die Kanten geklebt. So kann man die Markierung der Spitzen nicht übersehen.
hb_dg_einschub_bohrmarkierung.jpg

Weil ich Dübel von 3 cm Länge zu lang für diese Aufgabe finde, habe ich sie geteilt. 1 cm reicht absolut dafür die Einschübe am wackeln zu hindern. Es soll dann je 0,5 cm im Einschub und in der Wand sein.
Geteilt habe ich die Dübel darum in drei Teile; mit einer Handsäge und einer Klemme.
duebel-erstellung.jpg
Aus einem Dübel werden drei


Soweit war alles schön, aber irgendwie ist was beim Übertragen der Dübellöcher schief gegangen und es passte nicht wie geplant. Jetzt habe ich die Löcher in der Wand nochmal tiefer gebohrt - sodass die Spitzen nicht mehr wackeln können - und die Löcher im Einschub angepasst. Damit bin ich noch nicht fertig, aber das wird schon. Es muss ja nichts groß halten!
Insgesamt ist es jetzt in Ordnung...
hb_dg_einschub_duebel-unten.jpg
Einschub mit Dübeln


Nächste Woche sehen wir dann ob und wie es geklappt hat :)

Grüße,
Shizu
 
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