Eigenbau III. - Baubericht

Diskutiere Eigenbau III. - Baubericht im Käfig, Gehege und Selbstgebasteltes Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo zusammen. Weil mein EB wohl ganz interessant wird, möchte ich nun auch einen Live-Bericht vom Bau machen. Um es möglichst einfach zu...
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Shizu

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Hallo zusammen.

Weil mein EB wohl ganz interessant wird, möchte ich nun auch einen Live-Bericht vom Bau machen. Um es möglichst einfach zu halten, mach ich es vom Handy - also werden hier keine Highqualityfotos zu sehen sein. Sorry! :) Plan ist, jede Woche von dem aktuellen Stand zu berichten.
Von euch erhoffe ich mir etwas Pisakerei wenn ich das Projekt aus unerfindlichen Gründen aus den Augen verliere. Danke!!!

Der Plan
Es ist mein dritter Eigenbau und die Struktur ist die selbe wie bei meinem ersten von 2007. Auch der zweiten EB von 2013 hat mit dieser Struktur meinen Meerschweinchen ein gutes Heim geboten.

Ziele beim Bau
  • Eine Fläche zum Rennen
  • Viele Ruheplätze an denen man ungestört ist
  • Keine Sackgassen
  • Jedes Geschoss von zwei Seiten erreichbar
  • Heu und Wasser auf jeder Etage vorhanden
  • Steigung von 20 ° bei den Rampen
  • Der EB soll gespiegelt werden können (wenn ich umziehe und der SB besser auf die rechte Seite passt...)
Wünsche
  • Ergänzbare Ausgänge im HB EG (z. B. zum Auslauf)
  • Einfache Abtrennung von Teilen im EB (Erleichterung beim Einfangen, Krankenbereich)
  • Plätze für Wärme- und Kälte-Spender
  • Ein Temperaturraum, den ich besonders wärmen und kühlen kann
  • Möglichkeiten für Spielzeug (Futterspieß)
Aufteilung
Es gibt einen Hauptbereich (im Folgenden "HB") (rechts) mit Erdgeschoss, Obergeschoss 1, Obergeschoss 2 und Dachgeschoss. Auf der linken Seite ist der Seitenbereich ("SB"), bestehend aus Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss, der vom Treppenhaus ("TH") umringt ist.
Der Hauptbereich hat ein Grundmaß von 140 x 80 cm, der Seitenbereich nimmt 40 x 80 cm, zuzüglich Treppenhäusern von 20 x 20 cm rundherum, ein. Das EG ist über die ganze Tiefe verbunden und im Dachgeschoss führen zwei Wege (einer vorne, einer hinten) zum anderen Bereich.
Der SB hat im hinteren Teil in jedem Geschoss eine Galerie, die ca. 15 cm vom Boden entfernt ist. Hier sind links und rechts Treppenhäuser vorhanden die helfen die Höhe von 30 cm jedes Geschosses zu überbrücken. Ein Treppenhaus der Galerie führt nach unten, auf den Boden des aktuellen Geschosses, das andere nach oben, auf den Boden des oberen Geschosses. Ausnahme ist das SB DG.
Der HB verbindet seine Etagen mit je einer Rampe in der Etagenmitte, bzw. einer Wendelrampe von EG zu OG1.
20191204_233513-1.jpg

Einrichtung
Ihr seht hier nun eine Skizze für die Einrichtung:
20191204_233542-1.jpg
Von oben nach unten: EG (SB und HB), OG 1 (HB mit Galerie von SB EG), SB OG und OG2 (HB), DG (SB und HB); ganz rechts sind die Galerien des SB, unten rechts Plattformen vom HB DG

Erdgeschoss
Im Nutzbereich von SB und HB EG gibt es zwei Wassertränken (HB), eine Heuraufe (SB) und die Wendelrampe zum HB OG1. Zudem die Option auf die Hängematte zu springen, die auf Bodenhöhe von OG1 ist. OG1 und die Galerie im SB (wie alle Galerien) sind vom Boden (EG) auch durch Springen zu erreichen.

Obergeschosse
Im SB soll der Temperaturraum entstehen. Dort wird es 4 Heusäulen geben.
Das OG1 im HB enthält einen Durchgang zum Treppenhaus der Galerie vom SB. Auf der rechten Seite wird eine Hängematte installiert, die ebenerdig ist. Unter der Rampe zum OG2 gibt es eine Heuraufe. Zum EG kommt man durch Springen oder das Nutzen der Wendelrampe.
Das OG2 im HB hat 3 Ruheplätze die durch kleine Wände vom Durchgangsverkehr abgetrennt werden. Jeder Ruheplatz hat Zugang zu einer Heuraufe und es gibt einen Wassernapf auf der Etage. Der Platz über der Rampe vom OG1 wird für die Rampe zum DG genutzt.

Dachgeschoss
Im Dachgeschoss sind SB und HB wieder verbunden. Das Treppenhaus ist zu beiden Bereichen offen. Im SB gibt es vorne einen Wassernapf und hinten eine Heuraufe für die Galerie und den ebenerdigen Bereich darunter. Rechts von der Galerie gibt es einen ebenerdigen Durchgang zum HB, der nur in eine Richtung genutzt werden kann - so soll der Durchgang ebenfalls ein Ruheplatz mit Fluchtmöglichkeit (zum HB) werden. Das HB DG nutzt den Platz über der Rampe vom OG2 für zwei Hängematten mit unterschiedlichen Höhen. Eine Plattform mit Rampe erleichtert den Einstieg und ist gleichzeitig ein Häuschen. Auf der rechten Seite des DG findet sich vorne ein Wasserspender vor einer langen Plattform, die durch eine kleine Wand oben und unten je 2 Ruheplätze schafft.

Maße (Zirkaangaben) in cm
SB: 3 x (40 x 80)
HB EG: 160 x 80
HB OG1: 80 x 50 + 30 x 20 (Ruheplatz)
HB OG2: 140 x 60
HB DG: 140 x 70
Galerien, Rampen und Treppenhäuser sind nicht aufgelistet; ebenso wie die Ausschnitte der Rampen nicht abgezogen sind.

Material
  • OSB 15 mm (Böden, Rückwand HB)
  • OSB 12 mm (Seitenwände, Front HB EG, Böden SB, Rücken SB, Teile Treppenhäuser)
  • Spielzeuggeeigneter Klarlack
  • PVC
  • Plexiglas 2 mm (Fenster)
  • Plexiglas 4 mm (Geländer)
  • Holzleisten 20 x 2 mm (Rahmen für Einschübe HB)
  • Holzleisten 80 x 13 mm (Geländer HB OG2 und HB DG)
  • Holzleisten 30 x 5 mm (Geländer HB OG1, SB Galerien und Plattformen)
  • Halbrundstäbe 10 x 5 mm (Geländer HB OG2 und HB DG)
  • Vierkantholz 45 x 45 mm (Pfeiler)
  • Vierkantholz 40 x 20 mm (Pfeiler)
  • Konsolen (Halterung OG1)
  • Scharniere
  • Schrauben (Senkkopf 3,5 x 12 bzw. 3,5 x 40 für Holzverbindung; Linsenkopf 3,5 x 12 für Glasbefestigung)
  • Dübel 5 mm (Pfeilerbefestigung)
  • Druckknöpfe 15 mm (Variable Wände und Spielzeuge)
  • Rechteckleisten und Rundstäbe 4 mm (Einschübe in Treppenhäuser)
  • Sand
  • Stichsäge mit Sägeblättern für Holz (1,2 bis 5 cm) und Kunststoff
  • Bohrer mit Bohrern für Metall (2 mm) und Holz (5 mm) sowie Forstnerbohrer (15 mm)
  • Deltaschleifer mit Schmirgelpapier für Holz (80)
  • Oberfräse mit Fräskopf für Langloch (15 mm)
  • ggf. Mini-Tauchsäge mit Sägeblatt für Holz

Bestimmt fällt mir noch ein was ich vergessen habe, wenn ich nicht mehr bearbeiten kann, aber das soll nun erstmal ein Start sein.
Ich hoffe, ihr nehmt mein Konzept an und es hagelt nun keine Kritik, und ihr versteht, was die Version ist :)

Grüße,
Shizu
 
Zuletzt bearbeitet:
05.12.2019
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Shizu

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KW 48/49
In den letzten Tagen habe ich es geschafft, das HB EG vollends zu verbinden. Die Winkel für die Halterung der Rückwand sind dran und die Bohrlöcher für die Seitenwände habe ich mit leichtem Anschrauben markiert.

Der Boden ist 2 x mit Spielzeuglack bestrichen und wartet noch auf PVC. Die zwei Teile sind mit zwei Scharnieren auf der Unterseite verbunden, deren Gelenke versenkt sind.
Die Rückwand sitzt auf dem Boden - eine doofe Konstruktion, die ich in Zukunft doch nicht mehr machen werde. Rückwand hinter den Boden und nicht darauf! Auch die Rückwand ist einfach mit Spielzeuglack bestrichen. Sie besteht aus drei Teilen und kann nach hinten geklappt werden, wenn sie nicht montiert ist. Leider hat der Mittelteil eine deutliche andere Struktur als die Seitenteile und auch einige grüne Elemente. Mal sehen wie es final aussieht.
20191203_003412-1.jpg 20191203_003641.jpg

Die Seiten des HB haben bereits alle notwendigen Ausschnitte für EG, OG1 und OG2 um den Seitenwechsel zu ermöglichen. Die Ausschnitte vom DG hab ich noch nicht final durchdacht und je nach Plan fehlt mir das passende Werkzeug (Mini-Tauchsäge). Trotzdem habe ich die Bohrlöcher an Boden und Rücken übertragen damit ich die Seitenwände dann festschrauben kann.
20191204_223843.jpg

Weil ich aktuell IM Korpus arbeite kommt er mir wieder sehr groß vor, obwohl EB II. direkt daneben steht und die selben Grundmaße hat; darum mal die kleine Dame mit rund 900 g und 8 Monaten als Größenmaßstab:
20191204_223606-1.jpg 20191204_223621.jpg

Grüße,
Shizu
 
Hexle

Hexle

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Hallo Shizu
Was für eine tolle Planung. Ich werde das detailliert verfolgen.
Bitte mache auch immer Bilder von den Verschraubungen und Befestigungen: Das ist der Punkt an dem ich am wenigsten Ahnung habe, da ich die gewählten Schraubenarten, Druckknöpfe etc. nicht kenne. Ich kann mir unter manchem nichts vorstellen.
Freue mich a.d. Fortsetzung.
 
trauermantelsalmler

trauermantelsalmler

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Eine doofe Frage, wenn du ohnehin mit Spielzeuglack lackierst, warum nimmst du dann keinen bunten Spielzeuglack? Oder gibt es das nicht? Dann wäre es nämlich egal, wenn einige Bauteile unterschiedlich gefärbt sind, wenn sie eh farbig überlackiert werden. Unterschiedliche Farben würde meinen Ordnungssinn nämlich auch etwas stören, glaube ich, obwohl es den Tieren natürlich egal ist.
 
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Shizu

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Hi!

Hexle, alles klar. An den Boden komme ich jetzt erstmal nicht, aber werde daran denken bei den nächsten Schritten auf die Materialien einzugehen. Ich bin mir nicht sicher wie ausführlich so ein Baubericht sein sollte - ich kann eine enorme Laberta- Schreibtasche sein :) Wie der Rücken gemacht ist kann ich aber noch kurzfristig zeigen.

trauermantelsammler, es gibt Spielzeuglack in diversen Farben, seidenmatt oder glänzend. Ich mag aber das OSB gerne. Holzfarben passen gut zum Tiergehege und die Struktur durch die zusammengeklebten Holzteile macht es sehr lebendig und interessant für mich. Und das OSB ist nicht glatt. Es hat kleine Hohlräume und Täler zwischen den verschiedenen Holzteile in der Platte. Eine Uni-Farbe würde wohl die Täler bei Lichteinfall hervorheben und das wäre nicht schön... Bestimmt könnte man die Täler auch auffüllen aber... Für Wände reicht eine Schicht Klarlack wohl, farbigen Lack sollte man zwei mal auftragen und ich mag wie gesagt das Holz und die Struktur :) Quasi die Fototapete eines Holzwurmes. :)

Dass da Späne mit Grünstich drin sind hatte ich auch noch nie. Ich hoffe jetzt, dass es mich später nicht mehr stört da der Rücken eh immer im Dunkeln liegt ;) Ansonsten... überlege ich mir dann etwas.

Grüße,
Shizu
 
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Hexle

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Bei Auro, z. B. in Fellbach, (du bist doch aus Ecke Stuttgart, oder?] gibt es diese Lacke in toller Qualität und Farben. Ich lackiere die Holzhäuschen damit, so dass keine Nässe ins Holz Eintritt.
 
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Shizu

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Hiho.

Nein, ich wohne in Düsseldorf, wenn du mich meinst, Hexle.

KW 49/50
Die letzten Tage waren effektiv. Ich weiß nicht ob es an dem Zugzwang durch den Bericht hier kommt oder dadurch dass ich mein Wohnzimmer nur noch zu 1/4 benutzen kann. ^^"

Leider konnte ich feststellen, dass es besser ist, auszumessen und anzuzeichnen bevor man zusammenbaut. Die Messungenauigkeit ist doch immens und es hat mich einiges an Schweiß gekostet die Markierungen, die ich Gott sei Dank zuvor an den Seiten gemacht habe, zur Korrektur meiner neuen Markierungen zu nutzen.
ungenaue-messung-nach-montage.jpghb_etagenmarkierung.jpg markierungen-von-etagen-und-mitte.jpg
Info: Ich markiere mit Bleistift - das sieht man auf OSB aber nicht immer gut durch die Struktur und Farbunterschiede. Auch ist Bleistift schwer wegzuradieren, wie ich feststellen musste. Darum nehme ich zum Teil einen dünnen Permanentmarker (Mitte bei Bohrlochöffnungen von Scharnieren, Konsolen, ...) - ggf. in Verbindung mit Kreppband.

Auch beim Aufbau hat sich ein Fehler im Korpus eingeschlichen: Rücken und Seiten passen nicht zusammen. Inzwischen glaube ich dass es daran liegt, dass das Laminat nicht eben ist und der Boden somit auch nicht zu 100 % gerade ist. Das macht den Aufbau und die Messungen jetzt deutlich schwerer aber ich hoffe sehr, dass es beim finalen Aufbau sich alles gut einrenkt...
hb_spalt_01.jpg hb_spalt_02.jpg

Einschübe
Aber weiter. Jene, die sich über das große Loch in den Seitenwänden wundern, kriegen nun eine Erklärung: Einschub. Um den Seitenbereich auf beiden Seiten aufbauen zu können muss ich auch auf beiden Seiten eine massive Wand setzen können. Diese Wand setze ich als Einschub um. Das ist eine Holzwand, die ich in den Ausschnitt stecken kann. Außen klebe ich Holzleisten als Rahmen an, innen schraube ich die Holzleisten zu einem Rahmen an den Einschub um die Wand zu fixieren. Der Einschub mag wackeln, aber er kann nicht raus fallen - die angeschraubten Leisten halten ihn.
Der große Einschub hat für das EG ein Fenster in der Mitte und am Rand zwei kleine Einschübe - für ein Fenster und eine Holztür.
einschub_tuer-fenster.jpg
Alle Einschübe rechts montiert
einschub_hoehe.jpg
Der Fenstereinschub - wenn die Einstreu mit 5 cm Höhe da ist, kann man besser raus schauen...

Bei der Montage war klar, dass Markierungen das A und O sind... Man muss nicht alles lesen können, aber es muss sich zumindest durch Ausschluss ergeben... Die Rahmen sind noch nicht an die Einschübe angeklebt, weil ich die Bretter noch platt lagern können möchte.
einschub_leisten-aussen_beschriftung.jpg
Leisten für die Außenseite der Einschübe

Und! Leider habe ich eine der Schrauben (3,5 x 12) zu tief eingeschraubt, sodass ich eine der Leisten beschädigt habe. Es schadet der Stabilität aber nicht weiter.
zu-tief-eingeschraubt.jpg
Zu sehr festgeschraubt...

Halterungen
Ich habe die Leisten, die die Etagen halten sollen hervorgeholt. Sie werden an Rücken und Seiten geschraubt.
halterung_etagen-leisten.jpg
Die Halterungen im EB II. bestehen aus einer Konsole links und einem Balken an Rücken und Seite rechts. Wegen der Schwere der Etagen musste ich da nachträglich auch Winkel im vorderen Bereich anbringen - das will ich nun mit den 13 x 10 mm Leisten vermeiden.
eb-2_halterung-og2.jpg eb-2_halterung-dg.jpg
Halterungen von OG2 und DG im EB II.

Nach etwas Fummelei konnte ich alle acht Leisten an Rücken und Seiten anbringen.
halterung_leisten_01.jpg
Wichtig hierbei ist, dass die Leisten für den Rücken gewechselt werden können. Jetzt habe ich die 55 cm langen Leisten rechts montiert und die 15-cm-Leisten links; kommt der Seitenbereich nach rechts bzw. will ich die Rampenaufgang zur rechten Seite haben, werden die langen Leisten nach links gesetzt. Mit dem jetzigen Aufbau gelangt man beim Rampenaufgang nach links, wo man 20 cm Platz zum Wenden hat. Die Löcher für den Seitenwechsel sind auch schon gebohrt und durch die OSB-Struktur nahezu unsichtbar. Die Leisten auf den Seitenwänden werden nicht gewechselt.

Leider ist da wieder ein Fehler zu Tage getreten: ich rechne fleißig mit 80 cm Tiefe, die aber von der verfügbaren Fläche nicht erreicht wird. 1,2 cm gehen für die Front ab, dann habe ich hinten 1 cm Luft für die Scharniere des Rückens plus 1,5 cm für den Rücken selbst. Somit fehlen 3,7 cm und dadurch sind die 75-cm-Leisten für das DG auch zu lang und ragen jetzt bis zum Rand der Seitenwände. Da die Leisten der Seiten nicht in die Ecke am Rücken reichen, würde das DG nun bündig mit der Halterung abschließen - das will ich vermeiden, weil unschön. Die Leisten werde ich darum demnächst noch kürzen.
fehlkonzept_kein-abstand-nach-vorn.jpg

Obergeschoss 1
Dann habe ich mit der Montage des OG1 begonnen. Es wird von zwei Metallkonsolen (150 x 200 mm) gehalten. Zur Hilfe habe ich mir eine Stütze gebaut und dann die Konsolen, die zunächst mit der Spitze an der Etage montiert waren, an die Rückwand geschraubt. Immer vorbohren! Mit drei Schrauben in der Wand und zwei in der Etage bei jeder Konsole hält die Etage schon sehr gut - nur vorne hängt sie etwas tief weswegen der Turm noch bleiben musste. :)
20191207_192141.jpgog1_montage-zwei-konsolen.jpg
OG1 mit 800-g-Schwein

Weiter ging es mit dem Liegeplatz, den ich auf der SB-abgewandten Seite vorgesehen habe. Dafür musste ich die Leiste von 15 cm noch anzeichnen, bohren, vertiefen und montieren.
og1_halterung-leiste.jpg
Tausend Dank an meinen treuen Minicraft-Bohrer, mit dem ich mit einem 2-mm-Metallbohrer ALLE Bohrlöcher bohre!

Diese Halterung muss auch gespiegelt werden, wenn der SB auf der anderen Seite aufgebaut wird. Somit musste ich auch den Einschub einmal wechseln - das geht leicht, indem man die drei vertikalen Rahmenteile ab- und auf der anderen Seite anschraubt.
einschub-links.jpg einschub-rechts.jpg
Einschub mit Halterung für OG1 links bzw. rechts montiert

Der Liegeplatz nimmt 28,8 x 20 cm ein. Gehalten wird er mit einem Scharnier, das ich mit einem Bolzen lösen kann. So ist der Seitenwechsel einfach, denn das selbe Scharnier ist auf der anderen Seite der Etage.
og1_befestigung.jpg
Scharnier am OG1 - Bolzen nicht ganz eingeschoben

Weiter geht's in einem neuen Post...
 
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Shizu

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Das Scharnier und die Leiste zum Auflegen tun bisher einen guten Dienst. Ich habe direkt einen Härtetest gemacht:
og1_montiert.jpg
OG1 mit einem Schweinchen von 1348 g

Auch wenn ich nur 1 cm Teppich als Bodenbelag plane, ist klar, dass das Fenster sehr niedrig ist. Grund ist der Rahmen des Einschubs und den Platz den ich für die Montage des Glases und Messungenauigkeiten brauche...
og1_fenster.jpg
Info: Die Rundungen der Fenster zeichne ich mit einem Teelicht an - das empfand ich immer als schöne Rundung :)

Neben dem niedrigen Fenster, das ich nun so hinnehmen werde, hat sich aber noch ein Mangel gezeigt: Platz. Wie zuvor in den Haltern für das DG, machten sich die fehlenden 3,5 cm in den Skizzen jetzt bemerkbar. Der Raum zwischen dem Rand von OG1 zur Begrenzung/Front vom EG maß nur satte 25 cm, statt der erwarteten 30. Nachdem das ein oder andere Schwein mir Maß stand, wollte ich die 30 cm Luftraum beibehalten, wie der EB II. sie auch hat. Mit diesem Abstand kann das Schwein einfach gut springen und landen - gerade wo ich das OG1 jetzt 5 cm höher setze...
Kurzum wurde das OG1 vorne um 3,5 cm gekürzt. Leider nicht so gerade wie vom Holzzuschnitt, aber da kommt ja noch ne Leiste vor und das Pipiaufkommen wird sich an der Stelle auch in Grenzen halten. Jedoch werde ich die Kante nochmal lackieren müssen. Zudem habe ich damit die Plätze für die Druckknöpfe abgesägt, an die ich Futtergirlanden und Krankenabtrennung klicken möchte. Deshalb habe ich die vier Vertiefungen für die Druckknöpfe auch nochmal gebohrt (für 15 mm Edelstahl-Druckknöpfe mit einem 15 mm Forstnerbohrer). Lackieren ist da nicht nötig.
druckknoepfe_montage.jpg

Obergeschoss 2
Nachdem im OG1 alles montiert war, was für die Nutzung im HB zwingend notwendig ist, habe ich mit den Halterungen für OG2 begonnen.

Das Geschoss wird nicht nur von den Leisten an Rücken und Seiten gehalten, sondern auch von drei Pfeilern gestützt.
2019-12-08 12.30.01-1.jpg
Skizze für Leisten und Pfeiler zur Halterung von OG2

Die Pfeiler gehen vom DG bis ins EG. Auch das OG1 wird noch mit einer Halterung an die beiden vorderen Pfeiler angeschlossen. Der hintere Pfeiler endet aber im OG1.
Um die Kraft, die auf den hinteren Pfeiler wirkt abzufangen, aber den Rennbereich nicht zu verstellen, habe ich eine weitere Konsole vorgesehen. Sie ist mittig vom OG1/HB montiert und soll das Gewicht in die Wand abfangen. Da an der Rückwand die Rampen zwischen den Etagen verlaufen, steht der Pfeiler 20 cm vom Rücken entfernt. Die Konsole misst 200 x 250 mm. Da das OG1 aber nur 23,5 cm (25 - 1,5 Bodendicke EG) hoch hängt (abzüglich PVC), musste ich die Konsole kürzen. Das Sägen war mühsam und die Schnittkante ist nicht schön, aber mit Schleifpapier bearbeitet ist es glatt und wird in Streu und Dunkelheit verschwinden.
konsole-gekuerzt (1).jpg

Auch diese Konsole ist nun montiert. Zwar fehlt nun das Loch unten in der Mitte aber da hier (glaube ich) keine 25 kg Gewicht aufkommen, wird das bloße Anliegen an der Wand auch reichen. Auch hier sind zwei Schrauben in der Rückwand und zwei in der Etage.
og1_halterungen-wand.jpg

Die für mich nervenaufreibendste Etappe kommt demnächst: die Pfeiler!
Mit schrägem Boden und nicht aufgeklebten PVC wird das extra schwer... Mal sehen was bei rum kommt. ;)

Grüße,
Shizu
 
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Sehr interessanter Aufbau. Ich muss jetzt noch mal fragen: Die OSB- Platten hast du vor dem Zusammenbauen mit Sabberlack gestrichen, richtig?
Durch die doch raue Struktur hält sich Flüssigkeit ganz gut in den "Poren".
 
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Shizu

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Hi.

Ja. Die Böden sind geschliffen (80er Körnung) und zwei mal mit Sabberlack lackiert. Ebenso die Schnittkanten. Die Wände sind einfach lackiert.
Die Böden werden noch mit PVC beklebt und geschützt.

Grüße,
Shizu
 
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Ein intresanter Eigenbau hast du Shizu, bin gespant wie es aussieht wenn er fertig ist :D
 
Hexle

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Wie genial ist das denn? Bist du vom Fach oder einfach nur Technik-affin?
 
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Shizu

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Hi.

Silvia, danke schön. Er wird im Großen und Ganzen so aussehen wie der EB II.; der im Großen und Ganzen genauso sieht wie der verschrottete EB I. ;) Ich bin durch einen Unfall auf diese Struktur gekommen und feile immer mehr an der Umsetzung :D

Nein, Hexle, ich bin nicht vom Fach. Das erste mal dass ich neben der Schule (hatten mal ein Jahr irgendwie Holzbearbeitung... "Werken") habe ich meinen ersten Schnitt 2007 mit der Stichsäge (die mir noch immer treu zu Seite steht :D) für den ersten EB gemacht.
Dadurch dass die Grundstruktur meiner Eigenbauten immer gleich war, hab ich hier und da etwas Routine. Auch dass ich auf Hübschheit und Funktion statt auf ein Budget gucke, lässt viel Raum für Spielereien. *s* Dafür sind in dem EB auch sicher 500 € versenkt... >.<
Ich knobel gerne und einfach drei Wände mit vier Böden zu bauen wäre mir zu langweilig. Hier habe ich nun durch das Spiegeln EINIGE Probleme zu lösen und das macht es wirklich interessant.

Und bevor die Frage kommt, ja, ich hab viel Werkzeug :p Aber der Forstnerbohrer wahr z. B. im Angebot beim Discounter und sicher nicht hochwertig.
Das Arbeiten mit Holz hab ich einfach aus der Not begonnen und es hat irgendwie funktioniert und darum macht es auch Spaß. Und für manches braucht man dann einfach dies und das und auf einmal hat man "viel". :)

Grüße,
Shizu
 
Fini

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Das ist echt cool! Ich werkel ja auch total gerne rum seit ich Schweinsens habe.
Bin schon gespannt wie es fertig ausschaut.
Ich glaube ich mache auch so einen Baubericht, auch wenn mein EB sicher nicht so spektakulär wird wie deiner :lach:
 
S

Shizu

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KW 50/51

Die letzte Woche war nicht so richtig ergiebig, aber ein bisschen berichten kann ich doch:

Nachdem OG1 ja fest hing war jetzt die nächste Halterung der Etagen dran: Pfeiler. 44 x 44 mm Kantholz und 18 x 44 mm Latte lagen schon lange bereit. Die 2-m-Balken sind leider nie ganz gerade, aber ich konnte grade Stücke ausschneiden. Bei der Montage habe ich dann deutlich demonstriert bekommen, dass eine Stichsäge nicht das richtige Werkzeug ist. Der 44 x 44 mm Balken war krumm und schief geschnitten und ich hab es partout nicht gerade gesägt oder gefeilt bekommen. Ich musste dann nen neuen Balken kaufen.
Ich weiß nicht, wie ich es letztes mal gemacht habe, aber jetzt habe ich in den sauren Äpfel gebissen, 2 € am Holzschnitt gelassen und mir die Pfeiler zusägen lassen. Auch habe ich mir jetzt die Berechnung der Länge (Dicke vom PVC geht ja ab!) und das Anhalten (Halterungen an der Seite hat vielleicht Abweichungen) gespart und ganz stupide die Maße vom Konzept bekommen: 46 cm und 21 cm. Locker aufgestellt machen die Pfeiler schon was her und ich hab mich schöner über den Anblick gefreut.
hb_og2-aufbau.jpg

Entgegen der guten Vorsätze klebt kein PVC auf EG und OG1 - hab ich einfach nicht gebacken bekommen. Auch hier ärgere ich mich wieder, dass der Rücken auf dem Boden steht, denn darum habe ich noch kein PVC auf das EG geklebt. Jetzt muss ich mal schauen wie ich das PVC am besten auf den montierten Boden bekomme - weil die Stücke recht knapp geschnitten sind werde ich wollte neue Stücke aus dem PVC schneiden mit mehr Fleisch und diese nur mittig richtig fest kleben; wenn der EB demontiert ist, kann ich das PVC dann komplett ankleben und abschneiden. Eine gerade Kante muss aber im montierten EB bereits jetzt an den Rücken stoßen. Wird ein Spaß!

Weil das OG1 jetzt ja keine Tiefe von 50 cm mehr hat, rücken die Pfeiler, die das OG2 stützen, auch weiter Richtung Rücken. Das ist für die Stützwirkung kein Problem, aber funktioniert die Halterung für das Geländer nicht mehr. Das Problem hätte es auch mit dem tieferen OG1 gegeben, aber irgendwie hab ich das auf dem Papier nicht richtig realisiert... Aber hab schon ne Idee dazu...
Ein akutes Problem war die Einrichtung im OG2. Links und rechts gibt es toten Platz zwischen Pfeiler und Geländer vom OG2. Statt die Pfeiler nun 1:1 fortzuführen habe ich die Pfeiler ein bisschen vor gezogen. Die Pfeiler überlappen sich jetzt mit rund 2 cm - das sollte doch reichen um die Kräfte vom DG bis ins EG zu leiten. Und die 7 cm zwischen Geländer und dem Pfeiler werde ich durch eine selbstgebaute Heuraufe nutzen. So gibt's im Ruheplatz links im OG2 auch mehr Platz da das Heu nicht von den 25 cm Breite ab geht. Rechts gilt das gleiche. Die Ruheplätze sind mit 25 x 25 cm links bzw. 25 x 30 cm rechts (kleine Änderung zum Konzept...) relativ klein aber ich hoffe darauf dass es als "kuschelig" durchgeht...
blick-in-og2.jpg
Blick ins OG2; halbhohe Trennwand durch Zollstock simuliert

Damit ich euch noch was zeigen kann hab ich mich am OG2 dann zumindest ins Zeug geschmissen. Zuerst hab ich angezeichet wo ich Dübel in die Pfeiler bohren will. Zwei Dübel pro Pfeiler halten sie an Ort und Stelle und wie auch in EB II. werde ich nur am Pfeilerboden Dübel setzten - oben ist das nicht so wichtig. Dazu gehört abzumessen wo die vorderen Pfeiler genau hin sollen.
og2_pfeiler-markierung.jpg

Mit einer Dübelhilfe (Kenner werden sehen, dass ich nur den Metallstein verwende, aber ich hab damit mal angefangen weil das Gerät mir zu kompliziert bzw. unpassend war und davon bis ich noch nicht weg... ^^") hab ich (hoffentlich) gerade Löcher gebohrt für die Dübel. 2 cm in den Pfeiler bei 3 cm langen Dübel - die zu halbieren war mir jetzt zu anstrengend...
pfeiler-bearbeitung.jpg pfeiler_um-og2.jpg
Hab mich zwischenzeitlich nochmal umentschieden was beim großen, rechten Pfeiler "vorne" ist - wenn alle Löcher gebohrt sind wird das nicht mehr so einfach möglich...

Mithilfe von Zentrierspitzen (gab's mal in nem Set mit 6-mm-Dübeln) hab ich dann die Plätze auf dem PVC markiert, wo die Löcher passend zum Pfeiler hin müssen.
pfeiler-bohrung.jpg
Die waren dann auch schnell gebohrt und somit sind die vorderen Pfeiler im OG2 verwendbar.

An die hinteren beiden Pfeiler aus den Latten habe ich mich jetzt noch nicht richtig gemacht. Im OG1 fehlt das PVC auch noch und ich bin unsicher, warum der Ausschnitt für die Rampe 21 cm tief ist statt so 20,5 cm... Dennoch sind die Pfeiler gesägt und ich kann sie schon dekorativ hinstellen.
Trotzdem konnte ich noch was tun: weil eine Seite der Latte sehr rau ist und eine kurze Seite Kerben hat, habe ich meinen Deltaschleifer geschnappt - mit Schleifpapier (40, 80, 120) - und die beiden Pfeiler noch glatt und schier geschliffen. JEAHIIII, Deltaschleifer!!! ;)
pfeiler-hinten_01.jpg pfeiler-hinten_02.jpg
Info: Elektrisch schleifen tue ich immer mit Atemmaske und Schutzbrille - optimiert die Sicht und schützt die Lunge! Gehörschutz trage ich bei jedem Einsatz von Maschinen.

Das war die Woche. Abbauen kann ich den Korpus jetzt leider doch nicht, aber das steh ich auch noch durch...
Die kommenden To-dos sind "PVC-aufkleben um die Pfeiler im EG anzuzeichnen", "Halterung für den Verschluss des Geländers von OG2 grob erstellen" und damit würde ich durchaus den Korpus erstmal wieder abbauen um mein Wohnzimmer zurückzubekommen :D

Grüße,
Shizu
 
S

Shizu

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KW 01/02

Reumütig melde ich, dass nicht viel passiert ist. KW 52/01 war ich im Urlaub. Jetzt ist der Bau auch noch fast bewegungslos.

Zumindest habe ich das zu knappe PVC für das EG nochmal neu geschnitten. Als ich den Teil am Rücken begradigen wollte, war das Fleisch drumrum einfach zu wenig. Der Teil am Rücken des Korpus' ist durch eine Schiene gerade geschnitten und liegt am Rücken an. Hier nochmal ein Fluch auf die Entscheidung den Rücken auf den Boden zu stellen - würde der Boden am Rücken anliegen, hätte ich das PVC einfach aufkleben und abschneiden können.
pvc-gerade-schneiden.jpg
Gerader Schnitt am PVC durch Metallschiene, scharfes Teppichmesser und Unterlage

Dann habe ich das PVC noch punktuell in das EG geklebt. Dort wo die Pfeiler stehen klebt das PVC nun auf dem Boden. Ich konnte es nicht komplett ankleben weil ich nicht gut an die seitlichen Ränder und die Stoßkante zwischen den beiden Bodenplatten komme.
hb-eg_boden-punktuelle-klebung.jpg
PVC an zwei Punkten festgeklebt und beschwert

Ich ärger mich außerdem dass ich den Boden nicht hundertprozentig montiert habe. Die Lücke vorne verhindert nicht nur dass ich die Front richtig montieren kann, sondern auch dass das PVC komplett richtig zugeschnitten werden kann. Das muss alles warten bis der Korpus wieder auseinander ist. Vor allem muss ich wegen der Spalte nun auch überlegen wie ich die Pfeiler, die OG2 nur irgendwo stützen aber beim OG1 richtig passen müssen, korrekt anzeichnen.
hb-eg_bodenspalt.jpg
Dummes Mädchen! Vorher lieber mal richtig ordentlich arbeiten!

Um noch IRGENDwas sichtbares zu machen, habe ich die Bohrlöcher für die Halter der hinteren Pfeiler begonnen - nur im OG2 weil im OG1 ja noch kein PVC liegt... Weit bin ich aber auch nicht gekommen...
hb_pfeiler-hinten_markiert.jpg
Mittelmarkierung im OG2 und die hinteren Pfeiler für die Obergeschosse
Info: Weil das hintere Brett schon den Ausschnitt für die Rampe hat, habe ich vorne an der geraden Schnittkante - und damit der Mitte der Etage - gemessen um die Mitte zu finden. Durch das Geodreieck hab ich die Mitte dann an den Rand des Rampenausschnitts übertragen.

Ich versuch wieder Fahrt aufzunehmen! ò.ó

Grüße,
Shizu
 
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Shizu

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Hupps, schon wieder Donnerstag...

KW 02/03

Was ist passiert? Ich habe mich um die hinteren Pfeiler gekümmert. Zugesägt waren sie schon und die Markierungen für die Dübellöcher waren auch schon da. Als erstes habe ich PVC für die Hauptplatte vom OG1 grob geschnitten, eine Seite begradigt und angeklebt.
hb-og1_pvc-ankleben.jpg
Beschweren ist das A und O

Währenddessen konnte ich auch das DG mal einlegen. Wie auch beim OG2 sind es zwei Teile die ich noch nicht verbunden, aber die Scharniere schon angezeichet sind. Das DG hat sein PVC auch schon. Leider liegen die Bretter nicht glatt auf und ich weiß nicht woran es liegt. Ob es nun zu hohe Pfeiler im OG2 sind, der Zusammenbau des Bodens Probleme macht oder sich was verzogen hat. Ich habe mich entschlossen das erstmal zu ignorieren...
hb-dg_spalt-durch-pfeiler.jpg hb-dg_spalt-zur-seitenwand.jpg
Irgendetwas stimmt im Dachgeschoss nicht...


Allerdings sieht der Korpus im Großen und Ganzen brauchbar aus - Mikari (6 Monate, ~ 800 g) als Referenz:
hb-dg.jpg 20200112_210943.jpg

Also weiter mit den hinteren Pfeilern. Sie sollen die hinteren Teile der Etagen stabilisieren sodass OG2 und DG von drei Pfeilern und den Randleisten gehalten werden. Der Druck der hinteren Pfeiler geht in die große, mittige Konsole vom OG1 - so bleibt unverstellter Raum zum Laufen im EG. Darum zunächst wieder die Löcher für die Dübel in die Pfeiler bohren mit denen sie gegen Verrutschen gesichert werden:
hb_pfeiler-hinten-gebohrt.jpg
Pfeiler beschriftet, gebohrt und schon mit Zentrierspitzen fur den nächsten Schritt bereit


Das Markieren im OG2 war einfach. Ich habe die Mitte an der geraden Schnittkante der Etage abgemessen und zum Ausschnitt für die Rampe übertragen. Mit dem Metallwinkel habe ich dann darauf geachtet, dass der Pfeiler im 90-°-Winkel steht. Weil der Pfeiler in der Mitte einen kleinen Bleistiftstrich hat und an der Rampenöffnung stehen sollte, war die Platzierung nicht schwer. Außerdem macht es keine Probleme wenn ich nicht millimetergenau arbeite (GUTE IDEE!!!).
hb_pfeiler-markierung.jpg
Die Zentrierspitzen hinterlassen mit entsprechendem Druck gute Markierungen für die Bohrlöcher
Info: Damit ich nicht alles voller Markierungen auf dem schönen PVC habe, benutze ich viel Malerkrepp. Das lässt sich leicht ablösen und ich kann massenhaft Markierungen mit dem Permanentmarker machen. Wenn ich fertig bin kann ich das Kreppband einfach abziehen.
Das Markieren auf dem OG1 war schwerer. Gott sei Dank hatte ich frühzeitig beim Aufbau des Korpus' die Mitte der Etage auf der Rückwand markiert. Dadurch musste ich nur die 20,5 cm von der Markierung aus messen um den Platz für den Pfeiler zu finden. Auch er sollte an der Rampe stehen.
hb-og1_pfeiler-platz-findung.jpg
Mittelmarkierung für den Pfeiler mit einem abgebrochenen Geodreieck erfordert etwas Improvisation...

Die Löcher waren schnell gebohrt und müssen noch lackiert werden. Insgesamt freu ich mich schon wieder über den Korpus...
hb_etagen.jpg hb_etagen_unten.jpg
Der Zollstock zeigt, wo die Rampe rauf zum OG2 liegen wird.


Außerdem habe ich im OG2 und DG Bleistiftmarkierungen mit der Metallschiene an den Rücken gemacht. An ihnen werde ich später eine Nut fräsen. Links und rechts wird - je nach Ausrichtung der Rampe - eine ca. 30 cm lange Nut gefräst wo ein Bodenstück eingesetzt wird. Dadurch beginnt die Rampe nach oben 50 cm von der Seitenwand weg und wir haben Platz für einen Ruheplatz und einen Gang zur Rampe.
hb_test-hintere-pfeiler.jpg
Aufbau für die Markierung an der Rückwand über das Rampenloch der Etage


Betört von der Möglichkeit der ungewöhnlichen Blickwinkel habe ich dann noch einen Schönheitsfehler im DG gefunden: Das PVC bedeckt nicht das ganze Holz.
hb_pvc-schlecht-geschnitten.jpg
Blick durch die Aussparungen der Rampen in DG und OG2 - das PVC passt nicht an die Ausschnitte
Ich habe das PVC nicht zuerst angeklebt und dann die Etagen gesägt, weil ich den Verschnitt klein halten wollte... Zwar sind die Teile unter dem PVC schon zwei mal lackiert aber trotzdem blöde. Die Plätze an der Rampenaussparung sind bestimmt nicht das beste Stille Örtchen, aber man weiß ja nie... Mal sehen ob ich da nochmal lackiere oder es einfach riskiere.
Aber, liebe Kinder, lernt aus meinen Fehlern: PVC aufkleben und wenn getrocknet mit dem Teppichmesser von unten abschneiden - das ist gut. Wenn man auf die Schneide schaut kann man auch sicher gehen dass der Schnitt senkrecht ist.
pvc-schneiden.jpg
Holz oben, PVC unten und das Messer von unten anlegen und am Holz entlang ziehen - das funktioniert echt gut!


Mehr kann ich euch aus der letzten Woche nicht berichten. Es geht quälend langsam voran aber zumindest geht es noch ein bisschen...
Die großen Pfeiler, auf die OG2 aufliegt, will ich jetzt nicht am Erdgeschoss anzeichnen, weil durch den Spalt in den Bodenplatten mir das nicht geheuer ist; außerdem liegt an den Seiten PVC das nicht zugeschnitten ist und das Maßnehmen erschwert. Echt ätzend!
Wegen dem Spalt spare ich mir auch die Front vom Erdgeschoss. Was bleibt ist die Verschlusshalterung für das Geländer von OG2, neue Druckknöpfe wegen den gekürzten OG1 und dann kann ich eigentlich den Korpus wieder abbauen... Und hab meinen Wohnbereich wieder! :p

Grüße,
Shizu
 
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Shizu

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KW 03/04

So, die letzte Woche habe ich genutzt um mal das Konzept für die Einrichtung im DG zu prüfen. Die Plattform an der Außenwand soll über die ganze Tiefe gehen. Von der Rückwand bis zur Tränke vorne. Die wird auf einer Erhöhung stehen, die ich mit Papier mal skizziert habe. Der Platz unter der Plattform soll auch noch eine kleine Trennung bekommen damit zwei Schweine drunter liegen können ohne dass sie sich streiten.
hb-dg_plattform-konzept.jpg
Einmal auf der linken Seite aufgebaut, wie die Außenwand des DG genutzt werden soll

Der Test war wichtig. Ich wollte die Erhöhung zum Innenteil hin eigentlich kürzen, aber Janali hat gezeigt, dass damit der Weg zum Wasser zu schmal wäre. Es bleibt also bei dem Platz, den ich mit Papier geschnitten habe.
hb-dg_traenke.jpg
Bei 20 cm Tiefe der Plattform kann es auch keine Wand über die ganze Tiefe geben (siehe silberne Markierung)

Dazu habe ich auf den Leisten, die DG und OG2 halten, markiert wo ich einen Stopper anbringen will. Da soll ein Dübel rein der andere Schrauben ersetzt.
hb_markierung-seitenleisten.jpg

Zudem wurde PVC geklebt: EG und OG1 sind nun auch beklebt (aber noch nicht ganz abgeschlossen... *psst*)
og1_seitenteil_pvc.jpg
Beklebung des Seitenteils von OG1


Zudem habe ich den Korpus abgebaut. Ich habe daran gedacht die Verschraubungen (3,5 x 12) zu knipsen:
hb_ruecken.jpg
Verschraubung des dreiteiligen Rückens
hb-eg_verschraubung.jpg
Verschraubung des zweiteiligen Bodens


Der Boden sollte eigentlich flach aufeinander klappbar sein, aber das gibt das Scharnier leider doch nicht her *hups* Dabei hatte ich mich sehr clever gefühlt weil ich die Scharniere im Boden versenkt habe sodass man es flach hinlegen kann :) :( Jetzt geht es nur knapp im 90-°-Winkel...
hb-eg_scharnier-unten.jpg
Scharnier vom EG von unten gesehen
hb-eg_scharnier-oben.jpg
Scharnier vom EG von oben gesehen (PVC noch nicht angeklebt)


Das wars diese Woche... Hm... :(

Grüße,
Shizu
 
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Angelika

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Mein Hirn suggerierte mir gerade: Da trinkt ja ein Schwein aus der Toilettenschüssel :lach:

Ich bewundere die generalstabsmäßige Planung und handwerklich gehobene und exakte Ausführung und bin sehr gespannt auf das Endprodukt!
 
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Shizu

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@Teta
Naja, es ist ein Wasser- und Futterspender... Und zum testen war das Reservoir ja nicht nötig :p

KW 04/05

Wieder ein Hauch von nichts. Ich habe die Form für den Verschlusshalter skizziert. Das Ding wird an den beiden Pfeilern montiert, die OG2 stützen. Der Verschluss für das Geländer von OG2 wird dann an diesen Halter geschraubt. Nötig ist das damit der Verschluss direkt an das Geländer anliegen kann.

2020-01-30 18.00.54.jpg
Skizze des Verschlusshalters unter OG2

20200126_232019-1.jpg
Schablone für die Form des Verschlusshalters (Pfeiler wäre links, der Verschluss rechts)


Info: Entgegen der oberen Skizze habe ich den Halter sich nicht an den Pfeiler schmiegen sondern das untere Ende fast senkrecht auf den Pfeiler treffen lassen. Grund dafür ist, dass das immer dünner werdene Holz leicht bricht und bestimmt nicht so glatt und gerade verläuft wie ich es möchte - schon gar nicht bei Grobspanplatten wie OSB. Mit der jetzigen Rundung habe ich weniger Splittergefahr und kann die Halter links und rechts auch einfacher identisch umsetzen.

Die Form von dem Loch in dem Halter ist noch nicht ganz klar. Aber ein Loch soll es schon geben. Zum einen wiegt Luft nichts und der EB wird schon schwer genug, und zum anderen kann man dann da tolle Sachen durchstecken und aufhängen. Als Befestigung am Pfeiler stelle ich mir gerade einfache Dübel vor. Jedoch könnte das nicht reichen, wenn jemand volle Kanne gegen das Geländer fliegt - ich weiß nicht ob der Halter dann auch aus dem Pfeiler fliegt...

Was mich stark an der tatsächlichen Umsetzung gehindert hat war die Materialfrage. Geplant war, dass ich die Reststücke der Pfeiler benutze, aber leider kann ich 4,4 cm nicht (gut und gerade) sägen. Die Pfeiler haben auch abgerundete Ecken, sodass ich diese Tiefe auch entfernen müsste, damit der Halter keine Kerbe hat, wo ich die Kantholzstücke zusammenkleben (ich muss ja auf 10,4 cm kommen um vom Pfeiler auf die Höhe des Geländers von OG2 zu kommen). Und um dann aus den 4,4 x 4,4 cm großen Kanthölzern, bei denen vorn und hinten je 2 mm entfernt wurden (weder der abgerundeten Ecken) auf 10,4 cm Tiefe zu kommen, wäre wieder sägen notwendig. Das war mir zu kompliziert und fehleranfällig, denn die 10,4 cm müssen schon ziemlich genau getroffen werden.
Jetzt habe ich mich entschieden statt der Kanthölzer Holzreste zu verwenden. Ich werde je zwei 15-mm-dicke OSB-Platten mit einer 12-mm-Platte verkleben. So bekomme ich 4,2 cm Tiefe und kann zuvor die drei Platten anständig in Form sägen. Nachdem die Platten verklebt sind, kann ich sie noch schöner schleifen. Zwar ist die Optik von vorne dann nicht so schön wie bei Vollholz, aber ich kann auf diese Art es leichter bearbeiten; darauf die Vollholz-Pfeiler in Form zu schleifen habe ich nämlich echt keine Lust...

Ich bemühe mich, mal wieder Fahrt aufzunehmen - Fini ist ja schon fertig mit ihrem EB! xD - aber gerade mag ich irgendwie nicht so...

Grüße,
Shizu
 
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