Rätselhaftes Fressverhalten/langsames Kauen

Diskutiere Rätselhaftes Fressverhalten/langsames Kauen im Krankheiten und Kastration Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo zusammen, ich habe ein Kastrat, der mir irgendwie Rätsel aufwirft. Sorry für den langen Text. Also, Kastrat, 3,5 Jahre. Es fing damit an...
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WuzzenPF

Graspflücker
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Hallo zusammen,

ich habe ein Kastrat, der mir irgendwie Rätsel aufwirft. Sorry für den langen Text.

Also, Kastrat, 3,5 Jahre. Es fing damit an, dass er sich eine Ecke im EB aussuchte und eigentlich ausschließlich dort saß, fraß und schlief. Fraß und verhielt sich sonst normal. Dann fing er an, sich häufiger zu kratzen. Hab es erst ne Weile beobachtet und bin dann zum TA bzw. 2 verschiedenen TÄ. Wurde dann nach Tesaabklatsch fast nur auf „Verdacht“ mit diesem „Flohpulver“ behandelt, denn es waren von beiden TÄ keine Parasiten sichtbar. Das schlug aber erstmal nicht so richtig an. Er kratzte sich weiterhin oft und häufig, verhielt sich dennoch normal, blieb aber immer auf „seine Ecke“ im EB fixiert. Das ging soweit, dass er schon fast nervös wurde, wenn er beim EB Reinigen nicht in seine Ecke konnte! War ich fertig, rannte er sofort dort hin und blieb dort. Dabei war da noch nichtmal ein Häuschen. Dabei hats genug Häuser und Schlafplätze für alle 3.

Dann hörte nach ein paar Tagen das Kratzen doch auf, aber mir fiel auf, dass er nicht mehr richtig fressen mochte. Er war neugierig, ging auch ans Futter, blieb agil, wendete sich aber schnell ab vom Futter.

Natürlich kommt da der Verdacht: Zähne! Also ab zu meiner vertrauten TÄ, die sich sehr gut mit Nagergebissen auskennt und wir schauten gemeinsam seine Zähne in Narkose an. Es waren keine Auffälligkeiten sichtbar, lediglich die Schneidezähne waren leicht locker. Also Standardprogramm: AB und Metacam.

Mittlerweile nahm er ab…von Tag zu Tag ein paar Gramm. AB und Metacam schien ihm trotz BB und Sab auf den Magen zu schlagen.

Nach der Medikation ist er aber wieder an „Böllerchen“ gegangen. Also konnten die Schneidezähne nicht mehr das Problem sein. Sowas hartes würde er wohl kaum beißen, wenn die Zähne weh täten.
Er frass sie, aber kaute alles sehr langsam.

Es ließ mir keine Ruhe und ich ging zu einem weiteren TA, einem Fachtierarzt, der ausschließlich Zahnbehandlungen bei Tieren durchführt. (meine TÄ hatte leider 2 Wochen Urlaub…ausgerechnet!) Ich wollte es genau wissen.

Also nochmal Narkose und Röntgen des Gebisses von allen Seiten und auch gleich noch vom Rumpf/Bauch/Darm. Außer einem leichten Nachschleifen der Backenzähne (einer war wohl ganz leicht länger) war nichts zu sehen. Keine Vereiterungen, keine auffälligen Zahnwurzeln oder Knochenverwachsungen, nichts. Im Gegenteil…alles sehr gerade und harmonisch. Auch die Schneidezähne waren wieder fest.

Die Narkose setzte ihm zu…fressen tat er danach kaum, aber das legte sich zum Glück wieder. Nach einigem Päppeln hatte er schnell wieder Interesse am Futter und nahm auch wieder etwas zu.

Nur: er frisst einfach nach wie vor kaum heu und kaut ziemlich langsam. Was kann das Schwein noch haben, wieso es so langsam kaut und auch kein Heu richtig fressen mag? Getrocknete Kräuter, FriFu (auch Möhren), Gras und Löwenzahn frisst er. Langsam, aber er frisst es. Nur ans Heu geht er so gut wie nicht.

Ich bin echt am verzweifeln. Ich würde ihm so gerne helfen bei seinem Problem, aber ich weiß absolut nicht, wo ich ansetzen soll?! Er ist neugierig, springt rum, brommselt seine Weiber an…macht alles wie immer, aber Futter nimmt er nur langsam und fast auch zu wenig auf. Wobei er jetzt nicht mehr abnimmt, auch ohne Päppeln. Das ist ja schon mal was.

Ein Hinweis noch: Seit den ganzen verdächtigen Anzeichen hat er sich zum Schlafen auch nicht mehr so seitlich in „Bananenform“ hingelegt, sondern nur so „normal“ liegend. Früher hat er sich immer lang gemacht. Sind das irgendwelche bestimmten Anzeichen für eine Krankheit?!

Hat irgendjemand nur ansatzweise eine Idee, was mein Wuzzchen für ein Problem mit dem Fressen haben könnte?!
 
Traudl

Traudl

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Vielleicht hat er Schmerzen. Bei meinen Arthoseschweinchen fiel meist zuerst das schlechte Fressen auf, das schlechte ht laufen kam später
 
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Hexle

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Das "normale" Hinlegen deutet drauf hin, dass er unentspannt ist. Schmerzen? Aber wo? Knirscht er mit den Zähnen? Zittert er manchmal? Manchmal findet man die Ursache nie, manchmal erst später.. Du hast diagnostisch viel gemacht und in meinen Augen auch das Richtige.
 
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Teta

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Kauern statt sich lang machen beim Schlafen sind ein Zeichen von körperlichem Unbehagen, ohne dass daraus eine Zuordnung abgeleitet werden kann.
Etwas Ähnliches hatte ich vor einem Jahr bei einem vierjährigen Tier. Immer wieder mäkelig beim Fressen, Zurückziehen, Kauern ... im Abstand von 14 Tagen war ich mehrfach beim Ta. Erstdiagnose: Futter zwischen zwei Backenzähnchen, einer minimal lang ... nach 14 Tagen röntgen: Nix. Dann ging es eine Weile besser ... nach sechs Wochen wieder auffällig, dann ein CT, in dem sich ein Backenzahn als von innen heraus in Auflösung befindlich outete. Der Zahn sah von außen super aus, das Röbi vier Wochen vorher hatte nichts gezeigt. Leider fing er nach der Extraktion nicht mehr an zu fressen.
Kurz gesagt: Es kann durchaus an einem Zahn liegen, der im RöBi noch nicht auffällig war.
Ein Satin ist es nicht zufällig?
 
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WuzzenPF

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Nee Hexle... Er knirscht und zittert nicht. Manchmal reibt er die Zähne so aufeinander wie klappern, aber das machen die gesunden ja auch. Hm...

Angelika... Sowas hab ich halt auch in Verdacht, dass was irgendwo an nem Zahn brodelt. Zumal der eine Zahn ja wohl auch minimal länger war.
Vor einer Extraktion habe ich n heiden Respekt. Glaube nicht, dass ich das meinem Schwein antun möchte :-(

Er ist kein satin.... Hab ihn damals aus miserabler Kinderzimmer Einzelhaft geholt. Zoohandlungsvermehrerschweini...
 
B-Tina :-)

B-Tina :-)

NotschweinchenHalterin
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... Seit den ganzen verdächtigen Anzeichen hat er sich zum Schlafen auch nicht mehr so seitlich in „Bananenform“ hingelegt, sondern nur so „normal“ liegend. Früher hat er sich immer lang gemacht. Sind das irgendwelche bestimmten Anzeichen für eine Krankheit?!

Hat irgendjemand nur ansatzweise eine Idee, was mein Wuzzchen für ein Problem mit dem Fressen haben könnte?!
Huhu Sylvie, das liest sich leider nicht gut.
Stellt sich mir die Frage: Wann war das Röntgen in Narkose? Länger als 4 Wochen her?


Ich habe ein trauriges Déjà-vu - Achtung, sehr langer Text ...

Mein :engel:Turbi, geboren ca. 1.11.2014, hatte schleichend abgenommen, letztlich mehr als 150 g in 3 Wochen bei bis dahin stabilem Gewicht. Die letzte Untersuchung mit Röntgen (wg. auffälliger Atmung) war im Mai 2019 erfolgt.

Nun wurde er Mitte September wegen einer minimalen Zahnspitze im Frontbereich und Gewichtsabnahme untersucht. Auch tränte das rechte Auge sporadisch, Turbi kratzte sich dort öfters. TÄ fand im Auge keine Fremdkörper o.ä., führte das auf eine evtl. Reizung durch Heupartikel zurück. Die winzige Zahnspitze sei beim Kauen nicht hinderlich. Der bis dahin noch marginale, aber stetige Gewichtsverlust sei am ehesten altersbedingen Stoffwechselveränderungen geschuldet.
Nur ins Mäulchen schauen ließ sich Turbi nicht, er mochte es nie, wenn man ihm mit irgend etwas (außer Fressbarem) ans Mäulchen wollte. Hielt ich ihm jedoch einen Finger hin, schlabberte er ihn ab ...
Da Turbi sich ansonsten "normal" verhielt und seine Kaubewegungen nicht auffällig waren, entschieden wir, den Kiefer zunächst nicht zu röntgen, auch wegen des Narkoserisikos.

Dann jedoch - unsere Stamm-TÄ und Heimtierspezialistin war im Urlaub - baute Turbi sehr ab und verlor an Gewicht, s.o. Er fläzte sich nicht mehr wie früher bequem hin, gefühlt einen halben Meter lang, sondern hockte mehr in der Ecke und schaute die Wand an, versuchte das Köpfchen lang zu machen, zog es dann sofort wieder ein, hapste hin und wieder nur ein wenig Gras oder Salat (kaute dabei jedoch normal) und wehrte sich massiv gegen das Zufüttern mit Päppelbrei, ich hatte verschiedene Sorten angeboten.

So waren wir bei einer Vertretungs-TÄ, die eigentlich am gleichen Tag in Narkose röntgen wollte, dann aber wegen erhöhter Körpertemperatur zunächst ein leichtes Schmerzmittel und Antibiotikum verordnete. Wir sollten uns 3 Tage später bei unserer Stamm-TÄ vorstellen, um zu entscheiden, ob narkotisiert werden kann.

Den Wiedervorstellungs-Termin ersparten wir Turbi und machten den vorgemerkten Röntgentermin am Folgetag fest.

Turbi wurde narkotisiert und ein riesiger Tumor rechts im Oberkiefer entdeckt, der Knochen löste sich bereits auf. Als Nebenbefund eine leichte Aufgasung. Kein Wunder, dass er nicht mehr fressen und gepäppelt werden wollte. Und dabei war er so ein liebes, tapferes Kerlchen und hat mir noch am Tag zuvor die Finger abgeleckt ...
Wir ließen unseren kleinen Liebling am 15.10.19 in Narkose auf die Regenbogenwiese wuseln. Es tut mir immer noch furchtbar weh, aber es gab keine Alternative.
Das Röntgenbild:
turbi röntgen.jpg
Der Tumor ist das große runde Gebilde im Mäulchen. Man konnte ihn im Gaumen sehen und auch von außen tasten (als Turbi narkotisiert war).

Nun drängte sich mir die Frage auf, ob ich Turbi nicht doch besser bereits im September hätte narkotisieren und röntgen lassen sollen. Auch das rechte tränende Auge und das vermehrte Kratzen gab mir diesbezüglich zu denken.

Meine TÄ sagte, dass man im September nicht unbedingt eine Veränderung beim Röntgen hätte feststellen können, da sich solche Tumoren rasend schnell entwickeln und vergrößern können. Trotzdem mache ich mir im nachhinein Vorwürfe.

Für den TA-Termin hatte ich alle Symptome auf einem Zettel notiert (das mache ich meistens, um in der Aufregung nichts zu vergessen):
- schleichender Gewichtsverlust, ca. 50 g pro Woche
- zeitweise langsames Kauen bei normalen Kaubewegungen, Matschkot
- linker oberer Frontzahn schob sich minimal nach vorn, leichte parallele Schräge der Frontzähne
- Zähneknirschen in Stress-Situationen (beim Herausnehmen zum TÜV), gelegentlich so etwas wie "Husten"
- fraß mit Appetit, aber nur 1 bis 2 Minuten lang, zog sich dann zurück
- hockte viel in der Ecke/ schaute zur Wand, rechts Auge tränte sporadisch
- verhielt sich allgemein meist passiv, bekam gerötete Pfötchen mangels Druckentlastung durch "Fläzen"
- lehnte Päppelbrei, Medikamente, sogar das bis dahin geliebte BeneBac ab, wehrte sich massiv, sobald eine Spritze in Mäulchennähe kam
- Fell verlor an Glanz, Blick wurde traurig
- biss mit den Frontzähnen in ein Kuschelbett oder Strohhalme, hielt diese fest und hob den Kopf während dessen langsam in den Nacken
(für mich im nachhinein eindeutig ein Signal für große Schmerzen)

Er hat aber nie gefiepst oder gewimmert, und ironischerweise waren die Backenzähne und überhaupt die Zähne mit o.g. Ausnahme top.

Entschuldigung für den langen Text; vielleicht hilft es dem einen oder anderen 2Bein, wenn ich unsere traurigen Erfahrungen teile.


Man könnte Blut nehmen lassen (großes Heimtierprofil), um zu schauen, ob die Schilddrüsenwerte in Ordnung sind oder sonst noch etwas im argen liegt, z.B. eine Diabetes-Erkrankung besteht.

Auf jeden Fall würde ich dem Schweinchen Glucamun geben, um das Immunsystem zu pushen. Natürlich immer in Abstimmung mit dem TA, auch wenn es "nur" pflanzlich ist.

Wir drücken ganz, ganz fest alle Daumen und Pfötchen. :daumen::wusel::heart:
 
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Hexle

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@B-Tina,
vielen Dank für diese wunderbare und hilfreiche Symptombeschreibung.
Da werden viele User etwas wiedererkennen, wenn ein bestimmtes Symptom auftritt und dann vielleicht schnell handeln. Ich werde mir das Abspeichern.

Ich kann noch eines ergänzen: dieses Vibrieren/Zittern am Körper, das oft als Meeris Unsicherheit bewertet wird, tritt auch auf, wenn ein Schmerz plagt. Es ist wie wenn das Tier vor lauter Schmerz verkrampft.

@WuzzenPF
Da liegt auf jeden Fall was im Argen, beobachte gut und versuche zu deuten, wenn auch bislang die Untersuchungen noch nichts ergaben.
 
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NotschweinchenHalterin
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…macht alles wie immer, aber Futter nimmt er nur langsam und fast auch zu wenig auf. Wobei er jetzt nicht mehr abnimmt, auch ohne Päppeln. Das ist ja schon mal was.
Dazu fällt mir noch ein: Wenn das Schweinchen offensichtlich zu wenig frisst und dabei nicht abnimmt oder gar zunimmt, könnte es daran liegen, dass mit dem Herzen und/oder der Lunge etwas nicht stimmt, dass Wasser eingelagert wird.
 
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WuzzenPF

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Vielen Dank Tina, für den langen, ausführlichen Bericht! Das ist natürlich sehr traurig, wenn man dem Ganzen so hilflos zugucken muss. Das ist das, was mich auch so nervlich belastet. Dieses abhängig sein von TÄ, die vielleicht doch nicht 100 % genau gucken und was übersehen und man selbst weiß leider auch nicht weiter und man kann nichts tun.
Dennoch sehe ich (noch) deutliche Unterschiede zwischen Deinem Turbi und meinem Filippo. Das apathische Sitzen in der Ecke macht er aktuell nicht mehr so häufig. Und auch sein Blick ist klar und aufmerksam, außer er döst natürlich.
Das Röntgen ist jetzt 2 Wochen her und ich kann bislang keine Veränderung ins noch Schlechtere feststellen. Bis auf das nicht richtige Hinlegen zeigt er keine weiteren (für mich erkennbaren) Schmerzanzeichen. Und auch gegen Päppeln wehrt(e) er sich nicht wirklich. Klar, war nicht seine Lieblingsart zu fressen, aber es ging.
Man kann auch seinen Kiefer an allen Stellen berühren. Er genießt es sogar sehr, wenn man ihn sanft an den Bäckchen/Kiefer mit den Fingern gleichzeitig mit beiden Händen krault oder unterm "Kinn". Da macht er die Äuglein zu und verharrt. von daher scheint Tumormäßig da nichts zu sein.
Seine Zähnchen sind gerade vorne. Meist erkennt man Fehl-Kauen in den Backen ja schnell vorne an schrägen Zähnchen.

Ich vermute eher so eine Geschichte, wie bei der Schilderung von Angelika....leider. Das macht es aber auch nicht besser :-(
Gerade weil auch bei ihm ein Backenzähnchen leicht länger gewesen ist.

Ich beobachte weiter und achte auf Veränderungen. Und ich werde, wenn ich es ihm zumuten kann, nochmal zu meiner TÄ gehen und bei Bedarf ebenfalls ein CT machen lassen (wenn die das überhaupt kann...weiß ich gar nicht). Ansonsten Klinik.
 
B-Tina :-)

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Von :heart:en alles Gute für Filippo und Dir viel Kraft, liebe Sylvie. :streicheln:
Bitte berichte mal weiter.
 
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WuzzenPF

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Hallo zusammen,
Nachdem mein Kastrat immer noch nicht wieder richtig frisst, er zwar alles isst, aber nur sehr langsam und heu mag er zwar, aber frisst nur sehr wenig davon, bin ich heute nochmal zu meiner Lieblings TÄ gefahren, die sich mit Nagergebissen sehr gut auskennt.
Auf dem letzten Röntgen vor mehreren Wochen war ja nichts zu sehen, Gebiss OK, Wurzeln nicht entzündet usw. Trotzdem besserte sich sein Verhalten nicht beim fressen. Er kaut recht langsam und legt sich auch nach wie vor nicht entspannt hin, sondern macht nur so wie ein Hund "Platz".
Heute kam dann die wohl ernüchternde Diagnose.... Satinkrankheit! :-(
Habe nochmal das komplette Schwein röntgen lassen, es ist klar zu sehen gewesen, dass sein Skelett demineralisiert scheint, die Knochen waren ganz gläsern. Dies war besonders deutlich in den Oberschenkeln und am Rücken zu sehen.
Am Gebiss selbst ging es noch, aber am Nacken hatte es auch bereits erste Veränderungen.
Die TÄ vermutet nun, dass mein Filippo deshalb nicht mehr so fest zubeißen mag, da ihm der Druck auf den Kiefer weh tut.
Trotzdem sind seine Zähne alle gerade und gleichmäßig abgerieben. Aber ich hatte ja bemerkt, dass sein Reibegeräusch beim kauen nicht so hart klingt, wie bei den Weibchen. Das bestätigt, dass der Kiefer angeschlagen ist und er nicht mehr richtig fest zubeißen mag. :-(

Tja, jetzt nochmal der Versuch mit metacam gucken, ob es ihm Erleichterung verschafft.
Trotz dessen ist der Kleine total lebendig und gut drauf. Ich hoffe, es bleibt noch eine Weile so...

Da er kein Heu essen kann... Wie bekomme ich die nötigen Raufasern ins Schwein?
Er frisst alles an Gemüse und mag Herbi Care plus auch, Das nimmt er vom Teller oder Spritze. Aber dennoch sind die Bohnen recht weich und er kommt nimmer über die 840 g.

Kann man noch homöopathisch was gegen die Krankheit tun?!
 
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Mephistopheles

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Hallo, ich hatte mal 2 Meerschweine aus dem Tierschutz, das Mädel tragend. Letztendlich dann 4 Meerschweine mit Osteodystrophie. Zwei der Tiere hatten sehr früh Probleme mit den Kiefern und damit beim Kauen. In ihrer letzten Zeit waren die Kauprobleme so gravierend, daß Sie täglichen Matschkot hatten. In der Zeit habe ich sie auf Anraten eines nagerspezialisierten Tierarzt gehen lassen.
In der Zeit davor, ab Diagnosestellung haben Sie Metacam bekommen. Zusätzlich täglich das homöopathische Mittel Spenglersan Kolloid R hinter das Ohr gerieben. Ob das was genützt hat? Ich weiß es nicht. Man will ja immer den Tieren noch was Gutes tun.
 
B-Tina :-)

B-Tina :-)

NotschweinchenHalterin
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Das tut mir sehr leid für Dein Schweinchen, Sylvie.

Bezüglich kein Heu fressen: vielleicht das ganz Feine unten aus der Tüte anbieten ... Oder von balance4animals das Meerschweinchen-Strukturfutter ...
:streicheln:
 
Amira

Amira

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Das tut mir leid für dein Schweinchen. OD ist eine schlimme Diagnose.

Als "Heuersatz" ist in diesem Fall Päppelbrei sicher nicht verkehrt - oder es mit ganz feinem Heu versuchen, wie B-Tina schon geschrieben hat.

Leider ist die Krankheit ja nicht heilbar. Was du machen kannst: Schmerzmittel, und das nicht zu knapp - so lange das Tierchen noch einigermassen gut frisst und munter wirkt. Wenn es weiter bergab geht und du den Eindruck hast, dass das Schweinchen trotz Schmerzmitteln immer mehr Mühe beim Fressen hat, ist der Zeitpunkt gekommen, es erlösen zu lassen.

Ich wünsche dir viel Kraft für die bevorstehende schwere Zeit.
 
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Teta

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Ich hatte selbst einmal ein Tier mit Osteodystrophie. Die Erkrankung ist infaust und äußerst schmerzhaft.
Meiner durfte an dem Tag gehen, als er erstmals trotz Schmerzmittel beim Fressen gemäkelt hatte. Wozu warten, wenn es immer nur noch schlimmer wird?
Es ist eine infaust Prognose, daher habe ich eher früher als später euthanasieren lassen. Dein Tier macht jetzt seit Monaten damit herum.
 
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WuzzenPF

Graspflücker
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Danke für eure Nachrichten.
Bis jetzt würde ihn wohl die TÄ noch nicht gehen lassen. Er ist wirklich noch sehr lebendig und springt durch den EB, macht Männchen am plexi und steht morgens gleich da, wenn es Futter gibt.
Ok, das bringt alles nix, wenn er das Futter nicht richtig fressen kann.
Im Prinzip hat er kohldampf, und kann den Hunger nicht richtig stillen, weil es nimmer geht. Eigentlich kein schöner Zustand :-(

Jetzt starte ich noch den Versuch mit Metacam dann wird es sich wohl bald sowieso entscheiden.
Bin an sich auch niemand, der ein Tierleben bis zum bitteren Ende hinauszögert.
Zumal die Krankheit unheilbar ist :-(

Das kolodial besorge ich auch mal noch... Vielleicht hilft es was...
 
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hanninanni

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Armes Kerlchen:mist:.Drücke die Daumen für eine noch lange schmerzfreie und lebenswerte Zeit:troest:.
 
Helga

Helga

mit einer tollen Meerschweinerei
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Tut mir echt leid, Sylvie :troest: Da ist es echt schwer, zuzuschauen :ungl:
 
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WuzzenPF

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Danke für eure tröstenden Worte :runzl:
Seit heute frisst er nur noch schlecht. Ich vermute, die gestrige Untersuchung mit röntgen hat ihm wohl zugesetzt.
Ich mein, er hat jetzt seit Monaten die Beinchen nicht mehr nach hinten weggestreckt um Schmerzen zu vermeiden und gestern beim röntgen wurde er ja langgesteckt, wie es beim röntgen halt gemacht wird. Glaub, das war nicht gut für ihn:uhh:
Aber die TÄ wusste ja auch nicht vor dem röntgen was er hat, von daher denkt man sich ja erstmal auch nix dabei, ein Schweini so auf den Behandlungstisch zu legen :ungl:
Jetzt warte ich noch bis morgen ab, wenn er da trotz metacam nix mehr essen mag, wird er erlöst... :wein:
Aber irgendwie bin ich trotzdem froh, doch noch den Grund für sein Unwohlsein gekannt zu haben.
Schweinehaltung kann so bitter sein. Menno.... Wieso muss das immer so weh tun :wein:
 
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