Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Diskutiere Und sie dürfen es weiterhin tun ... im Enten, Hühner, Gänse und Puten Forum im Bereich Nutztiere; AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ... Jetzt wird aus einen Treahd wegen Kücken wieder ein treahd von Veganern die auf Hundehaltern rumhacken...
Amy Rose

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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Jetzt wird aus einen Treahd wegen Kücken wieder ein treahd von Veganern die auf Hundehaltern rumhacken die ihren Hunden (übrigens Wesen mit einem Raubtiergebiss und keinen Meerschweinchen Gebiss...) Fleisch füttern.... :rolleyes:
 
Pepper Ann

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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Zu guter letzt noch ein Gedanke der mich mulmig werden lässt ist, in Deutschland das Paradies schaffen, weil wir es uns leisten können und wie sieht es auf der restlichen Welt aus? Und was heisst das wieder für eierverarbeitende Betriebe, die günstigen Produkte aus dem Ausland holen oder die Chicken Nuggets aus Resteuropa für Gewuínnmaximierung, wenn es auch nur 5Cen billiger wird?
Soweit ich weiß ist gerade in Diskussion das es bald eine Kennzeichnungspflicht für solche Inhalte gibt. Dann muss Auf jeden Paket eierhaltiger Nudeln drauf stehen wie die Eier produziert wurden.

Und mal ehrlich, bei einer billigen Dose Erbsensuppe kann auch dich jeder denken wie wenig ökologisch das Fleisch darin produziert wurde bzw. wie hochwertig es ist. Oder wie viel Separatorenfleisch und Analogkäse in den angeglichen Salami auf der 99-Cent Pizza steckt.
 
Pepper Ann

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Jetzt wird aus einen Treahd wegen Kücken wieder ein treahd von Veganern die auf Hundehaltern rumhacken die ihren Hunden (übrigens Wesen mit einem Raubtiergebiss und keinen Meerschweinchen Gebiss...) Fleisch füttern.... :rolleyes:
Ich wollte nur ergänzen. Das muss ja auch sein, sonst werden Argumente nur genannt aber nicht reell reflektiert. Finde das vegane Leben (zumindest was die Ernährung anbelangt nur als Meerschweinchenzüchterin ist man eben auch bei veganer Ernährung kein Veganer ... dito nenne ich mich nicht so) gut, da ein Großteil meiner Familie vegan lebt, und leider von außen und auch innerhalb der Großfamilie sich dafür ganz schön was anhören muss.

Edit: Vegan und Tierhaltung schließt sich ja leider aus. Daher kann ich leider kein richtiger Veganer sein. Zudem arbeite ich im Zoo. Das ist von veganer Seite auch ganz stark kritisiert.
 
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Snow-Snow

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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Weiterhin ist es in Deutschland verboten ein Tier zum Zwecke der Tierernährung zu schlachten. Daher darf in Hunde- und Katzenfutter nur Abfallfleisch aus der Fleischproduktion für den menschlichen Verzehr enthalten sein. Das heißt man macht auch ganz genau genommen sogar strafbar, wenn man den eigenen Tieren hochwertiges Fleisch aus der Fleischtheke kauft. (Man tötet da schließlich ein Tier um ein anderes am Leben zu erhalten ... und was macht ein Tier wertvoller als das andere?).
Dazu hätte ich gerne Quellen, denn das kann so nicht stimmen.

Jeder Reptilienhalter tötet Wirbeltiere (denn die Lebendfütterung von Wirbeltieren ist unzulässig) für seine Tiere. Eintagskücken haben nur einen Fütterungszweck und sind keine Schlachtabfälle. Jeder Zoo schlachtet Teile seiner Huftiernachzuchten zur Fütterung seiner Raubtiere (man erinnere sich an das riesen Geschrei um den Giraffenbullen in Dänemark).
Und jeder Barf-Shop vertreibt hochwertiges Fleisch und nicht ausschließlich Schlachtabfälle, es gibt mittlerweile sogar Trockenfutter indenen Muskelfleisch verarbeitet wird. Hier gibt es einen Barfshop mit einer Auslage die jeden Metzger neidisch werden lässt....der macht sich also strafbar?
Ich sehe es auch mehr als kritisch wenn unsere Fleischfressenden Haustiere am Ende besser ernährt werden als wir selbst, es gibt ja genug Leute die für Pfiffi nur Öko-Fleisch kaufen und selber die eingeschweißte Discounterwurst reinhauen.
Ich spreche mich auch dafür aus das eben das ganze Tier verwertet wird, das was wir nicht essen dann eben für den Barfshop....der Hund braucht kein Filet und ein Barfshop muss nicht 100 Sorten feinstes Muskelfleisch anbieten, das ist auch der falsche Weg.

Das der Hund sich vom Gebiss her auf dem Weg zum Allesfresser befindet rechtfertigt meiner Meinung nach keine vegane Ernährung. Er braucht sicher nicht soviel Fleisch wie eine Katze aber er ist auch kein Pflanzenfresser zu dem manche ihn degradieren wollen. Einen gesunden Hund vegan zu ernähren ist nicht tiergerecht...über vegetarisch lässt sich ggf. streiten wobei das auch nicht mein Weg wäre.
 
Pepper Ann

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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@ Snow
Ich rede hier von kauflichem Tierfutter. Soweit ich weiß ist in Tierfutter immer nur "Abfall" aus der Fleischproduktion für den Menschen. Zoos und Zooläden produzieren selbst, das ist was anderes. Da muss nurder Schlachter ein geschulter Tiertöter sein. Ähnlich wie in der Forschung und in Testlaboren. Eintagsküken kommen aus der Eierproduktion.
 
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Barf heißt doch nicht, dass das verarbeitete Fleisch hochwertig oder nicht aus der Fleischproduktion für den Menschen stammt. Ich denke dass auch in Kaninchenmastbetrieben oder anderen Mastbetrieben Tierkadaver anfallen, die nicht in die Fleischproduktion für Menschen eingehen ... z.B. Tiere die während der Mast sterben. Ich könnte mir vorstellen dass die gut für die Tierfutterproduktion geeignet sind... rein von der Gesetzeslage. Edit: Wobei das Gesetzt ganz klar sagt, dass Abfallfleisch für Tiernahrung darf nicht der Tiergesundheit Schaden. Aber heute sind ja hochwertige Teile vom Tier (Kuddeln z.B.) auch schon Abfall weil es für Menschen kaum einen Markt dafür gibt.
 
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Hermanns-Harem

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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Weil ich keinen Sinn in dieser Überzeugung sehe habe ich sie nicht verstanden? Das ist ja interessant und auch das gänige Argument aller Art von Fanatisten...findet man es nicht gut dann hat man nur den tieferen Sinn nicht verstanden.
Du hälst mich also in diesem Zusammenhang für einen Fanatisten - weil ich keine Tiere essen kann ?

Fanatismus im engeren Sinn ist durch das unbedingte Fürwahrhalten der betreffenden Vorstellung und meistens durch Intoleranz gegenüber jeder abweichenden Meinung gekennzeichnet. Der Fanatiker will häufig andere von seinen Ansichten überzeugen („missionarischer Eifer“), lässt jedoch seinerseits keinerlei Zweifel an der Richtigkeit und dem besonderen Wert seiner Überzeugungen zu. Vielmehr verteidigt er sie gegen jede Infragestellung und ist dabei einer vernünftigen Argumentation nicht zugänglich. Die betreffende Vorstellung ist seinem kritischen Denken bzw. Reflexionsvermögen entzogen. Damit verbundene negative Konsequenzen für sich selbst oder andere werden als solche nicht erkannt bzw. anerkannt.

Mir feht einfach das Verständis für eine Bevölkerungsgruppe die teuere Eier und die unnütze Aufzucht von Hähnchen fordert diese dann aber niemals abnehmen würde sodass sie am Ende nach einem leidvollen Leben ja doch im Müll landen.
Denn das war das Topic dieses Threads.
Habe ich das jetzt so zu verstehen - jemand, der auf tierische Produkte verzichtet, hat gefälligst in Bezug auf verbesserte Zucht- und Haltungsforderungen von "Nutztieren" die Klappe zu halten, weil er diese ja eh nicht kaufen würde.

Sorry, mir fällt es gerade schwer, da noch etwas drauf zu antworten. Das muss ich jetzt erst mal setzen lassen.
 
Pepper Ann

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Typische Fleischfresserzähne haben auch unsere Verwandten z.B. die Schimpansen ... schöne scharfe Reißzähne ... und trotzdem fressen sie nur sehr selten Fleisch. ;-)
Wir essen noch mehr Fleisch und haben z.B. keine. Die Gestaltung des Gebisses ist nicht immer ein eindeutiges Indiz für die Anteile im Futterspektrum.
 
Amy Rose

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Typische Fleischfresserzähne haben auch unsere Verwandten z.B. die Schimpansen ... schöne scharfe Reißzähne ... und trotzdem fressen sie nur sehr selten Fleisch. ;-)
Wir essen noch mehr Fleisch und haben z.B. keine. Die Gestaltung des Gebisses ist nicht immer ein eindeutiges Indiz für die Anteile im Futterspektrum.
Leb nur weiter in deiner Vegetarier- Traumwelt. Ist mir zu mühselig mit manchen Vegetariern zu reden die sich für die neue Krönung der Schöpfung halten. Meinen Kaninchen äh Hund schmeckt sein Rindfleisch und seine Knochen, ich halte ihnen aus irgendwelchen zusammengeschusterten Gründen nicht vor.
 
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Snow-Snow

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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@ HermansHarem: Warum beziehst du jede Äußerung sofort auf dich persönlich und reisst sie dabei derart aus dem Zusammenhang?

Ich habe geschrieben:
Das ist ja interessant und auch das gänige Argument aller Art von Fanatisten...findet man es nicht gut dann hat man nur den tieferen Sinn nicht verstanden.
Du bist keiner? Dann bist du nicht gemeint.
Einfaches Beispiel:
Wenn ich einem Hardcorehomöopathen auf schulmedizinische Weise versuche zu erklären das er keine arterielle Blutung mit Zuckerkügelchen stoppen kann...dann bekomme ich auch zu hören das ich die klassische Homöopathie einfach noch nicht verstanden habe :rolleyes:

Es ist einfach das gänige Argument wenn man Stellung bezieht und sagt "das ist nicht mein Weg" oder "der Sinn erschließt sich mir nicht" dann hat man es halt nicht verstanden.
Das man es durchaus verstanden hat nur aber andere Schlüsse zieht als der Veganer wird nicht akzeptiert.

Habe ich das jetzt so zu verstehen - jemand, der auf tierische Produkte verzichtet, hat gefälligst in Bezug auf verbesserte Zucht- und Haltungsforderungen von "Nutztieren" die Klappe zu halten, weil er diese ja eh nicht kaufen würde.
Die Klappe halten sicher nicht aber er darf eben auch nicht so viel erwarten wenn er doch nur redet und eben nicht selbst den Kleinbauern unterstützt sondern den in seiner idealisierten Welt auch als Tiermörder abstempelt.
Schade das es hier für euch nur zwei Varianten gibt.

Für mich gibt es ein wenig mehr als schwarz und weiß, nicht nur Vegan und quälerische Tiermörder und ich finde es auch bezeichnend das sich hier neben mir auch nur veganer äußern.
Im Grunde habe ich nichts anderes gesagt als das ich es natürlich schlimm finde aber die Entscheidung des Gerichtes aus dem momentanen Viehwirktschaft heraus verstehen kann.
Solche Themen sind emotional sicher schwierig zu diskutieren vor allem wenn eben nicht alle vegan eingestellt sind aber das hier sonst kein Fleischesser oder Eierkonsument Stellung bezieht kann ich auch verstehen.

Ich werde mich nun auch hier zurückziehen weil außer dem Zerflücken und emotionalisieren meiner Posts ja nicht mehr viel passiert. Jeder muss seinen Lebensweg finden und im Prinzip wünschen wir uns ja ähnliche Dinge, nur in unterschiedlichen Extremen ;)
 
Pepper Ann

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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Leb nur weiter in deiner Vegetarier- Traumwelt. Ist mir zu mühselig mit manchen Vegetariern zu reden die sich für die neue Krönung der Schöpfung halten. Meinen Kaninchen äh Hund schmeckt sein Rindfleisch und seine Knochen, ich halte ihnen aus irgendwelchen zusammengeschusterten Gründen nicht vor.
Es ist nicht nötig undiplomatisch zu werden. :) Ich führe hier nur Argumente an, die ich eben kenne. Ich hab nichts gegen Fleischkonsumenten und führe auch keinen Krieg gegen irgendwen. Das Thema ist für mich privat und beruflich super interessant und ich teile gerne mein Wissen, dass ich versuche aktuell zu halten. Wo liest du denn aus meinem Beiträgen heraus, dass ich irgendwem feindlich gesinnt bin?!
Jedenfalls zieh ich mir hierzu nicht einfach Dinge aus der Nase. Ich erzähle solche Dinge von berufswegen in meiner Arbeit und es läge mit fern Falschwissen zu verbreiten nur um meine Überzeugungen zu stützen .... dann wäre ich wohl auch meinen Job los. Ich bin Diplom-Biologin und habe mich sehr mit der Evolution und speziell mit Zivilisationsfolgern beschäftigt. Der Hund gehört eben dazu. Reine fleischliche Kost ist genauso nicht artgerecht wie eine rein vegane. Nutztiere und Haustiere haben zudem eine extrem veränderte Physiologie durch die durch den Menschen praktizierte Fütterung. Unser Hund ist also auf zweierlei Weise stark verändert worden. Ich hab auch noch einmal ein anderes interessantes Beispiel. Der türkische Akbash ist ein Herdenschutzhund und wurde von der ärmlichen Bauern-Bevölkerung (Viehherdenschutz) oft nicht mal mit Fleisch ernährt, weil diese es sich selber nicht leisten konnten. Diese Hunde sind aber dadurch extrem gute Futterverwerter und es gibt sogar Hinweise, dass die Welpen oft nur mit Mehl und Wasser großgezogen wurden. Survival by the fitest.
 
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Meerifan

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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Du kannst deinem Hund ruhig in großen Mengen Gemüse füttern. Unser alter 75 kg -Hund hat starke gesundheitliche Probleme und darf fast gar kein Fleisch.
Tatsächlich weiß man seit kurzem dass der Vorfahre unserer Hunde bereits ein auf dem Menschen geprägter Zivilisationsfolger war (so wie die Ratte jetzt unseren Müll frisst, Tat es der Hund vor über 20000 Jahren. Daher verträgt er Gemüse so gut. Nur die Katzen dürfen kein Gemüse und Getreide und sollen am besten rein fleischlich ernährt werden.
Die jüngsten Forschungsergebnisse schwedischer Evolutionsgenetiker kenne ich und diese werden von vielen Veganern leider gänzlich falsch interpretiert. Dass deutlich mehr Kopien für das Protein Amylase (dient der Aufspaltung von Stärke) in den Genomen der Hunde gefunden wurde, als dies bei Wölfen der Fall ist, bedeutet noch lange nicht, dass der Hund ohne weiteres fleischfrei leben kann oder sollte. Leider nehmen viele Veganer dies zum Anlass um den Hund zum geborenen Vegetarier zu degradieren.

Ich habe mich sehr lange und ausführlich mit der Thematik auseinandergesetzt (gut zehn Jahre) und stehe heute auf dem Standpunkt, dass mir ein "überlebt damit irgendwie" einfach nicht ausreicht. Auch fehlen wissenschaftliche Längsschnittstudien, die aufzeigen, ob die langfristige Nährstoffversorgung bei rein pflanzlich ernährten Hunden gesichert ist.

Ich weiß, dass es nicht wenige Hunde gibt, die rein vegan ernährt werden. Leider gibt es auch Hunde mit massiven Mangelerscheinungen darunter. Wer das durchziehen will, der sollte zwingend auf veganes Fertigfutter und/oder eine Nährstoffversorgung wie Vegedog zurückgreifen, die u.a. Carnitin und Taurin enthält, und sich darüber hinaus intensiv einlesen, was z.B. den prozentualen Anteil einzelner pflanzlicher Komponenten in der Zusammensetzung betrifft (diesbezüglich gibt es ein Buch von James A. Peden, u.a. mit Rezepten für geeignete Zusammenstellungen der Futterrationen). Alles andere ist grob fahrlässig, einen Hund einfach mal drauf los vegan zu ernähren geht nicht. Die gegenwärtige Simplifizierung der veganen Hundeernährung in Veganerkreisen ist mir zutiefst zuwider, denn es gibt durchaus Hunde, die weder mit Getreide noch mit Gemüse gut zurecht kommen und daher mit einem recht hohen Fleischanteil im Futter ernährt werden müssen.

Nur von Gemüse kann kein Hund leben. Woher soll er seine Energie beziehen? Was ist mit Proteinen? Fett? Dem richtigen Verhältnis von Calcium und Phosphor? Eine massive Mangelernährung ist bei einer solch einseitigen Ernährung vorprogrammiert.

Barf heißt doch nicht, dass das verarbeitete Fleisch hochwertig oder nicht aus der Fleischproduktion für den Menschen stammt.
Das ist richtig. Und eine Rohfütterung, die nur aus Billigfleisch aus der Supermarktkühltheke bzw. Abfällen aus der Massentierhaltung besteht, halte ich auch nicht für besser oder gar gesünder als irgendein herkömmliches Fertigfutter, auch wenn die Barfer da jetzt mit den Ohren schlackern. Bei der bestehenden einseitigen Ernährung von Tieren in der Mast frage ich mich wie man davon überzeugt sein kann mit diesem Fleisch seinen Hunden etwas besonders gutes zu tun. Darum achte ich persönlich sehr darauf, entweder Fleisch vom Wild oder aber aus artgerechter Tierhaltung zu beziehen. Ich fahre auch selber Höfe an und mache mir vor Ort ein Bild. Hier in der Nähe gibt es z.B. eine Gallowayzucht, die unter Bioland Richtlinien u.a. auch Frischfleisch für die Rohfütterung von Hunden und Katzen verkauft. Die Rinder leben das ganze Jahr über im Freien auf weitläufigen Wiesen. Alles andere käme für mich auch nicht in Frage.

Natürlich wäre es mir lieber es "ginge" auch ohne Fleisch, ganz klar. Und vermutlich ginge das auch irgendwie, sofern man auf entsprechende Fertignahrung zurückgreift oder sehr ausgeklügelt selbst zusammenstellt. Aber meine Hündin hat mir in der Vergangenheit sehr genau gezeigt, was sie von veganem Futter hält und im Gegensatz dazu von einem Stück Muskelfleisch. Und selbst wenn es anders wäre, als Wissenschaftler wäre mir das Risiko ohne entsprechende Studien und Forschungsbemühungen viel zu groß.
 
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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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Meerifan, ich habe das auch garnicht behauptet.
P.S. Ich persönlich warte immer noch auf das Steak aus dem Reagenzglas. ;-)
Aber das wollen dann bestimmt auch wieder einige nicht essen.
 
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Der türkische Akbash ist ein Herdenschutzhund und wurde von der ärmlichen Bauern-Bevölkerung (Viehherdenschutz) oft nicht mal mit Fleisch ernährt, weil diese es sich selber nicht leisten konnten. Diese Hunde sind aber dadurch extrem gute Futterverwerter und es gibt sogar Hinweise, dass die Welpen oft nur mit Mehl und Wasser großgezogen wurden. Survival by the fitest.
Ja, eine solch einseitige Ernährung findet man gerade bei den osteuropäischen Herdenschutzhunden und den orientalischen Windhunden recht häufig. Allerdings sollte man hier auch berücksichtigen, dass diese Hunde in aller Regel nicht alt werden, oft schon mit 4 oder 5 Jahren das Zeitliche segnen. Wie sich die ausschließliche Ernährung mit Hirsebrei z.B. bei den Azawakhs in der Sahel Zone langfristig auswirkt, dafür liegen meines Wissens keine Ergebnisse vor. Fakt ist aber, dass die genannten Hundetypen am besten mit einer kohlenhydratreichen und eher fleischarmen Kost am besten zurecht kommen. Bei Malamutes und Huskys sieht das bspw. schon wieder völlig anders aus (Stichpunkt interindividuelle Variabilität).
 
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Die jüngsten Forschungsergebnisse schwedischer Evolutionsgenetiker kenne ich und diese werden von vielen Veganern leider gänzlich falsch interpretiert. Dass deutlich mehr Kopien für das Protein Amylase (dient der Aufspaltung von Stärke) in den Genomen der Hunde gefunden wurde, als dies bei Wölfen der Fall ist, bedeutet noch lange nicht, dass der Hund ohne weiteres fleischfrei leben kann oder sollte. Leider nehmen viele Veganer dies zum Anlass um den Hund zum geborenen Vegetarier zu degradieren.

Ich habe mich sehr lange und ausführlich mit der Thematik auseinandergesetzt (gut zehn Jahre) und stehe heute auf dem Standpunkt, dass mir ein "überlebt damit irgendwie" einfach nicht ausreicht. Auch fehlen wissenschaftliche Längsschnittstudien, die aufzeigen, ob die langfristige Nährstoffversorgung bei rein pflanzlich ernährten Hunden gesichert ist.

Ich weiß, dass es nicht wenige Hunde gibt, die rein vegan ernährt werden. Leider gibt es auch Hunde mit massiven Mangelerscheinungen darunter. Wer das durchziehen will, der sollte zwingend auf veganes Fertigfutter und/oder eine Nährstoffversorgung wie Vegedog zurückgreifen, die u.a. Carinitin und Taurin enthält, und sich darüber hinaus intensiv einlesen, was z.B. den prozentualen Anteil einzelner pflanzlicher Komponenten in der Zusammensetzung betrifft (diesbezüglich gibt es ein Buch von James A. Peden, u.a. mit Rezepten für geeignete Zusammenstellungen der Futterrationen). Alles andere ist grob fahrlässig, einen Hund einfach mal drauf los vegan zu ernähren geht nicht. Die gegenwärtige Simplifizierung der veganen Hundeernährung in Veganerkreisen ist mir zutiefst zuwider, denn es gibt durchaus Hunde, die weder mit Getreide noch mit Gemüse gut zurecht kommen und daher mit einem recht hohen Fleischanteil im Futter ernährt werden müssen.

Nur von Gemüse kann kein Hund leben. Woher soll er seine Energie beziehen? Was ist mit Proteinen? Fett? Dem richtigen Verhältnis von Calcium und Phosphor? Eine massive Mangelernährung ist bei einer solch einseitigen Ernährung vorprogrammiert.



Das ist richtig. Und eine Rohfütterung, die nur aus Billigfleisch aus der Supermarktkühltheke bzw. Abfällen aus der Massentierhaltung besteht, halte ich auch nicht für besser oder gar gesünder als irgendein herkömmliches Fertigfutter, auch wenn die Barfer da jetzt mit den Ohren schlackern. Bei der bestehenden einseitigen Ernährung von Tieren in der Mast frage ich mich wie man davon überzeugt sein kann mit diesem Fleisch seinen Hunden etwas besonders gutes zu tun. Darum achte ich persönlich sehr darauf, entweder Fleisch vom Wild oder aber aus artgerechter Tierhaltung zu beziehen. Ich fahre auch selber Höfe an und mache mir vor Ort ein Bild. Hier in der Nähe gibt es z.B. eine Gallowayzucht, die unter Bioland Richtlinien u.a. auch Frischfleisch für die Rohfütterung von Hunden und Katzen verkauft. Die Rinder leben das ganze Jahr über im Freien auf weitläufigen Wiesen. Alles andere käme für mich auch nicht in Frage.

Natürlich wäre es mir lieber es "ginge" auch ohne Fleisch, ganz klar. Und vermutlich ginge das auch irgendwie, sofern man auf entsprechende Fertignahrung zurückgreift oder sehr ausgeklügelt selbst zusammenstellt. Aber meine Hündin hat mir in der Vergangenheit sehr genau gezeigt, was sie von veganem Futter hält und im Gegensatz dazu von einem Stück Muskelfleisch. Und selbst wenn es anders wäre, als Wissenschaftler wäre mir das Risiko ohne entsprechende Studien und Forschungsbemühungen viel zu groß.
Mit Wild ist man wohl noch bei der besten Wahl sowohl was das Wohl des geschossenen Tieres als auch des Konsumenten betrifft. Zumal die Tiere ohne Schuss und Anfüttern im Winter in großer Zahl verhungern würden, wobei das ja eigentlich der normale Weg ohne Mensch wäre. Auch ein Grund warum ich kein Veganer sein kann., denn ich befürworte durchaus Lösungen in solche Richtung. Mit der Qualität von Mastfleisch stimme ich dir voll und ganz zu. :-/
 
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Ja, eine solch einseitige Ernährung findet man gerade bei den osteuropäischen Herdenschutzhunden und den orientalischen Windhunden recht häufig. Allerdings sollte man hier auch berücksichtigen, dass diese Hunde in aller Regel nicht alt werden, oft schon mit 4 oder 5 Jahren das Zeitliche segnen. Wie sich die ausschließliche Ernährung mit Hirsebrei z.B. bei den Azawakhs in der Sahel Zone langfristig auswirkt, dafür liegen meines Wissens keine Ergebnisse vor. Fakt ist aber, dass die genannten Hundetypen am besten mit einer kohlenhydratreichen und eher fleischarmen Kost am besten zurecht kommen. Bei Malamutes und Huskys sieht das bspw. schon wieder völlig anders aus (Stichpunkt interindividuelle Variabilität).
Das stimmt, kaum ein Tier in Menschenobhut ist so variabel wie der Hund. Die Rassenansprüche sollte man da vermutlich nicht außen vor lassen. Daran habe ich noch nicht gedacht.

Edit: Ich kenne aber keine rassebezogenen Untersuchung zur Ernährung von Hunden. Geschweige denn, dass ich schon gehört hätte, dass man da einen Unterschied festgestellt hätte.
 
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Hermanns-Harem

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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Meine ehemalige Tierärztin züchtet Azawakh's (http://www.tombouktous-azawakhs.de/) und hat einige Azawakh's aus Mali eingeführt. Sie war auch Mitglied des ehemaligen Förderkreises der Association Burkinabe Idi du Sahel – A.B.I.S. Sie ernährt auch sehr kohlehydratreich und fleischarm. Ihre traumhaften Hunde haben immer ein hohes Alter erreicht. Ich habe die Stammhunde ihrer Zucht alle persönlich kennen lernen dürfen und auch den ein oder anderen Azawakh aus Afrika im Arm Arm gehalten. Beinahe hätte ich auch eine Hündin adoptiert, mich jedoch für Whippets entschieden, da ich die Haltungsbedingungen eines Azawakh nicht hätte erfüllen können.

Aber genug des OT.
 
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Meerifan

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Edit: Ich kenne aber keine rassebezogenen Untersuchung zur Ernährung von Hunden. Geschweige denn, dass ich schon gehört hätte, dass man da einen Unterschied festgestellt hätte.
Unterschiede gibt es definitiv. HSH und die Orientalen vertragen oft kein sehr proteinreiches Futter. Von Studien wüsste ich aber auch nichts, aber es gibt in punkto Hunden ja noch unzählige Forschungslücken.

@Hermanns-Harem

So klein ist die Welt, ihre Zucht verfolge ich schon seit einigen Jahren. :) Man muss aber auch sagen dass Azawakhs im Gegensatz zu den meisten anderen heutigen Rassen enorm widerstandsfähig und zäh sind sowie frei von typischen Erbkrankheiten. Sie haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als die meisten anderen Rassen von ähnlicher Größe. Wenn meine Wohnverhältnisse anders wären hätte ich auch schon einen. Aber da sie fast mehr HSH als Windhund sind ist die Großstadt definitiv der falsche Ort. Auf jeden Fall unheimlich tolle und faszinierende Hunde, wenn auch nicht einfach.
 
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Unterschiede gibt es definitiv. HSH und die Orientalen vertragen oft kein sehr proteinreiches Futter. Von Studien wüsste ich aber auch nichts, aber es gibt in punkto Hunden ja noch unzählige Forschungslücken.

@Hermanns-Harem

So klein ist die Welt, ihre Zucht verfolge ich schon seit einigen Jahren. :) Man muss aber auch sagen dass Azawakhs im Gegensatz zu den meisten anderen heutigen Rassen enorm widerstandsfähig und zäh sind sowie frei von typischen Erbkrankheiten. Sie haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als die meisten anderen Rassen von ähnlicher Größe. Wenn meine Wohnverhältnisse anders wären hätte ich auch schon einen. Aber da sie fast mehr HSH als Windhund sind ist die Großstadt definitiv der falsche Ort. Auf jeden Fall unheimlich tolle und faszinierende Hunde, wenn auch nicht einfach.
Oh schön. Zaket war meine heimliche Liebe. Und Mehari wäre beinahe mein Hund geworden.

Dann hoffen wir mal, dass sich unser beider Wohnverhältnisse irgendwann so positiv entwickelt ...
 
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Deichläuferhexe
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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

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Die Klappe halten sicher nicht aber er darf eben auch nicht so viel erwarten wenn er doch nur redet und eben nicht selbst den Kleinbauern unterstützt sondern den in seiner idealisierten Welt auch als Tiermörder abstempelt.
Schade das es hier für euch nur zwei Varianten gibt.

Für mich gibt es ein wenig mehr als schwarz und weiß, nicht nur Vegan und quälerische Tiermörder und ich finde es auch bezeichnend das sich hier neben mir auch nur veganer äußern.

Solche Themen sind emotional sicher schwierig zu diskutieren vor allem wenn eben nicht alle vegan eingestellt sind aber das hier sonst kein Fleischesser oder Eierkonsument Stellung bezieht kann ich auch verstehen.

so, jetzt iche.
bin der überzeugung nach schon veganerin, lebe in der realität aber oft "nur" vegetarisch (punkt 1 schwarz-weiß...). & ich esse eier. & zwar die von der ranch meiner schwimu, die immer um die 10 hühner einer immer irgendwie ausgefallenen rasse hält, die alle einen vornamen & genau zu bezeichnende charakterliche eigenheiten haben. wo keine kücken geschreddert werden. wo die viecher ein riesiges grundstück zum einsauen haben, nur handverlesenes futter kriegen & deutlich besser leben, als manch anderes wesen, ob tier ob mensch, in diesem lande.

ich liebe eier & habe aus dieser quelle auch 0 probleme, sie zu essen. obwohl ich es grundsätzlich für falsch halte (bin alt genug, um zu meinen inkonsequenzen zu stehen).

mmn. ist der mensch ein kultureller fleischfresser. tierische nahrung kann irgendwie auch verarbeitet werden, auch wenn die grundkonstruktion nicht dafür ausgelegt ist. siehe zb. typischer pflanzenfresserdarm - weil elendig lang, im gegensatz zum darm eines massiven fleischfressers (zb. tiger) - sehr kurz, schneller durchlauf verwesender nahrung.


ich halte es für wenig hilfreich, anderen hier schwarz-weiß vorzuwerfen & derweilen selbst gar lustig damit zu hantieren...

wir haben jetzt glaub ich alle verstanden, daß du tierische produkte überlegt konsumierst & von allen anderen, die das nicht tun, nichts hältst.
vegan häuchelt Tierliebe im großen Stil
das gänige Argument aller Art von Fanatisten
utopisch eine ganze Kultur davon überzeugen zu wollen
& weil diese keine fleisch essen (damit auch mit keiner form der fleischproduktion zu tun haben), sind sie selber schuld, daß sich nix ändert, sie tun ja im gegensatz zu dir auch nicht gutes.

okay.
wie gesagt, bin alt genug, kann auch damit leben. wenn du mit deinem bild, wie gut du für die welt bist, & wie schlecht die anderen, im reinen bist - meinen segen haste.

schwarz-weiß /off
 
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Und sie dürfen es weiterhin tun ...