Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Diskutiere Und sie dürfen es weiterhin tun ... im Enten, Hühner, Gänse und Puten Forum im Bereich Nutztiere; Quelle: FAZ v. 10.02.2015 Pfui Teufel, kann ich nur dazu sagen.
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Hermanns-Harem

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Gericht untersagt Nordrhein-Westfalen ein Tötungsverbot, Küken dürfen weiterhin in den Schredder.

Ein Gerichtsurteil hat der von den Grünen angestrebten Agrarwende im Westen einen Strich durch die Rechnung gemacht und empört Tierschützer.

Wie das Verwaltungsgericht Minden entschied, ist ein Erlass des Umweltministeriums von Nordrhein-Westfalen, das die Tötung männlicher Küken für Eier-Erzeugung untersagt hatte, nicht rechtmäßig. Elf Brüterei-Unternehmen hatten dagegen geklagt. Für die Eier-Erzeugung ist es üblich, dass nur die weiblichen Küken am Leben gelassen werden, um sie später als Legehennen zu nutzen. Die männlichen werden bald nach dem Schlupf im Schredder getötet.

Den Richtern zufolge bedürfe es für ein Verbot einer Ermächtigungsgrundlage, die es bisher im geltenden Tierschutzgesetz nicht gibt. Hier steht, dass Tiere nur mit vernünftigem Grund getötet werden dürfen. Das Gericht sah ihn in der wirtschaftlichen Alternativlosigkeit des Verfahrens. Für die Ei-Erzeugung gezüchtete Hühnerrassen setzten wenig Fleisch an. Daher sind männliche Tiere als Speise-Hühner kaum geeignet. Berufung wurde zugelassen. Ohnehin sitzt der Großteil der deutschen Brütereien in Niedersachsen, wo der Agrarminister von den Grünen bisher die Praxis der Kükentötung nicht verbieten ließ.
Quelle: FAZ v. 10.02.2015

Pfui Teufel, kann ich nur dazu sagen.
 
10.02.2015
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Maya&Coco

Maya&Coco

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

:heulen:
Da fällt mir nix dazu ein...
 
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Meerianne

Meerianne

guinea-pig catering
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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Ja, die wirtschaftlichen Gründe...
Das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration greift erst 2019. Streit um die Brandmarkierung läuft noch.
Traurig. Aber so lange der Verbraucher viel und billig essen möchte, wird es wohl so weitergehen.
Da gibt es übrigens die rührende Geschichte von dem Huhn Evita. Lebendig in den Abfall geworfen.
Tierschützer haben sie gefunden und liebevoll gepäppelt.
 
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~Sweety~

~Sweety~

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Hier steht, dass Tiere nur mit vernünftigem Grund getötet werden dürfen. Das Gericht sah ihn in der wirtschaftlichen Alternativlosigkeit des Verfahrens.
Ich bin sprachlos ... nur weil man keine Alternative finden will, weil es zu kompliziert, Geld benötigend und/oder Aufwendig ist, heißt es "Alternativlosigkeit" und daher "egal, ab mit dem Kopf".
 
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B-Tina :-)

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NotschweinchenHalterin
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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Ja, Pfui Teufel! Monster ...
 
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Nanouk

Nanouk

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Hier in der Nähe gibt es einen Betrieb, der zieht die männlichen Küken auf.
Das ist aber eigentlich ein Verlustgeschäft, denn die männlichen Hühner aus der Legehennenzucht haben, wie die Legehennen selbst, zu wenig Muskelfleisch für sog. Fleichhühner. Beide Geschlecher werden irgendwann als Suppenhühner verkauft.
Zum Ausgleich kosten Eier aus dem Betrieb 50 Cent pro Stück.

Fragt doch mal selbst in Eurem Umfeld herum, wer regelmäßig 50 Cent für ein Ei ausgeben würde und fast den doppelten Preis für ein Suppenhuhn, wie aus dem Supermarkt?!


Im Grunde ist, wie (fast) Immer, der Verbraucher derjenge, der das bestimmt!
Wenn jeder bereit wäre mehr Geld (s.o.) für Eier und Suppenhühner auszugeben, dann bestände kaum ein Anlaß die männlichen Hühner schon als Küken zu töten.
 
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Hermanns-Harem

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

http://www.haenselgretel.com/index.php/die-entwicklung-der-huehnerzucht
http://www.bruderhahn.de/was_wir_aendern/#rette
http://www.bruderhahn.de/PM_Dez_2014.pdf
http://www.hahnundhuhn.de/
http://www.bauckhof.de/de/bauckhof-klein-suestedt/bruderhahn-initiative.html
http://www.aktion-ei-care.de/eicare_aktion.html

Ich würde sofort 50 Cent für ein Ei bezahlen, wenn dieses unsägliche Töten von gesunden jungen Tieren dadurch aufhört. Warum soll ein Ei so billig sein ? Für einen Kopfsalat bin ich doch auch bereit, 1,99 € auszugeben. Was wir den Tieren durch unser Kaufverhalten antun - das ist einfach nur grausam.
 
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Alexandra T.

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Auch in der Schweiz gibt es von Kagland das Legehennenprojekt. Da wird aus ehemaligen Legehühnern Wurst, Hühnerbrust etc. gemacht und verkauft. Und es gibt auch das Junghahnprojet. Da werden Hähne aufgezogen und dann geschlachtet mit 10 Monaten. Die gibt es aber nur ganz d.h. man muss sie selbst auseinander nehmen. Hier nen Link: http://www.kagfreiland.ch/bauern-produkte/produkte/spezialitaeten/junghahn-fleisch-aus-seengenhttp://www.kagfreiland.ch/bauern-produkte/produkte/spezialitaeten/junghahn-fleisch-aus-seengen oder http://www.kagfreiland.ch/bauern-produkte/produkte/aktuelle-angebote/item/479-suppenhuhn-paket-jetzt-bestellen


Zum Schreddern.... das ist einfach nur grausam und so unnötig wie das vergasen der Tiere.
 
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Kerry

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vermisse Edgar & Bruno
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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Fragt doch mal selbst in Eurem Umfeld herum, wer regelmäßig 50 Cent für ein Ei ausgeben würde und fast den doppelten Preis für ein Suppenhuhn, wie aus dem Supermarkt?!
Ist das nicht so in etwa der normale Bio-Ei Preis? Ich kaufe im Jahr wenn's hoch kommt 10 Eier und habe gar keine Ahnung, was die kosten. 50 Cent finde ich jedenfalls nicht zu viel.
 
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jackie

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

In der Schweiz hat einer der beiden marktführenden Grossverteiler ein noch recht junges Projekt mit Zweinutzungshühnern laufen. Die Eier sind deutlich teurer als KAGfreiland- oder normale Bio-Eier.
 
Schweinchen's Omi

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Nun ist diese Entscheidung in Minden ja aufgrund eines Formfehlers getroffen worden. Das Tierschutzgesetz muss nachgebessert werden, damit da bundesweit verboten werden kann.
Es gibt einen Schritt in eine helfende, aber auch irritierende Richtung
http://www.n-tv.de/panorama/Bund-will-Kuekentoetung-stoppen-article14559971.html

Ich sehe auch den Verbraucher in der Verantwortung. Wenn die Kunden billige Eier und billige Suppenhühner und billige Grillhähnchen haben wollen, dann werden Unternehmer sie produzieren. Und dass die Verbraucher weiterhin so handeln werden, liegt u.a. an ausgeklügelten Marketingstrategien, mit denen uns vorgegaukelt wird, Hühnchenfleisch sei der Retter unserer Gesundheit, leicht verdaulich und macht gar nicht dick. KEIN Hühnchenfleisch, das wäre fein. Aber DIE Werbekampagne würde für Aufruhr sorgen!!
 
Nanouk

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

....... Und dass die Verbraucher weiterhin so handeln werden, liegt u.a. an ausgeklügelten Marketingstrategien, mit denen uns vorgegaukelt wird, Hühnchenfleisch sei der Retter unserer Gesundheit, leicht verdaulich und macht gar nicht dick.
Aber jeder Verbraucher weiß, daß es billig ist und trifft seine Wahl bzw. setzt seine Prioritäten.
Das Gros der Verbraucher bevorzugt einfach "billig"!
 
Schweinchen's Omi

Schweinchen's Omi

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Hat schon jemand von der Initiative Tierwohl gehört?
http://initiative-tierwohl.de/#initiative
Die großen Ketten der Lebensmitteleinzelhändler zahlen in einen Fond ein, aus dem den Landwirten Prämie gezahlt wird für verbesserte Haltungsbedingungen lt. Anforderungskatalog (der ist dort auch online einzusehen).
Klingt gut, ist es aber vermutlich nicht (außer dass sich überhaupt mal was tut). Hier der durch die Initiative verbesserte Platzbedarf (verglichen damit benötigen unsere Meerschweinchen ca. 30x30 cm Fläche pro Tier.
 

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Hermanns-Harem

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Dazu gab es letztens einen Bericht im Fernsehen. Der Verbraucher kann sich leider nicht explizit für dieses Fleisch entscheiden. Es liegt bei dem Fleisch, dass konventionell erzeugt wird. Er zahlt halt nur etwas mehr. Finde ich vollkommen falscher Ansatz und ist vor allem Augenwischerei. Der Kunde meint, er würde für einen Euro mehr was gutes Tun, ändert sein Kaufverhalten jedoch nicht, geschweige macht er sich weiter einen Kopf.
 
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Schlumpf69

2teHand Meerschweinhalter
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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Hallo

Zu dem Thema Kückenschreddern gab es heute einen Bericht in der Zeitung mit den vier Buchstaben.
Über 21 Millionen männliche Küken werden jährlich in den deutschen Brütereien getötet.
Alle Politiker wollen es verbieten und seit 2008 unterstützt die Regierung ein Forschungsprojekt , bei dem ein System gefunden werden soll , das nach dem Befruchten der Eier diese nach weiblich und männlich sortieren kann , um das Schlüpfen und Töten von männlichen Küken zu verhindern.
Doch bis das gefunden wird , im Verbotsprozess ein Urteil gesprochen wird und der Ausstieg aus der Kükentötung realisiert wird , wird noch viel Zeit vergehen.

@herrmanns-harem und nanouk : Ob das ( totes Küken bei Billig-Ei oder Hühnerfleisch ) was bei den Verbrauchern nutzt , bezweifle ich.
Einige werden ihr Kaufverhalten verändern , doch die meisten würden das eher als Gängelung oder Bevormundung an ihrem Kaufverhalten ansehen.
Da könnten dann Aussagen kommen wie : Kann ich nix für , ist nicht mein Problem , da müssen die Produzenten eine Lösung finden und ich sehe nicht ein , mehr als das doppelte für Bioprodukte zu bezahlen , weil ich es nicht will oder mir nicht leisten kann.
Oder : Ich weiss es , kann aber eh nix dran ändern.

Und mit dem Billig-Ei und Hühnerfleisch aus dem Supermarkt hört es ja nicht auf , da hängen noch mehr Produkte und verarbeitendes Gewerbe und Industrien mit dran .
Egal zu welcher Lösung es für diesen Fall kommen wird , der Verbraucher wird es wie immer bezahlen müssen.

Gruss Frank
 
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Hermanns-Harem

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AW: Und sie dürfen es weiterhin tun ...

Du hast sicher recht. Sogar meinen Eltern ist das egal. Gestern hatten sie im Fernsehen gezeigt, wie in China mit Pelztieren umgegangen wird. Einziger Kommentar meiner Mutter - ich hab weg gedrückt, sowas will ich nicht sehen, die blöden Chinesen. Ich habe sie dann aufs Frühstücksei hingewiesen, dass WIR nicht besser als die Chinesen sind, weil wir auch gesunde kleine Küken lebendigen Leibes schreddern lassen, weil man für sie keine Verwendung hat.

Da sagte sie, wenn man es genau nimmt, dürfte man da ja gar nichts mehr essen. Ok, ich muss sagen, meine Eltern haben grosse Probleme damit, dass ich mich seit Jahren vegan ernähre. Ich werde auch nicht mehr oft eingeladen - weil ich das Fleisch ja eh nicht essen würde und meine Mutter nicht flexibel ist, dafür aber irgendwie gedankenlos und gleichgültig, was weiss ich. Das tut schon weh, dass sie sich nicht einfach mit meinem Entschluss mal sachlich auseinandersetzen. Das tut mir mehr weh als wenn mein Kollege sagt, ihm gehen die Nutzviecher auch ab, die gehören auf den Teller und gut.

Meine Eltern machen überall irgendwie Speck, Wurst, Fleisch rein. Sie kaufen Unmengen von Fleisch ein, aber leider auch nicht bewusst, sondern nur nach Angebot. Dabei sind sie jetzt finanziell nicht so gestellt, dass sie auf Sonderangebote zurück greifen müssten. Sie haben den Krieg miterlebt, und die Zeit des Entbehrens, vielleicht müssen sie deshalb so viel Fleisch essen. Aber es ist schon sehr auffällig. Als ich noch klein war, gabs bei uns zwei Mal die Woche Fleisch: Sonntags und dann an einem Tag die Reste. Und jetzt ? Die Hälfte des Tellers decken tierische Lebensmittel. Morgens, mittags und abends.

Ich fühle mich da schon oft wie weggeschubst und einerseits sogar ausgegrenzt. So wie Fastnachtsdienstag. Da gab es Kreppel (Berliner), selbst gebacken. Meine beiden Brüder waren zum Kaffee dort und die Kreppel waren - wie soll es anders sein, natürlich mit Ei, dabei kann man die auch ohne Ei machen. Zumal Eier für mich lebensgefährlich werden. Und weil das so ist, meine Mutter eben nicht die Eier Eier sein lassen will (in den Teig kommen natürlich keine Bio-Eier rein, sondern die Billigen) und mir aber auch keine ei-lose Alternative angeboten wird, sprach ich auch in der Vergangenheit meine Gefühle, die dadurch entstehen, schon mal an. Tja und meine Eltern laden nun nur meine Geschwister nebst fleischessenden Familienmitglieder ein und mich eben gar nicht mehr, weil die lieben Verwandten natürlich tollen Braten haben wollen, am besten noch mit Rosenkohl mit Speck, Feldsalat mit krossem Bacon etc. Meine Mutter sagte heute sogar zu mir: Selbst Schuld - ess wieder Fleisch und alles ist gut. Ich möchte nie so oberflächlich werden wie meine Mutter.
 
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