Genmanipulierte Pflanzen

Diskutiere Genmanipulierte Pflanzen im Ernährung und Fütterung Forum im Bereich Meerschweinchen; Ich hab eine vermutlich dumme Frage :nuts: Wir haben im Garten in einer Blumenkisten Sonnenblumen gepflanzt. Grundsätzlich wollte ich die auch...
RookyLuna

RookyLuna

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Ich hab eine vermutlich dumme Frage :nuts:

Wir haben im Garten in einer Blumenkisten Sonnenblumen gepflanzt.
Grundsätzlich wollte ich die auch füttern, aber- hab im Nachhinein erfahren, dass die Samen von dem Hersteller genmanipuliert sind.
Somit wird das natürlich nicht verfüttert.

ABER: Was passiert, wenn die Pflanze jetzt wo anders im Garten wild wächst, ist ja dann auch genmanipuliert. Ist das irgendwie schlecht für die Erde, und für das Gras, das daneben wächst? Wird das irgendwie - "verseucht"?

Ich sag ja dumme Frage, und ich denke auch immer zuviel nach, aber solche Gedanken kommen mir immer wieder und dann will ich's einfach wissen :popcorn:
 
04.05.2013
#1
A

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Gast

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L

Luke

Gast
Ähm sorry aber ich musste erstmal über die Frage grinsen. Scheinbar existieren von genveränderten Pflanzen völlig falsche Vorstellungen. Aber kein Wunder wie so manche Gegner darüber herziehen. Genaugenommen ist Genmanipulation ja auch nur eine Art von Zucht, die allerdings schneller zum gewünschten Ergebnis führen soll z.B. höherer Ertrag Unempfindlichkeit gegen Schädlinge und dergleichen.
Anderen Pflanzen schadet es normalerweise nicht. Wenn dann verfälschen sie höchstens langfristig das Erbgut natürlich vorkommender Bestände derselben Art durch Einkreuzungen oder es verdrängt andere Arten die nicht so wuchsstark sind. Aber ich glaube kaum das Sonnenblumen so stark wuchern und Gräser verdrängen.
Gegen die Verfütterung spricht normalerweise auch nichts. Inwiefern soll es auch den Schweinchen schaden?
 
M

Minimuff

Gast
Diese genmanipulierte Sonnenblume wird wohl nicht akut giftig sein (auch wenn manche genmanipulierten Arten z.B. für Bienen tödlich sind), und der Verzehr dieser Blumen (und aller daneben wachsenden Pflanzen natürlich) bliebe für deine Schweinchen whrscheinlich folgenlos, aber ich würde diese Plfanze trotzdem lieber gleich vernichten.

Mir käme sowas nicht in den Garten.
 
B

Becks93

Gast
Hallo,
Genmanipuliert heißt, wie meine Vorredner schon gesagt haben, nicht gleich giftig. Die Pflanze wird ja genetisch nicht so verändert, dass sie jetzt Gift produziert.
Genmanipulierte Pflanzen sollen, wie ebenfalls bereits erwähnt, schneller wachsen, mehr Ertrag bringen und resistenter gegen widrige Umweltbedingungen oder Schädlingsbefall werden.

Schädlich kann sie nur für umliegende Pflanzen der näheren Umgebung werden, nämlich durch Bestäubung. Die 'neuen' Pflänzchen tragen die veränderten Gene ja weiter und 'normale', bzw. die ursprünglichen Pflanzenarten dieser Art können somit verdrängt werden.
 
S

Skeptiker

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Erstmal sagt man zu den Pflanzen gentechnisch verändert. Die Gene sind die gleichen wie vorher auch, da wurde nichts dran rummanipuliert. Jetzt sind halt nur ein paar Gene mehr da oder vorhandene Gene an- oder abgeschalten.
Die erste Frage wäre erstmal was wurde verändert?
Um dann deine Fragen zu beantworten, wenn sie dann wild wächst, können (müssen aber nicht) die technisch veränderten Gene auch dabei sein (das einfachste wäre die Blüte zu entfernen, macht aber widerrum null Sinn wenn das die tausenden anderen die das auch gekauft haben nicht auch machen). Für die Erde und andere Pflanzen besteht absolut keine Gefahr!
Gründe die Pflanze nicht zu verfüttern gibt es nicht, außer die eigene Angst vor etwas was man nicht begreift.


Wie ich diese Genehysterie hasse.
 
Dobbit

Dobbit

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Hallo,

die Pflanzen kannst du sicher verfüttern. Wie die Vorredner schon gesagt haben, sind die Sonnenblumen nicht giftig und verseuchen auch nicht die Umgebung. Sie haben lediglich einen Vorteil gegenüber "normale" Pflanzen.
Die Pflanzen, die ich transformiere, würde ich nicht nehmen :D aber die sind ja nicht für "draußen" gedacht sondern bleiben schön in der Anzuchtskammer.
Wäre aber mal interessant zu wissen, was da eingeschleust wurde.
Ich persönlich bin der Meinung, dass bald die Menschheit nicht mehr ohne Gentechnik kann. Wir sind schon 7 Milliarden... (http://c4rice.irri.org/)

LG
Dobbit
 
kimble03

kimble03

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Genaugenommen ist Genmanipulation ja auch nur eine Art von Zucht, die allerdings schneller zum gewünschten Ergebnis führen soll z.B. höherer Ertrag Unempfindlichkeit gegen Schädlinge und dergleichen.
Anderen Pflanzen schadet es normalerweise nicht.
Wenn das tatsächlich das Ziel der Genveränderung ist, dann ist das ja ein schönes Ziel.


Die Marktführer der gentechnisch veränderten Samen haben ja nun aber leider manchmal eher was anderes im Sinn.
Stichwort: Round up-Verkauf


Die Tatsache, dass wegen dem vorhandenen Quasi-Monopol schon "halb Südamerika und Indien" mit Pflanzen einer einzigen Sorte bebaut wird, empfinde ich aber bzgl. der genetischen Vielfalt als absolut besorgniserregend.

Monokuturen sind IMMER anfälliger für Krankheiten, Artenvielfalt ist unabdingbar für die natürliche Regulation in einer Population.

Oder meint ihr, es wäre sinnvoll, nur noch Kinder eines einzigen Vaters in die Welt zu setzen und sei er auch noch so genial in jeder Hinsicht?



Insofern: Die Sonnenblume ist sicher an sich ungefährlich.
Aber die Ttsache, dass sie "unveränderte" Sonnenblumen verändern kann, ist in meinen Augen kein Pappenstiel.


Und weil hier anscheinend "Checker" rumschwirren:
Gibt es denn inzwischen Studien, die nicht von den Hrstellern von genveränderten Pflanzen bezahlt wurden, die beweisen, dass die Pflanzen ungefährlich sind?

Dass es mindestens eine Studie gibt, die das Gegenteil sagt, das weiß ich...
 
M

misfit

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Und weil hier anscheinend "Checker" rumschwirren:
Gibt es denn inzwischen Studien, die nicht von den Hrstellern von genveränderten Pflanzen bezahlt wurden, die beweisen, dass die Pflanzen ungefährlich sind?

Dass es mindestens eine Studie gibt, die das Gegenteil sagt, das weiß ich...
Tatsächlich ist es leichter zu beweisen, dass etwas gefährlich ist, als zu beweisen, dass es ungefährlich ist.

z.B. ein Vergiftungsfall o.ä. reicht für einen Verdacht und mehrere Fälle sind quasi ein Beweis für eine Gefährlichkeit. Aber wieviele Tests muss man machen, um zu beweisen, dass etwas für jeden zu jeder Gelegenheit ungefährlich ist? Theoretisch unendlich viele. Was ist z.B. mit Spätschäden, darüber kann man erst in vielen Jahren Aussagen machen.

Ich bin nicht grundsätzlich für oder gegen genetisch manipulierte Organismen. So können genetisch manipulierte Viren (dabei sei es mal dahin gestellt, ob das wirklich Organismen sind oder nicht) unter Umständen wirksame Heilmittel gegen Krebs sein, aber genetisch manipulierte Nutzpflanzen halte ich für unnötig.
 
kimble03

kimble03

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Was ist z.B. mit Spätschäden, darüber kann man erst in vielen Jahren Aussagen machen.
Genau, und so lange man nicht wusste, das Asbest krank macht, hat man es auch als total toll empfunden.
Drum finde ich es ziemlich wahnsinnig, dass die ganze Welt als Versuchslabor benutzt wird...

Ich bin nicht grundsätzlich für oder gegen genetisch manipulierte Organismen. So können genetisch manipulierte Viren (dabei sei es mal dahin gestellt, ob das wirklich Organismen sind oder nicht) unter Umständen wirksame Heilmittel gegen Krebs sein, aber genetisch manipulierte Nutzpflanzen halte ich für unnötig.
Jupp. Züchten geht ja nun wirklich auch gut, oder nicht?
Und muss es wirklich Pflanzen geben, die gegen Unkrautvernichter immun sind, damit man den hemmungslos drüber schütten kann?
 
L

Luke

Gast
Aber was soll denn am klassischen Züchten soviel besser sein? Da wird doch auch nur aus einem kleinen Genpool ein neues erwünschtes Merkmal herausselektiert. Die Vergangenheit hat oft genug gezeigt, dass sowas auch negative Folgen haben kann. Da dürfte man doch eigentlich auch keinen Unterschied machen.
Der Mensch hat schon immer danach gestrebt aus allem einen größtmöglichen Nutzen zu ziehen und es sich selbst immer möglichst einfach zu machen. Dabei geht man halt gewisse Risiken ein und es passieren auch Fehler, aber daraus können wir lernen und es besser machen. Aber wir können ja gerne wieder alle dazu übergehen als Jäger und Sammler zu agieren, dann ginge es nur noch ums überleben und keiner hätte mehr Zeit sich Gedanken über das Verhalten anderer und deren Folgen für die Allgemeinheit machen.
 
kimble03

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Aber was soll denn am klassischen Züchten soviel besser sein?
Der Unterschied ist, dass ich bei der Genveränderung in einer Generation (oder deutlich kürzerer Zeit, weil sonst WÜRDE man ja "nur" züchten) einen wesentlich höheren Output an Pflanzen habe.
Der Unterschied ist, dass ich nicht Gene aus einer anderen Pflanze nehme, sondern zB aus einem Bakterium, die ich mit normaler Zucht nicht unbedingt in eine Pflanze kriege (oder doch?!?).
Der Unterschied ist, dass ich bei der Genveränderung nicht weiß, welche Nebenwirkungen meine Veränderung sonst noch haben wird. (ZB ggf. Krankheitsanfälligkeit usw.)

Und sicher gibt es noch jede Menge Unterschiede.

Ich sage ja auch nicht, dass ich Genveränderung per se schlimm finde, nur finde ich den Umgang damit v.a. in den USA absolut leichtsinnig. Dass eben wahnsinnige Mengen von diesen Pflanzen im Umlauf sind, die sich fröhlich mit Wildpflanzen vermischen.
So sind zB anscheinend schon fast alle der über 100 Sorten Ur-Mais in Mexiko mit genverändertem Mais "gekreuzt", obwohl er dort nicht angebaut wird/ wurde.
D.h. wenn die Veränderung langfristig schädlich ist, haben wir keine Möglichkeit mehr, zu "gesundem" Mais zurück zu kehren.


Muss das sein?
 
B

Becks93

Gast
Als Ergänzung zu kimble03: Züchten ist ja auch viel kleinschrittiger, d.h., wenn etwas 'schief geht' kann das früh erkannt werden.
Bleibt natürlich die Frage, was man schon als 'Fehler' sieht und was nicht. ;)
 
S

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Die Marktführer der gentechnisch veränderten Samen haben ja nun aber leider manchmal eher was anderes im Sinn.
Stichwort: Round up-Verkauf
Es gibt ja mehr als nur RoundUp resistente Pflanzen.

Die Tatsache, dass wegen dem vorhandenen Quasi-Monopol schon "halb Südamerika und Indien" mit Pflanzen einer einzigen Sorte bebaut wird, empfinde ich aber bzgl. der genetischen Vielfalt als absolut besorgniserregend.

Monokuturen sind IMMER anfälliger für Krankheiten, Artenvielfalt ist unabdingbar für die natürliche Regulation in einer Population.

Oder meint ihr, es wäre sinnvoll, nur noch Kinder eines einzigen Vaters in die Welt zu setzen und sei er auch noch so genial in jeder Hinsicht?
Bedingt stimme ich dir hier zu. Biodiversität ist sehr wichtig, da gebe ich dir recht.
Aber glaubst du wirklich Gentechnik ist an der Monokultur schuld? DIe gibt es schon um einiges länger.
Oder glaubst du wenn alle GMO's vom Markt genommen werden hören die Landwirte auf mit der Monokultur?
Hier wird die Gentechnik doch nur vors Loch geschoben.



Und weil hier anscheinend "Checker" rumschwirren:
Gibt es denn inzwischen Studien, die nicht von den Hrstellern von genveränderten Pflanzen bezahlt wurden, die beweisen, dass die Pflanzen ungefährlich sind?

Dass es mindestens eine Studie gibt, die das Gegenteil sagt, das weiß ich...
Meinst du diese grottenschlechte Studie wo tumorgeschwängerte Mäuse mit RoundUp resistenten Pflanzen gefüttert wurden?

Und muss es wirklich Pflanzen geben, die gegen Unkrautvernichter immun sind, damit man den hemmungslos drüber schütten kann?
Ich finde das auch nicht gut, aber wie schon gesagt gibt es mehr als nur RoundUp resistente Pflanzen.

Der Unterschied ist, dass ich bei der Genveränderung nicht weiß, welche Nebenwirkungen meine Veränderung sonst noch haben wird. (ZB ggf. Krankheitsanfälligkeit usw.)
Man baut ja nicht irgendwelche Gene ein, sondern bestimmte wo man weiß was die machen. Aus welchen Gründen sollten die in der neuen Pflanze was anderes machen als vorher?

D.h. wenn die Veränderung langfristig schädlich ist, haben wir keine Möglichkeit mehr, zu "gesundem" Mais zurück zu kehren.
Was passiert denn wenn es zweifelsfrei ist das der Mais urplötzlich hoch giftig ist? Er wird nicht mehr angebaut. Eibe baut ja auch keiner an um sich damit zu ernähren, deswegen kann er trotzdem neben unserem Haus wachsen.
 
Dobbit

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Hallo!

Tja, diese Unkrautvernichtunsmittelresistenten Pflanzen müssen auch nicht sein... Aber es gibt noch viele andere Sachen, die man in Pflanzen einbringen kann. Z.B. kann man auch Gene in cis einbringen, d.h. Gene, die nicht artfremd sind.

Für Biodiversität bin ich auch. Aber ich glaube nicht, dass Gentechnik allein zu Monokultur führt. Die gab es schon im Zeitalter vor der Gentechnik.

Zitat:
Der Unterschied ist, dass ich bei der Genveränderung nicht weiß, welche Nebenwirkungen meine Veränderung sonst noch haben wird. (ZB ggf. Krankheitsanfälligkeit usw.)
Man baut ja nicht irgendwelche Gene ein, sondern bestimmte wo man weiß was die machen. Aus welchen Gründen sollten die in der neuen Pflanze was anderes machen als vorher?
Das einzige was man befürchten könnte, wäre, dass das Gen durch die Insertion in das Genom die Genexpression eines anderen Gens beeinflussen könnte. Aber das tun Transposons schon seit es sie gibt. Und führen auch zu schönen Effekten: siehe Ac/Ds-System in Mais.

Wie gesagt, auf Dauer brauchen wir schon Genpflanzen...

LG
Dobbit

LG
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misfit

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Hier wird wirklich vieles durcheinandergebracht, was nicht miteinander zu tun hat. Monokulturen gab es auch vorher schon und man kann sie auch mit nicht manipulierten Sorten praktizieren.

Monokultur ist nicht das Gegenteil von Biodiversität. Sondern es bedeutet lediglich, dass in einer Gegend überwiegend das gleiche angebaut wird, also z.B. nur Kaffe, oder nur Mais.

Normale Zucht und genetische Manipulation unterscheiden sich schon etwas, wobei aber tatsächlich einige Manipulationen mit mehr Zeit auch durch Zucht erreicht werden könnten. Es gibt aber durch die genetische Manipulation auch die Möglichkeit völlig artfremde Gene einzubauen, die durch Zucht - und das heißt erstmal warten auf eine entsprechende spontane Mutation - in 1000 Jahren nicht auftreten würde.

Auch der Effekt, dass es manche Organismen in Urform gar nicht mehr gibt, ist nichts neues. Eine Vermischung und oder Verdrängung durch eingewanderte Arten und Sorten usw. das gab es früher auch schon. Und übrigens können auch normal gezüchtete Sorten gefährlich werden. Gab es alles schon.

Die Angst vor GVOs ist sicherlich oft übertrieben und sachlich nicht begründbar, aber manchmal werden sie vielleicht wirklich zu leichtfertig eingesetzt und sofern sie nur dazu dienen die wirtschaftliche Macht eines Anbieters zu stärken, ist es sowieso falsch.
 
kimble03

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Mist, ich hatte gestern Nacht einen total tollen Beitrag getippt, aber anscheinend nicht gepostet. *seufz*

Die Angst vor GVOs ist sicherlich oft übertrieben und sachlich nicht begründbar, aber manchmal werden sie vielleicht wirklich zu leichtfertig eingesetzt und sofern sie nur dazu dienen die wirtschaftliche Macht eines Anbieters zu stärken, ist es sowieso falsch.
Wenn das der Konsens dieser Unterhaltung ist, dann bin ich total einverstanden. :danke:



"Monokultur" war nicht das richtige Wort, was ich meinte war, dass es ja nur wenige Sorten zB GMO-Soja gibt, deswegen kommt zur normalen Monokultur-Gefahr noch dazu, dass auch noch "alle" das gleiche Saatgut nehmen.
Sonst gäbe es ja zumindest Soja mit unterchiedlicherem Erbgut in der Monokultur.

Es gibt aber durch die genetische Manipulation auch die Möglichkeit völlig artfremde Gene einzubauen, die durch Zucht - und das heißt erstmal warten auf eine entsprechende spontane Mutation - in 1000 Jahren nicht auftreten würde.
Und genau die sind die, dich ich eben bedenklich finde, weil man da nicht weiß, wie das Genom eines Bakteriums sich in einer Sojapflanze entwickeln wird.
Weil ich das befürchte:
Das einzige was man befürchten könnte, wäre, dass das Gen durch die Insertion in das Genom die Genexpression eines anderen Gens beeinflussen könnte.
Zumindest, wenn ich den Satz richtig verstehe...
Immerhin hab ich mein Genetik-Wissen/ -Vokabular aus dem Bio-LK und das ist sicherlich ein bisschen veraltet. *2 Jahre vor Dolly Abi gemacht hab*
:engel:


Meinst du diese grottenschlechte Studie wo tumorgeschwängerte Mäuse mit RoundUp resistenten Pflanzen gefüttert wurden?
Wahrscheinlich. :nut:
Aber gibt es denn nun Studien, die die Ungefährlichkeit dokumentieren?



Was passiert denn wenn es zweifelsfrei ist das der Mais urplötzlich hoch giftig ist? Er wird nicht mehr angebaut. Eibe baut ja auch keiner an um sich damit zu ernähren, deswegen kann er trotzdem neben unserem Haus wachsen.
Was ist, wenn wir keinen Mais mehr haben, und keinen Weizen, kein Soja, keine Tomaten und keine Kartoffeln?
Essen wir dann Eibe, weil es von der keine GMO gab?

Klar, dass alle GMO-Sorten wirklich zur Gift werden ist unwahrscheinlich, aber es geht hier darum, dass wir mehr oder weniger unsere gesamten Lebensmittel in die Hände von Firmen legen, die ein Patent darauf haben (also mir macht das wirklich Angst, dasss jemand Patentrechte an Lebensmitteln hat!) und noch nicht mal so richtig wissen, wie die Auswirkungen in 20 Jahren sind.

Unter anderem vor so einem Hintergrund:
http://deutsche-wirtschafts-nachric...au-von-obst-und-gemuese-in-gaerten-verbieten/
 
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Aber gibt es denn nun Studien, die die Ungefährlichkeit dokumentieren?
Ich hoffe das dich das hier etwas zufrieden stellt. Hab ich in meiner Favoritenliste gefunden und passt denke ich gut zur Frage.


Was ist, wenn wir keinen Mais mehr haben, und keinen Weizen, kein Soja, keine Tomaten und keine Kartoffeln?
Essen wir dann Eibe, weil es von der keine GMO gab?
Ich gehe den Gedanken gerne mal mit.
Ich würde neue GMO Pflanzen kreieren. Das simpelste wäre dann das "giftige Gen" einfach abzuschalten. Aber das Wissen über Gentechnik dürfte gewachsen sein das Pflanzen ohne Gift produziert werden können. Die Giftigkeit der wilden Arten dürfte dann auch wieder verwässern.

Klar, dass alle GMO-Sorten wirklich zur Gift werden ist unwahrscheinlich, aber es geht hier darum, dass wir mehr oder weniger unsere gesamten Lebensmittel in die Hände von Firmen legen, die ein Patent darauf haben (also mir macht das wirklich Angst, dasss jemand Patentrechte an Lebensmitteln hat!) und noch nicht mal so richtig wissen, wie die Auswirkungen in 20 Jahren sind.


Unter anderem vor so einem Hintergrund:
http://deutsche-wirtschafts-nachric...au-von-obst-und-gemuese-in-gaerten-verbieten/
Der Link ist mir neu. Kann ich jetzt nichts zu sagen.
Zum Thema Patente, kann ich beide Seiten verstehen.
Ich möchte nur dazu sagen das es seit, ich dächte, den 1920er Jahren Patente für Pflanzen gibt, also lange vor dieser Gentechnik.
Ich habe nichts dagegen das der "Erfinder" besser Züchter einer Pflanze für seine neue Kreation die ihm viel Zeit und Mühen gekostet hat, dafür auch Geld sieht. Dafür ist das Patent ja da, der Erfinder, hier Züchter, bekommt für eine bestimmte Zeit die Rechte an seinem Werk.
Stell dir vor du erfindest was, alle Welt nutzt es und du siehst keinen müden Pfennig für.
Gentechnik ist nunmal teuer. Das können und wollen sich nun mal nur die zwei drei größten leisten. Klar das da nicht viel Vielfalt ist das die Hersteller betrifft.
Wenn ich aber höre wie die ihre Rechte durchsetzten, gegen die Kleinen die nichts böses wollen, und bewusst alles verdrängen finde ich wohl genauso scheiße wie du.
 
kimble03

kimble03

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Ich hoffe das dich das hier etwas zufrieden stellt. Hab ich in meiner Favoritenliste gefunden und passt denke ich gut zur Frage.

(...)


Gentechnik ist nunmal teuer. Das können und wollen sich nun mal nur die zwei drei größten leisten. Klar das da nicht viel Vielfalt ist das die Hersteller betrifft.
Wenn ich aber höre wie die ihre Rechte durchsetzten, gegen die Kleinen die nichts böses wollen, und bewusst alles verdrängen finde ich wohl genauso scheiße wie du.
Danke für den Link, hab ihn bisher nur überflogen.


Fein, wenn du das auch schei**e findest. :rofl:

Du hast mit dem Recht auf Profit auf die geleistete Arbeit ganz sicher recht.
Nur ist eben die irgendwann vielleicht weltweite Lebensmittelproduktion, die von wenigen Firmen absolut abhängig ist, für mich ein wirkliches Horrorszenario.

Monsanto und Co (oder jeder anderen auf Profit ausgelegten Unternehmung) zu vertrauen, dass die nicht mauscheln, künstlich verknappen, Risiken verschweigen, tatsächliche Gefährdungen vertuschen... Also ich kann das nicht.

Macht korrumpiert so schnell...
 
Thema:

Genmanipulierte Pflanzen

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