Meeris, die sehr alt werden-was ist das Geheimnis ihrer Besitzer ?

Diskutiere Meeris, die sehr alt werden-was ist das Geheimnis ihrer Besitzer ? im Haltung, Verhalten und Pflege Forum im Bereich Meerschweinchen; ...da ich ja kürzlich meine Lotti mit nicht einmal 2 Jahren verloren habe und Elli (15 Monate) jetzt seit ca. 4 Wochen am kränkeln ist, frage ich...
wolkenschaf

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...da ich ja kürzlich meine Lotti mit nicht einmal 2 Jahren verloren habe und Elli (15 Monate) jetzt seit ca. 4 Wochen am kränkeln ist, frage ich mich natürlich, ob ich irgendwas in ihrer Haltung falsch mache:verw:.

Und da dachte ich mir, ich mach mal ein Thema auf, in dem ich gezielt die Meerschweinchen-Halter frage, bei denen die Meerschweinchen im Durchschnitt recht alt werden (im Idealfall noch bei recht guter Gesundheit): also so ca. ab 6 Jahre aufwärts -> worauf schwört ihr in Eurer Meerschweinchen-Haltung ??

Einfach nur aus Interesse-ist es eine bestimmte Ernährung, ein bestimmtes TroFu oder eben gar kein Trofu, Aufbaukuren mit irgendwelchen Präparaten, ist es die Aussenhaltung oder eben gerade die Innenhaltung, ist es, weil die Gruppe super harmonisch ist, ein bestimmter Lebensraum...klassische Musik im Meeri-Gehege;)?!
Bitte her mit Euren Tips, auch wenn es Euch selbst vielleicht als selbstverständlich vorkommt.

Das jetzt nichts das ultimative Geheimnis ist, ist mir natürlich klar! Aber vielleicht gibt es Denkanstösse, um seine eigene Haltung noch einmal zu überdenken...

Freue mich auf Eure Antworten!
 
10.07.2011
#1
A

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Kerry

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vermisse Edgar & Bruno
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Meine Jungs sind mit 6 1/2 (an einer Lungenentzündung) und mit fast 7 (an einer Blähung) verstorben. Bei mir gibt es kein Trockenfutter, sie leben in Innenhaltung und ich laufe beim kleinsten Verdacht, etwas könnte nicht okay sein, zum Tierarzt. Das war's dann aber auch schon.
Ansonsten befolge ich eine ganze Menge von Bockregeln eher nicht (2 Heuraufen, etc.), aber es ist immer alles ganz harmonisch bei meinen Jungs.
Vielleicht hast Du bisher auch nur Pech gehabt, daß Du an zufällig nicht so rubuste Schweinis geraten bist?
 
Lemmi

Lemmi

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Unser Nettchen ist mit etwas über 7 Jahren an Altersschwäche gestorben.
Sie hat die ersten 6 Jahre ein trauriges Dasein gefristet ohne Bewegung, Frischfutter und Heu, nur trockene Brötchen und ab und zu mal eine Möhre. Sie lebte in einem nichtisolierten Stall ohne jeglichen Kälteschutz wie z.B. Stroh, 5 1/2 lange Jahre davon ganz allein.

Nur ihr letztes Lebensjahr durfte sie bei uns in einer großen Gruppe leben, mit viel Platz und artgerechter Fütterung.

Daran siehst du, dass es nicht nur auf eine gute Haltung ankommt, wie alt ein Schweinchen wird.
Hier gibt es reihenweise Liebhaber, die gut und ausgewogen ernährt werden und trotzdem jung sterben.

Aber wenn man sie artgerecht hält und füttert, haben sie schon mal einen guten Start.
 
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Fränzi

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Ich habe mich das auch schon gefragt, weshalb einige Schweinchen sehr alt werden, andere hingegen nicht.

Ich habe dafür zwei Theorien:
1. Viel Bewegung, artgerechtes Rudel, grosszügiges, gut strukturiertes (ebenerdiges) Gehege, kein Getreide, stabile Gruppe ohne allzu viele Neuzugänge, viel Vitamin C.
Ich habe mehrere Meeries, die schon ganz klein zu mir kamen und heute zwischen 5 - 7 Jahre alt sind. Eines meiner ersten Meeries wurde so über 9 Jahre alt.
Dazu kommt natürlich eine genaue Beobachtung und Eingreifen, sobald eines Krankheits-Anzeichen zeigt. Dafür braucht es viel Routine und Erfahrung, was einem Anfänger natürlich noch fehlt.
Deshalb sterben viele Schweinchen rel. jung, weil ihren Haltern noch die Routine fehlt, um sofort zu merken, wenn etwas nicht stimmt. Das ging mir am Anfang auch nicht anders.
Mit zunehmender Routine merkt man bereits intuitiv, wenn etwas nicht stimmt und kann häufig noch rechtzeitig eingreifen und behandeln.

2. Genetische Veranlagung:
Da ich ein Altersheim betreibe, werden viele Schweinis bei mir sehr alt, aber das sind dann diejenigen, die meist aus einer 2-Schwein-Haltung überleben (das andere ist gestorben).
Das heisst, sie sind bereits ca. 4 - 6 Jahre alt, wenn sie zu mir kommen.
Solche Ueberlebende (meist bereits mit Käfig-Schäden vorbelastet wie fehlender Muskulatur, schwabbelig und verfettet, verkrümmte Zehen, etc.) werden dann erstaunlicherweise häufig 7 - 8 Jahre alt trotz ihrer schlechten Vorgeschichte.

Deshalb glaube ich, dass es zu einem grossen Teil schlichtweg genetisch bedingt ist, ob ein Schweinchen ein hohes Alter erreichen kann oder nicht, abgesehen natürlich von Unfällen oder Krankheiten.
In vielfältigen Diskussionen in mehreren Foren haben wir die Theorie entwickelt, dass viele Schweinchen um die 4 Jahre herum sterben. Todesursachen sind Herzschlag, Abszesse, Zahngeschichten, Blasensteine, Tumore, Lungenentzündung, "Organversagen", was auch immer das heisst. Meine Tierärztin nennt das jeweils "Das Ührlein ist abgelaufen..."
Wenn sie mal diese kritische Zeit um die 4 Jahre herum gut überstanden haben, stehen die Chancen gut, dass sie auch 7 oder 8 Jahre alt werden können.

Ich führe schon seit vielen Jahren eine genaue Statistik über meine Schweinchen mit Alter, Gewicht, Krankheiten, etc. Der Altersdurchschnitt beim Tod liegt momentan bei 5.5 Jahren.

PS. Ein hohes Alter bedeutet nicht automatisch "supergute Haltung"... das beweisen viele arme Kinderzimmer-Schweinchen, die unter erbärmlichsten Bedingungen dahinvegetieren müssen und (leider) 8 Jahre alt werden... das sind dann diejenigen mit einer guten genetischen Veranlagung und einem starken Herzen.
 
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meerlifrauchen

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2. Genetische Veranlagung:
Da ich ein Altersheim betreibe, werden viele Schweinis bei mir sehr alt, aber das sind dann diejenigen, die meist aus einer 2-Schwein-Haltung überleben (das andere ist gestorben).
Das heisst, sie sind bereits ca. 4 - 6 Jahre alt, wenn sie zu mir kommen.
Solche Ueberlebende (meist bereits mit Käfig-Schäden vorbelastet wie fehlender Muskulatur, schwabbelig und verfettet, verkrümmte Zehen, etc.) werden dann erstaunlicherweise häufig 7 - 8 Jahre alt trotz ihrer schlechten Vorgeschichte.
da kann ich dir nur zustimmen, leider. ich staune manchmal wenn ältere meerschweine im sehr miesen zustand hier ankommen und sich sollange durchgekämpft haben. kommt aber dann selten vor das so ein schweinchen hier friedlich einschläft.
 
Heidi*

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Ich finde, es ist wie im echten Leben. Wir werden nicht alle 90 Jahre.
Da gibt es Herzinfarkte in jungen Jahren uvm.

Mir ist aufgefallen, dass in Sachen Gasung(Blähung) einige MS sich auf den Weg machen.
Zahnprobleme ihre Ursache oft haben in der "schlechten" Rohfaser, hier folgt dann gerne der Darm und kippt, da die 60-80 kleinen Mahlzeiten von uns nicht erfüllt werden können.
(Ausnahmen gestätigen die Regel)

Zahnprobs sind meist die Folge von Schmerzen, sei es Bauchweh, Halsweh, etc.

Aus der Statistik müssten diese MS dann raus.

Als nächste Ursache kämen dann die genetischen Veranlagungen, wie im echten Leben.

Edit: und hiernach gehe ich in RBB und lese, dass Manu's Amy mit ner Blähung gestorben ist *warum bin ich denn nur nicht in Biete/Suche oder so.....* :eek2:
 
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Eliza

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Ich denke jetzt nicht das es du hier einen ultimativen Tip bekommst!

Manche Schweinleins werden bedingt durch Tumore o.ä. nicht alt, geht wie bei den Menschen manch einer stirbt jung. :runzl:

Meine Blue war gerade 1 Jahr alt, Diagnose Gebärmutter Tumor :runzl: Röschen wurde von meinem alten TA schulmedizinisch todtherapiert :hmm: sie wurde nur 2 Jahre alt!

Letzteres wäre nach meinem heutigen Wissensstand zu vermeiden gewesen!

Meine 3 Zahnschweinchen hatten eine Grunderkrankung, so das ich vermute das die Zahngeschichte nur sekundär war!

Bei Lungenentzündungen hilft eine gute Beobachtungsgabe, ein häufiges niesen, broddeln husten können die ersten Anzeichen sein!

Hier bekommen meine Schweinchen zur Vorbeugung am Ende des Sommer/Anfang Herbst eine 14 tägige Echinaceakur mit Echinacea Liquid von ratiopharm, das ist alkoholfrei.

Zugluft vermeiden, ist wichtig!

Bei Blähungen kann man gut vorbeugen mit einem festen Futterplan, die viel gepriesene Abwechslung ist nichts für unsere Meerschweinchen!

Zur Erklärung:

Die Abwechslung bringt die Saison, nicht zu viel Durcheinander füttern, neues langsam anfüttern altes langsam ausschleichen.

Meine Abwechslung ist die Saison, gibt es eine Sorte nicht mehr weil mein Direkterzeuger sie nicht mehr anbietet wird sie gestrichen oder durch ein anderes mögliches Angebot ersetzt. Ich verfüttere nie mehr wie 3-4 Sorten auf einmal an Frifu.

Meine Sommerfütterung:

Mittel: Karotten,
Satt: Wiesenfutter davon ca. 90% verschiedene Grassorten
ca. 10 % Wiesenkräuter:
Löwenzahn,
Spitz-und Breitwegerich,
Schafgabe,
Sauerampfer,
Vogelmiere,
Taubnessel,
Zitronenmelisse.
Wenig: Apfel.
Haselnusszweige mit Laub.

1-2 Teel. Trofugemisch pro Wutz und Tag: Eggersmann EMH Kräuter Müslie, Cavia Korn, flower & herbs (oder alternativ grünen Hafer, Melisse und Kräutermischung v.JR), Union Struktur Kanin Gold.

Herbst-Winterfütterung:
Satt: Karotten
Wenig:
Paprika
Endiviensalat,
Fenchel,
Rote Beete,
Apfel,
Wirsing,
Haselnusszweige,
Maisblätter.

1Eßl. Trofugemisch pro Wutz und Tag: Sience Selektive, Cavia Korn, Grainless Complete, Topiamburpellets, wenig Sonnenblumenkerne, etwas Union Kanin Struktur Gold, bei Bedarf Kräuter Pellets von Cavialand, Eggersmann EMH Kräuter Müslie, flower & herbs (oder alternativ grünen Hafer, Melisse und Kräutermischung v.JR und wenig Erbsenflocken aus der Hand für meine alten und schlanken.

Heu natürlich immer zur freien Verfügung, sowie Heucobs mit EMH von Eggersmann.

1/2 Teel. EMa ins Trinkwasser pro Wassernapf für die Hälfte meiner Wassernäpfe.

von 52 Schweinleins sind hier 20 Schweinchen 6-8 Jahre alt, die anderen sind zwischen 3/4 Jahr und 5 Jahre alt.



LG Claudia
 
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S

Spider01

Gast
Das ist wirklich eine gute Frage, die ich mir schon häufig gestellt habe.

Seit meine Meerschweinchen in einem geschlossen Raum leben (Heuscheune) einfach Aussentemperatur haben aber keine Feuchtigkeit und keine Zugluft, habe ich praktisch keine kranken Meerschweinchen mehr. So leben Sie nun seit fast 1.5 Jahren und obwohl ich einige ältere Tiere habe, wurde bis jetzt keines wirklich todkrank ausser tumorerkrankungen und gegen die sind leider noch keine Mittel gewachsen aber da kommt nun eben das genetische hinzu, dass Fränzi schon erwähnt hat. Das spielt nämlich sicher auch eine wirklich grosse Rolle.

Viel Platz, eine Gruppengrösse von mindestens 4 Tieren, eine ausgewogene Ernährung, keine Feuchtigkeit und Zugluft und für das immunsystem ist wechselnde Temperatur (Aussentemperatur) halt auch nicht das schlechteste aber darüber lässt sich streiten:)
 
Heidi*

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LIEBHABER
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Umgebungsklima :) ja, wie passend, das Gespräch hatte ich letzt erst mit nem lieben Menschen. Man glaubt kaum, was das aus macht.

Sinnloses Beispiel vllt. Huskis haben hier bei uns auch eine kürzere Lebenszeit, ist nicht ihr Klima.
 
mariajonas

mariajonas

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... Fränzi und die anderen haben es ja schon gut auf den Punkt gebracht.
Natürlich schätzt man als Anfänger Krankheiten etc oft noch nicht richtig ein, mutet den Schweinchen unabsichtlich Streß zu etc.
Aber letztendlich ist es oft nicht zu erklären, warum manche ur-alt werden und andere früh sterben.

Meine Erfahrungen:
Meine drei Zooladen-Schweine wurden nicht älter als 5 Jahre, die agilste, fitteste Tochter starb als jüngste mit 4 1/2 jahren. Da waren Herzversagen, Gehirntumor und schwere Zysten, bzw die Op jeweils die Todesursache.
Meine Luna kam völlig verhungert zu mir, wirkte immer völlig zerbrechlich- und wurde damit immerhin ca 6 Jahre alt.
Merlin, auch ein Notschweinchen, war immer leicht, hat schon lange Probleme mit den Augen und Haarausfall- und ist trotzdem irgendwas zwischen 7 und 8 Jahren alt und will offensichtlich noch älter werden..

Ich persönlich achte auf viel Platz, ausgewogene Ernährung, möglichst wenig Streß innerhalb der Gruppe und durch Veränderungen und ich kontrolliere alle Tiere regelmäßig- den alten Merlin beobachte ich natürlich besonders gut.
 
Perlmuttschweinchen

Perlmuttschweinchen

ehem. hoffix
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Es gibt quasi kein Geheimnis.
Egal ob nun gute oder schlechte Haltung, gute oder schlechte Fütterung. Die individuelle Uhr läßt läßt sich nur bedingt beeinflussen- man kann es nur so gut wie möglich machen damit Schweinchen nicht vorher eine der vielen Zivilisationskrankheiten stirbt wie Zahngeschichten, Blähungen, Blasensteine...

Wenn man sich hier die Erfahrung vieler Liebhaberhalter, Notstationen, Züchter und Tierärzte heranzieht (wir hatten auch mal ne alte Umfrage dazu) dann kann man klar erkennen das der Großteil der Schweinchen in einem Alter zwischen 3 und 4 Jahren verstirbt. Klar gibt es leider auch die Fälle wo die Tiere deutlich jünger versterben durch viele verschiedene Gründe, oftmals auch ungeklärt. Aber es ist auch wie Fränzi schon schrieb so das wenn sie ihre 4 Jahre erstmal rum haben das sie dann auch oft 6,7,8... werden. Warum weiß eigendlich niemand so genau. Sicherlich ist sehr viel genetische Veranlagung auch dabei. Wie bei allen domestizierten Tieren muß man einfach auch mal die Lebenserwartung ihrer wilden Ahnen heranziehen und das sich sowas nichmal eben 2 und 3-fach erhöhen läßt ist auch klar.

Was ich immer wieder erstaunlich finde sind diese armen typischen Kinderzimmerschweinchen- 1m Knast, buntes Körnerfutter, Tonnen von Brötchen usw... Und grade die werden oft so uralt. Man hat dann keinen Bock mehr und gibt beide bzw das überlebende weg. Kaum noch Muskeln, verfettet usw aber eben uralt. Da könnte einem schon fast der Gedanke kommen das wir unsere Schweinchen zu gut halten.

Man kann es nur so gut wie möglich machen damit sie ein schönes Leben haben. Eine möglichst artgerechte Rudelhaltung, gute Ernährung usw... So gut es geht aufpassen das sie nicht krank werden.
 
max

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Meiner Meinung nach werden viele Tiere heute tottherapiert.

Beim geringsten Zipperlein gibt es Ab - oft wochenlang - auch ohne konkreten Verdacht auf eine bestimmte Krankheit spritzt man eben mal schnell vorbeugend-falls doch was sein könnte - AB.

Dem Tier werden bei einer Krankheit bis zu 10 Medikamenten gegeben, dabei sind das alles menschliche Medikamente, die am Tier mit so wenig Körpergewicht niemals erprobt wurden. Dass vieles Zucker enthält (z.B. Saab simplex) und die nächste Krankheit (Hefen) schon fast vorprogrammiert ist, interessiert dabei niemanden.

Alles wird irgendwie auf ein Körpergewicht von 1kg "umgrechnet" und ohne wenn und aber gegeben. Oft liest man sogar: du kannst so viel Saab geben, wie du willst, das schadet nicht.

Hom. Mittel und vorbeugende Mittel sind längst in die Vergessenheit geraten.

Ebenso gibt kaum einer Kamillentee, Ringelblume oder Pfefferminztee, die ebenfalls eine sehr gute Wirkung auf Magen und Darm haben.

Früher (vor 20 Jahren) als ich mit der Meerihaltung begann - wurden nicht so viele Medikamente verabreicht und alle meine Tiere wurden 7 Jahre alt.

Die Medikamentencoktails halte ich für die Todesursache Nr.1

Man muss sich ja fast fragen, warum die schlecht gehaltenen Tiere so alt werden. Weil sie keine Medikamente bekommen beim kleinsten "Pups". Sie bauen ein starkes Immunsystem durch überstandene Krankheiten auf und überstehen die nächste um so besser.

Bei unseren Tieren heute ist das umgekehrt. Sie werden von mal zu mal schwächer durch hohe Medikamentengabe und ihr Immunsystem bricht langsam aber sicher zusammen.

Könnt ihr mich schlagen - aber MEINE Meinung.
 
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Anima8

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Ich glaube aber auch, das bei den uralten aus schlechter Haltung oft gar nicht mehr genau klar ist wie alt das Tier eigentlich ist.
Ich arbeite in ner Tierarztpraxis, und wenn da die Leute gefragt werden wie alt das Tier ist und man das dann mit dem vergleicht was die uns vor Jahren mal erzählt haben (und was in der Kartei steht)... da werden die Tiere oft älter gemacht, weil man es einfach nicht mehr so genau weiß. Und das sind immerhin Besitzer die sich genug kümmern um zum TA zu gehen.
 
Heidi*

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LIEBHABER
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Max, das ist durchaus ein Denkanstoß warum sie früher so alt wurden.
Lese ich ja immer wieder: 'früher wurden die älter'

Die Medikationen von hier nach da und nun bitte noch das - bei einem Meeri- (ähnlich Pferde-) darm.
Ja, kann ich mir gut vorstellen.
 
K

Karima

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Meine 4er Gruppe hat fast 5 Jahre ohne größere Sorgen zusammengelebt. Dann starben 2 direkt hintereinander an Tumor und Verdauungsversagen.

Toff ist jetzt schon 6,5 und hat gerade eine sehr schwere OP mehr als gut überstanden. Jantje ist 5 und noch sehr munter.

Das erste Schweinchen was ich bekam war da vom Verhalten her mind. fast 7, trübe Augen, Arthrosegang, irgendwie 'altes' Fell usw. Sie lebte dann noch 1 Jahr bei mir, schätzen würde ich sie war eher 8 oder so. Sie kam aus dem Wald, wo ein Hund sie in der Schnauze anschleppte.

Was ich feststelle ist, dass es einfacher ist, wenn sie möglichst wenig Angst vor Menschen haben. Sind sie dann mal krank gehen sie viel besser damit um.

Fehlende oder falsche Rohfaser ist auch eine Idee. Schon komisch, dass es öfter Leute gibt, die mehrere Zahnschweine haben...

Wichtig ist sicher, wenn man seine Tiere gut beobachtet und erste Veränderungen sofort registriert und reagiert. Ich renne nicht sofort zum TA, sondern probiere es oft erst ganz schnell mit Mitteln aus meiner Meeriapotheke. Die TA Helferin eines Arztes hat mal zu mir gesagt, dass was sie sehen, würde ich bei meiner Außenhaltung gar nicht erkennen können...

Aber das alles sind nur Faktoren die die Lebenserwartung günstig beeinflußen:

Die individuelle Uhr läßt läßt sich nur bedingt beeinflussen- man kann es nur so gut wie möglich machen
Das stimmt wohl noch am Ehesten.

Was ich noch sehe, auch die Zwerge habe ganz unterschiedliche Herangehensweise an Krankheit, manche sitzen es mutig aus, stecken Einiges weg, andere lassen sich hängen. Das beeinflusst auch bei Mensch und Tier die Lebenserwartung denke ich!
 
Perlmuttschweinchen

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ehem. hoffix
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@Eliza

Ja das ist sie. Wobei ich seh grad das sich da nochwas dran getan hat seit ich letztesmal rein geschaut habe. Und ist ja bei den Umfragen leider so das man die verschiedenen Kästchen nicht mehrfach anklicken kann sondern jedes nur einmal. Wenn man da nochmal auswählen könnte meinetwegen 10x 4 Jahre usw wäre das Ergebnis noch deutlicher gewesen. Finde man siehts grad letzte Zeit wieder deutlich an der RBB, viele die 3 oder 4 sind.

Ich hab ja doch recht viele Schweine immer, bei vielen konnte man das Alter auch nur etwa schätzen. Aber hier ist 3-4 auch der Durchschnitt und wenn sie da krank werden sind sie besonders schwer durchzukriegen.
Mittlerweile hab/hatte ich auch einige ältere. Aber momentan ist hier ein sehr großer Teil 4 und älter und ich rechne wirklich damit das im nächsten Sommer wohl viele von ihnen nicht mehr da sind. Langsam merkt man bei einigen deutlich das sie älter werden.
Ich hoffe zwar das sie alle uralt werden, aber letztlich hab ich mich mittlerweile damit abgefunden das diese angegebenen 8 Jahre längst nicht Durchschnitt sind.
 
Tasha_01

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Chaos-Tante
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Ich halte "erst" seit 11 Jahren Meeris, aber wir hatten aus einer eher fragwürdigen Haltung schon mal ein Weibchen das lt. TÄ gut und gerne schon 11 Jahre alt gewesen könnte. Leider hatte sie einen Krebstumor, den ich mit Naturheilmitteln noch mal ausbremsen konnte. Trotzdem blieb sie nur ein weiters Jahr bei uns.

Ob die 11/12 Jahre richtig waren, keine Ahnung, die alte Dame war ein Wanderpokal.

Die anderen Tiere, deren Geburtsdaten wir sehr oft kannten, sind manchmal nur ein Jahr geworden. Andere sind mit ca. 6-7 Jahren an diversen anderen Zipperlein gestorben.

Ein Rezept gibt es demnach für mich nicht, nur Veranlagung, gute Haltung und gute TÄ's die nicht zu falsch therapieren oder zu Tode behandeln.
 
Lemmi

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...wo Du gerade von Pferden sprichst:

Wir halten und züchten seit über 30 Jahren Islandpferde. In den Anfängen waren sie bekannt als die "Robusten" von der Insel. Sie kamen mit so gut wie nichts aus.
Seit vor etwa 15 Jahren ein wahrer boom eingesetzt hat, liest man in dem Foren nur noch von kranken Isis -und da spreche ich nicht vom Sommerekzem, was ja diese Pferde angeblich häufiger als andere Rassen haben.
Die Pferde sterben an Koliken, kranken Knochen usw. Da kann man auch Schlüsse ziehen, ob weniger nicht einfach mehr ist...

Das und die Tatsache, dass die Leute heute mehr Geld in ihre Tiere investieren können, ist wahrscheinlich eine Nebenwirkung der modernen Zeit. Nicht umsonst boomt das Geschäft der Tierheilpraktiker, der Osteopathen, der Hufpfleger und der Pferdezahnärzte...
 
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Fränzi

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Ich glaube aber auch, das bei den uralten aus schlechter Haltung oft gar nicht mehr genau klar ist wie alt das Tier eigentlich ist.
Ich arbeite in ner Tierarztpraxis, und wenn da die Leute gefragt werden wie alt das Tier ist und man das dann mit dem vergleicht was die uns vor Jahren mal erzählt haben (und was in der Kartei steht)... da werden die Tiere oft älter gemacht, weil man es einfach nicht mehr so genau weiß. Und das sind immerhin Besitzer die sich genug kümmern um zum TA zu gehen.
Genau, das kann ich bestätigen.

Meist sind die Leute dermassen desinteressiert an ihren Schweinchen, dass sie keine Ahnung mehr haben, wie lange sie diese eigentlich schon haben.
Deshalb wird wohl häufig angegeben, dass das Schweinchen schon "uuuuralt" sei, sicher etwa 6 Jahre.
Wenn es dann bei mir nochmals 2 - 3 Jahre lebt, wäre es dann schon 9, obwohl es in Wahrheit vermutlich nicht 6, sondern erst 3 - 4 Jahre alt war, als es "abgeschoben" wurde.
Mein 9-jähriges lebte von Baby auf bei mir, deshalb wusste ich es bei ihr ganz genau, aber bei vielen anderen bin ich auch auf Mutmassungen angewiesen.

@Max: Deine Theorie finde ich gut, kann das unterstützen.
Gerade die verstärkten Medikamenten-Gaben schädigen zuerst einmal Niere und Leber und zusätzlich entstehen durch häufige AB-Gaben Resistenzen.
Ich glaube, dass wir Deinen Ansatz ebenfalls in unsere Theorien mit einbauen sollten.:einv:
 
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