Wie oft Anordnung der Einrichtung ändern?

Diskutiere Wie oft Anordnung der Einrichtung ändern? im Haltung, Verhalten und Pflege Forum im Bereich Meerschweinchen; Jetzt mal ne Frage, die mich schon länger beschäftigt: Ich hab totalen Spaß daran, die Einrichtung meiner Schweinchen umzuändern: Die Häuschen an...
L

Lotta und Emma

Gast
Jetzt mal ne Frage, die mich schon länger beschäftigt:
Ich hab totalen Spaß daran, die Einrichtung meiner Schweinchen umzuändern: Die Häuschen an nen anderen Platz, hier mal ne neue Lounge, da mal nen versetzen Unterstand.
Nun ist meine Frage, wie oft das für die Schweinchen gut ist und ab wann die Veränderung für sie zum Stress wird. Ich mach das so alle 6 bis 9 Tage, dass ich die Inneneinrichtung ein bisschen abänder.

Wäre für Antworten dankbar :popcorn:

Schönen Sonntag!!!
 
08.05.2011
#1
A

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Gast

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Fufro

Fufro

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Leider können wir die Schweinchen nicht fragen, aber ich stelle auch einmal in der Woche um, damit es für mich interessanter ist. Ich habe aber schon das Gefühl, dass es den Schweinchen Spaß macht, das vertraute Gehege neu zu erkunden.
 
tatjana.brausch

tatjana.brausch

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Genauso wie frufo sehe ich es auch. Ich stelle ca. alle 10-14 Tage mal alles um und dann machen alle ne Entdeckungstour durchs Gehege.
 
S

Schweinemaus

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1-2 Ecken lasse ich meist in der gewohnten Ausstattung, ansonsten wechsle ich da auch öfter mal ab. Die kennen die Unterstände etc. alles und die Gerüche , von daher halte ich das für unkompliziert. Wie die Schweine das finden weiß ich nicht, jedenfalls tuckern sie ganz gewohnt umher.
Wenn ich allerdings was Neues rein stelle dann wird erst ignoriert, danach neugierig geschaut, wieder ignoriert und irgendwann belagert :)
 
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Fränzi

Gast
Ich hab totalen Spaß daran, die Einrichtung meiner Schweinchen umzuändern: Die Häuschen an nen anderen Platz, hier mal ne neue Lounge, da mal nen versetzen Unterstand.
Ich halte das absolut für keine gute Idee, denn das ist jedesmal wieder Stress für die Schweinchen.

Das, was so vermenschlicht dargestellt wird, dass sie sich "freuen" mit einem neu umgestellten Gehege (oder auch wenn frisch gemistet und eingestreut ist), ist in Wirklichkeit das Erkunden und das Anlegen von neuen "Fluchtwegen."

Meerschweinchen sind Flucht- und Beutetiere, keine neugierigen, verspielten Katzen oder Hunde! Die sind nämlich Jagdtiere, die immer nachschauen wollen, wo es evtl. Beute zu finden gibt.

Die Meerschweinchen hingegen als scheue Beutetiere müssen immer ganz genau wissen, wohin sie notfalls am schnellsten fliehen können und müssen sich bei jeder Gehegeumstellung wieder von neuem orientieren, wie ihre Fluchtwege verlaufen (deshalb auch das Muckern und "Herumhopsen").

Also lässt man am besten die Einrichtung wie sie ist und stellt nicht dauernd um oder höchstens ein paar Kleinigkeiten, ein neuer Unterstand zum Beispiel.
 
Placebo.

Placebo.

Dampfnudel
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Ich stelle auch immer nach dem Misten grob um - also ich empfinde meine Schweine dabei als "sehr gechillt" :uhh: vielleicht hab ich ja Ausnahmeschweine.
 
JeanLuc&Cathrine

JeanLuc&Cathrine

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Mein Gehege ist ja zweigeteilt, den hinteren nehmen sie am Liebsten da stelle ich auch nichts um- ich habe jetzt nur komplett neue Hütten, weil es bei den alten eh Zeit wurde und ich nen Pilz in der Gruppe hatte. Jetzt habe ich eine Riesenhütte, wo eigentlich alle drei reinpassen, eine, wo links und rechts Heu mit rein kann (Lieblingshütte) und einen Unterstand. Im zweiten Teil habe ich jetzt Zwei Unterstände- da gehen sie jetzt auch öfter rein-vorher wurde es nur zum Flitzen genommen aber da jetzt auch die Unterstände drin sind, wird dort auch gedöst. Ansonsten halt ich nicht so viel vom Umräumen- vorallem bleiben Trink- und Futternäpfe immer an der selben Stelle
 
M

Martina

Gast
Ich halte das absolut für keine gute Idee, denn das ist jedesmal wieder Stress für die Schweinchen.
Ich sehe das anders. Jedes mal, wenn ich den "Käfig" sauber gemacht habe und einiges umgeräumt habe, springen meine Schweinchen durch die Gegend wie kleine Baby-Schweinchen, weil sie sich offensichtlich freuen, dass es etwas Neues zu erkunden gibt. Ich glaube nicht, dass das "Popcornen" ein Zeichen von Stress ist. Im Gegenteil, es kann auch "negativen Stress" bedeuten, wenn alles immer gleich und langweilig ist und ein Schweinchen den ganzen Tag über nur lahm in der Ecke liegt.
Ich würde sicherlich nicht die Einrichtung umräumen, wenn ich gerade ein neues, sehr ängstliches Schweinchen bekommen hätte- den "Alteingesessenen" macht das sicherlich nichts aus. Sonst dürfte man den Tieren ja auch keinen Auslauf mehr gewähren, da das Erkunden der Umgebung dann auch "Stress" wäre...

LG
Sandra
 
M

MelanieK

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Hi,

ich sehe das genauso wie Fränzi!!

Ich stelle im Außengehege auch nicht um... und finde, meine Schweine sind trotzdem "glücklich".

Sie "erkunden" nach dem Misten auch ihre Ställe und markieren wieder neu- ich finde das sollte ausreichen...


LG,Mel :)
 
F

Fränzi

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Im Gegenteil, es kann auch "negativen Stress" bedeuten, wenn alles immer gleich und langweilig ist und ein Schweinchen den ganzen Tag über nur lahm in der Ecke liegt.
Ja, "alles immer gleich" ist der Traum jedes Beute-Tieres, denn damit kann es sich sicher fühlen.
Es kennt die Umgebung, die Schlupfwinkel und alle Fluchtwege und weiss, wenn sich nichts an seiner Umgebung verändert hat, dann war auch kein Raubtier in der Nähe.

Man sollte seine Meerschweinchen nicht vermenschlichen (oder verkatzlichen und verhundlichen), sondern lieber "meerschweinisch" denken.
Eine stabile, unveränderte Umgebung bedeutet Sicherheit, und das ist nun mal das "höchste Gut" von Herrn und Frau Meerschwein, da sie Beute- und Fluchttiere sind.

Und "lahm in der Ecke" herumliegen tun Meerschweinchen nicht, wenn sie im artgerechten Rudel leben. Auch hier kommt wieder die Vermenschlichung zum Zug... wir selber lieben Abwechslung, aber das muss und kann man nicht automatisch auf die Fluchttiere Meerschweinchen übertragen.

Sonst dürfte man den Tieren ja auch keinen Auslauf mehr gewähren, da das Erkunden der Umgebung dann auch "Stress" wäre...
Ja, das stimmt, das ist Stress.

Streng genommen sollte man den Tieren nicht "Auslauf gewähren", sondern ihnen ein genügend grosses Gehege und ein Rudel zur Verfügung stellen, damit sie annähernd artgerecht leben können.

Der Auslauf ist nur eine Notlösung.

Klar gewöhnen sich alte Hasen bei den Meerschweinchen an den Auslauf, den kennen sie mit der Zeit ja auch und ist ihnen vertraut (wenn man nicht dauernd einen neuen Auslauf zur Verfügung stellt...), aber ich habe den Eindruck, dass viele ein kleines Gehege/Käfig damit entschuldigen, dass die Meerschweinchen ja "Auslauf kriegen!"
Die Schweinchen haben aber ganz gewiss nicht nur zu den zwei Stunden am Abend zwischen 20:00 und 22:00 das Bedürnfnis, ihre Konflikte auszuleben und herumzurennen. Sie brauchen rund um die Uhr genügend Platz für ihr Rudelleben, nicht nur abends mal 2 Stunden.

Aber das ist dann wieder ein eigenes Thema, brauchen wir hier nicht damit zu vermischen.
 
Eliza

Eliza

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Zur Ausgangsfrage ...

ich denke es macht einen deutlichen Unterschied ob es sich um ein Bodengehege/ Außengehege handelt oder um einen Etagenbau und ob sich alte, behinderte und blinde Schweinchen im Rudel befinden!

Bei meinem ausgebautem Etagenbett habe ich im Großen und ganzen alles so belassen wie es war, alle paar Monate habe ich um oder ausgebaut, einen zusätzlichen Tisch 1m x 0,90 cm rein, Treppenhausumbau ectr. die Häuschen, Korkröhren, Weidenbrücken kamen mal hier mal da hin, aber durch die Platzverhältnisse bzw. wegen meiner Tischetagen hatte sie eigentlich trotzdem ihre festen Plätze.

In meinem Bodengehege kommen die großen Unterstände immer an ihren festen Platz, die Häuser, Korkröhren ectr. tausche ich mal hier mal da aus.
Die Häuser, Unterstände und Tische kommen nach außen hinten wie eine U Form, in der Mitte eine Rennstrecke mit ein paar Versteckmöglichkeiten, Heuraufen nach außen hinten zwischen und vor den Tischen und Unterständen. Die Tränken seitlich und vorne.

Diese Anordnung ist für mein blindes Schweinlein Hope ideal!

Nach meiner Erfahrung nach ist das reine saubermachen schon Abwechslung ;)



LG Claudia
 
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Anne Frahm

Anne Frahm

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Ich sehe das anders. Jedes mal, wenn ich den "Käfig" sauber gemacht habe und einiges umgeräumt habe, springen meine Schweinchen durch die Gegend wie kleine Baby-Schweinchen, weil sie sich offensichtlich freuen, dass es etwas Neues zu erkunden gibt. Ich glaube nicht, dass das "Popcornen" ein Zeichen von Stress ist. Im Gegenteil, es kann auch "negativen Stress" bedeuten, wenn alles immer gleich und langweilig ist und ein Schweinchen den ganzen Tag über nur lahm in der Ecke liegt.
Ich würde sicherlich nicht die Einrichtung umräumen, wenn ich gerade ein neues, sehr ängstliches Schweinchen bekommen hätte- den "Alteingesessenen" macht das sicherlich nichts aus. Sonst dürfte man den Tieren ja auch keinen Auslauf mehr gewähren, da das Erkunden der Umgebung dann auch "Stress" wäre...

LG
Sandra
Dass sie sich so freuen hab ich immer nach dem Misten, die finden das frische Streu irgendwie immer ganz toll.
Die Korkröhren und Kuschelsachen verteile ich immer nach dem Waschen bzw Misten neu. (wo die Kuschelsachen alle liegen kann ich mir eh nicht merken).
Die Unterstände wo sie immer drunter liegen lasse ich an Ort und Stelle.
Ich empfinde es auch so das die Schweinchen neugirig sind auf die neuen alten Sachen und freudig alles erkunden.
 
jackie

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Jedem Meeri mind. 1qm!
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Ich finde es richtig, sich an den natürlichen Lebensumständen von "freien", wilden Meerschweinchen zu orientieren. Bei diesen Tieren ist es tatsächlich so, dass sie darauf angewiesen sind, ihr Revier genaustens zu kennen und zu wissen, wo sie Unterschlupf finden. Auch so schon dürften sie ständig unter einem gewissen Stresslevel stehen, sind sie doch die geborenen Flucht- und Beutetiere, die jederzeit mit einem Angriff von Fressfeinden rechnen müssen. Die Notwendigkeit, Futter zu suchen und den ganzen Tag fressen zu können, sorgt dafür, dass die wilden Meeris alle ihre Sinne gebrauchen müssen und mit gespitzen Ohren und wachen Augen durchs Leben gehen. Langeweile kommt da bestimmt nicht auf - ganz im Gegenteil.

Ganz anders ist es aber bei unseren in Gefangenschaft lebenden Meerschweinchen. Diese werden in der Regel auf einer sehr kleinen Fläche gehalten, die mit einem natürlichen Revier gar nicht verglichen werden kann. Hat jemand auch nur einen einzigen Quadratmeter Fläche pro Tier zur Verfügung, muss man bereits von einer ausserordentlich grosszügigen Haltung sprechen. Mehrere Meter am Stück zurücklegen zu können, ist für die meisten Hausmeerschweinchen nicht möglich - auch "grosszügige" Gehege sind zu klein. Ihre vier Wände kennen die Meeris sehr schnell in- und auswendig, zumal auch die Gerüche stets die gleichen bleiben. Achtsamkeit vor Fressfeinden ist ebenso wenig gefragt wie ernsthafte Suche nach Futter - selbst wenn auf den paar Quadratmetern Revier täglich an einem anderen Punkt gefüttert wird. Eine Meerinase riecht ja wohl auf mehrere Meter hinweg, wo das Futter liegt, und muss keine intellektuellen Höchstleistungen erbringen, um es zu finden.

Kurz und (nicht so) gut: das Meerschweinchenleben in Gefangenschaft droht sehr schnell sehr langweilig zu werden, die Tiere werden nicht gefordert und brauchen ihre Sinne kaum. Da finde ich es gar nicht so falsch und keinesfalls unnatürlich, ab und zu kleine "Stressimpulse" zu setzen und die Meeris zu motivieren, Augen, Ohren, Tasthaare und Nase zu gebrauchen. Dass dies innerhalb vernünftiger Grenzen zu geschehen hat, ist klar - ich würde ja nun keine Katze ins Gehege setzen, damit die Schweinchen einmal natürliches Fluchtverhalten trainieren können oder ähnliche Spässe. Aber die (bekannten) Häuschen zu verstellen, bringt wohl kein gesundes Meerschwein mit funktionierenden Sinnen an den Rand eines Nervenzusammenbruchs, sondern ist vermutlich etwa ähnlich anregend wie das Auffinden eines neuen Tannenastes, an dem man sich zu schaffen machen kann.
 
cuddles

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Ich habe gerade einen interessanten bericht gelesen, dass man bei älteren schweinchen nichts umstellen soll. stand in der Rodenta, weiß jetzt nur nich in welcher ausgabe
 
JeanLuc&Cathrine

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Achtsamkeit vor Fressfeinden ist ebenso wenig gefragt
Also da muss ich dir widersprechen- wir haben ein Bodengehege, das nur leicht erhöht steht. Mehrmal täglich rennen an diesem Gehege zwei Fressfeinde vorbei und zwar ich und mein Verlobter. Die einzige die immer sitzen bleibt und cool ist, ist unsere Piper. Die beiden anderen machen sich immer ausm Staub und sind dann auch bestimmt froh, wenn ihre Hütte dort steht wo sie vorher stand. Das einzige was hier mal umgeräumt wird sind die Kuschelsachen aber die dienen ja nicht als Fluchtpunkt
 
cuddles

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da stimme ich dir zu. meine haben auch solche panikattacken und ich denke, dass es dann sehr hilft, wenn die häuser da stehen wo sie immer stehen. gibt sicher ein gefühl von sicherheit. abwechslung kann man auch anders schaffen
 
Conny

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Hm ich habe an meinen Tieren beobachtet, dass sie durchaus das Verlangen haben, nach etwa einer Woche auch mal ihr Lieblingsplätzchen zu wechseln. Mal ist die Hängematte absolut "in", mal muss jeder unter der Rampe liegt.
Vielleicht drückt sich dadurch schon der Wille danach aus, manchmal ein paar Veränderungen zu haben. Ich denke, das kann nicht schaden, solange man das in längeren Abständen vollzieht.
 
jackie

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Also da muss ich dir widersprechen- wir haben ein Bodengehege, das nur leicht erhöht steht. Mehrmal täglich rennen an diesem Gehege zwei Fressfeinde vorbei und zwar ich und mein Verlobter.
Meine Schweine leben auch (ganz) am Boden. Weder mein Freund noch ich werden als Fressfeinde wahrgenommen. Wir haben sehr viel direkten Kontakt mit den Meeris, da ihr Schweinezimmer sowohl zum Wohnzimmer als auch zum Flur hin offen ist. Da zuckt keiner mit der Wimper, wenn wir vorbeilaufen - höchstens wird gequiekt und auf uns zugelaufen, um zu sehen, ob wir wohl was Leckeres dabei haben.

In meinem 9qm-Gehege hat es am Rand umlaufend 25cm breite Etagen, die natürlich auch als Unterschlüpfe dienen. Diese Etagen bleiben fix; die kann ich gar nicht umstellen. Aber das übrige Inventar im Gehege sowie ausserhalb im Schweinezimmer wird immer wieder anders angeordnet. Ich behaupte, meine Meeris schätzen das - meine Gründe, weshalb ich moderate Änderungen im Gehege durchaus positiv sehe, habe ich vorher aufgeführt.

Ich hab ja nichts dagegen, wenn andere ihr Inventar nicht umräumen; das ist mal wieder sowas, was die einen halt so und andere anders machen. Bloss finde ich, es muss nicht wieder darauf hinauslaufen, dass die einen für sich beanspruchen, die alleinseligmachende Wahrheit für sich gepachtet zu haben, mit dem Finger auf die anderen zeigen und andeuten, diese verstünden nichts von Meerschweinchen und seien Tierquäler... :autsch:
 
bollerjahn

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Ich stell höchstens mal ein paar Häuser um in der Großgruppe, aber ansonsten denke ich, dass meine Gehege großgenug sind, dass die Wutzen da nicht jedes Mal ''neue Beschäftigung'' brauchen. Da nutzt auch so jeder mal ne zeitlang das gleiche Häuschen, dann sind wiederum irgendwann mal bestimmte Kuschelsachen interessanter.

In meiner Kleingruppe, stelle ich so gut wie nichts um, da Muffin schon fast blind ist. Am liebsten hätte ich das Gehege an einer anderen Stelle bei mir noch im Zimmer - aber das will ich Muffin nicht mehr antun, zumal er ohnehin auch schon im Oktober 6 wird.
 
M

Martina

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Ja, "alles immer gleich" ist der Traum jedes Beute-Tieres, denn damit kann es sich sicher fühlen.
Es kennt die Umgebung, die Schlupfwinkel und alle Fluchtwege und weiss, wenn sich nichts an seiner Umgebung verändert hat, dann war auch kein Raubtier in der Nähe.

Man sollte seine Meerschweinchen nicht vermenschlichen (oder verkatzlichen und verhundlichen), sondern lieber "meerschweinisch" denken.
So würde ich nicht argumentieren, denn im Endeffekt können wir ja gar nicht wissen, wie ein Meerschweinchen denkt...
Wir können nur individuell sehen, dass z. B. ein neugieriges Tier (ja, auch ein Fluchttier), das gerne seine Umgebung erkundet, eben Freude daran hat, diese zu erkunden. Oder wir können sehen, dass ein sehr schreckhaftes Tier eben Angst hat und wir vermeiden daher jeden Stress für dieses Tier (auch Umstellen von Häusern, etc.).

Ich bleibe aber dabei, dass man das nicht pauschalisieren kann und es daher völlig unnötig ist, sich darüber zu streiten, ob man nun Häuser umstellen darf oder nicht.


Und "lahm in der Ecke" herumliegen tun Meerschweinchen nicht, wenn sie im artgerechten Rudel leben. Auch hier kommt wieder die Vermenschlichung zum Zug... wir selber lieben Abwechslung, aber das muss und kann man nicht automatisch auf die Fluchttiere Meerschweinchen übertragen.
Also wenn meine Tiere von selbst den "Käfig" verlassen (das geht immer) und mit Freude in der Wohnung herumrennen und Haken schlagen, dann sind sie nicht verängstigt oder in ihrer Rolle als Fluchttier gestört.


Klar gewöhnen sich alte Hasen bei den Meerschweinchen an den Auslauf
Nein, auch zwei Wochen alte Babys haben schon Freude daran. Natürlich kann ich nicht erwarten und würde das auch nie tun, dass ein sehr schreckhaftes Tier, das den Menschenkontakt (es geht dabei nicht ums "Zwangskuscheln") nicht gewohnt ist, fröhlich in der Wohnung rumrennt. Aber solche Tiere gehören eben auch nicht in einen Raum, in dem ständig ungewohnte Geräusche auftreten oder ständig Menschen herumlaufen, denn das ist dann wirklich Stress. Meine Tiere waren und sind schon immer so, dass sie noch nicht einmal mit der Wimper zucken, wenn man sich ihnen nähert. Ich hatte sogar schon Meerschweinchen, die, während ich am Schreibtisch saß, zu mir kamen und mir über die Füße liefen. Ich denke nicht, dass diese Tiere Angst hatten.

Meiner Meinung nach können wir eben nicht in den Kopf der Tiere hereinschauen; da hilft es auch nicht, "meerschweinisch" zu denken. Wir können nur das Verhalten der Tiere interpretieren und daran ablesen, ob ein Schweinchen zufrieden, verängstigt oder gelangweilt ist.
Darauf sollten wir eingehen und das sollten wir respektieren. Die Tiere, die wir z. T. mit reichlich Kontakt zum Menschen in der Wohnung halten, verhalten sich eben nicht mehr, wie Fluchttiere in einer natürlichen Umgebung, daher muss man sie auch nicht in allen Lebenslagen so behandeln. Das fängt beim Futter an und hört bei der Gestaltung ihrer Umgebung auf. Sicherlich schadet es ihnen aber auch nicht, wenn sich an der Einrichtung eben nicht ändert- das Thema ist also nichts, worüber man sich allzu sehr aufregen müsste (auch wenn ich das zugegebenermaßen ein bisschen getan habe ;-)).

LG
Sandra
 
Thema:

Wie oft Anordnung der Einrichtung ändern?

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