Ende der Meerschweinchenhaltung

Diskutiere Ende der Meerschweinchenhaltung im Allgemeines Forum im Bereich Meerschweinchen; Ich weiß nicht wieso, aber ich hab das Bedürfnis das hier nieder zu schreiben. Mit 12 Jahren bekam ich meine ersten beiden Meerschweinchen zum...
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whatever

Gast
Ich weiß nicht wieso, aber ich hab das Bedürfnis das hier nieder zu schreiben.

Mit 12 Jahren bekam ich meine ersten beiden Meerschweinchen zum Geburtstag, ich hatte so lange gebettelt bis meine Eltern mit der Einschränkung - nur Außenhaltung - einwilligten. Also zog ich voller Freude los und begegnete einer Rexzüchterin, bei der ich zwei rot-weiße Rexdamen kaufte.
Der Außenstall war mit Papas Hilfe fix gebaut und das Rasengehege stand bereits. Ich war überglücklich und betüdelte die Zwei tag täglich.
Irgendwann wurde ich auf dieses Forum aufmerksam und versuchte sofort meine Haltung (die eigentlich gar nicht so schlecht war) zu optimieren.
Die Fütterung wurde ausgewogener (Nachbarn, die auch Meerschweinchen hatten, nannten meine Beide nur noch "Gourmetschweine"), Trockenfutter gab es nur noch in kleinen Rationen, es war natürlich selbst angemischt und nach langem betteln bei meinem Vater, erfüllte mir dieser den lang ersehnten Traum einer 6 qm großen Außenanlage.
Ich pflanzte Kräuter, isolierte die Schlafhütten, war ständig auf der Suche nach dem optimalen Untergrund - machte hier und machte dort.
Da nun genug Platz vorhanden war, war ich der festen Überzeugung dass noch mehr Me(h)erschweine her mussten. Ich erkundigte mich nach einer Notstation in meiner Nähe und wenige Wochen später zog ein ziemlich verängstigter US-Teddy Kastrat bei uns ein.
Jahre verstrichen und die beiden Mädels wurden immer älter, Alterserscheinungen wie Zysten traten auf, wurden ständig beim Tierarzt behandelt, das Schwein somit vergoldet aber gebracht hat es trotzdem nichts. An einem Sonntag ließ ich mein erstes Schwein einschläfern, sie hatten einen ganz weichen Bauch und quälte sich sichtlich.

Durchs Forum lernte ich Caralynn kennen und verliebte mich sofort in das Slateblue-weiße Curly, aus ihrem neuen Wurf. Die Entfernung zwischen Erlangen und Hamburg war natürlich ein Wahnsinn - doch auch hier half das Forum und ich erwischte eine Mitfahrgelegenheit, die das kleine Etwas zumindestens bis nach Bremen mitnehmen konnte. Da das Schweinchen nicht alleine reisen sollte, wurde kurzerhand eine zweite Curlydame dazu gepackt.
Aus 2 mach 4! Vergesellschaftung lief super ab und ich hatte eine traumhafte Truppe.

Anfang des Winters ging es dann meiner alten Rexdame nicht gut, ich nahm sie rein, päppelte sie. Sie schien sich erholt zu haben. Doch als ich Abends nach einem Besuch bei Freunden Heim kam, erstickte sie gerade. Ich kam mir hilflos und schrecklich vor, denn ich konnte ihr nicht helfen - noch hatte ich den Mut dazu sie - irgendwie - zu erlösen.

Einige Jahre später merkte ich, wie mein Kastrat immer mehr abbaute, ich ließ ihn untersuchen - was sich bei einem Panikschwein, welches gerne mal einen Herzkasper kriegt wenn man ihn auf den Arm nimmt - nicht als einfach erwies. Man konnte nichts feststellen. Er wurde immer weniger, trotz des Sommers und der Hitze saß er immer in der Sonne, aber entspannte sich nicht. Ich wollte ihn nicht so leiden sehen wie seine zwei Vorgänger und ließ ihn schließlich einschläfern. Als er die erste Spritze vom Tierarzt bekam, entspannte sich sein ganzer Körper (so hatte ich ihn seit Monaten nicht mehr gesehen) und er fing an Heu zu mampfen. Begraben hab ich ihn mit einem Heuhalm, der noch aus seiner Schnute raushing.

Die beiden Curlymädels blieben übrig. Verstanden sich gut und machten keine Andeutungen von Schwäche und Krankheit. Ich musste aufgrund meines Studiums in eine andere Stadt ziehen, doch meine Mama, die inzwischen mit dem Schweinevirus infiziert - kümmerte sich weiterhin um die Beiden.
Vor einer Woche verstarb dann die ältere Curlydame im Alter von 6 Jahre, wie meine Mama berichtete ganz friedlich, sie lag auf der Seite und schlief ein. Ich telefonierte rum und recherchierte im Forum nach einem Leihschwein oder einen neuen Heim für mein letztes Schwein. Sie war schließlich erst 3 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh. Ich habe zahlreiche Angebote bekommen - Danke nochmal dafür - rief also meine Mutter an und berichtete ihr davon. Doch auch mein letztes Schwein war 2 Tage nach dem anderen Schwein gestorben, sie lag genauso da, hatte morgens noch gefressen und war fit.

Ich konnte es mir nicht erklären, war wütend und traurig zugleich. Abgesehen davon, dass sie mein "Traumschwein" was Farbe und Rasse anging war, konnte ich es nicht glauben, dass sie so jung schon gestorben ist. Ich machte mir Vorwürfe, wie jedes mal. "Hätte ich zum Tierarzt gehen sollen?", "War das Futter nicht ok?", "Ich hätte es früher erkennen müssen" "Ich hätte sie nicht meiner Mutter überlassen sollen" etc pp.

Es mag vielleicht feige klingen, aber ich bin damit nicht fertig geworden und das ist auch der Grund warum ich nie wieder Kleintiere/Meerschweine halten möchte. Ich habe immer das Gefühl gehabt dem Tier nicht rechtzeitig helfen zu können und Schuld am Tod zu sein.
Dieses Problem habe ich beispielsweise nicht bei Hunden oder Pferden, weil sie einem meiner Meinung nach eher vermitteln was ihnen fehlt.

Egal wie viele schöne Stunden ich mit meinen Meerschweinchen hatte und wie viel Spaß es mir gemacht hat für sie zu sorgen, für mich wird es nie wieder Meerschweinchen geben.




Ich hoffe das führt jetzt hier nicht zu einer schrecklichen Diskussion. Ich wollte mir das einfach mal von der Seele schreiben.
 
27.12.2010
#1
A

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Gast

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M

Möhrchen

Gast

AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Hallo Lisa,

ich finde, dass Du sehr schön beschrieben hast, warum Du keine Schweinchen mehr halten möchtest. Es ist schade, für alle Schweinchen, weil man herausliest, wie sehr Du Dich bemüht und gekümmert hast.

Vielleicht packt Dich ja mal wieder das Schweinefieber.

Liebe Grüße

Möhrchen
 
M

*Mary*

Gast

AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

ich kann dich aus tiefsten herzen verstehen. Vielleicht hätte ich nicht anders gehandelt, wenn mein letztes Meeri auch gestorben wäre. Mir ist letzte Woche auch eines gestorben und ich habe auch überlegt, das alleingelassene abzugeben und das thema Meerschweinchen abzuhacken, denn letztendlich ist es immer das gleiche. man bezahlt so viel für den Tierarzt und trotzdem muss man das Tier dann gehen lassen. Ich mache mir dann auch solche Vorwürfe.

Doch noch möchte ich Die Meerihaltung nicht aufgeben. Ich werde mich jetzt wohl noch einmal richtig reinsteigern.

fühl dich gedrückt
 
S

sumsehummel

Gast

AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Oh, wie kann ich dich verstehen. Bei mir spielt sich gedanklich gerade genau dasselbe ab. Ich werde die Meerschweinhaltung jetzt noch nicht aufgeben, schließlich habe ich noch drei Tiere, aber wenn die Sache ausgelaufen ist, in einigen Jahren, werde ich mir keine weiteren Schweine anschaffen.
Es ist einfach so, dass die schönen, unbeschwerten Momente mit den Tieren in den vielen schrecklichen, besorgten, traurigen Momenten untergehen und sich das ganze nicht ansatzweise aufwiegt. Kann sein, dass ich nur Pech habe, aber es macht einen kaputt!
Deshalb: Wenn nochmal Haustiere, dann etwas robusteres, das nicht nach 2 Tagen Erkältung wegstirbt.
 
Nachtfee

Nachtfee

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AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Oh weh, Lisa! Fühl dich mal gedrückt!

Ich kann dich supergut verstehen und ich glaube, an dem Punkt kommt jeder mindestens einmal in seinem (Schweine)leben an. Mir geht es auch jedesmal, wenn ich eins gehen lassen muss, genauso, man möchte alles hinwerfen und wenn in diesem Moment einer käme und würde die verbliebenen mitnehmen in ein schönes Zuhause, ich glaube, ich hätte schon zigmal aufgegeben. Aber da sind dann halt noch die anderen, die einen fordern und ihr Recht wollen und so rafft man sich immer wieder auf.

Ich denke, du wirst manches Mal voller Wehmut an die Schweinezeit zurückdenken und so, wie du das beschreibst, musst du dir wirklich keine Vorwürfe machen, du hast das menschenmögliche für deine Tiere getan. Dass sie irgendwann gehen müssen, wissen wir doch alle, aber wir verdrängen es, weil es mit zuviel Schmerz verbunden ist.

Ich wünsche dir alles Gute - vielleicht mit anderen Tieren :)
 
B

Britta30

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AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Hallo,

das Gefühl kenne ich. Und ich kann Dich aus tiefstem Herzen verstehen.
Am 02. September ist mein Murphy gestorben und jetzt am 23. Dezember mein Tarzan.
Ich bin nach dem Tod von Tarzan in ein tiefes Loch gefallen, aus dem ich noch nicht wieder raus gekommen bin.
Da ich hier noch 4 weitere Schweinchen rum flitzen haben, muß da Leben weiter gehen. Aber auch ich habe geschworen das ich nie nie nie nie wieder Schweinchen haben will.

Aber wenn ich dann an die schöne Zeit mit meinen Tieren denke, was Sie mir für Spaß und Freude bereitete haben, wenn Sie sich auf das Frischfutter gestürzt haben, und mein Tarzan hat immer an meinen Fingern geleckt, denke ich mir das es doch nicht alles schlecht war und irgendwann jeder einmal gehen muß. Sicher ist der Zeitpunkt nie passend und immer zufrüh, und immer schlimm und du hast das Gefühl dein Herz würde zerplatzen.
Aber irgendwann wird der Punkt kommen, an dem du nicht mehr ohne eine kleine Fellnase leben kannst und willst.

Liebe Grüße
Britta
 
Schweinchen's Omi

Schweinchen's Omi

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AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Verlust lässt sich leider nicht vermeiden. Das können Tiere sein, die wegen geringer Lebenserwartung sterben, die wegen familiärer Situation wegziehen, das können aber auch Menschen sein, die man verliert. Und man kann dennoch den Kontakt mit den Menschen nicht beenden. Jeder muss Techniken entwickeln, mit Verlust umzugehen - vermeiden funktioniert nicht.

Vielleicht kannst du für dich in stiller Stunde analysieren, WAS dich so sehr betrifft. Ist es Schuldgefühl "wenn ich doch nur..."? Damit kann man sich zermartern, ohne irgendjemandem zu helfen. In tausenderlei Situationen im Leben kann man so lange abstrahieren, bis man es hätte "besser machen müssen". Mit dieser Denkweise machst du dich völlig kirre. Jeder tut immer das Beste, was er kann. Mehr kann er eben nicht - so ist es.
Ist es das Verlassen-Werden? Dann, so hart es klingt, ist es eher Selbstmitleid. Das darf man sich ein paar Stunden gönnen, aber nicht versinken! Ausheulen, aber dann in die Hände spucken.

Natürlich ist es ok, die Schweinchenhaltung aufzugeben, wenn sie einem zu wenig Freude bereitet. Und natürlich ist es ok, dass du nach diesem doppelten Verlust erstmal trauerst und haderst. Doch leider wirst du weiterhin Verluste erleben und Techniken brauchen, sie zu verarbeiten. "weglaufen" ist keine Option.
 
A

Angelika

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AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Verständlich - aber schade für alle Schweine, die es bei dir gut haben könnten. Wir wissen doch, wenn wir sie aufnehmen, dass wir sie auch aller Wahrscheinlichkeit nach in den Tod begleiten - weil unsere prospektive Lebensspanne eben länger ist, als die ihre (ähem, ich muss da langsam vorsichtig werden). Und, klar, besteht die Chance, dass Krankheiten unentdeckt blieben, und Möglichkeiten nicht ausgeschöpft werden. Aber das geht jedem Humanmediziner mit seinen Patienten so, das geht jedem Patienten so, der trotz regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen mit lebensbedrohlicher Diagnose konfrontiert wird. Das Leben ist endlich, das ist todsicher. Trotzdem kann man sich und anderen Lebewesen die Zeit zwischen Geburt und Tod schön machen. Deshalb habe ich immer wieder Schweinchen, auch wenn es in den letzten 14 Jahren natürlich auch Todesfälle gab, und heftige Erkrankungen.
Mein Sohn, der mit 15 sein über alles geliebtes, total anhängliches, überaus intelligentes Schweinchen wegen eines aggressiven Tumors verlor, brauchte 8 Jahre, bis er wieder eines von meinen in die Hand nahm.
Alles Gute!
 
F

Fränzi

Gast

AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

@Schweinchen's Omi: Sehr schön und treffend geschrieben!:top:
 
nincy

nincy

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AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Oh wie sehr kann ich dich verstehen.

Vorgestern ist meine Naima gestorben, sie war wahrscheinlich so 4-5 Jahre alt, war vorher topfit, ich war über Nacht weg und als ich Mittags nach Hause kam lag sie im Gehege auf der Seite und schnappte nach Luft, sie ist kurz darauf in meinen Armen gestorben und ich verstehe immer noch nicht warum.
Ich mache mir auch Vorwürfe, hätte ich sie öfter untersuchen lassen sollen? Sie besser beobachten sollen? Aber im Endefekt bringt das einem nichts, man hat sich so gut es geht um das Geschöpf gekümmert und sie haben es gut gehabt und wurden geliebt. Mehr kann man nicht tun, klar das sind nun leere Worte, auch ich muss mir das immer wieder einreden, aber es ist so!
 
dede173

dede173

Gemüsemörder
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AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Ich kann dich wirklich nur zu gut verstehen. Ich habe letztes Jahr innerhalb von 6 Monaten 4 meiner Schweinchen gehen lassen müssen, die ich seit ihrer Geburt kannte. DIese Schweinchen haben mich (über) 9 Jahre meines Lebens begleitet, ich hatte sie seit ich 5 Jahre alt war. Im Jahr 2007 hatte ich schon 1 Schweinchen an einem schweren Schlaganfall verloren.
Es war also nur noch ein Schweinchen übrig, meine Trixi.
Ich wollte die Haltung aufgeben, der Schmerz von diesen insgesamt 5 toten Schweinchen war einfach zu tief. An dem Tag, an dem ich Trixi in das Tierheim bringen wollte, wurde mir klar das ich nicht ohne die Schweinchen kann. Ich hab es einfach nicht über das Herz gebracht sie wegzugeben, wo ich sie doch erst aus schlechter Haltung gerettet habe. Diese zickige, agressive dicke Wutz, hatte sich tatsächlich in mein Herz geschlichen. Sie bekam einen neuen Partner, dann eine neue Freundin und dann noch eine. Mir fiel auf wie glücklich sie wieder war und das ich sie nicht weggegeben habe, war die beste Entscheidung. Wenn sie mich irgendwann verlässt, wird ein neues Schweinchen nachrücken, das die Chance auf ein artgerechtes Zuhause verdient.

Ich finde es schade das du die Haltung komplett aufgeben willst, Tiere leben nunmal nicht ewig, wir ja auch nicht. Du hast dich sicher immer super um deine Tiere gekümmert, aber man weiß leider nicht was in den Kleinen vorgeht. Nichts ist für immer, selbst wenn du dir eine Katze holen würdest, die könnte am nächsten Tag überfahren werden. Alles stirbt einmal, aber wenn jemand altes geht, ist Platz für jemand neues, der das tote Tier zwar niemals ersetzen, aber denoch diese Lücke füllen kann. Ich hoffe du weißt was ich dir damit sagen will, ansonsten kann ich Angelika nur Recht geben.
Fühl dich gedrückt, ich weiß wirklich wie schwer diese Entscheidung ist :troest:
 
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Lemmi

Lemmi

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AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Vielleicht liegt es daran, dass Du noch relativ jung bist. Wenn man älter wird, lernt man automatisch, den Tod zu akzeptieren.
Das heißt nicht, dass der Schmerz weniger wird - man weiß nur um das Unvermeidliche und entwickelt möglicherweise Techniken, die einem selbst helfen, nicht daran zu zerbrechen.

Ich habe dieses Jahr so ein Jahr der Verluste: zuerst starb mein Oma-Schweinchen, wegen dem wir alle anderen angeschafft haben. Sie war schon alt und ich konnte sie ziehen lassen.
Kurz danach war es dann unser ältestes Pferd, das mit 34 sein Bündelchen schnürte.
Aber bei all der Trauer um seinen Verlust macht es mich noch heute froh, dass er einfach eingeschlafen ist und nicht ich die Entscheidung treffen mußte, ihn gehen zu lassen.
Beim Brand meines Schweinchenstalles habe ich dann vor 6 Wochen 15 meiner Schweinchen verloren. Wären nicht zwei Überlebende da gewesen, ich weiß nicht, ob ich die Kraft gehabt hätte, weiter zu machen.
Aber um der Überlebenden Willen mußte ich - und bin heute so unendlich glücklich, wenn ich meine neue Schweinchenherde rumflitzen sehe.

Wie traurig wäre mein Leben jetzt, wären da keine Schnuten, um die ich mich kümmern müßte.

Der Tod gehört zum Leben. Hat man ein paar Mal Erfahrung damit gemacht, lernt man, ihn zu akzeptieren und auch, dass man die schönen Erlebnisse höher schätzt.
 
W

White-Tip

Gast

AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Ich kann dich gut verstehen, mir ging es auch schon ähnlich, dass ich es zu spät bemerkt habe, dass ein Schweinchen krank ist und ich habe mir dann auch Vorwürfe gemacht und hab gedacht, ich hab mich nicht genug gekümmert und geschaut. Aber ich meine, sie verbergen es oft, wenn sie was haben, solange sie können und bis wir es bemerken, ist es oft schon zu spät. Ich hab auch grad wieder sowas, hat mit einer Bindehautentzündung angefangen und jetzt verliert sie Fell an den Beinen, da denke ich auch schon die ganze Zeit, wäre ich nur heute Mittag schon zum TA gefahren, das mit dem Fell habe ich aber auch erst heute bemerkt, hoffentlich hält sie bis morgen noch durch und ich kann erst morgen abend gehen, weil ich bis 17.00 Uhr arbeiten muss. Das geht schon an die Nerven.

Überlegs dir nochmal, ob du wirklich aufhören willst, so wie du schreibst liebst du diese Tiere doch, es ist leider so, dass sie nicht so alt werden wie Hunde oder Pferde und auch, dass sie es lange verbergen können, wenn es ihnen nicht so gut geht, da kannst du nichts dafür.
 
Daisy-HU

Daisy-HU

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AW: Ende der Meerschweinchenhaltung

Ich bin jetzt erlich gesagt auch schon an so einem Punkt.Wenn ich jetzt hier
wieder meinen Strolch beobachte,das er diese Knuppel hat,wo die Ärztin
sagte das es Krebs ist.Und er sich hier jetzt trotz Behandlung aber auch
gar nichts anmerken lässt.
Und zuvor schon die ersten 4 Verloren. Und jetzt noch 4 neue habe.
Ich habe mir da jetzt auch schon gesagt,wenn der Strolch mal gehen sollte,
gibt es hier eventuell nur noch einen Kastraten.Bei den Weibchen werde ich
nicht mehr aufstocken,wenn eines gehen sollte.
Da ich ja eben auch Älter werde und nicht erst warten will,bis es gar nicht
mehr geht.
Habe zwar eine stelle,kontakt,wo ich sie Abgeben kann,wenn was sein sollte.
Aber ich kann mir jetzt auch noch nicht vorstellen,ganz auf sie zu verzichten.

Ich kann dich da auch sehr gut verstehen.
Gesundheitlich bin ich ja auch nicht mehr die Jüngste.Habe aber dennoch
Angst,wenn ich sie abgeben würde,das ich mich hier hängen lassen würde.
 
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Ende der Meerschweinchenhaltung

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