Zucht gesund!?

Diskutiere Zucht gesund!? im Haltung, Verhalten und Pflege Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo, ich bin immer wieder erstaunt, was es hier alles für Krankheiten gibt. Hätt da mal ne Frage an alle Züchter und auch an die Liebhaber...
A

A-p-i-z

Gast
Hallo,

ich bin immer wieder erstaunt, was es hier alles für Krankheiten gibt. Hätt da mal ne Frage an alle Züchter und auch an die Liebhaber:

Sind eure Kranken Tiere eher die Rasseschweinchen, oder die Liebhaberschweinchen?

Und noch ne Spezielfrage für die Züchter:
Wenn ihr ein Tier habt, das Krank ist z. B. Herzfehler oder anderes schlimmes (mit dauerhafter Medigabe oder OP), werden diese Schweinchen und die Nachkommen automatisch nicht mehr weitergezüchtet? Oder gibt es hier sowieso ne Vorschrift, das diese nicht weitergezüchtet werden dürfen?

Würde mich einfach mal interessieren.

Ich habe 4 reine Liebhaberschweinchen (Bitte nicht hauen: aus der Zoohandlung :sorry:). Zwei davon sind auch ersichtlich Mischlinge, also keine reinrassigen GH. Generell würde ich meine Schweinchen als Gesund einstufen. Durchfall, Blähungen, Räubermilben, Wasser in der Lunge (einmalig kam nicht wieder) und ne Sturzverletzung hatte ich schon. OP´s habe ich noch nicht gehabt. Chronische Erkrankungen, oder was, was dauerhaft mit Medis behandelt werden müsste habe ich auch nicht.

Wie ist das bei euch?
 
26.09.2010
#1
A

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Gast

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W

winterspross

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Ich hatte bis jetzt 3 Schweinchen.

Die zwei Damen sind Rasseschweinchen (AmiCrested) und waren bis jetzt noch nie ernsthaft krank. Sie sind beide 4 Jahre alt. Bei Freki scheint sich jetzt ein Zahnproblem anzukündigen, das ich aber beobachte.

Blinky, mein Kastrat - eine Wald- und Wiesenmischung, spindeldürr, klein, Rattenköpfchen und Stehohren - hingegen, bekam jeden Schnupfen, jeden Haarling ab. Er ist an einer Zahnfehlstellung (Brückenbildung, Fressverweigerung) und darauffolgenden Behandlungsfehlern verstorben.
 
M

Martina A.

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Es werden nur 100%ig gesunde Tiere zur Zucht genommen. Tiere mit Herzfehler oder anderen schweren Erkrankungen oder auch genetischen Defekten dürfen niemals zur Zucht eingesetzt werden.

Solche "normalen" Wehwechen wie Durchfall oder Milbenbefall können jedes Schweinchen treffen und haben nichts mit der Zuchttauglichkeit zu tun.

Es heißt übrigens Räudemilben.
 
N

natifftoff

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Früher, als ich Kind war, hatte ich meine Schweinchen nur aus der Zoohandlung - man kannte es bei uns nicht anders.

Alle bis auf eines, sind leidlich alt geworden, ohne irgendwelche Erkrankungen. Ein Schweinchen schleppte mir einen Darmparasiten ein, verstarb schon nach dem ersten Tag und zog ein weiteres Schweinchen mit in den Tod...

Seit ich wieder Schweinchen habe, habe ich sie nur vom Züchter.
Feststellen musste ich dabei, dass bei meinen Schweinchen die US-Teddies am anfälligsten waren.

Der eine Teddy ist an einer Nierenerkrankung gestorben, Lotta hatte gegen Ende regelmäßig Wasser in der Lunge und zweimal eine Tympanie und Emil muss auch eine Stoffwechselerkrankung gehabt haben, ohne dass man herausfand, was genau.
Auch Rotbäckchen hatte Wasser in der Lunge und starb trotz tierärztlicher Sofortbehandlung...

Bei einem Crested hatte ich einen Abszess, an dessen Folgen das Schweinchen letztendlich verstarb.

So meine bisherigen Erfahrungen.

LG, nati
 
L

lillymotte

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Ich habe neun Liebhaberschweinchen.
Darunter Rassetiere ( Lunkarya, Teddies, Peruaner ) und Mixe.
Krank war hier noch keines, ab und zu hatten mal welche Haarlinge sonst alle gesund uns munter.
Alter zwischen 2 Jahren und fast 8 Jahren.
Ich denke ein verantwortungsvoller Züchter züchtet nicht mit kranken Tieren.
 
I

Isabell und co.

Gast
Ja und nein

Hallo,
ich denke da muss man grundsätzlich zwischen gewissenhaften Züchtern und Vermehrern unterscheiden. ein richtiger Züchter würde niemals mit einem chronisch kranken Tier züchten, auch nicht mit dessen Nachkommen, weil die meisten sachen ja erblich sind.
Meine Schweinchen, egal ob Rasse oder nicht sind immer gesund gewesen. Außer Durchfall und Grützbeutel hab ich mit den Kleinen noch nichts durchgemacht.
Es gibt natürlich auch angezüchtete Probleme: Römerkopf, Satinfell, Schimmelzucht... da liegt es am Züchter ob die Nachzucht zum Problemschwein wird.
Ich denke auch die Haltung bestimmt maßgeblich darüber, ob die schweinchen gesund bleiben. Viel Bewegung, frische Luft und gutes Futter - da haben Krankheiten, außer chronische, nicht viel Chancen.
Außerdem denke ich das Schweinchen, die in Außenhaltung aufgewachsen sind durchschnittlich gesünder sind, da hier das Imunsystem vernünftig und solide aufgebaut werden kann (Kein Vorwurf an Innenhaltung, nur eine Beobachtung!! Bitte nicht falsch verstehen!)

Liebe Grüße, Isabell
 
C

Canadia

Gast
Ich hab 2 Schweinchen aus einer Zoohandlung, davon hatte 1 mal Haarlinge.
Mein Kastrat kommt aus einer Notstation bzw. vorher aus einer Kinderzimmervermehrung, er hatte noch nie was....Cinderella hatte Milben und Pilz, sie stammt von einer Züchterin, wobei das durch den Stress vom Umzug kam und die ganz Kleine kommt auch aus einer Zucht, sie hab ich aber noch nicht so lange.

Achja, Cinderella hatte sich mal mit Heu am Auge verletzt, aber das kann jedem Tier passieren
 
S

Starnight

Gast
Momentan wohnen bei mir nur Tiere von Züchtern, die hatten noch nichts und ich hoffe das bleibt so, sie scheinen augenscheinlich gesund zu sein.
Mein einziges Schweinchen, dass ich aus dem Zooladen hatte, hatte kurze Zeit nachdem sie hier ankamm, Durchfall (wäre ohne Behandlung daran eingegangen), dann bekamm es einen Abszess oder sowas in der Art, welches es selber irgendwie aufgemacht hat oder es ist geplatz, ist aber glücklicherweise auch selber ohne Hilfe meinerseits verheilt ( da wusste ich noch nicht wie ich helfen konnte).

Zu irgendwelchen Parasiten, Milben oder Haarlingen kann es ja auch kommen, wenn das Immunsysthem schwach ist, was bei Tieren aus einer gut geführten Zucht seltener vorkommen müsste, als bei geschwächten Zooladentieren, wo man x-beliebige Tiere zusammensetzt.
 
C

Canadia

Gast
OT: Den Begriff "geschwächtes Zooladentier" müsste mal Toto hören....sie ist das andere Zooladenmädel von mir und die ist sowas von robust, kräftig und fit :rofl:
 
B

bibbl

Gast
So, dann sag ich auch mal was dazu.
Meine beiden Damen Snickers und Toffifee sind ja auch aus einer Zoohandlung. Ihre Vorgängerinnen/Kolleginnen Brownie und Bounty waren auch von dort.
Brownie ist nach zwei Jahren plötzlich gestorben. Wir hatten die Schweins damals noch in Außenhaltung, sie war es also gewöhnt. Am Abend noch fröhlich Frifu gefuttert, am nächsten Morgen tot im Stall gelegen. Sie war ein ziemliches Schreckschwein und ist nie zahm geworden.
Bounty ist mit 4 1/2 Jahren an ihrem zweiten Schlaganfall gestorben. Den ersten hatte sie mit einem gelähmten Beinchen überlebt. Gerade als das Beinchen wieder vollkommen beweglich war, hat sie den zweiten bekommen.
Snickers ist jetzt 3 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh. Sie war noch nie krank.
Toffifee ist 5 Monate alt und bisher ebenfalls gesund. Sie hat im August 3 wunderschöne Babies bekommen und die Geburt sowie die Babyversorgung perfekt gemeistert.
Die Babies Zimtstern, Karamell und Peanut sind "Eigenproduktionen", aber im Grunde ja auch Zooladenschweinchen, weil ich Toffifee ja schon trächtig bekam und der Papa somit ein weiteres Zooladenschweinchen sein muss.
Peanut hatte direkt nach der Geburt eine leichte Augenentzündung, er musste regelmäßig Augentropfen bekommen, hat sich aber schnell davon erholt.
Ist aber interessant von den verschiedenen Erfahrungen mit Zooladenschweinchen, Notmeeris und Zuchttieren zu hören :)
Liebe Grüße :)
 
hoppla

hoppla

Gebrauchtschweinbesitzer
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Ich persönlich bín zwar überzeugter Notschweinchenhalter aber würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass Tiere aus guten (!!!!!) Zuchten tendentiell gesünder sind.
ABER ein Stammbaum schützt vor Krankheit nicht. Nur weil Tiere einen guten Stammbaum haben und rein optisch gesehen einem gewissen Zuchtstandard sehr Nahe kommen heißt dies nicht, dass sie automatisch insgesamt gesünder sind.
Züchter kann sich jeder nennen und es gibt solche und solche!
Ein verantwortungsbewußter Züchter sollten auch Sachen wie Verträglichkeit, Erkrankungen/Dispositionen für Erkrankungen usw. mit berücksichtigen.

Tiere aus nicht so guten Zuchten, Nottiere und Tiere aus Zoohandlungen sind immer reine Glückssache - man kann ein Tier haben, was gesund und munter 8 Jahre wird oder man eben " ins Klo greifen" und sehr krankheitsanfälligen Tiere haben.

Sind eure Kranken Tiere eher die Rasseschweinchen, oder die Liebhaberschweinchen?
Daher kann man die Frage kaum beantworten.
Rasse schützt vor Unfug nicht. ;)
 
Eliza

Eliza

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Ich persönlich bín zwar überzeugter Notschweinchenhalter aber würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass Tiere aus guten (!!!!!) Zuchten tendentiell gesünder sind.
ABER ein Stammbaum schützt vor Krankheit nicht. Nur weil Tiere einen guten Stammbaum haben und rein optisch gesehen einem gewissen Zuchtstandard sehr Nahe kommen heißt dies nicht, dass sie automatisch insgesamt gesünder sind.
Züchter kann sich jeder nennen und es gibt solche und solche!
Ein verantwortungsbewußter Züchter sollten auch Sachen wie Verträglichkeit, Erkrankungen/Dispositionen für Erkrankungen usw. mit berücksichtigen.

Tiere aus nicht so guten Zuchten, Nottiere und Tiere aus Zoohandlungen sind immer reine Glückssache - man kann ein Tier haben, was gesund und munter 8 Jahre wird oder man eben " ins Klo greifen" und sehr krankheitsanfälligen Tiere haben.
So sehe ich das auch!

Allerdings sehe ich hier nicht nur die Haltung, Abstammung, Aufzucht ectr. des Züchters als Grundbaustein für ein langes gesundes Leben sondern vor allem den Halter!

Manch ein 2Beins hält/füttert seine Tiere krank, was nicht heißt das dies bewußt geschieht sondern meist meint man es gut und gibt vom falschen zuviel und vom richtigen zuwenig.

Darum sollte man sich fragen warum bekommen unsere Schweinchen Blähungen, Durchfall, Hefen, Zahnprobleme, Diabetis, Blasenentzündungen, Lippengrind, ectr.

Woran liegt es, wo sind die Ansätze dies weitgehens zu vermeiden?!



LG Claudia
 
S

Sternfloeckchen

Gast
Zuchttiere können dann "gesund" sein, wenn der Züchter nach Gesundheit selektiert. Selektion nach Gesundheit erfordert unter anderem tierärztliche Untersuchungen, die Geld kosten, wie auch langzeitlich Beobachtungen des Zuchtbestands.

Insofern ist die Aussgae von Martina A, "Es werden nur 100%ig gesunde Tiere zur Zucht genommen", nicht allgemein gültig, sondern trifft Wunschdenken.

Ferner sind nicht in allen Landesteilen Tierärzte ansässig, die sich auf MS genügend verstehen, was eine Gesundheitsselektion veterinärtechnisch in der Zucht erschwert. Und nicht zuletzt gibt es Züchter, die kein Geld für Tierärzte ausgeben.

Es gibt keine Verbandsregelungen oder Zuchtordnungen, die Züchtern verbindlich und überprüft bestimmte Gesundheitsuntersuchungen vorschreiben. In sofern kann jeder machen, was er will. Was das fatale ist...

LG von
 
R

Rosseten-Tina

Gast
Hallo

Also ich habe seit 10jahren meeris ;)
und muss sagen das bei mir auch noch nnie eins ernsthaft kranck war.....ich hate bis jetzt auch nur rasse schweinchen bis auf eins und aus gerechnet der opa von mir hate ein dickes abszes im bauch von der kastration =( dem gehts jetzt auch wieder besser.....aber sonst kan ich nicht klagen ich habe auch eine züchterin in duisburg und in willich wo die meeris noch ie ernsthaft kranck waren zum glück auch ich würde sagen das ist reine glücks sache.;)
 
S

Sabusab

Gast
Tiere aus nicht so guten Zuchten, Nottiere und Tiere aus Zoohandlungen sind immer reine Glückssache - man kann ein Tier haben, was gesund und munter 8 Jahre wird oder man eben " ins Klo greifen" und sehr krankheitsanfälligen Tiere haben.
Das trifft meiner Meinung nach aber genauso auf Tiere von "guten" Züchtern zu ;)

Woher will ein Züchter wissen ob ein Zuchttier ein Herzfehler hat, wenn das ewig kompensiert werden kann oder erst im Alter auftritt - bis dahin hat das Schwein doch längst für Nachkommen gesorgt. Es wird ja kein Züchter das Herz jeder Zuchtschweine überprüfen lassen, bevor die Tiere zur Zucht eingesetzt werden.
Woher will ein Züchter von Satin-Schweinen 100% wissen, dass da nicht mal die OD kommt wenn ein Weibchen werfen muss bevor es 1 Jahr alt ist und Röntgenbilder in dem Alter zufällig noch okay sind?
Und woher will man wissen, ob ein Schwein von runderer Kopfform (z.B. Coronet) nicht doch eher Zahnprobleme bekommt als ein Rattenschwein?

Ich denke das Risiko das ein Rasseschwein eine gewisse Disposition für Krankheiten mit sich bringt, ist größer als bei Notschweinen (gab es nicht erst das Thema, das Rexe anfällig für Hautkrankheiten sein sollen?).
Von meinen Notschweinen habe ich noch nie krankheitsanfällige Tiere gehabt. Im Gegenteil und das beste Beispiel ist meine Lani: Jahre lang als Gebärmaschine missbraucht ist sie inzwischen 7,5 Jahre und lebt seit 3 Jahren mit ihrer Herzerkrankung (die aber ja jedes Schwein im Alter bekommen kann).
 
hoppla

hoppla

Gebrauchtschweinbesitzer
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:nuts:
Das trifft meiner Meinung nach aber genauso auf Tiere von "guten" Züchtern zu ;)

Woher will ein Züchter wissen ob ein Zuchttier ein Herzfehler hat, wenn das ewig kompensiert werden kann oder erst im Alter auftritt - bis dahin hat das Schwein doch längst für Nachkommen gesorgt. Es wird ja kein Züchter das Herz jeder Zuchtschweine überprüfen lassen, bevor die Tiere zur Zucht eingesetzt werden.
Woher will ein Züchter von Satin-Schweinen 100% wissen, dass da nicht mal die OD kommt wenn ein Weibchen werfen muss bevor es 1 Jahr alt ist und Röntgenbilder in dem Alter zufällig noch okay sind?
Und woher will man wissen, ob ein Schwein von runderer Kopfform (z.B. Coronet) nicht doch eher Zahnprobleme bekommt als ein Rattenschwein?

Ich denke das Risiko das ein Rasseschwein eine gewisse Disposition für Krankheiten mit sich bringt, ist größer als bei Notschweinen (gab es nicht erst das Thema, das Rexe anfällig für Hautkrankheiten sein sollen?).
Von meinen Notschweinen habe ich noch nie krankheitsanfällige Tiere gehabt. Im Gegenteil und das beste Beispiel ist meine Lani: Jahre lang als Gebärmaschine missbraucht ist sie inzwischen 7,5 Jahre und lebt seit 3 Jahren mit ihrer Herzerkrankung (die aber ja jedes Schwein im Alter bekommen kann).
Deswegen hab ich geschrieben, dass sie " tendentiell gesünder " sind. ;)
Natürlich geht das nur, wenn auch Rentner behalten werden und man den Werdegang der Schweinchen beobachtet usw.
Hat das Tier Hautauffälligkeiten, eine Kopfform, die zu Kieferproblemen führen kann usw., sollte es eben nicht zur Zucht eingesetzt werden.
Ich denke, ein "guter Züchter" ( also für mich ist es dann einer) berücksichtigt dies und nimmt dann auffällige Tiere aus der Zucht.
Wer sich jetzt keine Gedanken über den gesundheitlichen Verlauf seiner Tiere macht und ggf. auch Dinge in Kauf nimmt, die gesundheitlich problematisch sein können um ein bestimmtes Zuchtziel zu erreichen, ist in meinen Augen kein " guter Züchter".
Edit: Naja, vielleicht glaub ich einfach auch an das Gute im Menschen und an die Selektionsfähigkeit, auch in Bezug auf Krankheiten.:nuts:
Klappt ja bei anderen Sachen auch...
Klar, der neuen Halter kann auch sein übriges dazu beitragen, keine Frage.
Aber wenn schon Dispositionen für diverse Wehwehchen drinstecken, kann man nix machen...
( hab hier auch schon Jungtiere mit Leukose gehabt, verkalkte Nieren bei 2-Jährigen Schweinchen usw. Da kann ich als Halter nicht soviel Einfluss nehmen...)

Ansonsten meinte ich ja auch: Stammbaum schützt vor Unfug nicht.
Weil es eben auch genügend Züchter gibt, denen mehr an dem Erreichen einer Standards als an dem gesunden Gesamtpaket liegt, sind auch viele "Rassetiere" genauso anfällig wie "Vermehrertiere".

Bzgl. Notschweinchen: Dann sei mal froh. ;) Da hast du eben Glück gehabt.
Gibt ja auch den berühmten Kettenraucher, der trotzdem 100 Jahr alt wird.
Meiner Meinung nach, ist das bei Notschweinchen immer ein größeres Ü-Ei....
 
Zuletzt bearbeitet:
F

Fränzi

Gast
Meiner Meinung nach kann man weniger nach Zucht- oder Zooladen-Tieren unterscheiden (die meist auch irgendwelche "Zucht-"Tiere sind, nur kennt man den Hintergrund nicht), sondern nach der Haltung, vor allem Fütterung.

Ich betreibe ein Altersheim und nehme daher häufig "Restposten" auf, Tiere aus einer 2-er Haltung, bei denen das erste verstorben ist.
Diese Witwer und Witwen sind i.d.R. zwischen 4 - 6 Jahre alt und meistens kerngesund (ist auch logisch, immerhin haben sie ihren ersten Partner überlebt, scheinen also irgendwie vitaler und widerstandsfähiger zu sein als das andere).

Solche Alterchen werden bei mir dann häufig uralt, mindestens 7 - 8 Jahre alt. Dabei gibt es keinen Unterschied, ob sie ursprünglich mal von einem Züchter herkamen oder aus dem Zoohandel stammen.

Bei mir leben sie in Kaltstall-Haltung in grossen Gehegen im Rudel, aber nicht mehr als 6 - 7 Tiere. Das ist meiner Beobachtung nach die optimalste Form, bei der Schweinchen sich langfristig wohl fühlen, genügend Bewegung haben und natürlich nur eine Fütterung nach bestem Wissen und Gewissen erhalten, also kein Körnerfutter oder hartes Brot wie in der ersten Hälfte ihres Lebens.
Da sie teilweise recht "seltsame" Fütterungen überlebt haben (im Gegensatz zu ihrem Partner), schliesse ich daraus, dass sie einen stabilen Stoffwechsel haben und daher auch alt werden.

Aber ich kann aus diesen Erfahrungen keine Regel herleiten, ob eher die Zoohandels-Schweinchen oder die Zucht-Schweinchen alt werden. Ich erlebe beides.
 
W

wutzenwunder

Gast
ich züchte seit 2005 und hatte noch nie ernsthafte krankheiten im stall. mal ein pilz von einer ausstellung mitgebracht - ja das passiert schon, aber sonst hatte ich gott sei dank noch nichts......

natürlich gab es auch schon tiere die ich zugekauft habe, und die nicht zur zucht geeignet waren - die wurden dann entweder in die liebhaber gruppe einquartiert oder aber sie wurden weiter vermittelt an liebhaber :eek:)))

natürlcih kann man als züchter selektieren - aber dazu muss man auch ehrlich zu sich selber sein.

lg wutz
 
L

Laubfrosch

Gast
HI!

Also ich habe ein Schwein vom Züchter und 2 Schweine von einer Freundin die sie aus schlechter Haltung rausgenommen und vermittelt hat.

Ich kann, genau wie bei meinen Hunden (Rasse und Mix, vom Züchter und Nothilfe) nicht sagen dass ein Schwein gesünder wäre als das andere. Ich hatte schon mit der einen "Seite" Probleme mit Würmer und mit der anderen "Seite" Probleme mit Durchfall! Beides wurde behebt und die Schweine sind Top fit!

Was ich aber sagen kann ist, dass sich das Schwein vom Züchter z.B. beim Check up deutlich mehr gefallen lässt als meine 2 aus schlechter Haltung!
 
A

Angelika

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Ich denke nicht, dass man das so klar trennen kann. Schließlich sind viele Zooladen-Tiere durchaus aus Zuchten - manche sind so groß, dass sie gar nicht alle Nachzuchten an Liebhaber oder andere Zuchten abgeben können, mangels entsprechender direkter Nachfrage.
Vermutlich wird genetisch nicht nur Haarstruktur und Farbe weiter gegeben, sondern auch die eine oder andere Disposition für Erkrankungen. OD ist nur bekannt, weil es weitreichende Untersuchungen gibt - bei anderen Krankheiten gibt es bisher vermutlich keinerlei Forschung.
Ich hatte drei Schweinchen aus derselben Zucht (oder eher Vermehrung), alle drei starben an Tumoren, eines hatte eine Zahnfehlstellung. Meine Zooladen-Schweinchen sind vier und waren - gottseidank - bisher nicht krank. Die anderen drei aktiven hier sind Züchterschweinchen und noch relativ jung.
Grundsätzlich dürften sich die eine Seite: Auswahl gesunder, kräftiger Tiere für die Zucht, die Möglichkeit, durch Langzeitbeobachtung Linien mit bestimmten Kranheitstendenzen aus der Zucht zu nehmen - und die andere Seite: Überleben nur der jeweils kräftigsten Tiere in unzureichender Haltung/Vermehrung, kein Zufüttern schwacher Jungtiere, keine Unterstützung schwächelnder trächtiger Tiere - am Ende so die Waage halten, dass insgesamt beiderseits nur die gesündesten und kräftigsten Tiere "in Umlauf" kommen.
 
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