Sehr ängsltiche, scheue Schweinchen: Zur Zucht einsetzen?

Diskutiere Sehr ängsltiche, scheue Schweinchen: Zur Zucht einsetzen? im Rassen, Farben und Züchter Forum im Bereich Zucht und Genetik; Achtet Ihr bei der Wahl Eurer Zuchttiere auch auf den Charakter? Also in Bezug auf den Menschen? Ich habe hier eine schönes Mädchen sitzen...
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Atlana

Gast
Achtet Ihr bei der Wahl Eurer Zuchttiere auch auf den Charakter? Also in Bezug auf den Menschen?

Ich habe hier eine schönes Mädchen sitzen. Leider ist sie seit Anfang an (habe sie seit März) super ängstlich. Sie kommt sehr selten mal zum Leckerlie holen, verschwindet wenn ich im Gehege etwas mache oder schnelle Bewegungen mache, und beim Check ist sie echt panisch und muss aufpassen das sie mir nicht von der Hand springt. Obwohl ich immer sehr behutsam mit ihr umgehe, ruhig mit ihr rede etc pp. Es bessert sich nicht!

Als Schweinchen selbst in der Gruppe verhält sie sich toll! Sie ist ein volles Mitglied der Gruppe, in der Gruppe selbstbewusst, schnappt sich auch einfach mal vom Kastraten oder dem Chefschweinchen das Futter *g* und und und.
 
06.08.2010
#1
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Gast

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Nehle

Nehle

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Ich würde da schon überlegen ob du sie zur Zucht nehmen möchtest.
Ich habe nämlich die Beobachtung gemacht, dass die Babys meist einen ähnlichen Charakter haben wie ihre Mutter/Eltern(?). Ob das nun vererbt oder erlernt von der Mutter ist, weiß ich aber nicht.
LG Nehle
 
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pueppy05

Gast
Also da musst du halt wirklich schauen,vielleicht hast du ja einen super ruhigen und zahmen Bock?Und wenn du die Babys von Anfang an jeden Tag öfters hochnimmst sodass sie sich dran gewöhnen,dann dürfte es gehen,also probieren kannst du es so vielleicht.Ich würde eine Probeverpaarung machen und wenn du merkst das die Babys auch solche Hektiker sind dann würd ich sie aus der Zucht nehmen
 
Amy Rose

Amy Rose

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Ich würde eher auf das Verhalten im Rudel achten. Die Meeris müssen mit ihren Artgenossen klar kommen, nicht mit dem Menschen. Benimmt sich die Mutter Sau wie ein Amboss, verbeißr alles und jeden und wütet wie ein derbisch, dann würde ich eher die nicht zu der Zucht nehmen wie eine Sau die freundlich ist aber ängstlich zu Menschen. :top:
 
Perlmuttschweinchen

Perlmuttschweinchen

ehem. hoffix
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Ich finde auch das das Verhalten im Rudel wichtiger ist. Denn dort müssen sie leben. Das ist wichtiger wie ein Schmuseschwein.
Auf jeden Fall solltest du aber schauen das du dort dann einen passenden, sehr ruhigen Bock auswählst. In dem Fall würde ich eher mehr auf den Charakter achten als auf körperliche Merkmale. Also wenn du z.B. 2 zur Auswahl hast, einer von den körperlichen Merkmalen her super passen würde, der zweite etwas weniger aber vom Charakter besser ist würd ich in dem Fall mehr Gewicht auf den Charakter legen.
Wenn man dann die Jungtiere von klein an regelmäßig händelt müßte das eigendlich gut klappen.

Meine 3 Mädels sind auch aus solch einer VP. Die Mutter war relativ ängstlich, eher menschenscheu (ok hab ja eh nur größere Gruppen in Bodengehegen), der Bock aber total klasse vom Charakter, kommt trotz großer Bodengruppe beim füttern immer an... Die Mädels sind vom Charakter eher wie ihr Papa geworden, da sie durch teilweise handaufzucht natürlich auch viel gehändelt wurden.

Hatte nun auch einen Bock bekommen der sehr panisch war. sobals sich was rührte brach er in Panik aus, schoß durch den Käfig und versteckte sich. Hat lange gedauert bis er ruhiger wurde. Mitterweile steht er am Türchen und hat sich schon 2 mal an der Wange kraulen lassen. Zumindest schaut er immer was ich dann mache und was es leckeres gibt und rennt nimmer weg. Bevor er ruhiger wurde hatte ich auch überlegt und hätte wenn auch nur ne sehr ruhige Sau genommen.
 
H

honeyisses

Gast
Meine allererste Zuchtgruppe schwarze Teddys war - im Vergleich zu meinen anderen Teddys - auch sehr ängstlich und menschenscheu. Das hielt sich auch über Generationen und meine Züchterfreundin hat mir das von ihren schwarzen Teddys auch bestätigt.

Nach 3 Jahren ist es merklich besser geworden, weil ich mir heute den Luxus leisten kann, bei dieser Farbe auch verstärkt auf den Charakter zu achten. Menschenbezogenheit gehört für mich (nach dem Verhalten im Rudel) auch zu den Auswahlkriterien. Wobei Menschenbezogenheit ja eigentlich nicht wirklich stimmt, es geht mehr um einen ruhigen und ausgeglichenen Charakter. Die Schwarzen sind immer noch "anders", aber keineswegs mehr panisch und hektisch.
 
W

wutzenwunder

Gast
ich achte sehr wohl auf charakter. schließlich kann es nicht sinn der sache sein, dass das schweinchen, wenn es denn von seinem menschen zum tüv oder ähnlichem aus dem gehege genommen wird, vollkommen hysterisch reagiert.

ich würde daher die kleine als liebhaber in der gruppe mitlaufen lassen.

lg wutz
 
Maike1

Maike1

Staubwedelsüchtige
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Würde ich nur im Notfall, wenn so wirklich kein anderes schönes Zuchttier vorhanden ist, machen.
Was sollen denn die "Normalbürger", die sich Kuschelschweine hier aussuchen, mit einer Rennrakete, die beim Käfigöffnen an der Decke hängt? Und ich möchte so verhuschte Tiere auch nicht haben, ich genieße es sehr, dass meine handzahm und zutraulich sind.

@Amy Rose: derbisch? Derwisch?
 
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Wildkaetzchen

Gast
Natürlich müssen sich die Tiere hauptsächlich mit ihren Artgenossen verstehen. Aber ein total panisches Tier hat Streß pur, wenn es ums Misten geht, um den wöchtentlichen TÜV usw.
Das ist auch nicht schön für das Tier und da kommt es nicht herum. Ich finde es zählt daher nicht nur das Verhalten der anderen Tiere gegenüber, sondern auch dem Menschen gegenüber.
 
E

evasschweineparadies

Gast
Hi! Da meine in gruppen aufwachsen, sind sie nur bed. Menschenbezogen(futter:D), völlig panisch ist jed. keines, einige aber sehr wohl etwas scheu und tüv ist auch nicht immer einfach...ich habe jed. die Erfahrung gemacht, dass sie in der Trächtigkeit wesentl. ruhiger und umgänglicher werden...Hormone??da sie dann in dieser Zeit auch häufiger kontrolliert werden, kann ich zu diesen Mamas ein recht gute beziehung aufbauen-nach dem 1. Wurf bleibt dieser Zustand auch meist bestehen, die Babies sind mal ruhiger mal wilder-generell kann ich nicht sagen, dass sich der Charakter des Muttertieres zu 100% weitervereerbt-da kann man als Halter meist noch viel gutes tun...Schwierig wird es meist nur, wenn das Tier aus 2. Hand stammt und wirkl. schlechte Erfahrungen gemacht hat...


LG Eva

www.evas-schweineparadies.beepworld.de
 
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Martina A.

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Meine Tiere leben auch draußen im Gartenhaus in einer großen Gruppe und sind trotzdem menschenbezogen, wobei das eine halt zutraulicher ist als das andere. Es gibt in der Gruppe ein paar Schweine, die sogar extra zum Kraulen angelaufen kommen - auch ohne, daß ich Futter dabei habe.

Ich sortiere schon nach Charakter aus. Ich habe festgestellt, daß sich dieser doch oft vererbt. So hatte ich zu Zuchtanfängen einen schönen Bock, der sich aber kaum mal einfangen ließ. Krallenschneiden/TÜV waren für beide Beteiligte eine Quälerei. Und tatsächlich hat er diesen Charakter an seine Nachkommen weitergegeben. Seitdem achte ich sehr darauf, möglichst entspannte und freundliche Tiere zur Zucht einzusetzen.
 
S

Sternschnuppe18

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Hallo

Also ich hab mit solchen Weibchen auch schon Erfahrung gemacht...nun...ich habe genau vor einem Jahr ein Weibchen übernommen (war bereits 9 monate alt) und ziemlich verschreckt...also ich konnte nicht an dem Stall vorbei gehen, ohne dass sie panisch davon lief, wenn ich Futter reingelegt habe, ist sie erst zum Fressen gekommen, wenn ich außer Sichtweite war und fangen...naja...davon will ich gar nicht erst sprechen...

Nun war sie aber schon 9 Monate alt und ich brauchte sie für meine Zucht (war eh schon so froh überhaupt ein Mädel dieser Rasse und Farbe bekommen zu haben)., d.h. ich musste sie rasch zum Bock setzen!

Sie hat sich in den ersten Wochen auch nicht geändert und auch als sie in Verpaarung war, war sie immer noch soooo scheu :(.

Doch dann, als sie hochträchtig war ist sie auf einmal die Ruhe in "Person" gewesen und hat sich sogar ihr Futter persönlich abgeholt...nunja und als die Babys da waren, war sie die erste, die sich halb übers Plexiglas gestürzt hat, nur um die erste Gurke zu ergattern *gg*.

Und jetzt ist sie mittlerweile die frechste und neugierigste im ganzen Damengehege und man muss aufpassen, wohin man tritt ;).

Also ich würd einen Versuch wagen *gg*

Alles Gute!
 
A

Amina&Co

Gast
Also ich achte auch ganz besonders auf den Charakter der Tiere in Bezug auf den Menschen und gegenüber Artgenossen. Obwohl das Verhalten gegenüber Artgenossen schon sehr beeinflussbar ist. Deswegen würde ich das Verhalten gegenüber den Menschen für mich noch höher stellen.

Ich habe hier einen Bock der zu Anfang total panisch war/ist. Daraufhin habe ich ihn jeden Abend fest auf den Arm genommen und bin mit ihm durch die Wohnung gegangen. Ich habe ihn täglich heraus genommen etc.. Dies und der Fakt das die meisten Tiere mit 1 Jahr meistens noch einmal ruhiger werden, hat dazu beigetragen das er jetzt absolut ruhig ist, auf dem Arm, im Stall, in seiner gewohnten Umgebung. Das einzigste was nicht möglich war ihm beizubringen, ist das er in unbekannnten Umgebungen immer noch panisch reagiert und das wird denke ich auch so bleiben. Aber dieses Verhalten kann er ja auch nicht auf dei Artgenossen übertragen und von daher ist es nicht so "schlimm".
 
S

Schoki-verrückte

Gast
Hallo,
also wenn es wirklich so schlimm ist wie du beschreibst, würd ich sie nicht decken lassen. Ich hatte am Anfang auch so ein panik-Schwein und hab sie decken lassen, der Bock war ein ganz lieber, also keinen Anflug von Panik, gar nicht.

Die Babys aber, waren genauso wie Mama total Panisch! Ich denke, dass dieses Verhalten erlernt ist, denn Mama signalisiert Gefahr und die Jungen reagieren entsprechend, so wie in der freien Natur auch.

LG
Carina
 
A

Astrid K.

Gast
Ich habe eine Perudame aus einer anderen Zucht übernommen, als sie bereits erwachsen war und 1 Wurf hatte. Sie war zu Anfang extrem panisch. Inzwischen läßt sie sich gut rausnehmen, TÜV etc. kein Problem, nur ein Kuschelschwein wird sie nie. Ihre bei mir geborene Tochter ist sehr zutraulich, die habe ich aber auch gleich nach der Geburt daran gewöhnt, dass sie rausgenommen wird und Menschen keine Gefahr bedeuten. Ich denke, es liegt eher daran, wie oft und wie intensiv Zweibein sich mit seinen Tieren beschäftigt.
 
H

honeyisses

Gast
Ich denke, es liegt eher daran, wie oft und wie intensiv Zweibein sich mit seinen Tieren beschäftigt.
Das gehört dazu, das steht außer Frage. Bei gleicher Beschäftigungsintensivität werden einige weniger zutraulich als andere, so meine Erfahrung. Bei meinen schwarzen Teddys hat es wesentlich länger gedauert, als bei den anderen Farben und das denke ich liegt in der Linie ;-)
 
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