Zuchteinsatz mit Faltohr?

Diskutiere Zuchteinsatz mit Faltohr? im Rassen, Farben und Züchter Forum im Bereich Zucht und Genetik; Hallo, ich habe einen tollen Sheltie-Bock in SPW, nur leider hat ein Faltohr. Er hat als Jungtier trotz des Faltohrs eine SG-Bewertung bekommen...
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vom-pinappel

Gast
Hallo,

ich habe einen tollen Sheltie-Bock in SPW, nur leider hat ein Faltohr.
Er hat als Jungtier trotz des Faltohrs eine SG-Bewertung bekommen. Aufgrund seines Körperbaus und seiner Farbverteilung bin ich drauf und dran ihn in der Zucht einzusetzen.

Habt Ihr Erfahrung mit solchen Tieren? Vererbt er das Faltohr?

Grüsse Jörg:winke:
 
18.02.2009
#1
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Gast

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C

Chrissy

Gast
Also ich weiß dass viele Züchter Tiere mit FO grundsätzlich nicht in die Zucht nehmen...andere machen da hin und wieder eine Ausnahme. Ich denke bei einem Bock würde ich auch nein sagen, denn ein Bock wird für mehr Weibchen eingesetzt...bei einem Weibchen könnte man noch ein Auge zudrücken, wenn sie wirklich toll ist und einen in der Zucht weiter bringt. Wenn man aber Alternativen hat sollte man es lieber lassen.
 
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Emelie

Gast
Also ich nehme hin und wieder Tiere mit FO auch zur Zucht, wenn sie ansonsten toll sind.

Ich mache da auch keine Unterscheidung zwischen Weibchen und Bock, da mich ja keiner zwingt einen Bock so oft einzusetzen. Ein Weibchen bekommt bei mir idR 2-3 Würfe und viele Böcke bekommen auch nur 2-3 Weibchen bei mir, also wo ist der Unterschied?

Nach meinen Beobachtungen vererbt es sich rezessiv, also alle Nachkommen Träger. Sollte die Sau, mit der er verpaart wird, auch schon FO tragen, werden auch Babys mit FO dabei sein. Es kommt also schon immer mal wieder raus, allerdings tut es das halt so auch.

Für mich gibts aber echt schlimmeres als ein FO, was ja so schön leicht zu erkennen ist ;)
 
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Heissnhof

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Wenn Du ansonsten nicht auf ihn verzichten willst, ziehe mit ihm gezielt wenige Würfe und behalte möglichst bald einen ihm ebenbürtigen Sohn aus einer Sau, die aus einer FO-freien Linie stammt.
Ich würde nicht von einem rezessive Erbgang reden, dann müßten sie mit viel größerer Regelmäßigkeit vorkommen. Ich würde eher von einer Disposition reden, die bei einem der Elterntiere sehr stark sein muß oder bei beiden weniger stark vorhanden. Aber eine Erblichkeit ist bedingt schon vorhanden.
Wenn Du allerdings diesen Bock jetzt herausnimmst und einen blutsfremden dazu holst, weißt Du auch nicht immer sicher, was Du Dir einkaufst. Ich würde primär mit den Tieren ziehen, die vorhanden sind und Tiere mit Schwächen nicht zu breit reinziehen.
 
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vom-pinappel

Gast
Die Mutter hat bei mir mit verschiedenen Partner keine Faltohren hervorgebracht. Der Vater hat mit 2 mädels (nicht blutverwandt) jeweils ein Faltohr gebracht. Die Eltern des Vaters haben mit verschiedenen Partnern keine Faltohren "produziert". Auch Geschwister des Vaters haben keine FO-Nachkommen.
Scheint das er alleine dieses Merkmal (offensichtlich) weitergibt
Ich denke ich werde den Vater nicht mehr zur Zucht einsetzen, da die Wahrscheinlichkeit gross ist, das er weitere Faltohren zeugt.

Mit meinem Bock werde ich wohl eine Testpaarung machen, um zu sehen ob er FO (sichtbar) weitergibt.

Liebe Grüss aus dem Oberbergischen
Jörg
 
Biensche37

Biensche37

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Ich würde eher ein Zuchtweibchen mit FO tolerieren als einen Bock.

bine
 
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Heissnhof

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Grundsätzlich ja - aber wenn man den Bock genauso sparsam einsetzt, wie man eine Sau ja eh nur einsetzen kann, dann macht es keinen großen Unterschied.
 
Heidi*

Heidi*

LIEBHABER
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Hallo Jörg, das ist pauschal immer schwer zu entscheiden. Ich war mal auf deiner HP. Um welches MS würde es sich denn handeln?
In der Rarität Sheltie und Coro in Lilac/Lilac-ws ... hmm.... ja.... durchaus, allerdings keinen Bock.
Und dann kommt es noch auf den Schweregrad des FOs an...
 
Zuletzt bearbeitet:
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Azurcristall

Gast
hab ich auch auf dem Kurzhaarseminar mit Andreas Reinert drüber geplaudert. Der meinte auch, man muss grundsätzlich gucken, wie rar ist das Tier? Wie viele bessere gibt es? Bei GH in schwarz schmeißt man definitiv jedes FO Tier aus der Zucht. Bei Shelties in Solid Goldagouti sieht die Sache dann wohl schon anders aus ;) Wie viele Züchter Sheltie SPW gibt es denn? Wie schwer ist es, an einen gleichwertigen Bock ohne Fo zu kommen? Das sind Dinge, die ausschlaggebend sind.
 
A

Althea

Genetikfan
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wenn es nicht unbedingt sein muß würde ich keinen Bock mit Fo für die Zucht nehmen.Sicher kann es mit einem guten weibchen zu hervorragenden Nachwuchs kommen,aber die Anlage wird auf alle Fälle weitergegeben.

LG Kathrin
 
H

Heissnhof

Gast
Hi Ihr,
naja - was heißt Anlage? ES ist ja noch nicht geklärt, wie sich Faltohren vererben.
Bekannt ist, daß wenn die Köpfe zu kurz werden, sich Fo häufen. Daher würde ich bei einem FO-Tier, daß ich in die zucht nehmen wollte, auch schauen, warum ein Tier das FO haben könnte. Ich habe eine GH-Sau in der Zucht gehabt, aus extrem rundköpfigen Linien, sie hatte ein offenes FO. Allerdings waren Mutter und Vater extrem rundköpfig. In den 10 BAbies, die sie mir bescherte, war kein einziges FO und in ihren ENkeln auch nicht.
Es MUSS also nicht zwangsläufig weitergegeben werden.
Wie Azurkristall schön schrieb, hängt halt viel von der HÄufigkeit des Auftretens eines Tieres ab.
Und nicht zu vergessen ist ja auch, daß über die züchterischen Werte hinaus, manche Tiere einen ideellen Wert haben, wegen dem man auch mal bereit ist, die ein oder andere Schwäche in Kauf zu nehmen.
 
S

Schoki-verrückte

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Hallo erstmal:winke:

Ich hatte jetzt einen Wurf von einem Mädel mit Faltohr, es waren zwei eines mit Faltohr. Der Vater der kleinen ist Fehlerfrei.

Die beiden hatten zusammen, bei der Vorbesitzerin auch schon Babys, alle ohne Faltohr!!!

Ich würde dir auch raten, mit dem Bock wenig würfe zu ziehen, und dann aus einem Wurf einen guten Sohn behalten. Es kommt natürlich, wie die anderen schon geschrieben haben, auch auf die häufigkeit der Shelties in der Farbe an.

Ich habe meine Ruthy auch nur zur Zucht eingesetzt, da es wenig Shelties/Coronets in Schoko-Creme/Buff-Weiß gibt, vorallem gute!!!!

Mein Motto lautet:
"Gute Zuchttiere kauft man nicht,
man züchtet sich sie selbst";)

LG
 
Caro

Caro

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ich sag mal so:
Alles was nicht gesundheitsschädlich ist, liegt im Ermessen des Züchters.

Allerdings sollte man beim FO überlegen, ob es durch zu kurze Köpfe gekommen sein kann und MUSS dann entsprechend in seiner Linie überlegen was man dagegen tun kann (also vorrangig auf extreme Kurzköpfigkeit aufpassen, deren Begleiterscheinung mitunter FOs sein können)...

Ansonsten musst du dir halt überlegen was dir wichtig ist, ob es dich extrem stört wenn du ab und an mal ein FO dabei hast, ob du Probleme hast Tiere an andere Züchter abzugeben, wenn bewußt mit FO gezüchtet wird etc.
ABER wie heissnhof schon schrieb, selbst wenn du dir einen neuen Bock holst und er augenscheinlich fehlerlos aussieht, weißt du nicht, was du dir da dazu holst und das müssen nicht nur FOs sein.

Von daher: wenn er ansonsten richtig gut ist, setze ihn an langköpfigere Sauen ohne FO und behalte dir daraus die beste Nachzucht, um mit dieser dann vermehrt weiter zu machen...

was mich zu dem Thema schon immer interessiert:
hat jemand schonmal einen Wurf 2 FOx 2 FO gehabt? und wenn ja, gab es daraus Nachzuchten ohne FO?
 
H

Heissnhof

Gast
was mich zu dem Thema schon immer interessiert:
hat jemand schonmal einen Wurf 2 FOx 2 FO gehabt? und wenn ja, gab es daraus Nachzuchten ohne FO?
.....die Frage hatte ich mir auch gerade gestellt....
Aber ich glaube, so locker nimmt das dann doch keiner mit den FO.
Wäre aber interessant, ob man das FO als Merkmal festigen kann und zwar auch bei langköpfigen Tieren. DAnn wäre eine genetische Fixierung wenigstens mal nachgewiesen.
 
Caro

Caro

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das ist es eben, normal würde man Tiere mit 2 dicken fetten FOs nicht verpaaren, aber dies würde einiges klären : wenn dort Tiere ohne FO rauskommen, wärs umso mehr ein Rätsel...
 
Heidi*

Heidi*

LIEBHABER
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ich sag mal so:
Alles was nicht gesundheitsschädlich ist, liegt im Ermessen des Züchters.
Den Satz finde ich gut getroffen, Caro.

Wenn 2Bein FO in seine Linie nimmt, kommt es halt immer wieder mit raus. Hier kopfunabhängig.

Linie a) FO in 0,1 durchaus verpaart aus bestimmten Aspekten:
..kommt immer mal wieder ein FO

Linie b) nie nicht FO gepaart:
...kommen seit Jahren keine FO
 
C

Celi

Gast
@Caro und Heissnhof: Ihr seid ja wieder herrlich :nut: Aber berechtigte Frage, zweifellos.

Zum Thema: Ich habe einen Bock, der ein FO hat. Habe ihn nur sparsam eingesetzt und er hat mir noch nie ein FO vererbt, auch nicht bei einer Rückverpaarung mit einer Tochter. Auch in den weiteren Generationen danach (Enkel und Urenkel) war nie ein FO dabei.

LG
Andrea
 
H

Heissnhof

Gast
Hi Ihr,
also was ich als Erfahrungswert angeben kann, ist, daß wenn man viele Generationen auf FO-frei verpaart hat, praktisch keine FO mehr fallen.
Meine Silberlinie, in die z.T. Blut aus meinen Sonderfarben und Vollfarbentieren eingeflossen ist, war vollständig FO-frei.
Wenn man hier und da ein FO-Tier mit hereinnimmt, muß man schon damit rechnen, daß sich die ANzahl an FO-Nachzuchten auch erhöht.
Ich persönlich gehe beim FO davon aus, daß es sich erst sekundär vererbt, - es also an mehrere Faktoren gekoppelt ist und dann auch noch Umweltfaktoren (Mutterleib, Fruchtwassermenge) hinzukommen müssen, damit sich das Merkmal ausprägt.
Ich sehe das FO auch nicht als ausschließliche Folge von kurzen Köpfen an, aber ich kenne eine GH-Linie, bei der das tatsächlich genau so verbunden ist. Es gibt aber auch Tiere, die keine kurzen Köpfe haben und das Merkmal ausprägen.

Einen Zuchtstamm sehe ich daher wie einen Kochtopf, - was man irgendwo reinkippt, schmeckt mit und gelegentlich raus. Aber Kompromisse muß man manchmal machen. Je weiter eine Zucht fortgeschritten ist, um so weniger wird das nötig sein.
 
Caro

Caro

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ja sehe ich auch so,
es gibt Linien da hat man eindeutige "Kopf-Kurz-Zusammenhänge", aber eben nicht überall.
ich denke auch, dass es ganz viel mit Umwelteinflüssen zu tun hat, genauso wie zuviele Zehen an den Hinterfüßen, bei mir konnte ich bezogen auf beides folgendes beobachten:
- ich habe Zuchtgruppen die sind frei von beiden, und da passiert auch nichts in der Richtung
- dann gibt es Zuchtgruppen die immer wieder mal FO zeigen, aus Zuchttiermangel setze ich gaaaanz selten sowas auch mal ein, aber eigentlich wird es ausselektiert
- dann gibt es die überzehligen Zehen: da habe ich noch niiiee ein Tier in die Zucht genommen, ohne Kompromiss und trotzdem taucht es immer wieder mal auf (zum Teil vermute ich, die verlieren sie auch schon im Mutterleib - phänotypisch korrekte Zehen, genotypisch aber nicht)
- so und jetzt hängt es in anfälligen Linien aber ganz stark von der Umwelt ab ob der Fehler auch ausgeprägt wird, es gibt Jahre da fällt keine einzige überzählige Zehe und dann fallen sie plötzlich hintereinander weg, trotz gleicher Linie und größtenteils gleichen Zuchttieren...
es gibt Zeiten da denkt man, scheiße kriegste nie aus der Linie und dann blub - taucht es 2 Jahre nicht auf, um dann genausoschnell auch wieder da zu sein...da spielen weitaus mehr Faktoren ne Rolle als die genetischen..
 
A

Azurcristall

Gast
Also das mit den 2 FO x 2 FO würd mich ja nu auch interessieren... Ich hätte sogar ein Mädel in meiner Liebhabertruppe gehabt, leider ist die aber nun 1 1/2 Jahre alt und ohne Wurf. :(

Jene haben wir übrigens gemeinsam mit ihrer Nichte bekommen. Und die Nichte hatte nebst einen extrem kurzem Kopf auch 1 FO. Kaa (die erstgenannte) hat keinen sehr kurzen Kopf und trotzdem 2 FO. Da Bagheera (die Nichte) an einer Toxikose gestorben ist, habe ich durch Zufall deren Vollschwester in einer anderen Zucht entdeckt und auch bekommen. Sie ist ein Ebenbild ihrer Schwester, auch von der Kopflänge her, aber hat kein FO. Würde man nun nur Remy kennen, würde man denken "oh prima, kein FO, FO freie Linie" aber ich kenn die Schwester und die Tante und kann sagen, FO frei ist da nix. ;) Nur ein beispiel dafür, dass man wenn man die Möglichkeit hat über den Tellerrand hinausschauen muss.
 
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