cushing-syndrom beim hund

Diskutiere cushing-syndrom beim hund im Weitere Nagetiere und Exoten Forum im Bereich Kleintiere und Nager; hi, mein aktueller notfall (lina) ist eine ca. 12-13 jahre alte hündin, sieht schlecht..hört schlecht und dringender verdacht auf...
A

Arme-Schweine

Gast
hi,

mein aktueller notfall (lina) ist eine ca. 12-13 jahre alte hündin, sieht schlecht..hört schlecht und dringender verdacht auf cushing-syndrom:-(
im ultraschall waren die organe sehr schlecht zu sehen wegen flüssigkeit....tumor ist nicht ausgeschlossen:-(
2 fettgeschwulste an der brust (gutartig)
ende der woche blutabnahme...
hat schon mal jemand dieses krankheitsbild bei seinem hund gehabt?

für welche therapie habt ihr euch entschieden, bzw. wie hat sie angeschlagen?

bitte keine links....die habe ich selber:)))

mir geht es um eigene erfahrungswerte...











liebe grüße
andrea
 
16.09.2008
#1
A

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Gast

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T

Trinity1984

Gast
Hallo Andrea,

wir haben in der TA-Praxis immer Cytostatika gegeben, welche dann die NN-Rinde zerstört haben ( wenn ich mich recht erinnere ).

Alles Liebe
Romina
 
A

Arme-Schweine

Gast
hi,

danke.....
weisst du noch wie lange ca. behandelt wurde?
bestimmter zeitraum oder teilweise auch ein leben lang?

liebe grüße
andrea
 
T

Trinity1984

Gast
Hallo Andrea,

das wurde ein Leben lang gegeben. Meinstens auch bei so älteren "Modellchen" wie deiner und somit wars nicht so tragisch, dass das halt für immer gegeben werden sollte.

Ein Teckel läuft hier immernoch rum, der hat das schon vor 3 oder 4 Jahren bekommen und bekommt es heute noch ... ihm gehts gut damit.

Ich meine im Kopf zu haben, dass Cushinghunde immer recht fett sind, so dick sieht sie ja nicht aus.

Habt ihr mal an Tropenkrankheiten und an Milben gedacht, bestimmt, oder ?

Alles Gute,
Romina
 
A

Arme-Schweine

Gast
hi,

milben sind definitv ausgeschlossen..
ja..sie sieht nicht so aus auf den bildern..in natura ist sie schon recht aufgeschwemmt:-(
wir werden bei der blutabnahme alles möglich was noch in frage kommen könnte mit abnehmen....
die symptomatik passt schon leider sehr zum cushing:-(

liebe grüße
andrea
 
S

Schweinchenfreundin

Gast
Was ist ein Cushing-Syndrom? Sieht ja echt bemitleidenswert aus, die Hündin.

Liebe Grüße Susa
 
T

Trinity1984

Gast
Hallo Susa,

Cushing hat etwas mit der Nebennierenrinde und der Hypophyse zu tun.
Da werden zu die falschen Hormone produziert, ich meine das hat was mit dem Cortisol zu tun *denk*

LG
Romina
 
A

Arme-Schweine

Gast
hi,

denke hier ist es kurz aber sehr gut erklärt...

Welche Formen des Cushing-Syndroms (Cushing-Erkrankung, Hyperadrenokortizismus) gibt es?

Ursachen für die erhöhte Menge des produzierten körpereigenen Cortisols können entweder die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) oder die Nebennierenrinden sein. Stellt die Hypophyse als „Steuerungszentrale“ den „Sollwert“ für die zu produzierende Cortisolmenge zu hoch ein, kommt es zu einer Vergrößerung beider Nebennierenrinden, die so viel Cortisol produzieren, wie ihnen möglich ist.

Dieses sogenannte hypophysäre Cushing-Syndrom ist beim Hund mit etwa 90% die häufigste Ursache einer Cushing-Erkrankung und wird meist durch einen (gutartigen) Tumor dieses Organs hervorgerufen. Viel seltener sind die Nebennierenrinden selbst die Ursache – meist infolge eines Tumors einer der beiden Nebennieren, der sich auch der Kontrolle durch die Hypophyse entzieht und so viel Cortisol produziert, wie er kann.

Welche Hautsymptome sind typisch?

Als Konsequenzen der erhöhten Cortisolbildung für die Haut ergeben sich v.a. eine Verlangsamung des Haarwachstums bis zu Haarausfall und kahle Stellen oder insgesamt schütteres Fell, Farbveränderungen (schwarz -> rotbraun, braun -> blond), dünne, faltige Haut, Seborrhöen, Komedonen (`Mitesser`), Verkalkungen, verzögerte Wundheilung, durch die dünne (Bauch-)Haut durchscheinende Blutgefäße, schnelle Bildung von Blutergüssen, Neigung zu bakteriellen Hautentzündungen, Pilzinfektionen, Demodikose, Dekubitus (Druckgeschwüre).

Welche anderen Symptome sind zu erwarten?

Konsequenzen für den Gesamtorganismus sind v.a.
• Muskelabbau, Fettaufbau („Stammfettsucht“)
• Diabetes mellitus („Steroiddiabetes“)
• Osteoporose, Osteomalazie, -> Frakturen, Bänderrisse, Patellaluxation
• verzögerte/schwache Hitze bzw. Hodenatrophie
• Atemprobleme, Hecheln, evtl. Verkalkungen der Lunge, Bronchopneumonie, Thrombosegefahr (Embolien)
• Verhaltensänderungen, neurologische Veränderungen (auch Sehstörungen, Krämpfe)
• Augenveränderungen, auch Hornhautulzera

Wie wird ein Cushing-Syndrom diagnostiziert?

Die Diagnose wird gestellt über die Kombination von Rasse, Alter, Vorbericht, klinisches Bild (symmetrischer Haarverlust „klassisch“, Regel: Kopf und Beine meist nicht betroffen), und spezifische Blut- oder Urinuntersuchungen, evtl. zusätzlich Röntgen, Ultraschall und CT, die den entsprechenden Verdacht bestätigen und gleichzeitig die Ursache (Hypophyse oder Nebennierenrinde) ermitteln.

Warum soll diese Erkrankung so früh wie möglich behandelt werden?

Da Cortisol Einfluß auf jede einzelne Zelle des Körpers hat, betreffen die Auswirkungen einer Cushing-Erkrankung den gesamten Organismus. Jede Cushing-Erkrankung ist potentiell lebensbedrohlich - plötzliche Todesfälle können alleine durch die erhöhte Thrombosegefahr jederzeit auftreten!! Deshalb sollte jeder Cushing-Patient möglichst frühzeitig und konsequent behandelt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Therapie richtet sich nach der Ursache: die chirurgische Entfernung ist bei Nebennierenrindentumoren die Methode der Wahl, wenn auch nicht immer durchführbar, da das veränderte Organ sehr ungünstig in unmittelbarer Nachbarschaft der großen Bauchgefäße (Vena cava und Bauchaorta) liegen und auch mit diesen verwachsen sein kann.

Die chirurgische Entfernung eines Hypophysentumors ist meist problematisch. Oft sind derartige Tumore beim Hund nur stecknadelkopfgroß, und die Hypophyse liegt im Bereich der Schädelbasis und ist chirurgisch schwer zugänglich.

Die Entfernung der gesamten Hypophyse oder deren Bestrahlung werden an speziellen Kliniken gelegentlich durchgeführt.

Gebräuchlicher ist aber die medikamentelle Therapie, die entweder darauf abzielt, die cortisolproduzierenden Zellen der Nebennierenrinden medikamentell zu zerstören oder die Produktion von Cortisol über eine Hemmung eines speziellen, hierzu erforderlichen Enzyms zu blockieren.

Beides ändert nichts daran, dass der Hypophysentumor weiterhin bestehen bleibt und unverändert einen erhöhten Sollwert für Cortisol vorgibt, doch ist die Produktion der `angeforderten` Menge nicht mehr möglich. Die „klassische“ Therapie - die Zerstörung der cortisolproduzierenden Nebennierenzellen – wird mit o,p-DDD (Lysodren) in Tablettenform durchgeführt.

Seit wenigen Jahren wird zunehmend häufiger die deutlich nebenwirkungs- und risikoärmere und oft erfolgreichere Therapie mit Trilostane eingesetzt. Diese Substanz hemmt ein Enzym, das der Körper zur Cortisolherstellung benötigt, so dass deutlich weniger Cortisol produziert wird.

Jede Behandlung eines Cushing-Patienten bedarf regelmäßiger Kontrollen der Menge des noch produzierten Cortisols sowie einer sorgfältigen Überwachung: Sinkt der Cortisolspiegel zu plötzlich und zu stark ab, kann als Nebenwirkung eine sogenannte Addisonkrise auftreten, bei der es u.a. zu Herzrhythmusstörungen und – falls nicht rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt – es zum Tod des Patienten kommt.

Alle genannten medikamentellen Therapien eines hypophysären Cushing-Syndroms sind Dauertherapien, da der eigentliche Tumor nicht beeinflusst wird, sondern nur seine Folgen.

Was ist ein iatrogenes Cushing-Syndrom?

Beim iatrogenen Cushing-Syndrom zeigt der Körper die Reaktionen wie oben beschrieben (`spontanes` Cushing-Syndrom), produziert aber selbst keine erhöhten Mengen an Cortisol, sondern reagiert auf ein Zuviel an von außen zugeführtem Cortisol (in Form von Spritzen, Tabletten, Salben etc.).

Die sogenannte Cortisontoleranz, d.h. die Menge, die ein Organismus verträgt, ohne solche Nebenwirkungen zu zeigen, ist individuell extrem unterschiedlich: Manche Tiere vertragen problemlos Cortisongaben über Jahre, ohne derartige Auswirkungen zu zeigen, andere reagieren bereits nach einmaliger Cortisongaben mit klinischen Symptomen.

Da der Organismus selbst weniger oder gar kein Cortisol mehr selbst produziert, wenn es ständig von außen zugeführt wird, bilden sich im Laufe der Zeit die Nebennierenrinden zurück und produzieren praktisch kein Cortisol mehr. In solchen Fällen darf eine Cortisolverabreichung nicht abrupt beendet werden, sondern muss schrittweise reduziert und `ausgeschlichen` werden, damit es nicht zu der gefürchteten Addison-Krise kommt.

(quelle:tierklinik birkenfeld)

liebe grüße
andrea
 
Küsschen

Küsschen

Schweini-Süchtig
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ein hund von bekannten hat cushing... ich weiß, dass der Hund mit Cortison behandelt wird.. aber gut gehts dem hund nicht :-( er ist mittlerweile so dick wie eine Kugel, kann kaum laufen.. erbricht und hat durchfall alle zwei tage
 
S

Schweinchenfreundin

Gast
Oh je Küsschen, ist das schwer zu verstehen, werde mir das nachher mal durchlesen. Ist es heilbar?

Liebe Grüße Susa
 
A

Arme-Schweine

Gast
hi,

nachdem der cushing bestätigt wurde...im 2. anlauf durch das labor..(die erste untersuchung war nicht aussagekräftig da die geräte die werte gar nicht messen konnten)
und wir auf vetoryl eingestellt haben kommen langsam die ersten haare..naja..zumindest flaum...:)

sie schafft jetzt auch etwas längere spaziergänge...mein dementi-club ist also erweitert und hat 3 aktive mitglieder:)







sie bleibt weiter als notfall in der vermittlung allerdings sehe ich da keine wirkliche chance..

liebe grüße
andrea
 
K

kneifzange

Gast
Hallo, wurden Tumore der Hypophyse oder Nebennierenrinde gefunden?

Und was passiert, wenn man auf Vetoryl einstellt?
 
Thema:

cushing-syndrom beim hund

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