Umgang mit sterbenden Meeris

Diskutiere Umgang mit sterbenden Meeris im Allgemeines Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo, nachdem wir im letzten Jahr drei Meeris verloren haben, starb vor ein paar Tagen unser Bock. Es kam nicht so ganz unerwartet, aber es ging...
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muensterlaender

Gast
Hallo,

nachdem wir im letzten Jahr drei Meeris verloren haben, starb vor ein paar Tagen unser Bock. Es kam nicht so ganz unerwartet, aber es ging dann plötzlich ganz schnell. Gegen Mittag hat er das Fressen eingestellt und starb dann gegen 23 Uhr.

Wir haben ihn absichtlich im Kreise seiner vier Weibchen sterben lassen. Das hat vor allem unserem jüngsten Weibchen gut getan, denn die hat ihn bis kurz vor seinem Tod immer wieder besucht. Auch nach seinem Tod war sie oft bei ihm. Ihm beim Sterben zuzusehen war schon ein Anblick, der mich als Mann sehr bewegt hat.

Ich wollte mal in die Runde fragen, wie Ihr mit sterbenden Meeris umgeht. Lasst Ihr sie einschläfern oder im Rudel sterben. Nach unseren leidvollen Erfahrungen würden wir sie lieber im Rudel sterben lassen, wenn es klar sein würde, dass es sich nur um Stunden und nicht um Tage handelt. Im letzten Jahr war ich bei einer Einschläferung dabei, und ich muss sagen, es war für alle nicht so positiv wie jetzt, auch wenn es sich vielleicht makaber anhört. Wir haben halt auch ältere Meeris, und da muss man immer mit einem Todesfall rechnen. Das gehört zum Leben dazu.
 
14.09.2008
#1
A

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Gast

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R

Rübchen

Gast
Hallo,
hmm schwierig. Solange meine Tiere nicht leiden müssen wünsche ich Ihnen einen einfachen und schnellen Abschied zu Hause bei Ihrer "Familie"
Anders sehe ich es aber, wenn mein Tier leiden müsste. Leider sterben Schweine sehr langsam, still und qualvoll, so dass ich das meinem ersparen wollen würde.
Dieses jahr sind auch zwei meiner Meeris gegangen und sie sind zu hause gestorben. Bei dem einen habe ich jeden Tag schon überlegt ihn zu erlösen und am Abend hatte ich mich dafür entschieden und habe meine Schwester (TA) angerufen, dass ich denke es sei besser und wir haben ausgemacht, dass wir ihn am nächsten Tag erlösen- er hat es nicht bis dahin geschafft. Wahrscheinlich habe ich mich zu spät dafür entschieden und zu lange gewartet. Hatte immer gehofft, dass es besser wird und diese entscheidung ist höllisch schwer. habe die ganze Zeit geweint.
Bei meinem anderen war es eher unerwartet. Er war schon auf dem Weg der Besserung, hat wieder etwas zugenommen und war munter hat gefressen, aber als ich von der Arbeit kam...
Ich denke man muss je nach Situation und zustand es Tieres entscheiden, aber ich sage mir, dass ich nicht möchtem dass mein Tier leiden und wenn ich die Möglichkeit alles leid und Schmerz ihm ersparen zu können, dann würde ich das tun!
 
Klee

Klee

TA-Empfehlung KI: per PN
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Hi,
guck mal hier:
http://forums.meerschweinforum.de/showthread.php4?t=133164

Wenn das Tier unheilbar krank ist, man nichts mehr machen kann und sicher ist, dass das Tier schmerzfrei ist, darf es zu Hause in bekannter Umgebung sterben. Ist aber unsicher, ob es Schmerzen o.ä. hat, sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden.
klee
 
J

JamLu

Gast
Ich hab bisher zwei Meeris gehen lassen müssen. Bei dem einen verschlechterte sein Zustand sich rapide und er starb dann im Beisein seines Partners.

Das andere war ein Babybock, er saß noch allein im Käfig, ich hatte ihn erst kurz. Durch das Obst in seinem Käfig wurde eine Hornisse angelockt, es kam wie es kommen musste, er wurde nervös, die Hornisse stach zu.

Es dauerte nur Sekunden, bis er zusammenbrach. Da er keinen Partner hatte, nahm ich ihn auf den Arm und legte ihn an meine Brust. Er holte noch ein paar Mal tief Luft und krampfte. Dann holte er das letzte Mal tief Luft und schlief mit einem tiefen Seufzer ein :schreien:


Außerdem hatte ich bisher vier Hamster, bis auf einer starben alle an Altersschwäche von heute auf morgen. Den anderen erwischte eines Nachts meine Katze nachdem sie den Käfig aufgemacht hatte. Sie biss ihn so komisch, dass er außer dem Kopf nichts mehr bewegen konnte. Ich habe ihn dann erlösen lassen.

Die gleiche Katze hatte vor wenigen Monaten im Alter von 15 Jahren einen Schlaganfall, sie war vollständig gelähmt und konnte nicht mehr sehen. Beim Tierarzt ist sie dann in Begleitung meiner Eltern (bei denen sie gelebt hat) eingeschlafen, nachdem man ihr die dreifache Dosis geben musste, ihr Herz wollte nicht aufhören zu schlagen :schreien:
 
S

Settergirl

"Danke Milka-Maus"
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Hallo

ich warte normal nicht ab. Ich lasse sie einschläfern wenn sie krank sind und ich sehe, dass es ihnen nicht gut geht und es eigentlich auch keine Chance mehr auf Besserung gibt.

Milka ist sterbend vor ihrem Futternapf gelegen, ich hab sie eingepackt und bin zum TA gefahren. Sie hat so gekämpft, nur konnte sie diesen Kampf leider nicht mehr gewinnen. Sie sollte nicht mehr leiden und ich denke es war die richtige Entscheidung.

Schoko musste eingeschläfert werden, sie konnte nicht mehr fressen. Sie wäre verhungert und es blieb keine andere Wahl.

Filou hatte einen Schlaganfall, wurde behandelt und ist leider am Rückweg vom Ta eingeschlafen. Er hat vorher gekämpft, ist dann aber ruhig eingeschlafen. Hier konnte ich nicht mehr eingreifen, er hat es selbst entschieden :schreien:

Schelmin ist nach ihrer OP, zuhause friedlich eingeschlafen. Auch sie hat es sich so ausgesucht, auch hier hätte man nicht mehr handeln können.

Das war ein Teil von meinen Tieren, die schon auf der anderen Seite warten. :)
 
S

Sternenbande

Gast
Meine sind bislang immer alle in der Gruppe gestorben.
 
bollerjahn

bollerjahn

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Ich bin bis jetzt nicht wirklich in die Situation gekommen...

Ich würde aber, glaube ich, so entscheiden, dass ich das Tier in der Gruppe sterben lassen würde.
Allerdings nur, wenn ich wüsste, dass es keine Schmerzen hat!!!
Ich denke, dass ich es vorher genau mit meinem TA besprechen würde.
 
hoppla

hoppla

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Huhu!

Ich hatte Tiere die waren krank und es war offensichtlich, dass es so nicht weiter gehen kann - diese Schweinchen wurden eingeschläfert.

Ich habe in diesem Jahr zwei Tiere verloren, bei Beiden war mir am Abend klar, dass es am nächsten Tag vorbei sein würde.

Sie schienen einfach des Lebens müde, ohne sichtbare Schmerzen.
Sie durften in Ruhe zu Hause sterben.
Ich würde sie niemals in diesem Zustand zum TA schleppen.
Bei meinem Inti hatte ich schon einen Termin, dass der TA hier vorbei kommt.
Kurz nach dem Telefonat ist er gestorben.
Bei Vileda war es ähnlich.
Ich habe sie gegen 6:30 gefüttert und sie versucht noch zu fressen.
1,5-2h später lag sie tot im Gehege.

Solange wie die Tiere ruhig daliegen, keine Schmerzäußerungen machen und es zeitlich absehbar ist - denke ich, dass der Tod zum Leben dazu gehört.
Auch das Abschiednehmen.
Gerade bei Inti lag im Sterbeprozess lange eins der Mädels bei ihm.
Es hat ihn sicher beruhigt und Sicherheit gegeben vom Leben loszulassen...
 
M

muensterlaender

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Hallo,

Danke für Eure Antworten. Ich denke, wenn es eh keine Chance mehr gibt, zum TA zu fahren, macht es Sinn, in der Gruppe zu sterben. Tagelang zu warten macht ja keiner.

Bei unserem Kastrat haben wir gemerkt, dass er nicht mehr kämpfen wollte. Wenn ein Meeri auf der Wiese sitzt und nicht mehr frisst, dann ist leider alles klar. Außerdem hatte ich mich schon damit abgefunden, dass er das Jahresende nicht mehr erleben würde. Jedes Wiegen war spannend, über jede Zunahme freute man sich. Aber wenn es dann plötzlich so weit ist, dann wird man schon traurig.
 
Katy

Katy

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Jedes Wiegen war spannend, über jede Zunahme freute man sich. Aber wenn es dann plötzlich so weit ist, dann wird man schon traurig.
das kenn ich nur zu gut von unserem Flo.....aber nachdem er keine Schmerzen hatte, haben wir ihm seine verbleibende Zeit einfach so schön wie möglich gemacht. Er hatte einen Tumor im Bauchraum...nicht operabel.

Er hat selbst entschieden, wann er sich auf den Weg machen wollte und sein kleiner Kumpel saß die ganze Zeit bei ihm.....
 
E

Elli

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Kommt immer drauf an, ob sie krank sind, plötzlich sterben,... Die meisten Todesfälle hab ich gar nicht mitbekommen, da habe ich sie bereits tot vorgefunden.

Laika habe ich einschläfern lassen, da es aussichtslos war.

Sandrina habe ich in ihre Gruppe gelegt zum Sterben. Das war kurz nach Mitternacht am 21.09., es war für mich schlimm. Bei der Fütterun am 20.09. war sie noch topfit und hat gefressen, als wir kurz vor Mitternacht nochmal bei ihnen waren, war sie apathisch. Habe sie rausgenommen, aber sie war schon auf dem Weg, das war zu merken. Ich habe mich entschieden, sie in ihrer vertrauten Gruppe einschlafen zu lassen, den Weg zum TA hätte sie nicht mehr geschafft. Das wollte ich ihr ersparen. Habe sie wieder in den EB gelegt, sie hat nochmal geschaut, ich bin gegangen (konnte das nicht ansehen) und mein Mann blieb die letzte Minute bei ihr, ich war gerade aus dem Raum, da hat sie für immer die Augen geschlossen. :runzl:
 
Schweinchenfan

Schweinchenfan

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War bei meinen Meeris GsD noch nie in dieser Situation.
Ich denke, wenn ich das Gefühl hätte, dass das Tier ohne Schwerzen immer weiter in eine andere Welt rübergleitet, würde ich es auf jeden Fall in der vertrauten Umgebung bei den anderen Schweinchen gehen lassen.
Müßte es aber sichtbar leiden, würde ich nicht zögern, das Tier erlösen zu lassen - auch wenn eine Fahrt zum TA in dieser Situation für das Tier auch nicht grade schön ist.

Mußte aber schon einige Katzen und heuer einen Hamster einschläfern lassen.
Ich (und fallweise andere Familienmiglieder auch) bin dann immer bis zum letzten Atemzug bei dem jeweiligen Tier dabeigeblieben und hab es gestreichelt, bis es vorbei war.
Ein paar Hamster sind zu Hause gestorben, unbemerkt und über Nacht. Aber jeder hatte ein Alter von ungefähr 2 - 2 1/2 Jahren erreicht und das Alter war ihnen anzumerken.
 
theresia

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Ich mußte bisher 2 Tiere einschläfern lassen.Bei beiden bestand lt.Ta das Schweinchen nur noch aus Schmerz,also fiel mir die Entscheidung zwar nicht leicht ,aber das Tier hatte es nicht verdient elend zugrunde zu gehen.Nicht immer kann man aber sagen,leidet das Tier oder nicht,denn Schweinchen leiden (leider)still.
 
W

Wolke_und_Max

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Meine Wolke ist im Juni nach einer Abzess-Op verstorben :schreien:
Ich und auch die Tierärzte waren eigentlich guter Dinge. Sie kam nachmittags nach Hause, fraß. Doch als ich sie nachts immer wieder "kontrollierte" merkte ich wie schlecht es ihr ging. Ich war dann die ganze Nacht bei ihr. Irgendwann schlief ich dennoch ein... Als ich morgens aufwachte merkte ich, dass sie ruhig da lag und einfach schlapp war. Ich rief sofort meine TÄ auf Handy an und bin in die Praxis gefahren. Ich wollte sie einfach nicht aufgeben und gehen lassen. Ich habe sie so geliebt und tue es immer noch. Das zu schreiben tut auch gerade sehr weh und treibt mir die Tränen in die Augen...

Sie hatte schon Untertemperatur und sollte ins Wärmebettchen. Ich sollte nicht da bleiben... Sie verstarb am Nachmittag. Ich wünschte ich wäre bei ihr geblieben bzw. hätte sie wieder mitgenommen, damit sie in meinem Armen sterben durfte. Mir zeriss es das Herz, aber die Ärzte versuchten alles. Sie wussten wieviel sie mir bedeutet. Ich mache mir solche Vorwürfe, dass ich sie nicht bei mir hatte und sie in meinen Armen sterben durfte... Das hätte ich mir gewünscht, auch wenn das absolut hart gewesen wäre...

Wolke, du fehlst mir!!!
 
Thema:

Umgang mit sterbenden Meeris

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