Krebs in der Meerschweinchenfamilie, trotzdem weiter zur Zucht?

Diskutiere Krebs in der Meerschweinchenfamilie, trotzdem weiter zur Zucht? im Rassen, Farben und Züchter Forum im Bereich Zucht und Genetik; Ich möchte mal wissen, wie ihr so zu dem Thema steht. Wenn ein tolles Zuchttier an Krebs gestorben ist, züchtet ihr dann weiter mit den Kindern...
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Repchen

Gast
Ich möchte mal wissen, wie ihr so zu dem Thema steht.
Wenn ein tolles Zuchttier an Krebs gestorben ist, züchtet ihr dann weiter mit den Kindern? Sollte man die dann nicht eher aus der Zucht nehmen? Es heißt doch auf jeder HP, das Zuchtziel sind gesunde typvolle Meerschweinchen!
 
27.02.2008
#1
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Gast

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L

LaurasMeeribande

Gast
ich würde sie aus der zucht nehmen...denn wie beim menschen ist auch krebs bei tieren vererbbar.
 
F

Fabouluz

Gast
Naja,

beim Menschen sind doch größenteils äußere Einflüße entscheidend.
Am meisten eine schlechte Ernährung, dann Rauchen, Alkohol, Geschlechtskrankheiten usw...
Das gentische ist beim Menschen nur ein Begünstigunsfaktor...


Jedenfalls habe ich es so in der Schule gelernt. :)
 
K

kirsten

Gast
wir hatten vor 4 jahren den fall das ein bock einen schilddrüsentumor bekam der erfolgreich entfernt wurde.alle seine söhne ,5 stk aus 2 verschiedenen würfen bekamen den gleichen tumor.3 wurden ebenfalls erfolgreich operiert und in dem zuge gleich mit kastriert.einer starb nach der op,ein anderer noch davor.

der vater wurde nie wieder zur zucht eingesetzt und auch die mütter haben wir aus der zucht genommen.ebenso die eine schwester der betroffenen jungböcke ,sie ist nie in die zucht gegangen.

lg kirsten
 
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Repchen

Gast
Ich würde so ein Tier dann jedenfalls aus der Zucht nehmen. Ich denke ein erhötes Risiko besteht doch bestimmt, oder?
 
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Repchen

Gast
@ kirsten
Das ist ja interessant. Gleich alle Söhne..... Sowas hab ich noch nie gehört und das bestätigt doch, dass das Risiko größer ist.
Ich finde toll, wie du dann alle die irgend wie ihren Teil dazu beigetragen haben könnten aus der Zucht genommen hast.
 
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Elfriede

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Du redest hier von meinem Bock, oder? Habe im entsprechenden Thread schon geschrieben, dass nur etwa 5% aller Krebsformen bei Wirbeltieren und Menschen vererbbar sind. 95% aller Krebsformen sind erworben, z.b. durch Umwelteinflüsse, Stress, Chemikalien, Fehler bei der Zellteilung und ...... und ...... und ....... Die Krebsformen, die im stark proliferierenden Gewebe (Magen, Darm, Speiseröhre u.a.) auftreten, sind immer erworbene Krebse. Vererbbare Krebse befallen v.a. gering proliferierendes Gewebe (Beispiel Brustkrebs beim Menschen, einige Formen von Prostatakrebs beim Mann).

Generell ist nur die Veranlagung für diese Krebsformen erblich. Wie diese Vererbung abläuft, ist nur für menschliche Krebsformen einigermaßen geklärt, hier insbesondere für Brust- und Prostatakrebs. Es handelt sich nicht um einen einfachen dominant-rezessiven Erbgang, sondern es gibt verschiedene Abstufungen von Kodominanz, je nachdem wie viel eines Gens oder Genklusters defekt ist.

Im hier wohl gemeinten Fall hat ein einziges Tier eines Stamms Magenkrebs gehabt. Der Stamm ist seit langem in meinen Händen und es ist der erste Krebsfall in diesem Stamm. Zudem handelt es sich um Magenkrebs, also einen Krebs, der als nicht erblich gilt.

Ein einziger Fall eines als nicht erblich geltenden Krebses in einer ansonsten von Krebs freien Familie ist kein Grund keine Nachkommen zu bekommen . Wenn einer meiner Vorfahren einen solchen Krebs gehabt hat, wird kein Arzt der Welt mir vom Kinderkriegen abraten. Die Nachkommen eines Krebskranken sind nicht automatisch krank. Das wäre ja schlimm, hat doch fast jeder von uns einen Vorfahren mit Krebs!

Du schreibst im anderen Thread, es ist eine Frechheit Tier und Mensch zu vergleichen. Nein, ist es nicht, die Biologie des Krebses ist bei allen Wirbeltieren gleich!

LG Elfriede :winke:

P.S. Quelle für obige Aussagen: Meine Ausbildung, meine Tätigkeit in der Krebsforschung, ein gemeinsamer Vortrag vom Institut für Humangenetik und dem Institut für Genetik in Münster vor 2 Wochen auf den Tag der Gesundheitsforschung!
 
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Repchen

Gast
@ Elfriede

Wenn du schon den anderen Thread anführst, dann bitte nicht nur ein paar Sätze aus dem Zusammenhang. Ich finde schon, dass man über dieses Thema diskutieren sollte.

Folgendes hatte ich dir im anderen Thread geschrieben
Ich glaube nicht das man das mit dem Menschen vergleichen sollte....!!!
Mein Vater und meine Tante sind an Krebs gestorben und wir (Familie) achten auf uns in soweit, dass wir alle Vorsogeuntersuchungen machen, die soweit möglich sind. (Wird sicher nicht bei Merris gemacht, zumal die neuen Besitzer nicht wissen das Krebs in der Familie von Konfetti ist.)

So leid mir das mit deinem Meerschweinchen tut, ich finds echt ne Frechheit, das mit dem Menschen zu vergleichen.

Schade, dass man zB. den Krebstot von Pappa-Böckchen nicht mit auf die nachvollgenden Stammbäume schreiben muss. So könnte jeder neue Besitzer von dem Nachwuchs selbst entscheiden, ob ihm das Risiko zu groß ist, sich in ein solches Merri zu verlieben.
__________________
 
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Elfriede

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Auf die Schnelle: Zu den meisten Sachen hab ich schon Stellung genommen und möchte es nicht wiederholen. Wäre schön, wenn Du auf mein Posting eingehen würdest, statt Deines aus dem anderen Thread zu wiederholen.

Alle, die Nachkommen von Konfetti besitzen, sind entweder bereits durch das Forum informiert und/oder werden von mir informiert. Das ist selbstverständlich!

LG Ellfriede :winke:
 
Perlmuttschweinchen

Perlmuttschweinchen

ehem. hoffix
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@repchen

Wenn du das so siehst dürfte sich eure Familie ja auch nicht weiter fortpflanzen... sorry


Wenn in einer Zuchtline gehäuft der selbe Krebs auftritt sollte man darüber nachdenken die Linie komplett aus der Zucht zu nehmen.
Aber doch nicht wegen einem Fall ohne Zusammenhänge.
 
M

mel.s

Gast
hm... selbst wenn es nur 5% sind,die an krebs vererbbar sind,bin ich der meinung,dass das tier aus der zucht genommen werden muss! zumindest ein verantwortungsvoller züchter sollte dies tun um absolut kein risiko einzugehen!

gehört leukose eigentlich auch zu krebs?

@ hoffix: menschen können sich untereinander darüber austauschen wer/wo/welchen krebs in der familie hatte/hat... danach können sie dann immernoch selbst entscheiden ob sie ein kind haben möchten oder nicht...(nunja,ein weit hergeholtes besispiel aber theoretisch wäre es so)

die meerschweinchen hingegen haben nicht diese wahl....sie werden einfach verpaart,-und wir menschen tragen die verantwortung dafür!
 
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Repchen

Gast
@repchen

Wenn du das so siehst dürfte sich eure Familie ja auch nicht weiter fortpflanzen... sorry
Das ist ja quatsch. Deswegen hatte ich ja diesen Satz geschrieben.

"Mein Vater und meine Tante sind an Krebs gestorben und wir (Familie) achten auf uns in soweit, dass wir alle Vorsogeuntersuchungen machen, die soweit möglich sind. (Wird sicher nicht bei Merris gemacht, zumal die neuen Besitzer nicht wissen das Krebs in der Familie von Konfetti ist.)"

@ Elfriede
Ausserdem wollte ich nicht nur deine Meinung hören, deswegen dieser Thread. Beruhige dich mal wieder. Ich find ja auch deine Erklärung interessant, aber brauchst ja nicht gleich um dich beissen.

Ich finde es auch selbstverständlich, dass ein Züchter die neuen Besitzer informiert über den Krebs. Obwohl du dir damit ja wiedersprichst, es soll ja wohl keine erhöte Gefahr für sie bestehen.


.... und was istmit dem Fall von Kisten? Wo alle 5 Söhne das gleiche hatten? Ist dann wohl ein Fütterungsfehler. :aehm:
 
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akhuna

Gast
Nein, es ist kein Fütterungsfehler - aber wie Elfriede schon völlig richtig festgestellt hat ist Krebs nicht gleich Krebs.

Es gibt eben KRebsarten die neigen zu Vererbbarkeit, und es gibt welche die nicht vererbt werden.

Elfriede ist eine erfahrene und verantwortungsbewusste Halterin und Züchterin. Davon bin ich völlig überzeugt, obwohl ich sie nicht persönlich kenne. Ich denke nicht dass sie ihren guten Ruf als Züchterin durch eine Kranke Linie gefährden würde. Ich finde es nicht richtig zu behaupten, Sie "Beißt um sich", wenn doch eigentlich du diejenige bist die das Thema so sehr verfolgt.
 
R

Repchen

Gast
@ akhuna
...aber du siehst doch, dass es auch hier verschiedene Meinungen gibt. Muss ich jetzt Elfriedes Meinung sein? Sie hat hier den anderen Thread her zittiert, nicht ich. Sie hat mir ihre Meinung ja schon dort geschrieben. Hier wollte ich eure Meinung bzw. die von anderen Züchtern.
 
I

Inger

Gast
:top: Elfriede! Nicht jeder ist offenbar in der Biologie und der Medizin so bewandert und besitzt dafür das erforderliche Verständisvermögen.
 
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akhuna

Gast
@Repchen
Aber die Medizin und Biologie ist doch kein Diskussionsmaterial? Da gibts nun mal Fakten, die sind Indiskutabel, und sollten nicht zum Streitpunkt gemacht werden. Du musst natürlich nicht alles galuben was jeder sagt, aber ich denke gerade bei Themen in denen man selbst nicht so bewandert ist sollte man sich die Argumente nicht aus den Fingern saugen oder von moralischen Standpunkten herholen, sondern auf Fachwissen vertrauen. Wenn es um dein eigenes Tier ginge könntest du handeln wie du möchtest. Aber Elfriede zu einem Verhalten drängen zu wollen (nämlich die Linie abzubrechen) ist auch nicht korrekt.
 
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Repchen

Gast
Ich hab hier zu nichts gedrängt, ich nach der Meinung von Züchtern gefragt. Die sind nun mal verschieden und manchen ist ein Risiko von 5% zuviel.

Ich hab auch begriffen, das die, die sich jetzt über mich beschweren der Meinung sind, das es kein Risiko ist. Danach hatte ich eigentlich auch nur gefragt, nach eurer Meinung!
 
Heidi*

Heidi*

LIEBHABER
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hm... selbst wenn es nur 5% sind,die an krebs vererbbar sind,bin ich der meinung,dass das tier aus der zucht genommen werden muss! zumindest ein verantwortungsvoller züchter sollte dies tun um absolut kein risiko einzugehen!
..auch meine Meinung.

Ein 2Bein erwähnte in den letzten Tagen mal zu mir, dass soviel auf Bau, Typ, Ohren, Kopf, etc. geachtet würde.
Ein wichtiger Punkt sei doch auch die Lebenserwartung.
Damit sie eben wieder 7, 8, 9 Jahre erreichen.

Somit ist die Antwort klar: ..ein solches Wutzel geht nicht in die Zucht, ...also bei mir nicht [auch schon ohne diesen Denkanstoß nicht].
An erster Stelle steht die Gesundheit - ich bin doch nicht der liebe Gott :D :D
 
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Caro1989

Gast
Na; Meinungen bekommst du ja.

Ich denke, ein Restrisiko hat man in der Zucht immer.
Niemand kann sagen, was vorher gewesen ist, oder was eben nicht im Abstammungsnachweis steht.

Außerdem hat Elfriede das medizinische Hintergrundwissen und wird wissen, was sie tut.
Sie hat im übrigen nicht geschrieben, dass die 5%ige Wahrscheinlichkeit besteht, dass sich dieser Krebs vererbt,
sondern, dass von allen Krebsarten etwa 5 % vererbbar sind.;)

Meine Meinung ist, dass man wegen einem Krebsfall von der Art die ziemlich sicher nicht vererbt wird,
nicht gleich die ganze Linie einstampfen sollte.
Ich würde Inzesst-Verpaarungen vorschlagen, um das zu testen.
 
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Krebs in der Meerschweinchenfamilie, trotzdem weiter zur Zucht?