Vergeht die Tierliebe, wenn man ein Baby bekommt?

Diskutiere Vergeht die Tierliebe, wenn man ein Baby bekommt? im Weitere Nagetiere und Exoten Forum im Bereich Kleintiere und Nager; Eine Freundin von mir hatte 3 Kaninchen, eins davon einzeln, die anderen 2 als Pärchen. Als sie schwanger wurde, wollte sie nicht mehr so viele...
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Yoda1

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Eine Freundin von mir hatte 3 Kaninchen, eins davon einzeln, die anderen 2 als Pärchen. Als sie schwanger wurde, wollte sie nicht mehr so viele haben und entschloss, das Pärchen abzugeben, was ich auch ein bisschen verstehen kann, da sie eine sehr kleine Wohnung hat und die Tiere auch viel Geld kosten.
Ich habe versucht, mich darum zu kümmern, aber keinen Abnehmer gefunden. Sie kamen ins Tierheim, dort geht es ihnen hoffentlich gut. Das andere Kaninchen war immer ihr absoluter Liebling, sie hat es total geliebt, fast immer laufen lassen (da es leider einen kleinen Käfig hat) und ständig mit dem Kaninchen gekuschelt. Mir tat es zwar leid, weil es keinen Partner hatte und der Käfig viel zu klein war, aber da konnte ich nicht viel gegen machen. Seit das Baby da ist, ist das Kaninchen völlig uninteressant. Es durfte am Anfang nicht mehr im Zimmer herumlaufen, saß immer nur in dem kleinen Käfig! Der Grund waren die Haare! Ich habe vorgeschlagen, es wenigstens mal ab und zu im Flur laufen zu lassen, was dann auch angenommen wurde! Als ich vor paar Tagen wieder da war, hatte das Kaninchen einen total verdreckten Käfig ohne Heu! Es hat mir so leid getan! Die Freundin hat mir dann gesagt, dass das Baby eine Tierhaarallergie hat und das Kaninchen nicht mehr herumlaufen darf. Ich fand das nicht ok und dann hat sie gemeint, dass sie es abgeben würde! Deshalb habe ich es auch bei Tiervermittlung eingestellt. Wahrscheinlich finde ich wieder niemanden und es landet auch im Tierheim, obwohl es mal so geliebt wurde!
Ich finde es nur so erschreckend, dass einem ein Tier so egal werden kann, nur weil man ein menschliches Baby bekommt. Ich könnte meine Tiere nie so leiden lassen. Oder passiert sowas öfter?
Ich würde es vorübergehend nehmen, obwohl ich keinen Platz dafür habe, aber wenn ich keinen finde, muss ich es ins Tierheim geben. Ich finde es auch nicht gut, dass ich mich immer um sowas kümmern muss, sie hat viel mehr Zeit. Aber es ist anscheinend egal, was das Tier dabei fühlt.
 
L

LaLabello

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ich würde nicht sagen, dass deine freundin nicht mehr tierlieb ist. gerade am anfang ist man bestimmt schon mit einem baby stark überfordert und bevor man den tieren heu gibt, muss man das kind wickeln, füttern etc. und dass man sich zuerst ums kind kümmert ist doch irgendwie klar.
und wenn das kind wirklich eine allergie hat ist es auch okay das tier abzugeben (in gute hände). es ist aber nicht richtig, dass du dich da immer drum kümmern musst. so wie es sich anhört wird dir das einfach so in die schuhe geschoben und das ist nicht korrekt.
aber es ist okay, sich von einem tier zu trennen wenn sich die lebensumstände geändert haben. die frage ist nur wie man sich von dem tier trennt und dass muss halt gut ablaufen d.h tier muss in gute hände kommen (zu not geht aber auch th!) und muss bis zur abgabe optimal versorgt sein.
 
Y

Yoda1

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Aber man hat doch 10 Sekunden Zeit, Heu in den Käfig zu tun. Andere schaffen das doch auch! Ich weiss, dass sie viel Zeit hat. Als ich 3 Stunden da war, hab ich mich komplett um das Baby gekümmert. Ich finde es natürlich auch ok, wenn man das Tier abgibt, wenn das Baby ne Allergie hat, aber da kann das Tier auch nichts dafür und man muss es weiter gut behandeln. Es ist ihr wirklich egal, der Käfig war komplett zugestellt.
 
schlappes

schlappes

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Schade für das arme Tier. Es muß nicht immer so sein. Ich habe zwei Kinder. Vor den Kindern waren drei Hunde und eine Katze im Haus. Ein Jahr später waren dann 4 Hunde und eine Katze im Haus. In den letzten 14 Jahren haben sich die Hunde natürlich dezimiert, die Katze ist immer noch da (dieselbe), ein neuer Hund ist eingezogen und derzeit 14 Meeris. Und allen geht es gut und alle werden optimal versorgt. Die Kinder, mittlerweile 13 und 14 Jahre, haben es längst nicht mehr so nötig wie die Tiere, aber selbst zu Babyzeiten war es überhaupt kein Thema, ein Tier abzugeben. Ist doch ein Familienmitglied. Gut, Allergien hatte hier niemand. Allerdings sind meine beiden Kinder schon direkt nach der Geburt mit den Tieren bekannt gemacht worden und zwar ganz eng. Fand nicht immer den Beifall der Verwandtschaft, dafür bekam ich ein gesundes, reibungsloses Familienleben mit allen Mitgliedern, egal wie viele Beine sie hatten und noch haben.
 
B

babymonster7

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huhu

also es ist manchmal gar nicht so einfach mit kind und tieren fertig zu werden. manchmal hat man die 10 sek. leider eben nicht zeit um heu in den käfig zu tun. es kommt ja auch immer darauf an wie das kind ist und wie viel unterstützung sie von ihrem mann/freund bekommt falls es einen gibt. ich liebe meine tiere auch und trotzdem bleiben sie manchmal auch auf der strecke. zum beispiel hätte ich meine tiere auch dringend am montag sauber machen müssen, aber es ging nicht, denn es hat den ganzen tag geregnet, und wenn es mal nicht geregnet hat, dann musste ich mich um fynn kümmern weil er hunger hatte, geschrien hat oder sonst was war. ist also nicht immer sooooo leicht alles unter einen hut zu bekommen. ich habe auch vor der ss immer gesagt dass meine tiere mein ein und alles sind auch wenn das kind da ist. aber natürlihcerweise steht mein kind nun an erster stelle und dann kommen die tiere (was nicht heißt dass ich die tiere vernachlässige! auf keinen fall! ). verstehst du was ich sagen möchte? es ist nicht immer leicht sich in die person reinzuversetzen, vor allem dann wenn man selbst kein kind hat.

man muss einfach sagen, dass die einen besser und die anderen eben nicht so gut mit kind und tieren klar kommen. glücklicherweise kann ich mich zu den personen zählen die sehr gut mit beidem klar kommt, was aber sicherlich auch daran liegt, dass mein fynn sehr pflegeleicht ist! ich würd auch niemals ein tier abgeben "nur" weil ich ss bin oder ein kind bekommen habe. hier wohnen auch weiterhin 10 meerschweine, 2 kaninchen, 2 chins und 2 katzen :D
 
Y

Yoda1

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Aber wenn man Zeit hat, in die Stadt zu gehen, zu Freundinnen zu fahren und TV zu gucken, hat man auch Zeit, sich um ein Tier zu kümmern! Das ist doch ein Lebwesen und kann sich das Futter nicht selber holen. Ich finde es einfach schrecklich, es ist so ein süßes Kaninchen und sitzt nur in dem Käfig! Ich hätte es am liebsten schon mitgenommen!
Klar steht ein Baby an 1. Stelle, aber das Tier sollte wenigstens an 2. Stelle stehen und nicht leiden!
 
schlappes

schlappes

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Nun, die 10 sek für Heu sind sicher immer drin. Da kann mir keiner was anderes erzählen. Das große Ausmisten, ok, das kann auch mal nen Tag dann warten. Davon geht die Welt nicht unter. Aber Futter und Wasser geben.... Babys schlafen auch ne ganze Weile... Ich kenn aber Mütter, die dann lieber stundenlang am Telefon hängen um der besten Freundin von den Fortschritten des Sprößlings zu berichten... (nicht vergessen, ich hab zwei Kinder, geboren im Abstand von 11 Monaten, alleinerziehend seit sie 18 und 6 Monate alt waren) !!!
 
schlappes

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@meerschweinchen82

Genau DAS mein ich !
 
H

Heissnhof

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Hallo,
eigentlich kann ich mich Jessica nur anschließen.
Wie es ist, mit einem oder mehreren Kindern zu leben, kann man sich nicht vorstellen, wenn man keine hat. Man hat immer Zeitfenster zwischen den Phasen, in denen das Kind seine Aufmerksamkeit braucht. Und dann muß man dennoch immer parat sein. Viele Freunde erkären mir auch heute noch....ja - aber ich habe ja einen anstrengenden Job - haha - den hatte ich früher auch, aber es ist einfach nicht vergleichbar. Bei vielen Frauen ändert sich auch die GEfühlslage recht stark und da nehmen vielleicht wirklich die Tiere nicht mehr den Raum ein, den sie früher hatten. Und von dem, was Du schriebst, lässt sich schließen, daß das tier ja sehr stark geliebt wurde - vielleicht auch etwas als Ersatz geliebt. Nun ist ein richtiges Kind da - und so traurig wie es ist, hat das Kaninchchen nun vielleicht nicht mehr den Stellenwert, den es vorher hatte. Ein Grund - weshalb ich überzogener Tierliebe immer mehr als skeptisch gegenüber stehe.
Wenn Du dem Tier helfen willst, sprich das Problem doch mit Deiner Freundin ganz klar durch. Wenn sie das Tier nicht mehr versorgen kann oder will, gebt es halt notfalls ins Tierheim - dort bekommt es wenigstens sein Futter.
Aber es findet sich bestimmt jemand, der es wenigstens vorübergehend aufnehmen kann.

Bei uns hat sich der Tierbestand nach den Kindern eigentlich deutlich erhöht, weil wir einfach mehr zu Hause sind. Aber auch bei mir gibt es Phasen, in denen ich die Tiere recht schnell abfertigen muß - wenn zum Beispiel ein Kind krank ist.
 
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Molchi

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Ich muß ganz ehrlich sagen, seitdem emma da ist, kommen die Tiere auch kürzer, aber nur was Streicheleinheiten angeht.

Sie werden nach wie vor ordentlich gefüttert und täglich gereinigt, mit Emma gehe ich dann zur Wiese spazieren und es wird Gras und Löwenzahn gesammelt, das läßt sich schon unter einem Hut bringen und wenn man einkaufen geht, dann ist es auch nicht schwierig zusätzlich was für die Tiere einzupacken.

Die Grundbedürfnisse kommen bei meinen nicht zu kurz, aber halt die persönliche Ansprache - ich tröste mich dahingehend, das sie ja alle Partner haben und ich vielleicht meine Wertigkeit zu hoch hänge. :nuts:

Emma ist nun 21 Monate alt und wird mit einbezogen bei den Tieren, ich setze mir ein Tier auf den Schoß und sie darf streicheln und das macht sie auch ganz toll, wenn es mal anders war, habe ich sofort eingegriffen.
Sie wird mit ihnen zusammen groß.
 
N

Nicky774

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Ich habe bis zum Mutterschutz, also die komplette Schwangerschaft hindurch ca. 30 Hunde versorgt + 3 eigene.

Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, wegen meinem Sohn auch nur eines meiner Tiere abzugeben.

Zum Zeitpunkt als er auf die Welt kam, hatte ich 3 Hunde und 5 Katzen, außerdem Rennmäuse, Schlangen und einen Leguan.

Wenn man nur will und einem die Tiere nicht egal sind, kann man alles wunderbar managen.
 
H

Heissnhof

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Ja - wenn sie einem nicht egal sind. Aber der Frau ist das Tier eben nicht mehr so wichtig. Es bringt doch nichts, da jetzt einen Vorwurf draus zu machen - wichtig wäre, sie zu einer Entscheidung zu motivieren, damit das Tier wieder richtig versorgt ist.
 
Y

Yoda1

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Ich beschäftige mich auch nicht so extrem viel mit meinen Meerschweinchen! Aber erstens wollen sie das sowieso nicht, sind zu zweit, haben nen großen Käfig mit ganz vielen Spielmöglichkeiten und immer Futter!
Und ich liebe sie, würde auch alles für sie machen!
 
Stina1981

Stina1981

Schweinchen-Fan
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Am Anfang habe ich auch gedacht, das das meine Schwester mit den Schweinen
nicht packt, hatte ihr dann auch angeboten, das die Tiere zu mir können, aber
das wollte sie nicht!!
Umso glücklicher bin ich das meine Schwester das super hinbekommt mit Kind
und Tieren und das der Kleine schon super auf die Schweinchen fixiert ist und
wenn er sie dann streicheln darf auch ganz vorsichtig ist!!

Denke das das versorgen der Tiere wirklich nicht drunter leiden sollte, wenn man
ein gesundes Kind hat!! Das man ggf den Misttag verschiebt oder eben erst eine
Stunde später füttert finde ich in Ordnung, aber die Tiere ganz vernachlässigen
geht ja mal gar nicht!!
 
M

Molchi

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:p :p :p Emma kann die Schweine auch ganz toll nachmachen, sie kann täuschend echt das Schweinchengequietsche nachmachen und wenn sie eine Katze sieht, dann grunzt sie :nuts: (unsere Katze ist alt und hat wohl Polypen und grunzt/ schnarcht so)
 
P

ponchini

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Hallo,
ich habe immer Tiere gehalten:
Als Kind, als Jugendliche, vor den Kindern, jetzt. Sollte ich irgendwann im Altersheim leben müssen, dann nur in einem, wo Tiere zugelassen sind.
:wavey:
 
schlappes

schlappes

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@ponchini

Ha, auch schon mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel ?
 
C

carmen78

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Manches Mal kann man aber vielleicht nicht, wie man möchte - wenn ich da an meine erste Schwangerschaft denke, bzw. die Monate danach... meine Kleine hatte Koliken und hat fast die ganze Nacht durchgemacht, was extrem an die Nerven geht, und entsprechend müde war man dann auch.
Wenn man das dann auch noch nahezu alleine durchziehen muss, weil der Kerl arbeitet und nachts Ruhe haben will, die Verwandtschaft weit weg wohnt... gute Nacht!

Damals hatte ich eine große Voliere mit Chinchillas, um die ich mich dann einfach nicht mehr so gut kümmern konnte, wie vorher - naja, vorher glaubt man ja meist, ein Kind verändert das Leben nur zum Guten hin, und soo anstrengend wirds schon nicht werden ^^.
Ich habe die Tiere dann in ihrem Sinne an einen anderen Halter gegeben, wo ich wußte, da sind sie gut untergebracht.
Bereue es nicht, weil ich weiß, es war so besser, vermisse es allerdings manchmal immernoch.

Es ist nicht die Tierliebe die abnimmt, es ist einfach die Zeit, die einem plötzlich durch die Finger rinnt (bei anstrengenden Babies), und wenn das Kind mal nicht gerade schreit, möchte man vielleicht auch mal wieder ein kleines bißchen Zeit für sich selbst genießen, um wieder einigermaßen verschnaufen zu können.
Dann find ich es aber eben besser, das Tier weg zu geben an einen guten Platz, als es im Käfig versauern zu lassen.
 
M

Molchi

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@Carmen

Das stimmt schon, die erste Woche, als ich aus dem Krankenhaus kam, hat meine Mutter die Tiere gesäubert, das war eine große Hilfe, jetzt kommt aber das aber - hier handelt es sich um 1 Kaninchen, das vernachlässigt wird, ich habe 4 Schweine, 1 Katze und 2 Karnuckels, da kommt schon mehr Zeit zusammen. 1 einziges Tier zu verorgen, das dauert nicht die Welt, selbst wenn es anfangs oft anstrengend ist mit den kleinen Rackern.

Bei ihr scheint es auch eine Einstellungssache zu sein, natürlich verliert ein Tier Haare, das ist nun mal so und man muß das Baby nun auch nicht in einen Glaskasten deswegen packen.
 
Sawyer

Sawyer

Gurkenschnipplerin
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Hi,

ich denke, man kann niemandem einen Vorwurf machen, wenn sich mit der Geburt des Kindes die Prioritäten verschieben - wie das Leben mit Kind sein wird kann man sich vorher ja doch einfach nicht so richtig vorstellen bzw. kommt dann doch alles ganz anders.

In dem Fall hier sehe ich aber von Anfang an ohne Kind schon eine etwas merkwürdige Tier"liebe", die Haltung war ja schon vorher nicht artgerecht. Das aber sollte man ja auch mit Kind sicherstellen können, dass man auf Dauer am Tag nicht mal 5 Minuten hat um dem Tier wenigstens das Nötigste zukommen zu lassen, kann ich mir nicht wirklich vorstellen...

Hier wäre es wohl wirklich am Besten, wenn das Kaninchen in andere Hände kommt...

Viele Grüße,
Sawyer
 
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Vergeht die Tierliebe, wenn man ein Baby bekommt?