Gorillababy auf der Intensivstation der Uni-Kinderklinik

Diskutiere Gorillababy auf der Intensivstation der Uni-Kinderklinik im Weitere Nagetiere und Exoten Forum im Bereich Kleintiere und Nager; Hy, die sofortige Verlegung eines Gorillababys aus dem Zoo Münster in die Kinderintensivstation der Uniklinik hat dem Kleinen das Leben gerettet...
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Elfriede

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Hy,

die sofortige Verlegung eines Gorillababys aus dem Zoo Münster in die Kinderintensivstation der Uniklinik hat dem Kleinen das Leben gerettet:

http://www.westfaelische-nachrichten.de/wna/lokales/muenster/kurzmeldungen/?em_cnt=74066

http://www.mz-web.de/servlet/Conten...lledPageId=1013083806405&listid=1018881578737

http://www.westfaelische-nachrichten.de/wna/lokales/muenster/nachrichten/?em_cnt=74351

Die Zeitungen sind heute voll davon. Toll dachte ich mir, bis ich dann den zugehörigen Kommentar in der Zeitung las. Dort stand doch glatt, daß Gorillas nur Tiere wären und Krankenhäuser für Mensch da wären. Es wäre nur recht, daß man das Baby jetzt schleunigst wieder in den Zoo gebracht hätte, wo ein Tier hingehört.

Bumm, meine Welt war in Ordnung, bis ich das gelesen hatte. Auf der Station war ein Zimmer frei. Das kleine Orang-Babys wurde isoliert von den kleinen Kindern von einer eigenen Schwester betreut, die keinen Kontakt zu den menschlichen Patienten hatte. Ein gesunder Mensch wird sich wohl eher nicht bei einem Gorilla anstecken, das läuft wohl eher umgekehrt. Aber bei den imungeschwächten Intensivpatienten wollte man kein Risiko eingehen und hat das Kleine streng abgeschirmt.

Es ist kein Mensch zu kurz gekommen und dem kleinen Kobold wurde das Leben gerettet. Bis ich das gelesen habe, dachte ich immer Krankenhäuser wären dazu da Leben zu retten und das ohne irgendwelche Einchränkungen. Das Baby hätte den langen Transport in eine Tierklinik nicht überlebt. Außerdem ist die menschliche Intensivmedizin für unsere pelzigen Verwandten eh besser geeignet als die einer Tierklinik.

Wie denkt Ihr darüber?

LG Elfriede :winke:
 
Zuletzt bearbeitet:
02.07.2007
#1
A

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Gast

Schau mal hier: Gorillababy auf der Intensivstation der Uni-Kinderklinik . Dort wird jeder fündig!
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MiZschie

Gast
Hallo!
Tja, ein Krankenhaus darf nicht mal einen Hund behandeln, der vor dem Krankenhaus angefahren wird. Tiere dürfen aus hygienischen Gründen nichbt in ein "Mensch" krankenhaus.
Vet-Medizin ist aber auch etwas anders als Humanmedizin. Wenn krankenhäuser auch Tiere behandeln dürften, dann müssten auch Tiermediziner angestellt werden.
Ausserdem , wie würdest du denken, wenn das OP durch ein Tier belegt ist und dein Kind einen schweren Unfall hatte und dringend das OP braucht. Ich denke mal, da geht Menschenleben dann doch vor. Wenn dein Kind stirbt, weil das OP von einem Gorilla belegt ist, würdest du wahrscheinlich auch Wege einschlagen, die dann nicht mehr so klingen.

Jeder Zoo sollte eine Abteilung haben, wo eine Intensivbehandlung möglich ist.
 
R

reiskeks

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Ist doch völlig in Ordnung, dass die Uniklinik das Kleine aufgenommen und ihm damit das Leben gerettet hat!

Verstehe nicht, wie sich jemand darüber aufregen kann!

Und eine Ansteckungsgefahr besteht im Krankenhaus immer. Mein Sohn wurde als Kleinkind in lebensbedrohlichem Zustand in die örtliche Kinderklinik eingewiesen. Nachdem sich sein Zustand stabilisierte und wir entlassen worden waren, trat eine neue lebensbedrohliche Krankheit auf - er hat sich im Krankenhaus nachweislich angesteckt. Aber nicht bei einem Gorilla! Sondern beim Pflegepersonal, das die Keime von Raum zu Raum getragen hat...
 
Tasha_01

Tasha_01

Chaos-Tante
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Ich habs gestern im Fernsehen mitbekommen, das Baby war ja völlig dehydriert und hat wohl keinen sehr ausgeprägten Saugreflex.

Deshalb kam das Würmchen ja erstmal ins Krankenhaus, jetzt kommt das Fellbündel allerdings in die Obhut der Wilhelma Stuttgart. Dort gibt es ja eine große Aufzuchtsstation. Vielleicht sehen wir den Zwerg ja wenn wir diese Woche hingehen ;)

Aber das die sich aufregen kann ich nicht ganz nachvollziehen, diese Tiere sind vom Aussterben bedroht und da finde ich das durchaus legitim das man mal für ein, zwei Tage ein Tier in einer "Menschenklinik" zu bringen.
 
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Elfriede

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Hy,

das Tier hat kein Leben gefährdet, es belegte nur ein vorher freies Zimmer. Und es war eben kein Hund, sondern ein Primat, ein Wesen also, dem mit menschlicher Medizin effektiver geholfen werden konnte, als mit Tierintensivmedizin.

Jetzt wo das Baby stabil genug ist, ist es längst auf dem Weg nach Stuttgart, wo es eine Station gibt, die speziel für Baby-Primaten eingerichtet ist. Nur mußte es eben erst stabilisiert werden, bevor es dorthin konnte.

Daß man menschliches Leben nicht gefährden sollte, ist schon klar. Aber in diesem Fall hat man das Leben des Kleinen gerettet, ohne daß ein Mensch auch nur annäherungsweise zu kurz kam.

Auch ein Hund, der vor dem Krankenhaus einen Unfall hat, wird übriegens durchaus von den dortigen Ärzten medizinisch versorgt. Nur eben aus hygienischen Gründen nicht in Behandlungsräumen für Menschen. Ich habe selber schon nach einem Verkehrsunfall einen Arzt aus einer benachbarten Praxis geholt, der dann einem Hund Erste Hilfe leistete, damit dieser zu einem TA transportiert werden konnte.

LG Elfriede :winke:
 
babyblaues

babyblaues

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Ich sag mal so, wenn alles abgeschirmt war, ist es doch ok.
Natürlich ist es Vorraussetzung alle Risiken zu umgehen, haben sie ja auch gemacht.

Und wenn es jetzt darum geht, schwerkkranke Kinder die z.B. Krebs haben anzustecken, geht das doch gar nicht.
Die haben bei uns in der Kinderklinik abgschirmte Zimmer, wo kein fremder oder kranker rein darf und bekommen sogar das Essen über den Balkon geliefert um jedes Ansteckungsrisiko zu umgehen.

Aber wenn es darum geht so einen kleinen Affen zu retten und alle vorsichtsmaßnahmen gegeben sind, weiß ich nicht wie man sich darüber aufregen kann.

Es ist immerhin immer noch was anderes als ein Hund oder ene Katze, denn davon gibt es ja nun nicht mehr all zu viele.
Soll man doch froh sein, so einem kleinen süßen Lebenwesen geholfen zu haben.
Und ich finde das völlig ok.
Ich denke es ist mehr als wichtig diese Art zu erhalten, bevor die ausstirbt.
Und dann spielt es doch wirklich keine Rolle ob es jetzt in einem Kinderkrankenhaus war !
 
Daisy-HU

Daisy-HU

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Also dazu mus ich auch sagen.Aus eigener Erfahrung.Ich war 25Jahre mit
einem Feuerwehr Mann Veheiratet.Auch sie helfen nach wie vor
Mensch und Tier.Sie machen da auch keinen Unterschied.Holten
schon Tiere aus Brennenden Bauernhöfe.Befreiten Tiere die sich auf dem
Wasser gefangen hatten.Und kümmerten sich genauso um sie.Wie um die
Menschen.Auch Erste Hilfe bis zum Tierarzt/TierKlinik.

Liebe Grüße:
Rita
 
E

Elfriede

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Zoodirektor Jörg Adler brachte das unterkühlte, unterzuckerte und ausgetrocknete Gorilla-Baby dann in die Universitätsklinik von Münster, weil dort die technische Ausrüstung besser sei als
in einer Tierklinik und die Ärzte auch mehr Erfahrung mit der
Intensivmedizin hätten. "Babys von Menschenaffen sind adäquat zu menschlichen Babys", sagte Adler.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,907356,00.jpg

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,491725,00.html

LG Elfriede :winke:
 
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Elfriede

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Hm,

die meisten und ja auch einige von Euch sagen, er darf in die Uniklinik, weil Gorillas so selten und so wertvoll sind. Was wäre denn, wenn Gorillas extrem häufig wären, dürfte er dann nicht in die Klinik, auch wenn das die bestmögliche Behandlung mit den größten Erfolgschancen wäre?

LG Elfriede :winke:
 
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MiZschie

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Hallo!
Ob die Regelung richtig ist, dass Tiere ncihts im Menschenkrankenhaus verloren haben oder nicht, ist fraglich. Aber ich habe selber in einem Ort gewohnt, wo ein Unfallkrankenhaus war. In der Nachbarstadt ist vor einem Kinderkrankenhaus ein Unfall mit einem älteren Mann passiert. Der wurde bis ins Unfallkrankenhaus gefahren und verstarb, weil das Kinderkrankenhaus keine Unfälle mit älteren Menschen aufnehmen durfte. Erste Hilfe wurde natürlich gemacht. Aber die Intensivbehandlung im Unfallkrankenhaus kam zu spät.
So wird sogar beim Menschen abgewägt, in welches KH gefahren wird, wenn ein Unfall passiert. Da nehmen die Sanitäter einen Weg von 10 km in Kauf und das Leben des verunfallten ist dann auch gefährdet.
 
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Elfriede

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Hy,

das kann man nicht vergleichen! Die Intensivmedizin eines Kinderkrankenhauses ist mit Sicherheit nicht für ältere Menschen geeignet. Sie ist aber für ein Primatenbaby geeignet.
Wäre der ältere Mann in der Kinderklinik aufgenommen worden, hätte ihm das wahrscheinlich gar nichts gebracht, weil man ihn dort nicht hätte richtig behandeln können. Die Entscheidung mit ihm schnellstmöglich in ein Krankenhaus für Erwachsene zu fahren war also mit Sicherheit richtig!

Ich habe einmal den umgekehrten Fall, ein Kleinkind auf einer Erwachsenen-Intensiv :runzl: , erleben dürfen, auch das war fast nicht möglich und man mußte sich auf die Schnelle aus dem nächsten Kinderkrankenhaus die passenden Geräte besorgen. Nicht einmal die Messfühler paßten dem Kind.

LG Elfriede :winke:
 
M

MiZschie

Gast
naja, meine Sohn ist mit 15 noch im Kinderkrankenhaus gewesen und musste auch dort bleiben, weil er dem Alter entsprechend noch nciht für das "Erwachsenenkrankenhaus geeignet" war und er war schon 170 groß und hatte die Staur von einem Erwachsenen. Ihm haben alle Gerätschaften "gepasst" EKG usw.
 
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kneifzange

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Hallo,
ich finde es begrüßenswert, daß dem kleinen Gorilla-Baby im Krankenhaus geholfen wurde.
Die Kinder im Krankenhaus hätten bestimmt viel Spaß gehabt, wenn das Affen-Baby nicht separiert worden wäre.
Da finde ich es doch wesentlich befremdlicher, wenn alte Museums-Moorleichen im Krankenhaus untersucht werden....
 
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Elfriede

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Hy,

das kleine Gorilla-Baby ist wohlbehalten in Stuttgart angekommen und wird dort mehrere Jahre zur Aufzucht bleiben. Ich hoffe, man hört mal wieder von dem kleinen Kobold.

@MiZschie: Ob Erwachsene in einer Kinderklinik behandelt werden, ist nicht nur eine Frage passender Messsonden. Es fehlt auch an Fachpersonal, passenden Geräten und ähnlichem. Auch die Erkrankungen, deren Behandlung und die Medikamente sind bei Erwachsenen in der Regel anders. Häufig ist es auch für Kinder angenehmer unter anderen Kindern zu sein. Es gibt sicherlich auch Grenzfälle, wo die Behandlung eines Kindes genau so gut in der Erwachsenenmedizin stattfinden könnte. Mit solchen Grenzfällen hab ich während meiner täglichen Arbeit häufiger mal zu tun. Da wird dann von Fall zu Fall entschieden, ob das Kind in die Erwachsenenstation oder die Kinderstation kommt.

LG Elfriede :winke:
 
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