Pferdekauf - Vertrauenssache?

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P

ponchini

Gast
An die Pferdebesitzer:

Hallo Pferdeliebhaber,
wie sind eure Erfahrungen beim Pferdekauf?

Was ist besser:
Kaufen bei privaten Pferdeliebhabern?
Kaufen beim Züchter?
Kaufen beim kommerziell orientierten Pferdehändler?
Ich bin neugierig auf eure Tipps!
;)
 
10.06.2007
#1
A

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Gast

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S

Sanni2107

Gast
Hallo Ponchini !

Ich rate Dir davon ab, ein Pferd beim Pferdeändler zu kaufen !! Die vertuschen sehr gerne Krankheiten und stellen teilweise die Tiere bei Besichtigung vorher ruhig !

Ich würde immer raten, direkt vom Züchter oder auch von privater Hand, dann allerdings mit Tierarztuntersuchung !!

Hat das mit dem Traber nicht geklappt ??

Viele Grüße Alexandra
 
M

Mareike1981

Gast
Wir hatten ja damals genug Pferde *g*

Samantha hatten wir von einer Art Schlachter oder ähnliches, hab es nicht mehr so in Erinnerung, war noch sehr jung. Sie wurde uns als super Pony verkauft für Kinder.
Das gute Tier stand nur leider komplett unter Beruhigungsmitteln.
Als wir sie bei uns hatten, dauerte es einige Zeit, bevor man überhaupt ohne Gefahr die Box betreten konnte.

Baby Herman hatten wir von einem Pferdemarkt. meine Mutter liebte ihn abgöttisch... genauso sehr hasste ich ihn :nuts:
Er hat uns Kinder verfolgt und gebissen. Genauso den TA und den Hufschmied. Den Hufschmied hat er einmal so in die Weichteile getreten, dass dieser ohne ein Wort weg gefahren ist und eine Zeitlang nicht wieder kam.

Cheyenne hatten wir aus der Zeitung. Ein ehemaliges Rennpferd mit Sehnenriss. Er war beim Probereiten klasse.
Als wir im Stall ankamen, kam ein Bekannter, der fast alle Rennpferde kannte und sagte, wir hätten den Teufel höchst persönlich gekauft. Er hätte damals seine Jockeys fast totgetreten und viele sind wegen ihm im KH gelandet.
Naja,. bei uns hat sich dass nie bestätigt. Er war ein Traum und einfach nur Zauberhaft und lieb.
 
Eickfrau

Eickfrau

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Meinen Condor hatte ich damals auf eine Anzeige im HeißenDraht probegeritten und gekauft. Er war ein "Scheidungsopfer".
Angeboten wurde er als "Araber Welsh Cob" - tja, mit Cob war anscheinend nicht der Welsh-Schlag, sondern die Lungenkrankheit gemeint - Chronisch obstruktive Bronchopneumonie .....
Ja, es erfolgte keine Ankaufsuntersuchung. Ja, das Schwitzen nach dem Probereiten hat mich nicht stutzig gemacht.
Schade nur, daß ich auf dieses Problem aus Unwissenheit keine Rücksicht nehmen konnte. Es dauerte auch einige Zeit, bis er anfing zu husten und richtig Probleme bekam - vielleicht wäre dies im Offenstall auf Späne von vornherhein vermeidbar gewesen.
Jedenfalls möchte ich die Zeit, die wir zusammen hatten, nicht missen!

@ponchini: Würde Dir zu einem seriösen Züchter raten, der die Pferde vernünftig aufzieht und ausgebildet verkauft.

VG Bianca
 
Maike1

Maike1

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Ich habe bisher nur von Privatleuten gekauft und würde das auch immer wieder so machen.
Unseren Shetty haben wir z.B. als hundertprozentig kinderlieb angeboten bekommen, die Vorbesitzerin war schon völlig entnervt, weil immer nur Menschen Interesse zeigten, die einen reinen Beisteller suchten. Sie meinte aber, und damit hat sie absolut Recht, dass der Kurze Kinder braucht, die ihn bewegen, betüdeln, Zöppe flechten, was weiß ich. Wir dagegen hatten uns einige haarsträubende Shettys angeguckt, mit katastrophalem Probereiten (Steigen? Bocken? Beides zugleich? Gern!) und waren unsererseits völlig entnervt...aber diese Besitzerin wußte genau, was ihr Pony kann oder auch nicht kann. Wir vertrauten ihr und dem Krümel sofort.
Man muß sich also den Zossen und die Leute angucken...

Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche, schreck doch mal Deinen Bekanntenkreis auf, vielleicht tut sich da was auf?
 
Sonali

Sonali

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Mach auf jeden Fall eine Ankaufsuntersuchung. Kostet zwar ein bisschen Geld, aber lieber auf Nummer sicher gehen. Und am Besten, Du wählst den TA!

Gruss, Sabine
 
R

Rosalie

Gast
Wir hatten unsere Pferde damals von Privatleuten.
Zu nem Händler würd ich schon aus Prinzip nicht gehen. Wir hatten uns damals eine Stute angesehen und für 14 Tage mitgenommen, da kam später heraus dass der Händler ihr starke Schmerzmittel ingegeben hatte damit sie nicht lahmt.

Aber egal woher, das wichtigste ist die Ankaufsuntersuchung. Und nicht nur so lari-fari damits billiger wird sondern schon die große wo alles durchgegukt wird.
Man wird so oft übers Ohr gehauen das ist nim feierlich...
 
P

piper1981

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Hallo,
im prinzip kannst du bei allen möglichkeiten reinfallen.

keine spontankäufe machen,sondern auf jeden fall öfters probereiten,evtl mal aus versehen ne stunde zu früh kommen.
lass dir das pferd nicht gesattelt hinstellen und wieder wegbringen,sondern frag ob du das alles selbst machen kannst ,zum kennenlernen.
bei ställen wo du dir ein pferd angeschaut hast ,auch einfach mal so vorbeischauen und fragen ob du "dein" pferd mal etwas putzen kannst.ein stall der nix zu verbergen hat,wird damit kein problem haben.
wenn möglich probier alles aus was dir zu dem pferd gesagt wurde ,also auch mal runde in s gelände,verladen,
hufe geben,mach da auch ruhig sachen wie ein schmied machen würde,also mal länger hochhalten,hufe abklopfen,auskratzen,bein nach vorne ziehen.

ankaufsuntersuchung von deinem Ta
vereinbar eine probezeit,bei einem händler müsstest du sie auf jeden fall bekommen,ich glaube da gibts sogar 2 jahre "garantie"?(ohne gewähr)

und hier noch eine kleine geschichte zum thema pferdehändler:
die eltern von meinem exfreund wollten für ihre 8 jährige tochter ein neues pony kaufen.
die tochter hatte eigtl etwas angst vorm reiten,aber reiten und eigenes pferd ist ja was schönes zum angeben :rolleyes:
also los zum händler(ein freund der familie) ,tochter mit gipsbein. und lassen sich eine dreijährige gescheckte welshstute mit papieren andrehen, weil angeblich so lieb.
sie hätte die tochter trotz gipsbein brav getragen.
die stute kam dann zu uns in beritt und der erste ritt auf ihr war ne katastrophe.eine seite ging ganz gut, andere ging gar nicht.
die stute ist gestiegen ,hat auf den hinterbeinen kehrt gemacht und ist dann wieder brav auf der anderen hand gelaufen.
galopphilfe kannte sie,allerdings war das dann eher ein startsignal für renngalopp.
nach ner halben stunde lief uns beiden der schweiß in strömen und wir haben erstmal schluß gemacht und der familie gesagt die sollten sie mal besser zurückgeben.auf keinen fall für ein kind geeignet dass angst hat.
naja,die wollten aber nicht ,haben sie behalten da die stute sehr gelehrig war ,konnte die tochter dann nach 2 monaten auch das erste mal auf ihr reiten
 
4

4aufeinenStreich

Gast
Pferdekauf

Hallo! :)

Bitte nur von seriösen Privatpersonen oder Züchtern Pferde erwerben.
Die geben ihr Pferd nicht so schnell her, haben nichts zu verbergen und
überprüfen den Verbleib ihres Pferdes.
Mit der Ehrlichkeit dubioser Verkäufer ist es nicht weit hergebracht, sie
merken sofort, wenn Jemand nicht so viel Erfahrung mitbringt und
wenden alle Tricks an. Meine Freundin hat sich dadurch ein Problempferd
anschnacken lassen, hat ihre Gesundheit gefähdert und zum Schluß
mußte sie es verkaufen. Mein Pflegepferd hat kaputte Krongelenke,
wurde als Friese western geritten und stand sich dann lahm bis die
jetzige Besitzerin in Gutglauben ihn kaufte (von Bekannten).
Nun wird er als reines Beistellpferd gehalten.

Ich habe mir vor 5 Wochen ein Pony gekauft, Benjamin ist zwar schon 18 Jahre
alt aber noch top fit und eine Seele von Pony. Ich bin auch ein hohes Risiko
eingegangen da ich eher ein ängstlicher Reiter und lerne jetzt mit ihm Reiten.
Bin Wiedereinsteigerin.


LG
Janine :)
 
P

ponchini

Gast
Hallo,

Meine Tochter wird wohl auch lieber bei Privatleuten das Pferd kaufen. Sie wird auf jeden Fall eine tierärztliche Untersuchung machen lassen und vorher mehrmals probereiten (langjährige Reiterfahrung). Die Tipps hier liest sie sich täglich durch.
Sie hat sich heute gefreut, dass hier so viele Leute nett antworten.

Vielen Dank für die guten Ratschläge!
 
E

Emi

Gast
Hallo Brigitte,

wirst Du zum nächsten "Schweinefrühstück" hoch zu Ross erscheinen??? :engel: :p

Hochtrabende Grüße Gabi ;)
 
M

Muckimaus

Gast
Hier meine Pferdekäufe:

1. Pferd vor ca. 6 Jahren: Ich hatte endlich etwas Geld gespart und auch einen Job, der die monatlichen Kosten tragen konnte. Habe in der Tageszeitung und Wochenzeitung nach Anzeigen geschaut, hatte keine direkte Vorstellung, was es werden sollte, haupsache brav... Bin zuerst bei einem Händler gelandet, der sehr dubios war. Ich hatte 3000 DM als Maximalgrenze für das Pferd angegeben und er zeigte mir 2 oder 3 Pferde für diesen Preis. Das erste war augenscheinlich stocklahm, beim zweiten konnte ich mit Laienaugen keine Fehler finden (auch im Umgang nicht). Habe den Händler gefragt, warum er das Pferd so günstig abgeben würde, da hat er nur Ausreden gebracht und auf ein anderes Thema gelenkt... Sehr dubios... Habe dann davon Abstand genommen.
Danach war ich bei einem Springpferdezüchter, der mir eine 3-jährige, angerittene Stute vorstellte (mit vollem, gutem Papier). Eigentlich wollte er 5000 DM haben (was ja immernoch recht günstig war!), ging aber sofort auf die gebotenen 3000DM ein... Das Pferd war superbrav und extrem leichtrittig für ihr Alter. Als Verkaufsgrund gab er an, dass das Pferd nicht viel Mut zum springen hat (obwohl komplett über Springblut gezogen). Der Züchter machte einen sehr seriösen Eindruck. Habe aufgrund des günstigen Preises ohne Ankaufsuntersuchung zugeschlagen. Da ich selbst eh nicht springen wollte, war der Verkaufsgrund für mich nicht wichtig und relevant. Das Pferd war von Anfang an auch für Kinder eine Lebensversicherung, habe sie auch als Voltigier- und Therapiepferd eingesetzt. Als ich sie wieder verkaufen wollte (nach 3 Jahren), hat der Kaufinteressent eine Ankaufsuntersuchung machen lassen und es stellten sich mehrere Sachen raus, die nicht ganz "ohne" waren (TÜV-Note 3-4)... Das Pferd war zwar bis da nie lahm oder so, aber ich denke, dass der Züchter damals auch schon von den Diagnosen wusste und das Pferd lieber ohne TÜV für einen Spottpreis abgeben wollte... Meine Reitbeteiligung, die das Pferd von Anfang an kannte, hat sie dann für einen Spottpreis übernommen (fertig ausgebildet), sie kannte natürlich die Röntgenergebnisse und hat das Risiko einschätzen können.

2. Mein zweites Pferd habe ich nicht gesucht, sondern gefunden:
Mein Freund hat mir vor 3 Jahren einen Westernreitkurs geschenkt (10 Reitstunden), weil ich diese Reitweise mal kennenlernen wollte nach 15 Jahren englisch reiten. In dem Westernreitstall stand ein Privatpferd (American Paint Horse, volles americanisches Papier), dessen Besitzer schon seit 1 Jahr nicht mehr bei seinem Pferd war und seit 6 Monaten keine Stallmiete mehr bezahlt hat. Die Stallbesitzerin hat mit ihm ausgemacht, dass sie das Pferd nun als Schulpferd einsetzt, damit er wenigstens einen Teil der Stallkosten deckt. Ich war so ziemlich die erste Reitschülerin auf diesem Pferd und habe mich sofort in ihn und seine Eigenarten verliebt. In der dritten Reitstunde erzählte mir die Reitlehrerin so nebenbei, dass er nun zum Verkauf steht, da der Besitzer nichts mehr bezahlen kann... Habe das Pferd dann spontan ohne TÜV zu einem Spottpreis gekauft...
Habe das Pferd heute noch, bis auf kleinere Zipperlein hatte er bisher noch nichts, hat aber leider grade einen frischen Fesselträgeranriss...

3. Unser drittes Pferd habe ich auch nicht gesucht, sondern gefunden:
habe letztes jahr im Sommer im DHD24 gestöbert (ohne was bestimmtes zu suchen), da fiel mir eine Anzeige auf: Quarter-Welsh-Mix, englisch und western geritten, Spottpreis, Platz vor Preis, abzugeben aus gesundheitlichen Gründen der Besitzerin. Stand ganz bei uns in der Nähe. Konnte es mir nicht verkneifen, das Pferd anzuschauen (inkl. 20 Min. Probereiten auf dem Platz)... Gefolgt von einer längeren "Verhandlung" mit meinem Freund, eine Woche später hat er das Pferd dann für sich gekauft... Wieder ohne Tüv, die Besitzerin hat uns ganz ehrlich alle bekannten bisherigen und chronischen Zipperlein genannt, mit denen wir aber gut umgehen können (oft grundloser Durchfall und Kotwasser, Silage- und Apfelallergie, alter und gut verheilter Griffelbeinbruch, leichtes Head-Shaking im Gelände im Sommer bei extremen Mücken und Fliegen-Alarm). Sind auch mit diesem Pferd superzufrieden, auch wenn sich jetzt abzeichtnet, dass er evtl. eine leichte Arthrose hat, die das Reiten aber nicht einschränkt (zumindest zur zeit nicht).

Grundsätzlich habe ich bei den Pferdekäufen sicherlich viel falsch gemacht, von wegen Verzicht auf Tüv und so... Das muss man wirklich selbst für sich abschätzen, wieviel Risiko man eingehen will. Auch ein getüvtes, gesundes Pferd kann sich morgen das Bein brechen oder eine Kolik bekommen, da hilft auch keine Ankaufsuntersuchung.... Und bei extrem günstigen Pferden, wo man dem Verkäufer vertraut (ich weiß, Kontrolle ist besser), kann man sicherlich auch auf sein Bauchgefühl hören. Ein kleiner Tüv (ohne Röntgen) ist recht günstig, bringt aber meines Erachtens nicht so wahnsinnig viel. Habe mich mal mit meinem TA unterhalten, er hält nicht viel von Beugeproben ohne Röntgen, Zitat: "Man kann jedes Pferd kaputt beugen"...
 
P

ponchini

Gast
@Muckimaus
Da hast du viel Glück gehabt.
Aber du hast schon Recht:
Eine Garantie auf zukünftige Gesundheit bietet auch die beste Untersuchung nicht.
 
Thema:

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