Tumor, Abzess oder geschwollene Lymphknoten?

Diskutiere Tumor, Abzess oder geschwollene Lymphknoten? im Krankheiten und Kastration Forum im Bereich Meerschweinchen; Salut zusammen, ich bin sehr verzweifelt. Heute vormittag habe ich an Puschels Hals einen sehr großen Gnubbel erfühlt und bin sofort zur TÄ...
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fellkugelmama

Gast
Salut zusammen,

ich bin sehr verzweifelt. Heute vormittag habe ich an Puschels Hals einen sehr großen Gnubbel erfühlt und bin sofort zur TÄ gefahren. Sie konnte keine eindeutige Diagnose stellen: Es könnten geschwollene Lymphknoten sein - die lassen sich mit Antibiotika behandeln. Vielleicht ist es auch ein Abzess, aber Abzesse an dieser Stelle seien meist durch kaputte Zähne verursacht, und dafür sei der Gnubbel zu weit vom Mäulchen entfernt, sagt die TÄ; außerdem sahen Puschels Zähne auf den ersten Blick vollkommen gesund aus (in den Zahnhals kann sie ja nicht reingucken). Ihre wahrscheinlichste Vermutung ist, dass es sich um einen Tumor handelt, den man operativ entfernen könnte. Aber das ist wohl recht riskant, weil die Stelle so groß und ungünstig gelegen ist, und außerdem könnte mein armes Schweinchen, das inzwischen fünf einhalb Jahre alt ist, die Narkose nicht überstehen. Ich soll Puschel und die Entwicklung des Gnubbels noch eine Woche beobachten und dann wiederkommen. Im Moment verhält sich der Kleine ganz normal, er frißt, rennt rum usw. Die TÄ möchte eine Gewebeprobe zur Untersuchung im Labor aus dem Gnubbel entnehmen. Aber sie sagt, dass eine eindeutige Feststellung der Gut- oder Bösartkeit nicht möglich sei, weil sie eventuell nicht die richtigen Gewebeteile "erwischt" oder so ähnlich.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Was denkt ihr darüber? Eine Freundin schlug mir vor, noch einen anderen Tierarzt zu konsultieren - was meint ihr?
Ich habe solche Angst um Puschel, dass mir bei den Worten der TÄ die Tränen kamen. Ich möchte nicht vor der Entscheidung stehen müssen: Lasse ich die OP zu, obwohl er sie vielleicht nicht überleben wird, oder lasse ich ihn in Ruhe zu Ende leben, wenn auch nur noch kurz, aber ständig in dem Wissen, dass a) die OP auch hätte erfolgreich verlaufen können und b) ich ihn am Ende vielleicht doch einschläfern lassen muss, damit er sich nicht quält?
Ich hoffe, ihr versteht mein Dilemma. Ich habe eine solche Situation noch nie erleben müssen. Puschel ist mein Lieblingsschwein, und ich habe mir immer vorgestellt, wie er in hohem Alter einfach friedlich einschläft, weil seine Zeit gekommen ist...
Bitte gebt mir einen Rat, wenn ihr könnt!
 
20.07.2005
#1
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Gast

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Farya

Gast

AW: Tumor, Abzess oder geschwollene Lymphknoten?

Hallo!
So einen richtigen Rat kann ich dir da leider auch nicht geben, auch habe ich keine Erfahrung, weder mit Abszessen, noch mit sonstigen Knubbeln beim Schwein.
Aber theoretisch kann die Tierärztin mit dem richtigen Werkzeug schon in den Hals gucken, zumindest so, dass sie auch die Backenzähne sieht. Wenn eine Gewebeprobe entnommen wird/wurde ist das vollkommen ok und hilft bestimmt erstmal weiter. Man wird dann schon von Abszess, Fettknubbel oder Lymphknoten unterscheiden können. Im Zweifelsfall würde ich nochmal zu einem anderen TA gehen. Ich habe keine Ahnung, ob Röntgen bei sowas etwas bringt, aber normalerweise ertasten die TÄ doch, ob es ein geschwollener Lymphknoten ist oder nich!? Kann mich da auch irren, habe wie gesagt keine Erfahrung. Aber lieber einmal zuviel als einmal zu wenig zum TA. Ansonsten wünsche ich dir und dem Schwein viel Glück, tut mir leid, dass ich nicht mehr helfen kann!
 
F

fellkugelmama

Gast

AW: Tumor, Abzess oder geschwollene Lymphknoten?

Danke @ Farya. Du hast mich missverstanden: Natürlich hat die TÄ sich auch mit ihrem Gerät die Backenzähne angesehen. Ich meinte nur, dass die Zahnhälse, also das Innere der Zähne bzw. die Wurzeln nicht so einfach zu erkennen sind (vermutlich durch Röntgen, kann sein). Diese Zahngeschichte schließe ich eh aus. Ich hoffe auf weitere Antworten, wenn der neue Tag anbricht...
 
R

Rosalia

Gast

AW: Tumor, Abzess oder geschwollene Lymphknoten?

Diese fatale Geschichte erinnert mich an meinen Struwwel, den ich am 20.April einschläfern lassen mußte, weil er nicht mehr schlucken konnte und der Knubbel wg, der Lage am Hals inoperabel war und Struwwel die Narkose wg. seines hohen Alters ( über 7 Jahre)eh nicht überstanden hätte. Die Sache ging ziemlich schnell. er konnte praktisch von heute auf morgen gar nichts mehr schlucken, selbst Karottenbrei ging nicht mehr. Ich verstehe dich so gut, weil ich das gleiche in Bezug auf Lieblingsschwein empfand für ihn, deshalb kann ich dir nur den Rat geben: genieße die Zeit, die du noch hast, intensiv, verwöhne dein Schweinchen , und wenn du eventuell den entscheidenden Schritt tun mußt, laß ihn auf deinen Armen einschlafen, dein Schweinchen spürt das bestimmt.

Tut mir leid für dich, aber das sind meine Erfahrungen mit solchen Geschichten. Ich wünsche dir wirklich was besseres.........

Gruß Rosalia

Wg. deiner Tränen bei der TÄ kann ich dich beruhigen:Habe auch hemmungslos geheult, das darf man in solch einer Situation.
 
sabine und thomas

sabine und thomas

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AW: Tumor, Abzess oder geschwollene Lymphknoten?

Hallo Caro!

Am besten sollte man das Ding beobachten. Wenn es ein Abszess ist, dann sollte er schnell größer werden, da er sich ja weiter füllt. Abszesse an der stelle müssen nicht unbedingt von den Zähnen oder den Zahnwurzeln kommen.
Außerdem sollte man die Oberfläche im Auge - besser Tastbefund - behalten, denn bei Abszessen bleibt sie glatt wie bei gesachwollenen Lymphknoten. Parallel zu der Beobachtung sollte AB gegeben werden, denn wenn es ein geschwollener Lamphknoten ist, dann schwillte der auch wieder ab.

Ein Tumor, vermutlich Fibrosarkom ( Weichteiltumor) kann an der Stelle nie ausgeschlossen werden. Wir hatten das voriges Jahr bei unserem Max ( über 9 Jahre alt). Erst dachten wir, da er ja eine Wunde im Mäulchen hatte, auch an einen geschwollenen Lymphknoten. Nach ca 14 Tagen endartete die Oberfläche allerdings ohne Größenwachstum - sie bekam sowas blumenkohliges. Daraufhin endschieen wir und unser TA uns zur OP. Es lief super, allerdings war die Gewebeuntersuchung (Labor) nicht so schön, denn es war wirklich ein Fibrosarkom. Diese Tumore haben eine 100%ige Wiederkehrung. Max hat inzwischen wieder 2 Gnubbel an der stelle, die komischerweise mal größer und mal kleiner werden - hängt irgendwie mit dem Wetter zusammen. Das hört sich zwar blöd an und der TA und wir können uns da keinen Reim drauf mache, ist aber so. Max wird jetzt mit Lymphomyosot behandelt, was super anschlägt. Er wird die Dinger zwar nicht los, aber sie wachsen auch nicht weiter und behindern ihn absolut nicht.

Eine Op an der stelle, auch wenn ungünstg gelegen, ist durchaus möglich und was die Narkose / Alter angeht, so sollte man bei solchen Sachen das Risiko eingehen, noch dazu weil er ja noch in guter Verfassung ist.

Wir drücken die Daumen
 
S

Sabusab

Gast

AW: Tumor, Abzess oder geschwollene Lymphknoten?

Hallo,

bei Abszessen oder Tumoren am Hals habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine Woche warten eventuell schon zu lange sein kann. Bei meinem Bosley hatten wir mit unserer TÄ damals auch abgesprochen, eine Woche zu warten, falls es ein Abszess am Hals ist, der noch nicht reif ist. Nach dieser Woche ist der Gnubbel so groß geworden, dass er etwa 3 Tage später auf die Luftröhre gedrückt hätte und Bosley wahrscheinlich gestorben wäre.
Wenn es die Möglichkeit gibt würde ich auf jeden Fall, auch in diesem Alter noch, operieren. Die OP kann, je nachdem ob der Gnubbel schon mit anderen Bereichen zusammen gewachsen ist, kompliziert und gefährlich sein, aber ohne OP lebt das Schweinchen vielleicht nicht mehr lange.
 
M

Meike+Thorsten

Gast

AW: Tumor, Abzess oder geschwollene Lymphknoten?

Hallo,

wir haben eine ganz ähnliche Geschichte jetzt gerade erst mit unserer Pretty... wir hatten bei ihr Ende letzter Woche auch einen Knubbel am Hals festgestellt, am Montag dann waren wir in der Tierklinik mit ihr (bzw. mein Mann). Dort wurde die Stelle untersucht und u.a. leicht betäubt. Dann hat der Tierarzt in den Knubbel gestochen und da kam wohl sofort Eiter - also ein Abszess. Gestern dann wurde sie operiert, weil der Arzt meinte, er wolle 1. schauen, ob es von den Zähnen kommt, also ne Zahnfehlstellung dahintersteckt und 2. könne es sein, dass man ohne OP nicht alles entfernen kann und dann kann der Abszess sich immer wieder bilden :mist: die Kleine befindet sich mittlerweile wieder absolut auf dem Weg der Besserung. Der Abszess wurde komplett entfernt und die Zähne als Ursache konnten auch ausgeschlossen werden. Wir sind also guter Hoffnung, dass sie weiterhin abszessfrei leben wird.

Deinem Schweinchen alles Gute und hoffentlich schnelle Besserung! Hier sind alle Daumen und Pfoten gedrückt, dass es kein Tumor ist!!

Liebe Grüße, Meike (momentan ohne Thorsten)
 
F

fellkugelmama

Gast

AW: Tumor, Abzess oder geschwollene Lymphknoten?

Danke für eure Antworten. Inzwischen weiß ich mehr.
War am Samstag bei Dr. Schwarz in Sasel, der u.a. zwei Gewebeproben aus dem Gnubbel entnommen und erst mal gar nichts vermutet hat. Gestern habe ich dann telefonisch erfahren, dass keine Tumorzellen gefunden wurden, sondern es sich ziemlich sicher um einen Abzess handelt, der noch etwas reifen muss, um dann operativ unter Inhalationsnarkose entfernt werden zu können. Ich bin zuversichtlich. Heute hat Puschel eine Antibiotikaspritze bekommen, und an den kommenden fünf Tagen soll ich ihm das Antibiotikum oral einflößen, damit sich die Stelle abkapselt und besser behandeln lässt.
Ich habe unfassbar viel Geld beim Tierarzt gelassen (inzwischen schon 67,- plus die 11,- bei meiner TÄ in Harburg), hab aber am WE auch Gismo durchchecken lassen (fand es aber nicht nett, dass der TA ungefragt seine Krallen gekürzt hat - das kann ich auch selber und zwar gratis...), und was die OP kostet, wage ich gar nicht zu vermuten, aber was soll´s...hauptsache mein Schweinchen wird leben! Ich habe jetzt wirklich wieder alle Hoffnung!

Puschel ist immer noch gut drauf, frißt und alles. Der Gnubbel scheint nicht wirklich gewachsen zu sein in den letzten Tagen (am Sa hat der TA dem Kleinen Spinnengift gespritzt), allerdings ist er etwas nach unten Richtung Brust gewandert. Ist das gut oder schlecht?
 
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