Garantie/Gewährleistung bei Tieren/Meerschweinchen

Diskutiere Garantie/Gewährleistung bei Tieren/Meerschweinchen im Allgemeines Forum im Bereich Meerschweinchen; Mich würde mal interessieren: Mit dem neuen Garantiegesetz hat sich auch was für Züchter geändert. Genaueres muß ich nachlesen aber es ging darum...
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Alex12176

Gast
Mich würde mal interessieren:
Mit dem neuen Garantiegesetz hat sich auch was für Züchter geändert. Genaueres muß ich nachlesen aber es ging darum daß Tierhandlungen und Züchter Quasi dafür "garantieren" müssen daß die Tiere gesund sind und innerhalb einer gewissen Zeit, glaube ein Jahr, muß der Züchter für evtl. Tierarztkosten aufkommen. Gilt das nur für "gewerbliche" Züchter oder auch Hobbyzüchter?? Wie handhabt Ihrs wenn jemand "reklamiert"???
 
23.12.2003
#1
A

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Gast

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J

Jessy

Gast
hallo alex,

wo steht denn so ein "schwachsinn" sorry...
aber ich denke, kein züchter der welt kann garantieren, dass ein tier, was er abgibt nicht in ein paar monaten an einer krankheit stirbt, sei es einfach so, aus dem "nichts" oder durch fahrlässiger handlung des neuen halters :eek:
 
A

Alex12176

Gast
Nein, jetzt ernsthaft! Ich habe mir den Bericht auch mal ausgedruckt! Weiß leider nicht mehr wo er ist. Aber das ist wirklich so!!!
 
A

Alex12176

Gast
Auf die Schnelle habe ich diesen Bericht gefunden, ich aber nicht das was ich gelesen habe:

Ansprechpartner: H.-J. Reichstein, Hauptgeschäftsführer

Tiere sind keine Sachen - weder "neu" noch "gebraucht"
Tierärzte fordern Änderungen im neuen Schuldrecht

Tiere dürfen nicht als "gebrauchte Sachen" gehandelt werden und die Verjährungsfrist für die Gewährleistung beim Tierkauf soll auf sechs Monate verringert werden. Diese Änderungen im Bürgerlichen Gesetzbuch fordert die Bundestierärztekammer nach einem Beschluss ihrer Delegierten auf der Herbstsitzung am 25. und 26. Oktober 2002 in Bonn.
Zum 1. Januar 2002 ist ein neues Schuldrecht in Kraft getreten. Für den Kauf von Tieren sind seitdem Sonderregeln für Gewährleistungsfristen abgeschafft - Tiere werden wie "Verbrauchsgüter" behandelt. Für ein Verbrauchsgut sieht das Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB, § 475 Abs. 2) vor, dass die Frist für Ansprüche auf Gewährleistung bei gebrauchten Sachen auf ein Jahr verkürzt werden kann.
Die Bundestierärztekammer wie auch die Tierärztekammer Westfalen-Lippe lehnt es vor allem aus ethischen Gründen ab, bei Tieren von "neu" oder "gebraucht" zu sprechen. Die Begriffe "neu" oder "gebraucht" sind außerdem unter keinem logischen Gesichtspunkt auf Tiere anwendbar.
Tiere sind Lebewesen, die sich naturgegeben und individuell ab dem Tag ihrer Geburt verändern - durch Wachstum, Krankheit, tierärztliche Behandlung, Haltung, Fütterung, Transport und Nutzung. Der Zustand eines Tieres kann nur als eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt einer tierärztlichen Untersuchung beurteilt werden. Vorhersagen, wie sich ein Tier entwickeln wird, sind über einen längeren Zeitraum nicht möglich. Die Gewährleistungsfrist sollte daher für den Kauf von Tieren einer Sonderregelung unterliegen - der Verkürzung auf sechs Monate -, um unnötige Rechtsstreite zu verhindern.
Die Bundestierärztekammer hatte sich bereits in den 80er Jahren dafür engagiert, die Definition des Tieres als Sache im Bürgerlichen Gesetzbuch zu beseitigen. Dies geschah 1990 durch einen neuen § 90 a, der ausdrücklich formuliert: "Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt." Weiter heißt es allerdings: "Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist."
Der Bundestierärztekammer ging es damals nur am Rande um rechtliche, vor allem aber um ethische Gesichtpunkte. Dies ist auch jetzt wieder der Fall, wenn ein Tier als "neu" oder "gebraucht" definiert werden soll. Um dies zu verhindern, ist gemäß der Formulierung des letzten Satzes von § 90 a BGB eine ausdrückliche Ausnahme der Tiere von den "gebrauchten Sachen" erforderlich.
 
S

Susanne

Gast
es ist wirklich so !!

zumindest hundezüchter müssen diese 2 jahre garantie übernehmen :ungl: soweit ich weiß bezieht sich das aber hauptsächlich auf genetische fehler wie HD usw - wenn es zb zuchtausschließend ist oder operationen notwendig sind !!

inwiefern sich das durchsetzen lässt - keine ahnun :eek:

ob sich das auf meerschweinchenzüchter übertragen lässt, weiß ich leider auch nicht, aber notfalls würde ich im kaufvertrag so einen passus einbauen von wegen "kauf von privat + keine garantie" oder so ähnlich !! findet man doch ab und zu mal auf ebay :D

wo kann man sich denn da mal schlau machen ??
 
J

Jessy

Gast
hallo alex,


wow, das ist ja ein echt ein ding... *kopfschüttel*
im grudne genommen finde ich es ja gut, aber man kann wirklich nicht verlangen, dass der züchter 1 jahr nach dem erwerb des tieres die TA kosten übernimmt.

sichelich wird das tier irgendwann mal milben oder eine erkältung haben und dann rechne das mal auf die ganzen tiere, da wirste ja arm bei :ohnmacht: :D
 
A

Alex12176

Gast
Ich habe damals nen Bericht ausgedruckt von einer TV Sendung. Habe es auch noch, die Frage ist nur WO:verw:
Aber ich klaube wenn man lange genug im Netz sucht wird man fündig. Habe heute leider keine Zeit mehr dafür.

Es ist halt schon wichtig das zu wissen ob man dafür haftbar gemacht werden kann oder man durch eine Klausel per Vertrag sich absichern kann. Ist mit Sicherheit für jeden interessant!!

Unter die Gewährleistung fallen mit Sicherheit keine Milben o.Ä. mehr genetische defekte oder vererbbare Knochenkrankheiten....
 
M

monithemagician

Gast
Hi!

Ich finde das schon ganz ok, wenn es um echte Zuchtfehler geht, wenn also durch Fahrlässigkeit Krankheiten hervorgerufen werden...

So ist der Züchter mehr gezwungen, verantwortungsbewußt zu züchten und bei der Abgabe der Tiere evtl. "Fehler" auch auszusprechen, wenn z. B. das Tier zuchtuntauglich ist.

Allerdings darf und KANN das ja nicht für alle auftretenden TA-Kosten innerhalb eines (halben) Jahres gelten: Wenn ich meinen Tieren keinerlei Heu GÄBE, kann doch dann für die Zahnfehlstellung nicht der Züchter haften. Und da so etwas oft nicht kontrollierbar ist, wird das Gesetz doch hoffentlich nur bei eindeutig nachweisbaren fahrlässigen Zuchtfehlern (ohne Aufklärung bei Abgabe) gelten, oder?

Gruß,

Moni
 
Klee

Klee

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Hi,
ja heisst das dann aber nicht auch, dass ein Züchter im Prinzip kein "fehlerhaftes" Tier abgeben darf? Die passieren doch immer mal und würden dann als Liebhabertiere abgegeben. Wenn der Züchter dann ein Jahr darauf haftet und TA... bezahlen muss, würden sich das vielleicht manche überlegen und so ein Tier gleich umbringen oder??? Hab ich das so etwa gerade richtig verstanden??? HOffentlich nicht...
Klee
 
S

Sandra H.

Gast
Hei!

Es ist tatsächlich so, dass er Käufer zwei Jahre Garantie auf offensichtliche Vererbungsfehler hat, die aber nachgewiesen werden müssen (Röntgenbild, Bericht TA, Obduktion...).

Also wegen Milben und Pilz brauchen die Leute nicht ankommen (es sei denn es passiert kurz nach Übergabe, dann beteilige ich mich freiwillig an den TA-Kosten).
Bei festgestelltem Herzfehler aber schon. Dann nimmt man das Tier zurück und erstattet den Kaufpreis (TA-Kosten weiss ich jetzt nicht genau) oder gibt ein gleichwertiges Tier ab.

Wie sich das mit Zahnfehlstellung wegen falscher Fütterung verhält, ist einen interessante Frage *grübel*...

Bei anderen Eigenschaften, die zum Zuchtausschluss führen (können), wie FO, Kleinwuchs, krumme Kralle etc. haftet man nicht, wenn man vorher darauf hingewiesen hat, ggf. schriftlich festhalten (ich mache das schwarz auf weiss im Stammbaum).
 
S

Susanne

Gast
Original geschrieben von Klee
heisst das dann aber nicht auch, dass ein Züchter im Prinzip kein "fehlerhaftes" Tier abgeben darf?
also wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann man fehlerhafte tiere abgeben - nur muss man deutlich auf diesen fehler hinweisen !!

also wenn jetzt jemand ein ausstellungstier von dir kauft und du sagst nicht das es FO hat, kann er die rückgabe ect forden !! (ist natürlich nur ein beispiel - FO sieht man ja eigentlich sofort ;) )

oder besseres Bsp: du hast ein satinmeeri und sagts es ist OD-frei und ein paar wochen später stirbt es daran :rolleyes:
 
T

Tamara

Gast
Original geschrieben von Sandra H.
Bei anderen Eigenschaften, die zum Zuchtausschluss führen (können), wie FO, Kleinwuchs, krumme Kralle etc. haftet man nicht, wenn man vorher darauf hingewiesen hat, ggf. schriftlich festhalten (ich mache das schwarz auf weiss im Stammbaum).
Hallo Sandra,

und was für einen Sinn hat das dies auf dem Stammbaum festzuhalten ? dann heißt es eben der neue besitzer hat keinen erhalten oder was auch immer.

Ich denke am sinnvollsten ist es wenn man gleich Abgabeverträge macht. Dann hat jeder ein Exemplar und im Streitfall hat man die Unterschrift des neuen Besitzers auf dem Blatt.
 
Klee

Klee

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Hallo,
na dann ist es ja zumindest nicht so schlimm wie ich zuerst dachte ;)
Klee
 
S

Sandra H.

Gast
Hei Tamara!

und was für einen Sinn hat das dies auf dem Stammbaum festzuhalten ? dann heißt es eben der neue besitzer hat keinen erhalten oder was auch immer.
Dann fehlt auch der Nachweis, dass das Tier von mir ist. Punkt.
Bei mir bekommt jedes Tier eine Stammbaum mit, auch wenn sie an reinen Liebhaber gehen. Sie tragen die Sorgfaltspflicht für das Papier.
Sonst könnte ja jeder kommen, dass gerade DAS Rex oder DIE Angora von mir ist, auf den neueren Stammbäumen sind auch rechts/links Bilder der jeweiligen Tiere drauf.

Ich bin gegen Verträge für alle(s). Ich hasse selber Verträge und das damit begleitende Gefühl des Misstrauens.
Schutzvertrag für zuchtuntaugliche Mädchen, das ja, aber wenn ich auch noch alles andere schriftlich niederlegen muss, dann macht mir das irgendwann keinen Spass mehr, denn es gibt auch noch reichlich gute Menschen.

Ich weiss schon, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser und man würde gleich für später alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen, wenn dann welche kommen sollten...aber es ist nicht mein Ding, nicht zum jetztigen Zeitpunkt.

So viel schlechte Erfahrungen in diesem Bereich habe ich die letzten fast 10 Jahre nicht gehabt, die lagen ganz woanders.

Selber habe ich auch schon Tiere eingekauft, die viel zu früh an organischen Schäden verendet sind. Die Nachweispflicht ist auch nicht billig und wer hat letztendlich was davon? Fühle ich mich betrogen, kaufe ich dort nicht mehr, aber wer steckt schon in seinen Tieren zu 100% drin?

Ich handhabte das bisher so, den Züchter zu informieren, damit er einen Augenmerk auf entsprechende Tiere (Eltern, Geschwister, Verwandte) hat, wer Ersatz angeboten hat - super, aber ich würde es nicht verlangen.
Ein bisschen Risiko ist doch immer dabei.
 
J

julia

Gast
Hallo,

für mich stellt sich da einfach die Frage, wie man es nachweist.

Ich habe letztes Jahr Schweinchen aus dem Zooladen gekauft, 3 wochen später wurde
ein Pilz diagnostiziert. Ist ja klar, dass die das aus dem Laden mitgebracht hatten. Aber was hätte ich in dem Fall machen sollen? Hatte ja kein Kassenzettel mehr und wie beweisen, dass der Pilz von dort kam?

Ist irgendwie alles schwierig.

Viele Grüße
 
J

julia

Gast
....

Habe versehentlich, 2 mal auf "Antworten geklickt". Vielleicht kann das ja ein Admin löschen :)
 
A

Alex12176

Gast
@julia
Aber wenn Du beim Züchter kaufst bekommst Du normalerweise einen Stammbaum mit den Züchterdaten....
 
J

julia

Gast
Hallo Alex,

schon klar. Aber bei einem Zoogeschäft müsste es doch eigentlich auch so was geben.
Und die verkaufen die Schweine für viel Geld und noch krank.

Ich weiß, selbst schuld wer beim Zooladen kauft, aber das waren meine ersten Schweine und hatte keine Erfahrung.

Selbst wenn die Frage geklärt ist, dass das Tier von Dir ist. Wie könnte der "Kunde" es nachweisen, dass die Krankheit noch von Dir verursacht ist. Ich meine jetzt keine Herzkrankheiten oder eine Erbkrankheit, sondern einfach die üblichen Sachen.
Wie will man nachweisen, dass die Pilzinfektion durch Dich verursacht wurde?
Man hat ja meistens auch kein Nachweis darüber, dass der eigene Tierbestand pilzfrei war. Das ist jetzt auch nur ein Beispiel.
 
A

Alex12176

Gast
Ich habe auch mal ein Tier von einer Zoohandlung gekauft das ich nach 1 1/2 Wo wg. Lungenentzündung einschläfern lassen mußte. Da die Zoohandlung ca. 50km entfernt war habe ich angerufen. Die meinten das Tier war gesund es wäre mein Fehler gewesen und als Beweis sollte ich doch das tote Tier mitbringen...dann schaun wir mal.....Als wir vorher dort waren sahen wir Ratten die einen sehr deutlichen Schnupfen hatten und auch die Tochter des Besitzers sagte daß sie krank waren, das sagte ich dem Herrn auch am Telefon aber er sagte nur sie seien gesund. In diesem Geschäft wurde nur gelogen....mir ging es damals nicht um einen Ersatz sondern mehr um eine Entschuldigung....
 
B

Bridget02

Gast
So klar ist das nicht! ich hab´mir den Pilz auch schon mit Heu eingeschleppt und kann da wirklich niemand einen Vorwurf draus machen!
 
Thema:

Garantie/Gewährleistung bei Tieren/Meerschweinchen

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