Ich brauche Hilfe!

Diskutiere Ich brauche Hilfe! im Allgemeines Forum im Bereich Kaninchen; Hallo, ich bin neu in diesem Forum und habe mich extra wegen meinem großen Problem registriert, denn wirklich weiterhelfen konnte mir auf anderen...
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Schnubbiele

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Hallo,

ich bin neu in diesem Forum und habe mich extra wegen meinem großen Problem registriert, denn wirklich weiterhelfen konnte mir auf anderen Seiten niemand.

Meine Hoffnung ist, dass es hier mehrere Leute gibt, die sich wirklich auskennen und mir helfen können.

Ich schreibe alles nach besten Wissen und Gewissen auf und fange von Vorne an:

Im Juli diesen Jahres habe ich meinen Paul (Löwenkopfkaninchen, sehr sanft und zutraulich, etwas faul) und meine Paula (Zwergkaninchen, schüchtern, nicht zutraulich, verschmust) beim Händler meines Vertrauens erworben. Dort hatte ich vor 1,5 Jahren auch schon ein Kaninchen gekauft (ist leider entlaufen ;-( ) und war - wie der Tierarzt auch - sehr zufrieden. Paul ist ca. 1 Jahr alt und Paula etwa ein halbes Jahr. Die beiden verbrachten die ersten Wochen in getrennten Käfigen (einer 100 x 50 und der andere 140 x 70 cm) und haben jeden Tag mehrmals Auslauf (ohne Begrenzung) gehabt (getrennt natürlich ). Paul wurde kastriert und hat das wunderbar überstanden. 6 Wochen später durften die beiden endlich zusammen sein. Ich habe sie in einem Zimmer vergesellschaftet, indem sie beide schon vorher waren. Ich habe beide Käfige mit offenen Türen in das Zimmer gestellt und außerhalb der Käfige Rückzugsmöglichkeiten geschaffen und viel Spielsachen verteilt. Das Fressen hatte ich von Anfang so platziert, dass beide zusammen fressen mussten / konnten. Erst gab es Kämpfe, wo Paula ein paar Fellflocken lassen musste und die beiden haben sich gegenseitig gerammelt. Nach genau einem Tag waren die beiden unzertrennlich und dicke Freunde. Es wurde zusammen geschlafen, gekuschelt, gefressen und sie leckten sich gegenseitig sauber. Ein paar Tage ließ ich die beiden noch in dem Zimmer mit offenen Käfigen und dann kamen erstmal beide in den großen Käfig. Natürlich gab es weiterhin viel Auslauf für beide zusammen. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass Paula eine Scheinschwangerschaft hatte, nachdem Paul sie das erste mal bestiegen hatte (wurde tierärztlich abgeklärt). Als endlich der große Käfig (Marke Eigenbau) (1,50 m x 60 cm x 2 m, 4 Etagen) fertig war haben beide einziehen dürfen. Sie haben sich sehr wohl gefühlt und waren ab da auch Stubenrein. In dem Käfig ist auf jeder Etage eine Toilette vorhanden und diese haben sie wunderbar genutzt. Auch außerhalb des Käfigs gab es kaum Kötell oder dergleichen. Nun habe ich seit Donnerstag noch ein Kaninchen (Paulina, ca. 10 Wochen alt, Castorrex Zwerg, sehr neugierig, sanft, handzahm, ein wenig schreckhaft). Paulina habe ich bestellt und mir wurde eigtl. gesagt, dass es ein älteres Mädel wäre, damit sie sich mit den beiden anderen verträgt und nicht unterlegen ist von der Größe her. Naja, nun war Paulina da und eben nicht ein ca. 6 Monate altes Kaninchen. Da ich sie extra bestellt hatte nahm ich sie natürlich trotzdem (sie wieder zurückschicken oder da lassen kam nicht in Frage, da Tiere keine Gegenstände sind, die ich einfach umtauschen kann!). Sie ist ein Sonnenschein und ich bin sehr froh, dass ich sie habe. Paulina lebt jetzt erstmal in dem großen Käfig 140 x 70 cm alleine und bekommt wie die anderen auch mehrmals viel Auslauf am Tag. Mit ihr gibt es keine Probleme, sie gewöhnt sich gerade an Frischfutter und bekommt jetzt nach und nach das Mastfutter reduziert. Paulina ist beim Auslauf alleine, also ohne die anderen beiden. Nun ist es so, dass Paul, seit Paulina da ist, total ausflippt. Er hat am Donnerstag Paula angegriffen - sie gebissen, ihr Fell ausgerissen und bis zur völligen Erschöpfung gejagt. Wir haben erst eingegriffen, als Paula geschrien hat wie ein kleines Kind (ich habe noch nie sowas schreckliches gehört, es hat mir das Herz zerrissen). Wir haben Paul dann erstmal rausgenommen und Paula auf den Arm genommen, die ganz apathisch im Käfig hockte. Paula beruhigte sich nach einer Weile und wollte gar nicht mehr runter vom Arm (ganz untypisch für sie). Paul war auch wieder ruhig und ließ Paula in Ruhe, also ließen wir die beiden wieder zusammen im Käfig sein ( wir haben immer nach dem rechten gesehen). Am Freitag kam dann der Höhepunkt.... Paul hat Paula richtig attackiert und sie einfach nicht in Ruhe gelassen, sie hetzte durch den Raum, fiel dabei mehrmals auf die Seite und sprang mir auf den Schoß (ich saß am Boden) und krallte sich richtig fest und wollte wieder nicht runter von meinem Arm. Da soo viel Fell geflogen war (von Paula) und sie richtig fertig war nahm ich Paul und setzte ihn erstmal in den kleinen Käfig. Ich rief unseren Tierarzt an, der auch den Check up der beiden gemacht hat und dem ich wirklich vertraue. Er sagte, es könnte sein, dass Paul Paula angreift, weil er nicht Paulina angreifen kann, als eine Art Ausweichmanöver. Aber er wunderte sich sehr über Pauls verhalten, da er ihn ja kennt und weis, dass er so sanft und zahm ist und vor allem ist er ja kastriert, also eigtl. noch ruhiger als er eh schon war. Weil ich den Ernst der Lage geschildert habe haben wir beschlossen Paul homöopathische Beruhigungstropfen zu geben. Die bekommt er nun 2x am Tag nach genauer Anweisung des Tierarztes. Ob eine Besserung eingetreten ist, kann ich noch nicht sagen. Er geht nach den Tropfen immer in sein Haus und schläft dann erstmal.

Ich mache mir wirklich Sorgen um meine 3 Herzchen, denn ich finde es furchtbar, dass jetzt alle 3 alleine sein müssen, das tut mir wirklich weh. Aber ich will natürlich auch nicht, dass Paula schlimmeres passiert und sie eingeht bei dem Stress, den sie mit Paul ausgesetzt ist. Paulina muss noch ein bisschen wachsen, damit sie den beiden nicht unterlegen ist und wird dann vergesellschaftet. Im Moment geht das gar nicht, weil Paul sie wahrscheinlich zerfetzen würde und Paula mag Paulina wohl überhaupt nicht. Sobald Paula die Kleine sieht uriniert sie wie wild und seit Paulina da ist geht Paula auch gar nicht mehr aufs Klo, sie lässt einfach alles raus, wo sie gerade ist. Paulina ging mehrmals auf Paula zu und legte sich demütig vor ihr nieder, aber Paula ignoriert sie und "grunzt" und klopft die ganze Zeit nur. Also klare Abweisung.

Was mache ich denn jetzt am besten? Ich bin fix und fertig und meine Herzchen leiden doch auch sehr darunter. Bitte bitte helft mir!

Achja, die 3 leben in ihren Käfigen in unserer Küche. Paula und Paulina haben wir so gestellt, dass sie sich sehen können (auf Eck) und Paul haben wir so gestellt, dass er die beiden Damen nicht sehen kann (auf Anordnung des Tierarztes). Der Auslauf findet auch in der Küche statt (wir haben eine sehr große Küche). Wir leben hier mit unseren beiden Kindern (9 und 4 Jahre) und in der Küche ist es eigtl immer ruhig. Mein Kleiner 4 Jähriger lässt die Herzchen in Ruhe und hilft immer fleißig beim füttern und spielt mit ihnen, wenn sie herumlaufen (er ärgert sie wirklich nicht); er geht sehr zärtlich mit ihnen um (da sind wir sehr stolz drauf). Nur unser großer Sohn ist sehr laut und will nicht verstehen, dass es Tiere sind und wir nicht dulden, dass er sie wie Spielzeug behandelt. Er fürchtet sich aber wahnsinnig vor den dreien, aber sobald sie außer Reichweite sind versucht er sie zu ärgern so gut es geht. Unsere Konsequenz ist, dass die Küchentür immer abgeschlossen ist und die Kinder nur hereinkönnen, wenn wir aufschließen. Der Große ist eh meistens im oberen Stockwerk bei den Großeltern, deswegen sind diese Situationen ca. 2 mal am Tag mit ihm. Wir unterbinden dieses Verhalten auch sofort! Auch beim Essen und Kochen herrscht in der Küche immer Ruhe. Ein anderer Raum kommt auch nicht in Frage für die Herzchen. In der Küche ist es auch nie zu warm. Im Sommer ist sie immer kühl und im Winter wird wenig geheizt. Fenster sind ständig offen und es herrscht kein Durchzug.

Wenn ihr noch Fragen habt, fragt einfach. Ich habe bestimmt das ein oder andere Wichtige vergessen zu schreiben (bei so langem Text kein Wunder).

LG,

Schnubbiele
 
  • #1
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Gast
JackyMaxi

JackyMaxi

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AW: Ich brauche Hilfe!

Die Tiere stehen definitiv unter Dauerstress. Vielleicht ist es für eine erneute Vergesellschaftung auch schon viel zu spät. Dass sie sich ständig sehen bzw. riechen, ohne eine Rangordnung klären zu können löst unglaublichen Stress bei den Tieren aus. Ich würde die Käfige auf jeden Fall räumlich voneinander trennen, zumal die ja sowieso viel zu klein sind. Der zweite Stress entsteht durch das ständige Ärgern der Tiere eures Sohnes. Wenn du nicht in der Lage bist den Stress von den Tieren zu nehmen, wäre es vielleicht am Besten die Tiere abzugeben und ihnen irgendwo getrennt voneinander ein schönes Leben zu ermöglichen. Tendenziell würde ich vorschlagen ein schönes Freigehege für die Tiere im Garten oder auf dem Balkon zu bauen und sie dann, wenn die Kleine alt genug ist, miteinander an einem neutralen Ort (wäre dann das Freigehege) zu vergesellschaften. Aber bis dahin muss jeglicher Stress von den Tieren genommen werden. Evtl. ist auch eine erneute zwischen den beiden ersten Tieren möglich, sobald der Stressauslöser verschwunden ist. Achte aber darauf, dass dies an einem neutralen Ort passiert (Badezimmer werden dazu gerne genutzt).
 
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kibi

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AW: Ich brauche Hilfe!

Hallo, ganz meiner Meinung, die Tiere müssen auf jeden Fall räumlich getrennt werden. Das dritte Kaninchen hättest du erst garnicht in den Raum der anderen beiden stellen dürfen, dann wäre Paul ganz sicher nicht auf Paula (als Ersatz für das unerreichbare Kaninchen) losgegangen. Denn selbst, wenn Kaninchen sich nicht sehen, können sie sich jedoch riechen. Ich hoffe, du hast den Rat von JackyMaxi inzwischen schon befolgt und alle drei in getrennte Zimmer platziert und wenn das nicht möglich war, die drei bereits abgegeben.
 
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