Überblick: Chinchillaernährung

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Das Thema Ernährung bei Chinchillas ist sehr sehr umstritten. Soweit einig ist man sich zumindest in dem, dass man Trockenkräuter, -blätter und-blüten geben sollte und gutes Heu. Zudem natürlich frische Zweige samt Blatt und Äste.


Dann spaltet sich das Lager: manche verfüttern Pellets, manche - so wie mittlerweile auch ich - Frischfutter (Gemüse, Obst, Küchen - und Wildkräuter).

Andere Futtermittel, die man im Zoofachhandel als "Chinchillafutter" kaufen kann, sind für Chinchillas ungeeeignet und gesundheitsschädigend z.B. das Trockenfutter von Prestige.


Hier mal ein kleiner Überblick, was Chinchillalhalter so verfüttern

Eine Chinchillaernährung kann folgende Komponenten beinhalten:


Frischfutter


Gras, Golliwoog/calisia repens, Eisbergsalat, Sellerie, Birne (v.l.)

Man kann alle Gemüsesorten, Obst, frische Küchenkräuter, Wildkräuter, frisches Gras, Golliwoog und andere, Zweige, Blätter und Äste verfüttern.


Cobs und Agrobs


Selbsterstellte Trockenfuttermischung aus Cobs, Agrobs, Hagebutten, Rosenblüten; Cobs; Bunny Allgäuner Frischgrünsnack (v.l.)

Es gib verschiedene Kräuter-, Heu- und Gräsercobs; z.B. von JR Farm, Bunny oder Pre Alpin. Ohne Probleme können auch die meinsten Pferde-, Kaninchen- oder Meerschweinchencobs gegeben werden.


Getrocknete Kräuter, Blätter und Blüten

Trockenkräuter-, Blüten und Blattmischungen

Es gibt verschiedene getrocknete Kräuter von so gut wie jeder Marke u.a. Löwenzahn, Spitzwegerich, Echinacea, Sonnenhut, Brennessel, Rotklee, Petersilie, Pfefferminze, Möhrenkraut, Mariendistel, Ruccola,...

Hafer oder Luzerne sollten nur selten gegeben werden.

Getrocknete Blätter (gibt es z.B. von Herbal Farm): Birke, Haselnuss, Apfel, Johannisbeerstrauch,...

Trocken-Blüten: Löwenzahn, Gänseblümchen, Rosenblüten, Kornblume, Sonnenblume, Ringelblume, Hibiskusblüte, Hopfendolden, Kleeblüte,...

Man kann selbstverständlich alles auch selber pflücken, sammeln und selber trocknen.


Sämereien

Sämereienmischung

Damit ist weitgehen Kanarienvogel- und Wellensittlichfutter gemeint, das aus feinen Sämereien und Hirsesorten besteht. Nicht mehr als 1 Löffel am Tag geben.


Pellets

Es gilt, dass man - wenn man denn Pellets überhaupt verfüttern will - nicht mehr als 1 EL am Tag geben soll. Man sollte auf hochwertigere Marken zurückgreifen wie Bunny (Kräuter), Berkel (Kräuter), Ovator, "Natürlich lecker" (Dehnermarke). Akzeptabel sind auch Pellets von JR Farm.

Zudem existieren auch noch Pellets, die fast nur aus Kräutern, Petersilie, Karotte, Apfel etc bestehen. Diese gelten nicht als Grundnahrungsmittel, können aber in Maßen als Leckerchen gereicht werden.


Leckerchen

Hagebutte, Karotten-, Apfel-, Gurke- und Zucchinichips, Haferflocken, Nüsse und Rosinen (beides nur selten geben), (Frucht-)Müsli (1 EL) ...

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Jeder Halter muss selber entscheiden, was er von den oben genannten Sachen seinen Tieren anbieten möchte und als was - also was Haupt- und was Zusatzfutter sein soll. Leckerchen bleiben Leckerchen-klar.

Generell gilt: eine Futterumstellung oder Erweiterung nur langsam und vorsichtig durchführen lassen! Kot und Gewicht kontrollieren.

Das Tier nie zu etwas zwingen z.B. indem man ihm einfach nur das neue Futter anbietet und das alte weglässt! Das Chin soll selber entscheiden
können. Am besten das neue Futter im seperaten Futternapf anbieten- so kann man auch die gegessene Menge des neuen Futterangebots kontrollieren.
Es kann Wochen dauern bis Chins Neues akzeptieren oder überhaupt probieren. Aber sie werden es früher oder später tun wysiwyg image Manche Tiere stürzen sich gar unkontrolliert auf Neues wie z.B. Frisches, das auf eine mögliche Nährstoffmangelkompensation zurückzuführen sein könnte.


Heu, Kräuter und Wasser müssen immer vorhanden sein!

Aber Heu als Hauptnahrungsmittel reicht nicht aus! Vitamin und Mineralstoffmangem wären die Folge und ein ganz extremes Abmagern des
Chins, da Heu ungenügend viel Kalorien besitzt. Der Nährwert von Heu ist fast gleich Null- lediglich der hohe Rohfasergehalt macht Heu so wertvoll. Und es wird neben Gras und Kräutern (alles besitzt viel strukturierte Rohfaser!) zum Kurzhalten der Nagerzähne benötigt.
 
Matthias

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AW: Überblick: Chinchillaernährung

Hallo,

auch hier noch die generelle Anmerkung dass es sich beim vorherigen Beitrag um eine Futterphilosophie von vielen handelt und viele Chinchillahalter andes füttern. Dementsprechend gelten die gemachten Angaben (z.B. maximal ein EL Pellets/Tag) natürlich nicht bei andern Fütterungsarten (z.B. Pelletfütterung) gelten.

Auch die Umstellung zwischen verschiedenen Fütterungskonzepten sollte langsam geschehen, ein Tier das noch nie Frischfutter bekommen hat sollte natürlich langsam daran gewöhnt werden.

Generell noch zu den Pelletmarken: Im Prinzip sind alle Marken die über den Zoofachhandel verkauft werden mit Vorsicht zu geniessen, da die vorangegangene Lagerung natürlich nciht beurteilt werden kann, bei den speziellen Chinchillamarken (Berkel, Ovator) liegen Produktions- und Verkaufsdatum meist relativ nahe zusammen.

Hier noch der Link zum anderen (weitgehend identischen) Thema:
https://www.forum-haustiere.de/chin...-co-aus-heu-graesern-und-kraeutern_47107.html
 
GrünerKaktus

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AW: Überblick: Chinchillaernährung

Hallo,

eine Frage:

die halter, die ich kenne und die nur Pellets verfüttern, geben ihren tieren auch nicht mehr als 1-2 Löffel pellets am tag. Diese sind ja relativ gehaltvoll (Kalorien, Vitamine, Mineralien). Eine Überversorgung ist der Fall, wenn man mehr anbietet.

wieviel löffel am tag empfiehlst du denn?


warum Futterphilosophie?

Ich habe doch nur allgemein aufgezählt, was man so an ernährungsweisen in chinhalterkreisen wiederfindet?! :confused:

ich gebe meinen chins gar keine pellets und habe die trotzdem oben aufgezählt...
 
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