Oranger Zwergkrebs (CPO)

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Christin85

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Cambarellus patzcuarensis sp. Orange/ Oranger Zwergkrebs (CPO)

Allgemein
Die Cambarellus patzcuarensis stammen aus dem Lago de Pátzcuaro (Bundesstaat Michoacán/Mexiko). Die uns bekannte orange Variante ist allerdings nicht in freier Wildbahn zu finden, da diese eine Zuchtform des Cambarellus patzcuarensis darstellt.
Männchen und Weibchen sind anhand der Begattungsgriffel zu unterscheiden, welche ein Männchen besitzt, Weibchen aber nicht. Zudem werden die Weibchen mit ihren ~40mm gute 10mm größer als die Männchen.
Die CPOs sind, was die Wasserwerte betrifft, recht genügsam.

Temperatur: 10 - 25 °C (optimal 18-22°C)
PH: 6,5 - 9
GH: >6°dH

Erläuterung:
Die Temperatur kann hier zwischen 10 und 25°C betragen. Allerdings ist es besser, sich bei 18-20°C einzupendeln. Aus diesem Grund benötigen die Becken in der Regel auch keinen Heizstab.
Bei einer Temperatur über 22°C ist darauf zu achten, das Becken gut zu belüften um den Sauerstoffgehalt hoch zu halten.
Ein wöchentlicher, kleiner Teilwasserwechsel ist zu empfehlen. Dieser sollte eher klein sein, um z.B. zu verhindern, dass die Tiere sich frühzeitig häuten, Eier abwerfen usw. Der regelmäßige Wasserwechsel dient dazu, die Wasserbelastung möglichst gering zu halten.


Das Becken
Größe
Was die Größe betrifft, gibt es hier unterschiedliche Meinungen. Ich denke ab 25/30 Litern können die Tiere schon gehalten werden. Hierbei empfielt es sich aber, nicht mehr als 1 Männchen und 2 Weibchen zu halten. Besser wäre nur ein Tier oder 2 Mädels. Zudem muss aber bedacht werden, dass es bei Nachwuchs sehr schnell eng wird. Nicht selten ist Kanibalismus zu beobachten. Besser ist daher meist ein 56l Becken (oder größer).

Beleuchtung

Die Krebse stellen an die Beleuchtung keine großen Ansprüche. Es ist sogar möglich, dass Becken ganz ohne Licht zu betreiben. Sind Pflanzen im Becken, sollte die Beleutung auf ihre Bedürfnisse hin ausgesucht werden.

Heizung
Zimmertemperatur ist völlig ausreichend und sogar empfehlenswert. Hierbei liegt dann die Temperatur im Becken häufig zwischen 19 und 22°C.

Filter
Hierbei ist es eigentlich ziemlich egal, wie gefiltert wird. Ob Innen- oder Außenfilter, HMF oder Luftheber – wichtig ist lediglich, dass genügend Sauerstoff im Becken ist. Wichtig ist zudem, dass die Jungkrebse nicht in den motorbetriebenen Filter hineinkrabbeln können. Es empfiehlt sich daher, den Eingang mit einem Nylonstrumpf, oder einem Stück Filtermatte zu sichern.

Einrichtung

Das Becken sollte sehr abwechslungsreich mit vielen Verstecken, ein paar Pflanzen und Laub eingerichtet werden. Auch Wurzeln sind häufig beliebt.
Es eignet sich daher, spezielle CPO Höhlen, Tongefäße, Steinaufbauten, Laub und Wurzeln als Rückzugsmöglichkeiten.
Die Krebse lieben dazu auch dunklen Boden, möglichst Sand mit einer dicken Mulmschicht, sowie viel Eichen- und Buchenlaub (im Winter im Wald trocken sammeln).
Bei der Auswahl der Pflanzen gibt es keine Einschränkungen. Es sollten aber auch feingliedrige Pflanzen und Moose vorhanden sein. Auch ein zugewachsener Bereich mit vielen Versteckmöglichkeiten darf nicht fehlen. Gerade diese werden in der Zeit nach der Häutung benötigt, bis der neue Panzer ganz ausgehärtet ist.

Futter

Laub (Eiche, Buche, Seemandelbaum), getrocknete Brennnessel, Salatgurke und Zucchini, Brockolie, Möhren und Erbsen (Glas oder Tiefkühlkost, Schale entfernen!), Paprika, Melone, Spinat (Tiefkühlkost), gekochte Kartoffeln und ungekochte Nudeln, Frostfutter (z.B. Rote Mückenlarven, Muschelfleisch, Krill), Lebendfutter (Rote Mückenlarven, Bachflohkrebse), Handelsübliches Granulatfutter, Fischfutter, Futtertabletten, Spirulina-Sticks, entkapselte Artemien, und vieles mehr

Wichtig!
Obst, Gemüse und Brennnesseln vorher mit heißem Wasser einmal abbrühen oder schälen.
Kartoffeln und Nudeln enthalten viel Stärke. Daher sollten sie nicht zu lange im Wasser bleiben, da sie dieses sehr belasten können.

Nicht füttern:

Petersilie, frischer Spinat, Bambuslaub,

Zucht

Die Krebse sind zwischen dem 3. und 4 Monat (ca. 15-20mm) geschlechtsreif. Dies hängt aber auch stark von den Wasserwerten, Temperaturen und der Ernährung ab.
Gerade wenn die Zucht angestrebt wird, sollte eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung berücksichtigt werden. Zudem sind spezielle CPO Höhlen für die eiertragenden Weibchen notwendig. Diese können aus Ton oder Bambus sein. Sie sollten in jedem Fall nur vorne eine Öffnung besitzen und hinten geschlossen sein.
In diesen Höhlen verbringt das Weibchen die meiste Zeit der ca. 4 wöchigen Tragezeit.
Nach dem sich ein Weibchen gehäutet hat, wird es von dem Männchen begattet. Dabei dreht das Männchen sein ausgewähltes Weibchen auf den Rücken und mit Hilfe des Begattungsgriffels wird das Spermapacket in die Nähe der weiblichen Geschlechtsöffnung gelegt. Die Paarung kann bis zu einer Stunde dauern und sieht manchmal eher nach einem Kampf aus. Nicht selten fehlen dem Weibchen am Ende ein oder mehrere Beinchen (diese Wachsen aber nach).
Die Weibchen tragen dann 20 – 60 (manchmal auch mehr) Eier, welche sie durch Bewegung ständig mit Sauerstoff versorgen. Abgestorbene, unbefruchtete Eier werden zudem aussortiert und von dem Weibchen gefressen.
Nach ca. 4 Wochen schlüpfen die Jungkrebse und häuten sich noch ein paar Mal am Hinterleib der Mutter bevor sie diese verlassen (ca. 3mm groß).
Die Jungtiere können im Becken der Eltern bleiben, wenn ausreichend gefüttert wird und genügend Versteckmöglichkeiten vorhanden sind.
Fische gehen häufig gern an den Nachwuchs und fressen diesen. Sind keine Feinde im Becken, kann man die Jungtiere oft im ganzen Becken beobachten.
 
10.08.2008
#1
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