Fellnase vom Nachbarn

Diskutiere Fellnase vom Nachbarn im Allgemeines Forum im Bereich Kaninchen; Ich hab für ein paar Tage ein recht erbärmlich gehaltenes Fellnäschen vom Nachbarn bei mir. Und brauch mal einen objektiven Rat. Bitte zerreißt...
Blackmoon

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Ich hab für ein paar Tage ein recht erbärmlich gehaltenes Fellnäschen vom Nachbarn bei mir. Und brauch mal einen objektiven Rat. Bitte zerreißt mich nicht gleich in der Luft o.ä
Also,das Kaninchen wird definitiv NICHT artgerecht gehalten. Nur in einem Käfig (ca. 80cm lang und 20 cm breit) hat keinen Auslauf in der Wohnung,geschweige denn einen Artgenossen,von Gartenauslauf einmal ganz zu träumen (was aber auch eher an der Vermieterin hier liegt,da sie keine Tiere,ausser ihren eigenen Hund im Garten duldet...der Punkt ist also noch ein klein wenig entschuldbar. Meine Katzen dürfen deshalb ja auch nicht raus)

Zudem ist die Nachbareinheit der Meinung das des Tier über Frischfutter den Wasserbedarf decken kann,sprich kein Wasser braucht. Offenbar ist das auch wirklich so,denn das Tier kennt kein Wassernapf (eine "Saug"flasche hab ich leider nicht mehr) Ausserdem würde es dann nicht so viel pinkeln und zusätzlich arbeit machen.
Es hat noch nie einen Tierarzt gesehen,der Käfig war nur mit Zeitungspapier ausgelegt und halt dreckig. Zudem ist das Tier den größten Teil immer allein ohne menschliche Zuwendung/Versorgung. Käfig ist auch nicht wirklich "gut" ausgestattet. Halt ein komisches Plastikhäusle drin und fertig.

Ich wusste zwar ein paar Details und hab mich offen dagegen ausgesprochen und meine Meinung geäussert,das dies Tierquälerrei ist,Tips gegeben,Links von Infoseiten und Foren gegeben etc.pp Aber die wurden offenbar nie beherzigt.
Das volle Ausmaß war mir halt nicht bekannt.

Das Tierchen tut mir wahnsinnig leid. Es kennt offenbar auch kein frisches Heu,was man damit eigentlich tut und auch so das weiche Einstreu ist ihm fremd.

Die sind momentan für ein paar Tage weg,weshalb ich das Tierchen halt habe. Hat mich angeboten es zu nehmen. Natürlich nicht ohne "Hintergedanken" Zumal ich selbst schon öfters Kaninchen in Pflege hatte (nie länger als ein halbes Jahr) Würd zwar nicht behaupten das ich "Profi" im "auskennen" bin,aber man weiß halt was den Tieren gut tut und was artgerecht ist,und was nicht.

Hab vorhin auch erstmal Einstreu und frisches Heu besorgt. Gestern eine Zusatzration frischen Salat und Gemüse eingekauft.
Käfig absolut grundgereinigt und halt aufgefüllt. Das arme Tier war völlig irritiert. Hockte nur auf dem Haus,offenbar wegen dem unbekannten Untergrund - nehm ich an - Heu fressen,neee ging garnicht. Bis ich ihr was unter die Nase hielt und sie ein bisschen was probiert hat.
Sie blüt langsam ein wenig auf...insbesondere wenn mein jüngster Kater mit bei ist. Hab sie momentan noch in der Küche stehen (wollte den dreckigen Käfig nicht so offen zugänglich für meine Katzen stellen) Der kleine Kater hat sich auch total in die Maus verschossen,mag nicht vom Käfig weggehen,streift an dem Tierchen lang sobald er was von ihr erwischen kann und ist halt total süß (kein Jagdverhalten wohlgemerkt *g*) und und und.

Nun bin ich halt echt am überlegen das Kaninchen entweder denen abzuschwatzen (wäre auch halt bereit Geld zu lassen wenn´s pertou nicht anders ist) und eine zweite Nase dazu (meine Katzen sind sehr kleintierverträglich,das wäre auch kein Thema) oder eben den Tierschutz zu informieren. Weil ich nicht möchte das des arme Tier da noch länger so gehalten wird. Zumal es noch nicht alt ist. Schätze es auf vllt. höchstens 1 Jahr...eher etwas jünger.
Wenn ich mir vorstelle das sie da die nächsten Jahre so verbringt wie bisher....nein.

Was würdet ihr machen ? Hab auch ein wenig Schiss halt,gerad wegen Anzeige das rauskommt wer es gemacht hat.
 
Christin85

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AW: Fellnase vom Nachbarn

Hallo!

Sowas ist einfach immer absolut schwierig.
Ich würde erstmal versuchen denen das Tier abzuschwatzen.
Vielleicht hast du die Möglichkeit Fotos zu machen wie das Kaninchen durch deine Wohnung sprintet, Heu mampft usw.
Und dann eben erzählen wie gern du ihn behalten würdest und dass du die Haltung nicht gut findest und sie gesetzlich nicht mal das Mindestmaß einhalten usw.
Vielleicht schaffst du es ja...?

Wenn sie dann nicht einsichtig sind.. müsste man weiter überlegen.

PS: Recht hast du. Käfig zu klein, Auslauf wäre Pflicht (egal ob drinnen oder draußen). Impfen, Partner, evtl. kastrieren, Heu, kein Trofu - alles was gemacht werden müsste.
Wasser brauchen Kaninchen. Meine trinken zwar auch fast nix - können aber. Napf ist übriegens viel besser, als eine Flasche!
 
Blackmoon

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AW: Fellnase vom Nachbarn

Ja,Abschwatzen wäre mir natürlich lieber als alles andere. Da gibt´s halt nur das Problem das die kleine Tochter ein riesen Theater machen würde...vermute ich. Verständlich. Wie soll das Kind das auch verstehen. Wenn das nicht wäre,hätte die Frau mir das Kaninchen sofort gegeben. Hatte ja mehrfach angedeutet das sie das Tier loswerden möchte.

Fotos hab ich gemacht...also erst so wie das Tierchen hier angekommen ist,und dann nach dem Säubern etc. Also Vorher-Nacher-Fotos. Gestern Abend haben wir es hier auch laufen gelassen und es hat´s sichtlich genossen endlich aus der Kiste da rauszukommen. Hat alles sehr neugierig und überhaupt nicht ängstlich erkundet und hat vor so ziemlich nix halt gemacht *ggg*

Inzwischen ist die Maus auch agiler. Futtert das Heu,anstatt davor zu hocken und nicht wissen was los ist,köddelt auch mehr als vorher (zum Glück schöne feste Köddel) Der Wassernapf ist nicht so der Brüller...sie trinkt zwar etwas drauß,aber ist ihr nicht so ganz geheuer.
 
SpinningJenny

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Huhu!

Erstmal dickes lob, dass Du Dich so sinnvoll einsetzt für das Tier :bigok:
Ich würde es auch mit abschwatzen versuchen, dann Geld anbieten, dann sagen, das Kind kann es besuchen kommen. Wenn das nichts bringt, kann man auch mit einem Lächeln im Gesicht und kackfreundlich zu diesen Leuten sagen, dass sie gegen das Gesetz (würde das "Tierschutz"- weglassen, klingt dann dramatischer) verstossen.
Achja, lass doch den Kot auf Würmer und Kokzidien untersuchen, dann schildere in den buntesten Farben, wie schön Kinder sich mit Würmern anstecken können, dass E.cuniculi ja eine Zoonose ist, die Kaninchen fast immer haben, und dass diese auch auf Menschen (Kinder ;) ) übergehen könnte. Alles böööse Infektionsquellen für so ein Kind. Wenn das Hasi niest: Bordetella bronchiseptica geht auch auf Menschen. Deshalb hat in der Tat eine Frau die ich mal beim Ta traf, ihre Tiere weggegeben, das Kind könnte sich ja bei den Aussenhaltungstieren anstecken...
Und/ oder besorg Dir ein Stethoskop, hör das Tier in ihrer Gegenwart ab und erzähle was von Lungengeräuschen, Bakterien, Ansteckung, wie beschrieben.
Sollte klappen ;)

LG
 
De Linda

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AW: Fellnase vom Nachbarn

das klingt ja gar nicht gut..............
ich würde auch sagen veesuch ihnen das tier abzuluxen!!
das ist das beste für das tier... wen du dich für den kleinen einsetzten willst.. dan versuch das!
und ich find auch gaaaanz super das du das machst!
und keiner von uns ist den ich "profi" in den sachen.... aber wir versuchen unser bestes würd ich sagen! :cool::cool:

und wens gar nicht geht.. wen sie dn behalten will.. sag ihnen noch mal eindeutig das es dem kaninchen nicht gut geht in der haltung und das sie so gegen das gesetzt verstößt.. und das du ihn gerne bei dir aufnehmen würdest und das kind ihn auch immer besuchen kommen kann... was kinder eh nach 5 wochen egal st weil meistens das dan vergessen wird!

also versuch ihr irgendwas einzureden.. das mit den krankheiten ist zwar dreist aber wens nicht anders geht!

sag wen die nicht geimpft werden können die anstekende krankheiten verursachen usw...
das bekommst du denk ich schon irgendwie hin... denk immer am besten an den kleinen.....

viel glück und spaß=) ;););)
 
Blackmoon

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AW: Fellnase vom Nachbarn

So,E-mail an den örtlichen Tierschutzverein hab ich gestern abgeschickt. Habe dort die Sachlage geschildert und um Rat/Hilfe gebeten.

Offenbar hat die Maus doch schon einen Schaden davon getragen...also ich kann ja nur äusserlich schauen und leider nicht in das Tier hinein. Die linke Pfote vorn gefällt mir nicht so ganz. Das ist mir verstärkt beim Auslauf gestern aufgefallen,das sie das nicht voll belastet und auch im Käfig öfters anzieht und nicht so hält wie das rechte. Beim hoppeln schont sie es offenbar auch ein wenig.

Und ich geh mal davon aus das sie ein paar ungebetene Fellgäste hat. Das wäre nur zu logisch. Ebenso müssten die Krallen mal verschnitten werden.
Da hätte ich im Prinzip das Tierarztargument was noch nicht einmal gelogen ist ;-)
Werde ich der Nachbarin auch sagen sobald sie wiederkommt.

Ich warte jetzt erstmal die Antwort vom Tierschutz ab. Mal schauen was die zu dem ganzen sagen.

Lieben Dank für eure Antworten und das ihr mich nicht gleich auseinander gepflückt habt ^^ :)

Käme mir wirklich verdammt schäbig und wie nen Hänker vor wenn ich jetzt nix tun würde und das Tierchen tatenlos in deren Hände wieder geben würde.
 
SpinningJenny

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Huhu!

Wenn das Tier einen Tierarzt braucht, geh bitte unverzüglich hin! Gegen Zahlung des TA können sie das Tier dann ja zurück haben- oder eben nicht ;)

Der Tierschutz hat so viel Handhabe in der Sache wie Du selber auch, nur das Veterinäramt hat mehr Befugnisse.

LG
 
De Linda

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spinningJenny hat recht:
geh am besten mal zum tierarzt und lass das mal checken!
auch das mit der pfote, nicht das es noch schlimmer wird!

und wen die besitzer das nin wider haben wollen dan müssen sie auch die rechnung zahlen!
logisch eigentlich weil die besitzer eines tieres verpflichten sich das beste für das tier zu tun und wen der tierarzt nötig war dan müssen sie auch die kosten tragen!!

versuch alles für die kleine maus.. sie wird es dir irgendwann danken!!:bye::bye:

viel glück
 
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