Frettchenimpfung

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Mit freundlicher Genehmigung von Frau Dr.Stefanie Schuster von IDT - Startseite , des Herstellers des Frettchenimpfstoffes Febrivac Dist ,möchte ich hier die Infos über die Frettchen-Impfung reinsetzen.

Auch Frettchen müssen geimpft werden und zwar 1 mal jährlich gegen Staupe und Tollwut. Seit Oktober 2006 gibt es den extra für Frettchen entwickelten Impfstoff "Febrivac Dist" auch in Einzeldosen.Den Impfstoff selbst gibt es schon länger,nur wurde eher selten damit geimpft,da der Hersteller nur in grossen Mengen verkaufte,sprich in 250 Dosen.Nicht jeder TA hat über 200 Frettchen in Behandlung,daher wurde bisher immer der 5-fach Hundeimpfstoff geimpft.Leider ist der Impfstoff nur ca etwas über 1 Jahr haltbar.Die TÄ,die weniger Frettchen in der Praxis haben,müssen diesen daher extra bestellen.Hier Infos des impfstoffwerks Dessau-Tornau:

Staupe
Staupe (Canine Distemper/Carré-Krankheit) ist eine virale Infektionserkrankung, die bei verschiedenen Fleischfressern (Hundeartige, Marderartige, Großkatzen u.a.) auftritt. Frettchen sind besonders empfänglich für das Staupevirus und vor allem bei Jungtieren kann die Erkrankung dramatisch und mit hohen Verlusten verlaufen.

Der Erreger
Das Staupevirus (canine distemper virus, CDV) ist ein Morbillivirus, das zur Familie der Paramyxoviren zählt. Die Ansteckung erfolgt über Mund- oder Nasenschleimhäute durch Sekrete und Exkrete kranker Tiere oder auch klinisch gesunder Virusausscheider. Eine Übertragung durch Hände, Kleider oder Gegenstände ist ebenfalls möglich, so dass auch in der Wohnung gehaltene Frettchen nicht vor einer Ansteckung geschützt sind. Zunehmende Impfmüdigkeit und Importe ungeimpfter Hunde aus dem Ausland führen in letzter Zeit zu einem Anstieg der Staupeerkrankungen bei Hunden, so dass es auch vermehrt zu Infektionen bei Frettchen kommt.

Symptome
Bei Frettchen werden vor allem die katarrhalische und die nervöse Form gesehen.
Die schwere katarrhalische Form betrifft den Atmungsapparat und den Verdauungstrakt: durch eitrigen Ausfluss verkleben Augen und Nasenlöcher; am Kinn, im Bereich des Anus und in der Leistengegend treten wunde Stellen auf. Die Frettchen haben hohes Fieber, das aber oft nicht erkannt wird. Als Folge einer Lungenentzündung kommt es zu Husten und Atembeschwerden. Die Frettchen fressen weniger oder gar nicht mehr, was zu Abmagerung und Austrocknung führt. Erbrechen und Durchfall können das Krankheitsgeschehen beschleunigen. Bei längerem Krankheitsverlauf treten Verhornungsstörungen im Ballen- und Nasenspiegelbereich auf.
Entzündungen im Nervensystem führen zur nervösen Form der Staupe: Speicheln, Krämpfe, Anfälle, Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen sowie komatöse Zustände können die Folge sein. Diese Form kann, vor allem bei Jungtieren, so rasant verlaufen, dass am Vortag noch gesund wirkende Frettchen am nächsten Morgen tot im Käfig liegen.

Bei der Grundimmunisierung von Welpen ist zu beachten, dass mindestens 1 Impfung nach der 10. Lebenswoche erfolgt. Welpen unterhalb dieser Altersgrenze können noch durch die Milch der Fähe mit Antikörpern versorgt sein, die die Ausbildung des Impfschutzes beeinträchtigen können. Deshalb sollten diese Jungtiere unbedingt nach 4-6 Wochen ein zweites Mal geimpft werden. Die Immunität hält dann 12 Monate an. Die Wiederholungsimpfungen sind am besten vor der Ranz vorzunehmen.

Tollwut
Tollwut wird durch Infektion mit Rhabdoviren verursacht und verläuft fast immer tödlich.

Die flächendeckende Köderimpfung der Fuchspopulation konnte die Wildtollwut in Deutschland stark zurückdrängen, so dass heute nur noch wenige Fälle auftreten. Sollte sich jedoch ein Frettchen mit Tollwut infizieren, muss es getötet werden, da eine Infektionsgefahr für Menschen besteht. Geimpft werden sollten daher Jagdfrettchen oder in Freigehegen gehaltene Tiere, die eventuell Kontakt zu Wildtieren haben könnten.

Auch bei Reisen ins Ausland ist für das Frettchen, entsprechend den Regelungen für Hund und Katze, der Nachweis über die Impfung gegen Tollwut vorzulegen. Hier gilt ebenfalls, dass nur die für das Frettchen zugelassenen Einzelimpfstoffe verwendet werden dürfen.

Quelle und mehr Infos dazu : IDT Biologika GmbH
 
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03.03.2008
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