Kastration - Verunsicherung

Diskutiere Kastration - Verunsicherung im Allgemeines Forum im Bereich Hunde; Hallo, ich war gerade dabei nachzugoogeln was eine Kastration beim Rüden kostet, da bin ich auf folgendes gestoßen: "Nach § 6 Tierschutzgesetz...
Ratero87

Ratero87

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Hallo,
ich war gerade dabei nachzugoogeln was eine Kastration beim Rüden kostet, da bin ich auf folgendes gestoßen:

"Nach § 6 Tierschutzgesetz fällt die Kastration von Hunden (männlichen und weiblichen) ebenso wie das Kupieren von Ohren und Ruten sowie das Entfernen der Wolfskrallen unter das Amputationsverbot und darf nur beim Vorliegen von medizinischen Gründen vorgenommen werden.
Der Wunsch des Tierbesitzers ist dafür nicht ausreichend und eine nur aus Bequemlichkeit vorgenommene Kastration damit illegal!"



Dass das Kupieren von Rute und Ohren verboten ist, war mir klar. Aber das Kastrieren verboten sein soll, ist mir neu. Kann mir da jemand weiterhelfen ob das wirklich stimmt? Ich mein, wenn ich ein Hund aus dem TH hole, dann ist der in der Regel bereits kastriert bzw. ich unterschreibe, dass ich das noch machen lass. Auch ohne medizinischen Grund.

Grüße


ps. Vielleicht kann mir noch jemand sagen, welche Kosten auf mich zu kommen würden, wenn die Kastration nicht vom Tierschutzverein durchgeführt wird?
 
K

Key

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AW: Kastration - Verunsicherung

Kann zum eigentlichen Thema eigentlch nix beitragen.

-Grundlos würde ich meinem Hund aber nie die Nüsse abschneiden lassen.

-Nen "Vertrag" der dir vorschreiben will, nen Hund kastrieren zu lassen, ist soweit ich weiss rechtlich unzulässig.

Warum soll das Tier neutral gemacht werden?
 
rosie

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AW: Kastration - Verunsicherung

So genau kenne ich mich auch nicht aus, hab aber das hier gefunden:

§ 6
(1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das
vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines
Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn
1. der Eingriff im Einzelfall
a) nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder
b) bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres
unerläßlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen,
2. ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 1, 1a oder 7 vorliegt,
3. ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für
die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere
unerläßlich ist,
4. das vollständige oder teilweise Entnehmen von Organen oder Geweben zum Zwecke der
Transplantation oder des Anlegens von Kulturen oder der Untersuchung isolierter
Organe, Gewebe oder Zellen erforderlich ist,
5. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche
Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine
Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.

Eingriffe nach Satz 2 Nr. 1 und 5 sind durch einen Tierarzt vorzunehmen; Eingriffe nach
Satz 2 Nr. 2 und 3 sowie Absatz 3 dürfen auch durch eine andere Person vorgenommen
werden, die die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. Im Anschluss an die
Kastration eines über sieben Tage alten Schweines sind schmerzstillende Arzneimittel
einschließlich Betäubungsmittel bei dem Tier anzuwenden. Für die Eingriffe nach Satz
2 Nr. 4 gelten die §§ 8b, 9 Abs. 1 Satz 1, 3 und 4, Abs. 2 mit Ausnahme des Satzes 3
Nr. 6, Abs. 3 Satz 1 sowie § 9a entsprechend. Die Eingriffe sind spätestens zwei Wochen
vor Beginn der zuständigen Behörde anzuzeigen. Die Frist braucht nicht eingehalten zu
werden, wenn in Notfällen eine sofortige Durchführung des Eingriffes erforderlich ist;
 
katrin22

katrin22

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AW: Kastration - Verunsicherung

Also, um "die unkontrollierte Fortpflanzung" von hunden zu verhindern, muß man sie nicht kastrieren. Da reicht ne Hundeleine.

Für Freigängerkatzen sehe ich das ein. Aber nicht für Hunde.
 
rosie

rosie

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AW: Kastration - Verunsicherung

Hallo Katrin!

Da gebe ich dir recht, das wollte ich damit ja auch nicht sagen. :)

Es ging nur um den Gesetzestext und was erlaubt/bzw. nicht erlaubt ist.
 
ju-li

ju-li

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AW: Kastration - Verunsicherung

also die kastration beim rüden kostet hier im umkreis zwischen 120-200 euro..
eine hündin würde ich jederzeit kastrieren lassen, bei einem rüden ist es eine sache von dominanz mit dem halter..
wenn mein rüde mich als rudelchef akzeptiert und auf mich hört, gibt es eigentlich keinen grund ihn kastrieren zu lassen..
 
L

Lily of the Valley

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AW: Kastration - Verunsicherung

Für Freigängerkatzen sehe ich das ein. Aber nicht für Hunde.
Auch für Wohnungskatzen ist eine Kastration sehr sinnvoll (wenn man nicht unbedingt vor hat zu züchten.), auch aus gesundheitlichen Gründen.

Zur Notwenigkeit von Kastrationen bei Hunden kann ich nicht viel sagen, kenne mich da nicht wirklich aus, aber ich glaube ich würde wahrscheinlich auch einen Hund kastrieren lassen.
Sicher ist sicher. Alleine auf Leine, Gehorsam des Hundes und meine eigene Umsicht würde ich ungern vertrauen wollen, wenn es darum geht ungewollten Nachwuchs zu vermeiden.
Es reicht ja schon, wenn man einmal unaufmerksam ist.
 
L

Lily of the Valley

Gast

AW: Kastration - Verunsicherung

sorry, Doppelpost!
 
Six

Six

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AW: Kastration - Verunsicherung

also die kastration beim rüden kostet hier im umkreis zwischen 120-200 euro..
eine hündin würde ich jederzeit kastrieren lassen, bei einem rüden ist es eine sache von dominanz mit dem halter..
wenn mein rüde mich als rudelchef akzeptiert und auf mich hört, gibt es eigentlich keinen grund ihn kastrieren zu lassen..

Also ich würde sagen, wenn der eigene Rüde einen nicht als Rudelchef akzeptiert, dann sind da ganz andere Sachen falsch gelaufen die nicht durch eine Kastration einfach gelöst werden können.

Ich würde meine Hunde nur kastrieren lassen wenns medizinisch notwendig wäre.
 
Ratero87

Ratero87

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AW: Kastration - Verunsicherung

Hallo,
danke für die zahlreichen Beiträge. Vielleicht sollt ich noch ein paar Infos dazu liefern.
Es wäre dann der Zweithund bei uns, der nicht kastriert wäre. Er ist mehr als doppelt so groß wie unserer. Und gerade einmal halb so alt (1,5 Jahre) wie der jetzige (3 Jahre). Unser jetzige Hund wurde vom Tierschutzverein kastriert. Da hatten wir keinen Einfluss darauf. Die Frage ist nun, ob es nötig ist den Neuzugang zu kastrieren. Oder ob es auch so gut geht. (v.a. zwischen den zwei Hunden)

Grüße
 
rosie

rosie

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AW: Kastration - Verunsicherung

Hallo!

das kann man vorher nicht sagen, es gibt durchaus unkastrierte Rüden, die super verträglich sind!!
Kommt auf den einzelnen Hund an.
 
katrin22

katrin22

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AW: Kastration - Verunsicherung

Auch für Wohnungskatzen ist eine Kastration sehr sinnvoll (wenn man nicht unbedingt vor hat zu züchten.), auch aus gesundheitlichen Gründen.
Aber eher weniger zur Geburtenkontrolle. :bye:

eine hündin würde ich jederzeit kastrieren lassen, bei einem rüden ist es eine sache von dominanz mit dem halter..
wenn mein rüde mich als rudelchef akzeptiert und auf mich hört, gibt es eigentlich keinen grund ihn kastrieren zu lassen..
Was hat Dominanz mit Gehorsam zu tun? Und seit wann schnippelt man sich Gehorsam zurecht?

"Rudelchef" bedeutet, jemand führt ein Rudel an. Ein Rudel besteht aus Individuen einer Art (Hund, Wolf, ...). Hund und Mensch bilden kein Rudel, sondern vielmehr eine soziale Gruppe, eine Art Zweckgemeinschaft. Jeder schöpft aus dieser Beziehung seinen Nutzen. Und solange das paßt, gibts auch keine Probleme. Gibt es Probleme, dann hilft auch eine Kastration nicht. Dann hilft, das Organ arbeiten zu lassen, was beim Menschen als einziges höher entwickelt sein sollte als beim Hund.
 
ju-li

ju-li

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AW: Kastration - Verunsicherung

;)hab wohl zu wenig geschrieben, mehr gedacht bei dem post..
ich meinte damit mit der dominanz und der erziehung, dass es durchaus genug leute gibt, die ihren rüden kastrieren lassen, weil er, sobald er eine hündin riecht, weg ist..
ich hoffe, jetzt hab ich es etwas verständlicher gecshrieben, wie ich das meinte..
 
Thema:

Kastration - Verunsicherung

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