Futtermauszucht-Netzwerk

Diskutiere Futtermauszucht-Netzwerk im Futter, Futtertierzuchten, Vitamine und Mineralien Forum im Bereich Terraristik; Vorgeschichte: Zwei Freunde von mir haben Kornnattern. Die brauchen natürlich regelmässig Mäuse als Futter. Bisher haben sie die aus dem...
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Elbe
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Vorgeschichte:
Zwei Freunde von mir haben Kornnattern. Die brauchen natürlich regelmässig Mäuse als Futter. Bisher haben sie die aus dem gewöhnlichen Handel bezogen, aus einem Laden, von dem sie sagten, dass die Futtertiere dort vernünftig gehalten würden... ich habe mich heute eines Besseren belehren lassen... jedenfalls haben wir dennoch beschlossen, die Futtertiere selbst zu züchten, zwecks Kenntnis der Herkunft, Ausschluss von Genfehlern oder Krankheiten etc. Ist ja nicht nur für die Maus besser (und darum geht es mir als passionierter Nagerhalterin), sondern auch für die Schlangen - gesundes Futter, gesunde Schlange, jedenfalls sehe ich das so.
Die Idee hat sich recht fix herumgesprochen und es haben sich spontan mehrere andere Reptilienhalter gemeldet, ob sie nicht auch gelegentlich Mäuse abhaben könnten, sie würden auch etwas dafür bezahlen (und zwar mehr, als die Tiere im Laden kosten!).

Offenbar liegt vielen Reptilienhaltern dieses Thema schon am Herzen, aber vielleicht bieten sich nicht genug Möglichkeiten, Tiere aus Inzuchten, schlechten Haltungen etc. zu umgehen. Also hatte ich die Idee, ein Netzwerk aufzubauen von Reptilienhaltern und vielleicht auch Mäusehaltern, die so eine Idee unterstützen würden. Jeder würde mindestens einen Käfig mit Mäusen nehmen, je nach Möglichkeiten vielleicht auch mehr und über einen gewissen Raum hinweg würde man anfangen, einen intensiven Mausaustausch zu betreiben - so liesse sich relativ unproblematisch ein grosser, SAUBERER Genpool aufbauen und trotz beschränkter Möglichkeiten der einzelnen wäre es möglich, die Mäuse artgerecht zu halten. Eine Plattform dafür fehlt natürlich noch, liesse sich aber aufbauen; ich dachte an ein eigenes Forum.

Ich sitze zwar in der Schweiz (Basel) und die weitaus meisten User hier dürften aus Deutschland sein, vielleicht zündet diese Idee aber auch bei euch... so ein Netzwerk wäre ja beliebig ausdehnbar. Die Frage ist nur, wie sehr Reptilienhalter bereit sind, den (in meinen Augen recht geringen) Aufwand eines bis zwei artgerechter Mäusekäfige und der Organisation einer sauberen Zucht auf sich zu nehmen.

Die Idee wollte ich einfach mal loswerden, vielleicht melden sich ja auch ein paar grenznahe oder aus der Schweiz kommende User, die sich beteiligen würden. Oder es übernehmen ja wirklich einige die Idee und setzen sie irgendwo in Deutschland um...
 
14.03.2006
#1
A

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Gast

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Elen1

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Elbe
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Ich hab bis jetzt nur eine Reaktion auf die Idee bekommen - haben Reptilienhalter doch so wenig Interesse daran, dass ihre Lieblinge gesundes und glückliches Futter bekommen?
 
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Sessone

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Hallo!

Die Frage, warum sich hier so wenige Leute melden, kann ich dir leider nicht beantworten. Ich züchte seit Jahren selbst und bekomme immer genauso viel raus, wie ich auch brauche.

Nur ein wenig kritische Fragen sind für mich:

Mit welchen Zuchttieren beginnst du? Wenn du sie im Laden kaufst, kaufst du dir ebenso die von dir benannten "Genfehler" ein und damit ist dein Genpool dann auch nicht gesünder als zuvor in der Massenzucht.
Wie willst du die Zucht aufbauen?
Das stört mich nämlich sehr:

Jeder würde mindestens einen Käfig mit Mäusen nehmen, je nach Möglichkeiten vielleicht auch mehr und über einen gewissen Raum hinweg würde man anfangen, einen intensiven Mausaustausch zu betreiben - so liesse sich relativ unproblematisch ein grosser, SAUBERER Genpool aufbauen und trotz beschränkter Möglichkeiten der einzelnen wäre es möglich, die Mäuse artgerecht zu halten.
Jeder einen Käfig? Ich bin mir nicht sicher, wie groß du dieses Netzwerk gestalten willst, aber für eine ausgebaute Zucht, braucht es mehr als einen Käfig und auch mehr als ein Zuchtpaar. Für eine gesunde und tiergerechte Zucht, die du da anstrebst, braucht es einen ganzen Schlag Mäuse und auch noch eine große Zahl an Boxen bzw. Zuchtbecken. Mit einem Käfig ist es da nicht getan und eine Fluktuation bei jedem Halter, um Inzucht zu vermeiden, würde nicht nur für die Mäuse (besonders bei großen Entfernungen) sondern auch bei den Haltern großen Stress verursachen. Alles kommt für mich etwas unausgegoren rüber. Natürlich, du hast eine Idee, die noch auszuformen ist, das verstehe ich. Aber ich würde mich an diesem Netzwerk aus dem Grund nicht beteiligen, weil ich eine einzige Zucht, die von mehreren Leuten betrieben wird, für nicht durchführbar halte und auch die Durchführung einfach viel zu stressig und aufwendig ist.

Die Frage ist nur, wie sehr Reptilienhalter bereit sind, den (in meinen Augen recht geringen) Aufwand eines bis zwei artgerechter Mäusekäfige und der Organisation einer sauberen Zucht auf sich zu nehmen.
Hier stellt sich wieder die Frage: Wie tierlieb ist denn nun die Zucht, wenn man zwei Käfige mit einer Gruppe von... sagen wir mal 1,4 drin sitzen hat.

Ich will deine Idee weißgott nicht verdammen, dafür finde ich es viel zu gut, dass man an die Mäuse denkt, die für unsere Fleischfressenden Lieblinge sterben müssen, aber vielleicht konnte ich ein paar denkanstöße geben, wo man noch tüfteln müsste
 
Elen1

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Elbe
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Ich hab deinen Beitrag ja gar nicht gesehen O.O

Also:

- die Tiere stammen natürlich nicht aus dem Zooladen, sondern von Züchtern. Es gibt genügende, die bereit sind, einige Tiere aus sauberen Zuchten abzugeben, um so ein Projekt zu unterstützen. Ein bisschen hab ich mich über Genetik schon schlau gemacht ;)

- was einen bis zwei Käfige pro Kopf angeht: Ja, du magst recht haben, dass die ständige Fluktuation bei Maus und Halter Stress verursacht. Momentan ist es so, dass bei mir zwei Käfige stehen, Weibchen und Bock mit Kastrat, und bei den beiden, mit denen ich das zusammen aufziehe, ein dritter für die männlichen Jungtiere.
Gerade dass es für eine ausgebaute Zucht mehr als ein Zuchtpaar braucht, hat mich zu der Idee geführt, dass mehrere Leute mit beschränkten Möglichkeiten zusammenarbeiten könnten. Dadurch liesse sich erreichen, dass vielleicht sechs, sieben Zuchtpaare in der engeren Region existieren und über weitere Distanzen vielleicht schon zehn, fünfzehn oder mit Glück zwanzig. Das ist schon ein beachtlicher Genpool. Hätte sich so ein Netzwerk dann auch mit der Zeit ausgedehnt, wäre es möglich, eine Vermischung des Genpools Schritt für Schritt über grosse Distanzen zu bewirken. Es ist allerdings mit viel Arbeit verbunden und ich fürchte, dass es genau das ist, was viele Reptilienhalter davon abhält: Man muss sich über Mäuse informieren, sich Mühe geben und Zeit nehmen - und das alles nur dafür, dass man eine gesunde Maus verfüttert.
Das Netzwerk hätte sehr gross werden sollen. Die Resonanz ist allerdings gleich null und so fürchte ich, dass daraus nichts wird.
 
Goblin

Goblin

Agility-Närrin
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vor ungefähr bischen mehr als einem Jahr hab ich angefangen Futterratten für unsere Schlangen selber zu Züchten,zähle also selber auch zur Futterrattenzüchtern.
Wenn ich das jemanden sage kriegen die meisten einen Schrecken weil sie denken einerseits halte ich meine Ratten und liebe sie und anderseits verfüttere ich ihre Jungtiere und das verursacht immer ewigslange Diskussionen,Misverständnisse und drum ist mir das Thema mit der Zeit auch schon leid geworden und ich hasse es immer wieder erklähren zu müssen wenn es andre doch eh nicht verstehn.

Ich finde die Idee gut,ich hatte eine ähnliche,ich habe selber angefangen Futterratten zu züchten weil ich eben keinen blassen schimmer hatte wie gesund die Ratten überhaupt sind aus dem Zooladen.Hab meine Ratten alle aus einer Zucht und die Ratten die bei mir aufwachsen werden von mir auch gut gefüttert,sauber gehalten,ich kümmere schau das sie gesund und munter sind und schau das die Mütter und Väter gesund sind,schau das keine Inzucht entsteht usw. Es ist eigentlich am Anfang recht aufwendig überlegen wer nun von wem ist und welche die Geschwister sind und hatte schonmal ein Durcheinander,aber nun ist es wieder alles klar und nach einem Jahr entwickelt auch sein eigenes System.

Das ich gesunde Futterratten nicht aus Massenzucht züchte hat sich auch mal schnell herumgesprochen und ich hab für jede Ratte abnehmer,es ist nochnie eine übriggeblieben und hab sogar einen Reptilienladen als festen Abnehmer aller Ratten die die Idee auch gut findet.

Naja,so ein Netzwerk auf die Beine stellen ist nicht einfach,ich denke mit der Zeit werden sich schon mehr Leute melden.

Was ich für gut halten würde währ wenn es mehrere Züchter gäbe und die durch so ein Netzwerk einfach alle eine art "verein" oder was weis ich bilden und auf ner Website steht wer grad wie viel Jungtiere hat in welcher grösse und die Zuchtstätten von diesem verein oder netzwerk haben die voraussetzung das ihre Jungtiere richtig gezüchtet werden in Artgerechten käfigen und kontrollierter Zucht oder so,verstehst wie ich meine?

Naja bei deinem Mausnetzwerk kann ich nicht mitmachen da ich selber keine Mäuse halte,aber bei so nem Netzwerk würden ja auch Ratten gefragt sein,das würde das wohl aller Futtertiere fördern und nicht nur das der Mäuse.Kannst mir ja eine PN schreiben wenn intressiert währst was zusammen zu machen.
 
U

Uni

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Hallo!

Ich weiß nicht, ob du die Site schon kennst, poste den Link aber einfach mal: http://www.projekt-biomaus.de

Meines Wissens gibt es deutschlandweit schon einige Projekt-Biomaus-Futtertierzüchter und man kann auch anfragen, wo sich ein entsprechender Züchter befindet. (Alle Angaben ohne Gewähr, ich habe keine Reptilien.)

Die Idee, sowas auch in der Schweiz in einer Art Netzwerk umzusetzen, finde ich jedenfalls gut. :)

Liebe Grüße,
Mooni
 
Elen1

Elen1

Elbe
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@Goblin genau so, wie du schreibst, hatte ich es ja geplant,

@Moonshadow was meinst du, woher ich die Idee habe? ;)
 
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