Läufigkeit und kastrieren

Diskutiere Läufigkeit und kastrieren im Allgemeines Forum im Bereich Hunde; Hi, wieschon unten geschrieben schaffen wir uns evtl. einen Hund an. Ich habe mich schon ziemlich deutlich für eine Hündin entschieden, weil ich...
Chuckwalla

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Hi, wieschon unten geschrieben schaffen wir uns evtl. einen Hund an. Ich habe mich schon ziemlich deutlich für eine Hündin entschieden, weil ich einfach bei so vielen Rüden schon mitbekommen hab das sie auf andere Rüden agressiv reagieren und das mit dem alle 2 Meter stehen bleiben nervt auch ein wenig find ich.

Bei Hündinnen ist halt eben diese Sache mit der Hitze... Meine Mutter sagt, sie würde eine Hündin auf jeden Fall kastrieren lassen. Dazu hab ich aber noch ein paar Fragen:

-Wo liegt der Unterschied zwischen kastrieren und sterilisieren?
-Was wird bei der kastration gemacht? Ich weiß ja, das bei Rüden die Hoden "amputiert" werden, aber wie geht das dann bei Hündinnen?
-Ist das kastrieren gefährlich? Hab mal gehört das bei Rüden wegen der Nakose das ein großes Risiko ist, wie ist das bei einer Hündin?
-Und wie ist das mit dem Krebs-Risiko, das angeblich verringert werden soll?

Wäre super wenn ich zu dem Thema ein paar hilfreiche Tipps kriegen könnte. MfG Ronja:bye:
 
Lissy553

Lissy553

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AW: Läufigkeit und kastrieren

hallo,

übers kastieren gibt es schon super viele themen bin gerade zu faul zum raussuchen aber benutz einfach mal die suchfunktion da findest du einiges.

lg
 
B

Baileys

Gast

AW: Läufigkeit und kastrieren

Hallo,

ich beantworte mal kurz und knapp die Fragen. Und sonst wie schon erwähnt die Suchfunktion des Forums nutzen.

1. Beim Kastrieren werden bei der Hündin die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt. Beim Rüden werden die Hoden entfernt.

Beim Sterilisieren wird bei beiden Geschlechtern lediglich die Eileiter bzw. Samenleiter durchtrennt, was zur Unfruchtbarkeit führt. Hündinnen werden trotzdem noch "heiß".

Heutzutage wird in der Regel nicht mehr sterilisiert, sondern kastriert.


2. siehe oben

3. Die "Narkosegefahr" sollte bei Hündin und Rüde gleich sein. Bei der OP sollte die Inhalationsnarkose gewählt werden. Diese ist schonender für das Tier, da sie nur so lange wirkt, wie das Tier das Gas einatmet.

Ich persönlich empfinde die Kastration einer Hündin als schwerwiegender - aus dem einfachen Grund: Beim Rüden wird nur ein kleiner Schnitt am Hodensack gemacht und die Hoden entfernt. Bei der Hündin muss erstmal die Bauchdecke geöffnet werden. Es ist eine größere OP, die also länger dauert als bei einem Rüden.

Eigene Erfahrung: Meine Hündin hat die Kastartion zwar gut weggesteckt, und unser Rüde war etwas jämmerlich bei seiner Kastration. Ich bin aber im Nachhinein bestärkt in der Meinung ein Tier nur aus gesundheitlichen Gründen und nicht aus Bequemlichkeitsgründen kastrieren zu lassen. Unser Rüde wurde zuerst kastriert, ich habe im Haus einfach nicht die Möglichkeit die beiden Hunde 100%ig zu trennen. Dann wurde Bailey aber auch kastriert, weil sie ständig scheinträchtig wurde und dies nicht mehr mit Medikamenten behandelbar war.

4. zum Krebsrisiko: Da wo nichts ist, kann auch kein Krebs entstehen ;) Auf gut Deutsch müßte man dem Hund alles amputieren, was Krebs bekommen könnte. Mein früherer Hund ist an einem Milztumor gestorben. Hätte ich ihm vorsorglich die Milz entfernen lassen sollen? Wohl eher nicht...
 
Chuckwalla

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AW: Läufigkeit und kastrieren

:D Okay, vielen vielen Dank! Also das hört sich schon ganz schön heftig an, mit der Gebärmutter rausnehmen usw. :eek:
Aber wie lange bleibt der Hund dann beim Tierartzt? Oder kann der gleich wieder mit (wohl eher unwahrscheinlich) ? :(
Und wie lange dauert es, bis die Hündin wieder ganz fit ist, nach der Kastration?
Wäre super, wenn ich noch ne Antwort bekäme
MfG Pongy:bye:
 
Adara

Adara

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AW: Läufigkeit und kastrieren

Die Gebärmutter bleibt in der Regel drin, entnommen werden nur die Eierstöcke. Manche Ärzte nehmen auch gleich alles raus, damit an der Gebärmutter, die man dann ja eh nicht mehr braucht, nichts mehr wuchern kann. Es ist allerdings ein noch größerer Eingriff, ist klar.
 
katrin22

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AW: Läufigkeit und kastrieren

:
Aber wie lange bleibt der Hund dann beim Tierartzt? Oder kann der gleich wieder mit (wohl eher unwahrscheinlich) ? :(
Und wie lange dauert es, bis die Hündin wieder ganz fit ist, nach der Kastration?
Ich kann nur von mir und meinen Hunden sprechen. Bei meine Hündin (Kaiserschnitt wegen vernarbter Gebärmutter und dann auch gleich alles raus) hat die ganze Sache ca. 1 1/2 Std. gedauert. Vom Narkose setzen bis zur Aufwachspritze. Danach war sie eine Weile etwas benommen, hat aber in der Praxis schon ihren Welpen gesäugt, ist zu Hause allein aus dem Auto gehüpft und hat sich problemlos um ihren Welpen gekümmert. Sie war eigentlich sofort wieder fit, keine Anzeichen von Schmerzen etc. Allerdings sind die Beaucerons große Hunde und nicht gerade empfindlich.
 
K

*Kathrin*

Gast

AW: Läufigkeit und kastrieren

Die Gebärmutter bleibt in der Regel drin, entnommen werden nur die Eierstöcke. Manche Ärzte nehmen auch gleich alles raus, damit an der Gebärmutter, die man dann ja eh nicht mehr braucht, nichts mehr wuchern kann. Es ist allerdings ein noch größerer Eingriff, ist klar.


Hallo

Damit sich die Gebärmutter nicht entzünden kann, was bei älteren Hündinnen sehr häufig vorkommt. ;)
Wucherungen gibts beim Hund nämlich eher an der Brustleiste.
Das ist allerdings häufig eine sehr bösartige "Krebsart", die hormonell stimulierbar ist. (weiß nicht, wie ichs besser verständlich ausdrücken kann).
Das Bedeutet also nicht nur, so wie Baileys meint: Gebärmutter raus, dann keine Tumore an der Gebärmutter (bzw. wo auch immer ein Organ entfernt wurde) Sondern es heißt, dass das Risiko für diese hormonabhängigen, sehr bösartigen Tumore sinkt, da die Eierstöcke und Gebärmutterschleimhaut als Hormonproduktionsstätten des betreffenden Hormons wegfallen und das Risiko von z.B. Brustleistenkrebs dann sehr gering ist. Treten diese Tumoren auf, dann ist es häufig so, dass bei Bösartigkeit sehr schnell die ganze Brustleiste entfernt werden muss, oder manchmal sogar beide. Absolute Risiko-OPs und wenn der Krebs da ist, ist auch nicht gesagt, dass es danach wieder heilt, zu einer Kastration also dann in Punkto Risiko kein Vergleich.

Es ist also schon nochmal etwas vernünftiger mit der Kastration, als es mit der Milzentfernung wäre.....
Im übrigen ist die Milz ein blutbildendes Organ und somit für den Lebensunterhalt selbst doch noch ein bissl wichtiger.;)

Wie sehr die Kastration Einfluss auf das Krebsrisiko nimmt, darüber scheiden sich die Geister, ich persönlich finde, dass es schon sehr viel ausmacht. Im Internet gibts Studien/Statistiken darüber, am besten mal mit Hündin/Mammatumor googeln.

Viele Grüße, Kathrin
 
katrin22

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AW: Läufigkeit und kastrieren

Mammatumore sind offensichtlich der absolute Angstgegner, auch für TÄ. Die neigen da - ebenso wie die Besitzer - leicht zur Panikmache. Letztes Beispiel: 8jährige unkastrierte Hündin hat etwa 10 Wochen nach der Läufigkeit einige kleine Knubbel in der Gesäugeleiste. Besitzerin geht zum TA. Frage nach Biopsie im Vorfeld wurde mit der Begründung abgelehnt, daß die Tumore dann streuen könnten, Gutartigkeit gar nicht in Erwägung gezogen. 2 Tage später OP, beide Gesäugeleisten entfernt. Das ist jetzt 2 Wochen her, der Hündin gehts nicht besonders gut. Es heilt schlecht... Die Tumore waren gutartig, hätten mit örtlicher Betäubung durchaus auch entfernt werden können, ohne daß die Hündin sich so schinden muß.

Mein TA hat meiner Hündin auch mal paar solche Knubbel entfernt. Es waren 3 Schnitte, 3 Stiche, der Hund brauchte keine Narkose und es war auch gutartig.
 
Himbeertoni

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AW: Läufigkeit und kastrieren

@Kathrin2:
Mal ganz von der TÄ abgesehen, warum lässt die Besitzerin sowas zu?
Da geh ich doch nochmal zu einem anderen TA, oder!?:confused:
 
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