Periodische Augenentzündung

Diskutiere Periodische Augenentzündung im Haltung und Pflege Forum im Bereich Pferde; Hallo, meine Andalusierstute leidet unter periodischer Augenentzündung, sie hat nun schon den zweiten Schub inerhalb von 9 Wochen. Mein TA...
Tashy

Tashy

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Hallo,

meine Andalusierstute leidet unter periodischer Augenentzündung, sie hat nun schon den zweiten Schub inerhalb von 9 Wochen. Mein TA meinte, da muß jetzt operiert werden.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit so einer OP (Vitrektomie)?
Was kostet das ungefähr und wie hoch sind die Heilungschancen?

Liebe Grüße!
 
20.06.2006
#1
A

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saedis

saedis

meistens nicht online :)
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hallo tashy,

selber habe ich (gott sei dank) keinerlei erfahrungen mit PA - aber kenne eine sehr engagierte frau aus dem isi bereich die dir da mit sicherheit weiter auskunft geben kann. ich frage sie ob ich dir ihre mail adresse gben kann.
 
Fjósi

Fjósi

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Also, ich hatte eine Jungstute (1997 geboren), die anfang 2000 mit milchig- trüben Augen auf der Weide stand, und in den E- Zaun rannte, weil sie den Weg zum Paddock nicht mehr finden konnte. Mich traf echt der Schlag. Ich habe SOFORT den TA angerufen, konnte mir die Diagnose aber schon denken...*schluchz*
Nach diesen heftigen Schub (beide Augen waren betroffen) habe ich mich sofort auf die Suche nach einer Klinik gemacht, da ich zu dem Schluss kam (nach dem ich alles an Infos gewälzt hatte, was mir in die Finger kam) das ihre Sehkraft nur durch ne Vitrektomie erhalten werden kann. Sie hatte bereits nach dem ersten Schub an Sehkraft verloren. Ich hatte dann die Münchener Klinik angerufen, wo Prof. Dr. Dr. Gerharts sitzt (Erfinder der Vitrektomie) und mir Infos eingeholt. Glücklicherweise fand ich eine Klinik in Essen (München wären fast 800 km gewesen) und dort war ebenfalls ein Spezialist für Augenheilkunde beim Pferd. Währendessen bekam mein Pferd den nächsten Schub (wieder beide Augen, innerhalb von 6 Wochen!!). Mein TA und der Prof. sprachen sich ab, welche Med. dem Pferd verabreicht werden sollten und als der Schub vorrüber war, fuhr ich die arme Maus ins Ruhrgebiet. Dort wurde sie gleich untersucht und es wurde festgestellt, das das rechte Augen bereits so gut wie blind war. Nach eingehender Ultraschalluntersuchungen blieb die Stute 7 Tage dort. Nach 3 Tagen wurde sie operiert. Es mußten sogar Teile der Linse entfernt werden. Nachdem sie wieder zu hause war (es wurde erstmal nur das schlimmere Auge operiert, da die Ärtze die Belastung als zu groß hielten), wurde sie nach etwa zwei Wochen schlimm karnk. Dieses Pferd hatte ungelogen fast 2 Wochen lang 40,5 ° Fieber! Plötzlich hatte sie mehrere Mineralmängel usw. Es war echt ein bibbern und zittern. der TA war echt 2x tägl. da. Nach etwa 6 Wochen war sie wieder die alte. Das rechte, operierte Auge blieb trüb. Bei Sonnenschein trug sie immer eine "Verdunklungsbrille", da sie sonst ständig tränende Augen hatte. Als dann auf dem linken Auge aber keine Schübe mehr kamen, nach der OP des rechten, hab ich sie nicht mehr operieren lassen. Die reinen Klinikkosten beliefen sich damals auf 1500 DM (ein Auge natürlich). Den ganzen Kram drumherum etwa nochmal das gleiche.
Heute gehört die Stute meiner besten Freundin. Mittlerweile ist sie aber so gut wie blind, wir glauben, das sie doch nochmal stille Schübe auf dem linken Auge hatte. Sie findet nichtmal mehr Paddockeingang und sieht die weißen Litzen nur, wenn sie direkt daneben steht, im Abstand von unter 1 m. Ich habe sie meiner Freundin erlassen, da wir ihr keinen Stallwechsel mehr zumuten wollten. Reiten kann man sie, aber man muß immer für sie kucken, ob der Weg auch wirklich eben ist, sonst stolpert sie logischerweise. Ab- und zu reite ich sie.

Mit wurde in der Klinik gesagt, das man unbedingt operieren sollte, da selbst bei einm blinden Pferd die äusserst schmerzhaften Schübe weiter gehen, selbst wenn der Augapfel nicht mehr zu sehen ist. In so einem Fall wird das komplette Auge entfernt.
Sich vor der Krankheit schützen kann man nicht. Das man das Futter vor Mäusen schützen sollte ist klar, aber das Pferd kann Gras fressen, wo ne Stunde vorher n Karnickel hingepieselt hat.

Man geht davon aus, das es meist Pferde trifft, dessen Immunsystem ziemlich im Eimer ist. Das war bei meiner Stute der Fall. Ich habe sie als Absetzer bekommen, und dieses Pferd war pausenlos krank. Mein Freundin hatte mal versucht, sie decken zu lassen, aber sie hat das Fohlen resorbiert.
Laut Aussage der Fachleute ist die PA definitiv nicht genetisch veranlagt und dadurch nicht vererblich.
Wenn du wirklich Infos willst, schmeiss mal Tante Google an und suche dir von der Münchener Klinik (Name weiß ich nicht mehr) den Prof. Dr. Dr. Gerhards raus. Der ist, wie gesagt, DER Fachmann.
Viel Glück!!!
 
Fjósi

Fjósi

Isländerfanatiker
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Glatt vergessen => zu den Heilungschancen: Da bei der Vitrektomie die Augenflüssigkeit ausgewechselt wird, und somit die Eiweisskörper mit entfernt werden, die sich in der Flüssigkeit befindet, kommen die Schübe nicht mehr wieder. Die Eiweisskörperchen sind nämlich der Allergieträger der Leptospieren.
 
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