Sehnenscheidenentzündung

Diskutiere Sehnenscheidenentzündung im Haltung und Pflege Forum im Bereich Pferde; Hallo, Meine Gin' leidet hat eine Sehnenscheidenentzündung. Angefangen hat das ganze vor ca. einem Monat als wir einen Wochenendritt gemacht...
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
Hallo,

Meine Gin' leidet hat eine Sehnenscheidenentzündung. Angefangen hat das ganze vor ca. einem Monat als wir einen Wochenendritt gemacht haben. Am Tag nach unserer Rückkehr war das Bein dann geschwollen. Nicht sehr doll aber doch deutlich bemerkbar. Entweder vertreten oder überanstrengt. Gelahmt hat sie nicht und das Bein war auch nicht heiß.

Natürlich war sofort der TA da und meinte erst mal mit Thensolvet behandeln. Hab ich auch gemacht, hatts aber nicht verbessert.
Also TA noch mal dagewesen. Er meinte weiter behandeln und leichte Bewegung. Habe ich dann zwei Tage mit ihr gemacht und am 3. Tag war das Bein noch dicker!
Also wieder TA her. Jetzt mit Cortison drangengangen. Dovon ist zwar die neue Schwellung weggegangen, aber die alte geblieben.
Der TA meinte die Sehne selber wäre in Ordnung, Griffelbein usw. auch, es wäre halt die Sehnenscheide. Und das wäre ein sehr sehr langer Prozess bis das wieder in Ordnung wäre. :(
Das Cortison wurde wieder abgesetzt, weil es die Haut stark reizt bei längerer Anwendung.

Gin' bekommt jetzt Traumeel-Tabletten und ihr Bein wird mit Traumeel-Salbe behandelt.
Hat irgendwer von euch Erfahrung mit Traumeel bei Pferden? Ich kenne es nur bei Menschen und weis, dass es da sehr gut hilft.
Gibt es sonst noch irgendwas Gutes was ich für die Beine meiner Motte tun kann?
 
17.09.2006
#1
A

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Sehnenscheidenentzündung . Dort wird jeder fündig!
saedis

saedis

meistens nicht online :)
Beiträge
1.971
Reaktionen
0
ist denn geröntgt, respektive geschallt worden?
 
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
nein ist es nicht. muss man das unbedingt? und wenn ja, was wird denn damit festgestellt?
 
saedis

saedis

meistens nicht online :)
Beiträge
1.971
Reaktionen
0
hm. müssen muss man das nicht unbedingt - aber man sieht daran, um was genau es sich handelt. sehnenschäden sind die geschichten, die am meisten "falsch" behandelt werden, weil der ursprung nicht genau bekannt ist.

habe mir vor jahren mal was aus dem internet kopiert und gespeichert - weiß nicht mehr von wem - war aber ein TA. ich setz es dir mal rein:

Die Diagnose „Sehnenschaden“ kennt und fürchtet jeder, der mit Pferden und Pferdesport zu tun hat.

Was genau verbirgt sich dahinter ? Welche Formen gibt es ? Wie kann der Tierarzt helfen ? Wie lange dauert die Heilung ? Ist eine völlige Heilung überhaupt möglich ? Kann man Sehnenschäden vermeiden ?

Dies sind die häufigsten Fragen zu diesem Krankheitsgeschehen und ich möchte versuchen, sie zu beantworten.

Was ist eine Sehne und welche Aufgabe hat sie?
Sehnen verbinden die Muskeln mit den dazugehörigen Knochen und übertragen somit die Muskelkontraktion auf die entsprechenden Skelettteile. Sehnen haben eine so hohe Zugfestigkeit, dass der Muskel aus eigener Kraft die Sehne nicht zerreißen kann.

Aufgebaut ist die Sehne aus sogenannten kollagenen Fasern, die zu Bündeln zusammengefasst sind; viele solcher Bündel bilden die Sehne. Die einzelnen Sehnenfaserbündel sind von lockerem Bindegewebe umgeben, in welchem auch die Blut- und Lymphgefäße sowie Nervenfasern verlaufen. Die Anbindung der Sehne an die Knochen erfolgt über Verflechtung der Sehnenfasern mit der Knochenhaut und dem Knochengewebe.

Die Sehne gleitet innerhalb der Sehnenscheide, wo sie über Knochenvorsprünge verläuft, ist sie durch Schleimbeutel geschützt

Welche Formen von „Sehnenschäden“ gibt es ?

Tendovaginitis oder Sehnenscheidenentzündung

Durch Quetschung oder Zerrung der Sehnenscheide kommt es zu Blutungen in den Hohlraum, in welchem die Sehne entlanggleitet. Die dadurch entstehende Umfangsvermehrung ist schmerzhaft und als Reaktion kommt es zu einer Entzündung.

Die Entzündung wird zunächst mit kühlenden Medikamenten und Angußverbänden behandelt; das Pferd bekommt Boxenruhe. Nach zwei bis drei Tagen sollte die Therapie von Kühlung auf Wärme und hyperämisierende, d.h. durchblutungsfördernde Medikamente umgestellt werden, um die Resorption der Entzündungsprodukte zu beschleunigen, eventuell wird die Entzündung lokal durch Applikation geeigneter Medikamente (z.B. Hyaluronsäure) behandelt.

Wichtig ist die kontrollierte Bewegung des Patienten, um während der Heilung Verklebungen des Gewebes zu vermeiden, die später das Gleiten der Sehne in der Sehnenscheide beinträchtigen würden.

Wichtig ist stets, eine Tendovaginitis, auch wenn sie harmlos erscheint, lange genug ausheilen zu lassen, damit sie nicht durch Rezidive ins chronische Stadium übergeht.

Tendinitis oder Sehnenentzündung

Tendinitis bezeichnet eine Entzündung des Sehnengewebes; diese Entzündung wird durch Zugbelastung, sprich durch Zerrung ausgelöst. Die Schwere der Zerrung kann dabei von geringgradig bis hin zur Ruptur der Sehne reichen. Entsprechend variieren auch die Symptome.

Erste Anzeichen bei einer leichten Zerrung sind vermehrte Wärme und eine geringgradige Schwellung; beide verschwinden in der Regel von alleine, wenn dem Pferd etwas Ruhe und physiotherapeutische Behandlung wie Kneipp´sche Güsse, Magnetfeldtherapie, Softlaser und Massagen mit heparinhaltigen Einreibungen ( z.B. Tensolvet) gegönnt werden.

Werden diese ersten Anzeichen übersehen oder nicht ernst genommen, setzt sich die Zerrung fort und die Entzündung verschlimmert sich. Es tritt dann neben deutlicher Schwellung und Wärme auch Lahmheit auf.

Spätestens jetzt sollte der Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Die genaue Diagnose wird am besten durch eine Ultraschalluntersuchung der Sehne gestellt; hier läßt sich auch das Ausmaß und die Schwere der Sehnenschädigung erkennen.

Die Tendinitis sollte vom Tierarzt behandelt werden, wobei er je nach Schwere der Erkrankung verschiedene Medikamente anwenden kann. Zum einen werden bei starken Schmerzen Antiphlogistika verabreicht, die die Entzündung zurückdrängen und die Schmerzen lindern; um die Heilung der Sehne zu beschleunigen und Verklebungen im Gewebe vorzubeugen, kann die betroffene Sehne mit Hyaluronsäure umspritzt werden.

Entscheidend für die Heilung ist das Management des Patienten nach der Verletzung in der Rehabilitationsphase.

Zunächst hat der Patient Boxenruhe, bekommt Angußverbände und sollte, wenn irgend möglich, bereits erste Behandlungen mit dem Softlaser erhalten. Durch die Lasertherapie wird die Entzündung reduziert, die Schmerzen gelindert und der Heilungsprozess angeregt.

Nach drei oder vier Tagen sollte das Bewegungsprogramm beginnen, um Verklebungen zu vermeiden und den neugebildeten Sehnenfasern die Belastungsrichtung vorzugeben, in welcher sie sich ausrichten müssen, damit die Sehne später die volle Belastbarkeit zurückerhält.

Mit dem richtigen Bewegungsprogramm steht und fällt die Heilung einer Tendinitis! Das Pferd darf nur im Schritt, möglichst zweimal täglich auf ebenem Boden bewegt werden, wobei man mit zweimal 5 Minuten beginnt und die Dauer allmählich steigert, bis man zweimal täglich 30 Minuten erreicht hat.

Unterstützen und beschleunigen kann man die Heilung durch physiotherapeutische Maßnahmen:

- Eispackungen nach der Bewegung

- Massage des betroffenen Gewebes

- Wärmebehandlungen

- Lasertherapie

- Magnetfeldtherapie

Man muß je nach Schwere der Tendinitis mit einer Heilungsdauer von 3 bis 5 Monaten rechnen. Entscheidend ist es auch, das Training gezielt und kontrolliert wieder zu steigern, damit es nicht zu Rückfällen kommt, die meist schlimmer als die Ersterkrankung sind. In dieser langen und schwierigen Phase der Rehabilitation sollte der Pferdebesitzer kompetent durch einen Tierarzt beraten und unterstützt werden.


Sehnenruptur

Die Sehnenruptur stellt die schwerste Form der Sehnenerkrankungen dar; die Sehne reißt durch die zu hohe Belastung; hier kann nur chirurgisch versucht werden, die Sehne wieder herzustellen oder ein Implantat zu installieren.

Die Heilungsaussichten sind nicht besonders gut, die Rehabilitationsphase sehr lang.

Insertionsdesmopathie

Hier kommt es zum Abriß einzelner Sehnenfasern oder gar der ganzen Sehne an ihrer Ansatzstelle am Knochen. Diagnosestellung und Therapie entsprechen im wesentlichen der Tendinitis, jedoch muß auch hier mit einer sehr langen Regenerationsphase gerechnet werden.
kann dir nur aus eigener erfahrung den rat geben, wenigstens ein ultraschall machen zu lassen. bei meinem ehemaligen hengst wurde 2 monate "rumgedoktort" - diagnose vom sehen her: sehnenscheidenentzündung.
nachdem ich die faxen dicke hatte - pferd immer noch ein leicht angelaufenes bein hatte, habe ich ihn eingepackt und bin in die klinik gefahren.
er hatte ein loch in der tiefen beugesehne :eek: therapie: mind. 6 wochen boxenruhe mit 10 minuten laufen am tag auf hartem boden.
der therapievorschlag des "sehenden tierarztes" war ebenfalls tensolvet und leichte bewegung mit reiten. bei ihm wäre das auf dauer grundfalsch gewesen und der hengst wäre heute wahrscheinlich unreitbar weil sehne durch...
 
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
@ saedis

vielen dank für die infos. aber wenn ich das richtig verstanden habe sind bei allen erkrankungen der sehne oder der sehnenscheide z.T. sehr starke schmerzen und auch lahmheit vorhanden. bei Gin' trifft nichts von beidem zu. sie lahmt nicht und das bein tut ihr auch nicht weh. sie hat einen unglaublichen bewegungsdrang und buckelt oft auf der weide rum.
hat dein hengst denn damals gelahmt?

von boxenruhe hat der TA auch nichts gesagt :eek:

ich hab heute in der pferde-tierklinik hier in der nähe angerufen. die haben leider kein transportabeles ultraschall-gerät, ich müsste da also mit Gin' aufschlagen.
und da müsste ich dann eine freundin bitten uns hinzufahren. und das wird ein mega-stress für Gin'. sie regt sich ja eh so schnell auf und hängerfahren nimmt sie auch alles andere als ruhig hin.
mein TA meinte heute wenn in 2 wochen keine veränderung zu sehen ist würde er auch zum klinik-besuch raten. und dann werde ich das natürlich auch alles machen.
 
saedis

saedis

meistens nicht online :)
Beiträge
1.971
Reaktionen
0
moin gina,

nein, mein hengst hat damals NULL - NIENTE gelahmt. lediglich eine "kleine" schwellung im bereich der sehne war zu sehen/fühlen. ich merkte im starken tempo tölt (vergleichbar starker trab) das er einen ticken unklar/ungleich läuft. mehr nicht.

der TA in der klinik guckte so: :eek: als er den scan vom ultraschall gesehen hat - so ein loch in der sehne hätten wohl eher nur pferde, die im kalten zustand z.b. über einen hohen zaun springen würden (oder kalt durch den parcour gehen).

woher er letztendlich sich das zugezogen hat - ich weiß es bis heute nicht.

er stand insgesamt 8 wochen nachts fest in der box (vorher offenstall mit kumpels) und tagsüber 10 minuten (steigernd pro tag) an der hand auf asphalt laufen. nach 6 wochen habe ich ihm einen kleinen paddock abgesteckt, auf dem er alleine stehen konnte - ohne viel zu laufen, zu rennen und zu spielen.

sehnen geschichten sind langwierig - frag deinen TA, was er von blutegeltherapie hält. eine bekannte hat so ihre stute wieder hinbekommen. was genau da passiert, bei blutegeln, ist nicht so wirklich bekannt. wenn man die egel ansetzt, dann saugen sie blut aus dem gewebe raus - und "spritzen" ihre eigene flüssigkeit rein. die wirkt entzündungshemmend und blutverdünnend (ergo: schadstoffe werden schneller abtransportiert).

zugefüttert bekam der hengst damals grünlippigen muschelextrakt (aber nicht den, von der firma, die immer prospekte in den reitzeitungen hat *grins* - sondern vom TA) - denke das hat auch einiges mitgeholfen.

heute ist er ein normal belastbares pferd - kann hoch trainiert werden und läuft unter einen jugendlichen im kader turnier mit...

good luck für deine stute!!!
 
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
hallo,

die blutegel-therapie kenne ich vom menschen her. haben wir damals in der pta-ausbildung gelernt. sie spritzen heparin in die haut, also denselben wirkstoff wie in tensolvet. aber der aussaugende effekt ist natürlich besser und das heparin gelangt direkt unter die haut. werde ich auf jeden fall mal nachfragen.

grünlippmuscheln sind ja zumindest in der human-therapie etwas umstritten. werde mich aber auch danach erkundigen.

inzwischen steht es für mich so gut wie fest mit Gin' in die Klinik zu fahren. Traumeel scheint überhaupt nichts zu bewirken. sie bekommt es inzwischen eine woche lang.

ach man ist das ein elend. mit dem reiten wird es vor weihnachten sicher nichts. aber damit kann ich leben. solange ihr bein nur wieder gesund wird.

vor ca. 10 jahren hatte sie mal eine sehenentzündung am anderen bein. das war damals auch eine ganz langwierige sache und es hat ein 3/4 jahr gedauert bis sie wieder fit war. am bein ist auch narbengewebe und eine felllose stelle vom cortison zurückgelieben. damals war ich noch zu jung (13) um da selber was zu unternehmen. hab getan was der TA gesagt hat. den haben wir inzwischen auch nicht mehr.
 
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
termin nächste woche mittwoch :err:

hat irgendwer erfahrung mit rescue tropfen bei pferden? habe ein buch da werden die in stresssituationen empfohlen.
 
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
Wieder da...

Hallo,

Also Gin' und ich sind wieder da aus der Klinik. Sie hat sich wie erwartet beim Transport sehr aufgeregt. Ich hatte ihr zwar Rescue-Tropfen gegeben, aber vielleicht hätte sie sich ohne noch mehr aufgeregt.

Zuerst mussten wir vortraben auf dem Hof. Da hat sie nicht gelahmt. Dann mit Beugeprobe und da ist sie dann auch etwas lahm gegangen. Zwar nicht doll, aber deutlich sichtbar.
Dann wurde der Ultraschall gemacht. Und meine hampelige Gin' stand relativ brav still. Dem TA hat das aber noch nicht gereicht und nachdem einmal sein heiliger Sensorkopf runtergefallen war musste sie eine Nasenbremse dranbekommen. :rolleyes:
Beim Ultraschall ist dann letztendlich rausgekommen, dass ein Anriss der tiefen Beugesehne vorliegt. Er hat mir das auch auf den Bildern gezeigt wo etwas nicht so war wies sein sollte. Es würde stellenweise zwar schon anfangen zu heilen, aber man müsste trotzdem handeln.
"Sie müssen ihr Bewegungsprogramm besser koordinieren!" hat er gesagt. Auf deutsch: Gin' muss in der Box stehen. Mind. 4 Wochen lang.

Ins Bein hat er noch Medikamente reingespritzt und ich hab Pulver mitbekommen, das sie 4 Tage lang einnehmen muss.
2 Tage hat sie Boxenruhe, dann eine Woche 2 x tägl. 5 Minuten auf hartem Boden führen und über 2 Wochen steigern auf 2 x tägl. 15 Minuten führen.
Zusätzlich soll sie einen Spezialbeschlag bekommen.
In 4 Wochen erfolgt dann die Kontrolle.

Er meinte das ganze würde lange dauern bis es heilt und sie würde auch nie wieder extrem belastbar sein. Aber das ist nicht so schlimm. Hauptsache sie wird wieder und wir können wieder unsere Ausritte machen.
Jetzt steht sie also allein in ihrer Box und versteht das alles noch nicht so richtig.
Aber ich bin froh, dass wir jetzt endlich bescheid wissen.
 
lepuscus

lepuscus

Mitglied
Beiträge
45
Reaktionen
0
Ohje, dann auf jeden Fall gute Besserung an die kleine Maus!!

Da war es wirklich besser den Weg in die Klinik zu machen, jetzt weisst du wenigstens, was los ist.
Unser Großer hatte auch letztes Jahr eine Sehnenverletzung. Haben wir mit viel Geduld und einem guten Tierarzt wieder hingekriegt. hat nun keinerlei Probleme, bisher nichts mehr gewesen.
Ich drücke euch die Daumen!!

LG:bye:
 
Trofu

Trofu

Beiträge
2.028
Reaktionen
1
Hallo

Wie gehts denn Gin´? Die Arme muss immer noch stehen oder?

Lg Manu
 
tapferer_lemming

tapferer_lemming

Mitglied
Beiträge
341
Reaktionen
0
Hat irgendwer von euch Erfahrung mit Traumeel bei Pferden?
Na, gut, dass Du nun weißt was los ist... meine hatte auch schon einen Sehnenfaseranriß... blöde Sache das! Aber das wird, wenn Du ganz langsam mit ihr anfängst... ich habe meim Stütchen auch lange Zeit gelassen und es hat sich gelohnt... nur diese Boxenruhe fand sie extrem ätzend :motz

Zu Deiner Frage mit Traumeel. Wir haben das unserem Wallach die letzten seiner Jahre jede Woche direkt ins Bein gespritzt. Er hatte Artrose... wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Grüßle und weiterhin gute Besserung
 
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
Hallo,

Danke der Nachfrage. Ja, sie ist immer noch in der Box. Aber sie hat sich ziemlich schnell damit abgefunden, auch damit, dass sie ganz alleine ist. Wir halten es für vernünftiger Joki noch auf der Weide zu lassen, denn sonst müsste man die beiden ja jeden Tag trennen, wenn er Bewegung hätte. Und dabei würde sie sich wieder schrecklich aufregen und ihr Bein überanstrengen.

So ist sie jetzt ganz zufrieden. Nachts steht sie richtig in der Box und tagsüber kann sie im Stallbereich vor ihrer Box rumlaufen und über die große Halbtür nach draußen auf den Hof kucken.
2 mal am tag gehen wir für jeweils 5 Minuten spazieren und sie freut sich auch schon immer wenn ich mit dem Halfter komme. Ist für sie ja eine der wenigen Abwechselungen die sie hat.
Putzen findet sie jetzt auch ganz super seit sie sich nicht mehr wälzen kann. In der Box tut sie das nicht obwohl die echt groß ist.

Am montag bekommt sie dann auch endlich ihren spezial-beschlag. in 3 wochen wird kontrolliert. alles in allem ist das bein auf jeden fall schon dünner geworden. nur an einer stelle ist es noch dick und die schwellung ist auch sehr hart. ich schätze mal, dass das die angerissene stelle ist.

zu traumeel: ich glaube, das wurde ihr in der klinik auch ins bein gespritzt. der TA sagte auf jeden fall zu seiner helferin was von traumeel.
 
Trofu

Trofu

Beiträge
2.028
Reaktionen
1
HALLO

Würde ich auch so machen, ist zwar blöd wenn sie alleine ist, aber wenn ihr das andere Pferd jeden Tag raustun würdet,wär sie wahrscheinlich nur noch am toben.

Traumeel ist ein sehr gutes Mittel bei solchen Geschichten, du könntest es auch subcutan spritzen, ist ganz einfach. Und Traumeel Salbe gibts auch da könntest du die betroffene Stelle einreiben.
Ist auch alles nicht soooo teuer.
Dann wünsch ich doch weiterhin gute Besserung fürs Pferdchen.

Lg Manu
 
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
Hallo Manu,

Genau das ist es, Gin' klebt nämlich sehr an Joki.

Mit Traumeel-Salbe und Tabletten waren wir ja schon dran. Bis auf das Gin' keinen mehr an ihr Bein gelassen hat weil sie das einreiben gehasst hat hats überhaupt nichts genützt, leider. Ich hatte mir mehr versprochen.
Aus meiner Arbeit in der Apotheke weiß ich wie gut Traumeel bei Menschen anschlägt.

Aber von den Rescue-Tropfen bin ich inzwischen komplett überzeugt. Am Dienstag war der Alteisenmann im Dorf unterwegs und hat über sein Megaphon nach altem Eisen und alten Öfen gebrüllt. Und dieses Megaphon ist Gin's persönlicher Albtraum. Da hat sie schon früher die übelsten Tänze aufgeführt und sich erst Stunden später wieder beruhigt.
Als ich abends aus der Uni kam und Gin' nass und total aufgeregt im Stall stand, hab ich ihr gleich welche gegeben. Und das im Abstand von ca. 10 Minuten immer wieder. Sie wurde von Mal zu mal ruhiger. Und nach dem 4. Mal war sie wesentlich ruhiger, ist nicht mehr in der Box rumgerannt, hat nicht mehr rumgelauscht und hat sogar gefressen.
Diese Tropfen werde ich jetzt immer zu Hand haben.
 
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
Hallo,

Kleiner Zwischenstand. Heute war ich mit Gin' in der Klinik zu Nachkontrolle. Sie hat sich zwar wieder beim Transport mega aufgeregt, aber sich trotzdem problemlos verladen lassen. :irre:

beim vortraben hat sie jetzt nicht mehr gelahmt. der doc war sehr zufrieden. auch hat er die zurückgegangene schwellung gelobt.
beim ultraschall kam dann raus, dass der riss weiter geheilt ist, es aber noch nicht ganz weg ist.
naja, gab noch mal ne spritze ins bein und beutelchen fürs futter mit.
"machen sie bis ins neue jahr erst mal so weiter wie bisher" hat er gesagt. eine kleine lockerung der gefängnishaft ist aber drin. sie darf wieder auf ihren gepflasterten paddock, so dass sie immerhin etwas ihrer freiheit wieder hat.

der TA meinte wenn es weiter so gut heilt würde es sehr wahrscheinlich komplett und ohne rückschäden abheilen. :blobg: das hat mich natürlich alles sehr gefreut. jetzt hoffe ich natürlich, dass es auch so weiter geht und ich im frühling vielleicht schon wieder ans reiten denken kann.

ich hab auch nach grünlippmuscheln gefragt, das hatte ich das letzte mal vergessen. der TA war nicht so überzeugt davon, meinte es wäre ja eher was für die gelenke, schaden würde es auf keinen fall, aber für notwendig würde er es nicht ansehen.
 
saedis

saedis

meistens nicht online :)
Beiträge
1.971
Reaktionen
0
ich hab auch nach grünlippmuscheln gefragt, das hatte ich das letzte mal vergessen. der TA war nicht so überzeugt davon, meinte es wäre ja eher was für die gelenke, schaden würde es auf keinen fall, aber für notwendig würde er es nicht ansehen.
*grins*

ist ja lustig. ich habe das grünlippmuschelzeug damals extra vom doc empfohlen bekommen - obwohl die klinik das nicht verkauft :engel:

habe mal in den unterlagen nachgeschaut - das präparat heisst SYNOV PERFECT und soll lt. diversen analysen vom labor die höchste dosis von brauchbarem muschelextrakt intus haben.

schön das deine maus auf dem weg der besserung ist :bigok:
 
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
Hallo,

Gin's Bein gehts schlechter! :confused:
Seit gestern abend ist es wieder geschwollen und es tut ihr auch weh. Haben sofort den TA angerufen und er meinte Rivanol-Angussverband und noch mal die Tütchen besorgen und weitergeben. Und wenns in 2 Tagen nicht weg ist noch mal da aufschlagen, damit er kucken kann.

Das ist natürlich alles sehr doof. Ich weiß nicht warum es wieder geschwollen ist, es ist nichts außergewöhnliches passiert. Vielleicht hat sich durch das Einspritzen irgendwas entzündet.
 
Gina83_19

Gina83_19

Riesengroßer Hafifan
Beiträge
785
Reaktionen
0
Als ich heute abend aus der Uni kam und in den Stall ging, dachte ich ich kucke nicht richtig.
Da stand meine Gin' zitternd und ganz verkrampft atmend mit hängendem Kopf und versuchte andauernd ihr Bein zu entlasten! Sie tat mir so unendlich leid. :( Das Bein war doppelt so dick wie das andere, hart und ganz heiß. Richtig entzündet eben. Und es tat ihr furchtbar weh. Wenn man nur in die Nähe kam hat sie es gleich ganz vorsichtig weggezogen. Fieber gemessen: fast 40 °C!!!

Ich hab dann sofort in der Klinik angerufen, aber der Doc meinte, da könnte man heute Abend auch nichts mehr machen wir sollten Morgen mit ihr rum kommen. Als ich dann gesagt habe, dass sie saumäßige Schmerzen hat und ich auch nicht glaube, dass sie so verladen werden kann sagte er wir könnten das Bein kühlen und auf den Hänger bekäme man jedes Pferd. :irre: Das fand ich ziemlich übel und es hat meine Meinung von der Klinik sehr geschmälert. Er sagte dann noch, wenn ich es unbedingt wollte, könnte ich ja auch noch meinen Haustierarzt anrufen, damit er ihr was gibt.
Leider ist der im Urlaub, aber zum Glück hab ich seine Assistentin (die auch schon fertige TÄ ist) erreicht. Sie kam dann auch gleich und meinte auch, dass da beim Spritzen am Montag bestimmt irgendwas ins Bein gekommen ist das sich dann entzündet hat. Sie hat Gin' ein Schmerzmittel und ein Langzeitantibiotikum gespritzt.
Und nach ner halben Stunde gings meiner Dicken langsam wieder besser. Sie hat sich etwas entspannt und nicht mehr so verkrampft geatmet. Als sie sich dann etwas mehr bewegt hat und auch zu fressen begonnen hat war ich dann endlich etwas beruhigt.

Morgen früh fahren wir wieder in die Klinik damit der Doc rausfinden kann was da schief gelaufen ist.
 
Secunda

Secunda

Beiträge
2.635
Reaktionen
4
Hallu

woah, was ne Aktion!
Arme Gin'...
Gut dass die TÄ kommen konnte und es Gin' jetzt besser geht...
 
Thema:

Sehnenscheidenentzündung