Zimmergenossen für chinesische Rotbauchunken

Diskutiere Zimmergenossen für chinesische Rotbauchunken im Amphibien Forum im Bereich Bewohner des Terrarium; Tach auch hier in dat Forum und draußen an die Geräte, ich bin der Neue hier! Ich habe mir vor 6 Wochen ein Aquarium als Terrarium umgebaut und...
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Jim Knopf

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Tach auch hier in dat Forum und draußen an die Geräte, ich bin der Neue hier!

Ich habe mir vor 6 Wochen ein Aquarium als Terrarium umgebaut und halte 4 chinesische Rotbauchunken darin (bombina orientalis).
Kann ich im Wasserteil einige Molche ansiedeln ? Was für Arten?
Hat jemand Erfahrung mit den Unken und kann Tips geben?
 
21.07.2002
#1
A

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Molchi

Molchi

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Hallo Jim Knopf,

witziger Name, gefällt mir, aber erstmal herzlich willkommen hier im Haustierforum. Ich hoffe Dir gefällt es hier.
Nun zu Deiner Frage.
In der Natur ist Bombina orientalis mit See- und Teichfrosch, Moorfrosch, Laubfrosch, Knoblauchkröte sowie Teich- und Kammmolch vergesellschaftet.

Das bedeutet, Du könntest Deine Bombinas mit den oben genannten Tieren vergesellschaften, natürlich nicht mit allen, ich glaube dafür ist Dein Terrarium zu klein, aber Du kannst Dir ja aussuchen, mit wem Du sie von den oberen Arten vergesellschaften möchtest. Da ich ein Molchfan bin, würde ich mich für den Kammolch entscheiden, denn der sieht wärend der Balzphase sehr schön mit seinem Kamm auf dem Rücken aus, wie ein kleiner Drache, aber das ist nicht das ausschlaggebende Argument. Der Kammolch wird groß genug sein, um nicht als Futter für die Bombina angesehen zu werden, außerdem ist er robust und kann sich ggf. auch wehren.

Dein Terrarium konnte ich ja eben bewundern, ich finde es sehr schön.
Bombinas sind Tag - u. Nachtaktiv, sie lieben es sich auf dem Wasser treiben zu lassen.
Sie fressen alles was sie bewältigen können, wie Larven, Heimchen u. Grillen, Würmer und Maden.
Sie können ihre Farben verändern, besonders wenn sie sich vorwiegend in Höhlen aufhalten oder sich häuten, werden sie dunkel.
Bei Gefahr drehen sie sich auf den Rücken, um ihren Feind mit den roten Bauch zu warnen.
Übrigends ist die Haut sehr empfindlich, daher sollte man sie nicht zu oft anfassen.

Viele Grüße
Nicolé
 
J

Jim Knopf

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Hallo Nicole
Endlich kann ich mich mal mit anderen über meine Viechers unterhalten, klasse !

Also an Molche hatte ich auch schon gedacht. Der Wasserteil ist ca70x50 cm groß und ungefähr 6 cm tief. Temperatur liegt so zwischen 24 und 26 Grad, kann auch im Sommer noch wärmer werden, Können die Molche das ab? Ich hatte schon an Feuerbauchmolche gedacht.
Ich hab keine Scheiben auf dem Becken, weil ich nich will, dat mir die Unken ersticken, darum wirds im Sommer etwas warm.

Wenn die Pflanzen etwas gewachsen sind hoffe ich dat sich das auch etwas positiv auf die Abstrahltemperatur der Neonröhren auswirkt. Hab schon ein kleinen Lüfter eingebaut, der die Wärme aus der Beleuchtungskappe absaugen soll und teste zur Zeit, ob dat reichen tut.
 
Molchi

Molchi

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Hallo Jim Knopf,

also wenn Dein Terri oben offen ist, würde ich, wenn ich Molche einsetzen würde, wenigstens Fliegengitter oder Gatze glaube ich, heißt es auch, drauf legen, am besten einen Holzrahmen passend zum Terri anfertigen und die Gatze daran tackern.
Die Molche würden sonst auf Entdeckungstour gehen und den Weg nicht zurück finden und austrocknen.
Hmm, die Molche können im Sommer bis zu 26°C ab, darüber würde es kritisch werden.
Das mit dem Lüfter ist schon eine gute Idee, wenn er nicht reicht, würde ich einen zweiten dazu nehmen.

Viele Grüße
Nicolé
 
J

Jim Knopf

Gast
Neee Molchi,
da haste mich getz falsch verstanden, oben auf dat Terrarium iss schon ne Abdeckung und die hab ich auch so dicht gemacht, dat mir da keiner von meine Gefangenen abhauen kann, aber zwischen der Oberkante von dat Aquarium und den Lampen hab ich keine Abdeckscheiben eingebaut!
Aber bevor ich da mit Molche anfange, werd ich erstmal testen, wat ich da für Temperaturen bekomme. Vielleicht find ich ja auch Viechers die höhere Temps vertragen, ?:)
 
Molchi

Molchi

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Hallo Jim,

dann habe ich Dich wirklich falsch verstanden, entschuldige bitte.
Ja ich finde es ne`gute Idee, dass Du erstmal testen möchtest, um zu sehen welche Temperaturen sich im Terri entwickeln, dann kannst Du Dich, wenn es soweit ist um den Besatz kümmern!

Viele Grüße
Nicolé
 
Jochen2

Jochen2

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Habe ich das richtig verstanden?
In der Natur ist Bombina orientalis mit See- und Teichfrosch, Moorfrosch, Laubfrosch, Knoblauchkröte sowie Teich- und Kammmolch vergesellschaftet.
- und ich dachte immer, chinesische Rotbauchunken kommen aus China...

Einheimische Molche leben übrigens nur in der Fortpflanzungsphase aquatisch, den Rest des Jahres gehören sie in richtige Terrarien. Außerdem ist die Diapause schlecht nachzuahmen. Abgesehen davon war da doch noch was mit dem Schutzstatus von einheimischen Molchen, oder liege ich da auch falsch?...

Gruß Jochen
 
Molchi

Molchi

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Hallo Jochen,

ja Du hast recht, wollte ich gestern Nacht eigentlich noch dazu schreiben, mist! Habe ich doch glatt vergessen, ich habe nämlich ein Zitat von der DGHT kopiert, was ich hier rein setzen wollte.
Dann tue ich es jetzt. Der Kammolch darf aus der Natur nicht entnommen werden, da er unter Naturschutz steht, aber kaufen kann man ihn natürlich ist aber meldepflichtig. Hier der Text von der DGHT:

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtline der EU stellt Triturus cristatus unter strengen Schutz. Hiervon sind bestimmte europäische Amphibien- und Reptilienarten betroffen.
Der Natur entnommene Tiere dürfen nicht ohne Genehmigung gehalten werden. Die Tiere dürfen ohne Genehmigung der zuständigen Landesbehörde auch nicht an einen anderen Standort gebracht werden. Darüber hinaus besteht für Wildexemplare ein Schaustellungs- und Vermarktungsverbot.
Eine Haltung ist bei Nachzuchttieren ohne Genehmigung zulässig, jedoch gegenüber der zuständigen Landesbehörde meldepflichtig. Auch Bestandsveränderungen, wie Zugänge oder Abgänge, sind sofort zu melden.
Darüber hinaus kann die zuständige Landesbehörde verlangen, dass der rechtmäßige Erwerb der Tiere nachgewiesen wird. Es gilt hierbei der Grundsatz der freien Beweisführung. Deshalb sollten sämtliche Belege über den Erwerb aufgehoben werden: Einfuhrdokumente, Vorlagebescheinigungen, behördliche Meldebestätigungen und CITES-Bescheinigungen können als Nachweis dienen. Auch Bescheinigungen des Züchters/Verkäufers können als Nachweis herangezogen werden. Sie sollten - wie auch Kaufbelege, Schenkungs- oder Tauschbelege - möglichst viele eindeutige Angaben enthalten:

Deutscher und wissenschaftlicher Artname
Geburtsdatum
Geschlecht des Tieres (wenn erkennbar)
Name und Anschrift des Züchters
Angaben zu den Aufzeichnungsdokumenten beim Züchter ("Zuchtbuch")
Angaben zu den Elterntieren
Belege, die nur den Kauf eines Amphibiums/Reptils ausweisen oder nicht ausführlich genug erscheinen, sollten nicht akzeptiert werden. Sollten Behörden unzumutbare Forderungen für den Nachweis stellen, kann auch Widerspruch eingelegt werden. Schließlich ist es nicht möglich, jegliche Belege, die nicht von Behörden ausgestellt wurden, notariell bestätigen zu lassen.

Nein die Rotbauchunke ist auch in Deutschland verbreitet, für Dich habe ich auch noch einen Text von der DGHT hier her kopiert:

NATUR- UND ARTENSCHUTZ
AG Feldherpetologie
Vielfalt in Raum und Zeit - Langzeitdynamik und Strukturierung von Populationen bei Amphibien und Reptilien und deren Bedeutung für den Naturschutz
Internationale Fachtagung der AG Feldherpetologie der DGHT und des BFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik des NABU vom 16.-18.11.2001 am Institut für Ökologie und Evolutionsbiologie (IfOE) der Universität Bremen, Gebäude NW2, Leobener Straße

Zusammenfassungen der Vorträge und Poster

Langzeitdynamik einer Rotbauchunkenpopulation in einer Agrarlandschaft Brandenburgs
Heidrun Beckmann & Norbert Schneeweiss
In einer intensiv genutzten Agrarlandschaft nordöstlich Berlins (Land Brandenburg, Barnim) wurden im Zeitraum von 1993 bis 2000 freilandökologische Untersuchungen an einer Rotbauchunken-Population durchgeführt. Mittels Fang-Wiederfang und individueller Wiedererkennung der Tiere anhand ihrer Bauchmusterung wurde die raum-zeitliche Dynamik der Subpopulationen im Verlauf von 6 Jahren untersucht. Mit 180-320 registrierten adulten Individuen zählt das Vorkommen in der Region Brandenburg zu den größeren Populationen. Das Geschlechterverhältnis lag bei 1:1. Innerhalb der Intensiv-Agrarlandschaft steht die Altersstruktur der Population unter dem Einfluß einer hohen Mortalität. Weniger als 10 % der adulten Tiere wurden nachweislich alt genug, um sich an mehr als einer Reproduktion beteiligen zu können. Für die Wanderung zwischen Winterquartier (Gehölze und Gärten benachbarter Siedlungen) und Laichgewässer bzw. zwischen verschiedenen Laichgewässern konnten Distanzen bis zu 1,2 km nachgewiesen werden. Körpermasse und Kopf-Rumpflänge der Rotbauchunken stehen in engem logarithmischem Zusammenhang. Im Frühjahr unterscheiden sich Männchen und Weibchen in ihrer Körpermasse signifikant.

Und hier ist noch ein Text für Dich, den ich von bombina.de.vu kopiert habe:

Kurzbericht zum Vorkommen der Rotbauchunke in den Elbtalauen bei Lenzen
von Christopher Schwerdt


Die Elbtalauen zwischen Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern bieten mit ihrer großen Anzahl unterschiedlicher Lebensräume und der noch nicht allzu intensivierten Landwirtschaft vielen Amphibien reichhaltigen Lebensraum. Vom 31.5-4.6 2001 bekam Ich Gelegenheit, einen Teil des Biosphärenreservates zwischen Hitzacker und Lentzen nach Amphibien zu durchsuchen. Das Gebiet wurde durch zahlreiche Altwässer, Feuchtwiesen, Auwaldreste und zahlreiche alte Gehöfte geprägt, die fast sämtlich noch einen Teich im Hofgebiet besaßen, teilweise sogar von Gewässern umgeben waren.
Am Nachmittag des 1.6 konnte ich mit meinen wackeren, von Hitze und reichlich auftretenden Insekten geplagten Mitstreitern auf einer im Frühjahr überschwemmten, extensiv genutzten Wiese einen Haufen aus alten Rindenstücken ausmachen.
Das Umdrehen der Rinden förderte drei adulte Kammmolche (Länge: 13-15cm), einen subadulten Moorfrosch, sowie eine einjährige Erdkröte zu Tage, außerdem einige recht hübsche Egelschnecken.
Interessanterweise lagen die Kammmolche direkt neben den Egelschnecken, so dass zwischen beiden Tieren Körperkontakt bestand. Ich vermutete, dass diese Vergesellschaftung einem besseren Feuchtigskeitsverhältnis dienen sollte.

Am Morgen des 2.6 konnten wir nahe der Wanderdünen bei Kleinschmölen einen größeren ausgebaggerten Teich ausmachen.
Trotz der hohen Lufttemperatur von etwa 28C° waren im Uferbereich zahlreiche Moorfrösche, Erdkröten und auch einige nicht näher bestimmte Grünfrösche zu finden.

Den Nachmittag verbrachten wir in den Hart- und Weichholzauen bei Hitzacker, wir konnten zwar keine Amphibien sehen, dafür aber die Rufe von See- und Teichfrosch vernehmen. Auf der Rückfahrt machten wir an einem größeren Gehöft hinter dem Elbdeich halt. Ein größerer verkrauteter Teich, der von Druckwasser der Elbe gespeist wurde, erstreckte sich vor unseren Augen. Wieder hörten wir zahlreiche Seefrösche, mit dem Fernglas konnten wir ihr Treiben auf der teilweise von Mummeln und Seerosen bedeckten Teichoberfläche ausmachen. Im Laufe der Dämmerung waren auch zunehmend die melodischen "uh..uh...uh" Rufe der Rotbauchunken zu hören. Wir konnten schließlich auch einige rufende Männchen auf der Wasseroberfläche beobachten.
Die Rotbauchunke ist in den Elbtalauen noch zahlreich zu finden, sie benötigt größere Gewässer als die Gelbbauchunke, nach Möglichkeit Überschwemmungsgebiete, Altwässer und die wichtigen Druckwasser-Tümpel, die unterirdisch mit der Elbe in Verbindung stehen. Auf jeden Fall ist sie ein typischer Auenbewohner geblieben und hat die Umstellung auf Sekundärlebensräume nicht geschafft.
Ein Grund mehr, die Flussbegradigung zu stoppen und die letzten Auengebiete zu bewahren!
Wichtig für die Unke ist eine Vernetzung zahlreicher Gewässer, da die Unken gerne ihr Aufenthaltsgewässer wechseln, die Jungtiere sind hierbei wanderfreudiger als die Adulten. ( Bei den meisten Amphibien dient ein terrestrisches Jugendstadium der Ausbreitung der Art und der Migration)

Die Rotbauchunke ist aber auch konkurrenzstärker als die Gelbbauchunke und war in den großen, stets stark bewachsenen Teichen mit
See- und Teichfrosch, Moorfrosch, Laubfrosch, Knoblauchkröte sowie Teich- und Kammmolch vergesellschaftet. Die Larven sind sehr gedrungen, ihnen fehlt aber die spitze Schwanzspitze der Laubfroschquappen.
Diese konnte ich am 3.6. in mehreren Dorfteichen und im Auenbereich zahlreich finden, trotz hysterischer Flucht in tiefere Gewässerschichten, stellte der Fang kein Problem da.
Später fing ich in einem großen flachen Teich auch noch eine etwa 10cm lange Larve der Knoblauchkröte sowie Moorfrosch- und Erdkrötenquappen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Elbtalauen ein ideales Gebiet zur Beobachtung von Amphibien darstellen !
Die Arten stehen im krassen Gegensatz zu denen, die ich daheim im Sauerland ausmachen konnte.
Interessant ist letztlich besonders, dass der Grasfrosch fast vollständig durch den Moorfrosch ersetzt wird.

Viele Grüße
Nicolé
 
Jochen2

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Dazu gibt es ja nur noch zu bemerken, daß die einheimische Rotbauschunke (Bombina bombina) nicht gleich der orientalischen Rotbauchunke (Bombina orientalis) ist...

Mal ganz kurz gesagt, ich halte von der Vergesellschaftung von orientalischen Rotbauchunken mit Molchen relativ wenig. Die Rotbauchunken sind viel verfressener als die meisten Molche, abgesehen davon sind die Ansprüche einfach zu unterschiedlich. Es gibt nun mal nicht so viele aquatische Molche.

Das Becken sieht eigentlich ganz geeignet aus für Cynops orientalis, aber ohne Unken...

Gruß Jochen
 
Molchi

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Hallo Jochen,

Ich glaube ich gehe wieder ins Bett...:p
irgendwie ist bei mir der Wurm drin.
Das war der falsche Text. Habe ich doch tatsächlich die Bombinas vertauscht, aua. Das dürfte mir eigentlich nicht passieren.
Ich laß es jetzt einfach mal, bin einfach noch nicht wach.
Dir vielen Dank Jochen, dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast, wenn ich Dich nicht hätte (schleim...!)


@ Jim: Tut mir leid, ich habe orientalis mit bombina vertauscht.

Ich würde sagen, wenn Du sie vergesellschaften möchtest, dann lieber nicht mit Molchen, sondern eher mit einer anderen Froschart, oder Du behälst ein Arten Terrarium.

Viele Grüße
Nicolé
 
J

Jim Knopf

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Also erstmal vielen Dank an Euch zwei, dat Ihr Euch so viel Mühe gemacht habt, auch wenn Molchi sich etwas vergalopiert hat, war doch alles von großem Interesse für mich!

@Jochen
An den chinesischen Feuerbauchmolch hatte ich auch schon gedacht, aber ich will erstmal testen wie hoch meine Luft- und Wassertemperatur wird , wenn das Zimmer im Sommer warm wird, bis jetzt war ja wol nix mit doller Hitze. Ich kann mir aber vorstellen, daß ich an heißen Tagen auch mal an 28° komme und das wäre wohl zu warm.
Frage : Was kann ich den Unken noch füttern, da meine Frau, sehr komisch auf Grillen und anderes Krabbelgetier reagiert, füttere ich kleine Regenwürmer und Mückenlarven. Wie sieht es mit Fliegenmaden aus, ist das auch möglich?
 
Jochen2

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Hi Jim
Da die Unken so ziemlich alles fressen, was sich bewegt und ins Maul passt, kannste denen auch so ziemlich alles anbieten, was sich bewegt und ins Maul passt ;). Ich würde also eher bei deiner Frau testen - was die als genehm akzeptiert, ist dann für die Unken auch ok.

Fliegenmaden sind zwar möglich, allerdings schwer verdaulich. Außerdem folgt ihnen der Ruf, daß sie das Gefressenwerden gelegentlich überleben und dann die Verdauungsorgane beschädigen können. Gesehen habe ich das noch nicht, aber man weiß ja nie - ich laß die Fliegen besser schlüpfen. Warnen muß ich auch vor Mehlwürmern. Die lassen die Tierchen leicht verfetten, was sie damit danken, daß sie nicht mehr laichten, recht träge wurden und unvermittelt mal abnippelten - bei mir jedenfalls.

Bei mir haben sie in erster Linie Regenwürmer, Asseln und Heimchen bekommen. Außerdem haben sie gelegentlich rotes Granulatfutter (Tetra Diskus) bekommen. Allerdings fressen das nicht alle und es ist auch nicht als Alleinfutter geeignet.

Also einfach mal ausprobieren...

Gruß Jochen
 
J

Jim Knopf

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Hi Jochen
Das mit den Fliegen gefällt mir, wie läßt Du die den schlüpfen ? Legst Du den Kasten ins Terrarium? Muß ich die Maden füttern.
Und sind die Unken flink genug um die Fliegen zu erhaschen?

Ich hatte mal nen Schmuckhornfrosch, da war die Fütterei kein großes Problem, der hat jahrelang von Fleischstreifen gelebt und auch mal nen Fisch gefangen. Dem habe ich das Fleisch nur vors Maul gehalten, da ging die Post schon ab!
 
Jochen2

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Mit den Fliegen mach ich das so:

Ich habe mir mal 10 kleine durchlöcherte Plastikdosen im Angelgeschäft besorgt. Da hinein wird der Inhalt einer Dose Maden gleichmäßig verteilt. Dann bleiben sie noch ne Woche stehen, damit sie sich alle verpuppen. Danach ab in den Kühlschrank. Eine Woche später hole ich die erste Dose aus dem Kühlschrank raus, die Fliegen schlüpfen dann ca. 2-3 Tage später. Von dem Augenblick an nehme ich jeden Tag eine Dose raus und kann das einigermaßen dosieren. Was dabei übrigbleibt, dürfte für 4 Unken allerdings immer noch zu viel sein...

Maden habe ich nie gefüttert, Fliegen habe ich genau einmal probiert. Blöderweise können die Unken leider nicht fliegen, was bedeutete, daß die Fliegen irgendwann tot und uninteressant im Wasser gammelten, obwohl die Brummer sichtbar Aufruhr verursachten. Krabbelndes Futter ist einfach besser. Schwimmendes ebenfalls, Rotbauchunken sind erfolgreiche Guppyjungejäger.

Es ist gut möglich, daß die Unken an totes Ersatzfutter (s.o. Tetra Diskus) gehen. Fleischstückchen solltest du einfach mal probieren. Auf lebendes Futter würde ich aber nicht verzichten, irgendwie nimmt man den Tieren sonst ein Stück Lebensfreude...

Gruß Jochen
 
J

Jim Knopf

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Hallo jochen
Ich danke dir erstmal für deine Hilfe. ich füttere bis jetzt lebende Würmer, wollte aber mal für Abwechselung sorgen. Werd mal einiges von deinen Tips ausprobieren.

Finde das richtg blöd, dat die Unken nicht fliegen können. Naja, man kann nich alles haben!
 
D

Daniel Cynops

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Hi Jim,

Die einzigen Molche, die sich tatsächlich mit Bombina orientalis zusammen halten lassen, sind Cynops ensicauda popei und auch noch die noch mal um einiges seltneren Cynops pyrrhogaster sasayamae.

Die Arten vertragen dann auch die höheren Temperaturen. Für die C.p. sasayamae wäre der Wasserteil noch ausreichend für Cynops ensiacuada popei allerding etwas zu klein, da voll ausgewachsene Tiere, besonders die Weibchen schon 18cm werden, ich kenne ein Weibchen mit 25cm (!).

Ich weiß nicht ob die e-mail-Addy noch stimmt, versuch's trotzdem mal. Und zwar wende dich an Thomas Ackermann: [email protected] , der hält Bombina orientalis mit C.p. sasayamae (und Anolis).

Gruß Daniel
 
S

saskiae6

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Ich weiß ja nicht ob das zum thema past aber ich frage einfach mal.:hilfe
Also ich habe seit einem jahr rotbauchunken(bombina orientalis)
und wollte malfragen ob bei der winterrung es schadet das es
0grad celsius sind und nicht 3grad celcius.:vollpanik

p.s.letztes jahr habe ich sie nicht überwintern lassen.
 
U

urmel11

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Hallo,bin neu , grüße alle...
Vielleicht kann mir mal jemand helfen,da ich nicht unbedingt ein Freund von stundenlangen PC und Themensucher-Benutzer bin.
Habe folgendes :
1 Korallenfingerfrosch
1 chin. Rotbauchunke
1 Aqua 1,80 l/0,30 h / 0,30 t
1 OSB Terra 1,20 h / 0,50 t / 0,50 b
2 x Glasterra je 0,50 h / 0,50 b / 0,30 t
1 Aqua 0,80 b / 0,40 h / 0,35 t
Pflanzen,Kunst und echt
Wurzeln aus Aqua und Terrabereichen
Tilandsien,Bromelien
Moose und auch Sand,Kokosmatten und alles was sich so angesammelt hat.
Bevor jetzt alle über mich herfallen.... ,die Tiere habe ich jemanden abgenommen,der sie rausschmeissen wollte,weil kein Bock mehr drauf... . Naja,will nicht darauf eingehen.
Habe die Beiden nun in eines der Glasterra reingetan.Unten Moos mit Wasserschale,3 Bromelien,wurzeln bis an die decke,1x am Tag sprühen mit nicht so kaltem Wasser und die Wasserschale täglich gewechselt und gereinigt.Am Tage habe ich zusätzlich eine Lampe an.
Temperatur , so um die 23-25C.Futter Heimchen.
Ob das alles ausreicht ? Keine Ahnung.
Mittlerweile finde ich die Tiere ganz interessant,sodas ich beabsichtige,mich schnell schlau zu machen...,gibt es vielleicht was zu lesen darüber ,und mit was kann ich dann vergesellschaften ,und wie gestalte ich möglichst artgerecht ein Terra,und vor allem groß genug?Ich würd auch ein neues großes kaufen,oder selber bauen.
Hatte mich schon im Zoofachgeschäft schlau machen wollen.War aber nicht zufriedenstellend...,außer das sie mir gleich noch welche dazu verkaufen wollten.Deren Kommentar war,so wie ich es gemacht habe ,reiche aus.Mir reicht es aber nicht !!Möchte gern mehr darüber wissen.
 
frogeater

frogeater

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Hallo, schön dass du die Tiere versorgen möchtest. SO wie es jetzt ist reichen die Haltungsbedingungen aber nicht aus. Grundsätzlich solltest du reine Artbecken einrichten, das heißt 1 Terrarium pro Art. Rotbauchunken sind wasserbewohnend und brauchen dementsprechend einen großen Wasserteil, eine Schale reicht da nicht aus. Außerdem solltest du diese Tiere in Gruppen halten. Diese aber bitte beim Züchter und nicht im Zoogeschäft o.ä. kaufen. Das Terrarium sollte für eine kleine Gruppe etwa 80x40x40cm als Minimum betragen. Dein Aquarium eignet sich dafür ja bereits recht gut, einfach zur Hälfte mit Wasser auffüllen und mit Wurzeln, Steinen oder ähnlichem trockene Ruheplätze schaffen. Über die Haltung von Rotbauchunken gibt es etliche Seiten im Internet zu finden und auch einige Bücher.
Korallenfingerlaubfrösche sind Baumbewohnend und brauchen deshalb Klettermöglichkeiten, bei ihnen ist eine Wasserschale ausreichend. Für die Luftfeuchtigkeit ist regelmäßiges manuelles Sprühen unumgänglich. Von deinen bereits vorhandenen Terrarien eignet sich von den Maßen her nur das OSB-Terrarium. Wobei zu beachten ist,dass sich Holz und Feuchtigkeit nicht immer gut vertragen ;)

Zu den notwendigen Haltungsbedingungen findest du auch noch einiges im Internet. Würde dir gerne gleich alles erzählen, aber da gibt es so viel zu schreiben, dass passt bei mir zeitlich nicht ;) Wenn du aber bestimmte Fragen hast, stell die ruhig.

lg
 
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