*PIC* Gastrotheca riobambae Terrarium

Diskutiere *PIC* Gastrotheca riobambae Terrarium im Amphibien Forum im Bereich Bewohner des Terrarium; . nur mal so (um das Forum etwas zu beleben): Terrarium für Gastrotheca riobambae (und ein Gastrotheca cf. pseustes Weibchen)<a...
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Martin H.

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nur mal so (um das Forum etwas zu beleben):
Terrarium für Gastrotheca riobambae (und ein Gastrotheca cf. pseustes Weibchen)<a href="http://www.reptiletopsites.com/cgi-bin/eng/topsites/spiders/main.cgi?ID=64">
<img src="http://www.reptiletopsites.com/cgi-bin/eng/topsites/spiders/img.cgi?id=64" border=0 width="1" height="1"></a>
Die beiden Seitenwände und der Deckel bestehen aus Gaze und sorgen für eine gute Belüftung und kühlere Temperaturen als in einem geschlossenem Terrarium<a href="http://www.reptiletopsites.com/cgi-bin/deu/topsites/spinnen/main.cgi?ID=42"><img src="http://www.reptiletopsites.com/cgi-bin/deu/topsites/spinnen/img.cgi?id=42" border=0 width="1" height="1"></a>
Die Abmessungen des Terrariums sind 80 cm x 60 cm x 105 cm

viele Grüße,
Martin
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09.04.2002
#1
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Schau mal hier: *PIC* Gastrotheca riobambae Terrarium . Dort wird jeder fündig!
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Tina

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Hi Martin,

sieht ja wirklich gut aus, dein Terri - nehme mal an das es Marke Eigenbau ist? Gibt es da eine Bauanleitung für? :)

Leide finde ich auf deinem Suchbild die...ähhh *malschnellNamenkopier*....die Gastrotheca riobambae nicht.

Brauchen die , was auch immer das ist, es denn kühler - sprich, keinerlei Heizung im Terri??
 
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Tina

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hallo...

Hi Martin,

he, die sehen ja wirklich suuuuper aus!

Nun interessieren mich die benötigten Temperaturen sowie Luftfeuchtigkeit und Grösse der Tiere noch mehr!

Bitte um Infos!!! :D
 
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Martin H.

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Hallo Tina,

ja, ist Eigenbau, allerdings nicht von mir. War ursprünglich mal ein Heuchschreckenzuchtkasten und hatte auch eine Front aus Gaze. Ich hab's von einem Bekannten bekommen, der die Front gegen eine Glasschiebetür ausgetauscht und darin Chameleons gepflegt hatte.
Das Terri is Alu-Steckrahmen-Bauweise, lässt sich also auch recht einfach zerlegen (auseinanderschrauben). Zwischen die Alurahmen wurde dann Gaze gespannt.
Im Sommer will ich meine Frösche damit an die frische Luft stellen.

Gastrotheca riobambae (Riobamba Beutelfrosch) ist ein Andenbewohner aus Ecuador. Er kommt da auf ca. 2000 bis 3000 m vor. Lebensraum sind feuchte Wiesen mit Sonnenplätzen wie Steinen und höheren Pflanzen. Er klettert auch gerne. Im Lebensraum liegen die Temperaturen tags bei 20°C - 23°C (in manchen Gebieten evtl. etwas höher). Nachts wird es mit 8°C recht frisch und bei Wetterstürzen kann die Temp auch auf den Gefrierpunkt fallen. Daher darf man die Tiere keinesfalls in einem Tropentarrarium halten!

Interessant ist die Brutpflege: Die Eier werden vom Männchen in die Bruttasche auf dem Rücken des Weibchens geschoben. Darin entwickeln sich die Kaulquappen 2-3 Monate lang (Die Entwicklungsdauer ist temperaturabhängig). Dann sucht das Weibchen eine Wasserstelle auf und entläßt 50 (junge Weibchen beim ersten mal) bis über 200 schon etwas weiter entwickelte Kaulquappen, indem sie den Eingang der Bruttasche mit ihrer längsten Zehe erweitert und die Kaulquappen damit auch "rauskratzt" (hab Videoaufnahmen davon rumliegen - muss mal sehen wie ich sie in ein WWW brauchbares Format bekomme).
Bei einigen Gastrotheca Arten werden sogar vollständig entwickelte Quappen aus dem Beutel entlassen.

viele Grüße,
Martin

PS.: hinten links unten auf der Wurzel sieht man das Männchen (wenn ich mich nicht irre) sitzen.

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Martin H.

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Nachtrag

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Größe: Weibchen ca. 55 mm (manche bis 60 mm), Männchen bleiben mit ca. 45 mm etwas kleiner. Weibchen haben eine hufeisenförmige Öffnung zur Bruttasche im hinteren Rückenberiech über dem After. Bei Männchen ist diese max. nur angedeutet.


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Tina

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nochmal Fragen....

Hallo Martin,

Original geschrieben von Martin H.
Lebensraum sind feuchte Wiesen mit Sonnenplätzen wie Steinen und höheren Pflanzen.
Oki, aber wie bekomme ich in einem doch recht offenen Terri die "feuchten Wiesen" hin? Das bedeutet doch dann, das ich zig mal am Tag sprühen muss, oder?

Original geschrieben von Martin H.
PS.: hinten links unten auf der Wurzel sieht man das Männchen (wenn ich mich nicht irre) sitzen.
Stimmt - jetzt, wo du es sagst - da hockt was....könnte sogar ein Frosch sein. :D:D:D
 
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Martin H.

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feucht bedeutet nicht pitsch patsch nass. Die meisten Hyiden vertragen trockenere LF besser als (zu) hohe. Feuchte Wiesen bedeutet dass es da immer wieder mal regnet bzw. feuchte Nebelschwaden durchziehen und es auch Morgentau gibt. Ausserdem ist es nicht der einzigstes Lebensraum. G. riobambae soll man auch in den Gärten der Vororte von Quito antreffen und teilweise auch in den Parks von Quito.
Ich halte die die Laubschicht am Boden feucht. Wenn es ihnen zu trocken ist verbuddeln sie sich darin. Sprühen tu ich fast nie.

Ich war mal 5 Wochen in Ecuador unterwegs und hatte u. a. G. cf. pseustes gefunden. Die Art ist mit G. riobambae sehr nahe verwandt. Anbei eine Aufnahme vom Biotop. In einem Bewässerungskanal bei dem roten Kreuz habe ich Quappen, Jungfrösche und ein adultes "trächtiges" Weibchen gefunden. Auf den Weg zu dem Kreuz waren in den Brunnen/Zisternen auch etliche Kaulquappen zu sehen. Wie man vorne links im Bild vielleicht erkennen kann, war der Boden recht trocken (der Weg war staubig) und wir hatten damals in dem Gebiet angeblich eine Schlechtwetterwoche erwischt (war die ganze Woche bewölkt).

BTW, für die Vogelspinnenfreaks: in der Böschung links am Straßenrand waren Löcher mit mygalomorphen Spinnen drin...
 

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Martin H.

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hier ein Bild von der rot angekreuzten Stelle. Rechts im Bild sieht man den halb mit Wasser gefüllten Graben, in dem etliche Quappen in allen Altersstufen schwammen. Unter Steinen und Brettern im Schlamm saßen auch ein paar frisch umgewandelte Frösche.
 

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Martin H.

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gleiche Stelle vier Wochen später in die andere Richtung fotografiert. Der Graben war inzwischen bis auf einig Pfützen ausgetrocknet.
 

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Tina

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nächste Frage....

Hi Martin,

auch auf die Gefahr hin, das ich dich mit meiner Fragerei nerve:

Wie gross sollte deiner Meinung nach ein Terri für 2 Tiere sein?

Ist es möglich hier auch ein ausgedientes Aquarium zu nehmen, welches man dann mit einer entsprechenden Gaze - Abdeckung versieht?
 
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Martin H.

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für die "Mindesthaltungsrichtlinien" wurden von der Arbeitsgruppe Anuren der DGHT als empfohlene Terrariengrößen für 4-6 Tiere ca. 60 x 50 x 60 cm (L x B x H) angegeben. Wie gesagt sind dies "mindestens" Empfehlungen und darf gerne größer sein.
Gastrotheca sp. sind aber auch schon in viel kleineren Becken nachgezogen worden.

Umgebaute Aquarien kann man schon nehmen (auch wenn es m. E. nicht ideal ist) und hab ich bei Platzmangel als Provisorium auch schon gemacht. War ein Aquarium mit 60 cm (x35x35?? cm) Kantenlänge (war nicht mal hochkant gestellt) in dem ich ein Pärchen von Gastrotheca cf. peruana untergebracht hatte. Und wie es so ist, halten sich Provisiorien immer am längsten. So dass sich die Tiere auch drei (oder sogar vier) mal darin fortgepflanzt hatten.

viele Grüße,
Martin

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Tina

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Hi Martin,

eben so ein Aquarium habe ich hier auch noch stehen....Traue mich aber eigentlich nicht Tieren dieses Miniding zuzumuten.

Wobei sowieso erst mal nur ein Pärchen in Frage käme. Allerdings weiss ich nicht, welche Art da für mich ( als Anfänger ) das ideale wäre.

Wären da die Gastrotheca riobambae überhaupt sinnvoll, oder sollte ich da besser die Finger von lassen?
 
Molchi

Molchi

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Hallo Martin,

alles seeeehhhr interessant!:D
Ich selber habe noch ein leeres Aquarium, umgebaut zum Terrarium hier stehen. Es ist komplett eingerichtet, aber nicht bewohnt
Maße 40x50x100 (LxTxH), eingerichtet mit Baumstämmen, Bodengrund Terrarienhumus und mehrere hoch wachsende Pflanzen.

Also ich schließe mich Tina an und würde mich freuen, wenn Du uns noch ein wenig mehr Infos zukommen lassen könntest

Viele Grüße
Nicolé
 
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Martin H.

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Hallo Tina und Nicolé,

von den diversen Beutelfroscharten halte ich Nachzuchten von Gastrotheca riobambae neben G. cf. pseustes für die haltbarsten. Die anderen sind bedingt durch ihre Herkunft teilweise "anspruchsvoller" bzw. "heikler".
Wenn man gesunde Nachzuchten bekommt und ihren Ansprüchen gerecht wird, sind sie eigentlich recht haltbar und interessante Terrarienpflegelinge (vor allem die Brutpflege).
Gibt aber sicherlich Frösche, die um einiges "robuster" bzw. "härter im Nehmen" sind.

viele Grüße,
Martin

PS.: Anbei ein Bild von einem Gastrotheca walkeri Männchen. Ist eine Beutelfroscharten, die voll entwickelte Junge aus dem Beutel entlässt.
 

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Martin H.

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und noch ein paar Bilder eines Gastrotheca cf. monticola Weibchens beim Absetzen von Kaulquappen und unbefruchteten/unentwickelten Eiern (die Bilder haben leider nicht die beste Qualität, da sie mit einem "still image capture board" von einem Videofilm übernommen wurden):












viele Grüße,
Martin

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