Inkubation von Eiern

Diskutiere Inkubation von Eiern im Terrarien-Technik und Eigenbau Forum im Bereich Terraristik; Hallo Leute, da ja jetzt die Überwinterung meiner Kornnattern bevorsteht, mache ich mir so langsam auch Gedanken über die Inkubation der Eier im...
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Elfi

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Hallo Leute,

da ja jetzt die Überwinterung meiner Kornnattern bevorsteht, mache ich mir so langsam auch Gedanken über die Inkubation der Eier im Frühjahr.
Ständig liest man von Inkubatoren, gekauft oder selbstgebaut... Was spricht eigentlich dagegen, jenes Plastikgefäß mit Vermiculit und Eiern schlicht und ergreifend auf eine Bodenheizung zu stellen, um eine konstante Temperatur von 26/27°C zu gewährleisten? Das feuchte Vermiculit müßte ja dann für eine LF von ca. 100 % sorgen. Warum braucht man da noch eine Kiste oder einen Schrank drum herum:confused:
 
30.11.2001
#1
A

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Corn Jochen

Corn Jochen

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Hi Elfi,

hm, das könnte man fast schon in das Technik-Forum verchieben.... ;)

Also, ich habe mir darüber auch schon Gedanken gemacht. Ich will das dann also mal zusammenfassen:

Grundsätzlich kannst Du die Eier auch ohne Inkubator ausbrüten. Eier in kleinen Dosen mit Vermiculite in eine Faunabox, die am besten mit Wasser leicht befüllt ist, damit die Luftfeuchtigkeit immer groß genug ist.
Allerdings hat das Inkubieren mit einer solchen Technik nur einen einzigen Vorteil - Die extrem günstigen Anschaffungskosten.

Damit kommen wir auch schon zum Thema, was alles dagegen spricht! Also, Corn-Eier sollten dunkel stehen beim Inkubieren - ok, läßt sich zur Not noch realisieren. Bei Faunaboxen hast du höchstwahrscheinlich einige Verdunstungskälte, gerade bei eher offenen Behältnissen wie Faunaboxen. Die Isolierung ist quasi Null, weshalb Du wesentlich mehr Energie benötigst. Beim Beheizen mit einem Heizkabel ist es sehr schwer, eine halbwegs konstante Temperatur zu erreichen, an kühlen Tagen ist auch automatisch die Temperatur im "Inkubator" geringer. Du wirst zwangsläufig täglich den Wasserstand kontollieren müssen.

Das Inkubieren ohne Inkubator ist also mit wesentlich mehr Zeitaufwand verbunden und man kann keine so genauen Aussagen über den Schlüpftermin treffen. Grundsätzlich sollte es jedoch gehen, aber man sollte das Heizkabel wohl mit einem in der Inkubations-Box befindlichen Thermoschalter ausstatten..... schließlich will man die Eier nur ausbrüten, nicht anbraten ;) :D

So, das ganze ist jetzt ein wenig konfuß.... so kurz nach dem Aufstehen :p :D ich hoffe aber, Du konntest die wichtigsten Punkte rausfiltern :D
 
E

Elfi

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Hi Jochen,

jo, ich verstehe schon was du meinst, schließlich weiß ich ja wovon du sprichst :D

Den Wasserstand bzw. den Feuchtigkeitsgehalt des Vermiculits denke ich sollte man sowieso täglich kontrollieren. Was die Temperaturschwankungen angeht, sollte das nicht soooo problematisch sein. Gut, man kann das Schlupfdatum weniger genau vorhersagen, aber mal ehrlich: ein paar Tage hin oder her, wem tut das letztendlich was?
Wenn's um mehrere Gelege geht, hast du mit dem Energieverlust durchaus recht, aber da ich ja im Frühjahr erstmal nur ein Gelege zu erwarten habe, wollte ich das eben so einfach wie möglich gestalten. Ich hätte da auch nicht an eine Faunabox gedacht, sondern hätte die Substratwärme gemessen und natürlich mit einem Thermostat geregelt. Schließlich will ich kleine Schlangen haben und keine gekochten Schlangeneier essen;) Da die Plastikbox bis auf einige Luftlöcher geschlossen ist, hätte ich da auch weniger Wärmeverlust!
 
Corn Jochen

Corn Jochen

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Hi Elfi,

nicht nur die Löcher in den Boxen führen zu Wärmeverlusten - die sind hauptsächlich für Feuchtigkeitsverluste verantwortlich - sondern die "Plastikdose" als solches, da Kunststoff ein normaler Wärmeleiter ist (äh, damit meine ich, der Wärmetransport im Material ist gewährleistet - nicht daß es ein technisch sinnvoller Wärmeleiter wäre), wodurch der Temperaturaustausch innen/außen durchaus gewährleistet ist. Dadurch mußt Du regelmäßig beheizen, um die Temperatur einigermaßen hoch zu halten.

Bei den herkömmlichen Thermoschaltern muß ich zur Vorsicht warnen, da die Schalthysterese meist recht hoch ist und die Genauigkeit sehr zu wünschen übrig läßt. Ich kann da ein Lied von singen, da ich im letzten Winter einige Versuche mit diversen Möglichkeiten unternommen hatte, um einen Wärmeschrank mit einer Temperaturgenauigkeit von weniger als 0,5°C zu bauen. Am sinnvollsten für solche Applikationen sind entsprechende temperaturabhängige Widerstände, also Pt100 oder Ni100 (die sind günstiger und reichen vom Temperaturbereich für einen Inkubator völlig aus) und danach entsprechende Auswerteelektronik. Conrad bietet z.B. in dieser Richtung recht günstige und verlässliche Systeme für 5V, 12V und 230V!
 
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Elfi

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Hi Jochen,

Original geschrieben von Corn Jochen
Am sinnvollsten für solche Applikationen sind entsprechende temperaturabhängige Widerstände, also Pt100 oder Ni100 (die sind günstiger und reichen vom Temperaturbereich für einen Inkubator völlig aus) und danach entsprechende Auswerteelektronik.
:confused: :confused: :confused:
Sorry Jochen, aber geht das auch normal verständlich?

Naja, mit dem Wärmeverlust durch das Material nach außen hin, damit hast du wohl recht. Also doch ein Behältnis, um sowohl den Wärme- als auch den Feuchtigkeitsverlust in Grenzen zu halten. Ich hab da neulich was von einer Styroporbox mit einem Flüssigkeitsbehälter gelesen, in dem ein Aquarienheizer das Wasser bei konstanter Temperatur hält... mal sehen...
 
Corn Jochen

Corn Jochen

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Hi Elfi,

das Behältnis klingt ja schon ganz gut! So in etwa wird auch mein Inkubator für nächstes Jahr ausschauen:
Eine große Styroporbox, darin in kleinen Faunaboxen die einzelnen Gelege (damit die sich nicht vermischen ;) :D), desweiteren kommt ein Heizlüfter in die Box, eine Wasserschale und ein Temperaturfühler (Pt100 oder Ni100), die entsprechende Auswerteelektronik wird außerhalb stehen und von ihr aus wird der Heizlüfter an und aus geschaltet.

Die Systeme von Conrad, die etwas besser sind und eine Elektonik dabei haben, sind mit Pt100's ausgestattet. Dann will ich jetzt auch mal ein Wort zu den Pt100 verlieren.
Das Pt steht für Platin, das 100 für den Widerstandswert. Das ist der Widerstand bei 20°C. Ändert sich die Temperatur im Metall, dann ändert sich auch sein Widerstand. Wenn man also eine Spannung an den Widerstand anlegt und den Strom mißt, dann wird man mit verändertem Widerstand einen anderen Strom messen. Die Stromänderung ist proportional zur Widerstandsänderung, die wiederum proportional zur Temperaturänderung ist. Pt100 und Ni100 sind im Bereich der Raumtemperatur linear, d.h. daß hier die Proportionalität erfüllt ist. Pt100 hat einen wesentlich größeren Meßbereich als Ni100 und auch entsprechend einen wesentlich höheren linearen bereich. Während Ni100 etwa von -20°C bis +100°C linear ist, beläuft sich das bei Pt100 von etwa -200°C bis etwa +600°C, wenn ich mich recht erinnere.
 
E

Elfi

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Hi Jochen,

ok, dann weiß ich auch schon in etwa, wie mein "Inkubator" aussehen wird...

Was die Pt 100 angeht, sag da jetzt mal nix mehr zu.... mir genügt da eigentlich ein Fühler, der mir sagt wie warm es in der Box ist...:rolleyes:
 
Corn Jochen

Corn Jochen

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don't fear *ggg*

Hi Elfi,

ok.... :D :D :D

Was mir aber gerade eben noch beim Runterscrollen aufgefallen ist: Du schreibst oben was von Inkubationstemperatur von 26/27°C. Hm..... ich würde da eher auf 28/29°C gehen...... aber das dürfte letzlich auch nicht viel ausmachen..... und wohl etwa 3 Tage Differenz bei der Inkubationszeit :D :D
 
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Elfi

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don't fear... wovor?

Hi Jochen,

also ob das nun 27 oder 29°C sind... LOL
Die paar Tage Inkubationszeit denke ich kann man durchaus verschmerzen, zumal ich sowieso nicht davon ausgehe, daß sie exakt vorhersehbar ist... diese Erfahrung durfte ich mit meinen Gecko-Eiern schon machen, ich denke das dürfte vergleichbar sein;)
 
Corn Jochen

Corn Jochen

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Hi Elfi,

haja, schon! Aber man kann sich ja Mühe geben :D :D :D
 
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Elfi

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Hi Jochen,

ich glaube, darüber sprechen wir nach den ersten Gelegen nochmal:D :D :D
 
T

Tina

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Kunstglucke

Hallo ihr Beiden,

ich habe gerade mal ein bisschen gestöbert und folgendes gefunden:

Ein Inkubator ist ab 265,-DM zu haben, hier die technischen Daten:

Nennspannung : 230 Volt Wechselstrom
Verbrauch : ca. 14 W/h
Abmessungen : 13cm hoch, 40cm Durchmesser
Gewicht : ca. 1,5kg
Fassungsvermögen : ( L x B x H ) 8 Brutbehälter von 10 X 10 x 5 cm ( z.B. Heimchendosen )

Die grössere Ausführung liegt dann bei 545,58DM und kann 20 Brutbehälter fassen.

Ich schätze aber mal, das der kleine Inkubator für den Anfang doch reichen sollte, oder?
Wäre es da nicht sinnvoller, die 265,-DM zu investieren und damit dann auch relativ sicher ( zumindest von der technischen Seite her ) zu wissen, das alles klappt?

Ist ja nur mal so 'ne Frage eines Anfängers....:D:D:D
 
Corn Jochen

Corn Jochen

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Hi Tina,

also, so wie mein Inkubator aussehen wird, faßt der dann etwa 8-10 Behälter und kostet alles in allem etwa 80DM. Und ich kann mir sicher sein, daß er funktioniert und daß ich auch entsprechende Reperaturen vornehmen kann, sollte was nicht mehr gehen.

Mittlerweile habe ich Erfahrung im Bau von Wärme- und Klimaschränken, so daß ich da schon weiß, worauf man achten muß und was wie funktioniert :D
Zudem läßt sich dieser Inkubator dann auch vielseitig nutzen, z.B. als Thermo-Transportbehälter oder aber auch einfach als wärmender Aufzuchtbehälter für kleine Schlangen und auch für Spinnen :D ;) :D :p
 
T

Tina

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Hallo Jochen,

sorry, aber ich wollte mit meinem Posting auch nicht deine Kompetenz in Frage stellen - wenn das so rüber gekommen ist, tut es mir leid! :(

Ist schon klar, das du das technische Wissen dafür hast, sowas selber zu bauen - ich z.B. hätte es nicht und daher interessierte es mich eben auch, was so ein Inkubator kostet, wenn man ihn kaufen muss.

Ich habe dann diese Infos hier weiter gegeben, da ich dachte, es könnte euch auch mal interessieren.

Aber entschuldige - ich sage ja schon nichts mehr....
 
E

Elfi

Gast
Inkubator

Hi Tina,

Ich glaube nicht, daß Jochen dir damit auf die Füße treten wollte, oder Jochen? Wenn sich das Posting auch etwas forsch liest:D

Ist ja völlig richtig, daß du das ansprichst, nicht jeder hat die entpsrechenden Kenntnisse sich sowas selbst zu bauen!
Was aber die Abmessungen von diesem Inkubator und von den Brutbehältern angeht glaube ich sind 10 x 10 x 5 cm etwas klein um ein Gelege von sagen wir mal etwa 10 - 15 Schlangeneiern, die ja während der Inkubation auch noch wachsen, auszubrüten:( Wenn man von den Abmessungen des Inkubators selbst ausgeht, muß man ja auch noch mit einbeziehen, daß da auch noch ein Wasserbehälter mit rein muß, um die LF zu gewährleisten und auch zu halten. Also ich finde ihn etwas klein.... und etwas teuer:D
 
Corn Jochen

Corn Jochen

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Hi Tina,

erstmal sorry, wenn mein Ton im letzten Posting etwas forsch klang, war auf jeden Fall nicht böse gemeint.

Ich werde, wenn ich meinen Inkubator gebaut habe, mal eine Materialliste hier reinstellen, wenn ich weiß, welche Komponenten ich im einzelnen nehme. Ich kenne eigentlich die komplette Palette der brauchbaren Module für einen Inkubator, habe mir aber bisher noch nicht im Detail ausgewählt, welche der Komponenten ich benutze.

Wie gesagt, wenn ich die Komponenten ausgewählt habe, werde ich eine Materialliste hier im Technik-Forum posten, am besten mitsamt Aufbauanleitung und Bildern. Wenn jemand, der von Technik nicht so viel Ahnung hat, das Ding dann nachbauen will, stehe ich natürlich mit Rat und Tat zur Seite. Ich könnte mir vorstellen, daß ich wieder die Temperaturauswerteelektronik von Conrad bestellen werde, die es nur als Selbst-Löt-Bausatz gibt.... für die weniger Löterfahrenen unter uns kann ich das Ding dann auch zusammenlöten und zuschicken....
Jedenfalls denke ich, daß ich hier dann wirklich jedem mit meinem Rat weiterhelfen kann, wenn jemand so ein Ding bauen will - notfalls kann ich die Dinger auch komplett aufbauen und als fertigen Inkubator verschicken..... auf die Bedürfnisse der Schlangeninkubation angepaßt ;) :D
 
C

Charly

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Brutapparat

Hallo zusammen,

nun habe ich auch eine Frage dazu. :)

Kennt einer von Euch den "Motorbrüter zum Selberbauen nach BROER & HORN"? Soll ein Brüter sein bei dem die Schlupfraten bei 85 % - 100 % liegen, bei einer Bruttemperatur von 27° C und 61 Tage bis zum Schlupf.

Dieses "Selbstbaumodell" soll auch für zahlreiche Gelege im Jahr geeignet sein.
 
E

Elfi

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Hi Charly,

ich hab von diesem Brutapparat auch gelesen, scheinbar auch im selben Buch, liest sich zumindest genau so;)
Sagen kann ich dir dazu allerdings leider nichts, ich hab bisher keine Erfahrungen damit gemacht:(
 
C

Charly

Gast
Selbstbau

Hi Elfi,

ich habe hier auch schon ein bisschen Info gesucht und auch einiges finden können.

Das hier hat mir ja fast am besten gefallen, wenn es auch etwas groß ist - aber wenn der Platz vorhanden ist, finde ich das nicht schlecht und auch gut zum nachbauen:

Inkubator

Auch diese zweite Variante scheint mir (als Aquarianer) auch jederzeit möglich (siehe Anhang).

Info hierzu:
Man kann sich zum Beispiel einen Inkubator selber herstellen, indem man einen großen Styropor-, Glas oder Plastikbehälter, der ausreichend Wasser enthält, mit einem Aquarienheizer beheizt. So wird die notwendige Temperatur und auch eine hohe Luftfeuchtigkeit erreicht. Die regelmäßige Kontrolle des Wasserstandes ist aber sehr wichtig. In diesen Kasten wird ein zweiter kleinerer Kasten mit dem Substrat und den Eiern gestellt am besten etwas erhöht. Die Einhaltung der Temperatur wird durch einen Thermostat geregelt, die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer überprüft.
 

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Thema:

Inkubation von Eiern