Bitte Erfahrungsberichte: Narkoseverhalten bei Katzen

Diskutiere Bitte Erfahrungsberichte: Narkoseverhalten bei Katzen im Krankheiten und Gesundheit Forum im Bereich Katzen; Hallo liebe Katzenfreunde, wir mussten vor einiger Zeit leider meine 17 Jahre alte Katzendame einschläfern lassen, weil sie akutes Nierenversagen...
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sesmar

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Hallo liebe Katzenfreunde,
wir mussten vor einiger Zeit leider meine 17 Jahre alte Katzendame einschläfern lassen, weil sie akutes Nierenversagen hatte und sich nur noch quälte. Zunächst sollte jedoch die notwendige Untersuchung gemacht werden, um festzustellen, ob noch etwas anderes möglich wäre. Da meine liebe alte Katze ihr langes Leben keinen Tierarzt erlebt hat (habe sie vor einigen Jahren von Verwandten übernommen) und auch mitunter sehr wehrhaft sein konnte, bat ich darum, sie vor der Untersuchung zu betäuben, um ihr den Stress zu erleichtern.
Wir wurden gebeten, für kurze Zeit ins Wartezimmer zu gehen (wohl um uns zu schonen) und sie erhielt eine Narkosespritze. Wir hörten sie dann noch einige Male sehr jämmerlich schreien, was mich doch zum einen sehr mitnahm und zum anderen erstaunte. Die Diagnose war dann so, dass sie eingeschläfert werden musste. Dies geschah in unserem Beisein und ging in Sekunden durch eine Giftspritze des Tierarztes, die gezielt ins Herz gesetzt wurde.
Ich fragte nach dem Grund für das vernommene Schreiben, worauf mir erklärt wurde, dass das völlig normal sei. In Narkose würden Katzen erbrechen und eben diese Laute von sich geben.
Ist das auch Eure Erfahrung oder geht es auch anders? Man fragt sich immer im Nachhinein, ob man noch etwas hätte besser machen können. Deshalb wäre ich Euch sehr dankbar, wenn Ihr Eure Erfahrungen mitteilt. Was ist Eurer Meinung nach die beste Methode, wenn unsere Lieben erlöst werden sollen ohne Qualen? Danke.

LG
 
10.11.2007
#1
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Der Baron

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zum untersuchen hätte man ihr keine vollnarkose (ketamin + Xylazin)geben müssen, da hätte eine sedierung (Xylazin) genügt. den katzen wird oft schlecht und sie spucken oder speicheln (der speichelfluß wird durch das Xylazin angeregt), das ist normal.
eine inhalationsnarkose ist sicher besser und schonender, z.b. für untersuchungen (kenn das mittel aber nicht).
Es soll ein neues narkosemittel geben, wo man katzen sofort mit einem antidot zurückholen kann, falls es Probleme gibt, ich weiß aber nicht wie das heißt.
als wir unsere katze einschläfern ließen, hat sie auch eine Sedierung bekommen und erbrochen, Laute hat sie aber NIE von sich gegeben bei einer narkose! und sie hatte schon öfters eine für zahnsteinentfernung. auch unser kater hatte mal eine sedierung für's blutabnehmen, auch ohne zu schreien. die todesspritze direkt ins herz macht man meines wissens nur bei kleintiere, ist billiger. unsere tiere bekamen sie immer über eine braunüle. und wir konnten immer DABEI bleiben. für die nächste katze würde ich an deiner stelle den tierarzt wechseln.
 
Galadriel

Galadriel

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Oh Mein Gott..das ist ja schlimm..

Keine meiner Katzen hat unter Vollnarkose Probleme gehabt.
Das sie schreien oder erbrechen hab ich auch nie erlebt...selbst vor 15 Jahren nicht als es noch nicht so schonende Mittel gab..
Ich hatte wohl Glück das sie die Narkose immer gut vertragen haben..
Mein Hund ist am Tag seiner Kastration Abends wieder fast ganz der alte gewesen...und Katzen sind eh schnell auf den Beinen, schneller als einem Lieb ist, weil man sie immer gut beobachten muss die erste Zeit damit sie sic nicht verletzen.

Meine heutige TÄ findet es sogar wichtig das ich bei sowas dabei bin, weil es das Tier beruhigt.
Meine Katze hängt sehr an mir, wenn ich sie allein im Behandlungszimmer lassen würde wäre das noch mehr Stress und was mit mir ist, ist in dem Moment völlig egal..

Ich hab echt ne Gänsehaut bekommen grad beim Lesen deines Postes, ich hab schon einige Tiere, Hunde/Katzen/Kleintiere aus den unterschiedlichsten Gründen bei unterschiedlichen Tierärzten in Narkose legen lassen müssen, aber sowas hab ich zum Glück noch nicht erlebt.

Einschläfern selbst kenn ich nur von meiner Rennmaus und meinem Praktikum bei einem Tierarzt vor 18 Jahren...und auch da waren die Besitzer immer dabei..und auch da schrie kein Tier..

Meine Maus wurde wie oben beschrieben, erst in Narkose gelegt und bekam dann nach ein paar Minuten die Spritze ins Herz, das es aufhört zu schlagen, sie wurde noch mehrmals abgehört ob sie auch wirklich tot ist.
Es sah abgesehen von den Umständen sehr friedlich aus wie sie einschlief...

Ich würde auch unbedingt den Tierärzt wechseln, falls noch ein Tier vorhanden ist oder eins wieder dazukommt...


*grusel

gr Gala
 
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_Luna_

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Hey... habe ich das jetzt richtig verstanden?? Ihr habt sie zum untersuchen hingebracht, wurdet rausgeschickt wegen der Betäubung und dann kamt ihr wieder rein und der TA meinte sie müsse eingeschläfert werden und hat das dann auch eben gerade gemacht *grusel* ihr durftet nicht bei der Betäubung und der Untersuchung dabei bleiben?? Das finde ich schon sehr merkwürdig :-( Ich rate dir auch dazu dir einen neuen TA zu suchen.

Mein Hund wurde im Mai diesen Jahres eingeschläfert. Es war allerdings "geplant" weil er schon 18 jahre alt und sehr, sehr krank war. Er bekam erst eine Narkosepritze in den Muskel und lag relativ ruhig da, war aber auch ab und an am jammern. Der TA sagte der hund würde durch diese Betäubung in eine Art "Schlaf" versetzt und würde jetzt keine Schmerzen mehr wahrnehmen...ab und an jammerte er vor sich hin und der TA begründete dieses damit das das Tier nun merken würde das etwas gegen seinen Willen gemacht wird...das er quasi schlafen MUSS und das natürlich nciht will und versucht sich dagegen zu wehren. Nach etwa 10 Minuten bekam er die Überdosis in die Vene gespritzt und war innerhalb von Sekunden weg. Der TA hat alle paar Minuten sein Herz abgehört und die Augen angeschaut etc.

Wenn ich sowas nochmal vor mir habe, werde ich mich vorher besser erkundigen.... es hat mir das Herz zerissen, weil ich merkte das Benji genau weiss "was auf ihn zukommt" er wollte die ganze Zeit aus dem Auto springen und war total aufgedreht trotz seines schlechten Allgemeinzustandes. Mitlerweile würde ich den TA ins Haus bestellen. Genauso schrecklich war es für mich das ich ihn "sterbend" im Arm hatte und er vor sich hingejault hat. Er war zwar nicht am schreien oder laut am jaulen, aber er jammerte halt.
Meine beste Freundin (TA-helferin) sagte mir danach das es normal wäre, wenn die Tiere jaulen etc. weil sie merken das etwas gegen ihren Willen getan wird. Wie gesagt das hatte mir der TA auch gesagt.
Im Nachinein finde ich das die "Einschläferung" nicht "schlimm" abgelaufen ist und ich mir keine großen Vorwürfe machen muss, allerdings denke ich auch das es besser geht.

Es ist ein schwieriges Thema bei dem die Meinungen, denk ich weit auseinander gehen...
 
S

Sumi

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Das ist ja Furchtbar!
Ich kann mir vorstellen, dass Du Dich immerzu fragst, ob Du alles richtig gemacht hast.
Ich musste bisher zwei meiner Lieblinge einschläfern lassen, was auch immer eine schwere Entscheidung war.
Mein Kater hatte eine Nierenerkrankung und wollte weder fressen noch trinken, er war leider nur 15 Jahre alt geworden. Als wir ihn einschläfern liessen, hat er zuerst eine Spritze in den Muskel bekommen und dann schlief er, aber ohne zu jammern oder schreien. Dann hat er nochmal eine Überdosis bekommen, aber das Herz war so stark, es schlug immer noch. Da musste der Tierarzt auch eine Spritze direkt ins Herz geben.
Er wurde dann immer wieder abgehört, ob das Herz noch schlägt, aber dann war es vorbei.
Meine Katze mussten wir mit 14 Jahren einschläfern lassen, weil sie an Krebs erkrankt war und dieser auch nach mehreren Operationen nicht zu besiegen war. Sie bekam über eine Braunüle das Narkosemittel damit sie schläft und dann nochmal eine Überdosis. Aber da war auch kein Jammern oder schreien und wir waren bei Beiden die ganze Zeit mit im Behandlungszimmer.
Ich würde auch empfehlen, den Tierarzt zu wechseln!
Ich fühle mit Dir und hoffe, dass Du dieses schreckliche Erlebnis bald verarbeitet hast.
Liebe Grüße
Sumi
 
Der Baron

Der Baron

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Xylazin führt beim Menschen zu Halluzinationen, deswegen vermute ich, daß die Tiere träumen wenn sie jammern. Bis jetzt hat unter all meinen Tieren nur ein Ziegenbock gejammert unter Xylazin. Bei Ketamin +Xylazin sollte das Jammern weg sein weil der Schlaf ein sehr viel tieferer ist.
 
greta444

greta444

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Hallo!

Wenn es sich nur umk eine Untersuchung handelt hätte man auch Cepetor nehmen könne, da schlafen die Tiere anständig (nehmen aber Schmerzen teilweise wahr) und sind in kurzer Zeit nach der Gegenspritze wieder wach. Erbrechen kann aber auch davon kommen!
Nur Xylazin habe ich noch nei erlebt, dass es gespritzt wurde, immer in Kombination mit Ketamin! Diese Narkose dauert allerdings etwas länger (die Aufwachphase) aber es werden keine Schmerzen wahrgenommen.

Das die Katze geschriem hat kann ich mir so erklären: die Spritze gibts in den Muskel, dazu muss sie festgehalten werden und die Injektion selbst brennt. Dabei schreien fast alle Katzen.

Inhalationsnarkose bei Katzen ohne Sedierung davor ist ziemlich ungeschickt, das dauert ewig, bis sie schlafen und in der Zeit drehen "wilde" Katzen ganz schön durch und wehren sich.

Ich denke mal der Tierarzt wusste schon was er macht.
 
Der Baron

Der Baron

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Sorry, ich hab noch nie eine unserer Katzen bei der Narkose schreien hören, also kann es nicht brennen....

Xylazin wird z.B. bei Pferden gespritzt, die im Stehen behandelt werden (Zahnbehandlung, Kastration), bei der Kombination mit Ketamin würden sie sich hinlegen. Auch mein Ziegenbock wurde mit Xylazin sediert, bekam 2 Lokalanästhesien und wurde dann kastriert, jedoch bei ihm die Dosierung so hoch, daß auch er sich hingelegt hat. Bei Wiederkäuern ist Xylazin wohl üblich.
 
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sesmar

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Hi,
ich danke Euch allen herzlich für Eure Berichte und auch Euer Mitgefühl. Es war in der Tat ein Erlebnis, das mich sehr verfolgt in meinen Gedanken und auch Träumen. Man möchte es so gerne richtig machen und tut sein Bestes und muss manchmal im Nachhinein feststellen, dass es besser hätte sein können. Die Not war in diesem Fall sehr groß und es musste schnell gehandelt werden. In Zukunft werde ich mich aber auf jeden Fall vorher noch genauer erkundigen nach dem, wie und was dann ablaufen soll. Ich hatte eigentlich zu dem Tierarzt schon großes Vertrauen und habe ihn auch als sehr einfühlsam erlebt und kompetent eingestuft. Von daher habe ich auch die Hoffnung, dass er wusste, was er tat. Meine Hoffnung ist auch die, dass meine Katze von ihrem eigenen Schreien nicht mehr viel mitbekommen hat bzw. dass es schon eher im Zustand des Unbewussten geschah. Ich werfe mir natürlich vor, dass ich mich habe hinausschicken lassen. Mir war in dem Moment nicht klar, dass ich die Katze nie mehr im wachen Zustand erleben würde, weil ja zunächst untersucht werden sollte, was ihr fehlte. na ja, die Diagnose war dann eben so niederschmetternd, dass wir sie nicht mehr wach werden ließen, sondern sie diese Spritze ins Herz erhielt, bei der ich dann dabei war.

Man kann sich eigentlich gar nicht genug über alle Eventualitäten informieren, wenn man mit einem Haustier lebt.

Ich hoffe nun, dass diese letzten schlimmen Erinnerungen verblassen und das Schöne wieder in den Vordergrund rückt. Sie fehlt mir einfach noch jeden Tag sehr, dieses kleine, alte, eigenwillige, gelegentlich kotzende, in letzter Zeit ständig daneben pinkelnde, nachtragende und stinkende (in den letzten Tagen durch das Nierenversagen), liebe Katzentier, das nur zu mir auf den Schoß kam, wenn ihr danach war und sie Streicheleinheiten wollte - und natürlich bekam - und das alle anderen anfauchte. Das mich morgens als erste begrüßte, das mich auf kurzen Spaziergängen begleitete und mir zuschaute, wenn ich im Garten werkelte ... usw. Ihr seht, ich bin auf einem guten Weg. Es kommen wieder schöne Erinnerungen ...

Danke für Eure Hinweise und Erfahrungen und liebe Grüße
 
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