Die richtigen Hilfen :D

Diskutiere Die richtigen Hilfen :D im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hallo leute, ich komme mir ein bisschen komisch vor ,weil ich schon fast 5 Jahre reite und eine Frage zu den grundlegenden hilfen habe :D also auf...
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Beau freak

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Hallo leute,
ich komme mir ein bisschen komisch vor ,weil ich schon fast 5 Jahre reite und eine Frage zu den grundlegenden hilfen habe :D
also auf meine alten Hof hat der reitlehrer das nicht sooo erst genommen mit den Hilfen. Zum laufen treiben und zum parrieren Zügel aufnehem. Aber jetzt habe ich hof gewechselt und der neue reitlehrer sieht das viel genauer. und ich würde jetzt gerne wissen wie ich ein Pferd richtig versammel oder ganz durchparriere oder nur einfach ne Ganart schneller oder langsamer reiten will. Außedem das Pferd was ich mom. reit ist immer voll Zügig und wenn es weiß es darf gleich Galoppieren dann bleibt es nur mit schwierigkeiten im Trab und mein reiterlehrer lässt mich dann erst angaloppiern biss ich sie wieder ruhig habe und das dauert immer..... und außerdem hat sie den Kopf nie so schön senkrecht zu Boden und reitet nicht richig ans gebiss habt ihr da vll auch noch Tipps?
und das Pferd was ich normaler weise reite galoppiert auf die Hilfen sehr schlecht an und natürlich würde ich mich auch da über Tipps freuen :D
Lg Annika
 
18.05.2010
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Angel3

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Hey Annika

Du brauchst dir nicht komisch vorkommen, wenn du das fragst.
Komisch finde ich deinen ehemaligen Reitlehrer. Das er dir nicht mal beigebracht hat, wie man schneller oder langsamer reitet..im grunde genommen ist das sehr gefährlich. Falls dein Pferd mal durchgeht, weißt du überhaupt nicht, was du machen musst. Das dein neuer Reitlehrer da strenger ist, ist vollkommen richtig.

Ich weiß ja nicht was du da für Pferde geritten bist aber der Satz "Zum laufen treiben und zum parrieren Zügel aufnehem" verspricht nicht viel. Vor allem, weil du später fragst, wie man "schneller" reiten kann. Hat er auch nicht erklärt, wie man ein Pferd treibt? Sowas hab ich ehrlich gesagt noch nie gehört oder gesehen, obwohl ich schon auf vielen verschiedenen Höfen war.

Aber gut, ich helfe dir gerne :)

Deine erste Frage ist, wie du ein Pferd versammelt reiten kannst. Ich denke, davon bist du noch sehr weit entfernt, da dir selbst die grundlegenen Hilfen nicht erklärt wurden. Die Versammlung ist der letzte Punkt der Ausbildungsskala und somit der schwierigst. Es gibt keine speziellen Hilfen dafür, ein Pferd in der Versammlung zu reiten. Dies kommt nach einiger Zeit von selbst und entsteht aus dem richtigen Zusammenspiel der Hilfen. Das Ziel der Versammlung ist, dass das Pferd mehr Gewicht auf der Hinterhand aufnimmt, also sein Gewicht nicht größtenteils mit den Vorderbeinen trägt. Um ein Pferd versammelt zu reiten, kannst du nicht einfach die Zügel annehmen und so das Pferd "zusammenzuziehen". Eine Versammlung kann man nicht erzwingen. Das Pferd muss mit den Kreuz- und den Schenkelhilfen dazu aufgefordert werden, mit der Hinterhand vermehrt unter zu treten und so mehr Gewicht aufzunehmen...

Ein Pferd durchparieren :

Auch hier ist das Zusammenspiel der Hilfen wichtig, damit das Pferd weich in eine andere Gangart wechselt. Um das Pferd auf das Durchparieren vorzubereiten, gibtst du eine halbe Parade, das heißt : Den inneren Zügel ein wenig annehmen und wieder nachgeben und mit dem inneren Schenkel gegen den äußeren Zügel treiben ( der äußere Zügel muss stehenbleiben ) und das Kreuz anspannen, sich vermehrt im Sattel strecken und die Oberschenkel "schließen". Anschließend nimmst du die Zügel ein wenig an und lässt sie stehen, "öffnest" die Oberschenkel wieder und entspannst das Kreuz. Dann sollte das Pferd durchparieren. Nach einer Weile werden die Hilfen ganz selbstverständlich und du musst gar nicht mehr drüber nachdenken ;) Am besten übst du das mit deinem Reitlehrer. Er kann dann von unten gucken, was du falsch machst und kann dich korrigieren.

"schneller" und "langsamer" reiten (Tempo aufnehmen und zurücknehmen) :

Tempo aufnehmen oder wieder zurücknehmen ist eigentlich relativ leicht. Die grötße Schwierigkeit besteht darin, dass das Pferd nicht in die nächst höheren / bzw. in die nächst tiefere Gangart durchpariert. Um Tempo zurückzunehmen, gibst du vermehrt halbe Paraden, nimmst anschließend die Zügel leicht an, bleibst aber elastisch in der Hand. Dabei setzt du dich vermehrt tiefer in den Sattel, die Schenkel bleiben am Pferd. Sobald das Pferd das richtige Tempo erreicht hat, gibst du die Zügel wieder leicht vor. Wichtig ist dabei, dass du das Pferd anschließend in der geforderten Gangart hältst.

Willst du Tempo aufnehmen, gibst du erneut halbe Paraden, setzt dich tief in den Sattel, übst Druck mit den Schenkeln aus und gibst die Zügel leicht vor.

Wichtig ist immer, dass nach dem Annehmen der Zügel, ein Nachgeben folgt. Dies ist wie eine Belohnung für das Pferd und darf daher auf keinen Fall ausbleiben, da es für das Pferd die Bestätigung ist, dass es alles richig gemacht hat.


Du hast geschrieben, dass wenn dein Pferd weiß, dass du angaloppieren möchtest, immer schneller wird und du es schwierig im Trab halten kannst. Genau das gleiche Problem hatte ich auch mit meiner Reitbeteiligung. Da sie das Galoppieren mit Reiter kaum kannte, war sie sehr unkonzentriert und wusste nicht so recht, was von ihr verlangt wurde. Das dein Reitlehrer solange wartet, bis dein Pferd wieder ruhig läuft, ist volllkommen richtig. Jedoch sollte er dir dabei auch erklären, wie du dein Pferd dazu bekommst, wieder in einem ruhigen Tempo zu Traben.
Das wichtige ist, dass du nicht "versuchst" anzugaloppieren, in dem du leicht den Schenkel zurücknimmst, es aber eigentlich nicht so meinst und selbst noch nicht bereit bist. So weiß das Pferd, dass du unsicher bist und vorhast, anzugaloppieren. Also ist seine Reaktion ganz normal. Duch das Zurücknehmen des äußeren Schenkels hast du unbewusst das Pferd angetrieben, um jedoch in den Galopp zu wechseln, haben dir noch Hilfen gefehlt. Also wird das Pferd schneller, was auch richtig ist, da du es unbewusst von ihm verlangt hast. In dem "schnellen" Trab wartet es dann nur auf die Galopphilfe um in den Galopp zu wechseln. Auf keinen Fall solltest du aus dem Rennen heraus angaloppieren. Ansonsten kann dein Pferd falsch anspringen und das ruhige Reiten ist dahin. Es würde sich das nach einer Zeit angewöhnen und dann ist es schwer, den Fehler wieder zu korrigieren. Wichtig ist einfach, dass du die Hilfe ganz klar und verständlich gibst, ohne sie vorher anzudeuten. Du gibst also vermehrt halbe Paraden um das Pferd darauf aufmerksam zu machen, dass eine neue "Lektion" folgt. So wird das Pferd schon aufmerksam werden doch nicht anfangen zu rennen, da du es ja nicht treibst. Dann setzt du dich am besten wenn du gerade in der Ecke bist, zu der geschlossenen Zirkelseite reitest oder aus der Volte kommst tief in den Sattel, nimmst die Zügel leicht auf, schiebst die innere Hüfte leicht nach vorn ( nicht einknicken! ) und legst den äußeren Schenkel zurück und übst Druck damit aus. Wichtig ist, dass du nicht immer an den gleichen Stellen angaloppierst, da sich das Pferd die Stellen sonst merkt und dort anfängt zu renne. So, im Idealfall galoppiert dein Pferd jetzt richtig und ruhig an. Du solltest dann die Zügel wieder leicht vorgeben, den äußeren Schenkel in der Position lassen und mit dem inneren Schenkel regelmäßig Impulse an das Pferd geben. Du galoppierst dann entweder eine halbe Bahn, eine runde auf dem Zirkel, etc. und parierst dann wieder ruhig durch und lobst kräftig.

Galoppiert dein Pferd jedoch nicht sofort an, sondern fängt wieder an zu rennen, legst du den äußeren Schenkel wieder zurück in die normale Position, gibst sie Zügel kurz nach und nimmst sie anschließend wieder an und versuchst im ruhigen Trab zu reiten. Funktioniert dies nicht, parierst du durch in den Trab und reitest andauernd Übergänge : Trab-Schritt-Trab-Schritt-Trab-Schritt.. Das wird deinem Pferd sehr schnell langweilig werden und es wird gerne wieder ruhig traben.

Dann trabst du eine Weile ruhig im Trab, reitest Hufschlagfiguren usw. und versuchst es dann erneut. Wichtig ist, dass du es nicht 10 Mal hintereinander versuchen solltest, wenn es nicht klappt. Spätestens nach dem 2. oder 3. Versuch solltest du dir Hilfe holen.

Am besten kannst du dies an der Longe üben. Der Reitlehrer kann dann noch viel einwirken und du musst dich nicht ums "lenken" kümmern, sondern kannst dich auf den Sitz und auf deine Hilfen konzentrieren.


Damit, dass dein Pferd die Nase nicht so schön senkrecht zu Boden hält..damit meinst du bestimmt durchs Genick reiten. Auch dies ist ein Zusammenspiel aller Hilfen und kann nicht erzwungen werden. Es ergibt sich nach der Zeit wenn ihr gut harmoniert.
Da kann dir der Reitlehrer am besten von unten helfen.


Für dich persönlich ist es auch gut, wenn du ab und an mal ein anderes Pferd reitest, damit du dir nicht durch das ständige Zurückhalten etc. einen schlechten Sitz aneignest..


So ich hoffe ich hab nicht zu verwirrend geschrieben und konnte dir ein bisschen helfen.
Wenn du noch Fragen hast, frag mich einfach :)

Liebe Grüße und viel Spaß beim üben :)
 
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Beau freak

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Hallo :D :D
das war ja sehr viel aber auch sehr informativ :D Ich habe mmir das alles gerade durchgelesen und bin froh das alles endlich zu WISSEN... können ist die andere sache :D ich werde mir das noch mal und nochmal durchlesen um wirkllich alles genau zu wissen und dann morgen direkt ausprobieren :D:D das wird lustig ;) danke aufjedenfall für die vielen Tipps ich habe mich sehr gefreut und nach und nach werde ich es dann auch lernen :D Noch mal vielen vielen dank für die vielen Tipps....
LG Annika ;)
 
Angel3

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Kein Prolem :)

Wenn du noch Fragen hast frag ruhig, ich helf dir gerne ;)
 
schrecker82

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Richtlinien für Reiten und Fahren, Bd.1, Grundausbildung für Reiter und Pferd: Amazon.de: Susanne Miesner, Michael Putz, Martin Plewa, Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN) - Bereich Sport, Barbara Wolfgramm, Marianne Merz, Uwe Spenlen: Bücher

Das Buch kann ich dri wärmsten empfehlen. Hat mir zu Anfang meiner Reiterei doch gut geholfen zu verstehen, was ich da mit den armen Schulis machen soll ;)

Und: guter Einzelunterricht!

Ich hab mal eine Doppelstunde bei einer guten Trainerin genommen, die brachte mich weiter als 5 Jahre Reitschule (und da dachte ich eig. schon, ich hätte guten Unterricht bekommen).
 
B

Beau freak

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Danke für die Buchempfelung .... werd ich mir dann mal anschauen ;)
 
Angel3

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Hallo Annika.

Berichte mal ;)
Hast du es beim Reiten ausprobiert und wenn ja, wie hats geklappt?:)
 
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Beau freak

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ok dann will ich mal erzählen.... also mit dem galopp hat mein reitlehrer mich nach ner halben Zirkelrunde direkt galoppieren lassen (warscheinlich war es gutes Tempo ;)) und dann sollt ich nochmal durchparrieren (nur um zu gucken ob ich sie nochmal so schön angaloppier bekomme) und dann durfte ich ebenfalls nach einer halben Zirkelrunde erneut angeloppiern und im Galopp hat er erstaunlich wenig gesagt :D eigentlich nur das ich den Zirkel etwas größer reiten kann und sonst war es auch sehr gut aber eine Sache war komisch... wir sollten aus dem Trab alle stehen bleiben ..ich sitz aus nehm leicht die Zügel auf und lasse meien Beine ruhig am Bauch liegen und was machts das pfer !!!! anstatt schön ins halten zu kommen macht sie eine vollbremmsung :D und dann wenn wir länger standen hat sie sich immer selbst ständig gemacht mal vorwärts mal rückwärts ..;) da arbeiete ich noch dran und ich hoffe das klappt alles dann auch wenn ich dann samstga wieder springen kann (diesen war nicht :() denn da ist sie kaum zu halten und natürlich muss ich nochmal gucken ob das mit beau (dem Pferd was ich eigentlich reite9 auch so gut klappt)aber ich bin guter dinge
Danke für eure Hilfe ;)
und das Buch wünsch ich mir zu Geburtstag ;) (7.6.10)
vielen dank Annika
 
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Das mit dem Galopp ist doch schonmal gut :)

Mit dem Stehenbleiben aus dem Trab :

Kannst du mit dem Pferd ruhig aus dem Schritt stehenbleiben? Wenn das nicht richtig klappt, solltest du noch damit warten, bis du aus dem Trab in den Stand durchparierst.
Also das mit der Vollbremsung war wahrscheinlich, weil du sie mit den Hilfen überfallen hast. Bevor du durchparierst, musst du etwas an Tempo zulegen, damit das Pferd mehr Gewicht auf der Hinterhand aufnehmen kannst. Dann bereitest du es mit mehreren halben Paraden darauf vor und gibst erst dann die Hilfen zum durchparieren in den Stand. Wenn dein Pferd steht, darfst du es auf keinen Fall zulassen, dass es rumtänzelt. Das gewöhnt es sich nämlich dann schnell an. Wenn du es gar nicht hinbekommst, nimm dir am Anfang Hilfe dazu. Das kann z.B dein Reitlehrer sein, der dein Pferd festhält. Nur damit es lernt, ruhig zu stehen. Du musst, sobald dein Pferd steht, die Zügel stehenlassen, die Hände jedoch ein bisschen vorgeben. Die Schenkel lässt du dran. Du musst ein Gefühl dafür entwickeln. Wenn dein Pferd zurückgeht, gibst du die Zügel etwas vor und treibst sofort energisch mit den Schenkeln,nimmst die Zügel dann wieder an und schließt die Schenkel und setzt dich tief in den Sattel. Geht es nach vorne, setzt du dich noch tiefer in den Sattel und nimmst die Zügel mehr an. Du musst einfach ein passendes Mittelmaß mit den Hilfen im Stand finden, sodass dein Pferd ruhig stehenbleibt.
Und das übst du immer wieder. Aus dem Schritt parierst du durch, bleibst ein paar Sekunden stehen, lobst kräftig, wenn es stehengeblieben ist, und reitest dann wieder vorwärts. Wenn es gut klappt, kannst du die Dauer des Stehenbleibens immer weiter verlängern. Am Ende sollte dein Pferd so lange stehenbleiben, wie du es willst ;)

Beim Springen achte darauf, dass du versuchst, auf das Gleiche zu achten, wie beim Dressurreiten. Sicher ist es dabei hin und wieder notwendig, schneller zu galoppieren aber du solltest dein "Grundtempo" finden. Denn wenn du etwas mit deinem Pferd üben möchtest, musst du das auch dauerhalt durchziehen ;)
 
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Beau freak

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Hallo angel und alle anderen
Also aus dem schritt bleibt sie super stehen es reicht schon wenn ich nur ganz leicht die Hilfen gebe . Da bleibt sie aber nicht so ruckartig stehen und ich lobe sie dann auch immer aber es kann auch sein dass es daran liegt das wir abteilung geritten sind (machen wir nicht immer ;)) und wenn der reitlehrer dann was sagt und die anderen Pferde stehen bleiben das sie es dann auch macht .D so schnell wies geht eben ;) und das mit dem rumtänzel üb ich nochmal
danke für die Tipps
Lg annika
 
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Felina

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Bevor du durchparierst, musst du etwas an Tempo zulegen, damit das Pferd mehr Gewicht auf der Hinterhand aufnehmen kannst.
Das Pferd nimmt aber Gewicht auf der Hinterhand auf, indem man es versammelt und an das Gebiss herantreibt.

Wenn dein Pferd steht, darfst du es auf keinen Fall zulassen, dass es rumtänzelt. Das gewöhnt es sich nämlich dann schnell an. Wenn du es gar nicht hinbekommst, nimm dir am Anfang Hilfe dazu. Das kann z.B dein Reitlehrer sein, der dein Pferd festhält.
Es ist doch erstmal besser, wenn das Pferd überhaupt stehen bleibt. Am rumtänzeln kann man ja immer noch arbeiten, aber hauptsache es versteht aus dem Trab stehen zu bleiben.

Du musst, sobald dein Pferd steht, die Zügel stehenlassen, die Hände jedoch ein bisschen vorgeben. Die Schenkel lässt du dran. Du musst ein Gefühl dafür entwickeln. Wenn dein Pferd zurückgeht, gibst du die Zügel etwas vor und treibst sofort energisch mit den Schenkeln, nimmst die Zügel dann wieder an und schließt die Schenkel und setzt dich tief in den Sattel. Geht es nach vorne, setzt du dich noch tiefer in den Sattel und nimmst die Zügel mehr an. Du musst einfach ein passendes Mittelmaß mit den Hilfen im Stand finden, sodass dein Pferd ruhig stehenbleibt.
Wenn ich meine Hände im Stand vorgebe und die Schenkel dran lasse, laufen die meisten Pferde los :p
Irgendwie wiedersprichst du dir. Du schreibst, dass man beim Halten die Zügel vorgeben soll, aber wenn es nach vorne oder nach hinten geht muss man die Zügel annehmen?
 
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Beau freak

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Hallo :s712
heute bin ich Elfi wieder geritten und es hat alles nicht geklappt :( zumindest fast alles. Also was gut geklappt hat waren die Übergänge (zumindest meistens) da ist sie eigentlich recht flüssig ind die nächste Gangart geritten oder stehen geblieben. Aber der Galopp =O das war schlimm :´(
erstmal sollte ich halt auf dem Zirkel antraben und die will direkt los galopieren. Hab sie dann aber gehalten bekommen. Danach aber als sie wieder los galoppieren wollte hab ich ne Volte getreht. So klappt es zwar recht gut aber ich möchte es auch ohne Volten können :ergeizigguck: Aber dann im Galopp ist die mir voll weggerannt =O Meine Reitlehrer hat die ganze Zeite gesagt äußere parraden beine dran drücken und fest einsitzen. Hab ich auch alles probiert aber wenn ich dei beine drangedrückt haben ist die noch viel schneller geworden obwohl ich fest am Zügel geblieben bin (meiner Meinung nach :denk) wisst ihr zufällig noch mehr Tipps ??? irgentwelche "Sachen" die ich machen kann damit sie mich mal warnimmt ???
Naja will euch nicht mit meine Problemem quälen ;IU
Lg Annika
 
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Das Pferd nimmt aber Gewicht auf der Hinterhand auf, indem man es versammelt und an das Gebiss herantreibt.
Wie soll ich ihr denn erklären, ein Pferd versammelt zu reiten, wenn sie nicht mal die Hilfen kennt, um Tempo zuzulegen?;) Wie würest du ihr denn erklären, ihr Pferd versammelt an das Gebiss heranzutreiben? Sie muss doch erstmal die grundlegenden Hilfen lernen. Wenn sie die noch nicht kann bzw. kennt, braucht man doch noch lange nicht mit der Versammlung anzufangen. Sie hatte ja anscheinend jahrelang keinen gescheiten Unterricht.
Mein Pflegepony zum Beispiel kann man nicht versammelt reiten. Sie hat einfach nicht die Ausbildung dazu.


Es ist doch erstmal besser, wenn das Pferd überhaupt stehen bleibt. Am rumtänzeln kann man ja immer noch arbeiten, aber hauptsache es versteht aus dem Trab stehen zu bleiben.

Mit dem rumtänzeln mein ich vor- und zurückgehen. Das hat sie ja auch geschrieben. Das Pferd tritt ja nicht einfach von dem einen Bein aufs andere. Und ich find es nicht besser, wenn das Pferd zwar irgendwie aus dem Trab zum Stand kommt ( das bekommt man immer irgendwie hin, doch meist kommt das Pferd dann auf die Vorhand und ich finde, das sollte es sich gar nicht erst angewöhnen ) aber dann nur am rumtänzeln ist. Das ist ja nicht der Sinn der Sache. Aus dem Trab stehenbleiben kann das Pferd ja, hat sie ja auch geschrieben.:) Wenn man es dann macht, sollte man es auch von Anfang an gescheit machen..die Fehler dann erstmal wieder rauszubekommen macht noch mehr Arbeit. Dann lieber von Anfang an richtig.

Wenn ich meine Hände im Stand vorgebe und die Schenkel dran lasse, laufen die meisten Pferde los :p
Irgendwie wiedersprichst du dir. Du schreibst, dass man beim Halten die Zügel vorgeben soll, aber wenn es nach vorne oder nach hinten geht muss man die Zügel annehmen?

Mit den Händen vorgeben mein ich, dass man sie etwas "lockert".;) Nicht das man die Hände gleich ein paar Zentimeter vorgibt und das Pferd so auseinanderfällt. Man soll die Schenkel nicht so viel dranlassen als wenn man Tempo zulegen möchte etc. Aber wenn du die Schenkel nicht dran hast, fällt das Pferd meist auseinader. Wenn du die Hand aber genauso stehenlässt und kein bisschen nachgibst, bestrafst du das Pferd ja damit. Wenn man die Zügel annimmt, muss man sie auch wieder nachgeben. Das ist für das Pferd ja dann die Belohnung / Bestätigung dafür, dass es die Lektion richtig ausgeführt hat.
Wenn das Pferd steht, wird man in der Hand etwas lockerer, wenn das Pferd nach vorne/hinten geht, macht man die Hand wieder zu und nimmt die Zügel etwas an. Warum widersprech ich mir da? :p
 
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Giselle1

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Hallo :s712
heute bin ich Elfi wieder geritten und es hat alles nicht geklappt :( zumindest fast alles. Also was gut geklappt hat waren die Übergänge (zumindest meistens) da ist sie eigentlich recht flüssig ind die nächste Gangart geritten oder stehen geblieben. Aber der Galopp =O das war schlimm :´(
erstmal sollte ich halt auf dem Zirkel antraben und die will direkt los galopieren. Hab sie dann aber gehalten bekommen. Danach aber als sie wieder los galoppieren wollte hab ich ne Volte getreht. So klappt es zwar recht gut aber ich möchte es auch ohne Volten können :ergeizigguck: Aber dann im Galopp ist die mir voll weggerannt =O Meine Reitlehrer hat die ganze Zeite gesagt äußere parraden beine dran drücken und fest einsitzen. Hab ich auch alles probiert aber wenn ich dei beine drangedrückt haben ist die noch viel schneller geworden obwohl ich fest am Zügel geblieben bin (meiner Meinung nach :denk) wisst ihr zufällig noch mehr Tipps ??? irgentwelche "Sachen" die ich machen kann damit sie mich mal warnimmt ???
Naja will euch nicht mit meine Problemem quälen ;IU
Lg Annika
Annika,

irgendetwas gefällt mir da überhaupt nicht. Ein Pferd, welches nichts anderes will, als mal rennen, rennen, rennen ist entweder völlig falsch ausgebildet (und am Zügel zu hängen lässt viele Pferde ja erst recht vor den Schmerzen davonrennen) und ist garantiert nicht von einem Schüler Korrektur zu reiten, oder die Haltung ist so, dass ich als Schüler auf dem Absatz kehrt machen würde.

Sinn und Zweck eines Unterrichts ist nicht, dass du dem Pferd Bewegung verschaffst, die ihm aufgrund von Haltungsmängeln fehlt. Sinn und Zweck ist es auch nicht, dass du ein versautes Pferd Korrektur reitest. Ein Schulpferd soll dir zeigen, wenn du etwas richtig oder falsch machst. Und das heißt sicher nicht, dass du ihm mit deinem Gewicht im Maul hängst, um es einigermaßen zurückhalten zu können. Das hat mir Reiten lernen Nullkommagarnichts zu tun.

Vergiss auch diese Reitschule bitte. Irgendetwas ist da vom Grundsatz her schon nicht richtig.
 
B

Beau freak

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ihr versteht das Falsch :(
das Pferd ist nicht falsch erzogen und den Pferden geht es da super gut sie bekommen auch ihre Bewegung und alles was ein Pferdeherz begehrt. Aber es giebt eben nicht nur Pferde die alles aufs Wort machen. Elfi und alle anderen Pferde sind gut ausgebildet. Das problem bin eher ich :( Einmal z.b. ist sie auf dem außenplatzt nach dem Sprung weggerutscht (nicht mit mir drauf) un dann hat mein Reitlehrer sie ruhig geritten . Die war super brav ..... und auch bei anderen Reitschülern die das Pferd schon länger reiten und acuh grundsätzlich länger und besser reiten, läuft sie super. Sie ist eben ein schnelles Pferd und ein ein Pferd hat so seine eigenschaften. Dasss ist keine Grund den Hof zu wechsel....!!! und ich hänge ihr auch nicht pausenlos im Zügel!!!!! ich gebe ihr parraden nachgeben aufnehmen !!!!
Und der sinn der Ausbildung eines Pferdes ist doch nicht das Pferd von Kopf bis Fuß zu verändern !! es ist eben schnell das hat es ansich und wenn ihr mir nicht helfen könnt , dann ist auch nicht schlimm ;) aber danke das ihr mir trotzdem Tipps gegebn habt.
Annika
 
Luder

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Mal ganz ehrlich, ich verstehe nicht warum diese Fragen nicht der Reitlehrer beantwortet bzw. dir zeigt wie du richtig mit dem Tier umzugehen hast.

Und wenn ich mir das hier so durchlese, auch ohne großartig Ahnung von Pferden und Reiten zu haben, dann muss ich mich Boadicea und Trofu anschließen.

Sinn und Zweck von ReitUNTERRICHT ist doch wohl das der Reitlehrer den Schülern zeigt wie es richtig geht! Oder seh ich da was falsch?
 
T

Trofu

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Nö, siehst du nicht Luder.

In "unserm" Reitstall haben auch nicht alle Pferde die gleiche Ausbildung, wie auch.

Aber wenn z.B. eine ganze Parade zum Halten verlangt wird , dann kann das Pferd das auch und der Schüler kriegts so erklärt und vor allem so lange erklärt bis es klappt, vorher wird nicht aufgehört.
 
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Giselle1

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Annika,

wieviele seid ihr denn in der Gruppe, dass der RL deine Schwierigkeiten nicht bemerkt bzw. sich nicht kümmern kann?
 
schrecker82

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Also mal abgesehen davon dass ich auch der Meinung bin, dass der RL da mehr erklären müsste - so scheinst du vielleicht mit dem Pferd einfach nicht zusammen zu passen? (auch wenn dus noch so magst)

Und DAS muss der RL auch sehen.

Ich hatte den Fall auch mal. Reitstunde mit ner Freundin, sie auf dem riesen Franzl, ich auf der zarten Starlight. Meine rannte nur unter mir weg, meine Freundin bekam den großen nicht zum Laufen. Nach 5 Minuten sollten wir die Pferde tauschen und nun rate mal: Starlight ging endlich locker und rannte nicht mehr unterm Sattel davon, Franzl legte endlich mal bissl zu und ging ordentlich vorwärts und vorallem "schön".

Es passte andersum einfach nicht.

Es will dir ja niemand den Stall madig machen, aber bei den grundleenden Fragen die hier kommen, da fragt man sich halt schon für was die Reitschule da Kohle bekommt ;)
 
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Die richtigen Hilfen :D

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