Haltebericht von Leopardgekos

Diskutiere Haltebericht von Leopardgekos im Terraristik: Ratgeber Forum im Bereich Terraristik; Leopardgecko Eublepharis macularius Verbreitung: Afganistan, Pakistan, kleine teile der Türkei, südöstlicher teil Europas oder südwestlicher...
knudelbaer

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Leopardgecko

Eublepharis macularius

Verbreitung: Afganistan, Pakistan, kleine teile der Türkei, südöstlicher teil Europas oder südwestlicher Teil Asiens.

Schutzstatus: Keiner

Beschreibung: Leopardgeckos sind Geckos mittlerer Größe, in ihrer Naturform haben sie als Schlüpflinge vier braune bis schwarz Bänder auf ihrem Rücken auf gelbem Untergrund. Sie sind sehr untersetzte Tiere, die ihren Schwanz als Fettreserve benutzen. Somit kann der Schwanz bei guter Fütterung enorme Ausmaße bekommen.
Während ihrer Umfärbung lösen sich die schwarzen Bänder in viele kleine schwarze Punkte auf, die überall über den Körper verstreut sind. Der Schwanz von Leopardgeckos ist jedoch meist grau, statt dem gelben Untergrund. Die jungen Leopardgeckos haben außerdem bis etwa sechs Monate nach dem Schlupf ein so genanntes weißes Halsband.
Die Besonderheit bei Leopardgeckos ist, dass sie zu den so genannten Krallengeckos gehören, sie haben somit - wie der Name schon sagt - Krallen anstatt den sonst so ülichen Haftlamellen, sie können somit nicht an Scheiben "kleben", aber immerhin noch sehr gut klettern! Außerdem haben sie etwas, was nur die Krallengeckos besitzen - bewegliche Augenlieder. Die meisten anderen Geckoarten besitzen nur starre Augenlieder.

Größe: Leopardgeckos werden bis zu 25 Zentimeter lang und bis zu 70 Gramm schwer. Eine neue Zuchtform von Ron Tremper, die so genannten Tremper Giants, werden jedoch über 35 Zentimeter lang und über 135 Gramm schwer. Diese Mutation ist ein co-dominanter Erbgang und hat somit auch eine abgeschwächte Form zur Seite der "Superform", die nicht allzu lang und schwer wird und eher bei 85 Gramm bleibt.

Lebensspanne: Leopardgeckos können über 30 Jahre alt werden, der älteste dokumentierte Leopardgecko ist 31 Jahre alt. Jedoch ist das nicht die Norm, denn wenn man Zuchttiere hat, werden diese meist nicht so alt. Bei einer guten Haltung und nicht zu vielen Verpaarungen können sie aber dennoch locker 15 Jahre erreichen.

Farb- und Zeichnungsvarianten: Albino (Tremper, Rainwater und Bell lines, rezessiv), Blizzard (rezessiv), Blazing Blizzard (homozygot für blizzard UND albino, somit doppel rezessiv), Pattern less (rezessiv), Albino Patternless (Patternless werden im allgemeinen in mehrere Linien aufgeteilt, auch hier doppel rezessiv), Hypo (intermediaer), Hypo Carottail (intermediaer), Hypo Carottail Carotthead (intermediaer), Hypo Baldy (intermediaer) , Hybino (Albino Hypo, intermediaer sowie rezessiv),Giant (Super Giant, co-dominant), Aptor (doppel rezessiv sowie intermediaer), Raptor (dreifach rezessiv sowie intermediaer), Tangerine (intermediaer), Striped (intermediaer), Jungle (intermediaer), Reverse Striped (intermediaer), snow und sunglow.
All die zuletzt genannten Farbformen sind kombinierte Farbformen, man benutzt im Allgemeinen nur noch die Abkürzungen. H = Hypo, S = Super, T = Tangerine, B = Baldy, CT = Carottail, CH = Carotthead, P = Patternless, J = Jungle, ST = Striped und RST = Reverse Striped. Es wird in den nächsten Jahren noch einige andere Farbformen geben und somit auch mehr Abkürzungen. Dies ist nur ein kurzer Überblick in die grundlegenden Farbformen, aber so kann man alles mögliche kombinieren. Züchter bieten nahezu alles an, somit wird man oftmals nur noch Kurzformen wie SHCT finden (Super Hypo Tangerine).
"Aptor" ist die gängigste Abkürzung und bedeutet "Albino Patternless Tremper Orange Leopardgecko", "Raptor" bedeutet Ruby Eyed Albino Patternless Tremper Orange Leopardgecko. Es dauert einige Zeit, um sich hinein zu finden in all diese vielen Abkürzungen.

Schwierigkeitslevel: Der Leopardgecko ist sehr für Anfänger zu empfehlen, er hat niedrige Haltungsansprüche und wird nur selten krank, er vergibt viele Haltungsfehler und hat leicht zu erfüllende Futteransprüche. Er ist somit ausdrücklich zu empfehlen für Anfänger in der Terraristik.

Terrarium: Ein Leopardgecko- Terrarium sollte für ein Pärchen etwa 70 x 40 bisher, neu sollte es 100 x 50 Zentimeter Grundfläche besitzen, die Höhe spielt hierbei weniger eine Rolle, jedoch sollte sie etwa 50 Zentimeter betragen, dies ist hoch genug, um das meiste aus dem Terrarium heraus zu holen und die Leopardgeckos ihrem Klettertrieb freien Lauf lassen können. Manchmal findet man sie hoch oben im Terrarium auf der Lauer liegend und Ausschau haltend nach Futter. Das Terrarium kann sehr einfach gestaltet werden: mit mindestens 5 Zentimeter hohem Sandboden, ein paar versteck Möglichkeiten und einer wasserschale bestückt sein. Dies kann vollkommen für ein Leopardgecko ausreichen, jedoch spricht nichts dagegen, einen 20 Zentimeter hohen Sandboden zu haben und tolle Versteckplätze für die Kleinen zu bauen! Bei Sandboden sollte man für Jung Tiere Vita Sand nehmen, das ist ein feiner, kalziumhaltiger Sand und damit unschädlich wenn er versehentlich von den Tieren gefressen wird, oder Terrariensand benutzen, oder sogar feiner Kies. Andere Bodensubstrate wie Repti-Bark oder andere Holzsubstrate sind im Allgemeinen eher ungeeignet, denn wenn diese von den Geckos geschluckt werden, können sie zum Tode führen.

Temperatur & Beheizung: Die Temperatur sollte an der wärmsten Stelle etwa 40 Grad betragen und an der kältesten Stelle ungefähr 28 - 32 Grad. Dies kann man leicht durch einen Heizstrahler erreichen oder durch eine Heizmatte( nicht unbedingt Empfehlens wert). Leopardgeckos sind eine der wenigen Reptilienarten, bei denen es absolut kein Risiko ist, einen "Heating Rock" (Heizstein) einzusetzen. Mit diesem so genannten Temperaturgefälle kann der Leopardgecko sich seine Temperatur selbst aussuchen und dorthin kriechen, wo es für ihn gerade am schönsten ist.

Luftfeuchte: Leopardgeckos kommen aus einem Habitat, in dem es natürlicherweise keine hohe Luftfeuchte gibt. Somit sollte man die Luftfeuchte um 60 Prozent halten. Dies scheint die optimale Luftfeuchte zu sein. Man erreicht sie durch drei- bis viermaliges Sprühen pro Woche je nach Terrarien grösse. Bei Leopardgeckos sollte man kein feuchtes Handtuch benutzen wie man es bei einigen Schlangen so wunderbar machen kann, da die Geckos ihre Eier gerne darin vergraben möchten.

Beleuchtung: Leopardgeckos brauchen UV A, B - Beleuchtung.

Wasser: Man sollte immer frisches Wasser (oder Wassergeele) bereit stehen haben, die Wasserschale sollte nicht zu groß oder zu tief sein, da Leopardgeckos nicht schwimmen können und gegebenenfalls sinken wie ein Stein. Zudem sollte man darauf achten, dass die Weibchen die Eier nicht in die Wasserschale legen.

Futter: Als Futtertiere gilt im Allgemeinen alles, was ins Maul passt. Dies ist alles, was ungefähr die Breite ihres Kopfes hat. Das sollte man als Maßstab für die Auswahl der Futtertiere benutzen. Man sollte 2 – 3 mal die woche das Futter mit Vitaminpuder bestauben( ca. alle 3 Tage). Als die besten Futtertiere gelten Heimchen, Wüstenheuschrecken, Wanderheuschrecken, Steppengrillen und Mehlwürmer. Sehr große Leopardgeckos fressen auch ab und an gerne mal ein nacktes Mäusebaby, jedoch sind nur Heimchen und Heuschrecken als Hauptfutter geeignet. Die anderen Tiere sollte man nur gelegentlich füttern und die Pinkies nur direkt nach der Winterruhe oder während einer anstrengenden Zuchtsaison anbieten.

Pflege: Man sollte den Behälter, in dem sich die Leopardgeckos befinden, immer dann reinigen, wenn es nötig ist. Falls Kotablagerungen oder ähnliches im Behälter aufzufinden sind, sollte man sie so schnell es geht entfernen. Die Wasserschale sollte mindestens wöchentlich gereinigt und desinfiziert werden. Einmal im Jahr sollte der ganze Sand ersetzt werden!

Zucht: Wenn man ein Geschlechtsreifes Pärchen und einiger massen gute Haltungsbedingungen hat, lässt sich die Zucht von Leopardgeckos kaum vermeiden. Leopardgeckos erreichen die Geschlechtsreife mit etwa einem Jahr, man erkennt es daran, dass das Männchen zwei deutliche Beulen am Schwanzansatz bekommt, die so genannten Hemipenistaschen. Diese fehlen beim Weibchen, zudem sind Weibchen meist etwas zierlicher und haben einen schmaleren kopf. Es benötigt keiner besonderen Maßnahmen, um sie paarungswillig zu machen, jedoch erzielt man die besten Erfolge; wenn man die Kleinen, besonders die Männchen, für drei Monate in Winterruhe schickt. Drei Monate, in denen man die Temperatur langsam auf 15 bis 18 Grad herunterfährt und die Beleuchtungszeit auf acht Stunden verringert. Man sollte die heimischen Wintermonate zur Winterruhe benutzen, da sich dann die Beleuchtungszeit natürlicherweise verkürzt. Während dieser Zeit sollte man weniger füttern und sollte ihnen immer ausreichend Wasser zur Verfügung stellen.

Bemerkungen: Der Leopardgecko ist ein ausgezeichneter Pflegling und eignet sich auch hervorragend für Kinder, die in der Lage sind, auf ihr eigenes Haustier achtzugeben. Leopardgeckos sind, obwohl sie recht zutraulich werden, keine Kuscheltiere und äußerst ungeeignet zum Spielen. Man kann sie beobachten - aber mehr auch nicht!
Der Schwanz eines Leopardgeckos kann unter Umständen abbrechen und anstatt eines neuen Schwanzes wächst nur ein Regenerat nach, ein nicht allzu schöner Schwanzfortsatz, der nur als Fettspeicher dient. Solch ein Regenerat ist nicht unbedingt ein Indiz der schlechten Haltung, da er schon abbrechen kann, wenn der Leopardgecko im Terrarium stürzt. Man sollte also sehr vorsichtig mit dem Schwanz eines solchen Geckos umgehen.
Mir persönlich haben Leopardgeckos immer viel Freude gebracht und waren meine ersten eigenen Reptilien.
 
11.12.2008
#1
A

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