Haltebericht von Brachypelma albopilosum (Kraushaarvogelspinne)

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Brachypelma albopilosum (Kraushaarvogelspinne)

Herkunft/Verbreitung

Die Kraushaarvogelspinne kommt in den Regenwäldern von Costa Rica, Guatemala, Honduras und Panama vor.
Dort lebt sie in kurzen Röhren, unter Steinen, oder Rindenstücken.

Beschreibung

Die Brachypelma albopilosum, zu Deutsch als Kraushaarvogelspinne bezeichnet, wurde 1980 von VALERIO beschrieben.
Diese Spinnenart erreicht gut eine Körperlänge von 8cm und ist am ganzen Körper buschig mit gekräuselten, hellbraunen Haaren bedeckt.
Die Grundfärbung der Spinne selbst ist dunkelbraun. Die Brachypelma albopilosum baut kurze Höhlen nahe der Erdoberfläche.
Diese ausgesprochen schöne Art hat nur aufgrund ihrer leichten Nachzucht an Beliebtheit in der Terraristik verloren.
Sie ist aber wegen ihres friedlichen Charakters nach wie vor die ideale „Anfängerspinne“

Geschlechtsunterschiede

Nach bereits einem bis eineinhalb Jahren lassen sich die Geschlechter bestimmen.
Beim Männchen ist an der Unterseite des Abdomens, oberhalb der Epigastralfurche eine kreisrunde,
dunkle Region von ca. 1.8mm Durchmesser zu erkennen.
Bei den Weibchen sieht man stattdessen einen bis zu 9mm breiten horizontalen Schlitz in der Epigastralfurche.
Da braucht es aber ein gut geübtes Auge um sie zu bestimmen.
Die 2. Methode ist die der Exuvie (Häutung), dort untersucht man die gleiche Region, allerdings auf der Innenseite.
Dafür muss die Exuvie weich sein um sie auseinanderfalten zu können.
Also entweder direkt nach der Häutung, wenn die noch feucht ist oder man muss sie "einweichen".
Da achtet man auf die Spermathek der Weibchen. Ist die Öffnung relativ groß und hat eine "Lippe" ist es ein Weibchen.
Ist die Öffnung klein und hat keine Lippe, ist es ein Männchen.
Die Geschlechtsreife tritt bei gleicher Haltung bei Männchen nach frühestens 2 bis 2 ½ Jahren, bei Weibchen nach 3 ½ Jahren ein.

Verhalten

Die Brachypelma albopilosum ist eine äusserst friedliche Art. Ihr Abwehrverhalten besteht in nahezu allen Fällen,
schlimmstenfalls mit bombardieren von Brennhaaren, die aber wenig wirksam sind.
Man sagt, dass der Biss von einer Brachypelma albopilosum keine, oder nur sehr schwache Reaktionen hervorrufen kann.
Diese Bodenbewohnende Vogelspinnenart ist häufig ausserhalb ihres Unterschlupfes zu sehen.
Bei Anbruch der Dunkelheit läuft sie umher, oder gräbt sich eine Höhle

Haltung im Terrarium

Die Grösse des Terrariums sollte eine Grösse von 30x20x20 nicht unterschreiten.
Die Temperatur tagsüber sollte zwischen 24°-29° sein, in der Nacht darf sie bis auf 18°-20° absinken.
Im Versteck muss gut auf eine Bodenfeuchtigkeit von 65-80% geachtet werden.
Brachypelma albopilosum ist auch in der Wahl des Bodengrundes sehr genügsam.
Es können ungedüngte Blumenerde, Kokoshumus, Lauberde genommen werden.
Bei der Einrichtung des Terrariums sollte der Bodengrund 5-7cm hoch eingefüllt und so gut festgedrückt werden,
dass die Spinne mit ihren Tarsen nicht einsinken kann.
Einen halbierten Blumentopf, eine Kokosnusshälfte oder ähnliches sollte als Versteck angeboten werden.
Ein kleines Trinkgefäss mit einem Stück Kork als „Rettungsring“ für die Futtertiere darf nicht fehlen.

Nahrung

Es können Heimchen, Grillen, kleinere Heuschrecken, Zophobas- und Mehlwürmer angeboten werden.
Ausgewachsene Weibchen nehmen auch Schaben, Nacktmäuse und adulte Heuschrecken,
da sie ja etwas grösser als die Männchen werden.

Zucht

Eine Verpaarung soll äusserst einfach sein. Wenn das Weibchen gut angefüttert ist, kann auf eine Eingewöhnung verzichtet werden
und man setzt das Männchen direkt zum Weibchen.
Der beste Zeitpunkt liegt 14 tage nach der Häutung des Weibchens. Die Paarung verläuft meistens sehr friedlich.
Die Inkubationsdauer des Kokons beträgt 72-77 Tage bei einer Durchschnittstemperatur von 26.7°
und einer Luftfeuchtigkeit von 60%.
Ein Kokon kann bis zu 2000 Spiderlinge enthalten, die beim Schlupf sehr klein sind.
Sie wachsen aber recht schnell heran und können bis zu 12 Jahre alt werden.
 

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16.01.2010
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