Haltebericht von Perleidechsen ( Timon lepidus)

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Uromastix

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Lebensraum/Lebensweise

Ihr Lebensraum liegt in Süd-Frankreich und auf der iberischen Pyrenäenhalbinsel,
oder Nordwest-Italien ist die Perleidechse verbreitet.

Diese wunderschöne Eidechse ist trotz ihrer Größe sehr schnell, aber auch sehr scheu.
In freier Wildbahn sieht man sie fast nie, da sich die Tiere in der Regel in ihre Wohnröhre, oder notfalls auch auf Bäume flüchten.
Die Männchen verteidigen jedoch ihr Revier und sind zuweilen recht streitsüchtig.

Die Perleidechse lebt in trockenem, felsigen Gelände mit dornigen Büschen und braucht als tagaktives Tier viel Sonne.
Leben Perleidechsen in freier Natur, so stehen auf ihrem Speiseplan große Insekten, Würmer,
Mäuse, kleine Eidechsen, kleine Schlangen, junge Vögel und ab und zu auch süße Früchte.


Beschreibung der Art

Noch beeindruckender als ihre Größe und ihre Kletterkunst ist aber die Farbenpracht der Perleidechse.
Die Grundfärbung bei erwachsenen Tieren ist ein schimmerndes Grün, und ihr Rücken ist mit einem dunklen netzartigen Fleckenmuster verziert.
Ihre Bauchseite ist gelbgrün. Die Jungtiere sind zum Schutz braun gefärbt und tragen schwarz umrandete,
weiße Augenflecke auf der Körperoberseite.
Besonders schön bei der männlichen Perleidechse sind aber ihre blauen Punkte, die ihre Flanken wie Pfauenaugen schmücken
und einen ahnen lassen, warum Astronomen ein Sternbild Lacerta (die Eidechse) nannten.


Terrarienhaltung

Trotz ihrer Scheue ist das Halten von Nachzuchten im Terrarium möglich.
Mit viel Geduld und Liebe bekommt man die Tiere sogar zahm. Wichtig ist aber, ihnen ein großes Terrarium zu bieten,
in dem sie genügend Platz haben. Daher bieten manche Züchter ihren Perleidechsen in warmen Sommermonaten ein Freilandterrarium.

Wie gesagt, brauchen die Tiere viel Licht und Wärme. Im Terrarium lässt sich das durch eine UV-Bestrahlung regeln.
Die Temperatur im Terrarium soll zwischen 22 und 3O° C liegen.
Die Eidechsen lieben ein Sonnenbad und legen sich gerne auf Steine, die sich in der Sonne bis zu 40° C erwärmen.
Daher sollte in keinem Terrarium eine größere Steinplatte unter einer Wärmelampe fehlen.
Und wenn wir schon bei der Einrichtung sind, einige Kletteräste sind ein willkommenes Fitnessgerät.
Für den Bodengrund reicht Terrariensand oder Kies.


Ernährung

Neben den üblichen Futtertieren wie Mäusen, Heimchen, Grillen und Mehlwürmer,
kann man diesen immer hungrigen Tieren zur Abwechslung auch mal klein geschnittenes Rinderherz oder Obst geben.
Die Perleidechse hat nämlich wegen ihrer Größe ein riesiges Nahrungsbedürfnis und braucht auch jeden Tag frisches Wasser.
Ausgewachsene Tiere können ab und an auch mit kleinen Mäusen gefüttert werden.
Um Krankheiten wie Rachitis vorzubeugen, sollten die Futtertiere mit Kalk versorgt werden.
Die Versorgung mit Kalk kann man durch das anbieten von zerbröselter Sepischale,
die man z.b. in einem kleinem Schälchen anbieten gewährleisten.
Etwa eimal in der Woche sollten die adulten Tiere ein Multivitamninpräparat erhalten,
welches man den Tieren mit der Pipette vorsichtig einflössen kann.
Bei Jungtieren kann man dies auch durch das Trinkwasser verabreichen.


Fortpflanzung und Zucht

Die Weibchen haben in der Regel zwei Gelege mit ca. 8-12 Eiern im Jahr.
Das Weibchen vergräbt ihre Eier an einer -10 cm tiefen, feuchten Stelle im Terrarium.
Im Anschluß daran, häuft es einen etwa 8-10 cm hohen Sandhügel über die Eier.
Die Eier werden vorsichtig, ohne sie zu drehen, in einen Inkubator überführt und dort
bei einer Temperatur von etwa 27-28° C, in Vermiculit gezeitigt.
Bei diesen Temperaturen schlüpfen die Jungtiere nach etwa 90-95 Tagen.


Winterruhe

Eine Überwinterung der Tiere ist zu empfehlen. Bei Temperaturen von etwa 5-7°C werden die Tiere etwa 2 Monate überwintert.
Das Bodensubstrat sollte dabei feucht (aber nicht nass) gehalten werden.
Eine weitere Möglichkeit der Winterruhe besteht darin, dass die Tiere im Terraium belassen werden
und nur die Beleuchtung für einige Wochen ausgeschaltet wird (was ich persönlich nicht empfehle!).


Gut zu wissen

Bei richtiger Haltung und guter Pflege können Perleidechsen im Terrarium bis zu 20 Jahre alt werden.
Man sollte sich also gut überlegen, ob man so ein Tier halten kann.


 
05.12.2009
#1
A

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Gast

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