Notwendigkeit parasitologischer Untersuchungen (Kotprobe) und korrekte Probenentnahme

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Notwendigkeit parasitologischer Untersuchungen (Kotprobe) und korrekte Probenentnahme

Die parasitologischen Untersuchungen sollen bei jedem Halter von Reptilien zur Routine gehören. Diese ist sehr wichtig bei Tieren die neu in eine bestehende Gruppe kommen,
sowie auch bei bestehenden Gruppen als Vorsorge. Bei bestehenden Beständen sollten in regelmäßigen Abständen Kotproben entnommen und untersucht werden.
Wenn man den Kot untersuchen lassen will, sollte man dies immer mit einem Reptilienkundigen Tierarzt besprechen, denn eine gute Behandlungsstrategie
umfasst nebst der Kotproben-Untersuchung immer auch eine Tierärztliche Untersuchung der Tiere.

Wann sind Kotuntersuchungen Angebracht?

1. Wenn ein Reptil in eine Bestehende Gruppe von Artgenossen integriert werden soll, ist auf jeden Fall eine Kotuntersuchung zu machen.
Am besten beobachtet der Tierbesitzer die Neuzugänge über einen Zeitraum von drei Monaten in einem Quarantäne-Terrarium.
Es sollten jeweils am Anfang, während und am Ende der Quarantänezeit eine Kotuntersuchung gemacht werden
(also mindestens drei Kotuntersuchungen) die spezifische Tests auf Amöben und Kryptosporidien mit einbezieht.
Nur Prarasitologisch untersuchte negative Tiere, oder erfolgreich gegen Parasiten behandelte Tiere
(das ist der Fall wenn bei Kontrolluntersuchungen zwei negative Kotproben im Abstand von zwei Wochen erzielt werden)
dürfen in den Bestand integriert werden!

2. Bei gesunden Tieren hat sich eine Untersuchung vom Kot vor dem Winterschlaf bewährt.
Dabei sollte beachtet werden, dass die Untersuchungs- und die Therapiedauer zwei Wochen in Anspruch nehmen können.
Die Tiere sollten auch die Möglichkeit haben, nach einer Behandlung gegen Parasitten die Medikamente vor dem Winterschlaf abzubauen,
was bedeutet, dass eine Einwinterung frühestens sechs Wochen nach der letzten Eingabe von Medikamenten vorgenommen werden sollte.
Also bei Tieren die einen Winterschlaf machen, sollte der Tierarzt im August auf Parasitten untersuchen.
Eine allfällige Therapie lässt sich so bis zum November abschliessen und die Tiere können ihre Winterruhe halten.
Bei Reptilien die keinen Winterschlaf halten, sollten auch einmal im Jahr eine Kotprobe durchgeführt werden.

3. Wenn sich ein Tier auffällig verhält, wie zum Beispiel apathisch, schlapp, oder unruhig ist, nicht mehr frisst oder erbricht, sollte man eine Kotuntersuchung machen.
Auch wenn der Kot eine veränderte Konsistenz aufweist, sollte man sich Tierärztlichen Rat holen.

Wichtig!

Kotproben müssen immer frisch und feucht sein und so schnell wie möglich zum Untersuchungslabor gelangen.
Kot der bereits im Terrariensubstrat eingetrocknet ist, ist nicht geeignet für Untersuchungen.
Verunreinigter Kot mit Terrariensubstrat, vor allem Erde, kann die Untersuchungsresultate verfälschen und sollte deshalb vermieden werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
01.02.2014
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