"Anfänger-Papagei"?

Diskutiere "Anfänger-Papagei"? im Papageien Forum im Bereich Vögel; Gerne würde ich mir im späten Frühjahr ein Papageienpärchen zulegen. Habe natürlich schon mit verschiedenen Züchten gesprochen, doch möchte ich...
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Rena4

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Gerne würde ich mir im späten Frühjahr ein Papageienpärchen zulegen. Habe natürlich schon mit verschiedenen Züchten gesprochen, doch möchte ich hier auch mal die Experten fragen, gibt es so etwas wie "Anfänger-Papageien", ihr wisst was ich damit meine. Mein Favorit wäre ja ein Rosa Kakadu, man hat mir davon abgeraten. Empfohlen wurde mir Schwarzohrp. oder Maximil.Pap.
Für euren Rat wäre ich dankbar
Gruß
Renate
 
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Patty

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AW: "Anfänger-Papagei"?

Hm, schwierige Frage. Jede Papageienart hat ihre Ansprüche, und Einsteigervögel sind sie alle nicht. Eine eher radikale Antwort auf deine Frage nach einem "Anfängerpapagei" findest du hier: http://www.radikal-kakadu.privat.t-online.de/arten.htm
Am besten, du liest dir auch den Rest dieser sehr ehrlichen Kakadu-Seite durch. Auch wenn du ja vom Kakadu schon wieder abgekommen warst, so trifft doch vieles (nicht alles!) des Geschriebenen auch auf andere Papageien zu.

Das soll dich nicht abschrecken, sondern dir nur noch einmal klar machen, dass die Haltung von Papageien grundsätzlich nicht einfach ist. Aber vielleicht hast du dich ja auch längst intensiver damit befasst, und es geht dir wirklich nur noch um die Frage "welche Art?" Dann wäre es interessant zu erfahren, wie deine Haltungsmöglichkeiten aussehen (Platz, Licht, Luftfeuchtigkeit, andere Haustiere, Lärmtoleranz deiner Nachbarn, ...) und was für Erwartungen du selbst an die Papageien hast. Sollen es z.B. "typisch aussehende" Papageien sein (also mit kurzem Schwanz), oder bist du auch offen für Sittiche? Auch die Alterserwartungen sind sehr verschieden, von 10-15 Jahren bei Sperlingspapageien bis zu 70 Jahren und mehr bei Großpapageien. Wie lange bist du bereit und in der Lage, dich an deine Vögel zu binden? Und wie stabil sind deine Lebensumstände? Häufigere Umzüge und Wohnungssuche mit Großpapageien können schwierig werden. Kleinere und leisere Arten sind da eher mitzunehmen (wobei kleine Arten nicht automatisch leiser sind - Unzertrennliche haben z.B. eine sehr schrille Stimme).

Fragen über Fragen, ich weiß, dabei wolltest du doch deine Frage beantwortet haben. Aber ich meine halt, dass sich die Frage nach dem "idealen" Papagei nicht einfach so beantworten lässt, ohne etwas über die genaueren Umstände zu erfahren.
 
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Rena4

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AW: "Anfänger-Papagei"?

Danke, das war sehr ehrlich. Ich habe mich schon mit diversen Leuten unterhalten, mir ist schon klar, auf was ich achten muss. Ich wohne im eigenen Haus. Real-Kakadu habe ich auch schon gelesen. Ich möchte schon einen "richtigen" Papagei. Im Moment sehe ich das Problem mit den klimatischen Ansprüchen, Luftfeuchtigkeit z.B. aber dafür müßte es doch eine Lösung geben. Man wird auch verunsichert. Z.B. habe ich in einem anderen Forum gelesen, dass Graupapageien nicht "einfach" sind, wurde eher abgeraten, habe heute mit einem Herrn telefoniert, der nimmt Papageien auf, die nicht mehr gewollt sind, verhaltensgestört sind, usw. Der wiederum meinte Amazone oder Graupapagei wäre geeignet, wenn man es so ausdrücken will. Ich bin halt für jeden Rat oder Hinweis dankbar, Kakadu habe ich mir abgeschminkt.
Gruß
Renate
 
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Patty

Gast

AW: "Anfänger-Papagei"?

Eigenes Haus ist natürlich toll. :smile: Das Ideale wäre ein eigenes Papageienzimmer, wo du bestimmt auch mit technischen Mitteln die passenden klimatischen Bedingungen herstellen könntest.

"Richtige" Papageien... hm... dann sind dir Unzertrennliche (Agaporniden) vermutlich zu klein? Die könnte man nämlich, ebenso wie die (noch kleineren Sperlingspapageien) vielleicht noch am ehesten empfehlen. Zu unterschätzen sind sie dennoch nicht, da sie jede Menge Temperament und Eigensinn besitzen. Sperlingspapageien gelten auch als "Mini-Amazonen" mit sehr ausgeprägtem Charakter.

Graupapgeien sind in der Tat nicht einfach und gehören meiner Meinung nach - mehr noch als Amazonen - nur in papageienerfahrene Hände.

Zu den Empfehlungen aus deinem ersten Beitrag:
Schwarzohr- und Maximilianpapageien sind eher ruhigere Vögel und von der Fütterung her nicht so anspruchsvoll wie manch andere. In die gleiche Ecke gehört der Weißkopfpapagei. Leider sind diese Arten sehr anfällig für Aspergillose. Deshalb ist es besonders wichtig, neben der allgemeinen Hygiene auf die Luftfeuchtigkeit und ausreichend Frischluft zu achten.

Ebenfalls recht gut für die Wohnungshaltung geeignet und fütterungstechnisch unkompliziert sind die Mohrenkopfpapageien.

Ob diese Arten "Einsteigervögel" sind? Vielleicht nicht unbedingt. Doch bei dir habe ich eigentlich den guten Eindruck, dass du bereit bist, dich zu informieren und dazuzulernen und dich wahrscheinlich auch ganz gut in die Vögel einfühlen kannst. Von daher könnten z.B. Mohrenköpfe eine Überlegung wert sein.

Wenn du noch ein gutes Buch suchst, kann ich dir "Papageien als Heimvögel" von Hildegard Niemann empfehlen. Für ein eher dünnes Buch (128 Seiten) ist es zwar relativ teuer (25 Euro), aber voller Informationen, speziell wenn du dich noch für keine bestimmte Papageienart entschieden hast.
 
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Rena4

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AW: "Anfänger-Papagei"?

Vielen Dank Patty für deine Informationen. Ich werde (gedanklich) immer kleiner. Ich will den Tieren immer das Optimale bieten und bin darum immer im Internet unterwegs um Meinungen zu hören. Das angesprochene Buch werde ich mir kaufen. Dieses Forum scheint mir doch durchweg von den Experten, wie Du z.B., sehr gut geführt und erklärt.
Lieben Gruß
Renate
 
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