Kater niest....

Diskutiere Kater niest.... im Krankheiten und Gesundheit Forum im Bereich Katzen; Hallo ihr Lieben und ein gesundes neues Jahr, kennt ihr Ursachen warum Katzen niesen ohne dass sie Schnupfen hat. Mein Kleiner niest sehr...
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Gonzo

Gast
Hallo ihr Lieben und ein gesundes neues Jahr,

kennt ihr Ursachen warum Katzen niesen ohne dass sie Schnupfen hat.

Mein Kleiner niest sehr häufig, hat aber keine "Schleim"nase. Er frisst und ist munter und kriegt auch normal Luft.

Seine Augen sind ein wenig wässrig, aber sonst geht es ihm gut.

Der Tierarzt konnte nichts auffälliges bemerken.

Kann er eine Allergie haben oder vielleicht nur etwas in der Nase was ihn kitzelt??

Ich muß anmerken, dass das Niesen jetzt bestimmt schon seit zwei Monaten ist :-/

Kennt jemand einen Hintergrund???

:katze:
 
02.01.2008
#1
A

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Gast

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Joshly

Joshly

cand. met. vet.
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huhu also mein kater niest auch gerne und oft.
Kann ja von jedem bisschen sein. Wenn er mal im Klostreu buddelt und es staubt zu sehr oder so. Oder wenn er Wasser trinkt und dabei nicht aufpasst und seine Nase ganz reinhält:)

Würde mir an deiner Stelle keine Sorgen machen
 
Schlafschlumpf

Schlafschlumpf

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Hi,

also unser Kater macht das auch... er niest ab und zu, ist aber völlig gesund und munter...
 
eis

eis

erfahrene Streunermiez
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Hallo Gonzo,

viele Katzen niesen im Winter wegen der trockenen Heizungsluft. Empfindliche Tiere bekommen davon sogar tränende Augen.
 
C

catnixe

Gast
Vielleicht auch Felines Herpes

Hallo Gonzo,

auch eine feline Herpesvirusinfektion kann ein solches Erscheinungsbild bringen.
Dieses kann entweder rein über die Augen ablaufen, von wässrigen bis "schwimmenden" Augen, bis hin zur Nasenbeteiligung mit Niesen oder auch Niessalven. Hält man hier die Hand davor, spürt man ein feinen Sprühnebel oder auch Tröpfchen.
Herpesviren führen zu einer starken Reizung der Augen und Nase, so dass es sich bei den wässrigen Sekreten um körpereigene Absonderungen handelt. Bei einer Augenbeteiligung finden sich dann ab und an getrocknete rötliche, braunrötliche oder schwarze Krusten in den Augenwinkeln.

Das feline Herpesvirus ist z.B. einer der mitspielenden Erregerarten beim Katzenschnupfen; es kann aber auch alleine auftreten. Oftmals haben so betroffene Katzen entweder in früherer Zeit einen Katzenschnupfen durchgemacht, oder aber eine solche Infektion tritt auch häufiger in Folge einer Katzenschnupfen-Impfung auf und gerade dann, wenn die Miezen zum Impfzeitpunkt bereits ein geschwächtes Immunsystem hatten oder bereits FHV-1-Träger waren.
Leider bleiben infizierte Katzen Dauerträger, was heißt, eine Herpesvirusinfektion ist immer chronisch. Üblicherweise schlummern die Erreger im Organismus und können bei geschwächtenm Immunsystem, Krankheit und/oder Stress dann ausbrechen. Hier verhält es sich ähnlich der Herpes-simplex-Infektion des Menschen.

Eine Behandlung der Akutschübe ist nicht unwesentlich, da die stark reizenden Herpesviren Läsionen an der Augenhornhaut und den Nasenwänden hervorrufen können, was hier u.U. zu Vernarbungen und damit verbundenen Problemen führen kann.
Zur Behandlung gibt es je nach Intensität probate antivirale Medikamente in Form von Tabletten und Augentropfen, Immunsystem stärkende Medikamente und homöopathische Mittel. Ferner hat sich hier bei uns eine längerfristige Gabe von der Aminosäure L-Lysin bewährt.

Sollten also Augen und Nasenprobleme (hier Niesen) sehr hartnäckig oder auch stetig wiederkehrend gegeben sein, wäre u.U. auch eine feline Herpesinfekton in Betracht zu ziehen.

Eine schnelle und gute Besserung Deinem Kleinen!
 
G

Gonzo

Gast
Hallo,

und vielen Dank für die umfangreiche Erklärung.
Das bild passt genauu zu dem was passiert ist.

Ich war noch einmal beim TA gewesen und er hatte mir Tablette verschrieben welche das Immunsystem aufbauen sollen.

Das niesen ist jetzt auch so gut wie weg, nur die Augen tränen noch ein wenig. Den Sprühnebel beim niesen konnte ich auch beobachten. Er hatte im Dezember erst seine kompletten Impfungen bekommen.
Wahrscheinlich ist es wirklich deswegen aufgetreten.

Wenn es diese Herpes Infektion ist, bleibt die Krankheit dann also für immer??
Ist es schlimm wenn die Katze damit leben muss?

Muss ich mir die Tabletten dann regelmäßig nach Haus holen??

Mfg Gonzo
 
C

catnixe

Gast
und vielen Dank für die umfangreiche Erklärung. Das bild passt genauu zu dem was passiert ist.
Kein Problem und gerne geschehen.
Ich kämpfe mit diesen Plagegeistern seit Jahren immer wieder einmal.

Ich war noch einmal beim TA gewesen und er hatte mir Tablette verschrieben welche das Immunsystem aufbauen sollen.
Also vermutet auch der TA hier einen Virusinfekt, wenn er hier an eine Immunsystemstärkung denkt.
Vermutlich handelt es sich bei den Tabletten um einen Immunmodulator, welcher als Wirkstoff Ovines Parapoxvirus enthält. Das ist eine gute Sache, dieses befristet hier einzusetzen. Infos hierzu erhälst Du z.B. unter UniZuerich, bei Eingabe des Präparatnamens im Leerfeld.

Das niesen ist jetzt auch so gut wie weg, nur die Augen tränen noch ein wenig. Den Sprühnebel beim niesen konnte ich auch beobachten. Er hatte im Dezember erst seine kompletten Impfungen bekommen. Wahrscheinlich ist es wirklich deswegen aufgetreten.
Das ist doch schon einmal ein guter Schritt in richtiger Richtung. Der Kleine ist jung und ansonsten gesund; da besteht gute Hoffnung, dass er diesen Schub bald überwunden haben sollte.

Ich möchte jetzt hier keine Impfdebatte lostreten und bin kein genereller Impfgegner. Aber ein paar Gedanken möchte ich doch hierzu äußern.
Es sollte nachdenklich stimmen, dass dieselbe Impfstoffkombination, die jahrzentelang den Katzen jährlich verpasst wurde, nun doch plötzlich 3 Jahre wirkt, und dass nur, weil der Gesetzgeber die Vorgabe geändert hat!? Also hat man hier jahrzehntelang den Katzen viel zu häufige Impfungen verpasst. M.E. wird hier nach wie vor in zu geringen Zeitspannen geimpft, wenn man beispielsweise die Handhabung hier in der Humanmedizin bei Seuchen betrachtet.
Auch beobachte ich immer wieder, dass auch bei kränkelnden oder Immunsystem gestörten Katzen ohne Rücksichtnahme einfach drauf geimpft wird; wovor in der Humanmedizin gewarnt wird. Ich persönlich halte das für keine gute Idee. Impfungen mit toten oder abgeschwächten Viren stellen immer eine enorme Belastung für den Organismus dar, weshalb dieser zum Impfzeitpunkt auch gesund und stabil sein sollte.

Ob Dein Kater bereits FHV-1-Träger war, z.B. auch über seine Mutter, oder ob er z.B. auf Grund einer gegebenen Immunsystemschwäche zum Impfzeitpunkt FHV-1 in Folge ausgebildet hat, wird unklar bleiben.
Richtig ist, das nicht wenige Katzen diese Erreger tragen.

Wenn es diese Herpes Infektion ist, bleibt die Krankheit dann also für immer?? Ist es schlimm wenn die Katze damit leben muss?
Ja, Dein Kleiner bleibt dann leider sein Leben lang ein chronischer FHV-1-Träger. Bitte immer vorausgesetzt, es handelt sich hier um einen Herpesvirenbefall, denn es ist nach wie vor ja hier ein Verdacht; eine 100%ige Diagnose ist nur mittels PCR-DNA-Test zu stellen.
Das ist nicht lebensbedrohlich, sondern im Ablauf eben mit der Herpes-simplex-Infektion, des Menschen - welche sich bekanntlich zumeist im Lippenbereich äußert - vergleichbar.
Es besteht hier bei einer gesunden adulten Katze in einem stabilen Umfeld gute Chance, dass sie über Jahre symptomfrei bleibt. Sehr junge Katzen, deren Immunsystem noch nicht voll ausgeprägt ist, und alte Katzen, deren Immunsystem im zunehmenden Alter ja instabiler wird, laufen eher Gefahr, hier einen akuten Schub auszubilden. Ferner natürlich auch anderweitig erkrankte Katzen.

So habe ich als Beispiel hier einen 17-jährigen Kater, den ich als 4-monatigen Streuner mit akutem Katzenschnupfen aufgenommen habe. Er litt unter einem sichtbar massiven Herpesbefall im Augenbereich, so dass diese bereits durchgängig weiß belegt waren, und der Kater die auf Grund zusätzlicher bakterieller Sekundärinfektionen zugeklebten Augen nicht mehr öffnen konnte. Es hat einige Zeit gebraucht, bis wir den Kerle endlich Infekt-sauber hatten, wobei hier auch noch eine Rolle spielte, dass zu jenem Zeitpunkt diesbezügliche detaillierte Kenntnisse bei Veterinärmedizinern, und auch bei den hier in der Regel besser informierten Augenheilkundlern, in D noch gering waren, und es ja auch noch kein Internet gab, wo man im Ausland mit medizinischem Vorsprung Infos hätte abrufen können.
Und so mussten wir hier alle paar Jahre wieder einmal mit Augentropfen oder Salben hantieren.
Nach erfolgreicher Behandlung war der Kater dann endlich 9 Jahre symptomfrei, bis er vor 2 Jahren niereninsuffizient wurde, und sich auch die Herpesvirusinfektion massiv in Vollform, welche Augen, Nase und Mäulchen-/Rachenraum betrifft, zurückmeldete. Inzwischen hat sich bei ihm das Krankheitsbild hier gewandelt, der Herpesbefall betrifft vornehmlich die Nase, und ich muss nun davon ausgehen, dass er auch eine chronische Rhinitis/Sinusitis davongetragen hat, was ihn zusätzlich zu seiner CNI zu einem sehr Infekt anfälligen Dauerschniefer macht.

Du siehst, keinesfalls lebensbedrohlich, aber u.U. könnte das zu einer lästigen Geschichte werden. Aber es ist müßig, zu diesem Zeitpunkt zu spekulieren, was einmal im höheren Lebensalter Deines Kleinen so alles sein könnte, nicht wahr.
Behandlungsbedürftig ist felines Herpes aus schon genannten Gründen immer, denn eventuell ausgebildete Vernarbungen auf Grund von Läsionen des Auges könnten u.U. auch dauerhaft zu Fehlsichtigkeiten führen; ferner kann es zu einem trockenen Auge kommen, was dann zur Abmilderung des Reibeffektes eine permanente Behandlung mit Augen benetzenden Tropfen nötig machen kann.

Sollten sich bei Deiner Mieze die Augen mit Gabe des Immunmodulators nicht zufriedenstellend bessern, empfehle ich, es einmal mit der als Nahrungsergänzung erhältlichen Aminosäure L-Lysin zu probieren. Damit habe ich, und ganz speziell im Augenbereich, auf Empfehlung unseres TA (u.a. Augenheilkundler) sehr gute Erfahrungen gemacht.
L-Lysin als Veterinärprodukt bekommst Du z.B. über den TA oder das I-Net.
Die Aminosäure L-Lysin hemmt L-Arginin in dem Maße, dass die Herpesviren - welche L-Arginin für ihre Entwicklung benötigen - quasi verhungern. Ferner bauen die Viren L-Lysin in ihre DNA mit ein, was wiederum ihre Eigenentwicklung hemmt.
Da Arginin für den Harnstoffabbau verantwortlich zeichnet, stellte sich mir hier die Frage, inwieweit bei einer Langzeitanwendung von L-Lysin - auch gerade bei einem niereninsuffizienten Kater - der Abbau von Harnstoff hierdurch beeinflusst wird.
Gemäß einer Langzeitstudie mit Katzen erfolgte auch bei einer Höchstgabe von L-Lysin über einen sehr langen Zeitraum keine den Harnstoffabbau beeinträchtigende Wirkung von Arginin. Das bestätigt auch die Aussage meines TA, nach dem eine Langzeitanwendung von L-Lysin in der üblichen Dosierung unbedenklich ist.

Muss ich mir die Tabletten dann regelmäßig nach Haus holen??
Eine Immunsystemstärkung durch entsprechende Medikamente oder auch homöopathische Mittel empfiehlt sich immer nur dann und auch befristet, wenn eine Schwächung des Immunsystems gegeben ist, was z.B. ja gerade durch eine Virusinfektion erkennbar wird.
Eine Dauer- oder Langzeitgabe von Immunmodulatoren ist nicht sinnvoll.

Zum Abschluss noch ein paar Infos zu Felinen Herpesviren.
Hierbei handelt es sich nicht um zoonotische Erreger und sie sind somit nicht auf den Menschen übertragbar. Eine Ansteckung im akuten Krankheitsstadium kann bei anderen Miezen erfolgen, wenn sie mit den Sekretabsonderungen der in einem akuten Schub befindlichen Katze in Berührung kommen. Die Inkubationszeit beträgt hier ca. 4-5 Tage; die Erreger halten sich in der Umgebung bis zu 10 Tagen.

Ich weiß jetzt nicht, wie gut Dein Englisch ist, denn höchst informative, detaillierte Infos zum Thema felines Herpesvirus finden sich in 1. Linie auf amerikanischen Seiten, wie z.B. bei VeterinaryPartner.

Alles Gute für Deinen Süßen!
 
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Kater niest....

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