Wie bekomme ich meine Angst in den Griff?!

Diskutiere Wie bekomme ich meine Angst in den Griff?! im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hallo, ich habe da ein kleine s Problem und hoffe, dass ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt. Und zwar nehme ich jetzt seit etwa sechs Wochen...
S

Sawenia

Gast
Hallo,

ich habe da ein kleine s Problem und hoffe, dass ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.

Und zwar nehme ich jetzt seit etwa sechs Wochen Reitunterricht, hatte aber erst vier Stunden, da ich leider berufsmäßig nur einmal die Woche kann ( was sich aber in Zukunft ändern muß, da ich es nicht so ganz effektiv finde)

Mein Problem sieht nun wie folgt aus: Ich bin vor ca. sieben Jahren schonmal regelmäßig ( zwar ohne Unterricht, aber es klappte mit Anleitung meiner Freundin trotzdem ganz gut) auf dem damaligen Pony meiner Freundin geritten. Dieses mußte sie dann leider verkaufen, da sie auf Grund ihrer Ausbildung keine Zeit mehr für ihn hatte. Ich saß dann also fünf Jahre nicht mehr auf einem Pferd, was sich aber im Frühjahr diesen Jahres ändern sollte. Und zwar waren wir im Center Parc ins der Bispingen im Kurzurlaub und besagte Freundin und ich haben uns dann gedacht, wir könnten ja mal reiten gehen. ( Sie ist auch weiterhin auf dem Pony ihrer Nachbarin geritten) Das haben wir dann auch gemacht, was für mein Selbstbewußtsein aber nicht so gut war. Ich wurde nämlich auf eine ca. 1,70 große Hannoveraner Stute gesetzt ( wo mir dann schon das erste mal mulmig wurde), dann ging es auch gleich ins Gelände ( was ich auch vorher noch nie gemacht habe) und dann mußte Goldie ( so hieß sie) auch noch hypernervös werden ( sie hatte Angst vor einem vorbeifahrenden Auto, ist dann zur Seite gesprungen, dann hat sie die Kreissäge einer benachbarten Tischlerei verängstigt, so dass sie dann das zweite mal fast mit mir abgegangen ist). Da war mir natürlich die Laune schon etwas vergangen. Ich wollte mir das dann aber nicht anmerken lassen und habe tapfer durchgehalten. Als wir dann alle nacheinander über eine Wiese getrabt sind, ahbe ich mich auch wieder entspannt und das Reiten war auch ganz angenehm. Bis wir dann in einen Wald geritten sind. In diesem Wald war eine Baustelle, die mit Rot-Weißem Flatterband abgesperrt war. Was für Goldie eigentlich nicht so dass Problem war. Aber leider für das vierjährige Pony von unserer „ Führerin“, da die erst vier Jahre und frisch eingeritten war und sowas noch d´nie gesehen hatte. Sie war dann natüräich auch ziemlich verständlicherweise auch ziemlich ängstlich. Leider hat sich das dann extrem auf goldie übertragen, die dann plötzlich mit mir einen 180° Satz machte ( wie auch immer sie das geschafft hat) und dann mit mir erstmal durchgegangen ist. Irgendwie habe ich sie dann durchpariert bekommen, aber da war es dann ganz aus mit mir. Am liebste wäre ich abgestiegen und den gnazen Weg zu Fuß zurückgegangen, was ich dann aber doch nicht gemacht habe. Zurück auf dem Reiterhof sollte ich dann unbedingt noch in der Halle weiterreiten, damit ich mich wieder beruhige, was aber auch nicht soviel gebracht hat.

Naja, und nun habe ich halt richtig angefangen zu reiten. Die ersten drei Stunden auf einer superlieben Ponystute auf der ich dann in der letzten Stunde auch gar nicht mehr nervös war. ( zwar nur an der Longe, aber das gibt mir halt noch die Sicherheit , die ich noch brauche) Nun geht das da leider nicht mehr, weil das Privat war und meine Rl nur einen offenen Platz und keine Halle hatte. Sie hat mich dann aber an eine Bekannter „vermittelt, die auch privat Unterricht gibt, aber eine eigene Reithalle hat. Da war ich nun am Dienstag das erste mal. Und wieder war ich vorher völlig nervös, was sich dann aber eigentlich gelegt hat, als ich dann erstmal oben saß. Bis zu dem moment, wo er sich überlegt hat, dass in der einen Ecke wohl Grüne Männchen saßen, vor denen man ja fürchterliche Angst haben muß. Und dann hab ich auch sofort wieder nen Risenbammel bekommen, was natürlich dann nicht gerade färderlich in der Situation war. Ich bin dann zwar erstmal abgestiegen und sie hat ihn dann solange geritten, bios er wieder ruhig war, aber irgendwie wars dann mit mir nicht mehr so doll.

Ich wüßte nun gerne, ob ihr irgendwelche Tipps wisst, wie ich diese, wie ich eigentlich selber auch finde, unbegründete Angst in den Griff bekommen kann. Denn eigentlich macht mir das Reiten total Spaß. Und dass ich mich oben halten kann, hab ich ja selber auch schon gemerkt.

Schonmal vielen Dank im Voraus,

schöne Grüße Sawenia
 
15.12.2005
#1
A

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Wie bekomme ich meine Angst in den Griff?! . Dort wird jeder fündig!
D

dancingflower

Gast
Ich denke mal, dass sich deine Angst auch bessern wird, sobald du (wieder) etwas mehr Routine bekommen hast, ich weiß ja nicht, wielange du nicht geritten bist, aber nach einer langen Pause ist es normal, dass man mehr Angst hat, als wenn man jetzt jeden Tag reitet/mit Pferden umgeht.

Das Problem hatte ich nach einer gesundheitlich bedingten Reitpause ebenfalls, aber nach ca. 2 Monaten hat sich das von alleine recht gut gegeben.

Ich wünsche dir die nötige Kraft, dass auch du das reiten wieder voll und ganz geniessen kannst.
 
-Melli-

-Melli-

Beiträge
273
Reaktionen
0
Hi!
Erst mal :gut: das du dich auf dem Pferd überhaupt halten konntest und dann auch den Mut hattest weiter zu reiten!!
Ich denke was du im Augenblick brauchst ist ein total liebes,vielleicht etwas Dickköpfiges Pferd dem du voll vertraun kannst...
Ich hatte damals in der Reitschule auch ein Erlebniss was mir Angst gemacht hat...
Ich wollte zwar immernoch "reiten", aber am liebsten nur auf dem stehenden Pferd :binzel:.
Damals hatte ich dann das Glück hier im Ort ein Pflegepferd zu finden.
Einen dicken,faulen Hafi dem man mind. zweimal sagen wir gehen jetzt rechts oder traben an...
Durch ihn habe ich eine ganze Menge Selbstbewusstsein wieder und dazu bekommen!!

Du kannst auch versuchen erstmal duch Spazierengehn und Bodenarbeit dem Pferd zu vertrauen....
Geh zB mit ihm über eine Plane (wenn es das mitmacht), über Stangen oder einfach ins Feld ( mit Begleitung).
Dann weisst du wo vor das Pferd ( keine) Angst hat und kannst ihm leicher vertrauen...

Und es gibt auch später immer wieder Situationen wo man " Angst" hat, aber es ist ein tolles Gefühl sie "besiegt" zu haben und es lohnt sich dafür zu kämpfen!
( Hört sich jetzt blöd an aber ich hoffe du weisst was ich meine 8()

Und noch eins...
Versuche nicht zu verkrampft an die Sachen ran zu gehn.
Nicht denken: Heute darf ich keine Angst mehr haben!, sondern
Wenn ich heute ein bisschen weniger Angst habe als das letzte mal bin ich einen grossen Schritt weiter!! :smile:

Sorry, wollte keinen Roman schreiben :tschuldigung:
 
Q

Queeni

Gast
Hallo!

ich bin auch so ein Angstreiter, seit ich vor anderthalb Jahren auch nach einer langen Pause wieder angefangen habe zu reiten und dann im Frühjahr letzten Jahres ein Pferd auf dem Reitplatz draußen mit mir voll abgegangen ist. Ich bin ziemlich übel runtergefolgen und danach war mir dann sogar Arbeitstrab zu schnell.
Ich hab mehr als einmal an aufhören gedacht, zumal es für mich auch ein Problem war, dass wir immer andere Pferde für den Unterricht zugeteilt bekommen haben. Welches haben wir dann erst am Abend selber erfahren, weswegen ich schon mit einem mulmigen Gefühl immer zur Stunde hingefahren bin - "bloß keins von den schreckhaften Pferden" ...
Das ging dann bis vor etwa einem Monat so. Als dann auch noch mein RL gegangen ist, hab ich gedacht, ich fang mal mehr oder weniger von vorne an und hab darum gebeten, dass ich für die nächste Zeit immer das gleiche Pferd bekomme. Sie haben mir dann ein extra freundliches ausgesucht und inzwischen macht galoppieren sogar wieder Spaß! :smile:

Lange Rede, kurzer Sinn: Sprich am besten über deine Angst und schau, dass dir irgendein sicheres Pferd zugeteilt wird. Natürlich kann auch das liebste Pferd mit den besten Nerven mal "die Monster in den Hallenecken" entdecken, aber das gehört ja (leider) zum Reiten dazu.
Ich hab den Spruch zwar früher nie so gemocht, aber er stimmt wirklich: Reiten lernt man durch Reiten! Also heißt die Parole bei Angst: Durchhalten! Klappt bei mir auch grade :smile:

Viel Spaß und Erfolg!
 
Lucifia

Lucifia

Beiträge
803
Reaktionen
0
huhu!
so ein problem hatte ich auch bis vor kurzem....
mit meinem damaligen pflegepferd bin ich ausgeritten und uns hat ein hund "angegriffen", das pferd war erst vier und ich nicht so erfahren und von da an hatte ich immer totale panik wenn ein hund in unsere nähe kam, was sich dann aufs pferd logischerweise übertragen hat, dann wurde das pferd verkauft und ich konnte nicht mehr auf ihm reiten und daran arbeiten....
ein halbes jahr später habe ich wieder angefangen und war schon nach 5 minuten im gelände schweissgebadet....
mir hat es geholfen, dass ich dann ein total ruhiges pferd von bekannten geritten bin, mit dem ich auch in einige brenzlige situationen gekommen bin....
ich glaub es ist egal welches pferd, seh das auch so dass man routine bekommen muss und auch einige situatioenen miterleben sollte, die vielleicht nicht so krass sin, aber wo das pferd vielleicht mal kurz wegspringt man es aber halten kann, dann bekommt man mehr selbsvertrauen in sich selbst, dass man das pferd auch halten kann...
somit ist es vielleicht ganz gut wenn man ein schreckhaftes, aber nicht ängstliches pferd reitet, dass dann echt nur nen kleinen satz macht und nicht das grosse rennen bekommt.
 
C

Chaosqueenie

Gast
Ich bin auch so eine Angstkandidatin...

Bei mir kam die Angst durch mein erstes eigenes Pferd, eine 4 Jahre alte Fjordstute, mit der ich heillos überfodert war.
Sie hat mich bei jedem Ritt mindestens 2 mal runtergschossen. Ihre Spezialität waren ihre "aus-heiterem-Himmel-Bock-Attacken" beim Warmreiten am langen Zügel.
Sie ist im Wald beim Spaziergang abgegangen und, und, und. Ich hab sie nach 2 Jahren Kampf und zig Trainern verkauft.

Auch auf meinem nächsten eigenen Pferd (dem Connemarawallach aus meinem "mein früheres Pony"-Thread) bin ich die Angst nicht losgeworden, dazu hatte ich ihn zu kurz.

Danach hatte ich ein halbes Jahr Reitpause und fing dann wieder im örtlichen Verein an. Ich hab meiner RL beim Vorgespräch ganz offen von meiner Angst erzählt.
Sie hat mich dann in den ersten Stunden auf ihrem superbraven eigenen Pferd an die Longe genommen. Anfangs saß ich total verkrampft da und hab bei jedem Geräusch Panik bekommen. Irgendwann hab ich dann aber gemerkt, dass "Allegro" 1000% schrecksicher ist.
Einmal z.B. sind in der Halle durch einen Windstoß die Fenster zugeknallt. Alle anderen anwesenden Pferde haben Panik geschoben, nur Allegro stand da, guckte sich das ganze rundum an und dachte wohl "War was?".

Und so hab ich mich dann langsam gesteigert und die Angst ging schrittchenweise weg.

Dann hab ich parallel in einer SAGA-Islandreitschule angefangen. Auch da bin ich von Anfang an offensiv mit meiner Angst umgegangen.
Die ruhigen, schrecksicheren Isländer und die behutsame Art der dortigen RL haben mir auch hier immer mehr Angst genommen und letzten Sommer hatte ich ein wunderschönes Erfolgserlebnis, als ich nämlich einen Gruppengalopp im Gelände völlig angstfrei geniessen konnte.

Klar, die Angst ist noch nicht ganz weg. Es gibt Momente, da kommt sie ganz stark wieder. So wie vorgestern bei den Isis: Wir sollten die langen Seiten in der Halle tölten und an den kurzen Seiten Schritt gehen. Hinter mir ritt eine Reiterin mit ihrem recht jungen Isi, den sie nicht rechtzeitig abfangen bzw. abwenden konnte. Sie ritt so dicht an mir vorbei, dass unsere Beine aneinander knallten und sie mit ihrer Gerte mein Pony streifte.
Mein Pony machte einen Satz und die Angst war wieder da. Aber gleichzeitig hab ich auch gemerkt, dass ich solche Hüpfer inzwischen sitzen kann. Und auch das bringt mich weiter.

Als Lektüre kann ich Dir übrigens "Reiten ohne Angst" von Ursula Bruns ans Herz legen.

LG und viel Glück,

Anita
 
S

Sawenia

Gast
Vielen Dank für eure lieben Antworten. Schön dass es nicht nur mir alleine so geht. Ich reite jetzt am Montag wieder, aber sie sagte bereits, dass wir dann ein anderes Pferd nehmen werden um zu gucken, ob ich mit dem besser zurechtkomme. Sie meinte auch schon, dass er die Stunde von Dienstag dann wieder gut macht. Mal sehen, ich bin schon gespannt.

Vielen Dank auch für den Buchtip, werde mir das mal zu Gemüte führen.

Am Montag berichte ich dann natürlich wie es mir ergangen ist.

Bis dahin, schöne Grüße

Sawenia
 
S

Sawenia

Gast
Hallo,

es tut mir leid, dass ich erst jetzt berichte wie es war, aber ich habe vorher leider keine Zeit gefunden.

Am Montag war ich natürlich wieder super nervös, da ich ja ein anderes Pferd reiten sollte. Aber es stellte sich dann später heraus, dass ci hdas eigentlich gar nicht sein mußte.

Ich sollte ihn erstmal ein bischen warmreiten in der Halle ohne Longe. Da es am Montag bei uns ziemlich fiesen Schneeregen gegeben hat, der dann auch noch genau gegen eine Alutür geprasselt ist, hat Wuki ( so heißt der Kerl) dann auch gleich in der ersten Runde einen ordentlichen Satz mit mir durch die Halle gemacht, nachdem mir dann erstmal wieder extrem unwohl war, aber ich habe mir dann selber gut zugeredet und nach zwei weiteren runden hat sich das dann auch wieder gelegt.

ich bin dann eine ganze Zeit an der Longe geritten und sie meinte dann, "ich mach dich jetzt mal los und dann machen wir das mal in der Bahn ( Wechsel Schritt/Trab , Trab/ Schritt). Das schaffst du schon." Da war ich dann natürlich stolz wie Oskar auf mich und hab gar nicht weiter über meine Angst nachgedacht.

Gestern hatte ich dann meine zweite Stunde auf Wuki. Aber ich war diesmal nicht alleine. Meine beste freundin war auch mit. Eigentlich wollte sie nur zusehen und mit meiner RL alles Weitere besprechen, da sie in Zukunft auch dort reiten möchte. Meine RL hat mich dann aber noch angerufen und gesagt, sie soll auch gleich in Reitsachen kommen, dann könnte sie mitreiten. und so wars dann auch. Außedem war noch ein Mädchen ( ca. 7 Jahre alt) dabei und noch eine sechsjährige auf ihrem Shettlandpony ( Stockmaß ca. 60 cm). Da war dann plötzlich soviel los, dass ich gar nicht dazu gekommen bin, nervös zu werden. Vorher zwar schon ein bischen, aber in der Bahn dann gar nicht mehr. Außerdem fand ich den Anblick der Lütten so niedlich auf ihrem winzigen Pony. Einfach zum Fressen! Ich bin dann auch nur kurz an der Longe geritten, damit ich nochmal galoppieren kann ( da ich mir das in der Bahn selber auch noch nicht zutraue). Und es hat mir gestern auch richtig doll Spaß gemacht.

Ich habe außerdem auch nochmal mit meiner RL über meine Angst gesprochen. ich habe auch festgestellt, dass ich in Situationen, in denen das Pferd vor irgendetwas Ansgt hat, ich mich nicht vor dem Pferd fürchte oder davor runterzufallen, sondern davor, dass ich die Situation nicht wieder in den Griff bekomme, da ich mich noch nicht so durchsetzen kann. Sie hat mir dann noch einige Tipps gegeben und ich denke das wird schon werden.

Morgen habe ich gleich noch eine Stunde, bin schon ganz gespannt, aber mehr, weil ich mich darauf freue. Natürlich ist mein Problem noch lange nicht beseitigt, aber ich denke, dass ich mit Wuki auf dem richtigen Weg bin, um daraus zu kommen.

Viele liebe Grüße

Sawenia
 
-Melli-

-Melli-

Beiträge
273
Reaktionen
0
Hey das ist ja super :gut:!!!
Wie du schon selbst gesagt hast...du bist auf dem richtigen Weg!!!
Und auf das was du geschafft hast kannste stolz sein!!
 
K

Krümel

Gast
hey,ja da hat -melli-85 recht das ist echt klasse.Nach einer Zeit verfliegt ganz sicher deine Angst ganz schnell.Na klar hat man mal wieder angst auf pferden aber das ist nciht schlimm du musst dir dann immer gutes zureden.Ausserdem wenn du mal runterfällst dann muss du nicht zögern und einfach wieder aufsteigen.Denn wenn du das nicht tust dann hat das pferd sozusagen gewonnen und macht dieses oder probiert das immer wieder.bye bye krümel
 
C

Chaosqueenie

Gast
Original von Sawenia
Da es am Montag bei uns ziemlich fiesen Schneeregen gegeben hat, der dann auch noch genau gegen eine Alutür geprasselt ist, hat Wuki ( so heißt der Kerl) dann auch gleich in der ersten Runde einen ordentlichen Satz mit mir durch die Halle gemacht, nachdem mir dann erstmal wieder extrem unwohl war, aber ich habe mir dann selber gut zugeredet und nach zwei weiteren runden hat sich das dann auch wieder gelegt.
*seuuuufz*
Ganz ehrlich gesagt, wäre das bei mir dann schon beinahe wieder ein Grund zum Absteigen gewesen...
Gerade mit Pferden, die sich vor allem erschrecken und dann unkontrolliert hopsen, hab ich noch immer Angst.

Und da lob ich mir halt echt das eigene Pferd meiner einen RL. ("Allegro", von dem ich unten schon geschrieben hab). Da kann einer eine Bombe in die Halle schmeissen, das juckt ihn kein bisschen. Und auch, wenn aufgrund eines unerwarteten Geräusches sämtliche anderen Pferde abdrehen, bleibt ER ruhig.

Und MEINE Meinung dazu ist:
Jeder Anfänger oder ängstliche Reitschüler sollte Anspruch auf ein ruhiges, nervenstarkes Pferd haben, das ihm Ruhe und Sicherheit vermittelt. Ein entspanntes Reiten ist nicht mehr möglich, wenn man auf dem Pferd sitzt und verkrampft auf das nächste Geräusch - den nächsten Satz des Pferdes -wartet.
Man kann jedes (ok, nahezu jedes) Pferd zu mehr Nervenstärke erziehen. Bei Schulpferden sollte z.B. die regelmäßige Absolvierung einer GHP verpflichtend werden. Dann wäre auch ein Ausritt nicht mehr DIE Angstsache, die er in vielen Reitschulen ist.
Aber in vielen Reitschulen ist ja nicht mal die Zeit da, um die Pferde regelmässig Korrektur zu reiten....
 
A

Actionhorses

Gast
Falltraining

Hi,
wie ich aus Erfahrung weiß, gibt es wirklich viele Reiter die "Angst" beim Reiten haben. Woraus besteht denn Deine "Angst" im Detail? Hast Du Dir diese Frage schon einmal beantwortet? Die "Angst" ist doch, dass Du vom Pferde runterfällst und Dir weh tust, oder?!
Mein Freund gibt schon seit einiger Zeit Falltrainings für Reiter. Er ist Stuntman und weiß, wie man sich richtig abrollt. Er stürzt für Shows und Filmaufnahmen mit Absicht vom galoppierenden Pferd. Muß ich zwar auch nicht unbedingt haben, aber die Fallschule macht wirklich Sinn. Wir haben das schon mit sehr vielen Voltigiervereinen und Freizeitreitern gemacht, die irgendwann mal vom Pferd gefallen sind und sich richtig weh getan haben. Diese armen Menschen hatten natürlich totale Panik, wieder aufs Pferd zu steigen. Beim Falltraining lernten Sie bei uns das richtige abrollen. Erst vom Boden, dann vom Pferd. Nach einiger Übungszeit übernimmst Du die Bewegung ins Unterbewustein und rollst Dich im Falle eines Sturzes direkt richtig ab und wirst Dir nicht zu arg weh tun. Das steigert das Selbstbewustsein ungemein. Ich kann Dir so einen Kurs nur ans Herz legen.
Falls Du Interesse hast, kann ich Dir auch gerne mehr Informationen zu soch einem Kurs zukommen lassen.
Du schaffst das!
Liebe Grüße Silke
 
Sabine

Sabine

Beiträge
2.528
Reaktionen
0
RE: Falltraining

Hey Silke,

sind diese Kurse lokal begrenzt, oder würdet ihr dafür auch bis Frankfurt fahren - oder kennt ihr vielleicht jemanden, der das hier im Raum anbietet?

Ich könnte mir vorstellen, dass sich für so einen Kurs doch einige Teilnehmer bei uns finden würden.
Mich eingeschlossen.

Weil...WENN ich mal runtergefallen bin (in 20 Jahren), hat´s meist gleich richtig wehgetan...bis hin zu Rippen-, Steissbein und Wirbelbrüchen... :-(

Irgendwas mach ich wohl falsch... :lachen:


LG
Sabine
 
C

Chaosqueenie

Gast
@ Sabine

Meine Mutter und ich waren vor ein paar Jahren - 2002, glaub ich - auf einem eintägigen Fallkurs in der "Eulenmühle" in Ingelheim.
Den hat die dortige Inhaberin zusammen mit der Gangpferde-Trainerin Birgit Dresel durchgeführt.

Das war gar nicht schlecht.

Schau hier: Fallkurs
 
A

Actionhorses

Gast
RE: Falltraining

Hi Sabine,
ja, es ist kein Problem auch mal weiter weg zu fahren. Mein Freund gibt die Kurse überall. Es kommen halt nur die Fahrtkosten und eventuell Übernachtung dazu. Mann kann das Falltraining dann auch auf ein ganzes Wochenende ausbauen und noch weitere spannende Dinge mit einbauen: Zirkuslektionen, Gelassenheitssachen, Trickreiten usw. Das kann man vor Ort ganz nach den Wünschen gestalten. Ich werde meinem Freund sagen, dass er Dir mal eine E-mail schickt mit näheren Infos.
Liebe Grüße Silke
 
Sabine

Sabine

Beiträge
2.528
Reaktionen
0
RE: Falltraining

Okidoki!

Danke :)
Dann kann ich im Verein mal rumfragen, ob Interesse besteht und wie viele Leute es wären.

LG
Sabine
 
S

Sawenia

Gast
Hallo,

ich hoffe ihr hattet schöne Weihnachten.

Ich habe von meiner besten Freundin das Buch „Keine Angst im Sattel“ von Britta Schön und Petra Martini geschenkt bekommen. Leider konnte ich erst das erste Kapitel lesen, aber es war schon ganz lehrreich.

Meine Reitstunde am Freitag war eigentlich wieder ganz gut. Ich bin mit einem zwölfjährigen Jungen zusammen geritten, der leider etwas verspätet kam. Meine RL meinte dann, ich könnte schonmal in die Halle gehen und Wuki warmreiten wenn ich mir das denn schon zutraue. Da die Stunde am Mittwoch ja so toll war, hab ich mir gedacht, ich könnte ja schonmal gehen und bin dann auch los. Wuki war auch total lieb, hat ganz geduldig stillgehalten, als ich die Steigbügel wieder in die richtige Länge gezogen habe ( das ist bei seinem Sattel etwas sschwer und da ich zum aufsteigen den Bügel immer länger machen muss, da er 1,70 hoch ist, genau wie ich, ist das alleine ne ganz schöne reißerei) und wir haben dann ganz gemächlich unsere ersten Runden gedreht. Aber mir wurde dann doch ziemlich mulmig, weil ich ja nun ganz alleine in der Halle war. Und war dann auch froh als 10 Minuten später meine RL mit Niklas kam. Danach war die Stunde aber wieder ganz gut. Ich durfte die ganze Stunde selbstständig in der Bahn reiten wie ich wollte und bin dann am Ende nochmal an die Longe gekommen, damit ich nochmal in Ruhe galoppieren kann. Weil ich mir da doch noch zu unsicher bin, das ganz „alleine“ in der Halle zu machen. Aber sie meinte das nächste Mal soll ich das mal ohne Longe ausprobieren.

Das mit dem Falltraining ist meiner Meinung nach auch eine gute Sache, aber nicht unbedingt von einem 1,70 m großem Pferd. Habe mich da mal mit meiner besten freundin drüber unterhalten, die mich dann fast ausgelacht hat. Sie ist der Meinung, dass man in dem Moment wohl nicht mehr die Zeit hat darüber nachzudenken, wie man denn nun fällt. Mal gucken, vielleicht können wir das mal auf dem Pony meiner RL üben, da ist der Weg nicht ganz so weit. Und sonst muss ich mal gucken, ob bei uns in der Nähe solche Trainings angeboten werden.

@ Chaosqueenie:

Du darfst das mit dem Regen nicht falsch verstehen. Wuki ist ein sehr braver und eigentlich auch sehr gelassen, aber er ist auf einem Auge blind und konnte eben nicht richtig erkennen, was nun dieses „fürchterliche“ Geräusch erzeugt hat. Ich fühl mich auf ihm eigentlich auch sehr sicher, da er wirklich ein ruhiger ( und leider auch ziemlich fauler) Kerl ist. Ich denke schon, dass sie mit ihm das richtige Pferd für mich ausgesucht hat. Und ich finde auch, dass man nicht vergessen darf, dass es eben Tiere, und vor allem auch Fluchttiere, sind. Außerdem ist es wahrscheinlich auch ganz gut, wenn das Pferd mit mir mal einen Satz zur Seite macht. Auch wenn’s im ersten Moment ein riesen Schreck ist, aber mit sowas muss man schließlich immer mal rechnen und auch umgehen können. Und dass ich mich ganz gut oben halten kann, hab ich ja schließlich schon im Frühjahr gemerkt.

Leider kann ich diese Woche nicht reiten gehen, da meine RL auf Fortbildung ist, aber dafür freue ich mich umso mehr auf nächste Woche.

Ich wünsche euch auf jeden Fall schonmal einen guten Rutsch in ein erfolgeiches Jahr 2006!!!

Liebe Grüße

Sawenia
 
S

*Sonja*

Gast
Hallo,

mir gings genauso - bin als kind zwei mal von nem pferd runtergefallen - und hab dann aufgehört! Vor ca 3 monaten hab ich dann wieder angefangen!
Gerti gab mir das liebste pferd, dass ich je gesehen hab! wenn andere pferde an ihr vorbei rennen oder auch mal buckeln bleibt sie einfach stehen hebt vielleicht etwas den kopf, aber sonst rührt sie sich nicht!
Ich hab dann Lu die ersten zwei monate immer gehabt und hab gelernt ihr auch zu vertrauen, dass hat nämlich auch eine weile gedauert! Wir haben jetzt angefangen dass´ich mich auch an die anderen pferde gewöhne, also ich tausch manchmal, weil lu nicht mehr soviel in die reitstunden kommt (wird langsam alt die Kleine) hab jetzt zwei andere, mit denen ich auch klarkomme - naja einen mit dem ich sicher klarkomme, und eine wo ich noch lernen muss! aber das wird schon!

Also, ich finds vor allem am anfang wichtig, dasselbe pferd zu reiten, weil man mit jeder reitstunde wo man droben blieb positive erfahrungen sammelt und dem pferd vertraut und eine beziehung aufbauen kann! erst wenn man sichergenug auf einem pferd sitzt mal ein anderes probieren!

Ich hab viel respekt vor den pferden, aber wenn sie nicht gerade ausrutschen passts!

Der Spruch meiner Lehrerin: "Wenn man die pferde versteht - braucht man keine Angst haben" hat mir übrigens auch geholfen! Denn ich weißjetzt, dass relativ wenig pferde einen reiter einfach nur gern loshaben wollen - meistens schrecken sie sich oder rutschen aus - und nur weil wir nicht wissen wovor sie schrecken glauben wir das pferd hat einen an der klatsche - so wars bei mir früher! aber da meine reitlehrerin mehr auf den umgang und auf das verständnis von pferden legt,als beispielsweise perfekte hufschlagfiguren lern ich in jeder stunde mehr auf das pferd einzugehen und das pferd ruhig und ausgeglichen zu reiten! (soll ja beiden Spaß machen)
 
S

Sawenia

Gast
Huhu,

erstmal wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr! Und dann wollte ich mal kurz von meiner letzten Stunde berichten.

Die letzte war ja nun schon 14 Tage her, da meine RL auf Fortbildung war. Dementsprechend war ich dann auch wieder nervös, obwohl ich gar nicht wußte warum. eigentlich hatte ich mich total gefreut, da meine beste freundin auch mitreiten konnte, da sie am Freitag nachmittag frei hatte. Naja, ich hatte aber trotzdem wieder so ein übles Gefühl, als ob ich zum Zahnarzt müßte ( vor dem hab ich nämlich auch richtig schiß!).

Da die Pferde schon die Stunde vorher gegangen sind haben wir uns dann gleich in der Reithalle getroffen. Meine beste Freundin ( angelika) hatte dann auch noch unsere gemeinsame Freundin ( Anna-Lena) dabei. Das war eigentlich ganz gut, da wir uns dann nämlich noch kurz unterhalten konnten und ich nämlich gar nicht mehr über meien Nervosität nachgedacht hab. Es hieß dann auch gleich nun kommt mal rein und übernehmt die Pferde. Naja und dann ist meine Nervosität auch geich in Ärger umgeschlagen. Das Mädel, was ihn vorher geritten ist mag ihn halt ganz gerne, was ich ja auch verstehen kann. Aber sie ist dann auch immer gleich eifersüchtig, wenn andere ihn reiten. Sie hat sich dann neben seinen Kopf gestellt, als ich die Steigbügel richtig eingestellt habe und sagt doch dann so ganz blöde " oh du armer, jetzt reitet die dich noch ne Stunde" Find ich unmöglich sowas ...Aber ich hab mir dann nen KOmmentar verkniffen, zweimal tief durchgeatmet und in Gedanken bis fünf gezählt. Und danach war meine Nervosität dann erstaunlicherweise weg.

Es gab dann auch noch zwei Erfolgserlebnisse:

1. Ich bin ohne Longe galoppiert ( zwar nur ne halbe Runde aufm Zirkel und dann ne halbe Bande lang, da ich zu doof war die Kurve zu kriegen, aber ich hab ihn selber angaloppiert und wieder durchpariert)

2. Ich hatte einen sehr schönen Pferdekontakt. Und zwar hab ich noch zugesehen wie meine Reitlehrerin auf ihrem eigenen Pferd geritten ist. Als sie fertig war durfte er sich noch wälzen und sie hat ihm dann die Abschwitzdecke übergelegt. Ich hab dann noch die Hinterlassenschaften eingesammelt und sie den Zirkel gehakt. Da meine Hände da mittlerweile Eisklumpen waren ( hatte natürlich meine Handschuhe vergessen) meinte sie, ich soll die einen Moment mit unter die Decke stecken, da werden sie schnell wieder warm. Das hab ich dann auch gemacht und ihn dabei am Widerrist gekrault. Und dann hat er doch tatsächlich seinen Kopf zu mir gedreht und bei mir auf die Schulter gepackt und mit mir geschmust. Mag zwar doof klingen, aber ich fand das total schön. Bin dann auch mehr nach hause geflogen als gefahren. :binzel:

So das war's nun erstmal wieder von mir.

Schöne Grüße

Sawenia
 
Thema:

Wie bekomme ich meine Angst in den Griff?!

Wie bekomme ich meine Angst in den Griff?! - Ähnliche Themen

  • Bekomme Stute nicht aus Rollkur !

    Bekomme Stute nicht aus Rollkur !: Hallo erstmal an alle ! Seit Frühjar 2009 Darf ich endlich mein Ehemaliges Pflegepferd das ich von 1996 bis 2001 geritten bin mein Eigen nennen ...
  • wie bekomm ich mein pferd mehr zum kauen?

    wie bekomm ich mein pferd mehr zum kauen?: hi leute! ich hab n problem ich reit mein pferd un nach ner halben stunde schau ich auf die anderen pferde die kauen alle schon und habn schaum...
  • Wie an den Zügel bekommen

    Wie an den Zügel bekommen: Marabu ist ein 19 jähriger fauler Haflingerwallach, mit dem man alles machen kann. Er ist trotz seiner Faulheit schön zu reiten (man braucht keine...
  • Ähnliche Themen
  • Bekomme Stute nicht aus Rollkur !

    Bekomme Stute nicht aus Rollkur !: Hallo erstmal an alle ! Seit Frühjar 2009 Darf ich endlich mein Ehemaliges Pflegepferd das ich von 1996 bis 2001 geritten bin mein Eigen nennen ...
  • wie bekomm ich mein pferd mehr zum kauen?

    wie bekomm ich mein pferd mehr zum kauen?: hi leute! ich hab n problem ich reit mein pferd un nach ner halben stunde schau ich auf die anderen pferde die kauen alle schon und habn schaum...
  • Wie an den Zügel bekommen

    Wie an den Zügel bekommen: Marabu ist ein 19 jähriger fauler Haflingerwallach, mit dem man alles machen kann. Er ist trotz seiner Faulheit schön zu reiten (man braucht keine...