Soll ich meine Schweine "freilassen"? Was haltet ihr davon? Schweine frei-Foootooos

Diskutiere Soll ich meine Schweine "freilassen"? Was haltet ihr davon? Schweine frei-Foootooos im Haltung, Verhalten und Pflege Forum im Bereich Meerschweinchen; :huhu: Foris, ich hab ja nun seit geraumer Zeit 9 (3,6) Schweine, wie einige von euch wissen. Mein Außengehege ist knapp 40qm groß. Der feste...
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:huhu: Foris,
ich hab ja nun seit geraumer Zeit 9 (3,6) Schweine, wie einige von euch wissen.

Mein Außengehege ist knapp 40qm groß. Der feste Teil für die Nacht ist ca.4,5qm groß. Die Böcke vertragen sich untereinander nicht. Leider hatten wir das Außengehege für nur eine Gruppe konstruiert. Wir konnten ja nicht ahnen, dass es mal mehr als 6 Schweine werden.

Also folgendes: Ein User schrieb mal, ich solle den Garten einzäunen und die Schweine freilassen. Genau das habe ich jetzt vor.
Der Garten hat 300qm. Was meint ihr, würde das klappen, wenn die 9 Schweine (im speziellen die 3 Böcke) tagsüber 300qm zur Verfügung hätten? Nachts würde ich die Böcke trennen. Würden die Böcke sich in Ruhe lassen? Sie könnten sich aus dem Weg gehen. Der W versucht jedem Streit aus dem Weg zu gehen. Bino verträgt sich (noch) recht gut mit ihm. Der einzige "Stinker" ist nunmal der Bernd.

Würde ich meine Schweine soweit erziehen können, dass ich sie abends in das Schlafgehege bekomme? Nachts will ich sie nämlich nicht im Garten frei rum rennen lassen. Das ist zu gefährlich.

Wir würden noch einiges im Garten sichern, aber im großen und ganzen ist der Garten schon ziemlich sicher, denn die Kaninchen haben ihn ja schon lange zur Verfügung.

Sorry, bissl lang, aber wäre schön, wenn ihr mir eure Meinungen schreiben würdet. Habt ihr evtl. schon Erfahrungen?
 
31.03.2007
#1
A

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Gast

W

White Shepherd

Gast
Pautz, na da hast Du ja was vor... Vom Praktischem Standpunkt aus denke ich würde es funktionieren, allenfalls an den Futterstellen oder beliebten Ruheplätzen würde ich erwarten das evtl Zank aufkommt. Da Du aber derart viel Platz zur Verfügung stellen könntest vermute ich die Schweine würden sich eigentlich aus dem Weg gehen, weil sies eben können. Es sei denn Du hättest eingefleischte Kampfschweinchen *gg*.

So, nun der persönliche Standpunkt. Ich würde es nicht machen. Ich weiß das einige User hier ebenfalls eine solche Haltungsform pflegen (Murx zB). Ich hätte aber warscheinlich keine ruhige Minute mehr! Zu groß ist meine Angst vor Marder, Katze oder Greifvogel... Aber ich würdige Deine Überlegung hoch! Nicht jeder würde sich so große Gedanken machen sondern schlichtweg abgeben "was stört"... Wirklich hochachtungsvollen Gruß Jenny
 
Mr.Honey Bunny

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Danke Jenny *rotwerd
Ich bin seit Wochen nur am Grübeln, glaubst du das? Zur Zeit gehts ja noch. Die Schweine sind noch in der Laube. Aber was ist danach?

Wegen den Feinden mach ich mir tagsüber keine Gedanken. Das Gehege ist ja jetzt auch nach oben offen. Nur der feste Teil ist ein- und ausbruchsicher.



Was ich mich frage, schaffe ich es, die Schweine abends in diesen besagten Teil zu treiben?
 
Galadriel

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Boah..


Tschuldige das ich Spamme....

Aber ich bin echt neidisch auf die Viecher die da Leben dürfen..!


gr Gala
 
Mr.Honey Bunny

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Dankeschön

Ich glaub, ihnen gehts ganz gut bei mir :smile:
 
kuschelkatze

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Also ich finde das auch richtig super! Das wäre ein Traum von mir, Garten mit Tieren usw. Sieht auch optisch gut aus Deine kleine Landschaft! Ich kenne mich mit Meeris nicht so aus, aber vielleicht kannst Du ihnen ja einen kleinen Leckerbissen abends in ihr Schlafhaus legen. Das lernen die bestimmt relativ schnell wenn Du das immer um die gleiche Uhrzeit machst, oder?
LG
 
Tinschoe

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Also wenn sie es bei so viel Garten nicht scaffen sich aus dem Weg zu gehen sind die Schweinchen doof :lachen:
Ich find die Idee toll. Ich bin schon neidisch auf das jetzige Gehege ;D
 
Z

zauselmonster

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Also ich bin ja der Meinung, dass man bei "Haltung" von Tieren nie von artgerecht sprechen kann, insbesondere bei Käfighaltung. Aber wenn etwas dem schon sehr, sehr nahe kommt dann doch das was du dir da überlegt hast :gut: Der einzige negative Aspekt für mich wäre auch der, wie oben beschrieben. Katzen usw. Da hätte ich Angst vor. Ich weiß ja nicht, wie du so lebst. Vielleicht stellt das da ja aber nicht soooo das Problem dar.
 
M

Murx Pickwick

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So, dann mal meine Erfahrungen:
Meine Meerschweinchenweibers laufen ja schon geraume Zeit im oberen Teil meines Grundstückes frei rum, zeitweise liefen sie zwangsweise sogar über Nacht frei (nicht empfehlenswert! Grand Dame und Halva haben die nächtlichen Ausflüge das Leben gekostet). Ich habe sie im letzten Jahr im Herbst jedoch eben nicht mehr nachts in den Auslauf zurücklocken können ... hier ist dann doch etwas zu beachten, was ich nicht beachtet hatte.

1. Meerschweinchen lassen sich sehr gut mit Futter in ihre Schlafstatt locken. Das Futter sollte immer zur etwa gleichen Zeit abends gereicht werden, dann finden sich die Schweinchen ganz von alleine zur fraglichen Zeit ein und man hat keine Schwierigkeiten.
Hatte ich nicht beachtet - die Meerschweinchen ließen sich daraufhin auch stets erst lange bitten und locken, bevor sie sich bequemten, den Abstieg zum Gehege zu betreten. Es dauerte dann allerdings noch ne halbe Stunde, bis die lieben Säue denn endlich mal sich von jedem auf dem Weg liegenden Grashalm ordnungsgemäß verabschiedet hatten und endlich im Gehege gemümmelt hatten. Kam zwischenzeitlich Besuch oder ein Spaziergänger ging am Grundstück vorbei, floh ein Teil der Meerschweinchen wieder in den Garten => Lockaktion ging von vorne los ... 8(
2. Heu in ausreichender Qualität muß immer im Gehege in ausreichender Menge vorhanden sein - mir ist einmal das Heu ausgegangen, ich hatte nur noch minderwertiges Heu und daraufhin blieb ein Teil der Schweinchen draußen über nacht, sie hatten über fast eine Woche sich geweigert, den Auslauf auch nur zu betreten!
3. Genauso wie die Nacht sind die frühen Morgenstunden, auch wenn es schon hell ist, für die Meerschweinchen saugefährlich. Die Marder sind da noch unterwegs! Mein Rat inzwischen - laß die Schweinchen nicht vor neun Uhr in den Garten.
4. Es dürfen keine wirklich großen offenen Flächen vorhanden sein, es dürfen keine Bäche, Seen oder ähnliches erreichbar sein, der gesamte Gartenzaun muß täglich auf meerschweinchengroße undichte Stellen abgesucht werden. Alles, wo sich Meerschweinchen drunter verkriechen können, muß mind. zwei Ausgänge haben und muß so befestigt sein, daß selbst ein Hund den Schutz nicht umschmeißen kann. Bei mir hat sich Brombeergestrüpp bewährt - sieht häßlich aus, aber selbst dem Marder entkommen die kleinen Krummbeiner im Brombeergestrüpp mit Leichtigkeit (Vorraussetzung: Es ist nicht nachts!)
5. Wenn man mal von Freddy Fratz absieht - wenn ich Meerschweinchen an einen Beutegreifer verloren hatte, dann nur nachts. Man muß wirklich drauf achten, daß alle Schweinchen nach Einbruch der Dunkelheit im Schlafstall sind! Auch bei anderen mit solch Auslaufhaltung oder freilaufenden Schweinchen im Garten decken sich die Erfahrungen mit den Meinigen - Meerschweinchen nachts draußen zu lassen erfreut diverse Beutegreifer, erst nach ca. acht bis neun Uhr morgens ist es sicher für die Meerschweinchen, abends sollten sie mit Einbruch der Dunkelheit in ihrer gesicherten Schlafstatt sein.
6. Bei mir hatten sich bei den Weibern vier Untergruppen gebildet - die kamen auch absolut unabhängig ins Gehege. Nun konnte es durchaus passieren, daß Gruppe 1 schon zuhause war und sich sattfraß, Gruppe 2 bequemte sich langsam, den Abstieg zu wagen, Gruppe 3 blieb verschollen und Gruppe 4 wartete, bis Gruppe 1 mit fressen fertig war.
Ne Stunde später waren dann die Gruppen 3 und 4 endlich im Gehege, Gruppe 1 aber schon wieder unterwegs und Gruppe 2 fand das Dach des Geheges interessanter wie das Futter im Gehege.
Wenn dann endlich auch nach zwei weiteren Stunden Gruppe 2 sich bequemte, das Gehege zu betreten, war Gruppe 3 schon wieder auf Achse, um sich im Garten nen Schlafplatz zu suchen und Gruppe 1 beschäftigte sich derweil, Gruppe 4 vom Fressen zu verjagen ... es war jedoch nicht möglich, ALLE Meerschweinchen gleichzeitig ins Gehege zu bekommen, die Tür mußte nachts offen bleiben, was dann natürlich auch alle Meerschweinchen extrem gefährdete.
Damit dir das nicht passieren kann, ist es notwendig, ein Schleusensystem zu installieren - willst du sie einfangen, wartest du, bis das erste Grüppchen die Haupttür passiert hat und machst erst mal zu. Kommt das nächste Grüppchen, kannst du die Tür wieder öffnen.
Gruppe 1 lockst du in seine Schlafstatt, sind sie drin, macht die Tür dort zu und die Haupttür auf, so daß die nächste Gruppe in den "Verteiler" kann und zu seinem Schlafstall gelockt werden kann.

Was die Streitereien unter den Herren der Schöpfung angeht - Bernd wird auch auf dem gesamten Gartengelände die anderen beiden Böcke jagen, wenn die sich stellen, gibt es kurze Kämpfe und in Folge Macken in den Ohren. Schlimmste Verletzung, die ich auf so großer Fläche hatte, waren eine eingerissene Lippe und wundgebissene Hintern von rangniederen Tieren. Tierärztlich behandelt werden hätte theoretisch davon nix gemußt, aber rein praktisch gibt es einem ja doch Sicherheit, wenn da eine erfahrene Fachkraft noch mal über die Wunden drüberschaut, auch wenn sie nur sehr klein sind.
Diese Jagden sind sehr kräftezehrend, vor allem für den ranghöchsten Bock. Er rennt immer mit vollem Einsatz seines kleinen Körpers - rangniedere Tiere rennen kräfteschonender oder halten sich in gewissem Abstand auf. Dadurch werden die Jagden zwar länger, aber seltener wie auf kleinen Flächen. Der Ranghöchste gibt einfach schon wegen Erschöpfung relativ schnell auf und jagt eben nur noch ein oder zweimal, statt zehnmal wie auf kleinerem Gelände. Er läßt sich auch schneller durch andere Böcke von seiner Jagd ablenken, so daß seine Opfer sich immer wieder zwischendrin ausruhen können. Maximilian, der ranghöchste Bock in meiner Gruppe, rennt im Schnitt viermal so viel wie alle anderen Meerschweinchenböcke im Gehege. Dadurch ist er eigentlich immer ausgepowert und er kommt alleine dadurch erst gar nicht dicht genug an die anderen Böckchen ran, um sie zu beißen. Es bleibt bei Drohgesten auf Entfernung und jagen.

Was viel schlimmer sind, sind jegliche Rangänderungen in der Gruppe - solches hat bei meinen Böcken grundsätzlich zu Grabmilben und in einem Fall zu massivem Pilzbefall als Folge des Grabmilbenbefalles geführt. Ich muß sagen, ich war damit ein wenig überfordert, ich kenne das von früher nicht, als ich einsame Meerschweinchen in Kaninchenbuchten paarweise zusammenstellte! Blieb die Rangordnung stabil, war es kein Problem, auch nicht mit den Jagden. Ab ca. 80 qm bilden sich bei mir sogar einzelne Reviere zwischen einzelnen Subgruppen bei den Böcken aus. Die Rangordnung erscheint mir dann auch stabiler zu sein, wie auf kleinerem Gelände, auch wenn die Böcke über Nacht in ihre Subgruppen getrennt untergebracht werden (Wie gesagt - Meerschweinchen nachts im offenen Gelände zu lassen, scheint ein wahres Lottospiel zu sein ... )

Noch eine Sache:
Meerschweinchen fressen dir alles Freßbare bis auf die Wurzeln runter, das übersteht auf Dauer nicht mal Gras! Du mußt also, wenn du einen grünen Garten behalten willst, pro Meerschweinchen 50qm Wiese oder Rasen einplanen! Da kommt ne Menge Fläche zusammen ... meine Magerwiese, auf der sich die Weiberschweinchen tagsüber tummeln, hat jedenfalls enorm gelitten! Und das, obwohl eigentlich für die 12 Weiberschweinchen annähernd 600qm zur Verfügung stehen. Dafür lassen sie mir allerdings freundlicherweise Brennesseln und Brombeeren stehen, also mit solchen Pflanzen kannst du durchaus auch deinen Garten begrünen ...

Was die Gefahren tagsüber angeht:
Tagsüber jagen unter anderem auch Bussarde und Habichte. Beide Arten sind durchaus in der Lage, Meerschweinchen zu schlagen und tun dies auch, wenn sie einmal Erfolg hatten!
Sollte also ein Greifvogel direkt überm Grundstück kreisen, laß vorsichtshalber die Meeris drinnen, damit eben nix passiert. Wenn die Greifvögel auf Nachbargrundstücken kreisen, solltest du sie aufmerksam beobachten.
Habicht ist ein Schleichjäger, man erkennt ihn daran, daß er in der Nähe von Büschen, Vorsprüngen, Wänden etc jagt. Das Gefährliche am Habicht ist, er kann von allen Seiten kommen, nicht nur von oben! Es sollte also auf dem gesamten Grundstück nirgendwo eine exponierte Stelle geben, wo Meerschweinchen hinkommen. Sie sitzen dort wie auf dem Präsentierteller für Habichte!
Bei mir ist es eine Ebene, die ca. 1m über der untersten Ebene ist. Der Vorsprung ist nur einen Meter breit. Ein Habicht hatte sich unterhalb dieser Ebene angeschlichen, kam urplötzlich hoch und griff in der zweiten Ebene nach einem Kaninchen! Wäre dieses ein Meerschweinchen gewesen, hätte es keine Chance gehabt, das Kaninchen jedoch war zu schwer und zu wehrhaft, es hatte nach den plötzlich auftauchenden Krallen gebissen. Trotzdem wurde das Kaninchen an Ohren, Flanke und Lippe vom Habicht verletzt!
 
Mr.Honey Bunny

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Danke euch, vor allem danke Murx, für den tollen Erfahrungsbericht :gut:

Hatte vorhin mal wieder alle (unter Aufsicht) im Freigehege. Bino und Bernd geht auch nicht. W und Bino klappt immernoch. Also bis auf Bernd ist alles soweit i.O. Bernd ist auch nicht die ganze Zeit über aggressiv. Das versteh ich überhaupt nicht. Stellenweise frisst er eine ganze Weile neben den anderen Böcken Gras und dann plötzlich dreht er durch. Ist denn das normal?

Ich hab auch gemerkt, dass der Bernd das Mehrfache von den anderen rennt. Außerdem lässt er sich, wenn er auf der Jagd ist, leicht durch andere Schweinchen ablenken. Leider kam ihm, als er gerade den W jagte, die kleine Bini in die Quere und er biß ihr volle Kanne in die Nase. Die arme. Die Wunde ist ganz schön tief, aber sie wird es überleben.

Es gibt bei uns in der Nachbarschaft eine Katze, die aber keine Schweine jagt, sie saß schon öfters bei den Nachbarn mit im Schweinchenauslauf. Zu mir in den Garten kommt sie nicht, der ist ihr zu sehr eingezäunt.

Es gibt bei uns in der Nähe 2 Milane, andere Raubvögel hab ich noch nicht entdeckt. Dafür haben wir Millionen Amseln, Drosseln und Meisen. Außerdem brüten jedes Jahr ein Taubenpaar bei uns im Garten. Was ich so toll finde (hab ich schon mal irgendwo erwähnt), ist, dass meine Schweine auf die Warnrufe dieser Vögel reagieren und sich dann sofort verpissen. Als Gegenleistung sind vor allem die Drosseln häufig mit im Gehege und fressen Insekten.
Buffy kennt die Drosseln noch nicht, deshalb schaut sie etwas skeptisch

Bernd hat vorhin übrigens in seinem Wahn versucht eine Drossel zu jagen 8(

5 von 9 Schweinchen kennen den festen Teil, also den zukünftigen Schlafplatz, des Geheges. Bei Gefahr rennen sie auch dort hinein. Also glaube ich, dass es bei denen weniger das Problem wird, sie abends da hinein zu bekommen. Zum Fressen kamen sie auch immer rein, wenn sie hörten, wie ich dort Gemüse schnibbelte.
Daran hatte ich nämlich noch nicht gedacht, sie mit Fressen rein zu locken.

Ich glaube wir werden es probieren. Wir waren heute schon mal im Baumarkt. Hoffentlich klappts.
 
M

Murx Pickwick

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Das mit dem alles und jeden jagen kommt auf den Charakter an - Lotte ist ja auch so ein dominant-aggressiv-Schweinchen, wird aber bei mir von Maximilian in Schach gehalten, insofern passiert da bei mir nicht viel. Dafür hab ich regelmäßig Keilereien zwischen den Beiden, weil Lotte einfach nicht einsehen will, daß Maximilian nunmal bedeutend kräftiger ist und viel mehr Lebenserfahrung hat wie Lotte.
Erstaunlicherweise verletzen sich die Beiden nie. Ich hab da echt schon schlimmere Kontrahenten unter den Meeriböcken gehabt.
 
S

Sylvia*

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Ich halte meine Tiere auch ähnlich frei. Sie haben ein Gehege, ca. 8,5 m² groß, aber es hat einen Ausgang zum Garten. GEplant war ursprünglich, dass sie von da aus nur in einen abgegrenzten Teil raus können. Aber die Ausbrecherschweine hatten da andere Pläne. Ich hab irgendwann kapituliert. Sie bevölkern einfach den ganzen Garten. Vor allem in den frühen Morgenstunden und abends in der Dämmerung grasen sie vermehrt. ABer auch wenn ich nachts schon mal in der GArten gehe, laufen eigentlich immer welche rum. Sie wissen, dass es Futter nur im Gehege gibt. Normal kommen sie auch alle dann an, wenn sie mich sehen. Aber immer, wenn ich was Bestimmtes vorhabe, fehlen ein paar... Ich hab auch einen Spezialisten, der zieht es vor, im Sommer unterm Gartenhaus zu wohnen, der kommt nur zum Fressen ins Gehege.
Also das mit dem nachts sortieren und einschließen könnte stressig werden.

Mehrere Böcke auf so viel Platz sollte klappen. Das ist ja genau die Voraussetzung, dass man halt Platz zum WEgrennen hat. Und der ist ja da.

Über Stress und Milben hat Murx schon was gesagt.. bei mir traten Milben auch immer nur wenn ich das Gehege umgebaut habe oder es Neuzugänge gab.

Viele Unterschlüpfe sind wichtig. Schweinchen sind leicht dümmlich, sie gewöhnen sich an Dinge. Meine laufen z.B. nicht merh weg, wenn mein Hund oder meine Kinder dazwischenrennen. Und die wären dann sicher für einen Raubvogel, wenn wir welche hätten, eine leichtere Beute, als normal scheue Schweinchen.

Was allerdings auch für totale Erschöpfung auf Halterseiten führen kann sind Verletzungen. Weil man dann teils ewig jagen muss, bis man den Verletzten gefangen hat! Ich muss auch gestehen, dass ich nicht jedes Schwein jeden Tag sehe. Ich hab halt auch nicht immer die Zeit, alle 13 zu suchen... Ich bin da mittlerweile relativ relaxt. Bei Außenhaltung mit viel Freigang muss man halt Abstriche machen. Aber hat dafür gkückliche Schweine!! Verzeifelt ist allerdings meine Nachbarin, die während unseres Urlaubs immer versucht hat, gewissenhaft alle Schweine zu zählen :lachen:


für dein Bockproblem..solltest du die abends nicht sortiert kriegen: kannst du nicht mehrere Ställe aufstellen, in denen man auch übernachten kann? Dann bleiben sie halt räumlich getrennt? Ich weiß nicht wie das bei euch mit Fressfeinden aussieht, ob sich sowas verwirklichen lässt.
 
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Murx Pickwick

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GEplant war ursprünglich, dass sie von da aus nur in einen abgegrenzten Teil raus können. Aber die Ausbrecherschweine hatten da andere Pläne. Ich hab irgendwann kapituliert. Sie bevölkern einfach den ganzen Garten.
Weißt du, wie schön es ist, sowas zu lesen? Ich kam mir zeitweise vor, wie der letzte Halbidiot, daß ich es nicht mal schaffe, ein paar Meerschweinchen innerhalb einer Umfriedung zu halten!

Bei mir war der absolute Gartenfreigang, insbesondere letzten Herbst mit Übernachtung, eigentlich auch nicht so geplant gewesen ... aber die Weiberschweine blieben einfach nicht in ihrem Auslauf *seufz*
 
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Sylvia*

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Das beste ist immer, wenn Besuch auf einmal aufgeregt schreit "Da läuft ein Meerschwein durch deinen Garten! " ... und ich ganz ruhig bleibe und nur entgegne.. "guck genauer... das sollten ein paar mehr sein..." .

Es ist sicher nicht so uneingeschränkt empfehlenswert, die Risiken liegen auf der Hand... aber sie laufen so quietschvergnügt durch den GArten, es ist absolut faszinierend zu sehen, dass Schweinchen auch längere Strecken im Schweinsgalopp absolvieren können! Wenn man das mal gesehen hat, fragt man sich, wie man sie auch in kleinen Käfigen einsperren kann!
Es mag sein, dass sie hier nicht ganz so alt werden wie in Innenhaltung, aber ich bin trotzdem absolut überzeugt davon.

Und bevor ich Schimpfe kriege: ich hole über Winter auch rein, wenn ein Schwein zu mager für draußen ist. Es gibt hier einen Notstall von 1.80 x 0.50m, der auch in den letzten beiden Wintern belegt war. Also keine Außenhaltung auf Biegen und Brechen, wenn es offensichtlich nicht klappt, hole ich auch rein. Aber mein dicker Kastrat ist mir vor kurzem draußen verstorben. Ohne Ankündigung und von heute auf morgen... draußen verstecken sie Krankheiten wohl auch noch besser als innen. Auch das gehört leider dazu.
 
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Murx Pickwick

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Werden sie wirklich draußen nicht so alt wie drinnen?

Maximilian hat eine wahre Odyssee durch enorm viele Hände hinter sich, er war mit Sicherheit schon mind. fünf Jahre alt, als er zu mir kam - ich habe ihn nun schon fast ein Jahr und er ist noch so fit, wie ein Jugendlicher.

Vier der Meeris, die ich vermittelt hatte, waren bei Abgabe nachweislich älter wie sieben Jahre, einer von ihnen ist über neun Jahr alt in Draußenhaltung geworden! Er soll sich angeblich mehr außerhalb des Meerschweinchenstalles wie innerhalb aufgehalten haben ...
Auch die anderen drei sind mind. sieben, zwei sogar mind. acht Jahre alt geworden, was aus ihnen geworden ist, weiß ich leider nicht, die neuen Besitzer haben sich nicht mehr bei mir gemeldet.

Ich will nicht verheimlichen, daß einige Tiere draußen bei mir früh gestorben sind - Halva z. B. wurde Opfer ihrer eigenen Panik und wahrscheinlich einem folgenden Angriff eines Hundes oder einer Katze, weil sie sich auf ein fremdes Grundstück ohne Versteckmöglichkeit geflüchtet hatte. Sie war erst zwei Jahr alt!

Grand Dame wurde von einer Kreuzotter gebissen - sie wurde vermutlich nur sechs oder sieben Jahre alt.

Hau ab starb draußen an einer Darmverschlingung - er war etwas jünger wie Grand Dame.

Einer meiner beiden Kobolde verschwand im Garten spurlos - der andere wurde in meiner Wohnung von einem Marder geholt! Beide wurden nicht mal ein halbes Jahr alt ... (es sei denn, Ovinnik wurde von einem tierlieben Menschen eingesammelt und behalten und blieb deshalb verschwunden. Möglich wäre es, er war recht zutraulich ... )

Bei mir in der Wohnung starben etliche Meerschweinchen an den Folgen einer schleichenden Mörtelstaubvergiftung, wer drinnen war und später rauskam starb an den Spätfolgen - es sind nur noch wenige Schweinchen übrig, die in diesem Tierzimmer waren.

Freddy Fratz hat sein erstes Lebensjahr nicht erlebt - er starb, als er seine Gruppe vor einem Bussard schützen wollte.

Zu gleicher Zeit starb bei den Nachbarn deren Meerschweinchen, weil er sich im Gitter vom Meerschweinchenkäfig erhängt hat - er wurde auch nicht mal ein Jahr alt.

Eine meiner TÄ schätzt das Durchschnittsalter von Meerschweinchen auf nur vier Jahre - demnach habe ich viele sehr alte Tiere draußen laufen! Das Durchschnittsalter aller Meerschweinchen, die durch meine Hände gingen und daraufhin draußen gehalten wurden, liegt bei etwas über sechs Jahren!

Übrigens, dies hier, was Sylvia* hier anspricht, ist ein sehr wichtiger Punkt:
ich hole über Winter auch rein, wenn ein Schwein zu mager für draußen ist. Es gibt hier einen Notstall von 1.80 x 0.50m, der auch in den letzten beiden Wintern belegt war. Also keine Außenhaltung auf Biegen und Brechen, wenn es offensichtlich nicht klappt, hole ich auch rein.
Diese Verantwortung, seine Meerschweinchen zu beobachten und dann im Krankheitsfall oder wenn es halt nötig ist, reinzuholen (insbesondere im Winter), sollte jeder haben, der seine Schweinchen draußen halten will ... genauso auch die Verantwortung, nicht einfach so ein Meerschweinchen draußen auszusetzen ... sie müssen langsam an ihre neue Freiheit gewöhnt werden!
Aber ich glaube, das braucht man hier im Forum gar nicht mehr zu erwähnen ... :D :gut:

Ansonsten denke ich, die Gefahren draußen in dieser absoluten Gartenfreiheit, sind nicht wirklich mehr - aber eben anders. Es liegen auch lange nicht so viele Erfahrungen vor, wie mit den Gefahren in der Wohnungshaltung und manches wird dann einfach an Gefahren aus diesem Grunde erst zu spät gesehen. Das wird sich denke ich nach und nach mit der Verbreitung der Freiheit für Meerschweinchen nach und nach ändern.
 
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Bei dir möcht ich auch Meerschwein sein... Sieht super aus :gut:
 
kuschelkatze

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Also wenn ich das so sehe auf den Bildern wieviel Platz die Meeris haben und in einer richtigen Gruppe leben können, dann würde ich doch die Gefahren von natürlichen Feinden etc. einer Wohnungshaltung bei der auch Auslauf vorhanden ist, die aber trotzdem nicht dieser "Gartenhaltung" nahe kommt, vorziehen.
Lieber Qualität als Quantität.
Genauso bei der Katzenhaltung. Ich kann es nachvollziehen wenn jemand seiner Katze aus Sorge keinen Freigang geben will, trotzdem ist es angemessen es doch zu tun (von den Fällen in denen es eben nicht geht oder wirklich viel zu gefährlich wäre abgesehen).
Bei uns Menschen ist es doch genauso. Wir gehen auch (kalkulierte) Risiken ein wenn es unsere Lebensqualität steigert. Und genauso sollte man es bei seinen Tieren auch handhaben finde ich.
Ich bin neidisch, schmacht, will auch einen Garten! :binzel:
 
Mr.Honey Bunny

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Hallo ihr Lieben,
genau Kuschelkatze, so seh ich das auch. Egal um welche Tiere es geht.


Die Erfahrung mit den "lieben" Grabmilben musste ich auch erst wieder machen. Es hatte aber nur 2 meiner Schweine erwischt. Den W, als ich ihn mit dem Bino zusammensetzte. Und die kleine Bina, als sie in ihre neue Gruppe vergesellschaftet wurde.

Ich finde auch, dass Schweinchen draußen ihre Krankheiten besser verstecken als drinnen. Wie zum Beispiel mein Wobble. Ich wusste das er Lymphdrüsenkrebs hatte, aber ließ sich nie etwas anmerken. Er starb qualvoll eines Abends.

Ich habe aber auch die Vermutung, dass draussen Schweinchen nicht so alt werden, wie drinnen Schweinchen. Das schlimme ist, meiner Meinung nach, meißtens werden Schweine, die allein in klitzekleinen Käfigen leben müssen und nur Trofu bekommen, älter als Schweinchen, denen man versucht, ein schönes Leben zu bieten. Mein Mann sagt, das liegt daran, dass die Einzelschweine schon psyschich tot sind und eine Freundin sagt, es liegt daran, dass sie sich an den gedanken klammern, dass es ihnen irgendwann besser gehen wird 8( 8(
Ich für meinen teil denke eher, dass es an den Pestiziden im Obst und Gemüse liegt. Oder warum habe ich schon wieder ein Schweinchen mit Krebs? Aber das gehört nicht hier her...


Ganz tolle Neuigkeiten hab ich noch :D
Meine alte Schweinchenlaube ist zwar nicht so groß, wie die jetzige, aber ich habe mir damals eine kleine Seitentür dran bauen lassen. Bevor wir das Außengehege gebaut hatten, hatte ich dort einen Miniauslauf, der aber nie angenommen wurde. Daraufhin hatte ich diesen entfernt und die kleine Tür von innen mit einem Brett verschraubt.
Ich könnte also ohne Probleme den Schweinen 2 getrennte ein- und ausbruchsichere Schlafstätten anbieten. Zum Glück bin ich vorhin zufällig an der Laube vorbeigegangen :D Man bin ich vergesslich 8(
Dadurch könnte ich evtl. sogar meinen Traum endlich verwirklichen und meine Schweine auch den Winter (ist noch bissl hin) über ganz draußen lassen. Vielleicht hab ich dann auch mal Schneeschweine, genau wie Murx :D
 
M

Murx Pickwick

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Und ich glaube eben, das täuscht - wo hört man denn von den vielen Schweinchen, die schon mit einem Jahr tot im Käfig liegen und keiner kümmert sich drum, woran sie gestorben sind?
Wenn ein Schwein tot im Käfig liegt, wirds entsorgt und ein möglichst gleich aussehendes Schweinchen wird wieder angeschafft ... damits die Kiddies nicht mitbekommen.
Das ist hier durchaus gelebte Praxis!
Ich hab mich hier mit einem Verkäufer unterhalten, der in diesem Zusammenhang schon von einem "Meerschweinchenabo" gesprochen hatte, weil wirklich einige Personen regelmäßig ein Schweinchen einer ganz bestimmten Farbe und eines ganz bestimmten Geschlechtes kaufen - und das zum Teil mehrmals im Jahr!
Ein anderer Verkäufer erzählte, daß das Geschäft mit den Meerschweinchen zugenommen habe, weil sie eben immer früher sterben. Er sprach schon vor 10 Jahren von einem Durchschnittsalter von eineinhalb Jahren ... er konnte sich nicht vorstellen, daß moderne Schweinchen älter wie drei Jahr alt werden können.

Wenn einem dann Leute erzählen, ihr Schweinchen ist schon acht Jahre alt, man erfährt aber vom siebenjährigen Kind, daß es nun schon das dritte Schweinchen in Folge ist, was den Käfig bewohnt und man erfährt vom zehnjährigen Bruder dieses Kindes, daß die Schweinchen alle nur auf Wunsch des Mädels angeschafft wurden, dann fängt man an zu grübeln ... machen die Schweinchen von Natur aus Zeitensprünge, das sie so alt werden?

Natürlich gibt es auch die Schweinchen, die gekäfigt und mit Trockenfutter tatsächlich über 10 Jahr alt werden - aber die sind die Ausnahme, genau wie bei den Gartenfreilaufschweinchen!
Je mehr ich aber nachfrage, desto mehr relativiert sich das mit dem Alter ... Meerschweinchen werden also auch mit TroFu und Käfig nicht wirklich älter.
 
Mr.Honey Bunny

Mr.Honey Bunny

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Ach menno, wir haben heute alles gekauft, um meinen Traum am Samstag in die Tat umzusetzen, nun macht mir aber der Bernd seit einiger Zeit schon Sorgen und ich frage mich, wie lange er noch zu leben hat.
Das blöde ist, ich mach den ganzen Sch*** nur wegen ihm, weil er sich nicht mit der Gruppe verträgt.

Seine Knie sind mittlerweile fast ganz steif. Er rennt rum, er baggert die Weiber an (er schafft es aber nicht mehr sie zu besteigen), er würde gern die anderen Böcke verkloppen, aber er ist so dünn, obwohl er immer frisst.
Der Berndi ist so zäh. Es macht mich so traurig, weil ich nicht weiß, was das Richtige ist.
 
Thema:

Soll ich meine Schweine "freilassen"? Was haltet ihr davon? Schweine frei-Foootooos